Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

1

Freitag, 19. Juli 2019, 17:31

e-pod-Motoren

Werte Forumsmitglieder,
ich bin neu im Forum, da ich als wenig erfahrener Segler beschlossen habe, mir einen Daysailer zuzulegen, um vorgenanntes Defizit abzubauen .... Geplant ist die Anschaffung einer Maxus 24 oder 26 oder einer AQUATIC 25, somit also eine Bootsklasse von 2.200/2.300 Verdrängung. Meine Vorstellung ist, den Aufwand rund um das Boot so gering, wie möglich zu halten (wahrscheinlich ziemlich naiv ;) ) und das führt zu der Prämisse, dass selbiges möglichst einen elektrischen Antrieb haben sollte. Das Boot wird auf Binnengewässern, vorwiegend Berlin, ggf. auch mal Müritz oder so gesegelt. Dass der Spaß vergleichsweise teuer ist, ist klar. Dass der Liegeplatz einen Landanschluß benötigt, ebenfalls. Eine Option wäre der Pod Drive 3.0 von ePropulsion. Mich interessiert, ob im Forum Erfahrungen zu einer solchen Lösung vorliegen: läuft man beim Einbau Gefahr, dass der Bootsrumpf dauerhaft geschädigt wird? Sind die Motoren tatsächlich wartungsfrei? Wie ist das Manövrierverhalten? Gesteuert wird über eine Fernbedienung via Bluetooth - das klingt smart und praktisch, aber funktioniert das auch sicher? Kann man die Batterie bedenkenlos laden, auch wenn man tagelang nicht am Bootssteg ist? Gibt es Erfahrung über Reichweiten? Oder sollte man doch auf einen möglichst leisen, vielleicht auch mit E-Starter versehenen Benziner zurückgreifen?
Ich freue mich auf einen möglichst breiten Erfahrungsschatz und verbleibe mit besten Grüßen

leisuresail

ugies

Salzbuckel

Beiträge: 7 937

Bootstyp: Traditionssegler Dehler 35 SV

Heimathafen: Wülfel

Im Marktplatz: 1

  • Nachricht senden

2

Freitag, 19. Juli 2019, 17:39

Moin,
willkommen hier.

Unser Kreuzer beitzt einen Einbaudiesel, das steht aber nicht zur Debatte.

Wenn ich einen Kreuzer wie den Deinen hätte, und ihn so nutzen wollen würde wie Du das beschreibst, dann ist der elektrische Pod-Antrieb eine sehr gute Wahl, wenn man denn die Kosten tragen will. Ich besitze für unser Beiboot einen E-Propulsion Spirit 1.0. Ob sich das bewährt hat, kann ich leider nicht sagen, weil ich das Ding erst extrem wenig benutzt habe. Aber bei diesen wenigen Malen war ich sehr zufrieden. Allerdings hatte unser Zweitakter, Erwin rudert, schon etwas mehr in den Muckis. :)

Uwe
SF-Stander 5,00 € inkl. Versand
PN oder E-Mail an ugies.
Adresse angeben.
Stander kommt per Post mit offener Rechnung.
Überweisung und gut ;).

Beiträge: 728

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

3

Freitag, 19. Juli 2019, 18:37

Hallo,

das Modell was Dir vorschwebt ist ein Unterbau-E-Motor. Wenn Du Dir sowas unter baust, dann leidet die Trailerbarkeit, da das Teil dann stört. Für ein 24er Schiff sollte noch die Heckversion zum anhängen reichen. Ich verwende einen Benziner-AB mit 6PS von Mercury (25kg). Der ist auch nicht schlecht und schiebt zuverlässig. Mit E-Starter werden die Dinger wieder schwerer. Mit der Reißleine zum Starten kommt man gut zu recht ohne viel Kraftaufwand. Ich würde den Motor aber nicht zu groß wählen, da sonst zu viel Hecklast drankommt. Da ist die Einbau-E-Version wesentlich besser in der Gewichtsverteilung.

Von der Zuverlässigkeit zu E-Antrieben kann ich leider nichts sagen. Die Reichweite eines E-Antriebes ist aber begrenzt, reicht aber völlig aus, um den Hafen zu verlassen und wieder anzukommen. Lange Fahrten sind aber nicht unbedingt die Stärke. Da fährt man mit einem Benziner besser.

