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21

Donnerstag, 9. Mai 2019, 14:19

Ich kann auch nicht die Argumentation verstehen "der hat zu viele Leinen oder ist zu umständlich aufzubauen!????" Hey mann, ihr habt doch beim Fahrtensegeln bergab sowieso nix zu tun. Wenn ich weis ich muss noch eine Stunde (oder gar länger) in diese Richtung segeln, wo ist denn das Problem mal 10 Minuten die Leinen und den Baum vorzubereiten?

Das Problem sieht so aus.
Erstens: Wer viel macht (machen muss) kann viel falsch machen.
Zweitens möchte man bei Welle nicht unbedingt 10 min auf dem Vorschiff rumturnen. Und ja, bei 2 Bft ist normal nicht viel Welle, aber ich habe meinen Genni schon sehr oft bei 2 und null Welle gesetzt, und dann bei 5 Bft und Kabelsee geborgen. Mit Bergesack heißt das nur einmal die Schot lösen und dann die Bergesackleine ziehen, danach ein Knoten zum festbändseln und gut ist.
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

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22

Donnerstag, 9. Mai 2019, 14:24

Unser Vereinsboot hat glaube ich knapp 5t und der kleine Genni hat meine ich etwa 80qm.
Wir haben mittlerweile einen deutlich grösseren, weil der kleine bei Leichtwind gepflegte Langeweile verbreitet.
Soll heissen, auch mit 40-50qm würde man sich bei Leichtwind wohl mit höchstens 2,5 Knoten bescheiden müssen.

Wenn überhaupt.
Ist es das wert?

Bevor man jetzt viel Geld in die Hand nimmt, würde ich versuchen, ein Segel und Ausrüstung zu leihen.
Vielleicht kann man auch bei Freunden etwas ausprobieren.

Was übrigens sehr hilft gegen Spimüdigkeit: möglichst die Schoten usw. angeschlagen lassen.
Wenn man es sich einfach macht, dann fährt man solche Segel auch öfters.

Holger

Sander 850

Kapitän

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23

Donnerstag, 9. Mai 2019, 14:35

Ich mache mir erst mal nur Gedanken. Über die Kosten können wir gerne auch reden aber es ist nicht so, dass ich morgen los fahre nen Segel kaufe.

Es muss auch nicht jedes Argument genau auf meinen 5 Tonnen Stahlkahn zugeschnitten sein. Vielleicht kann man mal die Vor- und Nachteile Gennacker/Spi generell gegenüber stellen?

Wenn die Frau stört :D - das ganze sollte auch Einhand bedienbar sein. Letztens bei 5 Bft in der Ijessellmeer Welle war das rumturnen auf dem Vordeck jetzt kein Vergnügen. Da ging es ganz gut hoch und runter. Ich musste dahin weil bei der Genua auf der Rollanlage 2 - 3 Umdrehungen fehlten die ich von Hand aufwickeln musste. War jetzt nicht grenzwertig aber was ich bis jetzt gelernt habe: Alles was schief gehen kann, geht auch im Zweifel irgendwann mal schief. Jede Leine die sich vertüddeln kann wird sich irgendwo vertüddeln. Und zwar garantiert nicht bei 2 Bft und Ententeich... :rolleyes:

Da würde ich lieber ein einfach zu handelndes Vorsegel haben als irgendwas mit langen Leinen und dann noch nem fetten Baum der mir um die Ohren knallt. Einhand über Bord gehen ist die schlechteste Option.

Als Vorsegel habe ich derzeit die Rollgenua auf nem entsprechenden Profil. Ein zweites Fall ist sogar bereits schon vorhanden. Die Genua anzuschlagen ist allerdings ein ziemlicher Akt da sich dabei das Vorstag - warum auch immer - gerne mal um das Profil wickelt und man dann nicht weiter hoch ziehen kann. Diese Saison gings da musste ich nur einmal das Segel abwickeln aber da hat meine Frau das Fall auch immer auf Spannung gehalten.


