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Windstärken

Windstärkentabelle

21

Dienstag, 3. Mai 2016, 16:28

Mittelklampe ist suboptimal, das hört sich nur gut an...

Du musst verhindern, das der Bug wegklappen kann, wenn du vorwärts gegen den Strom anlegst.
Bei 4 kn Strom ist da mörderisch "Zong" drauf, das hältst du nicht, wenn es schief geht. Dann kracht dein Heck in den Steg.

Ich bleibe dabei: Es geht nur Vorleine vor dem Schiff festmachen und die Seite gut gefendert haben.

Mach es wie von excos beschrieben: Gut fendern und einfach x-mal in die "Box" einparken (ohne Leinen üben). Du wirst erstaunt sein, wie gut das geht; der Strom unterstützt dich.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »derJakob« (4. Mai 2016, 07:46)


Rüm Hart

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22

Dienstag, 3. Mai 2016, 18:00

Manfred, du hast doch denke ich ausreichend Einhanderfahrung, daher ueberrascht mich deine Skepsis. Ihr habt glaube ich eine falsche Vorstellung was ich wohl meine. Und zuviel Respekt vor der Sache.
Danke für die Blumen :) . Mag sein, dass ich zuviel Respekt habe. Ich geh mal ins Detail:

Wenn Timm mag, kann er sogar Touch-and-goes auf diese Weise trainieren, ohne Leinen, nur gut abgefendert und genau den Punkt erfahre
Einverstanden, das ist auch meine Meinung. Und in so eine enge Lücke ist es mit Strom sogar einfacher als ohne (Übung vorausgesetzt).

Wenn das Boot mittels Gas gegen den Strom gut "getrimmt" ist und auf der Stelle steht, was ist dann anders als ohne Strom und ausgekuppelt?
Das ist glaube ich der Punkt. Da gibt es nämlich m. E. durchaus einen Unterschied. Ohne Strom ist das Boot keinen weiteren Kräften ausgesetzt (Wind lassen wir jetzt mal weg), völlig egal wie die Lage/der Winkel zur Pier auch ist. MIT Strom gibt es aber nur eine einzige Kombination von Winkel zur Pier bzw. zum Strom und der "Gaspedalstellung" die alle wirkende Kräfte aufhebt. Sobald das Schiff unkontrolliert (losgelassene Pinne) einen anderen Winkel einnimmt - und sei das Delta noch so winzig - beginnen ernorme Kräfte zu wirken und der Kahn schmiert sowas von ab ... Und zur Erinnerung: die Vorgabe war vorn und hinten jeweils nur 1(!) m Platz. Das ist fast nichts.

Gut... die Pinne sollte gern in ihrer Stellung arretiert bleiben, das ist zB bei unserem Boot mit Steuerrad einfacher.
Genau an dieser Stelle bin ich sehr skeptisch. Mein Schiff würde in dieser Situation zumindest sofort und schlagartig zur Seite ausbrechen und stünde innerhalb einer Sekunde quer im Strom. Gut - ist halt auch ne nervöse Rennziege :mosking: . Wirkliche Langkieler-Erfahrungen fehlen mir. Bleiben die wirklich stur in einem 4-Knoten-Strom stehen?

Grüße aus Heeg - längsseits an der Pier, völlig ohne Strömung, vorn 3 m u. achtern 10 m Platz :D

Manfred
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23

Dienstag, 3. Mai 2016, 18:21

Moin,

mit Grinde zigmal einhand in der Lesum angelegt (auch 3-4kn Strom). Und vorher mit einem Holzdrachen ohne Rückwärtsgang.

