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holztoeter

Proviantmeister

  • »holztoeter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 323

Schiffsname: withe ghost

Bootstyp: Rommel Sportster

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1

Donnerstag, 21. Juni 2018, 16:37

Beinahe versenkt

Letzten Sonntag hatte ich ein etwas bedenkliches Erlebnis. Wir, die Admiralin und ihr Knecht sind endlich mal wieder gesegelt. Anfänglich recht sacht aber es kamen dann doch einige ruppige Böen durch. Soweit so gut. Im Hafen, beim Klarschiffmachen bemerkten wir Wasser in der Bilge, beim Kunststoffdampfer, ohne Wellengang?????. Also Ursache suchen und bin dabei auf das Paddelrad gestoßen. Ahnungsvoll faste ich leicht an und siehe da, die Mutter ließ sich etwas bewegen. Also leicht nachziehen aber der Schraubweg hört nicht auf. Es kam wie es kommen musste, plötzlich hatte ich das Ding in der Hand und ein kinderarmdicker Strahl stand als kleine Säule vor mir. Jetzt das Paddelrad wieder drauf drücken und nach der Regierung brüllen. Die musste dann nach vorne krabbeln, der richtige Weg war von mir zugeparkt, und festhalten. Ich musste dann ganz schnell den Slip klarmachen, den Kiel hochziehen, das Boot abbinden und schnellstens sehen den Kahn auf den Slipwagen zu bekommen. Es ging gut und ich hatte zum Glück noch die eine oder andere Hand im Verein die geholfen hat.
Aber was wäre gewesen wenn durch eine harte Welle, eventuell von einem Mobo, das Ding unterwegs rausgeflogen wäre. Gut wir segeln binnen und an Land kommt man immer, aber mir fällt da nur ein irgendwie sehen das der Kahn auf Grund kommt. Schöne Sch…… Aber das neue Teil ist heute gekommen, wenn ich das morgen einbaue ist der Slip abends wieder frei.
Man kann über alles mit mir reden nur Kritik vertrage ich nicht.

2

Donnerstag, 21. Juni 2018, 17:04

Durchgangshülse gerissen? Zu fest angezogen?

holztoeter

Proviantmeister

  • »holztoeter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 323

Schiffsname: withe ghost

Bootstyp: Rommel Sportster

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3

Donnerstag, 21. Juni 2018, 17:20

Nö, die war seit drei Jahren verbaut und mit reichlich SIKA eingeklebt. Ich hätte gedacht das die notfalls auch ohne Mutter halten würde. Ich denke einfach porös.
Man kann über alles mit mir reden nur Kritik vertrage ich nicht.

Beiträge: 204

Schiffsname: Wilde 13

Bootstyp: Rommel Competition

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4

Donnerstag, 21. Juni 2018, 17:37

Na dann ist doch alles klar, da hast du nochmal richtig Schwein gehabt!
Ich hoffe, du hast deine bessere Hälfte nicht damit dauerhaft in Angst und Schrecken versetzt.
Warum wurde die Mutter denn weggelassen?

Handbreit, Ansgar

5

Donnerstag, 21. Juni 2018, 17:45

Äm. Ich verstehe das nicht.
Die äußere Hülse gehört eingeklebt, hat aber einen außen überstehenden Rand und kann nicht nach innen durchrutschen.
Der Geber selbst wird eingesteckt und mit Fett/Gummilippe gedichtet - jedoch nicht geklebt, damit er bei Bedarf gezogen und das Paddelrad gewahrschaut oder dessen Achse nach dem Einlaufen gelegentlich gewechselt werden kann.
Überwurfmutter und idR ein Drahtbügel sichern ihn. Wieso hast Du das Ding denn überhaupt eingeklebt?

Aber ok, soweit noch verstanden. Die Mutter gab es, aber sie war lose. Als Du sie festziehen wolltest, hattest Du den Geber in der Hand?
Das ist doch unmöglich, außer die gesamte Hülse wäre beim Festziehen zerbrochen.
Oder hast Du die Mutter nicht festgezogen, sondern abgedreht?
Aber wieso hast Du mit der Hand (stundenlang?) draufhaltend den Kahn (not)geslippt, statt die Hülse zurückzustecken und die Mutter einfach wieder draufzudrehen?

