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otto_motor

Offizier

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Wohnort: Kreis Marburg-Biedenkopf

Bootstyp: Bavaria 32

Heimathafen: Lemmer

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21

Donnerstag, 3. Januar 2019, 00:40

Ich kann nur eine Dieselheizung empfehlen (oder von mir aus auch eine Wallas - die ich jedoch nicht kenne). Das sind bewährte Systeme die mit kleinem Verbrauch auskommen und eine schöne Wärme im ganzen Schiff verteilen können. Vor allem, diese sind sicher.
Bei manchen Gas-Tips komme ich mir wie im Suizidforum vor. Bei Amazon einen Ofen für 30 Euro geschossen und die Nacht durchlaufen lassen. Da vertraut man sein Leben irgend einem chinesischen Wanderarbeiter an.

EIne Planar-Heizung bekommt man unter EUR 500,00. Wenn man dies nicht selbst einbauen kann/möchte wird es dann etwas teuer, aber das sollte die Sicherheit wert sein. Ich würde auch nicht den Chinanachbau nehmen sondern wenn das russische Original.
Gruß Easy.
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Mein Name ist Guybrush Threepwood und ich will Pirat werden!

pf

SF-Schiffsbarde

Beiträge: 5 080

Schiffsname: Boundless

Bootstyp: Deltania 27 (Viko 27DS, Navikom Werft PL)

Heimathafen: Lemmer, de Brekken

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22

Donnerstag, 3. Januar 2019, 06:56

Warum die kleine Wallas bei mir? Weil man einen Abgang in die Achterkabine nutzen kann, den zweiten für Salon und Bugkabine. Die ganz kleine Wallas ist billiger in der Erstanschaffung, aber auch deutlich leistungsärmer und dürfte bei der 26er Viko schon kaum ausreichen (ich hab ja die 27er mit ähnlichem Luftvolumen).

Petroleum gibt es jedenfalls in Holland in 20l-Gebinden in der teuersten Ausführung (praktisch geruchlos) für unter 55 €. Aber schau Dir mal den Verbrauch der Wallas 1800 an: 0,1 l/h bei der kleinen Stufe, 0,17 l/h bei der vollen Leistung (so aus dem Kopf heraus). Und das ist in der Praxis auch genau so. Ich hab unterhalb der Wallas einen 5l-Kanister, aus dem diese versorgt wird -reicht für ein Wochenende = 2 x Übernachten auch bei voller Leistung aus.

Für mich mit ausschlaggebend, und das kann man bei Kleinkreuzer gar nicht oft genug betonen: Der geringe Stromverbrauch. Was nützt die Insel, wenn der Strom nicht für ein Wochenende reicht? Vergleich mal mit Dieselheizungen, da gehen Dir die Augen auf. Und Solar bringt im Frühjahr und Herbst nicht wirklich viel, natürlich immer panelgrößenabhängig und was Du für eine Batterie hast.

Und mit dem Außenkamin, der sich völlig unauffällig auch seitlich an der Bordwand ausführen lässt, ist die Sache super integrierbar. Wenn Du öfter heizen willst, dann denk mal darüber nach.

Ja, die Wallas ist insofern zu hören, als der Lüfter durch die Luftschläuche zu hören ist und ein regelmäßige Klacken der Pumpe. Das liegt aber erheblich unter den Geräuschen von z.B. Gasheizungen, die man so auf anderen Schiffen hört. Außen hörst Du die Wallas praktisch gar nicht.

Wie bei jeder anderen Heizung ist der Erfolg auch von der Verlegung der sperrigen Heizschläuche abhängig und deren Isolierung.
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


www.sy-boundless.net

23

Donnerstag, 3. Januar 2019, 08:56

Hallo Zusammen,

wir haben auf unserer Neptun 22 eine Wallas 1300 und sie beansprucht nahezu keinen Platz, wenn sie geschickt eingebaut ist. Sie ist quasi fast unsichtbar hinterm Niedergang versteckt.

Die Heizung befindet sich an der Wand zum Cockpit in der weiterhin voll nutzbaren Hundekoje an Steuerbord. Der Luftaustritt ist oberhalb der ersten Stufe im Niedergang und der verschließbare Schornstein endet in einem Schwalbennest im Cockpit. Der Tank wurde in einer Backskiste untergebracht.

Die Heizleistung ist mehr als ausreichend und ein Segen, wenn kein Landstrom verfügbar ist. Der Stromverbrauch hält sich auch in Grenzen.

