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Hadako

Leichtmatrose

  • »Hadako« ist der Autor dieses Themas

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Wohnort: Kreis Bergstraße

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21

Mittwoch, 8. August 2018, 18:28

as gesagt, du kommst aus der nähe von Mann'em und Gelegenheit das alles auf dem Meer zu erlernen wird wohl eher schwerig sein! Deshalb rate ich dir die offiziellen SBF Unterlagen zu nehmen, die Lekture durchzulesen und die Aufgaben eins nach dem anderen durchzuarbeiten (es gibt um die 20 Aufgaben glaube ich). Ähnlich hat es TrampMuc weiter oben vorgeschlagen, aber wenn du es richtig machst, wirst du es definitiv nicht "an einem Samstag" schaffen
und was sind die "offiziellen SBF-Unterlagen"? Meinst Du beispielsweise diese hier:


https://www.sportbootfuehrerschein-pruef…sfragen_sbf_see

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Heimathafen: Seebruck

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22

Mittwoch, 8. August 2018, 20:03

Das sind nur die Prüfungsfragen - also für die die nur den Lappen haben wollen ohne etwas davon zu verstehen!

Nimm entweder "Sportbootführerschein See: Mit amtlichen Fragenkatalog" z.B. bei Amazon (https://www.amazon.de/Sportbootf%C3%BChr…eywords=sbf-see) - da hast Du sowohl die Fragen als auch die Theorie,

oder, wenn du später den SKS Segelschein machen willst, nimm besser "Sportküstenschifferschein & Sportbootführerschein See: Mit amtlichen Fragenkatalog"
(https://www.amazon.de/Sportk%C3%BCstensc…eywords=sbf-see). Da hast du, wie der Name schon sagt, beides.

Mein Rat: kauf dir ein neues und nicht gebraucht. Es gibt immer wieder kleine Änderungen und ältere Versionen sind deshalb nicht immer aktuell.

Bavaria 56 V

Labsklaus

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Schiffsname: Vela

Bootstyp: Bavaria 40 Vision

Heimathafen: Kiel-Stickenhörn

Rufzeichen: DH 3577

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23

Mittwoch, 8. August 2018, 20:21

und was sind die "offiziellen SBF-Unterlagen"? Meinst Du beispielsweise diese hier:


Ja,Ja ,Ja, das sind die :zus(12):

Hab mir alle 15 fragebogen angekuckt.

Kann dir aller dings nicht sagen ob es die an der Bergstrasse gibt .

ich komme ja von Tal.

Gehe in eine vernünfitge Buchhandlung, die werden dir schon kein Müll von a.D andrehen.

:vdt-aus:

Gruß klaus
Konzept für ein gutes Leben : Ein schlechtes Gedächtnis und eine gute Gesundheit.

Hadako

Leichtmatrose

  • »Hadako« ist der Autor dieses Themas

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24

Mittwoch, 8. August 2018, 21:53

und was sind die "offiziellen SBF-Unterlagen"? Meinst Du beispielsweise diese hier:


Ja,Ja ,Ja, das sind die :zus(12):

Hab mir alle 15 fragebogen angekuckt.

Kann dir aller dings nicht sagen ob es die an der Bergstrasse gibt .

ich komme ja von Tal.

Gehe in eine vernünfitge Buchhandlung, die werden dir schon kein Müll von a.D andrehen.

:vdt-aus:

Gruß klaus
vielen Dank klaus und "Guts Nächtle". :whistle2:

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Heimathafen: Keine Ahnung

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25

Mittwoch, 8. August 2018, 23:25

nahezu jede antwort hier ist richtig. und ich denke, genauso viele herangehensweisen gibt es.

jeder lernt ja auf seine eigene, ganz persönliche weise. doch leider ist uns das größtenteils
konsequent aberzogen worden. aber das ist ein ganz anderes thema.....