Wenn der Wind als Einflussfaktor gering ist (unter 5kn), ist es für mich immer entspannt gewesen.
Vorleine klarlegen.
Fender in der richtigen Höhe ausbringen
Gegen den Strom vorwärs fahren (rückwärts bei Pinne nur mit Feststeller und seeehr viel Erfahrung, irre Kräfte).
Parallel zur Lücke fahren und dann Fahrt durchs Wasser = Stromgeschwindigkeit: sprich am Steg schauen, dass Du nicht mehr fährst. Ein wenig Übung am Gas und alles ist gut.
Das Schiff so auf Position halten und leicht! Ruder zum Steg legen. Bitte mit Gefühl und zwischendurch wieder grade werden und Schiffsposition relativ zu Steg kontrollieren.
So langsam in die Lücke fahren. Ggfs. Versatz nach vorn oder hinten mit dem Gas kontrollieren. Nicht zum Gashebel schauen sondern immer nach vorn bzw. zum Steg und Fahrt relativ zum Steg kontrollieren.
Wenn in der Lücke drin, Geschwindigkeit anpassen (Strom kann in der Lücke etwas schwächer sein, wegen Vordermann/Steg).
Er wenn das Schiff sich in der Lücke weder nach vorn noch nach achtern bewegt, Pinne loslassen, zur Schiffsmitte gehen und bereitgelegte Vorleine nehmen.
Damit auf den Steg steigen und belegen (Kopfschläge, Leine nicht zum Schiff zurück)
An Bord zurück und auskuppeln.
Achterleine nehmen und auf den Steg. Achterleine belegen.
Danach ordentlich festmachen.

Die Grinde hat einen Kurzkiel und ein Spatenruder und Pinne. Funktionierte tadellos. Gleiches aus mit dem Holzdrachen (ohne Rückwärtsgang).

Mit Strom macht Spaß, wenn man immer Fahrt relativ zu Gegenständen (Schleuse, Anleger, Ufer) im Griff hat. Hat man das einmal geübt, ärgert einen keine Schleuse in keinem Kanal mehr.

:)

Rüm Hart

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24

Dienstag, 3. Mai 2016, 18:29

Okay, das hört sich überzeugend an, ich bin (trotz hohen Alters) einsichtig :) . Und gespannt, was Timm von den ersten Versuchen berichtet.
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naviculum

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25

Dienstag, 3. Mai 2016, 19:57

@Rüm Hart:
Manfred,

Du hast Recht. Unsere Schiffe würden sich beim Loslassen der Pinne sofort wegdrehen.

Das Erste, was ich auf Naviculum ergänzt habe, war eine Pinnenarretierung!
Unabhängig vom Autopiloten! Eine rein mechanische.

Eine so ähnlich wie diese ist verbaut.
Stufenlos einzustellen und zuverlässig in Position haltend! Möglichst wenig elastisch!

Kommt es, weil Naviculum 6 Monate des Jahres auf dem Rhein zuhause ist?

Mach Dir den Strom zum Freund!

Jede kleine Personen- und Fahrradfähre traversiert so und legt single handed an.
Jeder Sportbootanleger hinter einer Insel wird nach dem oben von excos48 beschriebenen Verfahren erreicht.
Grüße vom Schiffchen
Paul :wickie:

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »naviculum« (3. Mai 2016, 21:11)


Rüm Hart

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26

Dienstag, 3. Mai 2016, 20:56

Tja Paul, darüber (Pinnenfeststellung) denke ich auch schon lange nach. Bislang wollte ich nicht noch mehr Leinengetüddel im Cockpit und hab immer "George" zu Hilfe gerufen. Heißt: ein Knopfdruck im Stb Schwalbennest und der AP hält Kurs.

Grüße von West nach Ost. Wo seid Ihr?

Manfred
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Klaus13

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27

Dienstag, 3. Mai 2016, 21:08

@huttinoderwas: Du hast mich überzeugt. Wie lange hast Du das geübt? :D

Gruß Klaus
who fails to plan plans to fail

naviculum

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28

Dienstag, 3. Mai 2016, 21:28

Wo seid Ihr?

Wie immer: siehe: www.naviculum.de

Z. Zt. in Timmendorf Strand auf Poel
Grüße vom Schiffchen
Paul :wickie:

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29

Dienstag, 3. Mai 2016, 23:17

Vielen Dank für die Tipps!
Werde dann mal fleißig üben. :D



Gruß,
Timm

30

Mittwoch, 4. Mai 2016, 07:28

@excos48:
Vielen Dank, sehr wertvoller Tip, auch wenn wir eher auf der Ostsee segeln.
Ich hätte es falsch gemacht.....
Jan