Also sollte die Genua immer schön angeschlagen bleiben.

pf

SF-Schiffsbarde

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24

Donnerstag, 9. Mai 2019, 15:15

Ich sag mal: Bei unseren ca. 2,5 t, ca. 8,5 m, und 2 Bft auf dem Ijsselmeer sind mit ca. 30 qm Gennacker oder 42 m² Parasail 1,5-2,5 kn drin. Ja, ich habe keine Rennziege, aber Sander wohl auch nicht. Und wenn das Leergewicht mehr als doppelt so hoch ist, wird er auch nicht mehr speed erreichen. Da gebe ich meinem Vorposter völlig recht, bei dem Leergewicht wird ihm ein Genni bei 2 Bft nicht helfen. Denn die Größe ist ja immer durch die Lieklänge beschränkt, die von seiner Masthöhe und Abstand abhängt.
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


www.sy-boundless.net

25

Donnerstag, 9. Mai 2019, 15:23

Die Genua anzuschlagen ist allerdings ein ziemlicher Akt da sich dabei das Vorstag - warum auch immer - gerne mal um das Profil wickelt und man dann nicht weiter hoch ziehen kann.


?( ?(

Gruß Odysseus

dolphin24

Kapitän

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26

Donnerstag, 9. Mai 2019, 15:40

Die Aufgabenstellung: Wie mach ich aus meinem schweren, relativ kleinem Stahlschiff einen akzeptablen Leichtwindsegler............
Der Österreicher würde jetzt sagen "Das geht sich nicht auf!" :)
Die notwendige Segelfläche dafür, egal für welches Segel auch immer, wird durch das Rigg begrenzt. Will sagen: Du kannst dir keinen 14 m Mast aufs Deck stellen.......
Akzeptiere einfach die Segeleigenschaften, es wird ja einen Grund geben warum du dir gerade dieses Boot gekauft hast.
Ich habe ja auch keine Glitschkiste, am Wind unter 3 bft bedeutet dann eben "Unterwassergenua" und ab Halbwind zieht der Gennaker

Sander 850

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27

Donnerstag, 9. Mai 2019, 15:57

Die Aufgabenstellung: Wie mach ich aus meinem schweren, relativ kleinem Stahlschiff einen akzeptablen Leichtwindsegler............
Der Österreicher würde jetzt sagen "Das geht sich nicht auf!" :)
Die notwendige Segelfläche dafür, egal für welches Segel auch immer, wird durch das Rigg begrenzt. Will sagen: Du kannst dir keinen 14 m Mast aufs Deck stellen.......
Akzeptiere einfach die Segeleigenschaften, es wird ja einen Grund geben warum du dir gerade dieses Boot gekauft hast.
Ich habe ja auch keine Glitschkiste, am Wind unter 3 bft bedeutet dann eben "Unterwassergenua" und ab Halbwind zieht der Gennaker



Ich habe mir das Boot gekauft weil es ehrlich war, der Preis stimmte, ich Stahl wollte und Panzer fahren liebe :D

Außerdem kann man wenig kaputt machen und das Boot hat einige Besonderheiten die es besonders machen :D

So ist es 3,20 m breit und hat dank der Form über den gesamten Wohnraum rund 1,92 cm Höhe. Und zwar in der Breite bis vorne zur Bugkabine. Eine Wibo 930 wirkt/ist innen kleiner.

Außerdem ist es vom Riß her sehr seetüchtig.

Hat den jemand mal Gennacker und Spi beides gefahren und sich dann bewusst für das ein oder andere entschieden?

Wie genau wird eigentlich der Gennacker befestigt? Wenn wir schon beim nachdenken sind würde ich auf jeden Fall gerne gleich noch einen richtig massiven Bugsprit anbringen. Und zwar nicht so ein Spielzeugteil sondern was Massives.

smaugi

Salzbuckel

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28

Donnerstag, 9. Mai 2019, 16:39

Hier mal ein paar Ansicht zu meiner Gennakermontage mit Bugspriet
hier->
Tschüss
Christian

spliss

Hafensänger

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29

Donnerstag, 9. Mai 2019, 18:12

Wir waren einige Male bei Leichtwind mit Spi unterwegs (38iger, ca. 100 sqm). Ja, es ist etwas Zirkus beim Aufbau und man muß an der Untergrenze aufmerksam steuern. Ansonsten geht's mit "Makrelengeschwindigkeit" lautlos direkt nach Süden, wo andere schon Motorboot fahren. Wenn es etwas wackelt, und generell fürs Manöver würde ich nicht auf einen Spibaum aus Carbon verzichten wollen.

Bei der letzten Gennaker-Probe war das Boot überfordert... und ich auch. :O Das wird über Pfingsten diesmal anders mit einem modernen Rüsseltier und Ruderfläche satt.

