Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

noopd

Lichtmaschinenerklärbär

  • »noopd« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 664

Wohnort: Krefeld

Schiffsname: Last Boy Scout

Bootstyp: Dehler Optima 106

Heimathafen: Workum

Rufzeichen: DG8965

MMSI: 21179450

  • Nachricht senden

1

Freitag, 8. November 2019, 13:01

Segel wechseln oder reffen?

Hallo Forum,

welche Variante führt Eurer Meinung nach zu einem besseren Ergebnis bei zunehmenden Wind?
Bindefett in Genua oder auf Fock wechseln, wenn in beiden Fällen die gleiche qm Fläche erreicht wird.

Handbreit
Wenn Du wissen willst, wer dich beherrscht, musst Du nur herausfinden, wen Du nicht kritisieren darfst (Voltaire).

2

Freitag, 8. November 2019, 13:33

Moin,

die Frage isrt zu allgemein gestellt, weil nicht nur die Fläche, sondern auch Profil und Tuch eine Rolle spielen.
Eine große Genua mit leichtem Tuch wird man kaum reffen wollen.
Ich gehe daher davon aus, dass eine reffbare Fock bereits eine kleine Arbeitsfock mit schwerem Tuch ist.
Für die ist ein Reff durchaus geeignet.
Eine echte Sturmfock verfügt zudem über ein hochgezogenes Unterliek, das massivem überkommenden Wasser keinen Widerstand entgegensetzt.
Diesen Effekt eine eine übliche reffbare Fock nicht.
Auf unseren typischen Küstentörns kommen relevante Situationen aber kaum vor, so dass man diesen Aspekt vermutlich vernachlässigen könnte.

Eine reffbare Arbeitsfock hätte daher Kosten- und Handlingsvorteile; sie kann eine zusätzliche Sturmfock einsparen und vermeidet einen Segelwechsel unter Starkwindbedingungen.

Gruß
Andreas

3

Freitag, 8. November 2019, 13:36



Bindefett in Genua oder auf Fock wechseln...


Das ist ja was total Innovatives! :D :D :D


Nee im Ernst, die gerollreffte Genua wird nie so gut ziehen wie die Arbeitsfock, aber wer macht sich sich die Mühe, außer man hat ein doppeltes Vorstag?
Gruß Thomas
Der Mensch lebt nicht vom Boot allein.


now in the Roaring Seventies

Sander 850

Admiral

Beiträge: 950

Wohnort: Weißenthurm

Bootstyp: Sander 850

Heimathafen: De Kuilart

  • Nachricht senden

4

Freitag, 8. November 2019, 13:36

Klar ist die kleinere Fock besser. Das Segel wurde vom Profil her genau auf die Fläche im Wind zugeschnitten. Die Genau ist im gerefften Zustand ein Kompromiss und wird auf die volle Fläche zugeschnitten sein.

Selliner

Kapitän

Beiträge: 693

Wohnort: Sellin

Schiffsname: "Lotte" und "SKant d'Or"

Bootstyp: Midget 31, SK2

Heimathafen: Seedorf

Rufzeichen: DH6428

MMSI: 211484730

  • Nachricht senden

5

Freitag, 8. November 2019, 13:45

Ich hab seid dieser Saison zu der normalen Genua auch eine Fock. Diese ist stärker und fährt sich gut.
Vorher wurde immer die Genua eingerollt gefahren. Nun Wechsel ich im Hafen bei mehr Wind das Segel. Geht schnell und problemlos.
Mit Fock deutlich mehr Höhe und weniger Ruderdruck.
Das fährt sich um einiges besser. Zur Not Fock und dann Blister aus dem Schlauch.
Gut geschnittene Fock würde ich immer wieder einem gerefften Segel vorziehen.
Schön ist natürlich, das die Fock dann auch noch reffbar ist. Auf See würde ich auch nicht mehr wechseln wollen wenn es auffrischt.
Sturmfock (Coversail), hab ich ausser im Hafen und Mal zur Probe, nie benutzt. Funktioniert aber auch.