rainbow

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31

Mittwoch, 4. Mai 2016, 10:25

Ich fahre auch sehr oft allein und bin von Natur aus beim Segeln und Anlegen bequem. Darum fahre ich bei Wind-und/oder Strom , die Kante am liebsten m i t Wind/Strom vorwärts an und halte das Boot mit dem Rückwärtsgang auf Position. Man kann Zentimetergenau die Vorwärtsfahrt kontrollieren, ist achtern am richtigen Punkt ohne Gehetze die Achterleine auszubringen und das Boot kann nicht querschlagen, da Wind-und/oder Strom das Boot parallel zur Kante halten. Boot ist ein Hanseat69, kurzer Kiel, vorbalanciertes Ruder. Den Pinnenfeststeller, der durch einen Klapphebel in der Pinne auf einen Kamm am Cockpitsüll greift, habe ich dazu noch nie benötigt. Dies alles aber nur bei mitlaufendem Strom zur Kante. Bei Querstrom gibt´s andere Möglichkeiten.
Die Achterleine lege ich hierbei immer um die Winsch, sodas diese nach dem ausbringen aus dem Cockpit auf die Festmachmöglichkeit am Steg hierdurch direkt auf Zugwirkung liegt.
Einziger Nachteil: Bei wind von Achtern kommt dieser natürlich nach dem Anlegen weiterhin aus dieser Richtung und sorgt dafür, daß es im Cockpit nicht zu warm wird (soll ja gesund sein).

In den Niederlanden steht vor den Schleusen (von Innen nach außen) oft ein Schild, auf dem steht: Eerst achteren afmeeren, Strom mee. Übersetzt: Zuerst hinten festmachen, Strom läuft mit.
Alle (nein, viele) die Dies nicht beachten, liegen dann oft verkehrt herum in der Schleuse. Weil, wenn vorn zuerst festgemacht wurde und der Strom von hinten kommt, möchte dieser das Boot drehen.

Gruß Dieter

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »rainbow« (4. Mai 2016, 13:48)


excos48

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32

Mittwoch, 4. Mai 2016, 12:40

...Nun kann ich mich zurück fallen lassen und hänge in der Mittelklampe. Da diese knapp vor dem Mast sitzt, dürfte der Bug nicht zu stark umschlagen, insbesondere wenn ich das Heck mit nem fetten Fenderball abfender.

Meinungen dazu?


Das mit der Mittelklampe ist ja beliebt bei Einhandseglern. Die seltenen Male wenn ich alleine zB durch den NOK fahre nutze ich das auch beim Anlegen in der Schleuse. Aber immer auch mit dem Gang auf den Steg/Ponton. Selbst das kleine bisschen verbleibende Neerstroemung erzeugt bereits beachtliche Kraefte auf Leine und Klampe sobald das Boot abklappt. Egal ob vorne oder achtern. Bei einem Langkieler und 2-3 mal so starkem Strom wird das wohl noch schlimmer sein...
Aber eben das findet man ja beim Ueben raus.


... flexible Pinnenfixierung mit Gummistrop ...


Flexible Fixierung.... nicht unwitzig :rolleyes: :D

Mal im Ernst.... und das Frage ich mich aus meiner nicht tausende Meilen weiten Einhanderfahrung und dem eigenen Erleben wie "unverzichtbar" ein Knopfdruck am AP fuer mich sein kann, der das Boot auf Kurs haelt oder 1-2 Umdrehungen an der Feststellschraube des Steuerrades. Es gibt so viele Situationen, wo man mal kurz (ca. bis zu 1 Minute) das Steuer loslassen muss. Sollte man nicht 100% gut getrimmt unterwegs sein, rauscht einem doch gleich die Lage aus und das Boot luvt an oder faellt ab, waehrend man beschaeftigt ist.
Ich dachte daher, das erste was der regelmaessige Einhandsegler sich installiert, ist eine perfekte schnell bedienbare Arretierung der Pinne oder einen AP, der nicht erst eingehaengt werden muss... ?(

Gruss
excos48

33

Mittwoch, 4. Mai 2016, 13:58

@huttinoderwas: Du hast mich überzeugt. Wie lange hast Du das geübt? :D

Gruß Klaus
Hi Klaus,

das hatte ich nach ein paar Mal raus. Wichtig ist den Kopf oben zu halten und seine Geschwindigkeit immer relativ zum festen Bezugspunkt zu sehen. Und Gefühl beim Ruderlegen.


