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61

Mittwoch, 4. Juli 2018, 11:23

B) ich habe offenbar zu lange als Leiter einer Charterstation auf Mallorca gearbeitet ...


Welche Charterstation auf Mallorca hast Du geleitet?

Winterfalke

Kap Hornier

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62

Montag, 9. Juli 2018, 06:59

B) ich habe offenbar zu lange als Leiter einer Charterstation auf Mallorca gearbeitet ...

Welche Charterstation auf Mallorca hast Du geleitet?

Also Du stellst vielleicht Fragen... :kez_08: Natürlich die, wo die letzten Deppen von Charterern sich Segelboote ausborgen, die von guter Seemannschaft und Yachtführung absolut keine Ahnung haben.
Mario Falko

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:segeln:

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63

Dienstag, 10. Juli 2018, 08:42

B) ich habe offenbar zu lange als Leiter einer Charterstation auf Mallorca gearbeitet ...


Welche Charterstation auf Mallorca hast Du geleitet?
öffentliche Namen sind was für Grabsteine.
Aber ich kann/will/DARF Dir sagen, dass es sich um eine kleinere Charterfirma mit Sitz in der Bucht von Palma handelt, deren Angebot sich eher an ausschließlich preisbewusste Kundenkreise richtete denn an Qualitätsorientierte.
B) ich habe offenbar zu lange als Leiter einer Charterstation auf Mallorca gearbeitet ...

Welche Charterstation auf Mallorca hast Du geleitet?

Also Du stellst vielleicht Fragen... :kez_08: Natürlich die, wo die letzten Deppen von Charterern sich Segelboote ausborgen, die von guter Seemannschaft und Yachtführung absolut keine Ahnung haben.
s.o.
Das stimmt leider!
Und meist konnten sie auch nicht segeln - da aber MoBo mit vergleichbarer Größe ein Vielfaches kosten, werden halt Segelschiffe gechartert ... und nur motort.
Ein Franzose und ein Deutscher stehen am Strand.
Da geht der Franzose los und ruft "Sieh! Ich kann über das Wasser laufen!"
Da murmelt der Deutsche "nicht mal schwimmen kann der..."

Winterfalke

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64

Dienstag, 10. Juli 2018, 09:37

eine kleinere Charterfirma mit Sitz in der Bucht von Palma handelt, deren Angebot sich eher an ausschließlich preisbewusste Kundenkreise richtete denn an Qualitätsorientierte.

:zu: ...

Das stimmt leider!
Und meist konnten sie auch nicht segeln - da aber MoBo mit vergleichbarer Größe ein Vielfaches kosten, werden halt Segelschiffe gechartert ... und nur motort.

Natürlich können (fast) alle Charterer nicht segeln. Wie sollten sie auch, wenn sie kein eigenes Segelboot haben. Und Segeln ist ja nun mal eine geheimnisvolle Kunst, die sich nur der Elite erschließt. :professor: Charterer sind außerdem geizig sehr sparsam und machen die Segelboote nur kaputt. :motzen:
Aber... @Alegria Yacht: Wieso gibst Du dich denn überhaupt mit solchen Gesindel ab? Oder gerade deswegen nicht mehr?
Mario Falko

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65

Dienstag, 10. Juli 2018, 09:48

Gott, nach gut 3 Jahren immer noch nicht gelernt "richtig" zu differenzieren?

Diese Charterer ... das sind alles bedauerliche Einzelschicksale. Wie kann man die nur alle so verantwortungslos in eine Topf werfen!? Und dann auch noch - zwischen den Zeilen - zu dieser einfältigen, schlichten Schicht der Motorbootfahrer :D

Wo soll das nur alles noch hinführen?

Dabei wissen "wir" doch, dass "wir" - also alle für sich ganz differenziert einzeln - was Besseres sind ;(

"What 'n Drama mit dem Karma"
(by me, myself & I)

Winterfalke

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66

Dienstag, 10. Juli 2018, 09:57

Dabei wissen "wir" doch, dass "wir" - also alle für sich ganz differenziert einzeln - was Besseres sind

;) Du verstehst mich. :good2:
Mario Falko

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67

Dienstag, 10. Juli 2018, 10:36

Natürlich können (fast) alle Charterer nicht segeln.

das kann ich so nicht bestätigen!