Das bindereff was dir wahrscheinlich vorschwebt, sind schlanke Segel mit relativ kurzem Unterliek. Das kann man nach unten reffen. Bei normaler Genua mit langem Unterliek geht es eh nicht richtig mit bindereff.

smaugi

Salzbuckel

Beiträge: 4 000

Schiffsname: Nexus

Bootstyp: Bavaria33

Heimathafen: Urk / NL

  • Nachricht senden

6

Freitag, 8. November 2019, 13:47

Nee im Ernst, die gerollreffte Genua wird nie so gut ziehen wie die Arbeitsfock, a

Er spricht ja von einem Bindereff.
Tschüss
Christian

7

Freitag, 8. November 2019, 13:52

Da dürfte aber das Gleiche gelten, das Profil der Genua wird sich vermutlich nicht auf Fockprofil verändern, es sei denn, es gäbe entsprechende Schnitte, sähe aber wahrscheinlich gewöhnungsbedürftig aus.
Bei den Rollgenuas versucht man ja durch Schaumstreifen, das Profil beim Reffen flacher zu bekommen.
Gruß Thomas
Der Mensch lebt nicht vom Boot allein.


now in the Roaring Seventies

uschalt

Bootsmann

Beiträge: 109

Bootstyp: HR 36

Heimathafen: Amsterdam

  • Nachricht senden

8

Freitag, 8. November 2019, 13:53

Wir machen das genauso wie Selliner. Wenn man keine mehrtägigen Törns macht kann man morgens immer noch entscheiden ob man die Genua/Fock wechselt. Wir haben noch eine große Genua (140%), wenn man die zur Hälfte einrollt geht da aber gar nichts mehr. Wenn stärkerer Wind zu erwarten ist, wechseln wir auf eine kleine Genua/Fock von ca. 100% und wenn man die ein wenig einrollen muss, steht die immer noch ganz gut. Wenn es richtig heftig stürmt, braucht mann natürlich eine entsprechend kleine Sturmfock (oder bleibt im Hafen).

Marinero

Salzbuckel

Beiträge: 3 357

Schiffsname: Lilla My

Bootstyp: Omega 42

Heimathafen: Aabenraa Sejl Club

Rufzeichen: DF5010

MMSI: 211391180

  • Nachricht senden

9

Freitag, 8. November 2019, 13:55

Also die
Genau
mit
Bindefett
ist auf jeden Fall schlechter als die
kleine Arbeitsfock mit schwerem Tuch

:D

10

Freitag, 8. November 2019, 14:05

Wenn man mal unterstellt, dass es sich bei der zu reffenden Genua bereits um ein flach geschnittenes Segel aus stabilem Tuch handelt, würde ich die Reffvariante vorziehen. Das Reffen selbst ist einfacher als der komplette Segelwechsel. Das Profil leidet bei einem Bindereff von unten kaum. Man kann das Reff auch so anlegen, dass das Schothorn hoch kommt und sich wenig Seegang drin fängt.

Und du hast mehr Variabilität. Kannst die normale Genua leichter und profilierter für wenig Wind nehmen. Die Starkwindgenua muss gar nicht so viel kleiner sein als die Leichtwindgenua, ist aber flacher geschnitten und stabiler. Setzt also bereits bei mittlerem Wind die ungereffte Starkwindgenua und wenn es richtig von vorne ballert, kommt das Reff. Die Leichtwindgenua wird es dir auch mit längerer Profiltreue danken, wenn sie bereits bei mittlerem Wind pausieren darf.

Osttief

Kapitän

Beiträge: 557

Wohnort: Greifswald

Schiffsname: Flair

Bootstyp: Stress

  • Nachricht senden

11

Freitag, 8. November 2019, 14:16

Wir haben insgesamt vier Vorsegel die wir nach Wetterlage anschlagen.Reffbar sind die auch, aber über Rollanlage. Unterwegs möchte ich so wenig wie möglich auf dem Vorschiff herumturnen.Zum Bindereff wurde oben ja schon einiges gesagt.
Osttief

--------------------------------------------------------------------------------------------

Das schönste am Segeln sind die Abende im Hafen...

Lars M

Salzbuckel

Beiträge: 2 555

Wohnort: Hamburg

Bootstyp: Orion - Sommerfeldschale

Heimathafen: Lübeck

  • Nachricht senden

12

Freitag, 8. November 2019, 18:19

Ich habe ein Bindereff in der Arbeitsfock. Funktioniert gut. Hauptvorteil: Kein zusammen gerafftes und nasses Segeltuch unter Deck. Insgesamt etwas einfacher als großes Segel ab und kleines wieder an zu schlagen. Es ist jedoch deutlich aufwändiger eine Fock zu reffen als ein Groß.