Norbert

ugies

Salzbuckel

Beiträge: 7 937

Bootstyp: Traditionssegler Dehler 35 SV

Heimathafen: Wülfel

Im Marktplatz: 1

  • Nachricht senden

4

Freitag, 19. Juli 2019, 19:09

Norbert,
Pod gegen AB ist wie Einbaudiesel gegen Außenborder.


Außenborder habern unbestreitbare Vorteile. Manövrierverhalten durch angeströmtes Ruderblatt gehört definitiv nicht dazu. Und jetzt komme bitte nicht mit Schachtmotoren, Steghimweg in Cockpit und kein Faltpropeller möglich, oder mit mitlenken mit dem Ruderblatt. Das halte ich endgültig für Kokoloresauch wenn einige das hier ganz anders sehen. Ich sehe diese Boote gelegentlich manövrieren und finde das dann nicht so sehr gelungen.
Die Rerichweite ist bei einem gut segelnden und natürlich dann auch gut gesegelten Boot ein weit nachgeordnetes Problem.
SF-Stander 5,00 € inkl. Versand
PN oder E-Mail an ugies.
Adresse angeben.
Stander kommt per Post mit offener Rechnung.
Überweisung und gut ;).

janpiet

Seebär

Beiträge: 1 256

Bootstyp: SK 2, Code 8

Heimathafen: Zeeland/NL

  • Nachricht senden

5

Freitag, 19. Juli 2019, 23:21

Werte Forumsmitglieder,
ich bin neu im Forum, da ich als wenig erfahrener Segler beschlossen habe, mir einen Daysailer zuzulegen, um vorgenanntes Defizit abzubauen .... Geplant ist die Anschaffung einer Maxus 24 oder 26 oder einer AQUATIC 25, somit also eine Bootsklasse von 2.200/2.300 Verdrängung. Meine Vorstellung ist, den Aufwand rund um das Boot so gering, wie möglich zu halten (wahrscheinlich ziemlich naiv ;) ) und das führt zu der Prämisse, dass selbiges möglichst einen elektrischen Antrieb haben sollte. Das Boot wird auf Binnengewässern, vorwiegend Berlin, ggf. auch mal Müritz oder so gesegelt. Dass der Spaß vergleichsweise teuer ist, ist klar. Dass der Liegeplatz einen Landanschluß benötigt, ebenfalls. Eine Option wäre der Pod Drive 3.0 von ePropulsion. Mich interessiert, ob im Forum Erfahrungen zu einer solchen Lösung vorliegen: läuft man beim Einbau Gefahr, dass der Bootsrumpf dauerhaft geschädigt wird? Sind die Motoren tatsächlich wartungsfrei? Wie ist das Manövrierverhalten? Gesteuert wird über eine Fernbedienung via Bluetooth - das klingt smart und praktisch, aber funktioniert das auch sicher? Kann man die Batterie bedenkenlos laden, auch wenn man tagelang nicht am Bootssteg ist? Gibt es Erfahrung über Reichweiten? Oder sollte man doch auf einen möglichst leisen, vielleicht auch mit E-Starter versehenen Benziner zurückgreifen?
Ich freue mich auf einen möglichst breiten Erfahrungsschatz und verbleibe mit besten Grüßen

leisuresail
@leisuresail:

Meiner Kenntnis nach gibt es für die POD Motoren von ePropulsion keine Faltpropeller. Ein POD Motor von Torqueedo oder Aquamot wäre daher mE die bessere Alternative.

ugies

Salzbuckel

Beiträge: 7 937

Bootstyp: Traditionssegler Dehler 35 SV

Heimathafen: Wülfel

Im Marktplatz: 1

  • Nachricht senden

6

Samstag, 20. Juli 2019, 16:43

... ePropulsion keine Faltpropeller. ...

... wenn das so ist, dann wäre das in der Tat ein Ausschlusskriterium. Aber es gibt ja Wettbewerber.

Uwe
SF-Stander 5,00 € inkl. Versand
PN oder E-Mail an ugies.
Adresse angeben.
Stander kommt per Post mit offener Rechnung.
Überweisung und gut ;).

Beiträge: 728

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

7

Samstag, 20. Juli 2019, 18:49

Pod gegen AB ist wie Einbaudiesel gegen Außenborder.

