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1

Montag, 4. Februar 2019, 12:02

Kennt jemand My-AIS? AIS Personensender für 200 Eur

Hallo zusammen,


hat jemand Erfahrung mit diesem AIS Sender für MOB?
https://www.simy-beacons.de/wassersport


der Preis wäre ja sehr fair und 5 -10 SM Umkreis finde ich aktuell für ausreichend.

Gruss Michael

spliss

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2

Montag, 4. Februar 2019, 15:22

Also die Antenne ist ein Witz. Die Antenne ist entscheidend für die Reichweite, wenn man schon gerade so blöd knapp über der Wasseroberfläche heumhängt...

Das machen andere Produkte besser. Für ein ca 100 euro mehr gibt's AIS und DSC zusammen. Die 406MHz-PLBs sind eher was für Gegenden, wo tagelang nur der Satellit vorbeischaut.

spliss
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unregistriert

3

Montag, 4. Februar 2019, 15:27

Ist das Teil nicht neu zur Boot rausgekommen, so zwecks Erfahrung.....

Sail67

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4

Montag, 4. Februar 2019, 15:35

Im Rahmen meiner SRC Schulung wurden auch PLBs und EPIRBs durchgesprochen. Der Schulungsleiter hat selber Tests mit den AIS PLBs durchgeführt. Bei Wellengang, wenn der MOB im Wellental ist, hört die Reichweite bei den AIS PLBs schon bei wenigen hundert Metern auf.
Das einzig Richtige für die professionelle Hilfe ist z.B. die rescueME PLB1 von Ocean Signal mit Satelittenübertragung und 121.5 Mhz Funkpeilung für Nahpeilung z.B. durch Suchflugzeuge.

Von den AIS gestützen Dingern hielt der garnichts. Im Zweifel empfängt das Signal keine Sau.
Bevor ich ein AIS PLB benutzen würde, würde ich mir meine DSC Handfunke umschnallen, da würde ich sogar erkennen, das eine Küstenfunkstelle oder Rettungsdienst meinen Mayday Call bestätigt hat und könnte ggfs. mit denen noch reden. :D

unregistriert

5

Montag, 4. Februar 2019, 15:45

Im Idealfall wäre es die Kombi aus Alarmierung per Satellit und AIS. Aber das bekommt irgendwie keiner auf die Rille. Alternative = zwei Geräte oder einfach nicht über Bord gehen :-). Hatte auch an die Ais Teile gedacht aber da die PLB1 von Ocean Signal gekauft.

Sail67

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6

Montag, 4. Februar 2019, 16:37

Meiner Meinung nach ist AIS kein offizielles Verfahren zur Seenotrettung. Ich meine es gibt etliche AIS Empfänger, die die Notkennung des AIS-Senders nicht richtig darstellen können.

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7

Montag, 4. Februar 2019, 16:44

Ist das Teil nicht neu zur Boot rausgekommen, so zwecks Erfahrung.....

JA!
hatten "wir" am Stand!

spliss

Hafensänger

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8

Montag, 4. Februar 2019, 19:41

@Sail67: alles sehr hübsch, die Argumente sind bekannt. "Das einzig Richtige..." ist nur eine Sichtweise. Dein Funktrainer .......

Es ist eher eine Frage des Fahrtgebietes. Auf einsamen Pfaden ist natürlich 406 MHz via Sat die korrekte Lösung.

Das kann aber auch mal richtig dauern: die Wassertemperatur wird entscheiden, was aus Dir wird.

Mit DSC closed loop rufst Du Dein Boot, aus dem Du rausgefallen bist. Die sollten die ersten sein die Dich (schnell) wieder einsammeln. Mit Koordinaten - Dein Boot & alle anderen Boote haben auch keine homing-Peilmöglichkeit (121Mhz). Selbst im mäßig befahrenen Gebieten ist ein MOB per AIS die Chance aufs schnelle Ergebnis. Mittlerweile übertragen übrigens auch Satelliten empfangene AIS-Signale.

Nach jedem Wellental kommt ein Wellenberg - eine Bake sendet nicht nur einmal.

Wenn wir zu zweit reisen, hat meine Liebste die AIS/DSC-Bake und ich das HFG mit DSC-distress Knopp.

Mal btt.: kann dieses Gerät mit der lustigen Überraschungantenne wenigstens nachts blinken? :rolleyes:

spliss
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Lerigau

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9

Montag, 4. Februar 2019, 20:45

Hey, cool: Ein AIS-Transponder für nicht mal 200 Euro!

BTW, die (werbende) Aussage auf der Webseite ist entweder unverständlich für mich oder glatt irreführend:
"Ihr Notruf wird somit umgehend empfangen und dessen Ursprung geortet."

Welcher Notruf denn? :ueberlegen:
Das Blog zu unserem Boot:SY-SLOCUM.de

Ist aber natürlich nicht wie Autofahren, sondern eben halt wie... Segeln

Sail67

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10

Montag, 4. Februar 2019, 23:09

@spliss genau.. jedem seine Sichtweise... alles hübsch was Du sagst.... hoffe das es im Notfall bei Euch funktioniert.

