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woebbel

Matrose

  • »woebbel« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 21. April 2019, 10:33

Delya 22 Wasserballast

Moin....
Ich habe mir mit meinem Sohn gestern eine Delya 22 angeschaut. Gut erhalten...echt schönes Schiff.

Einziger Haken: Hatte Osmose am Kielkasten und wurde fachgerecht saniert.

Der Wasserkiel wurde abgedichtet, so dass nun der Wasserballast fehlt. Der Eigner sagte uns das Schiff segelt weiterhin prima, vielleicht sogar noch etwas agiler als zuvor.

Wir werden es natürlich Probesegeln sowie es im Wasser liegt.

Was ist grundsätzlich davon zu halten den Wasserkiel außer Betrieb zu nehmen.

Ich habe meine Delya zwar 2002 verkauft, könnte mir aber vorstellen, dass das ohne Wasserbalast wacklig sein könnte.

Was haltet Ihr von dieser Lösung. In jedem Fall ist die delya damit wohl nicht mehr "unsinkbar" wie in der Werbung beschrieben war. :S

Gruß und schöne Ostern
Wöbbel

ugies

Salzbuckel

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2

Sonntag, 21. April 2019, 11:17

delya damit wohl nicht mehr "unsinkbar" wie in der Werbung beschrieben war.
Unsinkbar wird wohl kaum in der Werbung gestanden haben, vielleicht „kentersicher“, was meint, dass das Boot zwar in der Welle kentern könnte, sich aber anschließend auch wieder aufrichtet. Wenn man Ballst entnimmt, und das wäre ja der Fall, wenn man den Wasserballast nicht einfüllt, wird das Boot ja wohl leichter und somit eher „besser schwimmen“.
Wie gravierend sich die Segeleigenschaften ändern, und ob sie das vielleicht sogar zum positiven tun, vermag ich nicht zu sagen, da ich noch nie eine Dehlya 22 gesegelt habe, weder eine im Orginalzustand, noch eine, bei der man die Flutventile für den Wasserballast außer Funktion gesetzt hat.
Aber eines ist sicher: Ein leichtes Boot segelt agiler als ein schweres Boot.

Uwe
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3

Sonntag, 21. April 2019, 11:25

Dehlya, da von Dehler und Yacht.

Hatte die 22er und die 25er. Geht sicher auch ohne Wasserballast, der sowieso nur bei Krängung wirksam wird, also wenn er oberhalb des umgebenden Wasserspiegels liegt. Dann aber wird die Sache kippeliger und ein Kentern wahrscheinlicher. Unsinkbar aber eher, wenn nämlich der Raum des Wasserballastes verschlossen und mit Luft befüllt ist.
Die Dehler 22 ohne Wasserbalast hatte einen etwas tiefer reichenden und schwereren Kiel

Gruß Odysseus und Frohe Ostern

4

Sonntag, 21. April 2019, 11:27

Hallo,
Ohne das Teil je gesegelt zu sein. Aber man hat sich ja etwas dabei gedacht als man sich das mit dem Wasserballast ausgedacht hat. Ich denke sie wird vielleicht agiler segeln, da leichter. Aber auch anfälliger für Krängung sein und bei weniger Wind als vorher zu reffen sein und insgesamt weniger gut viel Wind und Böen vertragen. Und auch wahrscheinlich nervöser im Seegang sein.
Ich persönlich würde weitersuchen und je nach Anwendung auch die Festkielvariante ins Auge fassen.
Bringt ja nix, wenn man Wasserballast hat und dessen Vorteile nicht nutzt, weil die Karre eh das ganze Jahr über im Wasser liegt.

