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ArAl

Kapitän

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1

Samstag, 24. November 2018, 00:12

Wahl der richtigen Batterie

Ich habe 2 Bänke á 3 x 140 Ah mit folgendem Batterietyp bestückt:
Varta Blue ProMotive
12V 140Ah 800A(EN)
640 400 080 A73 2

Das Boot stand kurz zum Verkauf und bei der Besichtigung muss jemand Verbraucher angelassen haben und die Service-Batterien sind zu tief entladen worden.
Wir testen jetzt die Batterien, aber ich befürchte, dass ich einige oder alle austauschen muss, obwohl die erst 2 Jahre alt sind.

Welche Batterien würdet Ihr nehmen?
Sollte man AGM-Batterien nehmen und wenn ja, welche?
Was müsste ich ändern, wenn ich AGM-Batterien installiere?
Andere nehmen Produkte von Victron und auch die AGM-Batterien Victron Deep Cycle. Sind die Marke und die Batterien gut?
»ArAl« hat folgende Datei angehängt:

fellow

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2

Samstag, 24. November 2018, 00:51

Ich versuche es kurz zu machen. – AGM-Batterien sind m. E. die z.Zt. optimalsten Akkus an Bord, was Preis-/Leistungsverhältnis, Ladegeschwindigkeit und Wartungsfreiheit angeht. Aber, wie schon gesagt, meine persönliche Meinung. – Entscheidend ist aber nicht der Akku, sondern die Ladung. Bei AGM- und GEL-Akkus ist zu beachten, dass sie wartungsfrei sind, aber man deshalb auch kein Wasser nachfüllen kann. Werden sie mit einer Spannung über die Ladeschlussspannung geladen oder falls vollgeladen nicht mit reduzierter Spannung dauergeladen werden, beginnen sie zu gasen und sind ganz schnell Bleischrott.

D.h. du brauchst ein "intelligentes" Ladegerät mit einem Ladeverhalten, das zum Akku passt. Man sollte die Ladeschlussspannung und Erhaltungsspannung am Gerät einstellen können, die im Datenblatt des Akkuherstellers angegeben sind. Viele Ladegeräte mit entsprechender Ladekurve können das heute und sorgen für eine lange Lebensdauer bei AGM- und Gel-Batterien. Allgemeine Einstellungsvarianten an Ladegeräten wie "Gel" oder "AGM" sind sinnlos, da z.B. AGM-Batterien unterschiedliche Ladeschlussspannungen von14,4 - 14,8 Volt haben können. Und hier machen 1/10 Volt schon viel aus, was die Lebensdauer bzw. den frühzeitigen Tod der Akkus angeht.

Näheres hier (die WEB-Seite eines Forenmitglieds) mit nützlichen Tipps und Hintergrundinfos.
Peter

ArAl

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3

Samstag, 24. November 2018, 08:40

@fellow: Vielen Dank, dass Du so ausführlich geschrieben hast.

Wenn ein Umstieg von Blei-Säure-Batterien auf AGM /Gel bedeutet, dass ich bei der Ladeelektronik viel ändern müsste, kommt natürlich die Überlegung, gleich auf LiFePo4 umzusteigen.

Hier ist eine ältere Beschreibung:
http://wind-sonne-segeln.de/lifepo4-batt…boot/#more-2584
http://wind-sonne-segeln.de/lifepo4-batt…ist-der-teil-2/
http://wind-sonne-segeln.de/lithium-batt…boot-teil-drei/

Bei mir gibt es ja auch noch die Motorbatterie und die Batterien für das Bugstrahlruder. Die müsste ich ja dann wohl auch austauschen, oder Ladegeräte haben, die die 4 Bereiche unterschiedlich laden.

Der Strom kommt bei mir ja von Land, vom Motor, aus Solar und aus dem Windgenerator.

Vergleich der nutzbaren Energie bei Blei-Säure-, AGM- und LiFePo4-Batterien:
Blei-Säure: 6 x 140 = 840Ah x 20% = ca. 168 Ah
AGM: 4 x 110 = 440Ah x 50% = ca. 220 Ah
LiFePo4: 4 x 100 = 400Ah x 80% = ca. 320 Ah

Selbst, wenn ich die Kapazität bei AGM und LiFePo4 halbieren würde, hätte ich mehr nutzbare Energie, oder?

Lille Oe

Seebär

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4

Samstag, 24. November 2018, 08:52

Moin
wir hatten eine teuere Moll EFB Batterie und die ist auch nach der Tiefentladung leider gestorben. Deine Varta ist sicher auch eine robuste und Leistungsstarke Batterie. Wenn du es versuchst sie noch mal zu beleben schadet es nicht und es spricht auch nichts dagegen wieder so eine zu kaufen.
Bei richtiger Behandlung sind die auch gut für 10 Jahre und verzeihen viel- aber eben nicht Alles

Handbreit Frank

5

Samstag, 24. November 2018, 08:56

Ich würde gute AGM nehmen. Keine DP (Dual Purpose) sondern reine Traktionsbatterien.
Wenn ich soviel Geld in die Hand nehmen würde, dann auch ein gutes Ladegerät mit exakter Ladekurve und nicht nur mit einer Ladekurve "for all". Und mit tempsensor. Zb Philippi. Und schau, dass Deine anderen Ladeweisen zumindest agm-tauglich sind. Mir ist der shop yachtbatterie.de mal angenehm aufgefallen nach einem kurzen telefonat/beratung.

