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1

Montag, 28. Mai 2018, 18:51

Ankern mit Charterboot

Hallo zusammen,

das ist ist mein erster Beitrag in diesem Forum und ich wollte diese Frage stellen weil sich bei meiner Recherche im Internet zwar sehr viele Seiten finden kann, die sich mit dem Thema Ankern beschäftigen, aber für mich einige praktische Sachen immer unbeantwortet bleiben.

1. Verlängern der Ankerkette:

Manchmal ist die ausgewählte Bucht einfach so voll, dass es einfach zu eng wird sich noch mit reinzuquetschen. Meist könnte man noch weiter draußen ankern, aber die Charterboote haben meist nur 50 m Kette an Board.
  • Wie macht ihr das dann, verlängert ihr die Kette ?
  • Wir hatten in Kroatien letztes Jahr ein schweres 50 m Tau mit eingespleißter Öse mit an Board. Ist das dann genau für diesen Zweck?
  • Wenn ihr verlängert, verlängert ihr dann möglichst mit Schäkel? Und ist es dann notwendig den Schäkel mit Draht zu sichern?
  • Wann verlängert ihr? Geht doch eigentlich nur mitten im Manöver, wenn die Kette fast komplett raus ist?
  • Wo macht ihr das Seil dann fest? Eine Bugklampe sollte reichen oder?
  • Kann die Ankerwinsch für das Tau verwendet werden?

2. Ankern mit Landfeste:


Das hatten wir letztes Jahr in Kroatien zweimal mit dem 50 m Tau gemacht. Beim zweiten Mal hat der Wind, zum Glück als wir noch wach waren, aufgefrischt und hat sich so gedreht, dass er seitlich auf das Boot getroffen ist. Der Anker ist dann ausgebrochen. Wir konnten zum Glück schnell reagieren und haben den Anker neu gesetzt, dann ohne Landleine.

  • Ist es generell zu vermeiden mit nur einer Landfeste zu Ankern?
  • Ist es nicht generell ein physikalisch sehr unverteilhaft so zu Ankern? Bei Seitenwind ist ja nicht nur die Kraft auf das Boot viel größer ist, durch die größere Windangriffsfläche, sondern zusätzlich ist ja die resultierende Kraft auf den Anker mitunter nochmals höher als die pure Kraft durch den Wind.
  • Oder vermeidet ihr das Ankern mit Landfeste generell, sofern die Gefahr besteht, dass der Wind etwas auffrischt.
Vielen Dank schonmal vorab,
Robert

2

Montag, 28. Mai 2018, 23:47

Hallo Robert,

eine Belegklampe sollte halten. Man liegt unter unruhigen Bedingungen jedoch ruhiger, wenn die Ankerleine direkt nach vorn geführt wird und nicht schräg durch eine Lütöse. In einer Lütöse wird die Ankerleine sehr leiden, weil viel Zug auf der Leine sein kann und das ständige Hin und Her sein Werk verrichtet. Besser ist es, einen Lappen fest um die Ankerleine zu wickeln und ihn mit Bändseln zu fixieren. Besser aber aufwändiger, die belegte Ankerleine mit einem Stropp nach oben von Lütöse, Süllbord und was auch immer fernzuhalten. Zwischen Der Befestigung des Stropps am Boot und der Schlinge an der Ankerleine sollten zwei, drei Handbreit liegen. Die Ankerleine bewegt sich zwar noch - so wie vorher - aber der Stropp geht unten mit und es schamfielt nichts.

Wenn in einer vollen Bucht der eigene Anker hält, hält noch nicht der des Nachbarn. Wo wieviel Zug drauf kommt, hängt ja sehr von den örtlichen Verhältnissen ab. Da kann man nicht sagen, diese Leine ist immer gut und jene immer schlecht. Jede drittklassige Lösung mit Anker, Warpleine und was auch sonst, ist aber immer dann die beste Lösung, wenn sie verhindert, dass im Fall eines Fehlers beim Anderen sich die Boote berühren. Man kann bei sehr viel Wind voll auf der Seite sicher mit Bug und Heckanker liegen. Evtl. an den Leinen etwas zugeben, dass der Winkel günstiger wird. Der Kraft auf dem Anker steht der Vorteil gegenüber, dass die Zugrichtung gleich bleibt.