Allerdings ist die Zahl der Segelunfähigen in der Rubrik "ausschließlich preisbewusster Kunde" in den letzten Jahren (gefühlt und handgestoppt) exponentiell gestiegen.
Was die Zahl der Havarien und Schäden deutlich belegen.
Es gibt zu viele Boote (nach der Türkei-Krise) auf der Insel. Dies führte zu einem, über den Preis geführten, Verdrängungswettbewerb, der die ersten [Betrugs-]Opfer (wir alle wissen wen ich meine!) schon hatte.
Zwei weitere Firmen folg(t)en.

Und Segeln ist ja nun mal eine geheimnisvolle Kunst, die sich nur der Elite erschließt.
ENDLICH SAGT ES MAL JEMAND!
wenn "segeln" jeder könnte wäre es autofahren ...


aber im ernst.
Die Zahl der Mega-Crews - also der typische 12-Mann-Kegelclub aus Castrop-Rauxel - nimmt stetig zu. Dies führt dazu, dass die Yachten immer größer werden (müssen). Und gleichzeitig billiger! Das geht "nur" über Minder-Qualität im Bereich Ausstattung und/oder Service.
An einer Übergabe nehmen maximal zwei Leute teil, von denen der Eine bereits vor 6 Wochen den SBF See im Crash-Wochenend-Kurs bestanden hat. Der Rest der Crew ist einkaufen.


Die Zahl der Familien-Crews stagniert oder geht rapide zurück. Yachten wie meine, also 3-Kabinen-10 Meter, für die idealtypische Familie Vater-Mutter-Kind-Kind, Papa mit SKS, Mama kocht, die Kids schnorcheln, werden rarer und rarer hier. Und somit auch teurer, speziell in den Ferien.

Charterer sind außerdem geizig sehr sparsam und machen die Segelboote nur kaputt.
Dies wiederum kann ich für einen großen Teil der Kunden meines ehemaligen Auftraggebers leider durchaus bestätigen.
Da wurden 3-Kabinen-Yachten gechartert, eine Crew-List mit 6 Namen erstellt ... und dann der "Stationsleiter zum Rapport" in den nächsten Hafen zitiert (um den Plotter von einer plötzlich aufgetretenen Fremdsprache zu befreien obwohl niemand an den Ding rumgespielt hat ...) .... und was sieht der verdutzte Stationsleiter? NEUN (!) Gäste an Bord ... um auf die verdutzte Frage "wo kommen die denn her?" als hämische Antwort zu bekommen "die haben an der anderen Mole gewartet bis Du endlich weg warst"

Oder gerade deswegen nicht mehr?

SO ISSET!


Ich bin jetzt als Consultant für ein qualitätsorientiertes Premiumunternehmen im Bereich "Charter auf Mallorca" tätig. Bereich QM.

Anderes Unternehmen.
Andere Philosophie.
Bessere, neue, Schiffe.
Anderes Klientel.
Höherer Service.
Angemessener Preis.
Deutlich weniger Schwierigkeiten !!


Ich vergleiche es mal mit essen ---- ich kam von Miracoli und bin jetzt beim Gourmet-Italiener



weitere Nachfragen gerne -- aber nur per PN!
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Alegría Yacht« (10. Juli 2018, 10:49)


MichaelK

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68

Dienstag, 10. Juli 2018, 10:49

Na, nachdem Malle ja inzwischen versucht die Anzahl der Landtouristen zu beschränken wäre doch der nächste logische Schritt die Anzahl der Charteryachten zu reduzieren.

