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Musikanto

Admiral

  • »Musikanto« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 717

Bootstyp: Sirius 26

Heimathafen: Marina Hohen Wieschendorf

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1

Mittwoch, 20. Juni 2018, 20:25

Hohe Wellen von der Seite, wie damit umgehen

Moin
Ich segel ja noch nicht so lange und habe eine Frage:

Wir haben vor kurzem mit unserer kleinen Malou ganz gut was auf die Mütze bekommen. Aus 3-4 wurde 5-6, in Böen mehr. Halber Wind und (für mich) hohe Wellen von der Seite. Ich jedenfalls habe so hohe Wellen in einem Segelboot noch nciht erlebt. Der Törn entwickelte sich zu einer ziemlichen Schaukelei. Welle von Steuerbord, Boot und Mast legen sich nach Backbord, Welle läuft durch, Boot mit Mast wieder zurück. Wie macht ihr das in so einem Fall: haltet ihr die Schaukelei aus oder beschließt ihr, höher an den Wind zu gehen und so die Wellen vorlicher zu haben und eher zu schneiden als sie immer heftig von der Seite zu bekommen?

lG Klaus

Yachtcoach

St. Lubentius des Forums

Beiträge: 6 296

Wohnort: mittendrin

Schiffsname: wechselt und daher auch nicht wie Frauennamen auf den Arm tötowiert

Bootstyp: Ja ...sagt man von mir....

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2

Mittwoch, 20. Juni 2018, 20:42

so segeln, dass die Welle nicht von der Seite kommt. :huh:
wer will schon unbedingt "rolling home" singen :rollinghome:

Es gäbe da diverrse Möglichkeiten...

möchte jetzt aber hier keinen Segelkurs abhalten...
;)
ja...der redet und schreibt auch ungefragt....wer wissen will was....liest da :


http://www.my-seaside.net/html/kolumne.html . ... -.....QUERULANT= https://blog650.wordpress.com ... - ......HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com ......-........http://www.wassersport-pool.info ..[/align]

3

Mittwoch, 20. Juni 2018, 20:58

Da hilft nur Kurs ändern. Kann schon recht "kotzig" werden wenn man die Welle "gegen" sich hat.
*es ist immer niedriger als Du denkst!*

Bruk

Kapitän

Beiträge: 720

Wohnort: Flensburg

Bootstyp: Marieholm 32E

Heimathafen: Augustenborg

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4

Mittwoch, 20. Juni 2018, 21:30

Schwer zu sagen. Es kommt immer auf den Bootstyp an. Grundsätzlich ist voll und bei (tiefer als volle Höhe) besser als abfallen. Keiner möchte freiwillig Luv verschenken! Mich wundert, dass die Sirius halbwinds so ein Theater macht. Unser Boot liegt auch bei schwerer See wie ein Brett. Es bewegt sich was, aber wir sind bei diesen Verhältnissen auch noch in der Pantry zugange. Unangenehmer wäre raumschots oder direkt platt vorm Laken. Aber halber Wind: immer volle Freude!

Gruß
Klaus

Abyss

Seebär

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Rufzeichen: DC8184

MMSI: 211678190

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5

Mittwoch, 20. Juni 2018, 21:31

Eigentlich komisch, Welle seitlich ist bei genügend Wind nicht tragisch, da das Boot stabilisiert durch die Segel kaum
schaukelt. Evtl. bei größeren Wellen diese dynamisch ansteuern, also immer einen Wellenberg ansteuern und dann wieder
abfallen. Hart am Wind wird sehr ungemütlich und nass....

Grüsse Marian

Musikanto

Admiral

  • »Musikanto« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 717

Bootstyp: Sirius 26

Heimathafen: Marina Hohen Wieschendorf

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6

Mittwoch, 20. Juni 2018, 21:36

Ich habe mal unseren Kurs und die Windrichtung in den Anhang gepackt.
»Musikanto« hat folgende Datei angehängt:
  • Kurs.docx (505,17 kB - 175 mal heruntergeladen - zuletzt: 24. September 2018, 13:30)

Orage

Kapitän

Beiträge: 690

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Bootstyp: Bianca 111

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7

Mittwoch, 20. Juni 2018, 21:44

Beidrehen/Beiliegen und Kaffee kochen (kardanisch). Noch besser ist Ablaufen mit 140-160° Wind; aber da muss dann die See frei und ein sicherer Hafen möglich sein.
procul negotiis

Bruk

Kapitän

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Wohnort: Flensburg

Bootstyp: Marieholm 32E

Heimathafen: Augustenborg

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8

Mittwoch, 20. Juni 2018, 21:59

Ich habe mal unseren Kurs und die Windrichtung in den Anhang gepackt.



Ich sehe da in der Anlage nichts Außergewöhnliches. Wenn die Windpfeile den wahren Wind darstellen, kommt Dein Wind an Bord etwas vorlicher als querab. Das sollte nun gar kein Problem sein.

