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1

Donnerstag, 4. Januar 2018, 11:42

Schwerwettertraining für Freshi

Hallo,
ich Skippere seit 2-3 Jahren und habe insgesamt etwa 8 Törns in meinem Leben (35) gehabt. Eigenverantwortlich habe ich etwa 600sm hinter mir (IJsselmeer). Im letzten Jahr gab es Starkwind bei 6Bft und wir sind mit rollender See Richtung Hafen gekrochen. Angst hatte ich zwar nicht wirklich, aber ich war schon recht froh als das Boot endlich fest war. Einen SKS habe ich nicht.

Da ich eigentlich auch gerne etwas Wind habe, damit etwas passiert liegt ein Starkwindtraining oder wie man sie auch nennen möchte nahe. Wenn ich aber daran denke bei 9 Bft für 5 Tage auf einem Kahn zu hocken und bei Unwohlsein die Geschehnisse einfach über mich ergehen zu lassen denke ich auch, ist das nicht etwas zu früh?

Ich bin eigentlich immer mit großer, unerfahrener Crew unterwegs (Yachten ab 38 Fuß und 7-10 Mann), dieses Jahr auf einer 45er in Kroatien. Ich will das jetzt nicht weiter ausschmücken, aber was denkt Ihr?
Reicht vielleicht erstmal ein Buch (gerne eine Empfehlung)?

Was ich möchte, naja, gut im Segeln sein. Und mich erstmal bei üblich zu erwartenden Wetterlagen bis 7 Bft zumindest wohl fühlen. An Wellen denke ich dabei gerade noch nicht einmal. Gerne auch mal zur windigen Saison etwas flotter unterwegs sein.

Danke

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rshunter« (4. Januar 2018, 12:22)


Kaie

Proviantmeister

Beiträge: 453

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2

Donnerstag, 4. Januar 2018, 12:03

Starkwind bei 6Bft


Das ist kein Starkwind.

Ich bin eigentlich immer mit großer, unerfahrener Crew unterwegs (Yachten ab 38 Fuß und 7-10 Mann), dieses Jahr auf einer 45er in Kroatien


Jens W. aus L.? Bist Du das???

Reicht vielleicht erstmal ein Buch (gerne eine Empfehlung)?


Nein.

An Wellen denke ich dabei gerade noch nicht einmal.


Du solltest gerade daran denken! Der Wind ist nicht das Schlimme wenns mal zuviel wird...

Angst hatte ich zwar nicht wirklich, aber ich war schon recht froh als das Boot endlich fest war.


Diese Angst kenne ich, seitdem ich hier im Forum bin. Das gab es vorher nicht. Nie. Ist zum Glück auch nur virtuell geblieben.

Mein Rat: besorge Dir ein wackeliges, kleines Boot - z.B. eine Europe - und eine Schwimmweste, und geh erst mal ein Jahr lang bei jedem (!) Wetter auf einem Binnensee segeln. Im zweiten Jahr kannst Du segeln. Und dann hast Du auch auf 45 Fuss bei nur 25kn Wind keine Angst mehr, weil Du schon vorher weisst, was das Schiff machen könnte (Du hast dann ja den Vergleich mit der z.B. Europe) aber nicht tut... weils so gross und schwer und reletiv träge ist.
Danach ist ein Skippertraining hilfreich. Und genau sowas nochmal im Hafen.
Und dann auch gerne mal den üblichen Weihnachtstörn zu den Shetlands unter Führung unternehmen.
»If a man speaks at sea where no woman can hear, is he still wrong?«

Beiträge: 1 771

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3

Donnerstag, 4. Januar 2018, 12:10

@Kaie: 6 Bft ist Starkwind! Wie kommst du drauf dass das keiner ist??

Beiträge: 1 358

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4

Donnerstag, 4. Januar 2018, 12:12

Hallo rshunter,

Sogenannte Schwerwetter- Trainings werden von allen möglichen Segelschulen am Ijsselmeer angeboten. Alternativ auch z.B. von der Segelschule Eichler aus Hamburg auf der Nordsee.
Wenn du dich bei stärkeren Wind in deiner Rolle als Skipper unwohl fühlst, macht es schon Sinn einmal unter Anleitung bei unkomoderem Wetter Erfahrungen zu sammeln und die nötigen Manöver zu üben.

