Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

ArAl

Offizier

  • »ArAl« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 411

Wohnort: Lünen (bei Dortmund)

Schiffsname: Elas

Bootstyp: Beneteau Oceanis 44 CC

Heimathafen: Flensburg, Liegeplatz: Červar-Porat

Rufzeichen: DLKU

MMSI: 211810580

  • Nachricht senden

201

Dienstag, 12. Februar 2019, 17:49

Ich staune ein wenig darüber, dass hier niemand selbst ein System aus Zellen, BMS und Abschaltmechnik zusammenbaut oder zumindest niemand davon berichtet.
... und auch darüber denke ich gerade nach.

Es gibt ein Set für 400Ah für 3498 EUR zzgl- Versand nach Kroatien 189 EUR.
https://www.nothnagel-marine.de/product_…elais-250A.html

Und hier ist auch gleich eine Bauanleitung:
https://www.wohnmobilforum.de/viewtopic,…2.html#p2160442

Was haltet Ihr davon?
»ArAl« hat folgende Dateien angehängt:
  • Bild-01.jpg (55,76 kB - 184 mal heruntergeladen - zuletzt: Gestern, 20:20)
  • Bild-03.jpg (108,98 kB - 3 mal heruntergeladen - zuletzt: 13. Februar 2019, 00:02)

MichelleWhy

Bootsfrau

Beiträge: 107

Schiffsname: Taku Moe

Bootstyp: Bavaria 390 Lagoon

Heimathafen: Schleswig

  • Nachricht senden

202

Dienstag, 12. Februar 2019, 18:56

Es gibt ein Set für 400Ah für 3498 EUR zzgl- Versand nach Kroatien 189 EUR.
https://www.nothnagel-marine.de/product_…elais-250A.html

Und hier ist auch gleich eine Bauanleitung:
https://www.wohnmobilforum.de/viewtopic,…2.html#p2160442

Was haltet Ihr davon?


Definitiv eine gute Wahl das System selbst aufzubauen. Ich würde das genauso machen. Zum einen muss man sich dann auch ausgiebig mit der Technik beschäftigen, zum anderen versteht man dann auch besser warum was gerade nicht so läuft, wie man sich das vorgestellt hat. Und nicht zu vergessen die Ersparnis gegenüber fertig montierten Akkus, wie die von Mastervolt oder Victron (beide nutzen auch Prismaticzellen von Winston).
Die Plug-In Lithium Akkus haben den Nachteil, dass das verbaute BMS und die Sicherheitstechnik dahinter große Lastströme verhindern. Und wenn die Elektronik darin kaputt geht, muss der ganze Akku zur Reparatur/Austausch...

Die Winston Prismaticzellen sind mMn das Non-Plus-Ultra auf dem LiFePO4 Markt. Die angebotenen Zellen sind zudem auch Yttrium dotiert. Das macht sie auch bei Temperaturen unter 5°C ladefähig.
Das Angebot umfasst kein BMS. Darauf würde ich aber nicht verzichten wollen (Kontrollfreak :D ). Schau mal nach 123 Smart BMS oder Batrium BMS. Das sind zwei ziemlich gute Systeme. Aber auch Victron bietet so etwas an.
Das Trennrelais hat 250A. Das wäre für mich nicht ausreichend, wenn ich induktiv an Bord kochen möchte (3.5kw). Spitzenlasten von der Ankerwinsch oder Bugstrahler sollte es aber doch abkönnen.

Aber insgesamt schon brauchbar. Ich empfehle sich eingehend mit der Materie zu beschäftigen, denn auch auf dem Weg zum fertigen System gibt es noch eine Menge Stolpersteine. Wie zum Beispiel gehst du mit den Ladequellen um, wenn es mal zum HVP/LVP (high voltage prevention/low voltage prevention) Event kommt, also wenn das BMS aus Sicherheitsgründen den Akku abschaltet, weil es dem System gerade nicht gut geht? Die Lichtmaschine mag das gar nicht gerne. Die fliegt dir gleich um die Ohren. Und wenn dann auch noch die gesamte Navielektronik ausfällt, weil das 12V Bordsystem ausfällt... :O

Alles kein Hexenwerk, wenn man sich damit auskennt.