Kann es sein, dass Du als Vorsichtsmaßnahme viel Tuch weggenommen hast? Wenn Du zu wenig trägst, kann es zu den Rollbewegungen kommen. Test: Berge mal alle Segel und Du wirst Dich in einer wilden Schiffschaukel auf diesem Kurs befinden. Die stäbige Sirius sollte bei diesem Kurs mit genügend Segelfläche bretthart in der See liegen.

Du wirst das Problem mit Sicherheit in den Griff bekommen. Dein Schiff ist klasse! ;)

Gruß
Klaus

Rüm Hart

Motorsegler-Versäger

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9

Mittwoch, 20. Juni 2018, 23:15

Hallo Klaus (Musikanto). Der Gedanke vom anderen Klaus (Bruk) :) war auch spontan meiner, als ich Deine Beschreibung las. Kann das sein? Ich meine, hattest Du möglicherweise zu eifrig gerefft? Man kann in solchen Situationen auch zu wenig oben haben und auch zu wenig speed machen. Oder gab es womöglich noch eine alte Dünung, die gegen die neue Windwelle lief und Chaos verursachte?

Gruß, Manfred
Rüm Hart Blog: KLICK
Kolumne für segeln: KLACK
Sirius Forum: KLONG

Orage

Kapitän

Beiträge: 690

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Bootstyp: Bianca 111

Heimathafen: "Hamburg"

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10

Mittwoch, 20. Juni 2018, 23:50

Nun ja, die Sirius 26 ist ja auch ein nicht perfekter Kleinkreuzer (vom Hobby-Designer Heribert Streuer) mit hohem Freibord und hohen Kajütaufbauten, wenig Tiefgang und imperfekten Lateralplan, der somit Wind- und Wellen besten Widerstand bietet :D. Wärest Du mit besseren Booten dieser Größenklasse, wie z. B. einem IF-Boot von T. Sunden (1967) oder einer Tumlaren von Knud Reimers (1934) unterwegs gewesen, gäbe es diesen Trööt gar nicht :D .
procul negotiis

Bruk

Kapitän

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Heimathafen: Augustenborg

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11

Donnerstag, 21. Juni 2018, 00:03

Nun ja, die Sirius 26 ist ja auch ein nicht perfekter Kleinkreuzer (vom Hobby-Designer Heribert Streuer) mit hohem Freibord und hohen Kajütaufbauten, wenig Tiefgang und imperfekten Lateralplan, der somit Wind- und Wellen besten Widerstand bietet :D. Wärest Du mit besseren Booten dieser Größenklasse, wie z. B. einem IF-Boot von T. Sunden (1967) oder einer Tumlaren von Knud Reimers (1934) unterwegs gewesen, gäbe es diesen Trööt gar nicht :D .



Es ist ganz sicher, dass Boote mit hohem Freibord und hoher metazentrischer Höhe gleich großen, die diese Merkmale nicht aufweisen, wahrscheinlich, was die Seefreundlichkeit angeht, unterlegen sind. Aus gutem Grund habe ich meine T.Sunden-Konstruktionen aber nicht erwähnt. Weil es wirklich sein kann, dass zu wenig Tuch gefahren wurde. Auch meine Marieholm hat deutlich größere Schwingungsamplituden, wenn ich die falsche Segelfläche fahre. Ich bin des Öfteren an solchen zu stark gerefften, lebhaft im Seegang agierenden Booten vorbei gesegelt und hätte gern rübergerufen "nehmt das Reff raus, ihr seid schneller und das Boot liegt besser in der See."

Liebe Grüße
Klaus

12

Donnerstag, 21. Juni 2018, 00:17

Moin,

wie schnell warst du denn unterwegs? Wenn du zu langsam -also zu stark gerefft oder Segelstellung falsch- dann schaukelt sich das Boot ganz gerne mal auf.

Du kannst dem etwas entgegenwirken wenn du die Welle etwas schneidest, also etwas auf die herankommende Welle anluvst und wieder abfällst.
Umgekehrt, etwas abfallen und wieder anluven. Das schaukelt zwar auch, aber auf eine etwas andere art und weise. Probier es einfach mal aus. Das Lohnt sich aber auch wirklich nur für die größeren Wellen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »M-Y« (21. Juni 2018, 01:12)


Winterfalke

Salzbuckel

Beiträge: 8 983

Wohnort: Niederösterreich

Bootstyp: gecharterte 30 - 34ft.

Heimathafen: Adria

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13

Donnerstag, 21. Juni 2018, 07:35

Der Törn entwickelte sich zu einer ziemlichen Schaukelei. Welle von Steuerbord, Boot und Mast legen sich nach Backbord, Welle läuft durch, Boot mit Mast wieder zurück.

:kotz:
Ich hasse solche Kurse zur Welle wie die Pest. Auf jeden Fall anderen Kurs!
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

14

Donnerstag, 21. Juni 2018, 07:46

Solche Probleme würde ich eher bei Breitarschschiffen mit flachem U-Spant vermuten.
Da könnte es durch die hohe Formstabilität zu solchen Erscheinungen führen.
In diesem Fall vermute ich aber auch das zuwenig Segelfläche oben war, lief die Kiste Rumpfgeschwindigkeit?