Gesendet von meinem ONEPLUS A3003 mit Tapatalk
Dietmar


-failure is always an option-

Kaie

Proviantmeister

Beiträge: 453

Wohnort: Radewiger Feldmark

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Heimathafen: Mardorf

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5

Donnerstag, 4. Januar 2018, 12:16

6 Bft ist Starkwind! Wie kommst du drauf dass das keiner ist??


Weil ich seit letztem Jahr leider weiss, wie sich Starkwind anfühlt (und das nicht vom Steg aus).
»If a man speaks at sea where no woman can hear, is he still wrong?«

6

Donnerstag, 4. Januar 2018, 12:18

Lexikon der Geographie
Starkwind

Starkwind, Wind der Stärke 6 auf der Beaufort-Skala. Starkwinde weisen Geschwindigkeiten von 10,8 bis 13,8 m/s bzw. 39 bis 49 km/h auf.

Gruß Odysseus

Marinero

Seebär

Beiträge: 1 022

Schiffsname: Lilla My

Bootstyp: Omega 42

Heimathafen: Aabenraa Sejl Club

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7

Donnerstag, 4. Januar 2018, 12:20

Starkwind bei 6Bft

Das ist kein Starkwind

Nee? Was denn dann? :ueberlegen:

Guck mal hier auf der Startseite unten links



Mein Rat: besorge Dir ein wackeliges, kleines Boot - z.B. eine Europe - und eine Schwimmweste, und geh erst mal ein Jahr lang bei jedem (!) Wetter auf einem Binnensee segeln. Im zweiten Jahr kannst Du segeln. Und dann hast Du auch auf 45 Fuss bei nur 25kn Wind keine Angst mehr, weil Du schon vorher weisst, was das Schiff machen könnte (Du hast dann ja den Vergleich mit der z.B. Europe) aber nicht tut... weils so gross und schwer und reletiv träge ist.

Hm. Jein. :S Dem mit dem auf ner Jolle segeln lernen stimme ich immer zu.

Aber welches Kleinholz 10 Tonnen im Gegensatz zu 60 kg veranstalten können, lernt man dann doch nicht so wirklich.

8

Donnerstag, 4. Januar 2018, 12:22

6 Bft ohne Welle sind zwar ein schöner Wind (lt. Bft Definition Starker Wind) aber nicht das was man typischer Weise Schwerwetter nennt. 6 Bft und mehr mit ab 2 Meter Welle wird da schon spannender. Deshalb würde ich, wenn überhaupt, ein Training mit Welle nehmen. Oder hol Dir einen erfahreneren Segler der schweres Wetter gut kennt mit an Bord.

9

Donnerstag, 4. Januar 2018, 12:32

Also der J. aus S. oder wie auch immer bin ich nicht, sondern der T. aus O. :).



Starkwind hin oder her ist gerade auch einfach nur eine Begrifflichkeit.
Vielleicht habe ich mich etwas unbedacht ausgedrückt. Ich habe schon erfahren, dass die Wellen einem die Sache so richtig ungemütlich machen können. Jetzt hat man aber unterschiedliche Wellen auf dem IJsselmeer, Nordsee, Ostsee oder sonst wo. Die wollte ich jetzt nicht unbedingt noch differenzieren. Mir ging es darum das zu nehmen, was der für mich starke Wind mitbringt :).

Einen Binnenschein habe ich und ein Jahr intensive Jollenerfahrung.

Sich es einfach beiläufig bei erfahrenen Seglern ab zu schauen ist natürlich ideal, nur wie bewerkstelligen? Kenne ja nur mich :).

10

Donnerstag, 4. Januar 2018, 12:38

Wenn Du nur Dich kennst dann ist das ja voll einsam :-)

Dann bleibt wohl nur entsprechende Törns bei den einschlägigen Veranstaltern zu buchen. Ob man da dann immer auf die "Idealbedingungen", also viel Wind trifft, ist allerdings fraglich.