Auf ein "Eisenschwein" könnte eine richtig dicke Blase drauf. Was hier bislang nicht besprochen wird, sind die nötigen Beschläge. Aber es sind hier Experten, die es genau beleuchten können.

gute Fahrt! spliss
Holt groß das Dicht !
Windvorhersage: 3 in Böen 2

pks

Lotse

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30

Freitag, 10. Mai 2019, 08:34

Hat den jemand mal Gennacker und Spi beides gefahren und sich dann bewusst für das ein oder andere entschieden?

Hatte Blister und Spi an Bord, jeweils mit Bergeschlauch, aber nie beide zusammen gefahren :O

für den Spibaum brauchst du Niederholer und Toppnant, 2. Fockfall geht normalerweise auch
Blister mit Talje am Vorstagsbeschlag, dazu eine Blisterrolle (mal googlen)
Blöcke mit kurzem Stropp an den Achterklampen für die Schoten

zum Problem mit der nicht komplett aufzurollenden Genua: im aufgerollten Zustand sollten noch 2-3 Törns auf der Rolle liegen, sonst gibst diese Probleme beim Einrollen bei Starkwind, da wird das Tuch enger gerollt
Peter

pf

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31

Freitag, 10. Mai 2019, 08:47

Na ja, und dann sollte man schon Winschen so in Reichweite der Schot des Leichtwindsegels haben, dass man das Cockpit noch nutzen kann, während die Schot aufliegt. Hier hatte ich bei mir auch nichts, weil die normalen Winschen auf dem Kajütdach sind und hinten nichts vorgesehen war.

Aber es wird alles nichts helfen: Das Segel wird durch Masthöhe und Abstand Mast zum vorderen Anschlagpunkt des Gennis für die Holeleine beschränkt. Und die hier erzielbare Größe dürfte den Wunsch nach der Geschwindigkeit bei 2 Bft nicht stillen können im Verhältnis zum Gewicht.

Zum Anschlagproblem der Genua würde ich bei richtigem Durchsetzen des Vorsegelfalls (was ja denn Rollanlagenkopf zieht) auf falschen Winkel dessen zum Rollanlagenkopf prüfen. Falscher Winkel führt hier genau zu dieser Verdrehung, wenn ich die Fehlerbeschreibung richtig verstehe. Ansonsten einfach das Problem nochmals ausführlich schildern.
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


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Meeresfee

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32

Freitag, 10. Mai 2019, 09:06

1) Mit Genny kommt man auch recht tief.
2) Man kann halsen üben. Geht leicht.
3) Von nix kommt nix.
C.
»Meeresfee« hat folgende Datei angehängt:

Sander 850

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33

Freitag, 10. Mai 2019, 09:38

Hat den jemand mal Gennacker und Spi beides gefahren und sich dann bewusst für das ein oder andere entschieden?

Hatte Blister und Spi an Bord, jeweils mit Bergeschlauch, aber nie beide zusammen gefahren :O

für den Spibaum brauchst du Niederholer und Toppnant, 2. Fockfall geht normalerweise auch
Blister mit Talje am Vorstagsbeschlag, dazu eine Blisterrolle (mal googlen)
Blöcke mit kurzem Stropp an den Achterklampen für die Schoten

zum Problem mit der nicht komplett aufzurollenden Genua: im aufgerollten Zustand sollten noch 2-3 Törns auf der Rolle liegen, sonst gibst diese Probleme beim Einrollen bei Starkwind, da wird das Tuch enger gerollt


Von zusammen war ja nie die Rede. Mich interessieren die Erfahrungen derjenigen die mehrere Typen von Leichtwindsegeln kennen.

Jemand der 20 Jahre lang Spi segelt und damit glücklich ist, der wird wohl kaum sagen nimm nen Gennacker.

Das mit der Genua kann am falschen Tauwerk liegen. Das ist noch 3 fach geschlagenes (?) Tauwerk. Muss ich mal tauschen aber die Rollgenua bleibt mit Cover in der Regel ja angeschlagen so dass das nicht das große Problem ist.

Zu den Beschlägen:

Ich habe auf dem Kajütdach zwei kleinere Winschen für Vorsegel und Groß.

Hinten im Cockpit dann zwei größere für das Vorsegel.

