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Windstärken

Windstärkentabelle

21

Mittwoch, 7. November 2018, 21:55

Vom Laien:
Heißt das nicht auch, dass man nicht merken würde, wenn die Membran der mechanischen Pumpe dahin wäre und diese im Falle des Ausfalls der elektrischen nicht mehr arbeiten würde?

lG
Hogla

22

Donnerstag, 8. November 2018, 07:27

Wenn du solche Zweifel in die Dichtheit des System hegst würde ich über eine. Tages-/Hochtank nachdenken. Der wird mit der regulären Förderpumpe befüllt und hat einen Überlauf zum Tank. Von dort fällt der Kraftstoff per Schwerkraft auf die Maschine damit kommt nie Luft an die Maschine.
Du kannst ggf ein Filter dazwischen setzen („fuel polishing“) dann wird der Diesel dauernd umgewälzt und gereinigt.
Aber eine e-Pumpe am Dieselmotor ist keineswegs zuverlässiger als die mechanisch von der Welle angetriebene Pumpe.

über einen Tagestank habe ich in der Tat nachgedacht. Aber den dafür prädestinierten Platz blockiert bei uns leider der Fäkalientank, deshalb schied diese Variante aus.

Hochwertige elektrische Förderpumpen (z.B. von Hardi) sind übrigens extrem zuverlässig. Habe bisher noch nie von einem Ausfall gehört. Und selbst wenn sie ausfallen sollte: da sie in Reihe mit der mechanischen Pumpe arbeitet, läuft der Diesel ungerührt weiter. Habe ich schon getestet. Der Witz dabei ist: solange die elektrische Pumpe läuft, hat die mechanische praktisch nix zu tun, die Membran wird nicht nennenswert belastet. Die mechanische Pumpe läuft also quasi im Leerlauf mit und wartet darauf, irgendwann (beim Ausfall der elektrischen Pumpe) mal was tun zu dürfen. Bei mir jetzt seit 500 Maschinenstunden vergeblich.


Sicher richtig.
Ich frage mich nur immer noch, warum nur eine weitere Pumpe neben der normalen? Die Dinger sind doch nicht kaputt zu kriegen. Bei unser „neuen” Maschine (9 Jahre drin, 850 Stunden) schaue ich maximal ob das kleine dort befindliche Filter sauber ist. Das ist alles. Die alte Maschine hatte reichlich 4000 Stunden aber die Pumpe haben wir nie angefasst. Und bei uns hatten wir mit dem Tagestank bis 1,5 m Saughöhe.

Aber die Frage schien sich ja eher um das bisweilen problematische Entlüften zu drehen, was ich nicht so richtig verstehen kann. Ich kenne das nur aufgrund der Stellung der Maschine, wie Abyss auch schreibt. Und eine Reihe von Motoren ist selbstentlüftend. Bis vor kurzem gab es das n zum Nachrüsten aber der Hersteller scheint nicht mehr zu produzieren. Wäre das nicht die sinnvollere Lösung?
Gruß

F28

Salzbuckel

Beiträge: 2 544

Schiffsname: Rike

Heimathafen: Colijnsplaat

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23

Donnerstag, 8. November 2018, 09:27

Ich frage mich nur immer noch, warum nur eine weitere Pumpe neben der normalen?

nicht bei jeder Maschineninstallation ist das nötig.
Faustformel: je tiefer der Tank und je länger die Leitungen, desto hilfreicher ist eine elektrische Pumpe zur Entlastung der serienmäßigen mechanischen Pumpe.
Wer z.B. einen in der Backskiste recht hochliegenden Tank direkt hinter der Maschine hat, wird auf sowas verzichten können. Da läuft die Suppe ja praktisch von alleine zur Maschine.

Die Dinger sind doch nicht kaputt zu kriegen.

doch,die Dinger gehen durchaus kaputt. Bei unserem Volvo/Perkins war die Pumpe nach 2.000 Stunden (noch ohne elektrische Zusatzpumpe) derartig schlapp, dass ich auf der Überführung gleich zweimal Motorenausfall hatte. Die Membran war noch OK, aber die Ventile hatte mehr oder weniger auf Durchzug gestellt. Man konnte in beide Richtungen durch die Pumpe pusten, ohne dass nennenswerter Widerstand bemerkbar war.

