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Windstärken

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1

Mittwoch, 11. September 2019, 09:32

Windmessung

Hallo

habe mir einen Handwindmesser gekauft in der Hoffnung, dass man damit mittels ein paar einfacher merkfähiger Korrekturfaktoren den wahren Wind rausbekommen kann, wenn man nicht auf allzu große Genauigkeit aus ist. OK, hab nicht nachgedacht. Durch die vielen Variablen ist das (für mich) ohne Hilfsmittel nicht möglich (im Kopf kalkulieren: scheinbarer Wind > wahrer Wind). Habe also nach einer App gesucht (Umrechnung scheinbarer in wahrer Wind) und extrem überrascht festgestellt > gibt´s scheinbar nicht. (für PC-Anwendung findet man das). Vermutlich gibts das schon (evtl. in irgendeine App mit anderer Hauptanwendung?), aber ich habs nicht gefunden. Hat jemand einen Tipp für mich?

Ja. ich weiß, ist ne sinnlose Spielerei (daher auch die Billiglösung), aber spielen macht halt auch Spaß. Ist mehr ´son Ding (Dauerthema für wenig ernsthafte Diskussionen, zwischen einem wesentlichen Teil meiner Crew und mir.

Vllt. kann ein kleiner fiktiver Dialog zum Verständnis beitragen:
"wieviel Wind haben wir grad?"
"weiß nicht, schätz mal 3 Bft"
"ne, mindestens 4"
"Hm"
.....
"warum sind wir so langsam?"
"wieso, 5,5 ist doch gut bei dem Wind"
"letztens von Breege runter waren wir aber viel schneller"
"da war mehr Wind"
"ne, Norbert hat gesagt war ne gute 4"
"aber wir haben jetzt nur ne 3"
"nie im Leben, mindestens 4"
"Hm"
.....
"nimm mal die Pinne, ich will mal was versuchen"
(halbe Stunde Strippengeziehe, wir werden langsamer)
"geht nich schneller bei dem Wind, M...."
(wütender Blick)
.....

Wer unbedingt möchte, kann sich da gern drüber aufregen oder lustig machen, am liebsten in Verbindung mit einem Link zu der angefragten App..

Danke schon mal

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »krkl« (11. September 2019, 10:12)


Homberger

Admiral

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2

Mittwoch, 11. September 2019, 10:05

Hallo,

die Umrechnung ist nicht schwer. Die habe ich auch in meinem NMEA2000 zu NMEA0183 programmiert:

AWD=WindAngle*radToDeg + Heading*radToDeg;
if (AWD>360) AWD=AWD-360;
if (AWD<0) AWD=AWD+360;

x = WindSpeed * cos(WindAngle);
y = WindSpeed * sin(WindAngle);

TWA = atan2(y, -SOG + x);
TWS = sqrt(( y*y) + ((-SOG+x)*(-SOG+x)));

TWA = TWA * radToDeg +360;

if (TWA>360) TWA=TWA-360;
if (TWA<0) TWA=TWA+360;

https://github.com/AK-Homberger/NMEA2000…aToNMEA0183.cpp


Es gibt im Internet viele Beschreibungen dazu. Auch auf den OpenCPN Seiten: https://opencpn.org/wiki/dokuwiki/doku.p…:nmea_converter


Viele Grüße
Andreas
------------
Seatalk Autopilot Fernbedienung und NMEA2000 WiFi Gateway auf GitHub (Link)

3

Mittwoch, 11. September 2019, 10:29

ja, wie man umrechnet hab ich gefunden. Ist aber doch bisschen aufwändiger, dies jedes mal mit Taschenrechner zu machen, zumal die Formel unmöglich im Kopf zu behalten ist. Das würd ich mir für den Zweck dann doch nicht aufbürden wollen. Hatte auf was einfaches wie z.B. hier https://www.rechner.club/wind/wahrer-wind-berechnen , nur halt fürs Handy, gehofft.

logrethino

Leichtmatrose

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Schiffsname: Medusa

Bootstyp: Jeanneau Sunshine 38

Rufzeichen: DA6489

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4

Mittwoch, 11. September 2019, 13:25

ja, wie man umrechnet hab ich gefunden. Ist aber doch bisschen aufwändiger, dies jedes mal mit Taschenrechner zu machen, zumal die Formel unmöglich im Kopf zu behalten ist. Das würd ich mir für den Zweck dann doch nicht aufbürden wollen. Hatte auf was einfaches wie z.B. hier https://www.rechner.club/wind/wahrer-wind-berechnen , nur halt fürs Handy, gehofft.
Die Seite welche du verlinkt hast ist responsive, die kannst du also auch optimal auf dem Handy nutzen. Einfach einen ShortCut auf dem Homescreen des Handies anlegen und per drauftabschen bist du direkt da.