Hm... Aber andererseits, solange die dort sind sind sie nicht hier in Griechenland... :D

Aber da wir hier gerade jemanden vom Fach haben... Wie ist das... zeigt ihr den Leuten nicht den Aus Schalter für Instrumente und Plotter oder warum laufen die auch im Hafen immer die ganze Nacht durch und die Crew jammert dann dass die Batterien schon wieder leer sind?
Michael
SY Sioned

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69

Dienstag, 10. Juli 2018, 11:27

Aber da wir hier gerade jemanden vom Fach haben.
:S zuviel der Ehre!
zeigt ihr den Leuten nicht den Aus Schalter für Instrumente und Plotter oder warum laufen die auch im Hafen immer die ganze Nacht durch und die Crew jammert dann dass die Batterien schon wieder leer sind?
DOCH!
Sei versichert -- Doch! Machen Wir!

Aber es hört sowieso keiner zu :exaide_2: :gaehn: ! Die Kids wollen in die Bucht :Laie_77: , Mutti drängelt wegen des :kochen: :hunger: , Vatter will :wickie: .
Oder: der 12-Mann :rollinghome: :flagged: :band: :shanty: braucht nach der strapazenreichen, fast zweistündigen, Flug-Anreise jetzt aber endlich n :trinken: :whiskey: :prost:

Wir :professor: ihnen auch die Funktion der :wcputz: .
Und des Plotters.
Und des Kühlschranks.
Und
Und
Und
Und
aber es bleibt NIX hängen.
Die Kunden wollen raus. Am besten noch vor mittag.

Man muss aber - zur Ehrenrettung der Charterkunden! - sagen, dass viele Vercharterer die Einführungen und Übergaben extrem vernachlässigen. Aus Kostengründen. Aus Zeitgründen. Aus Bequemlickeit. Aus Nachlässigkeit. Von allem etwas.


EDIT : apropos Familien-Crews.
Da kannste die Yacht vom Cleaning-Team noch so sauber schrubben und putzen lassen --- nach einer Woche bekommste das Schiff von "Mutti" schöner und sauberer zurück als Du es "ihr" übergeben hast ... und dann kommen Willi un seine Kumpanen mittm eigenen Shirt "Malle 2018" auf das Schiff ==> Grundreinigung !!


EDIT 2 : Charter-Agenturen

Die allerwenigsten Ver-Charterer haben eigene Schiffe. Die meisten Schiffe sind Kaufcharter-Modelle der Investoren. Das hat den Vorteil der Modernität der Flotte, bringt aber auch Erfolgsdruck. Die Schiffe müssen laufen -- meist werden mindestens 14 bis sogar 16 Charterwochen, für die der Ver-Charterer haftet, vertraglich zugesichert. Wenn die Buchungen aber fehlen, werden die Schiffe oft "unter Wert" verchartert, nur damit die Wochen "erfüllt" sind und der Ver-Charterer nicht für den Ausfall, bis zur Vertragsgrenze, haftet. Das erhöht den Kostendruck enorm, insbesondere wenn Mindestdeckungssummen mit dem Eigner vereinbart sind. Je nach Vertragssituation erhält der Ver-Charterer zwischen 25 und 45 % der Chartersumme, trägt aber sowohl das unternehmerische Risiko als auch die laufenden Kosten, je nach Vertragsart.

Dazu kommen die Agenturen.
Die allermeisten Charter-"Anbieter" im Netz haben keine Schiffe, sondern sind reine Makler/Vermittlungsagenturen, die den Kunden einfangen ... und dem Ver-Charterer, gegen Provision, weiter vermitteln. Gute Agenturen betreuen ihre Gäste, andere überlassen sie ihrem Schicksal. Dann kommen die Gäste an den Steg und suchen die Boote der "Willi-Schmitz-Charter" .... und landen, oft nach langer Suche, auf den Booten von X oder Y oder Z Charter .