Gruss

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5

Sonntag, 21. April 2019, 11:48

Ich meine, dass ich mir damals eure braune Dehlya mit Delphin angesehen hatte, aber nicht gekauft habe? Wie auch immer, ich habe danach eine Dehlya 22 aus Rostock gekauft und sie einige Jahre gesegelt. Die Idee, den Wasserballast außer Kraft zu setzen haben im Binnenbereich auch andere Eigner gehabt, in Berlin fuhren so einige herum. Es gab auch die Variante, die fehlenden 200kg dann als Bleiballast einzulaminieren, meiner Meinung nach die bessere Idee, insbesondere wenn das Boot an der Küste gesegelt werden soll. Binnen auf dem Plauer See halte ich das nicht für wesentlich, da ist eher der aufholbare Kiel von Vorteil. Osmose im Wassertank ist jedenfalls nicht unbekannt. Fazit: Für Binnen ist der Wasserballast nicht unbedingt erforderlich, für Buten schon.

Frank

6

Sonntag, 21. April 2019, 12:07

Ich würde mir kein Boot kaufen welches einen solchen Mangel hat. Man schränkt sich in der Nutzungsmöglichkeit ein und ärgert sich im nachgang.

Handbreit Blackman

ugies

Salzbuckel

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7

Sonntag, 21. April 2019, 12:39

... der fehlende Wasserballast ist für jemanden, der nicht trailert, kein Mangel, sondern eher eine Verbesserung.
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horstj

Lotse

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8

Sonntag, 21. April 2019, 13:25

?(
Wasserballast wird wie jeder Innenballast sofort wirksam, wenn das Boot aus der senkrechten Schwimmlage geht.
Natürlich segelt das Boot "agiler" bei Leichtwind, wenn es weniger Ballast hat, weil das Boot schlicht leichter ist.
Wie stark der Ballast wirkt hängt schlicht vom Ballastanteil ab. Bei Trailersailern besonders auch für Binnenreviere oder Tidenküsten (Swallow Yachts, uvm.) gibt es oft Innenballast. Das ist immer ein Kompromiß und von den Segeleigenschaften her nicht so gut wie ein Bleibombe ganz unten am Kiel, hat halt andere Vorteile.
Wenn der Ballasttank nicht mehr funktioniert kann man bei mehr Wind halt keinen Ballast zulegen. Eine Reparatur kann sehr schwierig sein. So ein Boot sollte man sich gut überlegen, ob das dauerhaft für die eigenen Nutzung passt. Siehe auch die Überlegungen der Yacht Redakteure beim Sanieren der Delyha.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

ugies

Salzbuckel

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9

Sonntag, 21. April 2019, 13:38

... der fehlende Wasserballast ist für jemanden, der nicht trailert, kein Mangel, sondern eher eine Verbesserung.
?(
... weil man ihn, wie weiter oben erwähnt, sehr gut durch dauerhaft befestigten Innenballast aus Blei ersetzen kann, wenn man denn der Meinung ist, dass das Boot zu rank ist, compris?
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10

Sonntag, 21. April 2019, 13:57

Mehr zu dem Thema gibt es hier http://forum.dehlya.de/ allerdings soweit ich das damals verfolgt habe auch ohne abschließende Beurteilung.

Varianten, die offenbar gebastelt wurden:
-ganz trocken
-Ballast fest eingebaut
-Ballast zum herausnehmen

Wo kann es kritisch werden? Vor allem bei der Kentersicherheit. Verstärkt, wenn der Hubkiel nicht ganz unten ist. Das spricht dafür, da weiterhin Ballast (Wasser oder eingebauten) zu fahren. Ich würde mich wundern, wenn irgendjemand von denen, die ohne Innenballast fahren, mit (teilweise oder ganz) hochgekurbeltem Kiel eine Stabilitätsberechnung oder einen Stabilitätstest gemacht hat. Nun lädt der Hubkiel auf vielen Revieren dazu ein, auch mal mit nur 80 oder 90 cm Tiefgang zu fahren. Das gilt sowohl im Watt, im Haff, aber auch auf vielen Binnrevieren. Spätestens, wenn der Wind dann etwas frischer ist, schon Wellen auf dem Wasser sind und dann noch eine Bö kommt ...

