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Windstärken

Windstärkentabelle

41

Freitag, 18. Dezember 2015, 17:40

Moinsen,

man kann alles so oder so sehen. In der Karibik stehen die Boote in der Hurricon Season mit stehendem Mast "on the hard"

Allerdings sind ringsum stützen wie bei Klaus untergestellt, die Lastverteilung also sicher optimaler als mit vier Bockstützen.

Das gleiche gilt für Fernost in der Taifun Saison.

Aber wie auch immer bei "normalen" Stürmen ist das Wasser sicher der beste Ort. Wir lagen bei Christian in FL im Wasser, das war besser als überall sonst. Ich denke aber auch, dass die zum Teil riesigen Planen für viele, viele Schäden verantwortlich sind. Wenn ich beim letzten Sturm die Schiffe habe wackeln sehen - Danke. Unser Kahn hat keine Plane uns stand still wie ein ruhender See. (Die Plane liegt zu Hause, inkl. Aluminium Rohrgestell, da wird sie auch diese Wintersaison wieder bleiben...)
So long

Tom

fellow

Seebär

Beiträge: 1 108

Wohnort: Bergisches Land

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Heimathafen: Monnickendam

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42

Freitag, 18. Dezember 2015, 17:43

...treten dann noch auf Flächen im Rumpf auf, die dafür nicht ausgelegt wurden...


Das ist das Problem. Und welches Schiff hat die Schotten genau an der Stelle, wo der Bock des Hafenbetreibers die Pallung ansetzt? I.d.R. muss man nehmen, was kommt. Ohne Wind würde das auch nach 100 Jahren keinen Schaden am Rumpf erzeugen. Aber die ständige Bewegung ermüdet irgendwann jedes Material, auch z.B. Stahl - s. Brückenschäden.

Ich würde nicht soweit gehen, zu sagen "mit stehendem Mast und Riesenplane muss es zwangsläufig zu Schäden kommen", aber das Risiko ist erhöht. Und Schäden werden erst mal nicht bemerkt, wenn das AF nicht abgeplatzt ist, darunter aber...

Wenn irgend möglich, halte ich die Überwinterung im Wasser für die Beste. Aber das kommt natürlich auch auf den Hafen an.

Hier mal ein Live-Bild zu einem Winterhafen in Holland: KLICK
Ich sehe nicht nur ein Risiko beim Rumpf. Da das Boot insgesamt nicht wie im Wasser nachgeben kann, könnte ich mir auch vorstellen, dass sowohl das Deck im Bereich der Püttinge als auch die Decks-Rumpf-Verbindung unter den ständigen dynamischen Kräften leiden kann.

Wie schon gesagt, haben wir bei der Duetta den Mast an Land bisher auch immer stehen lassen. Nach dem Motto: die anderen machen es auch. Bei der Neuen kommt der Mast zukünftig runter, falls das Boot länger an Land steht. Da wir jetzt im Oberwasserschiff auch im Rumpf Balsasandwich haben, stelle ich mir auch die Frage, ob die ständigen Lastwechsel vor allem an den vorderen Pallflächen, die ja seitlicher angreifen, nicht mit der Zeit den Verbund der Sandwichkonstruktion schaden.
Peter

unregistriert

43

Freitag, 18. Dezember 2015, 17:59

Ohje,

hier scheinen einige aus Angst vor dem Tod
Selbstmord zu begehen :S

So schlimm ist die Lagerung auf dem Bock
mit stehenden Mast nun wirklich nicht.

Wenn ich sehe wie die Boote nach dem Kranen
mit diesem Sliptrailer zum Standort verbracht
werden (das rüttelt uns schaukelt enorm), dann
dürfte diese Prozedur eigentlich kein Schiff
überleben.

Tut es aber :)
Also aus Pappe sind die Boote demnach nicht.

Beste Grüße
Achim

44

Freitag, 18. Dezember 2015, 18:05

...stelle ich mir auch die Frage, ob die ständigen Lastwechsel vor allem an den vorderen Pallflächen, die ja seitlicher angreifen, nicht mit der Zeit den Verbund der Sandwichkonstruktion schaden.


Die Frage stelle ich mir auch. Insbesondere bei den klassischen Holzkeilen (am besten noch mit dem Hammer reingekloppt) und einer effektiven Auflagefläche von ein paar cm². Die Last sollte besser verteilt werden, z.B. durch ein Brett zwischen Pallung und Rumpf. Dann kann auch der Hammer zum Einschlagen des Keils kommen.