Aber wir sind jetzt bei einem ganz anderen, eigenen, Thema (@Mods; wir können das gerne auslagern) --- BACK TO TOPIC, bitte
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Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Alegría Yacht« (10. Juli 2018, 12:12)


Winterfalke

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70

Dienstag, 10. Juli 2018, 14:37

Aber wir sind jetzt bei einem ganz anderen, eigenen, Thema

Das passiert öfter mal. Ist auch nicht so schlimm, wenn das Thema schon erschöpft ist und der TO nicht insistiert.
Aber Muring, Marinero, Charterbasis, das ist ohnehin ein Thema zum zusammenfassen.
Im Übrigen habe ich mit Charterbasen auch sehr verschiedene Erfahrungen gemacht. Und der Charterpreis scheint nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Zustand der Boote, dem Service bei der Übergabe und der Nachbereitung bei Rücknahme zu stehen. Deswegen würde ich auch Charterbasen nicht "über einen Kamm scheren". Und das sollte man auch nicht mit den Gästen tun, welche ein Segelboot chartern.
Mario Falko

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71

Dienstag, 10. Juli 2018, 16:08

Deswegen würde ich auch Charterbasen nicht "über einen Kamm scheren".
aber man kann, wenn man weiß worauf man achten muss, sehr leicht erkennen, welche Charterunternehmen ( an Basen sind meist mehrere unterschiedliche Anbieter, gute und schlechte ) eher Service- und Kundenorientiert sind - und welche man als Kunde besser meidet.

Es kommt oft vor, dass Kunden auf dem Steg stehen, "ihr" Schiff (gemeint ist die Bauart) des Anbieters A bewundern ... und kaum 10 Minuten beim baugleichen Schiff des Anbieters B überlegen, ob sofortiger Rückflug nicht die bessere Option ist.
Und meist bei Rückfrage feststellen, dass A kaum oder nicht "teurer" ist als B.
Grund auch hierfür die zahl- und namenlosen Charter-"Agenturen".


Mein (ernst gemeinter) Tipp :
Direkt beim Charterer buchen! Meist erhält man (das Charter-Unternehmen "spart" bei Eigenbuchung etwa 15% der Charter iFv Provision) das größere, das bessere, das neuere Schiff als "Danke schön!" Oder priority check-in check-out. Oder n SUP als Gimmick gratis. Oder irgendwas anderes nettes. Kundenbindung ist effizienter als teure Neu-Kunden-Gewinnung.

Und wenn man keine "eigene" Charterfirma kennt, dann zumindest eine namhafte (!!) Agentur bemühen.
Ist idR nicht teurer als die Billigheimer, im Gegenteil.
Und auch hier gibt es meist Vorteile, denn der Ver-Charterer weiß auch, dass die Premium-Kunden der namhaften Agentur meist langlebiger sind als die Schnäppchen-um-jeden-Preis-Kunden der no-name-Agenturen.
Und dass letztere die Probleme machen.
Und das sollte man auch nicht mit den Gästen tun, welche ein Segelboot chartern.
das oben gesagte lässt sich problemlos übertragen.
Man kann auf dem Steg, am Tag der Übergaben, mit einem halbwegs geübten Blick und einer Wahrscheinlichkeit von geschätzten 75% schon ersehen, wo am nächsten Freitag/Samstag der Hammer hängen wird und wo es einfach, schnell und problemfrei gehen wird.
Faustregel --- je Dosenbier, desto Problem!

Beispiel gefällig ?
Gern!
Crew = 8 Mann, deutsch, erwachsen, mit "Malle is nur eima im Jaah" auf den Lippen aus den Taxis steigend.
Schiff = drei Kabinen
==> als erstes wird "ausgelost" wer im Salon schlafen muss.
Wie? fragst Du?
Nun, man geht in den nächsten Supermarkt und kauft, neben den üblichen Brettern Dosenbier, pro Person eine Flasche (Billig-)Wodka.
JEDER an Bord muss nun auf die Bugreling klettern, und freihändig die Flasche exen. Wer das meiste in der Flasche lässt oder beim schlucken in den Hafen fällt, hat verloren und schläft im Salon.
btw - es ist etwa 3 Uhr nachmittags, die Sonne knallt vom Himmel.

Unsinn?
NEIN! leider nicht.

ach so - vielleicht hätte ich erwähnen sollen, dass gut eine Stunde nach dem Spiel die Crew iund das Schiff auslief ... so oder so; überlasse ich Deiner Phantasie ...
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Löhni

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72

Dienstag, 10. Juli 2018, 16:36

EDIT : apropos Familien-Crews.
Da kannste die Yacht vom Cleaning-Team noch so sauber schrubben und putzen lassen --- nach einer Woche bekommste das Schiff von "Mutti" schöner und sauberer zurück als Du es "ihr" übergeben hast ... und dann kommen Willi un seine Kumpanen mittm eigenen Shirt "Malle 2018" auf das Schiff ==> Grundreinigung !!