Ich würd die alten batt evtl auch nochmal gut laden. Und mit c20 entladung einzeln testen. Evtl sind sie nicht völlig hin? Wie tief entladen waren die denn? Hast du einen battmonitor der die spannungen der einzelbatterien anzeigt? Wenn nicht wäre eine günstige methode der einzelüberwachung jeweils ein bluetooth sender pro batterie. Dann kannst du mit dem handy sehen ob eine schneller in die knie geht/beschädigt wurde. Ist vor allem ein thema wenn die 3 immer parallel gesçhaltet sind.

6

Samstag, 24. November 2018, 09:27

Wenn nicht wäre eine günstige methode der einzelüberwachung jeweils ein bluetooth sender pro batterie. Dann kannst du mit dem handy sehen ob eine schneller in die knie geht/beschädigt wurde. Ist vor allem ein thema wenn die 3 immer parallel gesçhaltet sind.

Wenn die Batts parallel geschaltet sind zeigen alle Bluetooth Sender den selben Wert.
Ist natürlich auch eine Form von rendundanz ;)

NoStress

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7

Samstag, 24. November 2018, 09:53

Näheres hier (die WEB-Seite eines Forenmitglieds) mit nützlichen Tipps und Hintergrundinfos.
Exzellenter Tip - vielen Dank!
Michael

8

Samstag, 24. November 2018, 10:06

Hallo,

ich bin ein bisschen überrascht. Ohne mich damit intensiv beschätigt zu haben hätte ich damit geechnet, dass für eine neue Batterie die Empfehlung ganz klar L-Ion heißen müsste?

grummel

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9

Samstag, 24. November 2018, 10:26

Tja, das hängt davon ab, wie Deine Segeltörns aussehen und wieviel Geld und Arbeit Du bereit bist zu investieren.
3 Neue Varta Bleibatterien sind die einfachste und meiner Meinung nach Langfahrt tauglichste Lösung
AGM / Gel die Zweitbeste Lösung, da die Ladegeräte angepasst / umgebaut werden müssen.
Li Akkus: Da habe ich keine Erfahrung zu, würde bei Langfahrt jedoch Abstand von nehmen. Wenn mal etwas zu reparieren ist, kann man da nicht jeden dran lassen.
von nix Ahnung, aber glücklich.
Mein Marktplatzeintrag

Bruk

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11

Samstag, 24. November 2018, 11:34

Hallo,
als erstes solltest du versuchen die Dinger zu retten. Geht wahrscheinlich mit einem Verlust der Gesamtkapazität einher (vielleicht -5% der Akkuleistung!?)
wenn du günstig ersetzen möchtest nimmst du die gleichen wieder. Wenn du umsteigen möchtest, musst du klären was dein Ladegerät kann, denn wie oben schon beschrieben brauchen unterschiedliche Akkutypen unterschiedliche Behandlung. Wenn du das nicht einhälst geht es massiv auf die Lebensdauer deiner Batterien.
Ein Wechsel zu LiYFePo zieht evtl. eine ganze Reihe von Umbauaktionen nach sich. Aus meiner Sicht ist aber genau dieser Batterietyp heute der Beste für ein Schiff für Langfahrt. Allerdings ist das auch nicht in zwei Sätzen abgehandelt....


Only my two cents
allzeit eine Handbreit

Björn
www.sy-serafina.com

12

Samstag, 24. November 2018, 11:36

Vielleicht auch ein Argument für AGM:
Die geringe Selbstentladung. Dh Du kannst sie im Winter im Boot lassen und musst nicht 1x zwischendurch laden.
Darüber freue ich mich jeden Winter.... ;) Insb wenn ich die Anderen im Hafen ächzend ihre Batterien schleppen sehe..