Bei den Decksbeschlägen sehe ich nicht so das Problem. Da bewegt sich nichts, es können sich z.B. an den Püttingen keine dynamischen Kräfte aufbauen.
Handbreit - Ralf

45

Freitag, 18. Dezember 2015, 18:17

Ich meine nicht, dass es eine Glaubensfrage ist sondern lediglich eine, wie man es richtig macht und über welchen Zeitraum schaut man auf das Schiff...

Ich weiß, dass das Abpallen von Schiffen mit gestellten Riggs heute weltweit praktiziert wird. Ich komme halt noch aus einer Zeit, als wir Schiffe so abgepallt haben, dass möglichst keine Last auf die Pratzen kam. Solange das Schiff wirklich senkrecht steht und die Last auf dem Kiel ist, ist die Last an den Pratzen deutlich geringer lst als unter dem Kiel. Auch beim Rangieren dürfte dies so bleiben, einige Vorsicht des Chauffeurs vorausgesetzt. Man achte nur mal auf die LKW-Trailer, die zB im Yachthafen Wedel zum Einsatz kommen für den Straßentransport. Die haben lang durchlaufende Auflager, um das Wippen der Schiffe bei der Fahrt zu unterbinden. Darum: es ist nicht allein das Lagern mit Mast, sondern es sind die einfachen Böcke mit 4 oder 6 Pratzen, die für die Lagerung ohne Rigg zumeist vorhanden sind. Darüber sollte man nachdenken, wenn man sich für die Lagerung mit Rigg entscheidet. Es geht sicher vieles, man sollte es halt richtig machen. Das seitliche Sichern gegen Umfallen mit einem zusätzlichen Bock mutet da schon etwas originell an.

Weiter stellt sich die Frage, wie lange man da so macht. Wenn man das Schiff sowieso nur ein paar Jahre sein Eigen nennt, verkauft man ein ggf entstandenes Problem weiter.

Berechtigt finde ich den Hinweis, dass beim Stellen und Legen des Mastes ggf mehr Schaden passiert. Das ist sicher möglich, liegt aber an den mittlerweile recht komplexen Riggs mit Wickelanlagen, Radar etc.. Es hat halt alles seinen Preis.
Gruß

46

Freitag, 18. Dezember 2015, 18:19

Zitat Silberlocke

Zitat

Wenn ich sehe wie die Boote nach dem Kranen
mit diesem Sliptrailer zum Standort verbracht
werden (das rüttelt uns schaukelt enorm), dann
dürfte diese Prozedur eigentlich kein Schiff
überleben.

Tut es aber :)
Also aus Pappe sind die Boote demnach nicht.


Das stimmt wohl. Allerdings dauert das bei uns etwa 2 x 5 Minuten pro Wintersaison.

Wenn die von November bis März ununterbrochen mit dem armen Schiff herumkutschieren würden (so in etwa stelle ich mir natürlich abzüglich Flautentage einen halbwegs fairen Vergleich vor), wäre mir schon blümeranter.

Nehmen wir 50 % Schwachwind- und Flautentage bei 5 Winterlagermonaten an, sind das (tipptipptipp) 75 Tage a 1440 Minuten, mithin (tipptipptipp) 108.000 Minuten Windgeröter vs. 10 Minuten Transportgeröter im Bock.
Kommt Dir Deine Einlassung nicht auch ein wenig, sagen wir.....unproportional vor oder habe ich etwas übersehen?

Gruß
Andreas

Klaus13

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47

Freitag, 18. Dezember 2015, 21:33

Moin,

zunächst stelle ich fest und möchte das auch erfreut kundtun, dass er Ton wieder sachlicher geworden ist. :D Spitze. Danke an alle. In meinem Fall, und nur den kann ich wirklich anführen, ist es einfach so, dass ich auf der MARELD (meinem alten Boot) den Mast in 4 von 5 Saisons gelegt habe. war immer Streß und Aufwand, weil das nächste Boot auf das Kranen wartete und der Platz frei werden musste. Bei uns im Hafen müssen die Boote ca. 1000 m weit ins Winterlager gefahren werden, das ist schon mal blöd. Der Platz um den Kran ist nicht ausreichend, um mehr als eine Mast dort zum einpacken liegen zu lassen.

Mit der WINNER ergeben sich weitere Probleme. Sie hat eine Fockrollanlage, die UNTER Deck montiert ist. Die baust man nicht mehr so ganz auf die Schnelle aus. Aus diesem Grund schien mir eine Lagerung bei stehendem Mast angesagt.