Wenn das so ist, dass Familien weniger Schäden, weniger Arbeit, weniger Dreck usw. machen, wieso spiegelt sich das denn eigentlich nicht in den Charterpreisen wieder?
Bei Mietwagen zahlt man als "Risikokunde" (zu jung, zu alt, zu unerfahren,...) auch extra - bzw. spart als mittelalter Führerscheinschonlangehaber entsprechend. Versicherungen lassen sich jedes individuelle Risiko bezahlen. Wieso nicht Rabatt auf die Wochencharter, wenn Kinder an Bord sind? Oder Endreinigung für lau, wenn Mutti schon so fleißig war?
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

Winterfalke

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73

Dienstag, 10. Juli 2018, 16:48

Beispiel gefällig ?

Ist nun gerade kein so gutes Beispiel. Ich glaube Dir gern, dass man so Einiges erlebt an der Charterbasis. Nur, die Menschen und ihre Lebensumstände sind sehr verschieden. Das ich noch keine Segelyacht gekauft habe liegt daran, dass ich weder am Meer wohne, noch über ausreichend arbeitsfreie Tage verfüge. So wird es den meisten Chartergästen gehen vermute ich. Ich persönlich bin ausschließlich in kleiner Crew - meiner Frau und evtl. auch meiner Tochter - unterwegs. Und natürlich wird man sich an der Charterbasis kaum lange an unspektakuläre Rücknahmen von unbeschädigten Segelbooten erinnern. Sondern eher an die typische Altmänner-Kegelclub-Crew, die - ohne die Führung der gestrengen Ehefrau - losgelassen über die Stränge schlagen, die Sau rauslassen und möglicherweise auch das Segelboot nicht sehr pfleglich behandeln. Das sind dann auch die, an denen man auf See besser mit Abstand vorbeisegelt und lieber auf den vorrangigen Kurs verzichtet. ;) Meine Wahrnehmung ist eher die, dass sich segelnde Familien sehr wohl um Ordnung und Sauberkeit auf dem Boot kümmern. Meine Frau besteht sogar darauf, das Boot vor der Rückgabe zu putzen, weil es ihr peinlich wäre, ein dreckiges Boot zurückzugeben. Wir behandeln jedes Boot, als wäre es unser eigenes. Auch der Eigner wird versehentlich mal Schaden an seinem Boot verursachen wie wir wissen. Nur, dann regt sich niemand von einer Charterbasis darüber auf. ;)
Mario Falko

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:segeln:

74

Dienstag, 10. Juli 2018, 17:11

aber man kann, wenn man weiß worauf man achten muss, sehr leicht erkennen, welche Charterunternehmen ( an Basen sind meist mehrere unterschiedliche Anbieter, gute und schlechte ) eher Service- und Kundenorientiert sind - und welche man als Kunde besser meidet.


Das ist aus Sicht des Charterers leider nur sehr eingeschränkt möglich.

Vor der Buchung versprechen die Vercharterer ähnliches. Die Boote sind nach Papierform fast gleich ausgestattet. Der teurere hat vielleicht noch ein Teak-Deck und Automatikwesten mit auf der Liste oder stellt heraus, dass der Plotter im Cockpit montiert ist.

Auch zwischen Buchung und Ankunft auf dem Steg ist für den Kunden kaum ein echter Qualitätsunterschied zu spüren. Der eine kommuniziert mit den Kunden in deren Muttersprache, der andere in etwas ungelenkem Englisch. Das muss aber nichts bedeuten, denn letztlich ist mir der organisationsbegabte Mitarbeiter lieber als das Sprachtalent. Der teurere hat ein Büro auf dem Steg, der billige eine Fahne und Sonnenschirm, aber hat das echten Mehrwert für den Kunden.