Notlösung wäre die Schoten dichtzuholen um den Press zu erhöhen.
Bei Flaute und schwerer Dünung geht natürlich nix mehr. (Blauwassersegler lieben das :D )

15

Donnerstag, 21. Juni 2018, 07:49

Der Törn entwickelte sich zu einer ziemlichen Schaukelei. Welle von Steuerbord, Boot und Mast legen sich nach Backbord, Welle läuft durch, Boot mit Mast wieder zurück.

:kotz:
Ich hasse solche Kurse zur Welle wie die Pest. Auf jeden Fall anderen Kurs!
Eigentlich sind diese Kurse richtig schön - bei ausreichend Druck im Segel. Viele Boot laufen zwischen 60 und 100° TWA am schnellsten. Bei Welle besteht weder die Gefahr des Feststampfens, noch die des aus dem Ruder Laufens / Patenthalse.
Der Schlüssel ist eine ausreichende Segelfläche.

Jan

x-molich

Seebär

Beiträge: 1 238

Schiffsname: Martha

Bootstyp: Molich-X-Meter

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16

Donnerstag, 21. Juni 2018, 08:53

Hi,

so segeln, daß Krängung da ist. Hattet ihr ggf. zu wenig Segelfläche?
Bei mir geigt da nix, eher wenn ich abfalle und auf Vorwind gehe.
Halbwind ist doch auch klasse, um flott zu segeln.

Man muß es eben aushalten oder Kurs ändern.

Zitat

Ich segel ja noch nicht so lange und habe eine Frage
Ich hatte vor vielen Jahren nur Binnenerfahrung, als ich das erste Mal mit eigenem Boot auf die Ostsee bin. Ich habe mich damals erst an Welle und Wind gewöhnen müssen. Binnen neigt man wohl auch dazu 6 Bft. zu sagen, wenn es nur 5 sind. Subjektiv hatte ich das Gefühl auf der Ostsee beim immer 6-7 Bft und drei Meter Welle unterwegs zu sein, weil ich das von den Seen gar nicht kannte. Mit der Zeit legt sich das :O


Grüße
Sascha
Umwege erhöhen die Ortskenntnis!

pks

Lotse

Beiträge: 1 659

Wohnort: Mittelfranken

Bootstyp: ehemals: Conger - Friendship 25 HK - Compromis C999

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17

Donnerstag, 21. Juni 2018, 09:08

Ich hatte vor vielen Jahren nur Binnenerfahrung, als ich das erste Mal mit eigenem Boot auf die Ostsee bin. Ich habe mich damals erst an Welle und Wind gewöhnen müssen.

kann ich bestätigen

aktives Segeln hilft auch, im Tal leicht anluven, auf dem Berg entsprechend abfallen, nachteilig ist dass der optimale Trimm nicht da ist

raumschots isses anders rum, im Tal den Hintern zum Berg, oben anluven, meine Erfahrung bei Mistral mit 1/3 Fock
Gruß aus Mittelfranken
Peter

Meeresfee

Salzbuckel

Beiträge: 3 759

Schiffsname: Gute Fee

Bootstyp: Winner 9.50

Heimathafen: Heiligenhafen

Rufzeichen: Tel.nummer

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18

Donnerstag, 21. Juni 2018, 10:59

Das Stück zwischen Rerik und Offentief ist bekannt für fiese welle bei winden aus NW. Oft ist für die welle zuwenig wind. Da draußen mehr Wind als unter Land,. Oft kommt Wind so ab Rerik auch vorlicher als Welle. Somit entstehen zwei Systeme. Die eine Welle etwas von vorn, eine zweite von außen einlaufende Dünung etwas seitlich. gibt Konfusion. Abhilfe? Möglichst viel Tuch oben haben.

Der Beitrag von »TrampMuc« (Donnerstag, 21. Juni 2018, 11:00) wurde aus folgendem Grund vom Autor selbst gelöscht: Unsinn bei 5-6 (Donnerstag, 21. Juni 2018, 13:07).

Beiträge: 1 601

Wohnort: Pinneberg bei Hamburg

Schiffsname: Lekker

Bootstyp: Dehler 35 SV

Heimathafen: Fahrensodde

Rufzeichen: DA2049

MMSI: 211683610

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20

Donnerstag, 21. Juni 2018, 11:32

haltet ihr die Schaukelei aus

Nee!
Je nachdem, wohin ich will und wieviel Platz nach Lee ist würde ich versuchen, die Wellen bestmöglich zu "abzureiten", also deren Schub zu nutzen. Das bedeutet natürlich Arbeit an der Pinne, macht aber einen Heidenspaß und ist viel besser, als sich passiv der Schaukelei zu ergeben. Man braucht dafür allerdings genug Vortrieb und muss in Böen auch schon mal fieren; das Ganze ist dann aktives Segeln. Je nach Kurs verliert man dabei Höhe, was aber das kleinere Übel ist, wenn dort nicht gleich die Legerwallküste lauert.

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