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alinea

Salzbuckel

  • »alinea« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 8. Juli 2019, 23:36

Wie funktioniert AIS für Sportboote?

Hallo,

auf einer Yacht ist ein AIS-Gerät (Class B with integrated Splitter) installiert.

Solange die Yacht in den Niederlanden unterwegs war, konnte man sie auf www.marinetraffic.com sehen und verfolgen.
Jetzt ist sie auf dem Wege nach England und nach einem Abstand von rund 20 sm von der NL-Küste werden keine weiteren Positionen mehr übertragen.

Frage:
Werden für marinetraffic nur Meldungen verwendet, die von festen Stationen empfangen und übertragen werden?
Kann es also sein, dass dann, wenn man ausserhalb der Reichweiten dieser Stationen ist, keine Positionen mehr übertragen werden?

Und im konkreten Fall...
Da nicht davon auszugehen ist, dass die Yacht abgesoffen ist, müsste die irgendwann wieder von einer englischen Station "aufgefangen" und wieder sichtbar werden?

Oder was habe ich an der ganzen Sache nicht verstanden?
Viele Grüße
alinea
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norbaer

Salzbuckel

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2

Dienstag, 9. Juli 2019, 06:11

Jenau so gehts!

Vor einigen Jahren war das sogar bei den großen Frachtern so. Mittlerweile sind die immer online. Über welches Medium (Internet via Satellit) weiß ich nicht.

Ich meine wir waren letztens die ganze Zeit "online" als wir die südwestliche Nordsee gequert hatten. Da habe ich vermutet, das die Windparks die Signale empfangen und weiterleiten. Die wachsen ja in der Nordsee schneller aus den "Wellen" als Unkraut auf der Wiese.

Nächste Woche geht es nach Frankreich, mal sehen ob wir dann in Sendelöcher fahren.

Aber der eigentliche Sinn von AIS ist ja nicht, dass Du dein Boot in Marinetraffic siehst sondern, dass die anderen Schiffe Dich sehen! ;)

3

Dienstag, 9. Juli 2019, 06:55

Moin, AIS wir natürlich wie bekannt über UKW verbreitet. Die Daten ausserhalb von Küstenfunkstellenreichweite kommen entweder von Relaisstationen irdischer Natur oder von Satelliten die die UKW Frequenzen empfangen das ist unteranderem ein Geschäftsmodel der Sat.betreiber die die Daten dann verkaufen. Die AIS Viewer Anbieter vertreiben ja die als genauere und livedaten hinter einer Paywall für z.B. Gewerblichenutzer. Ukw ist ja bekanntlich von der Reichweite vor allem durch die Erdkrümmung begenzt. Die Sat. fangen mehr auf. In wie weit class b auch erfast wird kann ich nicht sagen.
Gruß und handbreit Matthias

ugies

Salzbuckel

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4

Dienstag, 9. Juli 2019, 07:03

... auf jeden Fall sind Marinetraffic und Co. Tünkram, wenn man gerne permanent wissen möchte, wo sich der Kreuzer gerade aufhält. Wenn ich an Bord bin weiß ich das gemeinhin ohne AIS Tracker, wenn nicht und ich Angst vor Diebstahl habe, benötige ich anderes Equipment.

Uwe
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5

Dienstag, 9. Juli 2019, 07:26

Genau so sehe ich das auch, bei der Kollisionsvermeidung und Navigatorischen Hilfestellung kommt es eher auf den Nahbereich an das war aber ja nicht die Frage des Starters. Bei der Flottendisposition und Verkerslenkung z.B. gibt es da andere Anvorderungen. Das a und o ist einfach eine gute Antennen und Kabelanlage ohne Korosion, unnötige Übergangswiederstände und einen guten Montageort um eine bestmögliche Reichweite und Signalqualität zu ereichen.
Gruß und handbreit Matthias

F28

Salzbuckel

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6

Dienstag, 9. Juli 2019, 08:02

Moin, AIS wir natürlich wie bekannt über UKW verbreitet. Die Daten ausserhalb von Küstenfunkstellenreichweite kommen entweder von Relaisstationen irdischer Natur oder von Satelliten die die UKW Frequenzen empfangen das ist unteranderem ein Geschäftsmodel der Sat.betreiber die die Daten dann verkaufen. Die AIS Viewer Anbieter vertreiben ja die als genauere und livedaten hinter einer Paywall für z.B. Gewerblichenutzer. Ukw ist ja bekanntlich von der Reichweite vor allem durch die Erdkrümmung begenzt. Die Sat. fangen mehr auf. In wie weit class b auch erfast wird kann ich nicht sagen.
Gruß und handbreit Matthias

alle korrekt, nur eine Variante fehlt noch:
bei marinetraffic gibt es sogenannte "Roamingstationen". Das sind auf Schiffen installierte Geräte, welche die aktuelle Position direkt über die Satelliten-Internetverbindung des Schiffes an marinetraffic melden. Das läuft natürlich parallel und zusätzlich zum Ausstrahlen über UKW-Funk. Im Nebenberuf übertragen diese Roamingstationen auch die Positionen der anderen Schiffe, die per UKW beim eigenen Schiff eintrafen. Also werden alle Schiffe, die im Umkreis von 20-30 SM um das Schiff mit der Roamingstation liegen, mit an marinetraffic übertragen.

Eine Lösung für Schiffe, die - aus welchen Gründen auch immer - größten Wert darauf legen, auf marinetraffic zu jeder Zeit dargestellt zu werden.
Gruß
F28

Homberger

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7

Dienstag, 9. Juli 2019, 08:23

Hallo,
der aktuelle Stand des Satelliten basierten AIS-Empfangs ist hier schön zusammengefasst: https://en.m.wikipedia.org/wiki/Automati…fication_system

Es tut sich einiges. Speziell die Ausweitung auf Class B würde für Sportboote viel bringen.
Auch für AIS-SART wäre das eine gut Sache.