CarstenWL

Admiral

Beiträge: 749

Wohnort: Laboe

Bootstyp: Nissen 41

Heimathafen: Laboe

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11

Donnerstag, 4. Januar 2018, 12:52

Zitat

Ob man da dann immer auf die "Idealbedingungen", also viel Wind trifft, ist allerdings fraglich.


Man lernt auch in "Schwerwettertrainings" ohne schweres Wetter viele Dinge, die einem 'wenn es einen dann erwischt' sehr helfen werden, weil man dann auf die Situation vorbereitet ist und 'das Handwerkzeug hat' die Situation zu meistern.

Das ISAF First Medical Aid z.B. wird auch nicht in der Notfallaufnahme durchgeführt ... ;-)

Gruß

Carsten

12

Donnerstag, 4. Januar 2018, 12:59

Reicht vielleicht erstmal ein Buch (gerne eine Empfehlung)?

Absolut: Frank Robb: 10 Beaufort – Was tun?
Was am dort liest, halte ich für ausgesprochen gut – es wird den modernen Durchschnittsyachtie allerdings wenig amüsieren, was mit ein Grund sein dürfte, warum es nicht mehr nachgedruckt wird. Es fängt quasi damit an: "Kauf Dir erstmal ein richtiges Boot, bevor Du daran denkst, wirklich schweres Wetter überstehen zu können." Habe gestern mal den Ausstellerkatalog der boot überflogen und ich denke, dass 98% aller Boote besser geeignet sind, Regatten oder zumindest Clubregatten in Hafennähe zu gewinnen. Man erinnere sich an Fastnet 1979.
Wofür hat man schließlich die ganze Elektronik, wenn nicht dazu, einen optimalen Wetterbericht zu haben und um sich, wenns brenzlig wird, retten zu lassen.

Sogenannte Schwerwetter- Trainings werden von allen möglichen Segelschulen am Ijsselmeer angeboten.

Keine Frage, üblen Sturm und tückische Reviere gibts überall und man kann auch in Norddeutschland von einem Felsen fallen. Trotzdem würde ich keinen Kurs für Alpinski in Dänemark buchen.

Ein Problem bei Sturm ist der Winddruck und mit den harten Böen. Die hohen Seen wird man auf dem Ijsselmeer aber nicht haben, selbst auf der Nordsee bleibt es maßvoll, wenn man südeuropäische Atlantikküsten zum Vergleich nimmt. Schließlich ist es aus der Natur der Sache heraus immer schwierig mit langfristigen Terminen.
Wirklich schweres Wetter ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Das wird ab einem bestimmten Punkt kaum jemand der es kennt freiwillig auf sich nehmen. Man kann es mit dem Verzicht auf ein Kondom bei einer Urlaubsbekanntschaft vergleichen. Deswegen bleibt einem nichts, als vieles in Gedanken durchzuspielen und dann wenn es soweit ist, Utensilien und, weil es ja um den Sturm geht, auch Verhaltensweisen griffbereit zu haben.

Chris

13

Donnerstag, 4. Januar 2018, 13:02

@CarstenWL: Schon klar. Aber bei realen schwereren (nicht schwerst) Bedingungen dürfte das zu Erlernende doch besser in Fleisch und Blut übergehen. Reine Theorie kann man sich auch sehr gut in Büchern oder auf Youtube geben. Ohne dieses "Wissen" zeitnah in praktischer Erfahrung üben oder einsetzen zu können, dürfte es ziemlich schnell "verpuffen".

beautje

Seebär

Beiträge: 1 331

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14

Donnerstag, 4. Januar 2018, 13:05

Man kann es mit dem Verzicht auf ein Kondom bei einer Urlaubsbekanntschaft vergleichen.

... Nur dass bei der Urlaubsbekanntschaft das Havarie-Risiko mit wachsendem Erfahrungsschatz derselben deutlich zunimmt, beim segeln sollte es abnehmen...

Deswegen bleibt einem nichts, als vieles in Gedanken durchzuspielen und dann wenn es soweit ist, Utensilien und, (...) auch Verhaltensweisen griffbereit zu haben.