aber was ich spüre, wenn ich deine worte lese, lieber @Hadako: ist, dass du in flammen stehst.
du bist wissenshungrig und hast ganz offensichtlich voll bock drauf, das alles zu kennen, zu lernen
und anzuwenden, dich weiter zu entwickeln und in eine neue wissensebene vorzustoßen.
das. ist. cool. mach das! und mach das auf jede erdenkliche weise, die sich dir bietet.

bücher lesen und „trockenübungen“ machen ist da sicher nicht das schlechteste. aber meine ganz persönliche
empfehlung wäre, so schnell wie möglich „hands on“ erfahrungen zu machen. auf einem boot also.
mit jemandem, der dich wohlwollend in deinem vorhaben, navigation von der pike auf zu lernen
unterstützt. jemand der dir alles zeigt und dir unmittelbares feedback gibt und dir anhand der realen
ergebnisse (d.h. ob du gerade wirklich da bist, wo du sein solltest) zeigt, ob deine positions- und
kursberechnungen stimmen.
theorie ist wichtig! besonders in der navigation. intuition ist aber genau so wichtig. die kommt aber nur
durch die verbindung von theorie und praxis und viel übung.

langer rede kurzer sinn ist: theoretische grundlagen lernen und verinnerlichen und dann schnellstmöglich raus auf see.......!
LG, Christoph

Voyaging under sails is one of the most deeply satisfying experiences in life.

excos48

Seebär

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26

Donnerstag, 9. August 2018, 08:15

Mal "aus der Praxis".... Navigation kann man nicht auf einem Segelboot erlernen, selbst wenn der Lehrer noch so engagiert wäre.

Ich habe den Weg "von der Pike" zweimal beschreiten müssen, einmal bei der Marine und einmal an der Seefahrtsschule/Uni. Da war solange nichts mit Praxisanwendungen an Bord oder im Simulator bis die ersten 3-5 Prüfungen geschrieben waren.
Es geht los mit so Dingen wie Kartenprojektionen, Herleitung der Grundlagen der Einheiten, warum wird die Breite nur am Rand auf selber Höhe abgegriffen etc etc....
Dann die schönen Umrechnungen der Kurse und Peilungen.... wir reden hier von der Theorie, die man verstanden haben muss, BEVOR man sie in der Praxis benutzt.
Sowas lernt man nicht an Bord einer Yacht, auch weil die Instrumente die zuverlässigen Berechnungen garnicht hergeben... wer hat denn zB eine Ablenkungstabelle für den Peilkompass am Fernglas oder den Handpeiler? Welcher Rudergänger steuert brauchbar gradgenau (ebenfalls ohne Deviationstabelle)? Da wird die Ostsee rechentechnisch zum starken Tidenrevier :S
Sicherlich kann man sich mehr schlecht als recht von einer Kreuzpeilung zur anderen hangeln, aber zuverlässiges Koppeln geht schonmal nicht (wir reden immer noch vom Lernen, wo man auch gerne mal am gekoppelten Ort ankommen sollte). Von Vierstrich- oder Vesegelungspeilungen will ich garnicht anfangen. Sämtliche Erfolgserlebnisse der punktgenauen Navigation werden ausbleiben und den motivierten Schüler maßlos enttäuschen.
Sind wir ehrlich, die Präzision ist doch navigatorisch das Erste, was über Bord fliegt, sobald das Segelboot ablegt. Wenn nicht mit Plotter, dann alle halbe Stunde GPS-Position in die Karte... "fahr mal etwas nördlicher.... ach, dahinten seh ichs schon, fahr mal auf die Landpitze zu...." So wird es doch gemacht. Kursumrechnungen, wozu? Das ist keine Navigation, die den Namen verdient.
Jemand der darauf "brennt" die Thematik aus Interesse zu erlernen, muß erstmal lange Zeit am Tisch sitzen, bevor er einen Fuß aufs Boot setzt (was einfacher erscheint wenn man küstenfern wohnt ;)). Und Kartenaufgaben kann man sich irgendwann selbst erstellen, das ist kurzweiliger als Fernsehen oder Kreuzworträtsel.