Da Drachen, Grinde und Breehorn Pinne haben ist das weiter unten von Rainbow im Thread vorgeschlagene "mit dem Strom" anlegen bei mir nur angesagt (Kräfte an der Pinne), wenn ich in eine Schleuse reinrausche und keine Drehung möglich ist. Dann heißt es wenig Ruder legen, Pinne tüchtig festhalten und Spaß mit dem Radeffekt. Dann braucht man einen starken Einbaupinnenpiloten wenn man alleine noch die Leinen machen darf. Einen kleinen Pinnenpiloten zerlegt es dann mit ein wenig Pech.
8o

Ostestrom

Fischkopp

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34

Mittwoch, 4. Mai 2016, 14:21

@excos48:
Bisher bin ich ja eben noch nicht einhand unterwegs, möchte das aber ändern.
Und das Tolle an einem Forum wie diesem ist ja gerade, dass man sich gut vorbereiten kann und nicht jeden Fehler selber machen muss. ;)

PS 'nen PiPi haben wir übrigens schon...

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35

Mittwoch, 4. Mai 2016, 16:20

Übrigens mein pipi auf der delanta konnte das boot eine ganze weile auf dem fleck halten.habe das mal im Guldborgsund vor der geschlossenen brücke ausprobiert.

pd03137

Smutje

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36

Dienstag, 3. Oktober 2017, 17:54

Ist zwar uralt der Thread, dennoch:

Habe vorletztes WE am Rhein bei Leverkusen folgende Kostruktion gesehen (Skizzen siehe Anhänge).
Anleger lag im Rheinstrom und wurde von einem Holz Motorboot benutzt.

Zwei Blöcke waren an Ringen am Steg befestigt. Ein Block in Zielkonfiguration querab der Achterklampe des Bootes, der vordere Block Voraus (Winkel Vorleine).
Ein Seil lief durch die Blöcke, an einem Ende ein besserer Karabinerhaken. Die Seilenden am Steg waren aus dem Boot von Steuerstand erreichbar.
Die Vorleine am Boot lag parat außen um die Reeling im Cockpit parat, am Ende ein Metallring.

Beim anlegen hat der Steuermann beide Seilenden am Steg gegriffen, die Vorleine am Karabiner eingeklinkt und mit dem anderen Seilende Steif gezogen.
Die Vorleine war genauso passend das der Ring bis zum Block gezogen werden konnte und eine schone Vorleine ergab.
Das Anlegen war damit blitzschnell erledigt.

Das geht sicher nur wenn der Strom immer aus einer Richtung kommt und nicht kentert (was beim Rhein ja selten passiert).
Und sicher ist es auch besser wie in den vorigen Beiträgen das Anlegen ohne so eine Konstruktion zu können und zu üben; den die Konstruktion muss sicher auf cm genau auf Boot und Steg abgestimmt sein.

