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Isjtar

Bootsmann

  • »Isjtar« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 10. Februar 2019, 18:59

Fortress-Anker - konkrete Erfahrung gesucht

Moin zusammen,

ich habe mit dem Boot (11 m) einen Fortress FX-16 (4,5 kg) erhalten. Das Boot wiegt etwa 6,5 t. Laut Werbung sei der Anker für Boote von 10-12 m geeignet.

Meine Suche im Forum hat recht gemischte Erfahrungen mit dem Anker gezeigt, allerdings wurden da auch oft andere Alu-Anker mit den Topf geworfen.
Seltsamerweise scheint bei dem Anker ein (langer) Kettenvorlauf nachteilig zu sein, weil der Anker beim Setzen aufgleiten kann und sich dann schlecht eingräbt. Das aber wohl nur, wenn das Boot schon Fahrt rückwärts macht, was man ja vermeiden kann und erst rückwärts gibt, wenn Anker samt Kette auf Grund liegt.

Ich habe einen kurzen Kettenvorlauf (Länge habe ich nicht gemessen), dann gewöhnliches Ankertau (ohne Blei). Eine Winde habe nicht.

Ich suche hier einmal konkrete Erfahrungen mit dem Fortress-Anker - muss ja nicht das gleiche Gewicht sein! Also bitte keine Antworten über andere Anker!

Wir wollen im Sommer in die Ostsee und dort auch gerne ankern. Normal wäre die Wassertiefe dann ja nicht so tief - also eher im einstelligen Meterbereich (ufernah). Sicherheitshalber nutze ich die App Ankeralarm, welche ich sehr gut finde. Aber dennoch sollte besser der Anker halten als der Alarm ertönen.

Mein Traum wäre ja ein 25-kg-Rocna, aber dann müsste ich den Schmuck meiner Frau verkaufen. Alternativ wäre ein entsprechend schwerer Bügelanker sicher auch nicht zu schlecht. Aber nun habe ich den Fortress und suche deshalb persönliche Erfahrungen mit ihm.

Viele Grüße
Boris

2

Sonntag, 10. Februar 2019, 19:36

Habe das gleiche Teil als Heckanker an 4,5 t und 9 m
Er hält zumindest fürs Kaffeetrinken. Kettenvorläufer 8 mm und 30 m 16 mm sind da noch dran. Schwierig ist Schlick.
Man muss ihn wirklich sachte runterlassen, sonst fällt die Kette schneller als der Anker und das wird dann nix.
Hab noch einen 10 kg Delta mit 30 m Kette als Hauptanker, der hält super.

DieterRS

Salzbuckel

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3

Sonntag, 10. Februar 2019, 19:42

Mein Traum wäre ja ein 25-kg-Rocna, aber dann müsste ich den Schmuck meiner Frau verkaufen


Nö das wollen wir doch nicht....Aber ne Rückeschule nach der Saison ist ein muss, wahrscheinlich eher nen AOK Chopper.

25KG Anker + Kette ...aus der Hand... hört sich eher an wie eine Disziplin beim Strong Man...;-)
Dieter

----------
Ich hab' gehört, Du triffst nicht mal das Wasser, wenn Du aus 'nem verdammten Boot fällst.

Isjtar

Bootsmann

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4

Sonntag, 10. Februar 2019, 20:11

... 25 kg plus Kette.... und für die Winde müsste ich meine Frau mitverkaufen! ;-)

und danke an @peti:

Schoner

Crazy-Ijsselmeer-Skipper

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5

Sonntag, 10. Februar 2019, 20:13

15 kg und 40m 8mm Kette sind mit Handankerwinde schon grenzwertig ;)
Gruß


Volker


6

Sonntag, 10. Februar 2019, 20:14

Ich hatte einern FX 11 am IF-Boot. Also für 2,5 t auf dem Papier ausreichend. Wenn er sich eingräbt, hällt er sehr gut. Bei einigen Gründen habe ich ihn nicht zum Eingraben bekommen. Ohne Kettenvorlauf ging es fast nie. Nur mit Leine kann der Anker wasserskilaufen, wenn man an der Leine zieht. In Skagen hat er in dem Hafenschlick auch Starkwind ausgehalten, im Schlick des Baldenaysees hat er auch mit Kette nicht gehalten. Ich meine, der Fortress braucht ein Mindesteigengewicht von über 4,5 kg, egal wie klein das Boot ist.

Gruß
Manfred

Isjtar

Bootsmann

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7

Sonntag, 10. Februar 2019, 20:17

Waren es spezielle Gründe? Harter Sand oder so?

Erlkönig9-5

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8

Sonntag, 10. Februar 2019, 21:44

Moin,
Ich habe den FX11 auf der Rommel Sportster gefahren.
Auf sehr weichen Untergründen, wie Schlick, hielt er nicht besonders gut. Du kannst den Anker zwar im Anstellwinkel verändern, doch in der Praxis machst du es nicht.
Auf sandigen Gründen hielt er sehr gut, machte aber auch Mühe ihn loszubrechen.
Jetzt fahre ich einen 15kg Kobra ohne Kettenvorlauf ( der liegt in der Bilge ) und bin sehr zufrieden.
Bei mir hätten 12kg auch gereicht. Das wusste ich damals aber noch nicht.
Der Kobra war erschwinglich und ist gut.