Hier ein paar Links zum Einlesen (auf englisch): Nordkyn Lithium Battery Systems
und besonders zum empfehlen: Marinehowto - LiFePO4 Batteries On Boats
Fair Winds
Stefanie

Sailing Taku Moe

ArAl

Offizier

  • »ArAl« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 411

Wohnort: Lünen (bei Dortmund)

Schiffsname: Elas

Bootstyp: Beneteau Oceanis 44 CC

Heimathafen: Flensburg, Liegeplatz: Červar-Porat

Rufzeichen: DLKU

MMSI: 211810580

  • Nachricht senden

203

Dienstag, 12. Februar 2019, 20:47

Definitiv eine gute Wahl das System selbst aufzubauen.
Vielen Dank für die Bestätigung. Ich fühle mich auf dem richtigen Weg.

Die Winston Prismaticzellen sind mMn das Non-Plus-Ultra auf dem LiFePO4 Markt. Die angebotenen Zellen sind zudem auch Yttrium dotiert. Das macht sie auch bei Temperaturen unter 5°C ladefähig.
Wenn es so bleibt, dass die Solarzellen immer laden, sollen die das auch bei niedrigen Temperaturen machen können.

Das Angebot umfasst kein BMS. Darauf würde ich aber nicht verzichten wollen (Kontrollfreak :D ).
Dann müsste ich wohl den Balancer herausnehmen und einen BMS einsetzen.

Das Trennrelais hat 250A. Das wäre für mich nicht ausreichend, wenn ich induktiv an Bord kochen möchte (3.5kw). Spitzenlasten von der Ankerwinsch oder Bugstrahler sollte es aber doch abkönnen.
Ich habe „nur“ den Wechselrichter mit 1000W, also rechne ich für die Servicebatterien max. 100A Last. Das Bugstrahlruder hat 2 eigene Blei-/Säure-Batterien und die Ankerwinde läuft nur, wenn der Motor läuft.
Wie groß soll denn bei Dir die Batterie werden, wenn Du 350A zum Kochen nehmen willst?

Ihr habt Euch zwar für AGM entschieden, aber Ihr denkt wohl auch über LiFe(Y)Po4 nach. Eure Konfiguration sieht so ähnlich aus, wie ich sie haben möchte, nur eben mit LiFeYPo4:
https://www.sailingtakumoe.de/2018/03/02…orgung-an-bord/

brico2

Offizier

Beiträge: 203

Wohnort: Schweiz, Raum Zürich

Bootstyp: J/P

  • Nachricht senden

204

Dienstag, 12. Februar 2019, 20:55

Das Angebot umfasst kein BMS. Darauf würde ich aber nicht verzichten wollen (Kontrollfreak :D ).

Das stimmt nicht. Man beachte die Platinen auf den Polen.

Schau mal nach 123 Smart BMS oder Batrium BMS.

Ja, die ermöglichen es, weitere Infos zu sehen. Auch ich bin ein Kontrollfreak.

Ein stärkeres Trennrelais findet man - wer hätte es gedacht - hier: https://www.svb.de/de/blue-sea-systems-h…ieschalter.html
Etwas günstiger als bei Nothnagel findet man die 400Ah Winstons hier: https://www.ev-power.eu/Winston-12V-sets/

EUR 2560 inkl. BMS, aber ohne Schalter, der kostet nochmals etwa 270 EUR. Du landest also bei gegen EUR 3000 für 400Ah und 500A.

brico
(just my opinion, I might me wrong)

brico2

Offizier

Beiträge: 203

Wohnort: Schweiz, Raum Zürich

Bootstyp: J/P

  • Nachricht senden

205

Dienstag, 12. Februar 2019, 21:01

Sehr viele interessante Infos findet man im Wohnmobilforum. Die Freaks dort können gar nicht genug Strom bunkern.
Meines Erachtens spart man sich ziemlich viel Ärger, wenn man darauf verzichtet über 100A aus den Akkus ziehen zu wollen. Dann ist nämlich wohl auch das Problem der Überhitzung keines mehr.
Heikel scheint mir eigentlich allein noch die Absicherung vor Überladung durch den Solarladeregler. Den möchte ich nämlich auch an der Batterie angehänge lassen, wenn die Batterie im übrigen abgeklemmt ist.