Ich kenne beide Varianten sehr gut, sowohl den Einbaudiesel als auch den AB. Deine Bemerkungen sind richtig. Bei einem Boot bis max. 24 Fuß tut auch ein AB seine Dienst. Wenn ich das vergleiche mit dem Aufwand den mein Vater mit dem Einbaudiesel hat, dann ist der AB sehr pflegeleicht. Zudem kann man den AB recht schnell zur Reparatur bringen und muss nicht das ganze Boot bewegen. Zusätzlich hat man sehr viel Auswahlmöglichkeiten bzgl. Leistung und Ausstattung. Mal eben den Einbaudiesel zu erneuern ist ein extrem hoher Aufwand.

Bzgl. Pod hatte ich auch schon überlegt mir so was unter meine Dehlya zu bauen. Im Refit-Projekt der Yacht haben sie es ja auch gemacht. Preislich sind da aber schon Welten zw. einem Benziner-AB und einem Pod. Sicherlich ist der Pod aus technischer Sicht die bessere Wahl. Am Ende muss man sich das aber auch leisten können. Mich stört z.B. das Gefummel und der Gestank mit dem Benzin. Da wäre ein E-Antrieb schon schöner. Man muss aber auch schauen, dass man die großen Akkus irgendwie sicher unter bekommt. Beim E-AB ist das wesentlich einfacher. Auch der kann über eine externe Batterie versorgt werden, wenn es sein muss.

Wenn sein Boot bereits einen Flansch für eine AB hat, dann würde ich mir leihweise mal einen E-AB besorgen und damit Testfahrten unternehmen. So schlecht lassen sich ABs nun auch wieder nicht steuern, wenn man sich damit arrangiert hat.

Beiträge: 4

Wohnort: Sulzbach am Main

Schiffsname: OMSSEIDANK

Bootstyp: Hiddensee

Heimathafen: Hindeloopen

  • Nachricht senden

8

Sonntag, 21. Juli 2019, 15:30

ePod ./. AB

Hallo leisuresail,


ich fahre mit meiner Hiddensee (~8m, derzeit 1.700Kg - am Innenausbau fehlt es noch ein wenig :rolleyes: ...) jetzt die zweite Saison einen Mercury 6PS AB. Ja. kann man machen, macht in vielen Situationen aber keinen Spaß. Abgesehen davon, dass ich zum Absenken des Motors eine Verlängerung der Aufhängung bauen musste (die dann wieder nicht gut zum Federzug passt beim Aufholen) ist auch das (Nicht-)Anströmen des Ruders misslich. Mit genügend Übung geht das alles, ich werde aber auf eine ePod(Gondel) umsteigen. Zudem passt bei mir die Batteriebank (die ins Vorschiff kommt) gut in den Trimm.
Torqueedo mag bestimmt gut sein, kommt aber preislich erst einmal nicht in Frage. Festgebissen habe ich mich derzeit entweder an Aquamot oder FMT (der hat mir auf der Boot2019 den überzeugendsten Eindruck hinterlassen), bin aber für Ratschläge zu Alternativen empfänglich.
Meine Anforderung waren ~20sm Marschfahrt bei auch mal schlechten Wetterbedingungen. Preislich liege ich dann bei Aquamot mit 2 Batterien UND Faltpropeller bei 6.500 Euro, bei FMT sind es etwa 3000 mehr. Wobei FMT jetzt auch ePropulsion (dafür habe ich aber noch kein Angebot) vertritt.


Im kommenden Winterlager will ich dann ans Werk, bis dahin verfeinere ich noch die Suche.....


Gruß aus Hindeloopen
Helmut
Lieber bei schlechtem Wetter segeln, als bei gutem Wetter arbeiten! 8o

Beiträge: 728

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

9

Sonntag, 21. Juli 2019, 22:12

8m mit 1,7 Tonnen, dafür ist der AB mit 6 PS zu spack. Das macht nicht wirklich Spaß. Da hilft Dir ein Pod aber auch nicht. Die haben auch nicht mehr Bums.

pf

SF-Schiffsbarde

Beiträge: 5 418

Schiffsname: Boundless

Bootstyp: Deltania 27 (Viko 27DS, Navikom Werft PL)