@Hadako, bei Interesse stelle ich gerne ein altes Skript von der Uni zur Verfügung.

Gruss
excos48

27

Donnerstag, 9. August 2018, 10:14

2018 und wir sind soweit, dass die Praxis ausschließlich in der Theorie gelernt werden kann! Ein Hoch auf die menschliche Entwicklung! :rofl2:

Das ist ja mal wieder so ne Mondscheindiskussion, damit sich die Jungbullen gegenseitig anjaulen können :)

Es hat doch hier niemand behauptet, dass man sich vorher kein Theoriewissen aneignen muss. Natürlich soll sich der TE ein Buch kaufen (ich habe da auch an das Standard-Ausbildungsbuch inkl. der Testaufgaben gedacht). Diese "Theorie" umfasst dann 60(!) in Worten: sechzig Seiten. Ich weiß ja nicht, wie viele Monate Vorlauf ihr für sowas benötigt?!

Und in so fern kann man das doch prima mit der Praxis (und damit zwangsläufig einem erfahreneren Mitsegler) im Anschluss kombinieren. Man könnte sogar soweit gehen, dass man z.B. nach einem WE Theorie, das frisch erworbene Wissen bei einem Törn in der Praxis anwendet. Wenn das kein Trainer, sondern z.B. ein Kumpel mit Segelerfahrung ist, freut sich dieser vielleicht sogar über so einen Törn "Back2Roots" ...
Und ja, dann stellt man fest, dass dieses theoretische Wissen in Bezug auf die Koppelungen bei einem Segelboot nur mit viel Idealismus umgesetzt werden kann (Wellen, Böen aussteuern, ... ). Man kommt aber erfahrungsgemäß trotzdem an. ;)

VG

"What 'n Drama mit dem Karma"
(by me, myself & I)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »TrampMuc« (9. August 2018, 10:26)


Yachtcoach

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Schiffsname: wechselt und daher auch nicht wie Frauennamen auf den Arm tötowiert

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28

Donnerstag, 9. August 2018, 11:08

abgesehen davon, dass Jan excos sowas von recht hat... . möchte man hier das Ei des Kolumbus neu erfinden ?
Um was es essentiell geht wissen doch alle...man hatte nur einem Neuling mitgeteilt (der noch dazu brennend inetessiert scheint) dass die paar Peilungen...

vielleicht durch Mitfahren (nennt man das nicht Badegast ?) .... erlernen - einfach mal eben die navigation vermitteln.
Auch wenn es nicht so gemeint war... ich hatte bereits zwei Anfragen von Unbedarften, wie das alles so gehen soll etc...
Bevor man also hier locker vom Hocker das für uns Selbstverständliche propagiert, sollte man vielleicht bedenken,
dass Neulinge das erst einmal verinnerlichen möchten. Nicht nur das Scheinheilige und Prüfungsnotwendige !Wo für viele inzwischen die reine Digital-Anzeige zum Bootfahren ausreicht, solles noch Leute geben, .

die an Navigation interessiert sind bzw. das Handling auch analog beherrschen möchten ?Für den Führerschein reicht die übliche Literatur - ausser den Kartenaufgaben - auch ältere.
Denn die grundsätzliche Navigation nebst ihren Berechnungen dürfte sich lediglich in der Handhabung geändert haben.