Danach wäre der Kahn zwar nicht gesunken, jedoch vermutlich immer noch leck gewesen. Denn: einmal gerissene Dichtmasse bleibt undicht. Das Auskranen war so gesehen vermutlich ohnehin notwendig.
Der serienmäßige Gummidichtring (den gibt es hoffentlich noch?) in Verbindung mit seewasserbeständigem Fett dichtet dagegen zuverlässig. Bevor Du das Ding wieder einsetzt, müsstest Du die alte Dichtmasse übrigens möglichst restlos entfernen...

Alles wird gut
Andreas

6

Donnerstag, 21. Juni 2018, 19:10

So ist das mit den Plastikhülsen.. meine hätte ich beim Austausch auch fast in der Hand zerbröseln können.. aber die neue DoItYourSelf Messinghülse sollte ewig halten.

Danke für deinen Bericht.
„Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen“,

7

Donnerstag, 21. Juni 2018, 19:29

Äm. Ich verstehe das nicht.

Ich auch nicht.

wie habe ich zu verstehen, dass du das "Paddelrad" in der Hand hattest? Wenn ich im Boot bin und das Paddelrad in der Hand haben möchte, muss ich den Geber ziehen. Wenn ich den Geber für länger gezogen lassen möchte dichte ich den Borddurchlass mit dem dafür vorgesehenen Blindstopfen.

Bitte erhelle mich.
:S

windwaerts

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8

Freitag, 22. Juni 2018, 08:36

Normalerweise gibt es für die Überwurfmutter des Gebers auch einen Blindstopfen, den man draufschraubt, wenn man den Geber reinigt.
Zusätzlich gibt es neben den Leckstopfen, die wir an Bord haben sollten eine Knetdichtmasse , mit der man auch in Fahrt solche Leckst verschließen kann. Es ist sehr sinnvoll, so etwas an Bord zu haben, wie man an dem Beitrag erkennen kann.
Viele Grüße
Markus

Ostestrom

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9

Freitag, 22. Juni 2018, 14:08

Zusätzlich gibt es neben den Leckstopfen, die wir an Bord haben sollten eine Knetdichtmasse , mit der man auch in Fahrt solche Leckst verschließen kann. Es ist sehr sinnvoll, so etwas an Bord zu haben, wie man an dem Beitrag erkennen kann.
Moin, dem kann ich mich nur anschließen. Ich habe an Bord unter der Bank neben dem Niedergang einen Eimer mit einem Handbeil, einer Metallsäge, Leckstopfen, Leakhero, Keilen, Lappen und Schwamm.
Damit lassen sich die meisten Lecks schnell stopfen. Ist schnell zugänglich und es muss nichts zusammen gesucht werden.

Yellow Boat

Salzbuckel

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10

Freitag, 22. Juni 2018, 14:17

Genau wegen diese Art von Risiko's schreibt Nasa diese befestigung vor . Also nach der Montage z.B. mit Glasfaserpolyester abdecken.
Dann kann sowas nicht passieren.
Ad
»Yellow Boat« hat folgende Datei angehängt:
  • Einbau.jpg (204,41 kB - 61 mal heruntergeladen - zuletzt: 8. Juli 2018, 23:28)

Klaus Helfrich

Salzbuckel

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11

Freitag, 22. Juni 2018, 14:29

Weil ich solche Durchbrüche immer vermieden habe, besitze und benutze ich ein Walker Schlepplog:
index.php?page=Attachment&attachmentID=223248
Die Gieselau Schleuse auf dem Weg von und zur Eider ist wieder geöffnet und so soll das auch bleiben!

12

Freitag, 22. Juni 2018, 14:53

diese Art von Risiko's
Lasst die Kirche im Dorf. Eines meine ich verstanden zu haben: Nicht die Hülse wurde undicht, sondern der Geber.
Ihr seid mit Euren Gedanken also im falschen Film.
Auch ein Blindstopfen hätte im konkreten Fall wohl nichts beigetragen, denn der TO hatte ja offensichtlich seinen Geber in der Hand, wozu dann also ein Blindstopfen?

Offenbar war der Geber INNERHALB der Hülse nicht sachgemäß eingesetzt. Das kann man richtig machen und dann tendiert das Risiko solcher Durchbrüche imho gegen null.
Er meldet sich dazu ja nicht mehr und klärt uns auch nicht weiter auf, also so what.


In meinen Augen wäre es einigermaßen irrational, aus Leckpräventionsgründen auf Rumpfdurchbrüche für Echolot-/Loggegeber zu verzichten, aber gleichzeitig Seeventile für sprichwörtlich jeden Sch.... einzubauen.
Von Seeventilen geht doch ein wesentlich größeres Risiko aus, als von den Gebern.
Durchbrüche für Geber würde ich ggf. aus anderen Gründen in Frage stellen, z. B. wenn ich ein Boot mit Sandwich-Rumpf hätte.