Vieles hängt vom Boot ab. Die Ankerwinde mit Spillkopf kann es, die die nur ein Kettenspill hat, wird es nicht schaffen. Wenn man erst an das Ende der Kette rankommt, wenn alles raus ist, dann ist das so. Das ist ein Nachteil bei "nur Kette".

Wenn Du den Schäkel mit Draht sicherst, würde ich was festes nehmen, mindestens Zaundraht in Forstqualität, Niroschweißdraht ist auch gut. Mit Draht kann man auch sonst viel machen, weswegen der ohnehin an Bord gehört.

Grüße
Chris

sdw

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3

Dienstag, 29. Mai 2018, 04:43

Moderboot hat ja schon viel zu dem Thema „Ankern“ geschrieben. Wenn wir Ankern muss ich gestehen, schlafe ich nicht gut. Ich lege meistens noch einen Heckanker aus. Dann wird auf dem Plotter der Ankerarlarm geschaltet. Ich kenne einige Charterboote, da ist ein einfacher Plotter drauf ohne so eine Funktion. Für solche Fälle gibt es eine Handyapp die das kann. Sicher ist sicher.
sdw :Laie_22:




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Winterfalke

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4

Dienstag, 29. Mai 2018, 07:20

Erstmal :willkommen: Robert!
Ankern in Kroatien bzw. der Adria ist ein sehr gutes Thema. Meine Frau und ich, wir ankern fast ausschließlich. Aber wir haben bisher nie mehr als 30 - 40m Ankerkette gebraucht. In Italien noch viel weniger. Du solltest immer an den Schwojradius denken. Oft habe ich schon gehört "Soviel Kette wie drauf ist!" Gut, beim Ankersalat zusammenräumen lernt man dann auch wieder Leute kennen. :P
Mir ist nur ein einziges Mal ein Anker kurz ausgerissen bei einer nächtlichen Bora. Der hat sich aber gleich wieder selber eingegraben. Eher passiert es in Kroatien, dass er sich an einer alten Kette oder einem Felsen verhakt. Das ist dann schon ein gröberes Problem. Und bei großer Tiefe ist auch nix mehr mit mal schnell Luft anhalten und abtauchen. Da kannst Du entweder einen Taucher kommen lassen oder den Anker + Kette abschreiben.
Besser ist es, sich einen günstigen Ankerplatz zu suchen bzw. eben bei vollen Buchten irgendwohin auszuweichen. Man findet immer einen Platz. Auch außerhalb der publizierten Ankerplätze. Nur den Anker richtig gut einfahren. Besonders, wenn Bora oder Jugo angekündigt ist. Bei Schwell legt man noch einen Hahnepot von der Ankerkette auf eine Vorschiffklampe. Evtl. kann man nochmal mit Taucherbrille und Schnorchel runter und gucken, wie der Grund ausschaut.
Mario Falko

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5

Dienstag, 29. Mai 2018, 07:49

Landfeste brauchst Du, wenn in viel befahrenen Buchten der Platz zum Schwojen nicht ausreicht. Das sollte man natürlich nur in einer geschützten Bucht machen, wo kein oder nur wenig Wind herrscht. Wenn das ein Gewitter durchgeht ist es oft besser, vorher zu verschwinden.
Viele Grüße
Markus

Winterfalke

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6

Dienstag, 29. Mai 2018, 08:49

In der Adria - zumindest in Kroatien - sieht man Landleinen überhaupt nicht gern.
Mario Falko

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7

Dienstag, 29. Mai 2018, 09:37

Das Problem mit den Landleinen ist, entweder müssen es alle machen oder keiner. Wenn manche Landleine benutzen und andere frei Ankern, kann das zu Konflikten führen, weil die mit Landleine natürlich nicht mit swojen.

In Griechenland ist das von der jeweiligen Bucht abhängig. In manchen geht es ohne Landleine gar nicht.
Landleine ist immer dann sinnvoll, wenn der Platz begrenzt ist und/oder zu tief und man beim freien Ankern zuviel Kette stecken müsste.

