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Musikanto

Seebär

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1

Freitag, 19. April 2019, 13:57

Neuer Liegeplatz, erstes Manöver gleich vergeigt, brauche Tipps/Hilfe

Moin
Zum Glück war im Hafen nicht viel los, wegen des bezaubernden Hafenkinos, dass wir abgeliefert haben. :D . Zur Situation: strammer Wind vorn seitlich auf das Schiff. Also rein in die (enge) Gasse, gedreht um gegen den Wind anlegen zu können. Jetzt an den Luvphahl, Leine drum und dann war die Idee, in die Leine einzudampfen und das Boot gerade zu halten und kontrolliert zu fieren, bis die Vorleinen ausgebracht werden können. Hat in anderen Situationen auch oft funktioniert, hier aber gar nicht. Ehe wir uns versahen, lagen wir innen an den Pfählen :O . Wir waren die einzige Yacht am Steg, daher konnten wir auch niemanden gefährden. Mit viel Leinenarbeit und Maschine rückwärts und Spring und und und.................. haben wir es dann geschafft, das Boot soweit nach vorne zu bekommen, dass eine Vorleine an einer Klampe belegt werden konnte (war natürlich nicht unsere, sondern ein paar Klampen weiter. Meine Frage, wie hätte das Manöver ordentlich laufen können? Wind war Bft 5, in Böen mehr. Es gab kein Abdeckung oder sonstigen Windschatten. Schaut mal auf die Zeichnung im Anhang, ich habe mal versucht, dass zu skizzieren. Dem Boot ist, auch dank der Bumperline, nichts passiert.
»Musikanto« hat folgende Datei angehängt:
  • Anlegen 1.pdf (731,71 kB - 545 mal heruntergeladen - zuletzt: 9. September 2019, 13:15)

ex-express

Seebär

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2

Freitag, 19. April 2019, 14:04

Zwei Sorgleinen spannen, Talje mit Schnappschäkel dazwischen. Wenn du in die Box kommst einhaken. Fertig!

Rüm Hart

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3

Freitag, 19. April 2019, 14:13

Jetzt an den Luvphahl, Leine drum und dann war die Idee, in die Leine einzudampfen und das Boot gerade zu halten und kontrolliert zu fieren, bis die Vorleinen ausgebracht werden können. Hat in anderen Situationen auch oft funktioniert, hier aber gar nicht. Ehe wir uns versahen, lagen wir innen an den Pfählen

Welche Leine denn? Wenn ich die Zeichnungen richtig sehe (vor allem die letzte), dann ist ja die Luv-Heckleine gemeint, oder? Also, wenn du mit der Heckleine schon am Luvpoller fest bist, dann sollte sehr beherztes Gasgeben den Kahn nach Luv schwenken und die Nase schließlich da ankommen lassen, wo sie am Steg hingehört. Das klappt doch normalerweise auch bei 5 Bft. Oder verstehe ich was falsch?

Gruß, Manfred
Rüm Hart Blog: KLICK
Sirius Forum: KLONG

Musikanto

Seebär

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4

Freitag, 19. April 2019, 14:15

Ja, natürlich die Luvheckleine. Vielleicht war der Fehler, nicht wirklich beherzt ! Gas gegeben zu haben. Ist es egal, wie lang die Leine vom Poller zur Klampe ist, oder ist die Hebelwirkung mit zunehmender Länge besser?

dolphin24

Kapitän

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5

Freitag, 19. April 2019, 14:19

Zwei Sorgleinen spannen, Talje mit Schnappschäkel dazwischen. Wenn du in die Box kommst einhaken. Fertig!



Gut, das muss natürlich vorher geschehen, also entweder meinetwegen am Vortag oder zeitnah mit dem mitgeführten Dinghi.

6

Freitag, 19. April 2019, 14:21

Shit happens; wir haben beim ersten Manöver der Saison einen Fender zugesetzt.... ;(

Kann es sein, dass ihr kein Gas gegeben habt? Mit ausreichend Schub und festgesetzter achterer Luv Leine sollte sich das Boot auch bis 7 - 8 Bft. wieder gerade richten lassen.
Für unseren Stammliegeplatz haben wir Markierungen in den achteren Festmachern. Wir haben das Handling der Festmacher so geregelt, dass jeder genau einen Festmacher über den Poller legt.
Beide Festmacher sind damit belegt und wir können in die beiden Festmacher korrekt eindampfen.
Wir können so mit ausreichendem Schwung in die Box einfahren und kommen rechtzeitig vor dem Steg zum Halt kommen.