13

Freitag, 8. November 2019, 18:37

Solange Du kein Bindegewebsfett (Orangenhautprofil....) dafür her nimmst würde ich es davon abhängig machen wie instabil die Wetterlage ist. Ist abzusehen das der Wind nur zu einem kurzen Intermezzo bläst - reffen. Kann man gesichert davon ausgehen das er weiter stärker bläßt - auf die Fock wechseln.

Bruk

Seebär

Beiträge: 1 042

Wohnort: Flensburg

Bootstyp: Marieholm 32E

Heimathafen: Augustenborg

  • Nachricht senden

14

Samstag, 9. November 2019, 00:48

Bei unserer Sluptakelung hat sich herausgestellt, dass die Kombination Genua und gerefftes Groß eine gute Wahl ist. Wenn man draußen ist und der Wind stark auffrischt. Weiß ich schon, dass es anderntags stark weht, tausche ich grundsätzlich gegen die Fock um. Weniger Lage, mehr Höhe und mehr Speed als die eingereffte Wurst. Genua lasse ich stehen ab Kurs halber Wind. Das geht auch mit gereffter Genua ordentlich. Hoch am Wind eher krückal!

Bei einem 7/8 Rigg grundsätzlich auf die Fock wechseln. Haben wir bei unserem IF immer gemacht.

Ich bin ein großer Fan einer Rollgenua aus diversen Gründen der Sicherheit und der Bequemlichkeit. Aber hoch am Wind sind selbst gut geschnittene gereffte Genuas eher 2. Wahl. Da geht nichts über eine gut geschnittene Fock.

Grüße
Klaus

Beiträge: 1 553

Wohnort: Hamburg

Schiffsname: Sioned

Bootstyp: Amel Maramu 46

Heimathafen: Hamburg

Rufzeichen: DFRL2

  • Nachricht senden

15

Samstag, 9. November 2019, 07:08

Ich hatte auf meinem alten Schiff auch vier Vorsegel für die Rollanlage. G1, G3, SWF und F3.
Je nach Windvorhersage und geplantem Kurs kam dann morgens das passende drauf. Unterwegs wurde dann selten gewechselt und wenn dann meist aufwärts, weil es doch weniger Wind wurde.

Wenn eine Kreuz anstand kam eher eine der Focks drauf, bei raumen Kursen eine der Genuas. Raum stört dann auch ein bisschen Einrollen nicht.

Heute rolle ich einfach die Genua ein und die Fock aus. :D
Michael
SY Sioned

Schoner

Crazy-Ijsselmeer-Skipper

Beiträge: 11 965

Wohnort: Wuppertal

Schiffsname: Crazy

Bootstyp: Schoner, Rijns Oever 34

Heimathafen: Lemmer

Rufzeichen: DD5453

MMSI: 211440140

  • Nachricht senden

16

Samstag, 9. November 2019, 09:58

Bezogen auf die Ausgangsfrage: Ich glaube, dass eine ordentlich geschnittene Fock, der bindegerefften Genua überlegen ist. Abgesehen davon will ich nicht bei zunehmendem Wind auf dem Vorschiff rumturnen und eine Genua bändigen. ;)
Gruß



Volker

schoner-crazy.de

grauwal

Seebär

Beiträge: 1 095

Schiffsname: lebhaft

Bootstyp: Aquanaut 1000

  • Nachricht senden

17

Samstag, 9. November 2019, 10:19

Moin,

die Frage isrt zu allgemein gestellt, weil nicht nur die Fläche, sondern auch Profil und Tuch eine Rolle spielen.
Eine große Genua mit leichtem Tuch wird man kaum reffen wollen.
Ich gehe daher davon aus, dass eine reffbare Fock bereits eine kleine Arbeitsfock mit schwerem Tuch ist.
Für die ist ein Reff durchaus geeignet.
Eine echte Sturmfock verfügt zudem über ein hochgezogenes Unterliek, das massivem überkommenden Wasser keinen Widerstand entgegensetzt.
Diesen Effekt eine eine übliche reffbare Fock nicht.
Auf unseren typischen Küstentörns kommen relevante Situationen aber kaum vor, so dass man diesen Aspekt vermutlich vernachlässigen könnte.