Beiträge: 82

Wohnort: Berlin

Schiffsname: demnächst: "THEA"

Bootstyp: GFK-Kajütboot (Hai 590)

Heimathafen: Berlin Spandau /Johannisstift

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6

Mittwoch, 11. September 2019, 14:20

Windmessung - keine app

Hallo,
Boot zum Stillstand bringen (Aufschießer), Wind 10 Min. messen, Durchschnittswert bilden. Beim Weitersegeln beachten, daß der Wind weiterhin so konstant weht. Bootsgeschwindigkeit messen.
Mit Hilfe eines einfachen Diagramms kann man auch den wirklichen (wahren) Wind während der Fahrt ermitteln. Benötigt werden Fahrt- und Segelwindgeschwindigkeit und Fahrtrichtung.

Datimasare

Proviantmeister

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Wohnort: Oldenburg

Schiffsname: Anra

Bootstyp: dufour 310 GL

Heimathafen: Wilhelmshaven

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7

Mittwoch, 11. September 2019, 14:31

Und was bringt das alles?
Ich sitze lieber am Ruder und genieße das Segeln und solange es vorwärts geht ist alles schön.
Kommt doch die Frage auf, sofort mit der Gegenfrage kommen: Wer bringt dem Rudergänger was zu essen, am liebsten Bratkartoffel.
Alle beschäftigt und die Ruhe weiter genießen.

Gruß Rainer

F28

Salzbuckel

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Schiffsname: Rike

Heimathafen: Colijnsplaat

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8

Mittwoch, 11. September 2019, 14:38

Und was bringt das alles?

Ist beim Aufkreuzen in engen Gewässern manchmal sehr hilfreich, um den optimalen Punkt für die nächste Wende zu finden.
Orientiert man sich dabei am scheinbaren Wind, staunt man nach der Wende dann, dass der geplante Anlieger doch überhaupt nicht hinhaut.
Gruß
F28

9

Mittwoch, 11. September 2019, 14:39

Und was bringt das alles?

Ist beim Aufkreuzen in engen Gewässern manchmal sehr hilfreich, um den optimalen Punkt für die nächste Wende zu finden.
Orientiert man sich dabei am scheinbaren Wind, staunt man nach der Wende dann, dass der geplante Anlieger doch überhaupt nicht hinhaut.
Das machst Du dann aber nicht mit der online App oder dem 10 minütigen Beilegemanöver :-)

10

Mittwoch, 11. September 2019, 14:48

Moin,

also ich mach das so:
Bei achterlichem Wind gemessenen Wind plus Geschwindigkeit, bei Wind von vorn gemessener Wind minus Geschwindigkeit. Bei Wind von der Seite halbe Geschwindigkeit abziehen.
Ist so hinreichend genau. Wer es genauer haben will muss entweder rechnen oder anhalten...
Gruß Jürgen

F28

Salzbuckel

Beiträge: 2 950

Schiffsname: Rike

Heimathafen: Colijnsplaat

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11

Mittwoch, 11. September 2019, 14:50

Das machst Du dann aber nicht mit der online App oder dem 10 minütigen Beilegemanöver :-)

ähm ... nein.
Ich gucke auf den gelben Pfeil auf meinem Plotterbildschirm. Und irgendwas im Bauch unseres Bootes sorgt dafür, dass dieser Pfeil die wahre Windrichtung (und -Geschwindigkeit) anzeigt.
Muss ich mich jetzt schämen?
Gruß
F28

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12

Mittwoch, 11. September 2019, 18:49

...am liebsten in Verbindung mit einem Link zu der angefragten App.


Wie @Homberger: schon geschrieben hat, ist die Berechnung nicht das Ding. Das es so eine App noch nicht gibt liegt sicherlich daran, dass sie nicht praktisch wäre. Man muss ja jedes Mal die 2 Werte scheinbare Windrichtung und Windspeed eintragen, um ein Ergebnis zu bekommen. Mit einer App im Handy hättest Du den wahren Kurs und Speed über Grund und könntest dann den wahren Wind damit berechnen.

Wenn Du ein schönes Winterprojekt suchst, dann programmiere Dir doch selber die App. Mit MIT App Inventor kann man das leicht selber machen. Da muss man kein Programmierprofi sein. Selbst Kinder können das.

Norbert

13

Mittwoch, 11. September 2019, 20:02

es gibt für Android die App "Wind Calculator"von DBG Nautical (kostenlos)
manchmal nutze ich die, vielleicht ist das ja was.

Krusefix

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Bootstyp: Dehler 35 SV

Heimathafen: Fahrensodde

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MMSI: 211683610

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14

Mittwoch, 11. September 2019, 20:14

einen Handwindmesser gekauft

Hier lauert das nächste Problem. Der Handwindmesser misst den scheinbaren Wind an der Stelle, an der er in den Wind gehalten wird, und das ist weder in 10 m Höhe (Standardwert für Windmessungen) noch repräsentativ für das Segel. Der Messwert ist aufgrund diverser Fehlerquellen wenig aussagekräftig.
Der Windmesser gehört auf den Masttop, und die Bordelektronik rechnet daraus TWS und TWA aus (soweit SOG bekannt ist, was aber im GPS-Zeitalter kein Problem sein sollte).