Ein weiteres Thema bei der 22 ist das Trailergewicht. Eine ausgerüstete 22 auf dem Original Trailer ist in der Regel schon deutlich schwerer als laut Trailerpapieren zulässig. Mit festem Innenballast wird das nicht besser, das heisst dann anderer Trailer wenn man trailern will.

Noch ein Thema bei der 22: Die einlaminierten Alu-verstärkungen im Deck (und angeblich gibt es auch eine unten im Rumpf für die Hubkielaufnahme). Bei unserer 22 war jedes zweite Jahr irgendeine dieser Verstärkungen hin (Korrosion) und musste repariert werden. 1 x vorne Vorstagaufnahme (sehr kritisch), 1 x Backbord Wantenaufnahme (sehr kritisch), 1 x Cockpitrand für den Holzrand (weniger kritisch). So schön die 22 segelt, diese Al-verstärkungen sind ein echter Pferdefuss.

Die einlaminierte Holzverstärkung unter dem Mastfuss ist ein weiterer Schwachpunkt, der gerne Ärger macht. Das Deck hat stellenweise einen Holzkern. Mindestens ein Boot gibt es, bei dem sich der innere Boden vom Wassertank von den Spanten gelöst hat (möglicherweise ist da das Wasser im Tank gefroren?).

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Hesti« (21. April 2019, 14:22)


11

Sonntag, 21. April 2019, 14:07

Ich bin auch fünf Jahre auf den nl Binnenmeere mit einer Dehlya 22 gesegelt. Leider musste ich die Wasserballastanlage außer Betrieb stellen, Osmose. Ich habe den Mitteltank geöffnet und ein Inspektionsluk eingebaut. Den Tank habe ich mit Bleischrot in Damenstrümpfen verfüllt, denn so konnte ich das Blei bei Transportfahrten entnehmen.

foxausrhens

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12

Montag, 22. April 2019, 20:36

Ich hatte mal eine Dehlya 25 mit Wasserbalast, die Konstruktion war gelinde gesagt eine Fehlkonstruktion, das Boot segelte zwar extrem gut aber im Innenraum fehlte die Höhe die der Balasttank benötigt. Ohne den Balast kann ich mir jedoch nicht vorstellen das die Stabilität erreicht wird das Boot wird unsicherer. Der Hubkiel ist auch immer ein Kern von Ärger, von undichten Kielkästen bis nicht mehr sehr leicht zu bewegenden Kielen, aufwendiger Kielwartung gibt es alles, das Dehlya Forum ist hier eine gut Quelle.

Um es kurz zu machen ich würde so ein Boot nicht mehr kaufen und mit umgebauten Ballasttank schon gar nicht, das macht ja noch weniger Sinn, entweder hat man ein nicht Kentersicheres Boot oder man kann es nicht mehr trailern.

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13

Montag, 22. April 2019, 22:31

Wasserballasttank bei der Dehlya trockenlegen

Hallo zusammen,
hallo Woebbel,
ich habe von 1998 bis Ende 2013 eine Dehlya 22 gesegelt und war derjenige, der im Dehlya-Forum die Diskussion über Sinn oder Unsinn des Trockenlegens losgetreten hat.
Nach einigen Überlegungen und vor allem langen Gesprächen mit Theo Kordt, einem ehemaligen KD-Mitarbeiter von Dehler, der sich nach der Erstpleite von Dehler (das war ca. 1998) mit einer kleinen Reparaturwerft in Arnsberg selbständig gemacht hat, bin ich dann zum Ergebnis gekommen, dass es Sinn macht. Theo Kordt hat mir damals lang und breit davon berichtet, dass der Wasserballast eher eine marketingtechnische Erfindung von Dehler war. Man wollte suggerieren, dass ein einfacher VW Golf als Zugfahrzeug reicht. Die kleine Werft von Theo Kordt galt unter den Dehlya Seglern als der beste Reparaturbetrieb für die Dehlya. Leider ist er seit einigen Jahren im wohlverdienten Ruhestand.
Also habe ich die Sache anschliessend bei Theo Kordt die Trockenlegung in Auftrag gegeben.
Dazu wurde der Kiel komplett ausgebaut, gewartet, entrostet und neu beschichtet und dann der komplette Kielkasten gereinigt, ausgeschliffen und mit mehreren Lagen GFK überlaminiert. So wurden auch alle Nähte des Kielkastens zum Wasserballasttank hin abgedichtet. Dann wurde der eigentliche Einlaufstutzen zulaminiert und eine Inspektionsluke in den Salonboden geschnitten. Durch diese Luke besteht dann die Möglichkeit, das fehlende Wasser durch Bleichschrott in kleinen Säcken aufzufüllen.
Um es kurz zu machen...…
Ich habe das Trockenlegen des Ballasttanks keine Sekunde bereut.