11

Dienstag, 5. Februar 2019, 09:13

Ich höre schon.. so die ideale Lösung scheint es nicht zu sein....

Welches kleine Gerät für in der Weste könnt ihr denn empfehlen?

unregistriert

12

Dienstag, 5. Februar 2019, 09:16

wenigstens nachts blinken?
klare Frage - klare Antwort

JA!


aber ehrlich? was glaubst Du wohl was man weiter sieht -- ein AIS Signal mit einer Reichweite von etwa 4 sm, oder ein kleines blinkendes LEDchen am Revers


Welcher Notruf denn?
Nun, im Falle des auslösens des Senders wird (für etwa 20 [max 24] Stunden) ein AIS NOTsignal gesendet, welches idR bei allen AIS Empfängern (ähnlich dem SART Signal) zentral auf dem Bildschirm dargestellt wird, dazu dann die aktuelle Position, ermittelt durch das eingebaute GPS-
Dazu kommt, dass bei den meisten (professionellen) Geräten die Position nicht als "Schiff" sondern als "Männchen" angezeigt wird. Ausserdem kann man bei vielen Geräten ein zusätzliches Alarm-Signal aktivieren, was im Falle des Erkennens des AIS Signals losheult.
Insoweit schon "Notruf"; wenn auch nicht im klassischen UKW-Sinne.


Welches kleine Gerät für in der Weste könnt ihr denn empfehlen?

Dieses!!!
Klein. Handlich. Günstig.
Und definitiv besser als alles was man sonst so hat. Besonders bei einhand!


Ich jedenfalls hoffe, dass dies die sinnlosesten 350 € (zwei Geräte, Messepreis) waren, die ich je fürs Boot bzw meine kleine Crew ausgegeben habe.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Alegría Yacht« (5. Februar 2019, 09:28)


spliss

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13

Dienstag, 5. Februar 2019, 14:49

Zugegeben: in der Frage nach dem Blinken war Sarkasmus enthalten.

Das Licht spielt eher auf den letzten 50m eine Rolle. Selbst die optionalen Pylon_lichter an der Spinlock-Weste oder die Lume-On sind im Dunkel vom Rudergänger gut zu sehen, da haben wir gestaunt.

Wg. Notruf: die zugehörige AIS-Nachricht hat eine spezielle Telegramm-ID für MOB (972). Das wird auswerteseitig mit der Symbolik des Gerätes dargestellt, so ein Kopf + 2 Arme oder 1 Rettungsring.....

@Sail67: Danke!
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14

Dienstag, 5. Februar 2019, 20:33

Die Schulung kommt mir bekannt vor...

Im Rahmen meiner SRC Schulung wurden auch PLBs und EPIRBs durchgesprochen. Der Schulungsleiter hat selber Tests mit den AIS PLBs durchgeführt. Bei Wellengang, wenn der MOB im Wellental ist, hört die Reichweite bei den AIS PLBs schon bei wenigen hundert Metern auf.
Das einzig Richtige für die professionelle Hilfe ist z.B. die rescueME PLB1 von Ocean Signal mit Satelittenübertragung und 121.5 Mhz Funkpeilung für Nahpeilung z.B. durch Suchflugzeuge.

Von den AIS gestützen Dingern hielt der garnichts. Im Zweifel empfängt das Signal keine Sau.
Bevor ich ein AIS PLB benutzen würde, würde ich mir meine DSC Handfunke umschnallen, da würde ich sogar erkennen, das eine Küstenfunkstelle oder Rettungsdienst meinen Mayday Call bestätigt hat und könnte ggfs. mit denen noch reden. :D
Hallo Sail67,

war das in Lübeck? Wenn ja, dann war ich da auch. Tolle Veranstaltung.

Berichtet wurde über Tests verschiedener AIS-PLBs mit vorher informierter Küstenwache. Die Küstenwache hat das AIS Notsignal nicht empfangen können und auch bei den Schiffen in der Nähe war es bei 1-2m Welle nach wenigen hundert Metern außer Reichweite. Sicher besser eine AIS-PLB als keine PLB. Im Nahbereich bei Nacht hat sie bei ruhiger See auch praktische Vorteile. Insgesamt hat mich das Reichweitenproblem aber doch nachdenklich gemacht.

Nach der Diskussion in der Schulung habe ich eine PLB1 (Satelitengestützt) und eine Handfunke mit DSC bestellt. Die Idee ist, das bei 2er Crew jeder eins der beiden Geräte am Körper hat. Wenn die Bordfunke nicht gehen sollte oder nicht mehr zugänglich ist kann über die beiden autarken Geräte der Notfall ausgelöst werden. Bei der PLB1 unabhängig von der UKW Reichweite. Nach Aussage in der Schulung ist der Notfall im Seegebiet Ostsee über PLB1 oder EPIRB nach ca. 4 min bei Bremen Rescue. Nach weiteren 4 Minuten erscheint sie als Notmeldung mit Position der Auslösung im Navtext oder bei den direkt Informierten Schiffen in Reichweite. Die auf das Schiff registrierte PLB1 kann somit weitgehend auch die Funktion einer EPIRB übernehmen. Zumindest die ersten 24h, das sollte in den Randmeeren aber reichen. Im Falle einer MOB Situation Sollte der Betroffene eins von Beidem dabei haben, wobei die Handfunke im Wasser UKW bedingt das gleiche Reichweitenproblem wie eine AIS-PLB hat.