Spannend wird es dann bei der Bootsübergabe. Wird die vorsorglich vereinbarte Uhrzeit überschritten oder vertragsgemäß ausgeschöpft oder sogar unterschritten? Aber wieviel Reservekapazität will selbst der teure vorhalten, dass er den kurzfristigen Ausfall eines Mitarbeiters am Samstag auffangen kann und was ist, wenn an der Yacht doch einmal eine größere Reparatur zu machen ist? Da habe ich in Palma bei Billigheimern schon sehr zügige Übergaben und bei selbsternannten Premiumvercharterern schleppende Übergaben erlebt. Und unter Zeitdruck stehen alle Beteiligten. Die Mitarbeiter wollen schnell durch sein und der Freizeitkapitän koordiniert das Einkaufsteam, prüft selbst so gut es geht das Schiff, geht im Hinterkopf den vielleicht schon aus den Fugen gehenden Törnplan durch und versucht sich alles wichtige im Rahmen der Übergabe zu merken...

Ob man ein gut gewartetes Boot erwischt hat, weiß man dann erst am Ende des Törns.

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75

Dienstag, 10. Juli 2018, 17:18

EDIT : apropos Familien-Crews.
Da kannste die Yacht vom Cleaning-Team noch so sauber schrubben und putzen lassen --- nach einer Woche bekommste das Schiff von "Mutti" schöner und sauberer zurück als Du es "ihr" übergeben hast ... und dann kommen Willi un seine Kumpanen mittm eigenen Shirt "Malle 2018" auf das Schiff ==> Grundreinigung !!


Wenn das so ist, dass Familien weniger Schäden, weniger Arbeit, weniger Dreck usw. machen, wieso spiegelt sich das denn eigentlich nicht in den Charterpreisen wieder?
Bei Mietwagen zahlt man als "Risikokunde" (zu jung, zu alt, zu unerfahren,...) auch extra - bzw. spart als mittelalter Führerscheinschonlangehaber entsprechend. Versicherungen lassen sich jedes individuelle Risiko bezahlen. Wieso nicht Rabatt auf die Wochencharter, wenn Kinder an Bord sind? Oder Endreinigung für lau, wenn Mutti schon so fleißig war?
DAS ist eine verdammt gute Frage!
Ich habe mich - und meinen damaligen Auftraggeber - in etwa das gleiche gefragt.
"Uninteressant" war die Antwort.
Wieso? fragst Du.
Weil für Familien nur 9 bis 10, vielleicht 11, Wochen Ferienzeit (je nach Lage von Ostern) relevant und möglich sind.

Endreinigung --- die Cleaning-Teams sind idR keine Angestellten, sondern "selbstständig". Gute Teams zu bekommen ist extrem schwierig. Die, die man hat, will man behalten. Und diese Teams erhalten einen Großteil der Endreinigung als Lohn. Weder die Teams (Einnahmeverlust) noch die Ver-Charterer (Verlust des Teams) haben ein Interesse daran, dass Mutti selber putzt. Und werden dies idR auch nicht "bezahlen".


Und natürlich wird man sich an der Charterbasis kaum lange an unspektakuläre Rücknahmen von unbeschädigten Segelbooten erinnern. Sondern eher an die typische Altmänner-Kegelclub-Crew,
DAS ist zweifelsfrei wahr!

Ich persönlich bin ausschließlich in kleiner Crew - meiner Frau und evtl. auch meiner Tochter - unterwegs.
eine Wahrnehmung ist eher die, dass sich segelnde Familien sehr wohl um Ordnung und Sauberkeit auf dem Boot kümmern. Meine Frau besteht sogar darauf, das Boot vor der Rückgabe zu putzen, weil es ihr peinlich wäre, ein dreckiges Boot zurückzugeben. Wir behandeln jedes Boot, als wäre es unser eigenes.


ganz im ernst!
Wenn Ihr mal nach Mallorca wollt, PN mich vorher an!
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76

Mittwoch, 11. Juli 2018, 09:35

ah, jetzt wird das unqualifizierte Charterer-Bashing aufgeteilt in gute (Familien - Bravo!) und schlechte (Männer-Buhh!) Crews. Passt ja ins allgemeine Diskussionsbild auch außerhalb der Segelszene...