Ein Kurs ist ein Kurs, Norden ist auch noch oben auf der Karte und der Strom kommt nicht aus der Steckdose...So what ?
:rolleyes:
ja...der redet und schreibt auch ungefragt....wer wissen will was....liest da :


http://www.my-seaside.net/html/kolumne.html . ... -.....QUERULANT= https://blog650.wordpress.com ... - ......HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com ......-........http://www.wassersport-pool.info ..[/align]

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29

Donnerstag, 9. August 2018, 11:09

@excos48:

Es stellt sich doch die Frage, wo Hadako am Ende segeln will. Deine berufsmäßige Ausbildung ist doch was ganz anderes als der SFB See. Worum geht es eigentlich? Man will natürlich an dem Ort ankommen wo man hinwill unter Berücksichtigung von "Hindernissen" oder "Schwirigkeiten". Je nach Region reicht am Ende auch ein blöder Kartenplotter wo nur die aktuelle Position angezeigt wird. Für segeln im küstennahen Bereich oder im Binnenbereich mit Sichtkontakt reicht das meiner Meinung nach völlig aus. Peilung und Koppelnavigation unter Berücksichtung von Wind, Abdrift und Strömung ist auch ganz nett und sollte man auch können und ab und zu mal anwenden, um im Falle eines Totalausfalls der Technik auch anzukommen.

Die wesentlichen Grundlagen lassen sich aber auch auf dem Segelboot im Praxiseinsatz erlernen. Dann merkt man ganz schnell wo die Grenzen der konventionellen Navigation sind und warum GPS so attraktiv ist. Natürlich reicht nur die schnöde Angabe der GPS-Position für komplizierte Seegebiete allein nicht aus. In den meisten einfachen Fällen wird sie aber völlig genügen.

Wenn man es sportlich mag, kann man es gerne nach allen Regeln der Kunst machen wie Du es gelernt hast. Für Blauwassersegler sicherlich empfehlenswert. Liest man mal ältere Bücher von Segelreisen vor der GPS-Zeit, so war die Positionsbestimmung mit Peilung und Koppelnavigation alles andere als genau. Da musste man mit mehr Weitblick und viel Erfahrung sich durchkämpfen. Besonders im Schwerwettersituationen litt die Koppelnavigation extrem an Genauigkeit. Da ist GPS eine große Hilfe in heutiger Zeit.

Ich bezweifle, ob ihm ein Skript Deiner Uni weiterbringt. Ich würde erstmal mit elementaren Dingen anfangen und dann tiefer einsteigen. Praxiserfahrung unter Anleitung eines Skippers sind sehr hilfreich. So habe ich auch angefangen bei Chartertörns und mitgebuchtem Skipper.

Norbert

Beiträge: 231

Bootstyp: Vergrösserung ist angesagt

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30

Donnerstag, 9. August 2018, 11:42

Hallo

Wenn du eh den SBF-See machen willst, dann wäre ein Lehrbuch das den SKS-Stoff gleich mit vermittelt für die Theorie sicher gut. Ich habe damals den SBF-See in Kombination mit dem Segelschein BR gemacht. Das ist ungefähr das gleiche. Für die Navigation in Gezeitengewässern ist (oder war zumindest) der SBF-See Stoff nicht ausreichend. Mit dem theoretischen Wissen des SKS bist du schon ganz gut gerüstet und kannst das dann in der Praxis auch vertiefen.Ich kann dir durchaus das Lehrbuch dazu von Bark aus dem DK-Verlag empfehlen. Dazu das Buch mit den Aufgaben und Übungen und das Begleitheft. Viel Spass mit der "richtigen" Navigation. GPS ist doch eh langweilig...

excos48

Seebär

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31

Donnerstag, 9. August 2018, 12:53

2018 und wir sind soweit, dass die Praxis ausschließlich in der Theorie gelernt werden kann! Ein Hoch auf die menschliche Entwicklung! :rofl2: ...
Falls du dich dabei auf meinen Beitrag beziehst, reden wir aneinander vorbei. Aber ich wollte zum Ausdruck bringen, dass im Falle einer fundierten Ausbildung eben erst die Theorie kommt. Das ist in den meisten Berufen und Studiengängen so.
Ich gebe zu, für mein Verständnis (und beruflichen Hintergrund) hat es einen sehr hohen Stellenwert, wenn jemand sagt, dass er "für die Navigation brennt und alles lernen möchte". Sinngemäß. Das geht für mich über den SBF deutlich hinaus.
Was mich stutzig macht, alle lästern immer über (Segel)Scheine, wertloses Papier etc.... aber in diesem Fall soll es auf einmal ausreichend sein, die richtigen Grundlagen zu vermitteln, für jemanden der echt Lust darauf hat? Nö.