Gruß
Andreas

frank_x

Seebär

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Heimathafen: Berlin

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13

Freitag, 22. Juni 2018, 15:27

Ich denke - wie auch die meisten anderen - dass die äußere Hülse gebrochen war. Also vlt. irgendwann etwas Wasser dort stehen gehabt, welches im Winter als Eis zwischen Rump und Mutter die Hülse aufgerissen hat oder die Plastik mochte irgendein Lösungsmittel nicht oder .... Dass es nicht direkt nach dem Slippen auftrat, ist wohl dem Sika zu verdanken und/oder einem Rest der stehen geblieben ist. Durch das Andrehen der Mutter hast Du der Hülse dann den Rest gegeben. Und ja - dann hat man den Geber mit der äußeren Hülse komplett in der Hand und kann ihn deswegen auch wieder drauf setzen, wobei er allerdings nicht hält - Dann einen entsprechenden Leckpropfen bei der Hand zu haben ist natürlich recht nett - war in ClasseMini Vorschrift - trotz unsinkbaren Schiffes ...

Ich möchte mir gerade nicht vorstellen, ob so etwas auch bei uns auftreten kann. Die Plastehülsen hatte ich bisher nicht sonderlich kritisch gesehen ...

14

Freitag, 22. Juni 2018, 16:04

Hm. Ein Gehäusebruch wäre ja ein ganz neues ernstzunehmendes Risiko.
Machen wir es kurz statt Spekulatius.


@holztoeter: Kannst Du aufklären, bitte?

holztoeter

Proviantmeister

  • »holztoeter« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 323

Schiffsname: withe ghost

Bootstyp: Rommel Sportster

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15

Freitag, 22. Juni 2018, 18:49

Also wie ich schon schrieb hatte ich die Hülse mit Sika eingeklebt und dann von oben mit der Überwurfmutter leicht angezogen. Nach drei Jahren war der untere überlappende Rand scheinbar zerbröselt, was weiß ich, spröde geworden. Und abends war Wasser in der Bilge und beim Suchen bemerkte ich leichtes wackeln an der Durchbruchsbuchse. Die Plastemutter leicht nachziehen dache ich und gut ist. Nada, das Ding gab einfach nach und plötzlich war der Rand ab und ich hatte die Buchse in der Hand. Das Paddelrad war weiterhin in der Gewindebuchse und da war auch keine Gewalt im Spiel. Meine Sonne hat super reagiert und fleißig die Rest ins Loch gedrückt bis der Kahn im Trockenen war. Ich bin konsterniert und finde das die Buchse aus Messing oder ähnliches schon ne dolle Sache wäre aber ich bin kein Metaller sondern Holzwurm.
Man kann über alles mit mir reden nur Kritik vertrage ich nicht.

16

Freitag, 22. Juni 2018, 19:15

Da seht ihr mal, in was für einer Brühe ihr da segeln müsst ... das Zeug greift sogar den Kunstoff an :D


"What 'n Drama mit dem Karma"
(by me, myself & I)


17

Freitag, 22. Juni 2018, 20:13

Ich frage mich, womit Du Dein Unterwasserschiff und damit auch die Borddurchführung behandelt hast.
In mehr als 30 Jahren Beschäftigung mit der Materie ist mir so etwas noch nicht unter gekommen.
Ist der Geber und damit auch die Hülse Airmar?
:S

18

Freitag, 22. Juni 2018, 20:14

Primer, Antifouling und Co dürften auch nicht lebensverlängernd sein.

19

Freitag, 22. Juni 2018, 20:16

Das Zeug malt jeder problemlos drauf.
:S

Klaus13

Coque au vin Meister

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Wohnort: Seestermühe

Schiffsname: Maris

Bootstyp: WINNER 9.00

Heimathafen: Schokkerhaven

Rufzeichen: DJKI2

MMSI: 211674410

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20

Freitag, 22. Juni 2018, 20:28

Moin,

also die Frage wieso sich eine Kunststoffhülse nach 3 Jahren auflöst, würde mich auch brennend interessieren. Solche Hülsen sind doch i.d.R. für die Lebensdauer des Gebers im Boot und werden nur getauscht, wenn man einen moderneren Geber haben möchte oder der alte defekt ist.

Da muss es eine besondere Ursache für geben. Gibt es die Reste der Hülse noch? Fotos?

Gruß Klaus
who fails to plan plans to fail

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