Ihr solltet noch die Cliquen-Crews und die 2 oder 3 Ehepaar 50+ Crews mit in die Diskussion aufnehmen und dann ein Ranking machen.

Mal im Ernst, wie können vernunftbegabte Mensch so dumpf klassifizieren? Es gibt jede Menge Männer-Crews, die vor allem Segeln wollen und das auch können und deutlich intensiver segeln als saufen. Und bei den Familiencrews gibt es auch jede Menge, deren Boot-Handling-Skills unter aller Sau sind - da wird stundenlang mit schlagenden Segeln gefahren, lieber motort als gekreuzt und das Dinghi mit AB dran hinterhergeschleppt - mal ganz abgesehen von Einparkmanövern, die keinen Deut besser als die anderer Crews sind. Der größte Unterschied zwischen Familien- und Nicht-Familien Crew ist doch, das die Familiencrews beim stressigen Anleger auch noch miteinander streiten.

Und dann noch die Kinder mit den Dinghis in den Badebuchten inklusive Sprint-ins-Meer beim Nachfüllen... ;-)

Winterfalke

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Mittwoch, 11. Juli 2018, 09:45

Mal im Ernst, wie können vernunftbegabte Mensch so dumpf klassifizieren?

Nur, falls ich gemeint war...
Du solltest das schon im Kontext lesen. Ich bin gar kein Freund von Schubladendenken.
Ich schrieb:
Nur, die Menschen und ihre Lebensumstände sind sehr verschieden.

Und es ging darum, dass den Angestellten nur die extrem auffälligen Charterer in Erinnerung bleiben. Nicht darum, welcher Sparte welche Crew-Zusammenstellung zuzuordnen ist.
Mario Falko

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78

Mittwoch, 11. Juli 2018, 10:05

<Spässchenmodus an>

@Winterfalke: Ganz schön selbstbewusst, ins Spiel zu bringen, dass Du mit "Vernunftbegabt" gemeint sein könntest.

<Spässchenmodus aus>

Nein, ich meinte nicht dich direkt, sondern die Entwicklung im Thread und habe das Stilmittel einer ironischen Überhöhung versucht. War wohl nicht klar genug oder <Spässchenmodus nochmal an> funktioniert bei unseren südlichen Nachbarn nicht <Spässchenmodus wieder aus>

So ganz ernst gemeint war das alles nicht, allerdings könnten empfindliche Gemüter (und diese Art von Empfindlichkeit ist ja gerade en vogue) die Idee, die Crew mit PutzfEhefrau an Bord von der Reinigungsgebühr zu befreien, schon als diskriminierend empfinden.

Winterfalke

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79

Mittwoch, 11. Juli 2018, 10:12

Ganz schön selbstbewusst, ins Spiel zu bringen, dass Du mit "Vernunftbegabt" gemeint sein könntest.

:drohen:

die Entwicklung im Thread

Das Bestreben, die Menschen irgendwo einzusortieren, haben wir leider sehr oft in Threads. Ist aber auch irgendwie sozial anerzogen. Individualismus wird nicht gern gesehen in unserer reglementierten Welt, wo jeder einen nummerierten Sitzplatz haben muss. :nixweiss1:
Mario Falko

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Mittwoch, 11. Juli 2018, 10:27

JEDER an Bord muss nun auf die Bugreling klettern, und freihändig die Flasche exen. Wer das meiste in der Flasche lässt oder beim schlucken in den Hafen fällt, hat verloren und schläft im Salon.
btw - es ist etwa 3 Uhr nachmittags, die Sonne knallt vom Himmel.

Ein Auto-Vermieter darf offensichtlich Fahr-untüchtigen das Fahrzeug nicht überlassen; er muss sie am Wegfahren verhindern. Sonst wird er selber straffällig. Der Mieter hat keinen Anspruch auf Rückerstattung der Miete.

Eine ähnliche Regelung im Yacht-Charter-Umfeld wäre vermutlich nicht unsinnig, wenn man solche Beispiele sieht...

Gruss, Michael
Bekennende flaue Flunder :-)

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