Gruß Martin

HRler

Maat

Beiträge: 81

Wohnort: Nähe Bremen

Bootstyp: HR39 / Zugvogel

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24

Donnerstag, 3. Januar 2019, 09:39

Moin,

ich meine auch es läft auf eine von zwei Optionen raus:

Entweder die sichere und komfortable Variante mit Verbrennng und Abgasabführung per Leitung nach außen oder der Heizquirl der die Wärme lokal im Kreis pumpt.
Alle mobilen Lösungen im Schiff bringen noch mehr Feuchtigkeit rein und sind nicht sicher.

Gerade bei einem kleinem Boot mit einem geringeren Volumen im Innenraum und der vermeintlich schlechteren Isolierung würde ich auch versuchen auf eine richtige Heizung zu gehen.

Von den Gasheizungen in Wohnmobilien weis ich das diese, wenn sie länger laufen, schon einen hohen Verbrauch haben und ob Du eine zusätzliche Gasflasche an Bord stellst oder einen kleinen Dieseltank ist das Gleiche.

Der Einbauaufwand für die Dieselheizung ist größer, aber der Komfort nicht zu vergleichen.
Wenn ich es richtig sehe, hat z.B. die kleine Planar hat äußere Abmessungen von 310 x 118 x 119 mm. Dasss muss sich doch irgendwo unterbringen lassen. Die Verlegung von langen und dicken Schläuchen
ist ja nicht erforderlich, einfach ein Luftauslass und gut. Für den Tank dann einen separaten Behälter der, inidivduell gebaut, doch viele Formen oder Ecken ausnutzen kann und nicht zwangsälufig
direkt bei der Heizung sitzen muss. Der Stromverbrauch hält sich meiner Meinung nach schon in Grenzen und kann bewerkstelligt werden.

Wenn Ihr häufiger in den Übergangszeiten segeln würde ich mir ernsthaft überlegen ob ich mir den Aufwand nicht antue. Der Komfort ist toll.

Grüße, Oliver

Segelalex

Salzbuckel

Beiträge: 2 728

Wohnort: Bei Aachen

Schiffsname: Valentine

Bootstyp: Contest 29

Rufzeichen: DD3342

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25

Donnerstag, 3. Januar 2019, 10:05

Egal was du machst, auf jeden Fall würde ich in einen CO-Warner investieren. Der schadet generell nicht. Kostet 40 Euro und rettet Leben.

Auch ich würde bei der gestellten Aufgabe zu einer kleinen Planar Heizung tendieren. Günstig und sicher, wenn der Abgasschlauch sorgfältig verlegt wird.

Ich habe jetzt im November mit der Familie ein Wochenende vor Anker verbracht mit Planar-Heizung 24/7. Licht, Kühlschrank, Radio, Ankerlicht (noch kein LED) volles Programm. Aus dem 220 Ah Akku waren nachher rund 22% weg, das sind 50 Ah. Mit 100 Ah wäre ich also genau bei der maximal nutzbaren Kapazität eines AGM Akkus gewesen. Wenn man sich den Kühlschrank spart und LED Licht nutzt, kommt man genau hin. Unbedingt auf möglichst kurze Kabelwege und dicke Querschnitte vom Akku zur Heizung achten. Die Planar ist etwas gefühlig für zu wenig Spannung beim Starten.

Achte beim Außenborder auf eine ordentliche Spule. 70, besser 90 Watt dürfen es ruhig sein, dann kannst du notfalls darüber ein paar Ah in die Akkus pumpen. Merc hat 6 A, Honda bietet 12 A Ladestrom jeweils bei 9,9 PS. Das ist schon ein Unterschied.

Gruß

Alex
Schatz, es liegt nicht an dir, es liegt am Steg...

26

Donnerstag, 3. Januar 2019, 11:35

Noch eine Stimme für eine Heizung mit Kamin. Gründe wurden genannt.

Außenluft kommt durch Austritt von Warmluft oben zwangsläufig und immer reichlich nach. Damit hatten weder wir noch irgendjemand anders an Bord eines Bootes jemals Probleme. Natürlich könnte man alles zustopfen und abkleben, aber das tut ja keiner.

Wenn Diesel/Petroleum, Elektronik, elektrische Heizwendel als Hauptheizung ausscheiden, gibt es aus GB auch handliche Feststofföfen für Boote. Einen Heizlüfter für Tage mit Yachthafenstrom würde ich trotzdem mitnehmen. Frisst nicht viel Brot.

Dritte Variante, Thermounterwäsche, warme Schlafsäcke (z.B. Ajungilak Winter) und reichlich lüften um das Boot trocken zu halten. Zum Frühstücken oder andere zeitl. begrenzte Tätigkeiten u.U. einen freistehenden Petroleumofen (/ Heizlüfter) Beim Heizen wird es zwar leich klamm, aber später weht der Wind durch und man liegt mollig warm.