brico
(just my opinion, I might me wrong)

MichelleWhy

Bootsfrau

Beiträge: 107

Schiffsname: Taku Moe

Bootstyp: Bavaria 390 Lagoon

Heimathafen: Schleswig

  • Nachricht senden

206

Dienstag, 12. Februar 2019, 21:23

Das stimmt nicht. Man beachte die Platinen auf den Polen.


Auf den Polen sind Balancer angebracht. Das ist kein BMS bzw. nur ein Minimalsystem, das keine Ladezustandserkennung bietet und auch keinen Tief- bzw. Überladungsschutz hat.
Aber vielleicht ist das auch nur ein Verständnisproblem.
Fair Winds
Stefanie

Sailing Taku Moe

brico2

Offizier

Beiträge: 203

Wohnort: Schweiz, Raum Zürich

Bootstyp: J/P

  • Nachricht senden

207

Dienstag, 12. Februar 2019, 21:35

Das stimmt nicht. Man beachte die Platinen auf den Polen.

Auf den Polen sind Balancer angebracht. Das ist kein BMS bzw. nur ein Minimalsystem, das keine Ladezustandserkennung bietet und auch keinen Tief- bzw. Überladungsschutz hat.

Bei den Dingern auf den Polen handelt es sich um die EV-Power Module: https://www.faktor.de/BMS/EV-Power-System/
Diese Module überwachen Spannung und Temperatur, sie können also verwendet werden, um das System dann abzuschalten, wenn eine Zell zu hoch geladen ist, wenn eine zu tief ist und wenn die Temperatur ausserhalb des sicheren Bereich ist. Ein Schutz gegen Über- und Unterspannung ist also durchaus gegeben. Zudem dienen sie beim Laden als Balancer. Die Behauptung, dies sei kein BMS, weil es keinen Aufschluss über den Ladezustand zulässt, ist meines Erachtens falsch. Ich denke, die Fähigkeiten dieses Systems reicht aus, um es als BMS zu bezeichnen. Es gibt aber durchaus Batteriemanagementsysteme, welche mehr Möglichkjeiten bieten. Das 123BMS System beispielsweise, welches es ermöglicht, die Spannung jeder einzelnen Zelle abzufragen. Noch mehr Möglichkeiten bildet das EMUS System, welches meines Erachtens zu den besten gehört. Es ist allerdings ausgespprochen teuer.

brico
(just my opinion, I might me wrong)

MichelleWhy

Bootsfrau

Beiträge: 107

Schiffsname: Taku Moe

Bootstyp: Bavaria 390 Lagoon

Heimathafen: Schleswig

  • Nachricht senden

208

Dienstag, 12. Februar 2019, 21:51

Zitat von »MichelleWhy«
Das Angebot umfasst kein BMS. Darauf würde ich aber nicht verzichten wollen (Kontrollfreak ).
Dann müsste ich wohl den Balancer herausnehmen und einen BMS einsetzen.

Zitat von »MichelleWhy«
Das Trennrelais hat 250A. Das wäre für mich nicht ausreichend, wenn ich induktiv an Bord kochen möchte (3.5kw). Spitzenlasten von der Ankerwinsch oder Bugstrahler sollte es aber doch abkönnen.
Ich habe „nur“ den Wechselrichter mit 1000W, also rechne ich für die Servicebatterien max. 100A Last. Das Bugstrahlruder hat 2 eigene Blei-/Säure-Batterien und die Ankerwinde läuft nur, wenn der Motor läuft.
Wie groß soll denn bei Dir die Batterie werden, wenn Du 350A zum Kochen nehmen willst?

