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Windstärken

Windstärkentabelle

61

Sonntag, 18. November 2018, 13:03

Der typische Spruch: Geteilter Segelplan, kleine Flächen hat ja durchaus irgendwann mal Berechtigung gehabt. Dazu bis in die 70/80er Jahren die Möglichkeit das Boot besser auszubalancieren, in Bezug auf die Windfahnensteuerung ABER

a) Die eingesparte Fläche beim Einholen des Segels im stärkeren Wind ist hebeltechnisch Unsinn und nimmt Dir gerade dann den oben gerade erwähnten Vorteil

b) D.h. Du wirst trotzdem sehr schnell das Großsegel reffen (müssen)

c) Der Hauptmast ist kürzer, d.h. reduziert die Streckung der Segelprofile, bei leichtem Wind fehlt Dir da oben die effizienteste Segelfläche und Du hast nur das niedrige inneffiziente Besan zur Verfügung. Dafür dann der ganze Kram (Winsch, zweiter Baum, Strippen, Strecker, Gewicht, weiteres Segel, Abeckung, Kosten, ... ) für dieses Stützrad.

In der Summe führt das mMn. dazu, dass Du relativ selten Boote mit gesetztem Besan siehst. Selbst dann, wenn der Wind es hergeben würde.


Moin!
Das müsste man jetzt aber mal ein wenig sortieren. Gaffelriggs, gerade auch mit stark unterteiltem Segelplan, haben den Vorteil das sie eben ohne Winschen gefahren werden können. Bei Leichtwind wurde noch ein Topsegel überm Groß gesetzt und gut wars. Das gesamte Rigg bestand aus Materialien mit denen jeder Dorfhandwerker umgehen konnte, da war nix mit Karbon und Dyneema. Trotzdem kann man sowas auch mit kleiner Crew bewältigen, sprich da fuhr der Schipper und sien Jung. Über Topgewichte, gestreckte Segelprofile und sonstigen Regattafaxen hat man sich da ein paar hundert Jahre lang keinen Kopf gemacht und kam trotzdem ganz gut voran.
Das ist natürlich eine völlig andere Art zu segeln, ob das noch zeitgemäß ist sei mal dahingestellt, seinen eigenen Charme hat das auf jeden Fall immer noch. Ist halt mit Arbeit verbunden. Dafür kann die Segelfäche aber auch auf jede Windstärke von 1 bis 7 bft angepasst werden, was dann ja auch wieder eine Frage der Effizienz ist. Ich persönlich wäre nicht scharf darauf bei 6 bft auf dem nassen Vorschiff das zweite Reff in den Klüver zu binden, aber es gibt ja Leute die die Herausforderung suchen. :D
Osttief

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Das schönste am Segeln sind die Abende im Hafen...

62

Sonntag, 18. November 2018, 13:10

Das müsste man jetzt aber mal ein wenig sortieren. Gaffelriggs,

Wundert mich nicht ... Du bringst ja auch zwei Diskussionsstränge durcheinander ;)

"Besan" resultierte aus dem Nebenstrang: Bermuda mit Besan ersetzte ursprüngliches Gaffelrigg (ohne Besan) von Yachtcoach. Und der daraus folgenden Diskussion über die Nachteile der Besans/en ... wie aich immer.

VG

"What 'n Drama mit dem Karma"
(by me, myself & I)

63

Sonntag, 18. November 2018, 14:53

@Moderboot: Du unterstellst mir, meine Aussagen ohne Erfahrung mit Gaffelriggs getan zu haben. Nun, ich besitze kein Gaffelschiff, bin aber zuweilen auf welchen gefahren. Jollenkreuzer, Plattboden, auch als Schipper. Und auch auf Revieren, wo man an die Brücke ransegelt, Mast legt, Motor anmacht, durchfährt danach den Mast wieder stellt und weitersegelt. Das ganze also ohne Festmachen, Ankern etc. DAS finde ich jedenfalls auf meinem hochgetakelten Boot einfacher. Und, ja, die Gaffelboote, um die es geht, hatten auch nen soliden Maststuhl.
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64