Kostenmäßig ist keine der drei Varianten einer der anderen überlegen. Es sind nur grundlegend unterschidliche Strategien.

Chris

Olaf_P32

Admiral

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Rufzeichen: Hallo

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27

Donnerstag, 3. Januar 2019, 14:48

Wenn du es für wenig Geld sehr warm haben willst, dann versuch es hiermit. https://www.awn.de/petroleum-heizung-mit…chfunktion.html
Ich habe mir vor ein paar Jahren auch so ein Teil zugelegt. Wird allerdings mehr als Terrassenheizer und beim Camping eingesetzt. An Bord kann einfach der Niedergang offen bleiben. Da die Heizung als Strahler funktioniert kann hast du es auch bei fehlendem Steckschott mollig warm. CO ist bei Peroleum übrigens kein Problem da es nicht zu unvollständiger Verbrennung kommen kann.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

chrhartz

Offizier

Beiträge: 392

Wohnort: München

Bootstyp: Neptun 20

Heimathafen: Bernau, Chiemsee

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28

Donnerstag, 3. Januar 2019, 15:51

Den AWN-Petroleum Heizer habe ich eine Saison getestet. Richtig ist, dass er sehr viel Wärme erzeugt und günstig ist.

Wir mussten alle Luken offen haben weil sich der Heizer nicht regulieren lässt. Das Funktionsprinzip ist das Vergasen des
Petroleums, welches dann an dem Katalysator-Gewebe verglüht. Sobald dieses Gewebe nicht mehr glüht, rußt der Ofen
erbärmlich.

Zu dem generellen Problem des Wasserdampfs, dem Abgas im Salon und der großen Hitze kommt definitiv der sehr große
Brennstoffverbrauch weil sich das Ding nicht herunterregeln lässt. Wir hatten in der dänischen Südsee ständig das Problem
mit dem Nachkaufen von Petroleum. Spiritus gab es in jedem Supermarkt und bei jedem Kaufmann. Petroleum war wirklich
schwierig zu bekommen.

Ich habe den Heizer bei der ersten Gelegenheit verschenkt, das war wirklich ein Reinfall. Jedenfalls für mein kleines Boot
und meine Anwendung. Das mag bei größeren Booten ganz anders aussehen.

Viele Grüße,
Christian
Neptun 20, Segelnummer 950, Honda 5BFU, Liegeplatz Bernau/Chiemsee

29

Donnerstag, 3. Januar 2019, 17:12

Wenn du es für wenig Geld sehr warm haben willst, dann versuch es hiermit. https://www.awn.de/petroleum-heizung-mit…chfunktion.html
Ich habe mir vor ein paar Jahren auch so ein Teil zugelegt. Wird allerdings mehr als Terrassenheizer und beim Camping eingesetzt. An Bord kann einfach der Niedergang offen bleiben. Da die Heizung als Strahler funktioniert kann hast du es auch bei fehlendem Steckschott mollig warm. CO ist bei Peroleum übrigens kein Problem da es nicht zu unvollständiger Verbrennung kommen kann.
Bevor das hier noch eskaliert, Heizen mit offener Flamme ohne entsprechenden Kamin ist was für Leute, die unbedingt Ihre Erben schnell glücklich machen wollen.
Das gilt auch für umgemodelte Petroleumlampen à la AWN, nix anderes ist das nämlich, Katalytöfchen und ähnliche Utensilien. Mich wundert, daß hier noch kein Holzkohlengrill zum Heizen vorgeschlagen wurde.
Wer noch ein bißchen länger leben will, macht was Vernünftiges oder heizt elektrisch.
Gruß Thomas


z. Zt. bootloser Künstler

88markus88

Salzbuckel

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30

Donnerstag, 3. Januar 2019, 18:44

Mich wundert, daß hier noch kein Holzkohlengrill zum Heizen vorgeschlagen wurde

Nö, es ist wohl ausreichend bekannt, dass man den in geschlossenen Räumen nur nutzen sollte, wenn man sich aktiv umbringen möchte :erschrocken:

Abgesehen davon: volle Zustimmung!

alinea

Salzbuckel

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31

Donnerstag, 3. Januar 2019, 18:53

Nö, es ist wohl ausreichend bekannt, dass man den in geschlossenen Räumen nur nutzen sollte, wenn man sich aktiv umbringen möchte :erschrocken:


Wenn ich überlege, wie oft im letzten Jahr Meldungen mit vergleichbaren Inhalten durch die Presse gingen, glaube ich nicht, dass das ausreichend bekannt ist.