In der Regel passen mit Landleine mehr Schiffe in eine enge Bucht als ohne. Aber auch mit Landleine sollte der Anker, genau wie beim freien Ankern, gut mit der Maschine eingefahren werden.
Michael
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8

Dienstag, 29. Mai 2018, 12:51

Nochmal zum Ankern ein Tipp an den TO...
Wen eine Bucht mal gut voll ist und man trotzdem unbedingt bleiben möchte (ist ja auch nicht schlimm) ist es immer eine gute Idee, sich mit den Nachbaryachten bezüglich der ausgebrachten Kettenlänge abzustimmen. :professor:
Ankersalat ist immer ein Riesentheater, Hektik, Durcheinandergeschrei und jeder weiß wieder alles besser. Kennt man ja aus dem Straßenverkehr :kez_08: Obwohl man das mit Besonnenheit und etwas Organisation meist relativ schnell auflösen könnte. Besser ist natürlich, das möglichst zu vermeiden und die Ankerkette "angemessen" auszubringen. Gerade in der Adria schläft für gewöhnlich am Abend der Wind ein. Was will man da mit einer 5 bis 7-fache Kettenlänge erreichen? :nixweiss1:
Mario Falko

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9

Dienstag, 29. Mai 2018, 13:12

Zu volle Buchten haben wir in 11 Jahren Tyrrhenisches Meer noch nicht erlebt.
Tagsüber ja, da sind viele Tagesboote und Luxus-Motor-Yachten, die alle spätestens um 17:30 abhauen...um einen
Platz im nächsten Hafen zu ergattern.
Spätestens ab da sind wir mit einer handvoll gleichgesinnter in einer paradiesischen Idylle.
Also wenn man tagsüber in eine volle Bucht muss, dann nur knapp Kette ausbringen und evtl. schorchelnd die Situation checken.
(Wie liegen die anderen Anker, hält der Anker...etc...)
Abends kann man dann großzügig Kettenlänge dazugeben.

Wir selber haben 50m Kette und zusätzlich 50 Leine. In all den Jahren haben wir eigentlich nie mehr als
die 50m Kette gebraucht, obwohl wir zu 99% ankern, und auch an schwierigen Stellen wie Ustica, Stromboli, Giannutri (Ankertiefen max 25m.)
Hier ein Video vom Ankern auf Marettimo:

https://www.youtube.com/watch?v=BpT2crszE9E


Grüße Marian

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Dienstag, 29. Mai 2018, 15:08

Zum Thema megalange Ankerkette hätte ich noch eine Anekdote zum Besten zu geben. Bei einem vom ÖSYC organisierten Kettentörn durch das MM hatte eine Yacht auch eine Kette von über 80m an Bord. Beim Versuch an tiefem Grund zu anken war schon sehr viel Kette draußen, als plötzlich die Ankerwinde nicht mehr stoppte und sich die Nuss einfach weiterdrehte. Das Bändsel am letzten Kettenglied hatte keine Chance und die Ankerfrau konnte nur noch hinterherschauen, wie alles im Meer verschwand.
Das Gewicht einer Kette sollte man nicht unterschätzen.
Mario Falko

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Dienstag, 29. Mai 2018, 15:10

Na war ja auch ein Kettentörn... :D
Michael
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Dienstag, 29. Mai 2018, 15:12

Wenn die 80m Kette derart durchrauscht, dann war die Wassertiefe wohl auch so bei 80m, nehme ich mal an.
Ich habe eine 120m Edelstahlkette mit 55kg Rocna-Anker montiert. Bei mir ist die Winsch noch nie derart durchgerauscht.
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Winterfalke

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13

Dienstag, 29. Mai 2018, 15:21

Wenn die 80m Kette derart durchrauscht, dann war die Wassertiefe wohl auch so bei 80m, nehme ich mal an.

Ich war da nicht mit. Unser El Presidente war aber mit an Bord. Kann sein, dass die Ankerwinde auch nicht ganz fit war oder etwas unterdimensioniert. War eine Charteryacht. Auf jeden Fall wollten sie auf großer Tiefe ankern.
Mario Falko

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14

Dienstag, 29. Mai 2018, 15:27

Manchmal ist die Kette derart abgenutzt, dass die Glieder in der Kettennuss keinen Halt mehr finden und dann überspringen. Im schlimmsten Fall hält die Kettennuss dann gar nichts mehr.
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Abyss

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15

Dienstag, 29. Mai 2018, 16:41

Wenn die 80m Kette derart durchrauscht, dann war die Wassertiefe wohl auch so bei 80m, nehme ich mal an.

