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1

Montag, 19. August 2019, 18:20

Radarantenne am Achterstag - Erfahrungen gesucht

Es gibt von Scanstrut (ich glaube von anderen Herstellern auch) gedämpft bewegliche Halterungen für Radarantennen am Achterstag. Aus Platzgründen liebäugle ich mit so einer Lösung, habe aber noch einige Fragen, bzw. suche ein paar Erfahrungswerte.

Auf den Bildern von Scanstrut sind immer Installationen zu sehen bei denen das Achterstag einfach in der Mitte des Hecks angebracht ist. Bei meinem Boot habe ich ein geteiltes Achterstag. Kann man die Halterungen auch dort anbringen? Eigentlich müsste die Kardanik ja auch diese quasi doppelte Schräge problemlos ausgleichen, oder?

Ein andere Frage beschäftigt sich mit der Stabilität der ganzen Angelegenheit. Das Achterstag ist ja nicht stramm durchgesetzt, das kann man ja recht einfach in Schwingungen versetzen. Macht dieses "Schlabbern" dem Radargerät nichts aus? Oder gleicht das die Dämpfung in der Halterung aus?

Ich weiß, diese Halterungen sind recht selten. Aber vielleicht kennt sich jemand hier im Forum doch ein bisschen damit aus und kann ein Worte zu diesen Halterungen sagen?

2

Dienstag, 20. August 2019, 11:26

Eine Kardaniik ist ein Vorteil, wenn man sehr viel Lage schiebt. Wenn der Achterstag in harte Schwingungen versetzt wird, wäre das sicherlich schlecht. Ich vergleiche die Einbausituation mal mit Schiffen, wo ich mich für auskunftsfähiger halte. Ein mittlerer Dampfer rollt im Sturm ohne weiteres 20° zu jeder Seite. Ob das Radarbild in den Situationen schon schlechter wird, sieht man nicht ohne weiteres, denn es zeigt ohnehin fast nur Wellen. Lange bevor das Radarbild unbrauchbar schlecht wird, muss man an die Stabilität denken und gegenanhalten. Kleine Schiffe, die mit starrer Schraube und wechselnden Drehzahlen fahren oder z.B. Fähren mit Votih-Schneider produzieren durch Resonanzen vorübergehend Vibrationen, die einem die Zähne klappern lassen. Auch da verschwindet das Radarbild nicht.
Skeptisch wäre ich bei einem 7/8-Rigg, wo der Achterstag zum Trimmen benutzt wird und dadurch eben nicht, wie bei einem 1/1 recht gut durchgesetzt ist. Je stärker der Wind umso böiger wird er und umso mehr Welle hat man, die das Boot stampfen lässt. Das wäre sicher ungut, wenn die Radarantenne dann noch bei jeder Bewegung nachschwingt. Dem steht der gewonnene Platz vor dem Mast gegenüber. Unabhängig davon würde ich andere Alternativen in Betracht ziehen: Bei einem 7/8 oberhalb des Vorstags oder eben auf einem Zusatzmast am Heck. Dem Einwand, dass Radarantennen wie Funkantennen so hoch wie möglich angebracht werden soll, kann man nicht viel entgegnen, aber darauf hinweisen, dass auch Motorboote mit sowas ausgerüstet sind und sowohl Radar als auch Funk dort gut funktionieren. Dass der Mast "im Weg" ist, stimmt zwar, aber so genau wird man nicht steuern können, dass man einen konstanten toten Winkel vor sich hat.
Sonst würde ich die Kardanik hoch bewerten, denn bei konstant 25 oder 30° Lage guckt ein Viertel des Radarbilds nur ins Wasser und das andere nur in die Luft. Wieviel das letztlich ist, hängt vom Erfassungswinkel der Antenne ab. Ein kleines Yachtieradar ist da natürlich in überhaupt ganz und gar nichts mit einem Swiss vergleichbar. Es ist etwa wie ein Bobbycar mit Akkubohrerantrieb gegen einen Bentley, obwohl beide die Bezeichnung 'Automobil' zu recht tragen.

Chris

3

Dienstag, 20. August 2019, 12:25

Ich hatte das Teil von Scanstrut mit Kardanik am geteilen Achterstag. Funktioniert einwandfrei.

Würde ich trotzdem nicht mehr kaufen. Die Scherkräfte im zusammengesteckten Aluprofil sind sehr hoch. Dadurch kommt es an den Übergängen zu Knarzgeräuschen, die nerven. Scanstrut hatte mir Ersatz beschafft, leider mit dem selben Ergebnis.

Qualitativ war das Ganze wirklich sehr gut, auch die Kardanik ist Spitze. Ich würde sofort wieder zu Scanstrut greifen aber als stehenden Radarmast oder zur Halterung am Mast mit Kardanik.

Btw. hatte auch das Deckpod (Drehhalterung für Plotter) von denen. Einwandfrei.
Handbreit - Ralf

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Stella*Nova« (20. August 2019, 12:35)


Abarden

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4

Freitag, 23. August 2019, 13:29

Ja, sehe ich genau so. Nach nunmehr 7+ Jahren mache ich mir langsam Gedanken, ob bei dem einen oder anderen Bauteil die Dauerfestigkeit nachlaesst und eventuell der Radom irgendwann von oben kommt. Bisher aber alles gut. Mich nervt allerdings das rumgewackel. Also falls irgendann Ersatz ansteht, dann der stehende Radarmast.

Gruss

Arne

5

Samstag, 24. August 2019, 10:40

ScanStrut ist ja sozusagen Referenzstandard ...

Aber was mir bei der Achterstag-Lösung immer zu denken gibt, dass man damit ja genau recht voraus einen Radarschatten durch den Mast hat?

6

Samstag, 24. August 2019, 11:30

Zitat

ScanStrut ist ja sozusagen Referenzstandard ...

Aber was mir bei der Achterstag-Lösung immer zu denken gibt, dass man damit ja genau recht voraus einen Radarschatten durch den Mast hat?
Radarschatten war beim Broadband kein Thema. Auch das Vorstag gibt keinen Schatten bei Montage am Mast.
Handbreit - Ralf

7

Montag, 26. August 2019, 13:40

Zitat

ScanStrut ist ja sozusagen Referenzstandard ...

Aber was mir bei der Achterstag-Lösung immer zu denken gibt, dass man damit ja genau recht voraus einen Radarschatten durch den Mast hat?
Radarschatten war beim Broadband kein Thema. Auch das Vorstag gibt keinen Schatten bei Montage am Mast.


bei 5° Radarwinkel und 4m Mastentfernung muss der Mast > 35cm Durchmesser haben, um auf dem Bildschirm zu erscheinen...
ciao

Andreas

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