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Windstärken

Windstärkentabelle

1

Freitag, 23. August 2019, 09:08

Pinnenpilot neu

Hallo,

ich habe mit meinem Boot einen vermutlich sehr alten (steht noch Autohelm drauf und hat so nen wackeligen Stecker ähnlich KFZ-Stecker, 20 Jahre?) Pinnenpiloten übernommen. Ich hab den bisher kaum eingesetzt da zum einen unzuverlässig (liegt aber imo zum großen Teil am Stecker) und bei bisschen Wind überfordert. Macht zum Bsp. auch keine 90°-Wende (fährt dann im Kreis).

Da ich nun aber immer öfter allein unterwegs bin wird er doch immer mal wieder aufgesteckt und es reift die Idee, den durch ein neues Gerät zu ersetzen.

Kernfrage: Können aktuelle Modelle (alt > AH 1000, neu wäre dann RM 1000+) grundsätzlich irgendetwas anders oder prinzipiell besser (mal vom altersmäßigen Verschleiß abgesehen) als die alten (wie gesagt, bin nicht sicher aber gehe von 15-20 Jahren aus, meines wissens wurde Autohelm so Anfang Jahrtausendwende umbenannt).

Ich erwarte sicherlich keine Wunder, einfach nur den Kurs bis sagen wir mal 4 BFT halten und Einhandunterstützung (Wende). Wirklich brauchen tu ich das Gerät sicherlich nicht, geht nur um Bequemlichkeit, sollte dann aber auch nicht nerven und halbwegs zuverlässig sein.

Boot hat 25 Fuß und ist eher sportlich (Express).

Danke schon mal

2

Freitag, 23. August 2019, 09:44

Stumpf 90 Grad wenden tun die - glaube ich - alle nicht. Meiner (Navico TP300CX) bekommt via NMEA0183 den Windwinkel und kann dann per Tastendruck wenden und den gleichen Windwinkel auf dem anderen Bug steuern. Ansonsten sollten Raymarine ST 1000+ und Simrad TP22 in der Lage sein, Deinen Anforderungen (Einhand, bis 4 Bft) zu genügen. Und sicherlich machen die das besser als der alte Autohelm. Grundvoraussetzung ist immer ein gut getrimmtes Boot, das halbwegs neutral auf dem Ruder liegt. Außerdem sollte moderate Welle sein.
Ich habe auf 33 Fuss und ca. 3,9 Tonnen bisher Navico TP300CX, Simrad TP32 und Raymarine ST 2000+ ausprobiert. Nehmen tun die sich alle nix, subjektive gefallen mir die nahezu baugleichen Navico und Simrad besser als der Raymarine (lauter, nervöser). Um auf den Kern Deiner Frage zurückzukommen: Die derzeit aktuellen Pinnenpiloten haben sich quasi über 20 Jahre nicht verändert - Inwieweit die besser als Dein Autohelm sind, wage ich nicht zu beurteilen.

Yellow Boat

Salzbuckel

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3

Freitag, 23. August 2019, 09:57

Und nimm die Simrad , die sind besser Wasserbeständig als die von Raymarine da bei den Simrads die Elektronik in einem separaten wasserdichen Behälter innerhalb des gehäuse untergebracht ist. Seihe Bilder. ( werde die gleich beifügen)
Und auf 33 fuss und 4 Tonen unbedingt die Simrad TP32 nehmen. Die ist zwar teurer aber viel kräftiger und haben einen viel besseren Antriebstechnik .
Noch viel besser aber auch doppelt so teuer wáre die Evo von Raymarine o.Ä.
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  • Raymarine.jpg (239,3 kB - 25 mal heruntergeladen - zuletzt: 24. August 2019, 22:58)
  • Simrad.jpg (394,56 kB - 26 mal heruntergeladen - zuletzt: 24. August 2019, 22:58)

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4

Freitag, 23. August 2019, 10:19

Ich hatte anfängliche einen Simrad TP22 und war eigentlich recht zufrieden, bis das Antriebsrad mit den Hall-Sensoren gebrochen ist und es keine Ersatzteile gab. Bin dann durch ein günstiges Angebot zu einem Raymarine ST1000Plus gekommen und finde den ehrlich gesagt besser. Durch das Display lässt der sich sehr einfach kalibrieren, durch das graue Gehäuse heizt er sich nicht so stark auf wie der schwarze Simrad und er ist auch (gefühlt) wesentlich leiser.

90° Wende können beide ohne Probleme.

LG
Kuddel

p.s. Bei achterlichen Kursen eiern beide rum, da muss man mit den Einstellungen spielen und auch am Wind hängt das Kursverhalten sehr von der korrekten Kalibrierung ab. Daher würde ich den Raymarine empfehlen - finde das Prozedere dort wesentlich einfacher.
Fragt Fritzchen seinen Vater: „Papa,
ist der Stille Ozean den ganzen Tag still?“
:ueberlegen: darauf der Vater: :kopfkratz: „Kannst du mich nichts besseres fragen?“ Sohn: „Ok, woran ist dann das Tote Meer eigentlich gestorben?“ ?(


Kalkgrund

Seebär

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5

Freitag, 23. August 2019, 10:56

Stumpf 90 Grad wenden tun die - glaube ich - alle nicht. Meiner (Navico TP300CX) bekommt via NMEA0183 den Windwinkel und kann dann per Tastendruck wenden und den gleichen Windwinkel auf dem anderen Bug steuern.