Aufgrund der Ausrichtung der Boote, auf die penibel geachtet wird, drückt der Wind das Boot nach achtern. Natürlich gibt es trotzdem seitliche Krafteinflüsse. Und letzten Endes ist dies mein erstes Winterlager mit der MARIS. Sollte ich im Frühjahr den Eindruck gewinnen, das es dem Boot geschadet hat, war es auch das letzte. Weiterhin ist der Hafen bei uns nicht eisfrei. Sollte es also mal richtig Winter werden, drückt der Ostwind das Eis genau in den Hafen. Das ist nicht unkritisch.
Und drittens sind die Hallenplätze in NL auch teuer und nur weil ich mir (knapp) eine WINNER geleistet habe, heißt das nicht, dass ich auch jährlich einen Hallenplatz bezahlen kann. So what?

Gruß Klaus
who fails to plan plans to fail

Maris-Blog

48

Samstag, 19. Dezember 2015, 07:53

Ich kann mich an einen Trööt über das Thema erinnern. Eine Verbreiterung der Stütze ist eine gute Idee finde ich, schaden wird es jedenfalls nichts außer jemand stolpert über die Stützen.
Bei Orkan genau von der Seite entstehen sehr hohe Kräfte, vor allem bei stehendem Mast, die durchaus das Boot kippen können (h ist der Angriffspunkt der Windkraft, kann durchaus über der Deckshöhe liegen).

Hier mal ein Foto von der Ostsee, wie wir unsere Boote lagern. Wir haben bei uns ein Schienensystem und die passenden Slipwagen für die Boote. Mit diesen Wagen holen wir die Boote auch aus dem Wasser. Stehen dann die Boote an ihrem Platz, wird das Boot noch auf den Kiel abgesenkt. Viele spannen den Kiel dann noch links und rechts mit Spanngurten ab. (ich auch) Wir haben auch einige Boote, die den Mast auch drauf lassen. Da ist das Verfahren das gleiche. Passier ist zum Glück noch nie etwas.


@hans
Danke für die Skizze.

@sdw
Erübrigt sich durch euer perfektes Schienensystem das Kranen gänzlich ? Wie ist Deine Aussage genau zu verstehen ? : " Mit diesen Wagen holen wir die Boote auch aus dem Wasser. "
„Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen“,

oliverb68

Salzbuckel

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49

Samstag, 19. Dezember 2015, 08:43

Haben die das Ruder mit Holz zum Boden unterfüttert oder täuscht das?
Viele Grüße,
Oliver

50

Samstag, 19. Dezember 2015, 11:22

Zitat

Haben die das Ruder mit Holz zum Boden unterfüttert oder täuscht das?


Hmm, sieht fast so aus. Wäre keine gute Lösung beim Spatenruder. Wenn, sollte das sofort weg.

@Klaus13: Mach' Dir nicht zu viele Gedanken. Ich gehe davon aus, im Frühling wird nichts sein. Die Winner ist gut gebaut und kann das ein paar Monate ab. Für nächsten Winter würde ich über einen Wasserplatz nachdenken. Bei Dir in der Ecke gibts doch bestimmt Häfen, in denen das gemacht wird. Ansonsten mein Tipp: Lelystad Haven. Die machen auch im Winter täglich zwei Kontrollrunden und kümmern sich um die Schiffe, setzen bei drohendem Sturm Zusatzleinen und sind, nebenbei bemerkt, rel. günstig.
Das schwimmende Hafenrestaurant mit Kaminfeuer und Appelgebak met Slagroom ist auch nicht verkehrt.
Handbreit - Ralf

Klaus13

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51

Sonntag, 20. Dezember 2015, 12:25

Haben die das Ruder mit Holz zum Boden unterfüttert oder täuscht das?

Diese Unterfütterung stammt von mir. Ich habe nämlich die Pinne abgebaut und das ließ sich nur bewerkstelligen, in dem ich den gesamten Klemmblock abgenommen habe. Das Ruder bzw. dessen Achse würde nun also frei nach unten fallen. Das habe ich einerseits dadurch gesichert, dass ich oben durch die Achse eine Schraube gesteckt habe. Dann habe ich das Ruder ein paar Zentimeter angehoben und den Klotz drunter gelegt. Der trägt also nur das Gewicht des Ruders. Ich denke nicht, dass das Boot so starke seitliche Bewegungen macht, dass sich da was verkantet.

Gruß Klaus
who fails to plan plans to fail

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