Ihr habt Euch zwar für AGM entschieden, aber Ihr denkt wohl auch über LiFe(Y)Po4 nach. Eure Konfiguration sieht so ähnlich aus, wie ich sie haben möchte, nur eben mit LiFeYPo4:
https://www.sailingtakumoe.de/2018/03/02…orgung-an-bord/


Nicht zwingend. Es gibt auch BMS ohne Balancer. Aber das kannst Du ja dann entscheiden, wenn es soweit ist :-)

Tja, hinterher ist man immer schlauer ;-) Hätte ich mich früher mit der Materie beschäftigt, hätte ich mir die AGMs sparen können. Ein bisschen bereue ich es schon. Aber auf der anderen Seite ist mir inzwischen auch bewußt geworden, wie aufwändig eine mMn vernünftige Lithium-Installation tatsächlich ist. Das gilt vor allem dann, wenn es so viele verschiedene Ladequellen gibt, wie bei mir an Bord. Jede Einzelne muss kontrolliert und geschaltet werden können. Solar und Inverter/Charger (beides Victron) kann ich direkt über ein BMS steuern, und beide haben den Vorteil, dass sich Bulkladung und Floatspannung einstellen kann und das ohne Absorptionsphase (Tod für jede LiFePO4). Aber mit Windgenerator und Lichtmaschine ist das schon wieder aufwendiger. Ich denke ich werde mal einen Blog darüber schreiben und zusammenfassen, was es an Fakten gibt.

400Ah würden mir zum Kochen genügen. Mit Induktion geht das ganz prima und schnell und spart uns den Aufwand Gas nachzutanken. Aber das sind natürlich schon ziemlich große Ströme, die da fließen. Auf der anderen Seite zieht der Bugstrahler ja auch das gleiche aus den Akkus - nur nicht für 15 Minuten am Stück :rolleyes: Die AGMs gehen jetzt ins dritte Jahr. Bisher haben sie scheinbar nicht gelitten, da ich wohl mehr Strom produziere, als ich verbrauche und die Akkus so gut wie nie unter 90% SoC kommen. Das wird sich ja nun drastisch ändern, wenn wir im Mittelmeer sind. Die höheren Temperaturen beschleunigen das Altern. Wenn sie dann zur Neige gehen, werde ich auf Lithium umstellen...es sei denn die AGMs belehren mich eines besseren :S
Fair Winds
Stefanie

Sailing Taku Moe

ArAl

Offizier

  • »ArAl« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 411

Wohnort: Lünen (bei Dortmund)

Schiffsname: Elas

Bootstyp: Beneteau Oceanis 44 CC

Heimathafen: Flensburg, Liegeplatz: Červar-Porat

Rufzeichen: DLKU

MMSI: 211810580

  • Nachricht senden

209

Dienstag, 12. Februar 2019, 22:48

Ich denke ich werde mal einen Blog darüber schreiben und zusammenfassen, was es an Fakten gibt.
Ja, das wäre super, und dann vielleicht gleich Eure geplante Umrüstung von AGM auf LiFe(Y)Po4. Dann brauche ich ja nur noch kopieren. ;)

Ich überlege noch, ob ich zur Sicherheit 2 Packs á 200Ah nehme, damit immer eins funktioniert.

Geladen wird bei mir mit:
- Landstrom 220V und 110V
- evtl. Benzin-Generator Honda EU i10 oder z.B. Zipper ZI-STE2000IV oder FME XG-SF 1000
- Silentwind 400+
- 4 Solarpanel
- 1 Lichtmaschine

Das muss in:
- 1 Motorbatterie
- 2 Batterien für das Bugstrahlruder
- 1 oder 2 LiFeYPo4-Packs

Da habe ich noch keinen Plan, was, wann, wer schalten und regeln muss.

Auf der Ausgangsseite muss ich wohl nichts ändern:
- große 12V-Verbraucher (Watermaker, Autopilot, Fridge, Freezer)
- kleinere 12V-Verbraucher (Licht, Plotter, Instrumente, etc.)
- und selten den Wechselgleichrichter 12V -> 220V 1000W

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 13   Hits gestern: 2 635   Hits Tagesrekord: 5 297   Hits gesamt: 4 308 465   Hits pro Tag: 2 340,72 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 93   Klicks gestern: 19 806   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 34 718 460   Klicks pro Tag: 18 861,98 

Kontrollzentrum

Helvetia