- Die Osmosegefahr innerhalb des Ballasttanks war gebannt
- Die Stabilität hat in keinster Weise gelittten, um es nochmals deutlich zu sagen...in keinster Weise !!!!!!!
- Die fehlenden 200 Liter Wasser haben dafür gesorgt, dass sich das relativ schmale Heck der Dehlya beim Segeln nicht mehr festgesaugt hat. (Das Problem kennt jeder Dehlya Segler, das Boot verträgt kein Gewicht am Heck) Dadurch alleine hat die Dehlya deutlich bessere Segeleigenschaften bekommen.

Ich habe nach dem ersten Törn in Holland nach der Umrüstung in 2008 (Friesland und Ijsselmeer mit ordentlich Wind) sofort auf das Nachfüllen des Ballast durch Bleischrott o.ä. verzichtet. Dieser Zusatzballast ist wirklich unnötig !! Theo Kordt hatte an dieser Stelle völlig Recht !! Er hatte es mir so prophezeit.
Ich habe die Dehlya dann von 2008 bis zum Verkauf des Boots Anfang 2014 ohne Wasserballast und ohne nachgerüsteten Bleiballast gesegelt und gehöre bis heute zu den deutlichen Befürwortern des Ballasttankverschliessens.
Auch für den Käufer Anfang 2014 war die Sache positiv.

Ansonsten...
die Dehlya hat, wie jedes andere Boot aus der Großserie aus diesen Baujahren auch, hier und da ihre Schwächen, vor allem das eventuell weich werdende Deck unterm Mastfuss ist hier als Punkt 1 zu nennen. Die Reparatur in einer Werft kostet rund €1000.-
Aber... welches Boot mit diesem Alter ist mängelfrei ?
Für mich ist die Dehlya immernoch ein "Rundum-Sorglos-Paket" unter den 22 Füssern, dabei günstig zu kaufen und mit sehr schönen Linien.
Anbei ein Foto meiner Dehlya, sie segelt übrigens mit neuem Namen immernoch in Friesland.

Viele Grüsse

Uli
»Jantar 23 Mythos« hat folgende Datei angehängt:
  • P1170690.JPG (444,34 kB - 28 mal heruntergeladen - zuletzt: 17. Mai 2019, 09:00)
Segeln ist die schönste Art und Weise, 100 Euro Scheine in der Luft zu zerreissen

woebbel

Matrose

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14

Sonntag, 28. April 2019, 18:44

Hallo Zusammen,
also wir werden das demnächst mal auf der Müritz testen.
Ich hoffe es ist Wind.
He Uli, dass mit der Revisionsklappe im Salonboden ist ja 'ne prima Idee - und bestimmt nicht besonders aufwendig.
Jedenfalls werde ich mal berichten, wenn wir segeln waren.

VG
Wöbbel

woebbel

Matrose

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15

Montag, 13. Mai 2019, 16:33

So,

wir haben die Delya mit trockengelegtem Wasserballast gestern von Röbel in den Plauer See gesegelt.