@excos48

Es stellt sich doch die Frage, wo Hadako am Ende segeln will. Deine berufsmäßige Ausbildung ist doch was ganz anderes als der SFB See. Worum geht es eigentlich? Man will natürlich an dem Ort ankommen wo man hinwill unter Berücksichtigung von "Hindernissen" oder "Schwirigkeiten". ...

Die wesentlichen Grundlagen lassen sich aber auch auf dem Segelboot im Praxiseinsatz erlernen. ...

Ich bezweifle, ob ihm ein Skript Deiner Uni weiterbringt. Ich würde erstmal mit elementaren Dingen anfangen und dann tiefer einsteigen. ...

Nein, die Frage stellt sich nicht, denn Navigation funktioniert weltweit nach denselben Grundlagen.

Ich wollte herausstellen, dass in einer professionellen Ausbildung eben erst ganz lange keine Praxis kommt, während man das theoretische Rüstzeug lernt.
Wer tatsächlich glaubt, das "Handwerk" (NICHT: Navigation nur zum Ankommen....) an Bord einer Yacht zu vermitteln, hat es selbst nie ordentlich gelernt. Selbst auf Schiffen mit Kreiselkompaß- und Peileinrichtungen wird es schon schwer, die theoretische Genauigkeit praxistauglich in die Karte zu bringen.
Die verbreitet "gute Theorieausbildung" von Yachtschulen oder Skippern an Bord erkennt man, wenn Leute GPS-Positionen mit 4 Nachkommastellen in die Karte eintragen wollen, aber keine Ahnung von Minuten und Sekunden haben. Sowas sehe ich öfter auf dem Großsegler, wenn mitfahrende Yachtskipper mal "richtig (wie die Großen) Navigieren wollen".

Wenn Du ein Uni-Skript kennen würdest, wüßtest du erst, was die wirklich elementaren Dinge sind :O
Nun denn, .... meine Meinung muss ja nicht der Mehrheit des Forums entsprechen ;)


Gruss
excos48

Winterfalke

Salzbuckel

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32

Donnerstag, 9. August 2018, 13:11

nimm besser "Sportküstenschifferschein & Sportbootführerschein See: Mit amtlichen Fragenkatalog"
(https://www.amazon.de/Sportk%C3%BCstensc…eywords=sbf-see). Da hast du, wie der Name schon sagt, beides.

Den "Bark" hätte ich auch empfohlen. ;)
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

33

Donnerstag, 9. August 2018, 13:21

Falls du dich dabei auf meinen Beitrag beziehst, reden wir aneinander vorbei. Aber ich wollte zum Ausdruck bringen, dass im Falle einer fundierten Ausbildung eben erst die Theorie kommt. Das ist in den meisten Berufen und Studiengängen so.
Ich gebe zu, für mein Verständnis (und beruflichen Hintergrund) hat es einen sehr hohen Stellenwert, wenn jemand sagt, dass er "für die Navigation brennt und alles lernen möchte". Sinngemäß. Das geht für mich über den SBF deutlich hinaus.
Was mich stutzig macht, alle lästern immer über (Segel)Scheine, wertloses Papier etc.... aber in diesem Fall soll es auf einmal ausreichend sein, die richtigen Grundlagen zu vermitteln, für jemanden der echt Lust darauf hat? Nö.