Durch die höhere Zyklenzahl halten sie auch (theoretisch hoffentlich) länger. Eine flüssige geschlossene Varta DP hat laut Datenblatt nur 200 Zyklen bei 50 Prozent Entladung.
Eine Victron AGM Supercycle benennt stattdessen 700 Zyklen bei 60 Prozent und über 1000 Zyklen bei 40 Prozent. Und ist angeblich auch robuster falls sie mal tief entladen wird.
https://greenakku.de/Batterien/AGM-Batte…erie::1400.html

Ist halt eine persönliche Entscheidung. Wir haben damals tief in die Schatulle gegriffen, weil ich einfach zuverlässige Batterien und eine Weile meine Ruhe haben wollte. Ist ja auch kein Spass das alles zu verkabeln/einzubauen/umzuherschleppen.
Ich habe keine Langzeiterfahrung. Aber seit 3 Jahren ist alles topp, der Betrag ist verdaut und ich erfreue mich echt am Gefühl gute Batterien zu haben. Ggf gehts aber sicher auch anders.... Zumindest auf offene Batterien hatte ich gar keine Lust... Nachfüllen, Säure etc.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Riggse« (24. November 2018, 12:05)


13

Samstag, 24. November 2018, 12:01

Das Boot stand kurz zum Verkauf

Hallo,
verstehe nicht ganz? Wenn das Boot zum Verkauf steht, dann soll doch sicher kein neues Ladegerät angeschafft werden?
Das beste Preis- / Leistungsverhältnis hast du nach wie vor mit offenen Bleibatterien. Halten bei uns immer 8 bis 9 Jahre und sind auch im Ausland als Ersatzteil schnell zu beschaffen. Wurde hier im Forum schon ausführlich besprochen. Wenn Geld keine Rolle spielt, dann gibt es sicher bessere Lösungen.
Grüße vom Kugelblitz

ArAl

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14

Samstag, 24. November 2018, 13:01

Das Boot stand kurz zum Verkauf

Hallo,
verstehe nicht ganz? Wenn das Boot zum Verkauf steht, dann soll doch sicher kein neues Ladegerät angeschafft werden?
Als das Boot zum Verkauf stand, wurde es besichtigt und dabei muss jemand einen Verbraucher angelassen haben, der die Batterien tiefentladen hat. Nun lassen wir die Batterien testen und wenn möglich, wiederbeleben.

LiFePo4-Batterien und die ganze Ladetechnik wird mir wohl wirklich zu teuer und abseits der Zivilisation wird es wohl Probleme geben.

Gerne würde ich eine Bank nach der anderen auf AGM umstellen:
- 1 für Motor
- 2 für Bugstrahlruder
- 3 für Service (Bank 1)
- 3 für Service (Bank 2)

Gibt es Ladegeräte, mit denen ich die 4 Bereiche getrennt als AGM und Blei-Säure laden kann?

15

Samstag, 24. November 2018, 13:14

Ich bin kein Profi.
Aber ich schätze eine Idee wäre:
1. Starterbatterie nur über Lima laden
2. Bugstrahl-Batterie eigenes Ladegerät. Ggf so ein einfaches Victron Blue Smart.
3. Verbraucherbank. 2 Batterien aus selber Charge kaufen. Einzeln aufladen nach dem Kauf und dann und fix parallel schalten. (Über kreuz verkabelt.. dh von einer batt + abgreifen und von der anderen -) Ab da als eine Batterie betreiben an einem guten Ladegerät an einem Ladeausgang zb. Philipi.
Der Feinspitz hat dann noch eine 4te kleinere die er im Notfall an Funk/Gps/Lichter klemmen kann falls die grosse Bank/Stromanlage ein nicht rasch zu behebendes Hoppala hat unterwegs. ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Riggse« (24. November 2018, 14:30)


16

Samstag, 24. November 2018, 13:17

LiFePo.

Wer sie einmal hat wir nie mehr was anderes wollen.
Leicht, schnell geladen , Kapazität!!!, und mit eingebautem BMS brauchst du nie wieder drüber nachdenken.
Das alte Ladegerät kannste erhalten oder gleich eines zum Schnelladen mit max. 0.5-1C

Wer mal in unter 2 Stunden seine Ackus wieder voll hatte wird mich verstehen.
Und wenn du überlegst wofür du am Boot 1000-2000 Euronen ausgiebst was du fast nie brauchst sind die Akkus die du STÄNDIG benutzt die beste Investition.

17

Samstag, 24. November 2018, 13:24

Nachdem ich Lithium, Metallbrand und Wasser gegoogelt habe, war ich AGM Fan.

18

Samstag, 24. November 2018, 13:26

Google doch mal Feuer Diesel Benzin... baust du dnan deinen Motor aus? Oder Gas Explosion Boot...
Es gibt 1001 Wege zu sterben ein LiFePo Acku dürfte einer der schwierigeren sein...

19

Samstag, 24. November 2018, 13:28

Ich habe keinen Motor.... :D
Aber habe ohne Problem 230Ah AGM untergebracht + eine Backup-Batterie mit eigenem Lader. Selbst auf 20 Fuss. Auf einem grösseren Schiff sollte das wohl auch keine Probleme machen. Imho vielfältiger und sicherer.
Wenn man über Nacht im Hafen liegt ist die Ladedauer wurscht. Und unterwegs musst kannst deine 1c Ladung nicht aus Wind und Sonne zutzeln...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Riggse« (24. November 2018, 13:38)


20

Samstag, 24. November 2018, 13:31

Beim Paddeln sollen sich auch schon Leute verletzt haben.. Aber du erwähntest ja das du von dem Sachverhalt keine grosse Ahnung hast...

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