Heißt das nicht auch, dass man nicht merken würde, wenn die Membran der mechanischen Pumpe dahin wäre und diese im Falle des Ausfalls der elektrischen nicht mehr arbeiten würde?

doch, das könnte tatsächlich passieren.
Aber durch die elektrische Pumpe wird die mechanische ja soweit entlastet, dass die Membran im laufenden Betrieb praktisch nix zu tun hat. Membranschäden sind deshalb äußerst unwahrscheinlich (solange die Pumpe keinen Vorschaden hat)

Außerdem muss man mal die beiden Szenarien gegenüberstellen: gerissene Membran mit/ohne elektrische Pumpe:

- ohne elektrische Pumpe: der Diesel verstummt, Du treibst irgendwo auf See rum und greifst im Zweifelsfalle zum Funkgerät, um Dich abholen zu lassen

- mit elektrischer Pumpe: wenn tatsächlich die Membran reißen sollte, würde die elektrische Pumpe weiter Diesel durch die Membran pumpen. Dieser plätschert dann in die Bilge. Das ist nicht schön, aber auch keine Katastrophe. Vermutlich würde auch der Motor anfangen, unruhig zu laufen oder gleich stehenzubleiben. Dann würde ich mich ohnehin eiligst auf den Weg in den Maschinenraum machen und das Problem bemerken. Lösung in meinem Falle: ich würde den Kraftstoffschlauch von der elektrischen Pumpe direkt an den Feinfilter legen (mechanische Pumpe also überbrücken). Ein paar Teile für den Anschluss habe ich parat. Und dann würde es mit eigener Kraft weitergehen.

Wie ihr seht, habe ich einiges an Energie und Gehirnschmalz in die Kraftstoffversorgung unserer Maschine investiert. Das hat Gründe - ich bin mit diversen Booten mittlerweile 4 mal auf See mit Maschinenausfall liegengeblieben. In allen 4 Fällen waren Probleme mit der Dieselversorgung die Ursache. Und in unserem Tidenrevier ist eine verlässliche Maschine ziemlich wichtig.
Gruß
F28

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »F28« (8. November 2018, 09:46)


24

Freitag, 9. November 2018, 00:40

Na ja aber wenn du weist dass die Membran 2000 Stunden schafft, dann tauscht man nach 1500 std aus. Das nennt man preventive maintenance. Ublicherweise gibt der Hersteller diese Hinweise.
Aber darum baut man doch keine redundanten Systeme auf.
Gruß

25

Freitag, 9. November 2018, 05:18

Die haltbarkeit ist abhängig von der Pumphöhe.
Kubota (Nanni,Beta,etc) gibt 50cm max Saughöhe an.
Ansaugen tut sie auch bei 150cm (getestet mit neuer Pumpe), würde aber nicht sonderlich lange halten.
Industriemotoren (und das sind eigentlich alle Bootsdiesel) haben keine ernsthaft tiefliegenden Tanks.
Eine elektrische Hardi Pumpe vor der Mechanischen entlastet diese.
Wenn die E-Pumpe ausfällt ist das Backup sofort da.
Zum entlüften brauch ich nur die Zündung anmachen.
Und wenn ich Zeit habe warte ich einfach ca 20min bis sie nur noch alle 5 -10 sec einmal Click macht.
Aktives entlüften dürfte nur ein paar sekunden dauern.

Zweiter Vorteil ist die akustische Rückmeldung, funktioniert wie ein Drucksensor.
Wenn das Treibstoffsystem Luft gezogen hat clickt die Pumpe deutlich schneller wenn ich die Zündung anmache.
Bin also immer auf dem laufenden und wunder mich nicht irgendwann über einen stotternden Motor.

F28

Salzbuckel

Beiträge: 2 544

Schiffsname: Rike

Heimathafen: Colijnsplaat

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26

Freitag, 9. November 2018, 08:38

Zweiter Vorteil ist die akustische Rückmeldung, funktioniert wie ein Drucksensor.
Wenn das Treibstoffsystem Luft gezogen hat clickt die Pumpe deutlich schneller wenn ich die Zündung anmache.

lustig, genauso läuft es bei mir: "Zündung" einschalten, Ohr in Richtung Maschinenraum halten um zu lauschen, ob die Pumpe im richtigen Rhythmus tickt.
Zusätzlich gibt es bei mir sogar noch ein Schauglas vor dem Feinfilter, an dem ich sehen kann, ob der Kraftstoffspiegel hoch genug ist und blasenfreier Diesel gefördert wird.
Gruß
F28

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