Albert Einstein: "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
Viele Grüße
alinea
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Isjtar

Offizier

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32

Donnerstag, 3. Januar 2019, 19:20

Wenn es ohne Strom sein muss, dann gehen echt nur die klassischen Diesel- oder Petroleumheizungen mit Schornstein. Alles ohne eigenen Abzug ist m.E. Schei...! Wenn die Luke offenbleiben muss, dann kommen die Mücken oder die Kälte rein.

Wenn Petroleum vom Baumarkt auch 3,50 € kostet, mach Dir keine Gedanken. Teuer ist der Ofen, und so viel verbraucht der auch nicht.

Yellow Boat

Salzbuckel

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33

Freitag, 4. Januar 2019, 10:18

Sauerstoffmangel

... Ist nicht das Problem, sondern die mögliche Vergiftung durch Kohlenmonoxid. Das entsteht bei unvollständiger Verbrennung und ist schon in geringen Konzentrationen tödlich.
Eher beides , und dann auch noch das Kohlendioxid was ja auch beim Verbrennen entsteht.
Und CO2 kann schon in etwas höheren Konzentrationen über 1% zu Schläfrigkeit , bei 2% zu Bewustseinsverengung und über 4% sogar letztendlich zu Bewustlosigkeit.
Und das kann auch passieren wenn durch eine gute verbrennung gar kein Kohlenmonoxid entsteht.
Daneben entsteht auch wasser beim Verbrennen was zu Kondensation füht.
Deshalb gehört offnes Feuer zum heizen nicht an Bord.
Zwar ist kochen mit Gas an bord kein Problem , allerdings nur mit sehr guter Lüftung .
Und gerade wenn man heizen will ist es ja kalt und will man leider so wenig wie möglich lüften .
Und da liegt die gefahr von heizen mittels offnes feuer .
Ad

ruben7587

Salzbuckel

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34

Freitag, 4. Januar 2019, 10:23

Im letzten Winterlager lag neben mir eine kleine Reinke .
Aus dem " Schornstein " (Nähe Baumniederholer) stieg munter Rauch und ich meinte verbranntes Holt zu riechen .
Der Betreibe erklärte mir dazu , dass er seit Jahren einen Holzofen an Bord hat , den er auch
während der Fahrt benutzt . Der bullert so ausreichend , dass er den Niedergang offen läßt und
trotzdem eine angenehme Wärme im Inneren hat ... auch auf See !!
Wäre für ihn super , weil er auch im Winter mit Frau und Kind unterwegs ist und nicht so viel Geld hat ,
um sich eine teure Heizung und teures Heizmittel zu kaufen .
Das Ding ist so konstruiert , dass auch bei Welle keine Glut raus kommt .

..... die Leben immer noch und erfreuen sich bester Gesundheit .

Ich habe vor Schreck völlig vergessen , nach dem Typ zu fragen .

35

Freitag, 4. Januar 2019, 10:48

Deshalb gehört offnes Feuer zum heizen nicht an Bord.
Zwar ist kochen mit Gas an bord kein Problem , allerdings nur mit sehr guter Lüftung .

Und genau so steht es auch auf dem Aufkleber , den eigentlich jede Gasanlage an Bord am Herd haben sollte:
Gruß Thomas


z. Zt. bootloser Künstler

36

Freitag, 4. Januar 2019, 12:29

Bevor das hier noch eskaliert,

Bevor der auch gleich wueder zugemacht wird, als Tipp für einen sehr gut regulierbaren Ofen, der schweizer Turm-Ofen.
Seit mehreren Jahrzehnten im Familienbesitz, mäßig sparsam, weil ohne Sekundärverbrennung, Dochte nicht mehr als Ersatzteil erhältlich, befeuchtet geschlossene Räume dezent, heizt dabei je nach Stellung aber zufriedenstellend. Man darf ihn nicht leerbrennen lassen, weil dann der Docht kaputtgeht und die hibts nur noch als Eigenbau.

Zur Befriedung der Fachleute: nicht anzuraten, wenn an einem Gaskocher ohne Zündsicherung öfter mal der Gashahn vergessen wird.


Der Betreibe erklärte mir dazu , dass er seit Jahren einen Holzofen an Bord hat ,

Kenne etliche die selbst in ihrer kleinen Kajüte einen Feststoffofen haben und damit sehr zufrieden sind. Einer in einer hölzernen Seeschouw, deren Kajüte eben mal Sitzhöhe bietet.