Sonntag, 18. November 2018, 17:37

Das müsste man jetzt aber mal ein wenig sortieren. Gaffelriggs,
Wundert mich nicht ... Du bringst ja auch zwei Diskussionsstränge durcheinander ;)
"Besan" resultierte aus dem Nebenstrang: Bermuda mit Besan ersetzte ursprüngliches Gaffelrigg (ohne Besan) von Yachtcoach. Und der daraus folgenden Diskussion über die Nachteile der Besans/en ... wie aich immer.
VG

a) ich hab nicht den Besan und das Bermuda-Rigg montiert oder überhaupt aufgeriggt. Genau so wenig wie den komischen Mitsubishi-Motor, der da drin war...
Das war der Vorbesitzer. Ich hab es aber aus genannten Gründen nicht wieder umgebaut. Ganz am Schluss hab ich den Besan an Land gelassen,

weil der mit dem Motor zuviel Gewicht achtern gebracht hat. Ging auch so... .
b) wenn man die Bilder bei Beken of Cowes ansieht, dürfte man unschwer bemerken, dass es auch schnelle Gaffelsegler gab / gibt.
zum Segeln mit Gaffel... wurde ja auch genug gesagt...
Ich gebe ja zu, dass ich nunmehr in betagtem Zustand, auch nicht mehr selbst unbedingt ne Gaffel hoch reißen möchte,
da zieh ich lieber, vom Cockpit aus, den Lappen hoch. Oder lass auf Charterpötten ziehen.
Ich bin aber stets gerne bei Freunden auf deren Gaffelseglern (meist größere Schiffe) am Ruder gestanden oder hab an Deck gerödelt.

Heute würd ich auch mehr Ruder gehen und das Andere die Jüngeren machen lassen.
Denn eines ist für mich individuell angesagt... Segeln und Seemannschaft findet mehr auf einem solchen Segler statt.
Ich bin ja auch jemand, der große Schiffe und Seefahrt mag.
Da geht es mir ähnlich, wie mit Autos.
Mir ist persönlich eine Jaguar-Limousine oder anderes stilvolles Auto lieber,
als ein Porsche (den sowieso zuviele fahren) oder sogar ein Stadt-SUV.
Momentan hab ich garkein Auto oder Boot. Wenn ichs brauch...leih ichs mir.
So what....
:rolleyes:
ja...der redet und schreibt auch ungefragt....wer wissen will was....liest da :


http://www.my-seaside.net/html/kolumne.html . ... -.....QUERULANT= https://blog650.wordpress.com ... - ......HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com ......-........http://www.wassersport-pool.info ..[/align]

65

Sonntag, 18. November 2018, 20:08

@Moderboot: Du unterstellst mir, meine Aussagen ohne Erfahrung mit Gaffelriggs getan zu haben...

Nicht gänzlich, aber das Abschlagen der Gaffel ist beim Mastlegen normalerweise nicht nötig.
Peace :air_kiss:
Chris

Beiträge: 1 059

Bootstyp: Albin Express

Heimathafen: Kiel

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66

Sonntag, 18. November 2018, 22:37

Zurück zum Kern des Themas:
Habe gerade in einer alten "Yacht" einen Test der CC26 gesehen.

Da war die Rede von deutlich mangelnder Höhe am Wind und geringen Geschwindigkeiten wenn man auch nur versucht,
mal richtig Höhe zu segeln. Ich meine 4,8 Knoten bei 50 Grad am wahren Wind.
Und das bei 4 Windstärken und glattem Wasser, also sehr guten Bedingungen.

Dazu wird der sehr starke Ruderdruck bemängelt, der auf praktisch allen Kursen vorhanden sein soll.
Schränkt die Einhandfähigkeit merklich ein, steht im Test.
Das Schwert zeigt eine sehr geringe Wirkung.

Wenn ich das interpretieren darf (und ich gehe von einer hohen Ähnlichkeit der verschiedenen Crabber aus):
Wer nicht so Ziel- und Zeit-orientiert unterwegs ist, kann bestimmt viel Spaß haben mit einem Crabber.
Die Verarbeitung und der Platz an Bord scheinen super zu sein,
über den speziellen Charme braucht man kaum zu reden.

Wer aber z.B. im Urlaub gerne mal bestimmte Ziele anfahren will und noch nicht im Rentenalter ist,
wird entweder Abstriche machen oder mehr motoren, schätze ich.
Das kann ja jede(r) selbst einschätzen.

Holger

67

Sonntag, 18. November 2018, 22:40

http://forum.woodenboat.com/showthread.p…010-gaff-cutter

Ich meine ja, ich habe vor 10 - 15 Jahren ne Class 40 oder sowas ähnliches mit Gaffel-Rigg gesehen, die kurz nach dem Start aber ausgefallen ist.

VG

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