Moin,

90° Wende:
zumindest die Raymarine Autopiloten können das, unabhängig vom Wind(einfallswinkel).
Tasten + und - gleichzeitig drücken, und sie ändern den Kurs um 90°.
Die Funktion ist auch bei den Einbaupiloten gegeben.

Jörg

6

Freitag, 23. August 2019, 13:18

Für eine längerfristige Investition und hochwertigere Version eines Pinnenpiloten verweise ich mal wieder auf den https://pelagicautopilot.com/.
Ist allerdings auch etwas teurer.
Aber deutlich preiswerter als der RM EVO 100.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »segelmichel22« (23. August 2019, 14:45) aus folgendem Grund: Edit: Nachtrag


txg

Salzbuckel

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7

Freitag, 23. August 2019, 13:29

Für ein paar Stunden im Jahr sind diese Pinnenpiloten ausreichend, für längere Strecken nicht.

Die Konstruktion ist (sowohl bei Simrad als auch bei Raymarine) einfach absoluter Murks, nicht nur wegen der größtenteils verwendeten Plastikgetriebe sondern auch wegen der verbauten Standard-Bürstenmotoren für 1,99€.
Die gehören in einen Billig-Akkuschrauber, aber nicht in einen 500€-Pinnenpiloten der bitteschön länger als ~100h funktionieren sollte. Wenn die Kiste sich nicht schon vorher wegen der fehlenden Endlagenschalter zerlegt.

8

Freitag, 23. August 2019, 13:34

Neuer Pinnenpilot

Schaue Dir mal den RM EVO 100 an.
Ich habe auch einen AH 1000+ der allerdings bestens funktioniert, leider ist er für mein Schiff in der Reaktion zu langsam und steig des öfters einfach mal aus. Unter Maschinenantrieb gibt es nichts zu meckern.
Im kommenden Winter werde ich ihn in Pension schicken und auf den EVO 100 umsteigen. :D

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9

Freitag, 23. August 2019, 15:31

Habe seit 10 Jahren den Simrad TP-32 bei 28 Fuß (Etap28i) um auch etwas Reserven zu haben.
Bin auch oft Einhand unterwegs.
Der macht auf Tastendruck eine 100° Wende und ist sehr zuverlässig und leise.
Das Kielwasser ist immer wie mit dem Lineal gezogen.

Bis jetzt hat er wohl >7000sm ohne Probleme geschafft. Falls er den Geist mal aufgibt, wird es wieder der TP-32.

Grüße Marian

P.S: Einen alten Autohelm habe ich als Reserve in der Backskiste.

10

Freitag, 23. August 2019, 15:39

Habe seit 10 Jahren den Simrad TP-32 bei 28 Fuß (Etap28i) um auch etwas Reserven zu haben.
Bin auch oft Einhand unterwegs.
Der macht auf Tastendruck eine 100° Wende und ist sehr zuverlässig und leise.
Das Kielwasser ist immer wie mit dem Lineal gezogen.

Bis jetzt hat er wohl >7000sm ohne Probleme geschafft. Falls er den Geist mal aufgibt, wird es wieder der TP-32.

Grüße Marian

P.S: Einen alten Autohelm habe ich als Reserve in der Backskiste.

Möchte auch noch mal eine Lanze für den Simrad TP32 brechen. Rocksolid und wirklich ein verläßlicher Steuermann.

Ente 24

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11

Freitag, 23. August 2019, 15:49

Von den Eigenschaften her entspricht der Pelagic dem EVO 100, mit besserer Mechanik. Die Steuerimpulse sind so minimal,dagegen sind die 1000 + Grobmechaniker mit entsprechendem Stromverbrauch. Im Vergleich mit dem EVO 100 ist Pelagic günstig, einschließlich Einfuhrabgaben.
Hinter dem Horizont geht's weiter

StefanL

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12

Freitag, 23. August 2019, 18:39

Für's Protokoll: Der Wendewinkel vom ST1000+ ist 100°.
:professor:
--
Stefan

Kokopelli

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13

Freitag, 23. August 2019, 19:00

Meine Erfahrung mit RM 1000 als auch TP 32: Fürs Motoren bei relativ glatter See ok, aber beim Segeln sind die Reaktionszeiten viiiel zu langsam, egal auf welchen Kursen. Ich hab da ziemlich schnell wieder selbst übernommen. Und @Abyss: hat recht, der Wendewinkel ist nicht 90°, sondern 100°; das steht aber auch in deren Beschreibung.
Denken ist wie googeln - nur krasser!

Abyss

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14

Freitag, 23. August 2019, 21:08

Die Reaktionszeiten sind stark von der Höhe zum Wind abhängig...hoch am Wind und böiger Wind ist bei >4Bft schwierig. Halber oder raumer Wind gar kein Problem. Vor dem Wind bei >4Bft auch eher schwierig. Seegang...die Wellentäler surfen...ist direkt per Hand was anderes. Ist auch von der Rumpfforn abhängig. Moderene Risse, wie auch meine Etap28i sind empfindlicher, als ein Langkieler...

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