Ein Vorfall ist noch frei. Im Prinzip sogar noch ein zweites bei dem ich nicht weiss für was es gut ist ?(

Es kommt - natürlich oben aus dem Mast und am Ende ist eine kleine Rolle. Bin mir jetzt aber nicht sicher wo es aus dem Mast kommt (vorne, hinten, seitlich).

Keine Ahnung ob es vielleicht die Dirk ist. Aber warum dann ne Rolle am Ende?


Das mit der Genua und den Umwicklungen auf der Rolle ist mir dann später auch wieder eingefallen ;)

Der Mast (to getakelt) ist für das Boot übrigens recht hoch. Durchfahrtshöhe 12,50 m oder 12,30. Das Vorliek der Genua ist ca. 9,68 m lang. Unterliek der Genua ist 5,33 m - aber natürlich überlappend.

34

Freitag, 10. Mai 2019, 10:34

Das mit der Genua kann am falschen Tauwerk liegen. Das ist noch 3 fach geschlagenes (?) Tauwerk. Muss ich mal tauschen aber die Rollgenua bleibt mit Cover in der Regel ja angeschlagen so dass das nicht das große Problem ist.


Das geschlagene Tauwerk als Fall oder als Reffleine?

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35

Freitag, 10. Mai 2019, 10:54

Wenn es ausschließlich um Leichtwind Bedingungen geht, einen Spinnaker. Bei wenig Wind sind die Möglichkeiten der Komplikationen begrenzt. Wenn vorbereitet und alle Leinen vorhanden (keine Kompromisse wie ohne Topnant) ist der Spinnaker sehr einfach in der Handhabung. Gut, er ist komplizierter als ein Tuch auf der Rolle aber vor dem Wind ist es eben eine Freude zu segeln.

Ich würde erst einmal einen gebrauchten nehmen. Der muss nicht unbedingt 100% die Maße haben, lieber etwas kleiner. Sorge dafür, dass Du an Deinem Boot keine Tuchkiller hast. Also herausstehenden Ringe, Splinte usw. und dann einfach mit jemandem der erfahren ist einige Runden drehen.

Als Alternative einen Gennaker? Geht natürlich auch. Ich finde die Furlströms von Elvström ein schönes Allroundsegel. Auf der Rolle auch bei mehr Wind einsetzbar. Aber auch hier ist Vorwind eben nicht möglich.

Segelst Du Up/Down-Regatten? Oder hast Du das vor? Wäre, bei Deinem Boot für mich ein weiterer Grund für einen Spinnaker.
https://www.msf.org donner est plus
Ich prüfe meinen Beitrag über eine Translator Suite. Seid nachsichtig!

Sequoia

Matrose

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36

Freitag, 10. Mai 2019, 10:58

Hallo,

meine Erfahrung mit Spi (auf der Jolle winzig, auf dem eigenen Boot knapp 30 sqm und zwei Jahre als Vorschiffsmann auf nem 8er ca knappe 150 sqm) und mit Genni (viel J70 und mal auf ner Luffe40 in groß):

- Vorbereitungszeit und damit lästige Schwelle ob es sich noch lohnt, ist eher durch Schoten und Segel raus holen und anschlagen bedingt. Den Spibaum eben einzupicken macht den Bock nicht fett.
- Zum entspannten Segeln und Steuern gerade auf tiefen Kursen finde ich den Spi unkomlizierter, da er durch den Baum auch wenn er nicht perfekt getrimmt ist gut steht und nicht ständig einfällt. Den Genni bei tiefen Kursen nach Luv zu rollen braucht etwas mehr Konzentration an Pinne, Schot und Tack
- Setzen ist ähnlich, beim Genni vllt n Hauch entspannter (bei meinen noch imporvisierten Barbern wandert mir manchmal der Baum nach hinten, aber das ist ein Problem des Setups und geht auch einfacher)
- Halse ist bei Spi natürlcih etwas aufwändiger, da der Baum einmal rüber muss, ist aber auch nur ein Handgriff und mache ich auch einhand unter simplem TP10 Pinnenpilot bei entspannten Bedingungen um die es hier ja geht
- Bergen ist bei beiden überhaupt kein Problem, wenn es bei ohne Feindbeschuss bei tiefem Kurs unter Abdeckung des Groß passiert, dann machen auch plötzlich aufkommende 5 bft nichts aus und den Baum kann man ja erst mal noch kurz stehen lassen
- wenn man taktisch zu nem Drop bei ganz spitzen Kursen gezwungen ist und es ballert macht das bei keinem der Segel Spass, da hat der Spi eher den Vorteil, dass man ihn nach Luv ziehen kann, bis er kollabiert, nen Genni auf halbem wind 5 bft am Unterliek ran zu ziehen ist da schwieriger