Ach, ich meinte das eher allgemein im Rahmen dieser Diskussion. Ich finde das auch wichtig und ich habe damals die Theorie auch "verschlungen", weil mich das fasziniert hat. Aber das heißt ja nicht, dass ich als "Einsteiger" erst ein Studium machen muss um mein Theoriewissen in die Praxis zu überprüfen. Wir reden hier auch nicht von höhere Mathematik, Maschebau oder Medizin und er soll dann auch keinen Tanker um die Welt navigieren. Das ist doch das Geile an Navigation, dass ich das jederzeit praktisch anwenden und ausprobieren kann – gerade den "Einstieg". Und das heißt ja auch nicht, dass er danach gleich wieder aufhört. Nach oben sind doch wenig Grenzen gesetzt.
Dieses "Gehabe" erinnert ein wenig an die Erfahrungen von Schenk, nachdem er seine Gedanken zur Sternennavigation "for the rest of us" veröffentlichte.

Und was das "lästern über Segelscheine" angeht: Es wird nicht über die Scheine an sich gelästert, sondern über deren Theorielastigkeit – gegenüber z.B. den britischen Scheinen. Und da schließt sich der Kreis dann wieder.

Aber das sind einfach unterschiedliche Ansichten und Lernerfahrungen. Der eine fängt einfach mal an zu kochen um Erfahrung zu sammeln und der andere braucht jemanden, der ihm den unfallfreien Umgang mit Schneidebrett, Messer, Topf und Pfanne Schritt für Schritt vorführt. Das muss jeder für sich finden und ich meine, der TE hat sich für seinen Weg eh schon entschieden. ;)

VG

"What 'n Drama mit dem Karma"
(by me, myself & I)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »TrampMuc« (9. August 2018, 13:38)


Winterfalke

Salzbuckel

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34

Donnerstag, 9. August 2018, 13:43

Mal ehrlich, ich weiß gerade mal so,wo die Sonne auf- und untergeht

Da hast Du den meisten hier schon was voraus. :verstecken:

gibt´s eine taugliche "Kompass-App"

Da gibt es etliche. Brauchst Du aber nicht. Du hast eigentlich immer zwei Kompasse an Bord eines Segelbootes. Einer ist eingebaut und der andere ist der Peilkompass, den man in die Hand nehmen kann.

Navigation ist m.E. der Teil der Ausbildung, der den meisten Spaß macht. Die Kartenübungen. Für den Schein brauchst Du sowieso eine dafür eigens vorgesehene Seekarte zum Üben und dann das Original für die Prüfung.
Die hier: :click-me:
Die kannst Du schon mal kaufen und viele Kopien davon machen zum drauf herumkritzeln.
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

35

Donnerstag, 9. August 2018, 14:12

Falls du dich dabei auf meinen Beitrag beziehst, reden wir aneinander vorbei. Aber ich wollte zum Ausdruck bringen, dass im Falle einer fundierten Ausbildung eben erst die Theorie kommt. Das ist in den meisten Berufen und Studiengängen so.
Soweit ich diesen Trööt gelesen und verstanden habe, sind sich darin im Grundsatz auch alle oder fast alle einig.
Erst Grundlagen erlernen, dann Praxis. Die Einschränkung, und da sind wir uns offenbar auch mehrheitlich ebenfalls einig, gilt der "Praxis", denn im freizeitseglerischen Alltag wird an Bord eigentlich nicht wirklich navigiert, schon gar nicht mit klassischen terrestrischen Methoden, also "von der Pike" auf.
Darin unterscheidet sich der TO vom Gros der Segeleinsteiger, für die das Erlernen klassischer Navigation zunehmend nur eine lästige Pflichtübung zum Führerscheinerwerb ist, allein auf das Bestehen der Prüfung zugeschnitten. Danach rührt man nie wieder einen Kartenzirkel an.
Wenn also echtes Interesse am Erlernen und Ausüben navigatorischer Techniken besteht, wird der TO beim Suchen und Buchen von Segel- und Ausbildungstörns genau hinschauen müssen und ist bei (oft teureren) Segelschulen tendenziell besser aufgehoben, als bei Mitsegel-, Hand gegen Koje oder Kojencharterangeboten. Viele Yachten haben ja nicht einmal mehr das Equipment für terrestrische Navigation an Bord, geschweige denn, dass jemand damit sinnig umgehen kann.
Das ist eigentlich die ganze Botschaft, jedenfalls von meiner Seite.
Und natürlich begrüße ich es, wenn jemand echtes Interesse an den Grundlagen hegt und dies nicht der Dame überlässt, die im Armaturenbrett, äh im Niedergangsschott wohnt und zuweilen das Wort an die Crew richtet.