Heimathafen: Lemmer, de Brekken

  • Nachricht senden

10

Montag, 22. Juli 2019, 06:49

Deine Boote in Auswahl haben aufholbare Ruder? Dann Edelstahlwinkel auf den (festen) Rudekopf (in dem sich das Blatt bewegen lässt) und an den Edelstahlwinkel den Pod dran. Behindert die Trailerbarkeit nicht, da Anstranden, wenn gewünscht, nicht, und lenkt automatisch ohne weitere Umstände mit -damit perfekte Manövrierbarkeit.
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


www.sy-boundless.net

11

Montag, 22. Juli 2019, 15:27

Dank für die ersten feedbacks

Hallo allerseits,

besten Dank für die ersten Rückmeldungen! Was Norbert schreibt bzgl. des Rumhantierens mit Sprit für einen herkömmlichen AB, hätte ich nicht besser formulieren können: genau das ist es, was ich eigentlich vermeiden möchte. Und es geht ja noch weiter - den Benziner muss man ja regelmäßig auch warten (lassen) und da ich absolut kein "Schrauber" bin, stößt mich das ab. Aber alles hat natürlich auch seine (pekuniären) Grenzen.
Mich würde von Norbert noch interessieren, inwieweit der pod-Motor beim Trailern stört. Abgesehen davon, dass wir das in den ersten Jahren wahrscheinlich (noch) gar nicht machen werden. Wenn das wirklich ein Thema ist, dann käme ja wiederum - um beim gleichen Hersteller zu bleiben - der NAVY 3.0 als Elektro AB infrage.
Richtig ist natürlich, das ganze mal zu testen. Das werden wir in absehbarer Zeit mit dem Spirit 1.0 (= AB-Variante) auch mal tun.
Der Hinweis von Helmut zu FMT hat mich dorthin geführt (FMT sagte mir bis dato nichts). Auf der Homepage steht aber nichts zu den Preisen - wie sehen die denn aus im Vergleich zu ePropulsion?

Bin gespannt, ob es noch mehr Feedback gibt, wenn alle wieder aus den Sommerfreien zurück sind ...
Herzliche Grüße allseits!

pf

SF-Schiffsbarde

Beiträge: 5 418

Schiffsname: Boundless

Bootstyp: Deltania 27 (Viko 27DS, Navikom Werft PL)

Heimathafen: Lemmer, de Brekken

  • Nachricht senden

12

Montag, 22. Juli 2019, 15:41

Der Pod wird ja klassischerweise unter dem Rumpf montiert, ist daher beim Slippen abrißgefährdet :D

Ich gehe davon aus, dass das gemeint war. Daher auch mein Vorschlag mit seitlich am Ruderkopf, was den weiteren Vorteil hat, dass Du eine perfekte Manövrierbarkeit erhältst. Daher war ja letztes Jahr ich mein von Hanse ein Modell mit EMotor in das Ruderblatt integriert vorgestellt worden. Das ist dasselbe, aber strömungsgünstiger.
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


www.sy-boundless.net

Beiträge: 728

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

13

Mittwoch, 24. Juli 2019, 01:33

Mich würde von Norbert noch interessieren, inwieweit der pod-Motor beim Trailern stört. Abgesehen davon, dass wir das in den ersten Jahren wahrscheinlich (noch) gar nicht machen werden.


Meine Dehlya 22 ist z.B. ein trailerbares Boot. Es liegt auf einem Trailerschlitten der auf dem Anhänger steht und über Schienen ins Wasser gefahren werden kann. Der Trailerschlitten hat eine Wanne in der das Boot liegt. Sie dient gleichzeitig beim Ausslippen als Begrenzung und Zentrierung. Damit das funktioniert muss der Rumpf unter dem Boot frei sein von Vorsprüngen und Hindernissen. Bei mir lässt sich der Kiel vollständig in die Kajüte einfahren, so dass unten nichts mehr rausguckt. Der Pod könnte dabei stören. Es könnte aber durchaus noch funktionieren. Es hängt aber vom Trailer ab.

Alternativ muss Du ja nicht selbst trailern und kannst auch kranen lassen. Dann stört der Pod nicht, da das Boot immer nach oben aus dem Anhänger herausgehoben wird.