Insgesamt kann ich als zwar nur ambitionierter Familien-Segler mit ein bißchen Regatta Hintergrund nur absolut zum dritten Segel raten, wir benutzen unseren Spi mehr als 50% der Tage würde ich schätzen. Die Probleme werden überschätzt.
Blister und CodeZero hab ich keine Ahnung von

Liebe Grüße

Mischa

37

Freitag, 10. Mai 2019, 10:59

Hi,

Du hast es bereits gelesen (Beitrag 15). Sicherlich etwas allgemeine Theorie darunter, aber letztlich auch alles eigene Erfahrungen. Ich kenne beides und beides seit vielen Jahren. Auf einem Inter 18 ist ein Spi Käse, weil auf einem gut gesegelten Kat der Wind vorlich einfällt, nur immer etwas unterschiedlich vorlich. Für so ein Boot suchst Du aber nichts.

Ein Spi auf einem Plattboden (Arnemuidense Hoogars) wäre ein Stilbruch. Da hatten wir einen Halbwinder, eigentlich sogar einen Gennaker, weil wir den Halbwinder in der Mitte des Klüvers fahren konnten. Einen kurzen Klüver aus Alu oder Carbon nennt man heute Gennakerbaum. Ob der Hans, Karl oder Jupp heißt, es bleibt letztlich ein Stab, der vorne raussteht. Das Tuch des HWs war etwas fester als übliches Spi-Tuch, ein sehr empfehlenswertes Baumwoll-Polyester-Mischgewebe, das auch bei den etwas frischeren Am-Wind-Kursen gut gestanden und gut gehalten hat. Handling auch da easy.
Mein alter Herr, der erst über Umwege zum Segeln kam, hatte auf seinem ersten Boot einen Booster (Blister mit Stagreitern, die keiner braucht) und auf späteren Booten einen Blister, der schnell oben war, beim Bergen aber oft nass wurde und vom Trimm her doch viel weniger bot als ein Spi. Gerade auf sehr raumen Kursen war es oft aussichtslos, ihn mit Wind zu füllen. DAs lag sicher daran, dass dem Boot der Klüver (= Genackerbaum) fehlte. Trotzdem kriegt man einen Spi viel weiter nach Luv als einen HW* mit einem noch so langen und flachen Klüver*.
Einen Spi hatte ich anfangs als Mitsegler und außerdem auf etlichen eigenen Booten, auch auf zwei meiner jetzigen. Leute, die das Spisegeln aus Büchern, Einsteigerkursen oder als ausoptimiertes Regattasegeln kennen, führen oft an, es seien so viele Leinen, die man braucht. Die haben zwar alle ihre Berechtigung, aber es geht auch mit weniger. Bsp.: Obwohl Dein Boot Groß UND Vorsegel hat, hast Du dafür doch deutlich weniger Trimmleinen als eine 505er (?!) ... und trotzdem fährt es.

Was ist also zu tun?
1) Baum klarmachen, am Mastauge einpieken, lose gegebenes Baumfall einpieken.
2) Spi rausholen, Fall anbändseln, Schoten ebenfalls, Baum an Luv anpieken,
3) alles in Lee des Großsegels und zügig hoch damit.
– Fertig.
Meistens steht er schon, weil wir Einandsegler ja das Ruder festgelatscht haben und ihn mit Endlosschot fahren. Während man vorn steht, kann man ihn schon mal etwas ausrichten, dass das luvseitige Liek nicht reinkommt und latscht dann gemütlich nach hinten.
Dort angekommen ziehen wir bei sehr schwachem Wind meistens etwas am Baumfall, damit sich der Gute nicht so hängen lässt oder wir überlegen uns, falls der Baum zu weit steigt, den luvseitigen Barberhauler zu bemühen. Er kann immer angeschlagen bleiben, wenn man möchte sogar im Winterlager, und er erspart uns Fahrtenseglern den Baumniederholer. Tun wir das alles gerade mal nicht, weil vielleicht das Teewasser gerade fertig ist, verzichten wir zwar auf einen besseren Trimm, könnten damit trotzdem erstmal fahren.