ArAl

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15

Dienstag, 5. Februar 2019, 20:52

Welches kleine Gerät für in der Weste könnt ihr denn empfehlen?
In Küstennähe können wohl günstige Geräte in Frage kommen, aber offshore würde ich von Ocean Signal den rescueME PLB1 nehmen (läuft mind. 24 Stunden)
http://oceansignal.com/products/plb1/
https://youtu.be/vcp3mmyxvE0

An Bord habe ich von Ocean Signal den rescueME EPIRB1 (läuft mind. 48 Stunden).
http://oceansignal.com/products/epirb1/
https://youtu.be/aOY3m1kxXxA

Unsere Rettungswesten von Spinlock haben eine LED-Lampe integriert, aber die leuchtet nur 10 Stunden.
https://www.spinlock.co.uk/de/categories…/dw-py-slash-l1

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16

Dienstag, 5. Februar 2019, 20:53

Zum Thema PLB/Epirb und Alamierungdauer:

Je nachdem, wo sich die EPIRB beim Auslösen auf unserer Erde befindet, wird das Signal entweder sofort weiterverarbeitet oder aber erst zu einem späteren Zeitpunkt wahrgenommen. Mit anderen Worten: Wer eine EPIRB auslöst, darf – je nach Standort – nicht damit rechnen, dass im selben Moment der Notruf wahrgenommen wird.

Befindet sich die EPIRB in einem Gebiet, das satellitentechnisch nur von polumlaufenden Satelliten abgedeckt wird, kann die Auslösung bis zu vier Stunden dauern, wenn der Satellit gerade hinter dem Horizont verschwunden ist und erst einmal die Erde umkreisen muss, bis er wieder vorbeikommt. Befindet sich die EPIRB hingegen in einem Gebiet mit einer geostationären Abdeckung, wird das Notsignal sofort erfasst – beispielsweise Ostsee.
Quelle: https://www.blauwasser.de/epirb_tipps

Nur noch einmal bevor Ihr davon ausgeht, dass eine PLB sofort auslöst.

ArAl

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17

Dienstag, 5. Februar 2019, 21:14

Befindet sich die EPIRB in einem Gebiet, das satellitentechnisch nur von polumlaufenden Satelliten abgedeckt wird, kann die Auslösung bis zu vier Stunden dauern, ...
Das gilt aber wohl nur für die Polbereiche, oder?
Die Ostsee und das Mittelmeer z.B. müssten stets abgedeckt sein.
https://www.sostechnic.com/epirbs/satinf…ation/index.php

spliss

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18

Dienstag, 5. Februar 2019, 23:21

Das Thema war nicht PLB vs. EPIRB.

Bitte zurück zum Thema.

Das im Eingangsbeitrag gezeigte Gerät halte ich wg. seiner tollen VHF-Antenne für deutlich schlechter als andere Produkte. Als Händler würde ich soetwas nicht vertreiben.

Angesichts der aktuellen Entwicklung des Diskussionsverlaufs bin ich hier raus. Es haben sich ja genug Experten gefunden....

spliss
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Dienstag, 5. Februar 2019, 23:43

Hallo
Ich glaube wir reden vom gleichen Veranstalter, aber mein Kurs war in Dormagen bei Köln. Die Reichweitenproblematik von AIS wenn die Antenne quasi im Wasser ist, bzw nur kurz drüber schaut, lässt mich an der Sinnhaftigkeit eines AIS PLB zweifeln.
Lg
Im Rahmen meiner SRC Schulung wurden auch PLBs und EPIRBs durchgesprochen. Der Schulungsleiter hat selber Tests mit den AIS PLBs durchgeführt. Bei Wellengang, wenn der MOB im Wellental ist, hört die Reichweite bei den AIS PLBs schon bei wenigen hundert Metern auf.
Das einzig Richtige für die professionelle Hilfe ist z.B. die rescueME PLB1 von Ocean Signal mit Satelittenübertragung und 121.5 Mhz Funkpeilung für Nahpeilung z.B. durch Suchflugzeuge.

Von den AIS gestützen Dingern hielt der garnichts. Im Zweifel empfängt das Signal keine Sau.
Bevor ich ein AIS PLB benutzen würde, würde ich mir meine DSC Handfunke umschnallen, da würde ich sogar erkennen, das eine Küstenfunkstelle oder Rettungsdienst meinen Mayday Call bestätigt hat und könnte ggfs. mit denen noch reden. :D
Hallo Sail67,

war das in Lübeck? Wenn ja, dann war ich da auch. Tolle Veranstaltung.


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20

Mittwoch, 6. Februar 2019, 08:29

Es haben sich ja genug Experten gefunden....
Ja, und wo es Experten gibt, da gibt es auch immer Besserwisser.

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