Funktioniert auch ohne Sorgleinen und Karabinergefummel ausgezeichnet.
Jan

Topspin

Seebär

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7

Freitag, 19. April 2019, 14:22

Früher mehr Gas um die luvwärtige Heckleine gespannt zu halten. Wenn das Boot erst mal quer steht geht das nicht mehr.

-Richard
Now.... bring me that horizon! (J.Sparrow)

Musikanto

Seebär

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8

Freitag, 19. April 2019, 14:22

Zwei Sorgleinen spannen


ja, habe ich auf jeden Fall in Planung. Ist ja noch alles neu am Liegeplatz. Hast du ne Empfehlung, was für eine Leine ist nehmen kann? Und vor allem, wie bekomme ich die richtig fest gespannt?

Rüm Hart

Motorsegler-Versäger

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9

Freitag, 19. April 2019, 14:25

Ist es egal, wie lang die Leine vom Poller zur Klampe ist, oder ist die Hebelwirkung mit zunehmender Länge besser?


Die Leinenlänge sollte m. E. egal und nicht entscheidend sein. Entscheidend für die "Schwenkwirkung" ist der senkrechte Abstand der Luvklampe zur Schiffslängsachse - zumindest, wenn die Schraube mittig unter dem Schiff sitzt :D . Dieses Maß bestimmt das Drehmoment bzw. den Hebelarm. Das ist auch der Grund, warum dafür statt der Heckklampe gern die Mittelklampe an der breitesten Stelle des Schiffchens genommen wird. Sofern vorhanden natürlich.

Vielleicht in diesem Zusammenhang: bemühe mal die Sufu mit dem Begriff "stern bridle".

Gruß, Manfred
Rüm Hart Blog: KLICK
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dolphin24

Kapitän

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10

Freitag, 19. April 2019, 14:32

Ja, natürlich die Luvheckleine. Vielleicht war der Fehler, nicht wirklich beherzt ! Gas gegeben zu haben. Ist es egal, wie lang die Leine vom Poller zur Klampe ist, oder ist die Hebelwirkung mit zunehmender Länge besser?

Das Manöver mit der Luv-Heckleine muß sehr beherzt durchgeführt werden. Du hättest vor allem, der Platz war ja vorhanden, hart am Wind schräg zum Steg steuern können.

Die Luv-Vorleine am nächt erreichbaren Poller auf Slip oder durch eine übergestiegene Person fixiert; ihr hättet dann gewonnen gehabt.
Ich hätte das so bewerkstelligt.

dolphin24

Kapitän

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11

Freitag, 19. April 2019, 14:38


Das ist auch der Grund, warum dafür statt der Heckklampe gern die Mittelklampe an der breitesten Stelle des Schiffchens genommen wird. Sofern vorhanden natürlich.

Ganz klar das optimale. Hierdurch bleibst du in der Ausrichtung der Boots-Längsache recht flexibel

curt55

Salzbuckel

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12

Freitag, 19. April 2019, 15:09

Moin,

wenn da seitlich die Trave vorbeifließt, könnte genau da so eine starke Unterströmung herrschen, dass Du auch diese Wirkung unterschätzt haben könntest. Dir Strömungsrichtung hat dann auch sehr wahrscheinlich einen größeren Einfluss als die Windrichtung.

LG, Curt W.

Guelch

Bootsmann

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13

Freitag, 19. April 2019, 15:28

Genau die gleiche Situation hatten wir letztes Jahr in Damp. Auch wir hatten die achtere Luvleine am Dalben und wurden nach innen an die Dalben vertrieben. Wie schon beschrieben, war beherztes Gasgeben die Lösung um den Bug an den Steg zu bekommen.

14

Freitag, 19. April 2019, 17:02

... oder ist die Hebelwirkung mit zunehmender Länge besser?