Du wirst Dir letztlich doch das kaufen, wozu Du Dich längst entschlosssen hast und nur noch ein paar Argumente sammeln, um es vor dem inneren Auge bessser zu rechtfertigen. Viellleicht interessiert es eiinen der anderen 730 Mitleser.

Grüße, Chris




* ... oder welche Bezeichnung auch immer genehm ist

Sander 850

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38

Freitag, 10. Mai 2019, 11:54

Mal ne ganz naive Frage zum Spie. Wie hole ich den wieder ein ohne dass sich da sämtliche Leinen verheddern?

Ich lese immer im Windschatten des Großsegels einholen und entweder durch die Lucke ins Boot oder in nen Segelsack stopfen. Aber habe ich da am Ende nicht ein Riesendurcheinander mit den Leinen.

Festgelegt bin ich übrigens noch nicht und wie jetzt schon mehrfach geschrieben, es geht nicht um die kurzfristige Neuanschaffung und auch gar nicht nur um meine Situation sondern eher generell darum sich mal über Leichtwindsegel zu unterhalten.

Nen Gennacker einfach setzen und bergen indem man vom Cockpit aus ne Rolle aufwickelt - so wie ich es von der Genua kenne - hört sich für mich erst mal relativ gut an.

Den Spi bergen unter Autopilot oder festgelaschtem Runder hat zwei Probleme. Mein Hdydraulikruder hat leider etwas Schlupf. Je härter am Wind ich segel desto stärker und der Autopilot ist kaputt - St 4000+ - Motor Radpilot streikt. Warum auch immer.

Muss mal messen ob es am Motor liegt oder ob gar kein Impuls am Motor ankommt.

Aber gut - wenn das Leichtwindsegel kommt kann da eh schon ne Pinne statt Steuerrad vorhanden sein. Aber in der jetzigen Situtation würde das Boot bei festgestelltem Ruder wahrscheinlich anluven und irgendwann im Wind stehen. Stelle ich mir sehr "lustig" vor wenn dir dann ne 50 qm Spi samt Baum um die Ohren knallt :P

Wobei ich mir jetzt durchaus immer angewöhnt habe zeitig zu reffen. Die Erfahrung zeigt dass mehr Tuch bei mir mehr Lage bringt aber sehr wenig Geschwindigkeitszuwachs.

Sequoia

Matrose

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39

Freitag, 10. Mai 2019, 12:11

da gibt es sicher viele Wege den Spi zu bergen: bei mir funktiert hervorragend: tief Steuern (muss nicht kurz vor der Halse sein), Achterholer fieren, dass der Baum nach vorne eht, dadurch kommt der Spi hinters Groß und fällt zusammen, von der schot aus das Unterliek einsammeln, dann Fall lösen und den Spi als Wurst unterm Baum durch ins Cockpit ziehen. Da die beiden Schoten und das Fall angeschlagen bleiben und man ihn dabei nicht verdreht kommt da keine Unordnung rein. Wenn du ihn beim runter ziehen direkt in einen Sack stopfst musst du aufpassen beim stopfen nicht automatisch zu drehen, sonst musst du ihn vor dem nächsten hoist sortieren. Dadurch dass der Spi keinen Wind mehr bekommt und ohne Fläche als Wurst runter gezogen wird, hast du da selbst bei üblen Böen keine Kräfte drauf.
Dass danch der Achterholer noch im Spibaum eingepickt ist und der vorne am Vorstag steht, ist bist zur nächsten Wende relativ egal, wenn du gerade keine Zeit hast.

Gruß

Mischa

smaugi

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40

Freitag, 10. Mai 2019, 12:39

Nen Gennacker einfach setzen und bergen indem man vom Cockpit aus ne Rolle aufwickelt - so wie ich es von der Genua kenne - hört sich für mich erst mal relativ gut an.


Nochmal dazu:
Wenn dein Schiff Topgetakelt ist, wird eine Rollanlage nicht so einfach zu realisieren sein, es sei denn du baust eine vorgelegte Rolle oben an.
Sonst verheddert sich die Rolleinrichtung oben mit der Genuarollanlage, wenn der Abstand nicht groß genug ist (>0,3m mindestens). Am Bug würdest du vermutlich eh ein Rohr o.ä. einplanen, nehme ich an.

Am einfachsten zu handeln ist sicher ein Gennaker in einer Tüte. Da verheddert sich am wenigsten.
Tschüss
Christian

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