15

Mittwoch, 11. September 2019, 20:37

Und was bringt das alles?
Bitte stelle nicht solche bewusst provozierenden Fragen. :D
Ich habe beim Segeln schon vieles vermisst, z. B. ein kaltes Jever, aber keine Berechnung des wahren Windes. Etwas Erfahrung vorausgesetzt, kann man vor dem Ablegen an den Wellen die Windstärke abschätzen. Wenn die Flaggen im Hafen knattern, der Wind in den Wanten pfeift, wird gerefft. Wenn sich die Lady dauernd auf die Seite legt, sollte man mal überlegen. Wenn die Relingsfüße und das Laufdeck durch Seewasser laufend gereinigt werden, wäre ein Reff nicht ganz unangebracht. Was interessiert mich die scheinbare Windstärke Bordwindstärke oder die des wahren Windes?
Mache die Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher.

Brynja

Salzbuckel

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Schiffsname: Brynja

Bootstyp: Etap 32s

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16

Mittwoch, 11. September 2019, 20:51

App: wind calculator.

Man kann sich zwar kaum noch mir anderen Seglern austauschen, aber wir finden die Beaufort-Werte immer noch am sinnlichsten wahrnehmbar und vorstellbar. Dass es in Böen mal zwei Stärken mehr sein können ist normal. Spitzenwerte, die man auf seinem Display wahrgenommen hat, werden gerne als "heute hatten wir xx kn" verallgemeinert. Schön fürs apres-Segeln an der Theke oder im Netz.
Gruß, Frank


BLogbuch: https://sybrynja.wordpress.com/

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Brynja« (11. September 2019, 21:44)


Datimasare

Proviantmeister

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17

Mittwoch, 11. September 2019, 21:05

Ich habe beim Segeln schon vieles vermisst, z. B. ein kaltes Jever, aber keine Berechnung des wahren Windes. Etwas Erfahrung vorausgesetzt, kann man vor dem Ablegen an den Wellen die Windstärke abschätzen. Wenn die Flaggen im Hafen knattern, der Wind in den Wanten pfeift, wird gerefft. Wenn sich die Lady dauernd auf die Seite legt, sollte man mal überlegen. Wenn die Relingsfüße und das Laufdeck durch Seewasser laufend gereinigt werden, wäre ein Reff nicht ganz unangebracht. Was interessiert mich die scheinbare Windstärke Bordwindstärke oder die des wahren Windes?

so sehe ich es auch. Unterwegs einen Blick in die Segel, etwas an den Leinen fummeln und alles ist gut. Warum die Zeit verschwenden mit ständigen Blick auf irgendwelche Anzeigen. Sehe mir lieber Wolken und Wellen an. Dazu muss man ja auf die schnellen Tonnen sehen. Nicht das die einen rammen. Die wollen immer Vorfahrt haben.

18

Mittwoch, 11. September 2019, 21:47

@logrethino, vielen dank, wieder was dazugelernt

@krusefix und Brynja, besonderen Dank, genau das hab ich gesucht, perfekt, wusst ichs doch, gibt eben doch nix was es nicht gibt^^

19

Mittwoch, 11. September 2019, 22:15

einen Handwindmesser gekauft

Hier lauert das nächste Problem. Der Handwindmesser misst den scheinbaren Wind an der Stelle, an der er in den Wind gehalten wird, und das ist weder in 10 m Höhe (Standardwert für Windmessungen) noch repräsentativ für das Segel. Der Messwert ist aufgrund diverser Fehlerquellen wenig aussagekräftig.
Der Windmesser gehört auf den Masttop, und die Bordelektronik rechnet daraus TWS und TWA aus (soweit SOG bekannt ist, was aber im GPS-Zeitalter kein Problem sein sollte).

Völlig richtig. Eine Messung auf Deckshohe ist massiv verfälscht aufgrund der Bodenreibung, die auch auf dem Wasser besteht. Ich habe den Fehler von Masttop (bei uns 16 m) und dem normierten Wert bei 10 m berechnet, er ist grob 8 % weil nicht-linear). Zum Boden wird das unbrauchbar.

Dabei ist eine korrekte Messung wirklich hilfreich. Wir haben nach Einbau einer Windmessanlage erst gemerkt, wie oft wir uns aufgrund des Wellenbildes und anderer Eindrücke haben täuschen lassen. Mit einem realen Wert (TWA, TWS) hat man ein besseres Verständnis und deutlich mehr Sicherheit, bei welcher Windstärke man sich selbst sicher fühlt. Das kann so ein Teil über Deck nicht liefern.
Gruß

20

Mittwoch, 11. September 2019, 22:19

Ich dachte ja auch zu Anfang, ich mag das genau wissen (bzw. brauche es). Das ist mittlerweile weit nach hinten gerutscht auf der Wunschliste. Deennn:

Viel witziger von der Überfahrt zu reden bei Böhen bis 30 und 3m Welle (wahrscheinlich max. 25 und 2m) und überhaupt.

Ich hab mittlerweile auch gelernt... Reffen zeigt Dir dein Boot an, ungefähre Abschätzung des Windes nach Welle und wie das Haupthaar im Wind flattert.

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