Die Wartung eines Benziner-ABs ist kein großer Aufwand. Die meisten Marinas bieten das als Service an. Da hängst Du zu Saisonende den AB ab und übergibst ihn dem Marinaservice. Der kümmern sich dann um alles Weitere (Lagerung, Wartung, Ölwechsel, Zündkerzen etc). Das kostet dann ca. 100...150 Euro je nach Aufwand, wenn man es machen lässt. Da musst Du Dich dann um nichts mehr kümmern. Zu Saisonbeginn muss dann nur noch der AB wieder dran und los gehts.

Die E-AB-Variante scheint ein guter Kompromiss zwischen Aufwand und Ertrag zu sein. Zu mindest hast Du die Wahl für verschiedene Alternativen. Falls der avísierte E-AB zu schlapp sein sollte, kannst Du ihn immer noch gegen einen größeren tauschen oder auch auf einen stärkeren Benziner-AB wechseln.

Norbert

88markus88

Salzbuckel

Beiträge: 3 368

Wohnort: Frankfurt

Schiffsname: Aquileia

Bootstyp: Sailart 24

Heimathafen: Edersee

  • Nachricht senden

14

Mittwoch, 24. Juli 2019, 06:54

@leisuresail: Zum Vergleich: Ich habe auf dem Edersee eine Sailart 24 mit ca. 1700 kg realem Gewicht. Mein Motor ist ein Torqeedo Travel 1003 Langschaft mit Pinne, der für dies Boot vollkommen ausreicht. Bei Vollgas komme ich auf ca. 4 Knoten (GPS gestoppt), mit 200 Watt auf ca. 2,5 Knoten und habe eine Reichweite von ca. 15-20 km. Das reicht für Hafenmanöver unter allen Bedingungen, und bei Flaute um von jedem Punkt unseres Sees zurückzukommen (ca. 20 km). Ich habe einen der ersten Motoren - bislang ohne Ausfälle und ohne teure Probleme, haltbar ist er also auch.

Mein Fazit: Ein Elektro-Aussenborder reicht im Binnenrevier für ein Boot von 24 Fuss locker. Wenn es ein 26er sein soll, eben mit 2 statt mit 1 KW. Der Aufwand und die Kosten sind deutlich geringer als bei einem Pod, und den Hauptvorteil - kein Austauchen der Schraube bei Welle - nutzt du binnen nicht, da keine Welle.

Auf der Müritz sollten die Verhältnisse ähnlich sein. Ich würde an deiner Stelle keinen teuren Podantrieb nehmen, sondern einen 1-2 KW E-Aussenborder. Ich finde den Torqeedo gut und würde ihn wieder nehmen, aber ePropulsion oder Aquamot sind sicher auch ok.

Beiträge: 728

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

15

Mittwoch, 24. Juli 2019, 16:20

Wie in Artikel der Yacht zum Refit der Dehlya 25 zu lesen war, muss beim Pod ein speziell an die Bootsform angepasster Adapter erstellt werden, damit der Pod gegenüber dem Rumpf sauber abdichtet. Der ganze Aufwand kann vermutlich nicht von Dir selbst gelöst werden und Du musst das in einer geeigneten Werft machen lassen. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe lag der Aufwand bei ca. 6...8T€ für die gesamte Anlage. Für wesentlich weniger Geld bekommt man andere Antriebskonzepte die nahezu gleichwertig sind und ihren Zweck erfüllen. Beim E-AB kannst Du zwischen unterschiedlich starken Varianten wählen und den Einbau dann selbst vornehmen.

Teste einfach mal und entscheide Dich dann.

Norbert

pf

SF-Schiffsbarde

Beiträge: 5 418

Schiffsname: Boundless

Bootstyp: Deltania 27 (Viko 27DS, Navikom Werft PL)

Heimathafen: Lemmer, de Brekken

  • Nachricht senden

16

Mittwoch, 24. Juli 2019, 16:54

Ich weiß, ich bin lästig. Aber ein Edelstahlwinkel an die Ruderkopfseite geschraubt oder geschweißt ist für kleines Geld zu haben und für den Pod dann keine Anpassung am Rumpf erforderlich, zudem beste Manövrierbarkeit ohne jede Zusatztechnik. Besser geht nicht!