Eine reffbare Arbeitsfock hätte daher Kosten- und Handlingsvorteile; sie kann eine zusätzliche Sturmfock einsparen und vermeidet einen Segelwechsel unter Starkwindbedingungen.

Gruß
Andreas



Völlig richtig.
Mit unseren alten Halbtonner waren wir gezwungen die Vorsegelfläche zu variieren. Bei modernen Riggs mit relativ kleinen Focken ist das in dem Maß nicht nötig.
Wenn es beim Start schon heftig blies, haben wir die Sturmfock (besser Starkwindfock) gesetzt. Wenn Reffen unterwegs nötig wurde, habe ich ein Reff in die Arbeitsfock eingebunden. Das Profil leidet im Gegensatz zur Rollfock nicht. Die Gen. war nicht reffbar, das hätte ich dem zarten Tuch auch nicht zugemutet.

Gruß Franz
halber Wind reicht völlig

Beiträge: 802

Wohnort: Koblenz

Schiffsname: Fuchur

Bootstyp: Dehler 34

Heimathafen: Jachthaven de Pyramide Warns

Im Marktplatz: 1

  • Nachricht senden

18

Samstag, 9. November 2019, 10:24

Ich habe eine Genua 2 für die Rollanlage und eine Selbstwendefock für die Rollanlage. Ich reffe immer zu erst nur das Groß und lasse die Genua so lang komplett stehen wie es geht bis 6 klappt das prima und ich bin schneller als mit der kleinen Fock und weniger gerefftem Groß, sobald ich die Genua einwickeln muss ist die kleine Fock im Vorteil. Die nutze ich aber nur wenn man vor ablegen schon so ein Wetter hat bzw. wenn wir ins Watt fahren , da denn das Wenden keine Arbeit macht.

19

Samstag, 9. November 2019, 11:06

ich hoffe noopd nimmts mir nich übel winn ich hier ne eigene Frage platziere, Thema ist sehr ähnlich.

Und zwar Wechsel Wechsel Arbeitsfock (nenn ich mal so, auf meinem Boot gibts keine Genua) auf Sturmfock, also Segelwechsel unter Bedingungen wo´s auf dem Vorschiff nicht mehr ganz so gemütlich ist.

Vortext: Ich hatte dieses Jahr einmal so eine Aktion auf der Ostsee, ich sag mal 25 kn Wind mit fiesen Boen bis vllt. 35 kn, wo wir gegenan mussten, also auf Vorsegel nicht verzichten wollten. Ist nicht allzu elegant abgelaufen und ich hab danach immer mal wieder gegrübelt wie man das optimiert. Dabei taucht gedanklich natürlich die Option Reffen (also Bindereff weil Stagreiterfock) auf.

Frage: Ist es wirklich deutlich einfacher (bei ungemütlichen bis sehr ungemütlichen Arbeitsbedingungen) eine Fock mit Bindereff zu verkleinern (statt Segelwechsel)?

Marinero

Salzbuckel

Beiträge: 3 357

Schiffsname: Lilla My

Bootstyp: Omega 42

Heimathafen: Aabenraa Sejl Club

Rufzeichen: DF5010

MMSI: 211391180

  • Nachricht senden

20

Samstag, 9. November 2019, 11:57

Ich hatte dieses Jahr einmal so eine Aktion auf der Ostsee (...) Ist nicht allzu elegant abgelaufen und ich hab danach immer mal wieder gegrübelt wie man das optimiert
Durch üben.


Zitat

Auf See würde ich auch nicht mehr wechseln wollen wenn es auffrischt

Zitat

Unterwegs möchte ich so wenig wie möglich auf dem Vorschiff herumturnen

Zitat

Abgesehen davon will ich nicht bei zunehmendem Wind auf dem Vorschiff rumturnen
Echt jetzt? Wo ist das Problem, physisch oder psychisch?

Das sind 10 - 15 Minuten Arbeit und das nervigste daran ist, dass man evtl nass geworden ist.

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 2 631   Hits gestern: 2 706   Hits Tagesrekord: 12 076   Hits gesamt: 4 970 758   Hits pro Tag: 2 356,23 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 18 067   Klicks gestern: 19 284   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 38 974 228   Klicks pro Tag: 18 474,49 

Kontrollzentrum