Ich war da nicht mit. Unser El Presidente war aber mit an Bord. Kann sein, dass die Ankerwinde auch nicht ganz fit war oder etwas unterdimensioniert. War eine Charteryacht. Auf jeden Fall wollten sie auf großer Tiefe ankern.


Hallo Mario,
wie schon erwähnt, tiefer als 20m ist nur in Ausnahmen nötig...Klar gibt es XXL-Yachten, die ankern auch auf 50m problemlos...
Im Tyrrhenischen Meer ist es nur um Giannutri (Cala Spermatoio) kritisch, in nur 20m Abstand zur Küste hat man >25m Wassertiefe.
Selbst die immer wieder kritisch erwähnten liparischen Inseln sind gut zum Ankern geeignet.

Grüße Marian

16

Dienstag, 29. Mai 2018, 19:15

Vielen Dank

Vielen Dank erstmal für die vielen Informationen. Ich finde das Thema extrem spannend weil ja wirklich, weil es ja einerseits wunderschön ist in einer halbwegs einsamen Bucht zu ankern, andererseits manchmal notwendig ist, wenn man keinen Platz mehr im Hafen bekommt.

Ich halte mal fest:

  • Die Verlängerung über 50 m (wenn man von Normaloyacht <15 m ausgeht) ist möglich, wird aber üblicherweise auch von Vielseglern kaum gemacht
  • Wenn verlängern, dann Seil an Bugklampe festmachen, aber nicht durch die Öse in der Fußreling führen, da das Seil sonst stark belastet wird. Seil sichern, dass es nicht in die Öse rutscht
  • Den Schäkel mit Draht sichern
  • Ankerwinden die keinen zusätzlichen Spillkopfhaben, kriegen das Seil wahrscheinlich nicht hoch
  • Landleinen sind ein eher bei wenig Wind zu empfehlen
  • Bei voller Bucht Nachbarn fragen, wie viel Kette er draußen hat, damit die Schwojradien gleich sind
  • Vor dem Segeltörn Apnoetauchen im Baggersee üben :D
  • Und immer etwas Draht mit haben 8o
Noch kurz was zum Eingraben des Ankern, ist eine bei 2000 1/min ausreichend?

Danke,
Robert

Abyss

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17

Dienstag, 29. Mai 2018, 20:29

Bei 2000 Touren eindampfen....das wird nichts. Nach dem Ausbringen der Kette lasse ich das Boot im Standgas
eingekuppelt rückwärts laufen...Fuss auf der Kette, bis die sich strafft. Wenn sie längere Zeit rumpelt...hält der Anker nicht!
Dann, wenn die Kette sich strafft, mehr Gas geben, aber nicht dauerhaft....höchstens 1500 Touren, oder so.
Ich habe öfters Leute beobachtet, die gleich nach dem Fallenlassen der Kette viel zu viel Gas rückwärts gaben...nie hielt der Anker.
Nach 4-5 Versuchen fuhren sie dann in den nächsten Hafen....

18

Dienstag, 29. Mai 2018, 20:31

Ich fahre den Anker mit etwas höherer Drehzahl (bis ca. 2.500 U/min) ein.

Wichtig ist, dass er nicht ruckartig eingefahren wird. Also zunächst mit kleiner Fahrt zurück und bei sich spannender Ankerkette allmählich die Drehzahl steigern.

MichaelK

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19

Dienstag, 29. Mai 2018, 21:15

Jup.. Faustregel ist, wenn er bei 2000 hält, hält er auch bei 8 Bft. Nur eben die Drehzahl laaangsam steigern. Der muss ja erstmal die Chance zum Eingraben bekommen.
Michael
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20

Dienstag, 29. Mai 2018, 21:23

Wir hatten in Kroatien letztes Jahr ein schweres 50 m Tau mit eingespleißter Öse mit an Board. Ist das dann genau für diesen Zweck?

Ich tippe dabei eher auf die Schlepptrosse.

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