Viele Grüße
Andreas
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alinea

Salzbuckel

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8

Dienstag, 9. Juli 2019, 09:29

Danke für alle Antworten!

Dass marinetraffic im Vergleich zu dem eigentlichen Sinn und Zweck "Tünkram" ist, ist mir sehr wohl bewusst.

Im konkreten Fall sind Freunde mit ihrer Yacht unterwegs und die daheimgebliebenen können eben marinetraffic nutzen, um ab und zu nachzusehen, wo die Freunde sich gerade herumtreiben. Und genau da tauchen dann, besonders bei den nicht maritim Angehauchten Frage auf wie "letzte Meldung ist 10 Std. alt - was um himmels willen ist da passiert?" Dann ist es gut, wenn man die Technik, die dahintersteckt, erklären kann.
Viele Grüße
alinea
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alinea

Salzbuckel

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9

Dienstag, 9. Juli 2019, 14:24

...
Speziell die Ausweitung auf Class B würde für Sportboote viel bringen.


Andreas, bist Du so nett und erklärst kurz, was Du damit meinst?
Sportboote haben - wenn sie AIS installiert haben - in der Regel Class B Geräte.
Viele Grüße
alinea
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Homberger

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10

Mittwoch, 10. Juli 2019, 09:28

Sportboote haben - wenn sie AIS installiert haben - in der Regel Class B Geräte.


Genau. Und diese sind bisher bei den meisten SAT-Systemen ausgenommen. Siehe Wiki-Artikel.
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11

Mittwoch, 10. Juli 2019, 10:08

Marinetraffic App Android u. Apple

Ich habe bisher die Marinetraffic Android App benutzt um eine digitale Spur bei meinen Chartertörns zu hinterlassen. Die Daten werden solange übermittelt wie man Netz hat. Und man kann sich eine virtuelle MMSI geben lassen (wenn das Schiff keinen AIS-Sender hat)

Ab diesem Jahr nutze ich die SafeTRX-App von der DGzRS (gibt es auch von der KNRM) Auch hier habe ich die Möglichkeit den Daheim gebliebenen einen Link zu schicken, so dass mein Track online verfolgt werden kann. Ich finde, eine feine Sache.

Gruß
Charly
Törnberichte und mehr http://www.skippercharly.de

craighouse

Offizier

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12

Freitag, 12. Juli 2019, 02:43

Ich habe mir dieses Jahr auch einen AIS-Transceiver gegönnt. Inzwischen weiß ich nicht mehr, wie ich das früher ohne das Teil gemacht habe. Ich bin im Augenblick in Schottland unterwegs. Auf der Nordsee hat es sich als superpraktisch erwiesen, weil die großen Pötte ihren Kurs für mich kleinen Segler ordentlich geändert haben. Im vergangenen Jahr auf dem Schottland-Törn war das anders, da konnten sie mich erst mit den Augen sehen und nahe Begegnungen gab es öfter.

Für die Leute zu Hause war es natürlich eine mentale Belastung, dass sie uns für ein paar Tage nicht auf Marinetraffic gesehen haben. Der Empfang fiel irgendwo hinter Holland aus und setzte erst wieder kurz vor der schottischen Küste ein.

Was den Sat-Kram angeht, so kann man doch ziemlich viele Segelboote bei ihrer Atlantiküberquerung per AIS verfolgen. Meine (vollkommen aus der Luft gegriffene) Vermutung ist, dass entsprechende Satelliten nicht überall herum kreisen.

Interessant finde ich die Programmierung der Teile. Viele Segelboote sind mit dem Schiffstyp "pleasure craft" unterwegs. Das sind die Motorboote aber auch. Ich habe "sailing vessel" programmiert, da wissen die großen Pötte gleich, womit sie es zu tun haben.

Mega-gut war es vor ein paar Tagen im Sound of Islay, wo uns die große Islay-Fähre begegnet ist. Es war neblig, man konnte kaum Islay und Jura von der Mitte der Wasserstraße aus erkennen. Das AIS hat uns immer klar gezeigt, was die Fähre so treibt und ob es gefährlich wird. Wurde es nicht, denn die Skipper von den Fähren sind natürlich Vollprofis. AIS in Kombination mit Radar ist ein echter Brüller und ich möchte beides nicht mehr missen wollen.

Heute hatte ich in Port Ellen eine Diskussion mit den britischen Stegnachbarn. Die haben nur einen Empfänger an Bord, sie wollen nicht, dass man sie tracken kann. Das empfinde ich gar nicht als Problem, denn wenn ich nicht getrackt werden möchte, kann ich den Sender einfach ausschalten.

Morgen fahren wir nach Belfast. Ich bin mir sicher, dass uns das AIS bei der Einfahrt nach Belfast gute Dienste leisten wird. Ich rechne mit einer Ankunft bei Dunkelheit, da ist jede elektronische Hilfe nützlich.

Einziger Nachteil ist bislang auf unserem Törn, dass die Leute zu Hause immer fragen, warum wir nicht weiter fahren. Wir sind jetzt seit einer Woche auf Islay und ich kann nur sagen, dass diese Insel einen unglaublichen Klebeeffekt hat. Zuerst haben wir die Marina für drei Nächte bezahlt, dann für zwei zusätzliche Nächte und zuletzt noch für eine Nacht. Der Hafenmeister meinte, es wäre nützlich, die Leinen abzumachen, wenn man losfahren möchte. Islay ist toll und die Marina hat die besten Duschen an der Westküste Schottlands.

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