Pod hat erhebliche Vorteile bei Leistung und Stromquellenunterbringung. Da im Boot selbst kann eine viel größere Strommenge zudem noch günstiger positioniert untergebracht werden, die Reichweite also deutlich verbessert. AB ist gut zum Mitnehmen oder verstauen. Pod ist wie Einbaumotor und auch optisch nicht zu sehen.

Wenn finanziell möglich, würde ich immer auf den POD zurück greifen.
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


www.sy-boundless.net

Beiträge: 728

Wohnort: Düsseldorf

Schiffsname: Cumulus

Bootstyp: Dehlya 22

Heimathafen: Lemmer (NL)

  • Nachricht senden

17

Mittwoch, 24. Juli 2019, 17:53

Aber ein Edelstahlwinkel an die Ruderkopfseite geschraubt oder geschweißt


Diese Versuche gab es auch bei größeren Booten, um die Manövrierbarkeit zu verbessern. Ganz so einfach ist das aber auch nicht, da die Kabel irgendwie entlang der Ruderachse verlegt werden müssen. Innenliegend wäre die beste Option. Mal eben nachrüsten wird aber schwierig werden und läuft darauf hinaus, dass man das selbst machen muss inklusive aller Elektroarbeiten. Da sollte man sich schon mit auskennen. Eine Werft wird sich solche Frickelei kaum antun wollen.

Norbert

88markus88

Salzbuckel

Beiträge: 3 368

Wohnort: Frankfurt

Schiffsname: Aquileia

Bootstyp: Sailart 24

Heimathafen: Edersee

  • Nachricht senden

18

Mittwoch, 24. Juli 2019, 22:06

Aber ein Edelstahlwinkel an die Ruderkopfseite geschraubt oder geschweißt


Diese Versuche gab es auch bei größeren Booten, um die Manövrierbarkeit zu verbessern. Ganz so einfach ist das aber auch nicht, da die Kabel irgendwie entlang der Ruderachse verlegt werden müssen. Innenliegend wäre die beste Option. Mal eben nachrüsten wird aber schwierig werden und läuft darauf hinaus, dass man das selbst machen muss inklusive aller Elektroarbeiten. Da sollte man sich schon mit auskennen. Eine Werft wird sich solche Frickelei kaum antun wollen.

Norbert

Soweit ich mich erinnere gab es das mal als Option bei einer Hanse 315 mit einem 4 KW Torqeedo, mit Kabel durch die Ruderachse. Davon habe ich aber seit der Vorstellung in der Yacht nichts mehr gehört.

Beiträge: 908

Wohnort: Zeuthen

Schiffsname: Celia

Bootstyp: Hunter 23

Heimathafen: Zeuthen

  • Nachricht senden

19

Donnerstag, 25. Juli 2019, 08:54

E-Antrieb binnen ist klasse. Auf einem Binnensee braucht man auch keine riesige Akkukapazität. Für eine Maxus24 reicht auch der 2KW Torqeedo. An einem Schwertboot macht der Pod keinen Sinn, gerade im Brandenburger Revier benötigst Du die Möglichkeit bis ans Ufer zu fahren. Bei einem Kielboot ist das anders. Also lokal den E-Antrieb verwenden und für längere Strecken kommt ein Verbrenner ans Heck. Ist auch die preiswertere Lösung.
Gruß, Jörg!

20

Donnerstag, 25. Juli 2019, 12:49

Um das Anhängsel Pod zu vermeiden, aber trotzdem einen gut ansteuerbaren E-Aussenborder zu haben, könnte man evtl. auch die in diesem Video für den e-propulsion Spirit 1.0 vorgestellte Lösung verwenden:
https://m.youtube.com/watch?v=C9wKoLFxnrw

Der Hersteller ist Lehmann in Grömitz http://www.yachtpflege-lehmann.de/Startseite/
... vielleicht bauen die einem ja auch eine Lösung für den Navy 3kW oder 10kW, wenn man mehr Power braucht.

Der Gasgriff in einer schönen Holzpinne ist schon eine geile Idee! 8o

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 584   Hits gestern: 1 903   Hits Tagesrekord: 6 218   Hits gesamt: 4 752 163   Hits pro Tag: 2 342,1 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 3 551   Klicks gestern: 11 338   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 37 652 258   Klicks pro Tag: 18 556,92 

Kontrollzentrum