Handbreit, Ansgar

9

Sonntag, 10. Februar 2019, 23:33

Einen Fortress musste ich mal im Schlick aufgeben, da er sich nach einer kräftigen Starkwindphase sämtlichen Versuchen erfolgreich widersetzte, wieder aufgeholt zu werden.

ArAl

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10

Montag, 11. Februar 2019, 00:30

Kobra 2 mit 25 kg und 80m Kette 10mm bei 12t-Boot
Der Vorbesitzer ist damit in 3 Jahren gut um die Welt gekommen.

Als Heck- und Zweit-Anker einen Fortress Aluminium Platten-Anker mit 5m Kette 10mm.

Auch ein Bruce-Anker mit 30kg ist noch an Bord, aber der geht bald in den Schrott.

11

Montag, 11. Februar 2019, 01:27

Bei mir fasste der der F-Anker nicht. Ich konnte ich so per Hand über den Grund ziehen und er schwamm auf. Mit Kettenvorlauf und Bleileine, Ankergrund Schlick. Jetzt habe ich einen 5 KG M-Anker, Stahl verzinkt, auch mit Kettenvorlauf und Bleileine, er hält bestens.

12

Montag, 11. Februar 2019, 08:06

Das mit dem nicht Rückwärts fahren beim Ankern solltest du mal überdenken...

Wenn das Boot steht, und du dann Anker und Kette runter lässt, hast du unten auf dem Grund das schönste Wuuling. (Kette/Leine auf Anker)
Ich lasse den Haken erst runter, wenn ich leicht rückwärts treibe. Da legt sich alles schön gerade in die richtige Richtung. Nötige Ankerketten/-leinenlänge beim Rückwärtsfahren rausgeben. Erst wenn die benötigte Länge draussen ist die Leine belegen und langsam eindampfen.
Ich meine so wirds gemacht. Egal mit welchem Anker.
Die besten Erfahrungen auf allen Ankergründen habe ich mit nem Bügelanker gemacht.
Die schlechtesten Erfahrungen habe ich auf Charteryachten mit dem Bruceanker gemacht.
(Ich hab mal was gruseliges gesehen: Jemand warf Anker und Kette über Bord...)

Chris!

ArAl

Offizier

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13

Montag, 11. Februar 2019, 08:28

Es gibt einen Test der Zeitschrift YACHT, der in der Flensburger Förde gemacht wurde.

Dort wurde auf Sand, Schlick und Geröll getestet.
Hier das Video:
https://youtu.be/w72McSHIrzk

1. Aussage: Platten-Anker sind den Flugankern unterlegen.
2. Aussage: Kobra II gewinnt im Sand und Schlick.
3. Aussage: Nur Korbra II und Boss halten im Geröll.
4. Aussage: Der alte und neue Testsieger ist der Kobra II, der auch günstig ist.

Kobra I und Kobra II von Plastimo:
https://www.plastimo.com/en/mooring-tend…kobra-9136.html

frank_x

Lotse

Beiträge: 1 796

Bootstyp: Rommel 33 / Pogo 40

Heimathafen: Rostock

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14

Montag, 11. Februar 2019, 08:29

Wir haben ihn eine Saison auf der ca 2,2t Rommel Speedster als Hauptanker gefahren. Wenn er sich eingraben kann ( auf Sand z.B. ) ist er gut - Seegras etc. sind aber echt schlimm, da er es dann gar nicht bis zum Grund schafft. Unser Rommel33-Voreigner hat uns einen sehr großen hinterlassen, den wir jetzt als Zweitanker auf der Pogo40 fahren, wo er aber praktisch nie zum Einsatz kommt. Durch das geringe Gewicht stört er aber auch kaum in der Backskiste. Die Kette + Leine für den Anker sind 2m weiter vorn gelagert ...

Auch auf dem Mini "dominiert" er - aus den gleichen Gründen. Allerdings spielt auch da die Eignung zum Ankern eher eine untergeordnete Rolle ...

15

Montag, 11. Februar 2019, 10:12

ich hatte/habe das selbe Thema. Auch einen Fortress mit dem neuen Boot (8 m, unter 2 t) übernommen. Dazu einen extrem schweren Klappanker (ich glaub 20 kg) auf den ich so absolut gar keine Lust habe. Natürlich fände ich es Super wenn der Fortress sich als brauchbar herausstellt. (habe keine Ankerwinsch und auch keinen Ankerkasten am Bug, also immer gerenne und geschleppe). Aber nach allem was ich so gelesen hab mache ich mir nicht viel Hoffnung. Ich bin fast sicher, dass man mit Geduld und sorgfalt beim Ankern mit dem Fortress irgendwie zum Ziel kommt. Er hält wohl schon sehr gut, Probleme bereitet wohl nur das Eingraben. Aber bei jedem Ankern ´ne halbe Stunde, oder länger, rumhühnern ist einfach kein guter Abschluss von ´nem schönen Tagestörn. Vor allem auch für die (Familien-)Crew nicht.