Natürlich wird die Wirkung mit längerer Leine besser, nur ist die Länge ja durch den Steg begrenzt...weil später kürzen ist nicht...
(Nick)namen werden überbewertet. :nono:

15

Freitag, 19. April 2019, 17:38

Wir lagen letztes Jahr in Høruphav Havn und konnten die DHH beim Training beobachten. Die Kollegen haben alle An- und Ablegemanöver mit nur 1 Bug oder Heckleine zustande gebracht - sehr lehrreich.
Jan

Segelalex

Salzbuckel

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16

Freitag, 19. April 2019, 18:05

Habt ihr auch Strömung in der TRave? Da siehst du alt aus. Sorgleine ist dann gut. Oder: Rückwärts in die Hosenträger.

GRUß

ALEX
Schatz, es liegt nicht an dir, es liegt am Steg...

kassebat

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17

Freitag, 19. April 2019, 19:54

@Musikanto:

Moin und willkommen im Passathafen

Ganz ehrlich, wir sind letzten Samstag reingekommen. Manöver völlig verk....... :rolleyes:

Anlegen mit achterlichem Wind und mal eben am Dalben vorbeigesauster worden.
Mein Kumpel gegen den Wind, auch nich geklappt, nur mit Massiver Unterstützung vom Steg aus.
Alle anderen haben genau so schlecht ausgesehen.
Abends haben wir dann noch zu zweit Tauziehen mit ner 35er Bavaria gemacht der liegt an E und durfte gegen den Wind ran.
Ergebniss, lag quer an den Dalben über drei Liegeplätze ;(

Das Ganze wird besser wenn der Haffen sich füllt, dann wird es ruhiger.
Ich meine nächste Woche geht der SVH rein, das hilft schon :D

Gruß
Torsten
Handbreit
Torsten
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Winston Churchill wurde zu seiner Goldenen Hochzeit gefragt, ob er je an Scheidung gedacht hätte.
Antwort: An Scheidung nicht, aber öfter an Mord !

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18

Freitag, 19. April 2019, 20:16

Moin Musikanto,
wie schon weiter oben geschrieben war Dein Manöver im Ansatz richtig - sicherlich fehlte es am beherzten Eindampfen und vielleicht war das ganze auch zu langsam gefahren, und wenn man dann erst mal auf unkontolliertem Drift ist... Naja, dann wieder raus und das ganze nochmal. Wenn das dann auch nicht hinhaut, etwa wegen Strömung, zuviel Wind und zuwenig Maschinenkraft oder fehlendem "Mut", schlage ich vor, gerade in einem noch leeren Hafen erstmal zB. an einen "einfacheren" Liegeplatz etwa längsseits zu gehen und da abflauenden Wind abzuwarten. Handbreit...! F.

Löhni

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19

Freitag, 19. April 2019, 20:48

Zwei Sorgleinen spannen


ja, habe ich auf jeden Fall in Planung. Ist ja noch alles neu am Liegeplatz. Hast du ne Empfehlung, was für eine Leine ist nehmen kann? Und vor allem, wie bekomme ich die richtig fest gespannt?


Da tut es eigentlich irgendeine alte Schot. Natürlich nicht zu dünn, man möchte sich daran ja auch mal mit bloßen Händen festhalten.
Wenn Du neu kaufen musst, irgendwas einfaches, "billiges" reicht. Und dann am besten gleich 12, besser 14mm.
Zum Spannen: Ein kleiner Palstek in die Leine ca. 1,5 Meter vor dem Steg. Dann mit dem Rest um den Stegpoller und dann durch den Palstek. Von dort 180° zurück - ordentlich dran ziehen um am Steg befestigen. Fertig!
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

Mussi1975

Salzbuckel

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20

Freitag, 19. April 2019, 20:53

Manchmal ist es ohne Leinenarbeit und einfach ordendlich Fahrt im Schiff einfacher...

Und in manchen Häfen gibt es manchmal fiese Strömungen, besonders in Tidenrevieren. Texel z.B. ist manchmal ganz übel. Da kannst Du machen was Du willst...Ob das in Travemünde auch so ist kann ih aber nicht beurteilen.
LG und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel!

Maik

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