VG
»pd03137« hat folgende Dateien angehängt:
  • IMG_2076.JPG (22,09 kB - 297 mal heruntergeladen - zuletzt: 16. September 2018, 19:26)
  • IMG_2077.JPG (22,51 kB - 294 mal heruntergeladen - zuletzt: 16. September 2018, 19:26)
  • IMG_2078.JPG (21,09 kB - 295 mal heruntergeladen - zuletzt: 16. September 2018, 19:26)
~~~

Segelvideos: http://www.salzbuckel.tv

88markus88

Salzbuckel

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37

Dienstag, 3. Oktober 2017, 23:03

Evtl. lässt sich das Manöver erleichtern, wenn du eine Mittelspring auf Slip nutzt: feste Part an der Mittelspring, nach aussen geführt, dann zurück mittig durch die Klampe und nach achtern auf die Genuawinsch. Auf die Spring dannnoch ein grosser Karabiner zum schnellen Festmachen am Ring auf dem Steg. Den Karabiner am besten so wählen, dass er von Bord aus per Bootshaken an Land eingeklinkt,werden kann.

Dann läuft das Festmachen so:
- Gegen den Strom an den Steg fahren
- Boot da zum Stehen bringen
- Mittelspring via Karabiner von Bord aus an Land einklinken
- Mittelspring über diu Winsch dicht ziehen, dann darein eindampfen - dann sollte nichts mehr passieren können
- Weitere Leinen festmachen - fertig

Alternativ könnte man das auch mit einer Stern Bridle machen.

Bengta

Salzbuckel

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38

Mittwoch, 25. Oktober 2017, 21:52

Meine bescheidene Meinung dazu.
Mir kommt die Situation ähnlich vor wie meine auf der Elbe im Strom.
Ich habe sehr viel mein voriges Boot Hanseat 70 BII und mein jetziges einen Altena Trawler einhand bewegt und überall angelegt, da mir das Boot eher meinem Hanseaten gleicht Pinnensteuerung beschreibe ich das Manöver aus Segelbootperspektive wie ich es gefahren bin.
Man sollte bei seinem Dauerliegeplatz auf jeden Fall darauf achten das man den Anleger gegen den Strom fährt der Ableger muß auf jeden Fall in beiden Richtungen klappen man kann ja nicht immer Stunden warten bis der Strom kippt wenn man los möchte.
Der Anleger kann ja immer gegen den Strom erfolgen ist ja egal ob man Backbord oder Steuerbord anlegt. Meine Version kurz vor der Lücke parallel zum hinterlieber aufstoppen mit eingelegtem Gang gut abfendern. Leine am Bug belegen und mit der Genuaschine Mittschiffs bringen (wenn keine Mittelklampe vorhanden) Schleusenhaken einpiken und am Heck so bereitlegen das der Abstand so passt das man nicht auf den Vorderlieber aufläuft. Nun mit Gang und Gas parallel zur Lücke auflaufen dann Gas raus bis man keine Fahrt mehr über Grund macht. Nun das Ruder leicht auflandig legen bis man mit ca 15-20 Grad an den Steg treibt. Jetzt unbedingt vom Cockpit nicht das Boot verlassend den Haken am Steg einpicken, jetzt ca 300 bis 500 U/min drauflegen und das Ruder nicht Hart sondern ca 30 Grad ablandig legen. Pinne Fixieren und einen Augenblick warten ob der Schraubenschub mit der Ruderlage ausreicht das das Boot stabiel liegen bleibt, evt. Schraubenschub und Ruderlage anpassen bis dieser Zustand erreicht ist. Nun kann man zügig und konzentriert an Land und die vorbereitete Vor und Achterleine schnell festlegen. Dann an Bord Auskuppeln und Boot anständig vertäuen. Motor erst ausmachen wenn das Boot wirklich gut vertäut ist.
Der Ableger. Egal ob mit Strom von vorn oder achern das Boot erstmal fest in die Spring eindampfen bis es Stabil liegt. alle Leinen bis auf die Spring lösen und an Bord nehmen. Auskuppeln und die Spring einholen. Jetzt zügig gegen den Strom mit dem Bug oder Heck langsam mit ca. 30 Grad Ruderlage ablandig aus der Lücke laufen.

Viel Spaß dabei Glück brauchst du eher wenig wenn Du es ein paarmal gemacht hast
Michael :baden:


Geschwindigkeit ist keine Hexerei ! Aber wer hexen kann ist schneller

Für Rechtschreibfehler entschuldige ich mich schon mal vorab und bitte die dadurch entstandene Verwirrung zu verzeihen ;(

pingu536

Offizier

Beiträge: 148

Wohnort: Magdeburg

Schiffsname: Siebenschläfer

Bootstyp: Kimmkiel

Heimathafen: Magdeburg

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39

Donnerstag, 26. Oktober 2017, 07:42

Steg abfendern

, wenn es statthaft ist. dann fallen die Fender am eigenen Boot und deren Vorbereitung schon mal weg.

Einen Festmacher im vorderen Cockpit durch einen Block laufen lassen mit einem großen Auge für die Stegklampe,( Block und Klampe auf gleicher Parkposition ! ) das Ende mit Sicherheitsknoten gegen ausrauschen .

Jetzt gegen Strom langsam einparken, das Auge über die Klampe legen ,die Festmacherleine durchholen und im Schiff belegen.
Maschine kl. Fahrt voraus, leicht gegen den Steg steuern, Pinne auch so arretieren.

jetzt in alles Gelassenheit des Schiff vertäuen.

Probleme gibt es nur bei Starkwind, da geht es ohne " auwei, auwei" nicht ab.

gruß hartmut
...und nicht vergessen, die Zirbeldrüse zu aktivieren ! 10 sec. lang in die glutrote untergehende Sonne schauen, danach die Augen verdecken.

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