Aber da ich vorhabe viel und oft zu Ankern muss sowieso ein handlicher Zweitanker her. Was bei meiner Bootsgröße wohl auf nen 6 oder 8 kg Kobra (was ja auch nicht die Welt ist) hinausläuft. Ich werd den Fortress also behalten und mich nach ersten Erfahrungen mit beiden entscheiden welcher weiter oben in der Backskiste liegen soll. Bin fast sicher, dass es der Kobra sein wird^^.

Wie gesagt, keine eigenen Erfahrungen bisher, hab mich aber intensiv umgehört. Ich vermute der Anker wird, einmal eingegraben, sicher halten. Ob er sich bei Winddrehern oder so wieder ordentlich/zuverlässig eingräbt? Keine Ahnung. Über Nacht würde ich mich nicht auf ihn, als einzigem Anker, verlassen wollen.

Gruß krkl

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »krkl« (11. Februar 2019, 10:43)


micha571

Kapitän

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16

Montag, 11. Februar 2019, 10:19

Ich hab auf meiner X-99 einen 3,2 kg Aluanker. Kein originaler Fortress-Anker, aber sieht genauso aus. Ohne Kettenvorlauf, nur eine Ankerleine mit Blei-Einlage auf den ersten 10 Metern.
Der hat eigentlich nie Probleme bereitet. Eingraben ging immer sofort, und halten tut der auch ohne Weiteres.

Die Einschränkung: Es funktioniert nur auf Sand oder Schlick. Auf bewachsenen Untergründen, mit dichtem Seegras oder so, kann er sich mangels Gewicht nicht eingraben.

17

Montag, 11. Februar 2019, 10:27

Ich liebäugele mit sowas hier als Zweitanker. Ist zwar etwas teurer als der Fortress, hat aber das kleinere Packmaß. Habe aber keine Ahnung, welcher der beiden Anker besser funktioniert ...

18

Montag, 11. Februar 2019, 10:40

Fortress geht nur auf weichem Sand.

Alle anderen Bedingungen (grober Kies, Seegras, Schlick) sind für F-Anker schwierig bis unmöglich. Eigene Erfahrung. Das frustriert sehr.
Als Hauptanker taugt der einfach nicht. Zu limitiert. ;(
Und das Argument mit leicht und nimmt wenig Platz weg finde ich auch blöd. Wenn Du einen Anker brauchst, dann soll er auch halten.

In der Ostsee (viele verschiedene Situationen) tust Du Dir damit keinen Gefallen.
Ich fahre einen 20kg Rocna (8t /11,20m). Und hab Ruhe in allen Bedingungen auf allen Gründen.
Dann macht Ankern auch echt Spaß. 8o

MichaelK

Seebär

Beiträge: 1 310

Wohnort: Hamburg

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Bootstyp: Amel Maramu 46

Heimathafen: Hamburg

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19

Montag, 11. Februar 2019, 10:41

Das meiste wurde ja schon gesagt. Konstruktionsbedingt hat der Fortress seine Stärken auf Sand und Schlick. Untergründen, also, in die er sich gut eingraben kann. Wenn er sich einmal eingegraben hat (und nicht durch eine Winddrehung wieder frei kommt), wird er auch sicher halten. Das Problem ist halt das Eingraben. Niemand hat Lust ein halbes Dutzend Ankermanöver zu fahren, bis es endlich passt. Am besten vom Wasser aus überprüfen, ob er richtig sitzt. Ja, ich weiß, in der Ostsee ist das nicht jedermanns Sache.

Auf Seegras gibt es keinen Anker, der nicht Probleme hätte. Da kämpfe ich sogar mit meinem 33kg Rocna. Hier hilft nur möglichst spitz und möglichst schwer, damit er durch das Kraut durchkommt. Dass der Fortress dabei nicht brillieren kann, dürfte klar sein.

Wenn man zweimal im Jahr bei gutem, stabilen Wetter ankert und sich den Ankergrund entsprechend aussuchen kann, wird man mit dem Fortress sicher zurecht kommen. Wenn man aber öfter ankert und einen Anker will, auf den man sich bei jedem Wetter und den meisten Gründen verlassen kann und ruhig schlafen möchte, dann muss wohl doch der Schmuck der Holden dran glauben. Das hört dann allerdings leider mit dem Anker allein nicht auf. Dazu gehört dann ab ca. 15kg auch eine Winsch.
Michael
SY Sioned

20

Montag, 11. Februar 2019, 10:43

Achso.
In Strömungsgewässern (Tide, Sund) willst Du den F-Anker auch nicht haben.
Denn einfach so von alleine (ohne Aufmerksamkeit und freundlich zureden) gräbt das gute Stück sich nicht so weiteres wieder ein.

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