Gute 5 Windstärken und ich muss sagen es funktioniert.

Hatten das 2 Reff eingebunden und nicht den Eindruck unsicher unterwegs zu sein.

Der Kahn ist am Wind konstant >5 kn gelaufen, bei Halb oder Raum etwas mehr.

Hat SPASS gemacht...... :D

Grüße von der Mecklenburger Seenplatte
Wöbbel

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16

Mittwoch, 15. Mai 2019, 22:38

Ich habe 18 Jahre lang eine Dehlya 22 gesegelt. Ich habe diese Schiffchen geliebt.

Der Wasserballast bringt mehr Stabilität, dafür muß der Wasserballast auch nicht zwingend aus dem Wasser gehebelt werden.
Es gibt ein prominentes Beispiel wie es funzt: Die Flasche.
Eine leere Flasche hält sich nimmer aufrecht auf/im Wasser, sondern treibt auf der Seite. Eine 2/3 gefüllte dagegen sehr wohl und kann auch kaum in die Seitenlage kommen und nur mit Gewalt (Welle) kentern.
Das ist das Prinzip.......
.........und weil man das Schiffchen eben auf einem Einachstrailer mit Mittelklassewagen trailern wollte, mußte eben Ballast von Bord sprich 200 kg also eher ltr. abgelassen werden.
Ich würde - außer ggf. auf einem winzigen Binnengewässer - eine gravierend modifizierte Dehlya ohne Wasserballast ungern segeln wollen.
Wenn da was Ernsthaftes passiert und der Versicherungs-Gutachter kommt.....da-da, da-da, da-da.......muß man nicht weiter ausführen.

Der gravierenste potentielle Mangel sind aber die Dehler-typischen einlaminierten Alustücke als Verstärkung/Befestigungspunkt - wahrscheinlich aus nicht seewasser-beständigen Alu-Material - die klamm-heimlich über die Jahre sich zersetzen und zerbröseln.
An den "Verstärkungen" sind aber relevante Teile wie Seereling, Winschen, Fockleitschienen und auch die Wanten (Mast!!) befestigt.
Ein Hilfswant der Mastlegeeinrichtung hatte ich selbst schon plötzlich in der Hand, das hatte noch nicht mal Kraft benötigt.
Diese "Verstärkungen" sind aber a) faktisch nicht zu inspizieren und b) ohne erheblichen Aufwand kaum instand zu setzen.
Das Vorhandensein von unerklärlichem weißen Pulver, welches von dem Rand der Deckenschale rieselt ist ein ernstes Warnzeichen........nein, kein Kokain...............das ist dann Aluminiumoxid bzw. war mal eine Verstärkung.
Einfach mal mit dem Finger entlang des Deckenschalenrandes (Oberseite) langwischen....da weiß man sofort mehr :-)

Neu waren die Schiffe toll, ab einem gewissen Alter dagegen.................................
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

fiete-34

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17

Donnerstag, 16. Mai 2019, 22:40

Moin,
man sollte aber auch nicht davon ausgehen, dass ein solches Teil für die Ewigkeit gebaut ist. Die gewöhnlich zu erwartende Lebensdauer von Gebrauchsgegenständen kann zwar zehn Jahre überschreiten, muss es aber nicht. Das gilt erst recht für eine damals extrem preisgünstige Dehlia. Wieviele von den tausenden davon wohl noch in Fahrt sind?
Zum Wasserballast: dieser ist bei der genannten Dehler ein Stabilitätskriterium, auf welches man - völlig richtig - nicht einfach verzichten kann. Wer meint, wegen etwaiger Osmose das Innere des ursprünglich unzugänglichen Doppelbodens inspizieren oder überholen zu müssen, kann denselben über Inspektionsluken ohne weiteres zugänglich machen, oder erstmal "minimalinvasiv" besichtigen...und ob er da unten wohl nicht seewasserfestes Alu oder Reste davon findet? Handbreit...! F.

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