Gruß
Andreas

Hadako

Leichtmatrose

  • »Hadako« ist der Autor dieses Themas

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36

Donnerstag, 9. August 2018, 22:31

Guten Abend zusammen,



ich antworte jetzt mal "nur" auf den letzten Beitrag, stellvertretend für die ganzen Antworten von Euch. Zugegeben, ich bin ziemlich beeindruckt von der Vielzahl der gefühlt „intuitiven Tiefe“ Eurer Antworten.
Vielen Dank


Genau, welcher Weg ist der Richtige zu meinem Ziel und was ist mein Ziel? Ziemlich einfach:

Viel Wind um die Nase, mal ruhigeres Wasser und mal krasse, ein wenig
beängstigende Seegänge, einfach mal auf dem Deck liegen und träumen, nur die Windgeräusche und den Duft der See genießen. Einfach mal einen interessanten Hafen anlaufen, nachdem ich vorher die
Route manuell planen oder nachvollziehen konnte…Yeah..!

Vielleicht werde ich doch mal Seekrank und kotze mir die Lunge aus dem Laib, na und? Vielleicht haut mich eine Welle um, mit Schmerz und Blessuren. Vielleicht mal die kürzeste Route nach
Schottland, dort ein gutes Fläschchen erstehen und natürlich probieren, ein wenigJ. Skagerrak und Kattegat, die Arktis reizt mich, ist ebenfalls unsere Natur (noch), ebenso reizt mich die
Karibik. Möchte nette Segler kennen lernen, nicht immer alleine Segeln müssen.

So, was schließen wir daraus? Was will ich? Richtig, am liebsten alles und nun bedeutet das für mich, die für mich „passenden“ Prioritäten setzen und mein Feuer zu schüren.
Theoretisch zupacken und sobald wie möglich mindestens mit Jolle auf den Rhein oder Hand gegen Koje, vieles denkbar. Eine Kombi aus Praxis und Theorie oder Theorie und
Praxis. Ich fange mal mit ein wenig Navigation an, denn die reizt mich einfach besonders und büffel für die SBF-See-Prüfung, die ist Ende Oktober und dann geht´s gleich mit SKS weiter.
OhJa,ein Kumpel mit Segelerfahrung..,.woher nehmen,wenn nicht stehlen und auch da bin ich zumindest noch optimistisch, denn ich hab ja auch "zu geben".
Vielleicht sollte ich zunächst doch an die Küste umziehen. Nun, interessante Jobangebote erwünschtJ.und ja, ich brenne...lichterloh.... :) aber die simple Glut zwischendurch wird kommen.
Lehrmaterial mit Prüfungsfragen ist schon geordert, danke für die Hinweise, kommt rechtzeitig zum Wochenende.

Glaube, ich verliere gerade ein wenig den roten Faden und hoffe mal, dass IHR Euer Pulver jetzt noch nicht verschossen habt :D

Guts Nächtle Hacky

Winterfalke

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37

Freitag, 10. August 2018, 08:36

Viel Wind um die Nase, mal ruhigeres Wasser und mal krasse, ein wenig
beängstigende Seegänge, einfach mal auf dem Deck liegen und träumen, nur die Windgeräusche und den Duft der See genießen.

Ja, so ungefähr ist das. Je nach Jahreszeit und Wetter.

Vielleicht werde ich doch mal Seekrank und kotze mir die Lunge aus dem Laib

Keine Sorge. Der Lunge passiert nix, nur dem Magen. Und die Augen stehen vielleicht ein wenig weiter raus als sonst.