Chris

37

Freitag, 4. Januar 2019, 12:54

Auch der Schweizer Turmofen ist ohne Abgaskamin lebensgefährlich, er wird in der Schweiz explizit als Zeltofen bezeichnet. Mir wäre nicht bekannt, daß es den Schweizern gelungen wäre, den Ofen abgasfrei zu bekommen. (Dann könnten sie das Patent ja easy an VW verkaufen).
Wer Gasgeräte ohne Zündsicherung an Bord benutzt, hat eh nicht alle Latten am Zaun.
Gruß Thomas


z. Zt. bootloser Künstler

odo

Leichtmatrose

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38

Freitag, 4. Januar 2019, 17:28

Ich glaube mich jetzt viel leichter entscheiden zu können. Vielen Dank für eure vielen Hinweise, Gas geht wegen der Backskistenmaße nicht, raumluftabhängige Abgasentsorgung z.B. Kartuschengasheizer oder Petroleuheizer ist mir dann doch zu feucht und risikoreich, Kohle/Holz zu dreckig, eine elektrische Dieselheizung zu stromverbrauchsintensiv. Da das Boot auch nur passiv gekühlt werden soll und keine Einbaumaschine installiert wird, gibt es keine größeren Stromverbraucher aber auch keinen leistungsstarken Stromerzeuger.

Ich werde mich wahrscheinlich für einen schwedischen Glembringofen mit 0,4-1,8kw entscheiden.
Vorteile: kein Stromverbrauch, großer Modulationsraum (0,4kw überheizen selbst bei +10Grad das Boot kaum, 1,8 kw müssten selbst bei -10° ausreichen, so kalt wird es in den Niederlanden kaum), verbraucht billiges Heizöl, das ich zum Liegeplatz von zu Hause aus billig mitbringen kann, hält ein Bootsleben lang, kein Lärm, geringer Wartungsaufwand, technisch sehr simpel, heizt einem schnell ein, da am im Abstrahlungsbereich z.B. beim Kochen direkt angestrahlt wird während die Luft noch kalt ist

Nachteile: nimmt knappen Stehraum ein, man muss die H-Fahne montieren bevor man die Heizung anmacht, rußt stärker als eine elektrische Dieselheizung, kostet gut doppelt so viel wie eine qualitativ hochwertige Planar 2D, der 70mm-Schornstein mit Hitzeschutzgitter läuft durch den Salon, muss mit Anzünder angefacht werden, die Hundekoje wird nicht gut beheizt, das Fußende bzw. die Backbordseite der Achterkoje wird wenig beheizt, der Toilettenraum bleibt unbeheizt

Montageort: auf der Steuerbordseite am achterlichen Ende der Steuerbordsalonbank vor dem schlanken Steuerbordschrank (bestellt wird die Variante mit zwei unterschiedlich langen Salonbänken) oder auf dem schmalen Schrank, dann wird aber der Fußboden kalt oder mittschiffs vor dem Salontisch. Der erste Ort wäre hinsichtlich der Abstrahlung optimal, weil auch die Achterkajüte, die zum schlafen genutzt wird, gut angestrahlt werden würde. Kann man das Heizöl auch, um den Rohrweg kurz zu halten im Salonschrank unterbringen oder sollte man unbedingt die Backskiste (hier die achterlich gelegene Steuerbordkiste) nutzen?





Segelalex

Salzbuckel

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39

Freitag, 4. Januar 2019, 18:14

Wie heiß wird das Abgasrohr?
Schatz, es liegt nicht an dir, es liegt am Steg...

odo

Leichtmatrose

  • »odo« ist der Autor dieses Themas

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40

Freitag, 4. Januar 2019, 18:49

Laut dieser Quelle wird ein Ofenrohr 100 bis 250 Grad. (https://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p…pic.php?t=66291) warm. Beschrieben wird ein Refleksmodell

Der Hersteller sagt: Nära vägg och brännbart material
Kaminen håller normalt max 80°C på alla sidor och vertikala delar samt max 150°C. 150 Grad am Deckel 80 an den anderen Oberflächen. Ich habe gelesen, dass generell ein falsch eingestelltes Ölventil eine zu große Ölzufuhr und Leistung verursachen kann, ebenso der Betrieb ohne H-Aufsatz. Der Aufsatz sorgt auf simple Art für eine Zugregulation. Wenn der Zug zu groß wird, dann wird kalte Außenluft durch die parallelen Abgasröhren gesaugt und der Luftzug also Unterdruck am Ofen reduziert. Bei Kaminöfen in Häusern verwendet man hingegen zur präzisen Zugregulation einen Zugregler mit Gegengewicht. Der ist laut Glembring aber bei der schwedischen Marine verboten, sodass ich mal davon ausgehe, dass man sowas nicht verwenden sollte.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »odo« (4. Januar 2019, 19:19)


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