Bezieht sich das jetzt auf das Segeln oder die Bekanntschaft??

sorry - etwas OT - musste aber raus :O

Marinero

Seebär

Beiträge: 1 022

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15

Donnerstag, 4. Januar 2018, 13:11

:click-me:

16

Donnerstag, 4. Januar 2018, 13:23

Ich kann ja mur von mir selbst berichten, somit keine grundsätzliche Aussage.

Ich segele seit dem ich 5 bin.
Habe zwischendurch durchaus 10 Jahre pausiert - andere Prioritäten.
Als ich vor ~10 Jahren das erste mal auf den Kanaren gechartert habe, dachte ich nach dem ersten Tag: "Was hast du dir hier angetan"
Nach den ersten drei Tagen auf dem Atlantik, inkl. Nachtfahrten dachte ich: "Das ist segeln und wie schön das ist"

Ich versuche mit dieser Ausführung grob das zu beschreiben, wie es letztendlich jedem vermutlich geht. Man wächst mit den gemachten Erfahrungen.

Daher als Rat, gehe segeln, steigere dich langsam, bereite dich immer sehr gut auf die jeweiligen Reviere vor. Vergesse die gute Seemannschaft nicht, denke auch mal an Boote die kleiner als 30' sind.

Skippertraining ist nicht schlecht, habe ich auch einmal gemacht, nur kann ein Wochenende nicht die Erfahrungen aus 10+ Jahren ersetzen. Man sollte auch in der Lage sein, seine Fehler zu analysieren, denn ansonsten lernt man nicht dazu.

Viel Spaß beim segeln und Gruß Hennes

17

Donnerstag, 4. Januar 2018, 14:03

Hallo T. aus O.,

schiffe Dich doch für einen kürzeren Törn bei jemandem ein, der regelmäßig auch bei stärkerem Wind z. B. aus der Elbe nach Helgoland geht.
Natürlich kann man härtere Bedingungen nicht bestellen, aber die Wahrscheinlichkeit ist vor allem im Frühjahr und Herbst durchaus erhöht.
Hier: KLICK

Gruß + viel Spaß
Andreas

18

Donnerstag, 4. Januar 2018, 14:24

Danke Jungs, ich fühle mich darin bekräftigt erstmal ein Buch zu lesen und möglichst viel aufs Wasser zu kommen.

Den Rest sehe ich dann ja in den nächsten Jahren.

Danke

Sail67

Offizier

Beiträge: 152

Wohnort: Köln

Bootstyp: Compromis 888

Heimathafen: Lelystad

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19

Donnerstag, 4. Januar 2018, 14:41

Ich segel mit Unterbrechungen seit 44 Jahren und es passiert immer wieder das eine Situation einen überrascht. Die Frage, ob diese Situation einen überfordert hängt von den Erfahrungen ab. Als Skipper gehört es auch dazu besonnen und ruhig zuhandeln. Schlimm für eine Crew, wenn der Skipper Unsicherheit ausstrahlt.

Mein Weg war es sich nach und nach bei stärkeren Winden und Seegang dem Wetter zu stellen... Ein Glück wurde ich bisher nie derart überrascht, dass es meine Grenzen überschritten hat. Das kann man aber nicht ausschließen.

Ich halte es für fahrlässig für Material und Leben, ohne aufgebauten Erfahrungsschatz sich 8 oder 9 Bft zu stellen.

Es gibt genügend youtube videos wo man sieht wie Crews völlig überfordert sind. Ich frag mich warum man sowas tut.

Bero

Proviantmeister

Beiträge: 523

Bootstyp: sailart 17

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20

Donnerstag, 4. Januar 2018, 15:30

Geh mal zur Segelschule Godewind am Dümmer; ist ja quasi bei dir um die Ecke. Die bieten im April zweitägige Skippertraining auf der Ostsee ab Fehmarn an. Vielleicht ist das ja was für dich. Kannst eine Fahrgemeinschaft bilden und lernst sofort noch ein paar Leute aus deiner Gegend kennen.
Bernd
Ob ich "in" bin oder "reich" war mir früher völlig gleich. Wie gesagt - das war einmal,
heute ist es mir egal. (nach Frantz Wittkamp)


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