OhJa,ein Kumpel mit Segelerfahrung..,.woher nehmen,wenn nicht stehlen

Guckst Du hier -> :click-me:
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

38

Freitag, 10. August 2018, 08:58

Hi!

Deine Faszination kann ich voll und ganz verstehen. Ging und geht mir ähnlich. Allerdings hat sich das bei mir in Teilen verloren mit der Erkenntnis, es ist sehr schnell gelernt weil es nun wirklich nicht schwierig ist, aber wenn Du es nicht ständig einsetzt ist es fast genauso schnell wieder verflüchtigt.

Was ich meine ist, Erfahrung durch das ständige Anwenden macht einen wahrscheinlich besseren Navigator aus. Auf den Kompass schauen und ohne den virtuellen Rechner auszupacken sofort zu wissen wo es lang geht. So wie Du schreibst, man weiß grad mal wo die Sonne auf- und untergeht. Der Umgang mit dem Kompass ist für mich elementar. Das Koppeln usw. ist Peanuts. Sextant ist natürlich auch ne tolle Sache.

Lektüre gibt es. Ich würde mich aber mal auf Youtube umsehen. Unter dem Suchwort Navigation, Schiffsnavigation usw. findet man vieles an guten Beiträgen. Wenn Du kein Problem mit dem Englischen hast gibt es noch viel viel mehr.

Bücher über Navigation (ich kenne neben den Ausbildungsbüchern nur das von B.Schenk) machen IMHO viel zu viel TamTam um die Sache um die Seiten zu füllen. Natürlich sind seglerische Geschichten in der Verbindung mit navigatorischen Herausforderungen cool. Die meisten sind gähnend langweilig weil, nur weil einer segelt und Zeit hat, ist er noch lange nicht befähigt ein Buch zu schreiben. Da muss man oft viel Schmerz ertragen um sich da durchzuquälen.

Navigieren kann man übrigens auch beim Tauchen oder bei Trails. Mit Sicherheit gibts bei Dir auch irgendeine Gruppe von „Verrückten“ die am Wochenende mit dem Kompass durch die Wälder rennen. Macht Spaß!!! Kompass Navigation beim Tauchen ist super spannend. Null Sicht am/im Attersee und dann ein Dreieck von 300 Meter Seitenlänge tauchen und andere nette Spielchen.

Navi im Auto ausschalten und sich ne Straßenkarte holen (ja sowas gibt es noch!) gibt wieder ein Gefühl von Orientierung zurück. Oft sind es schon die Himmelsrichtungen, welche durch den ständigen Gebrauch von Navis vom inneren Kompas nicht mehr gefunden werden. Ich glaube da sollte man anfangen. Dann den Portland Plotter usw.

Viel Spaß damit!

Winterfalke

Salzbuckel

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39

Freitag, 10. August 2018, 09:09

Bei dem Thema fällt mir ein... :kopfkratz:
Wann habt ihr eigentlich das letzte Mal ein Stromdreieck gezeichnet?
Mario Falko

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:segeln:

40

Freitag, 10. August 2018, 09:25

OhJa,ein Kumpel mit Segelerfahrung..,.woher nehmen,wenn nicht stehlen und auch da bin ich zumindest noch optimistisch, denn ich hab ja auch "zu geben".
Noch was gestriges: SEGELVEREIN lautet ein probates Stichwort. Davon gibt es hunderte, wenn nicht tausende. Die einen segeln mit Jollen auf dem Baggersee, die anderen bedienen den olympischen Kader und es gibt auch welche, deren Community sich um das Seesegeln mit der vereinseigenen Hochseeyacht dreht. Also den Parallelfühler auch gleich in diese Richtung strecken.
Tipps habe ich konkret nur aus dem Hamburger Raum aber mit etwas Glück besteht dieses Forum nicht nur aus Privatiers und jemand kann Dir ein paar Empfehlungen für die Gegenden hinter den Bergen bei den sieben Zwergen geben.

Gruß
Andreas

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