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Windstärken

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pks

Lotse

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41

Freitag, 10. Mai 2019, 12:41

der Autopilot ist kaputt - St 4000+ - Motor Radpilot streikt. Warum auch immer.

den hatte ich auch, lässt sich reparieren, war beim Setzen/Bergen in der Regel im Einsatz

mit Schlauch geht das alles recht einfach
- Segelsack zwischen (Unter)Wanten und Mast so spannen das sich ein offenes Dreieck bildet
- zum Bergen auf 140-150° gehen
- Achterholer fieren bis der Spibaum am Vorstag anliegt
- Schot ebenfalls fieren
- Schlauch runter
- Fall lösen und das Gedöns so in den Sack dass stopfen dass Kopf und Schothörner oben liegen, bereit fürs nächste Setzen

viele Wege führen nach Rom :rolleyes:
Peter

42

Freitag, 10. Mai 2019, 18:16

Beim Bergen des Spinnakers hast Du das Fall und zwei Schoten. Da ist nicht viel mit Leinen Tumult. Wenn Du eine zusätzliche Bergeleine im der Mitte des Segels hast sorgst Du lediglich dafür, dass Deine Leinen frei liegen und durch- nicht ausrauschen können. Darüber solltest Du Dir die wenigsten Sorgen machen. Du kannst Dir ja auch einen Tunnel An Deck legen in den Du das Segel hineinziehst. Also einen „passiven“ Bergesack. Das erfordert ein relativ freies Vordeck, ist dann aber sehr komfortabel da der Spinnaker im Tunnel bleiben kann bis zu seinem nächsten Einsatz. Aber als Leichtwindsegel alles viel zu viel Tohuwabohu. Keep it simple! Zig tausende Segler machen das Tag für Tag.

frank_x

Salzbuckel

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43

Freitag, 10. Mai 2019, 21:54

Ich weiß ja nicht, was auf Seite 2-3 steht - aber ... bei 25qm Genua + 12qm Großsegel und 5-6t Stahl - da würde ich nicht über ein Leichtwindsegel nachdenken. Das Schiff ist eher ein Motorsegler und die Segel sind da wohl - anders als bei einer Segelyacht - eher der Hilfsantrieb ... So ab BFT4 sind auch 4kn unter Segel drin ...


Meine Genua hat 25 qm und ist damit doppelt so groß wie das Groß :D

Ausbaumen könnte ich die. So ab 3 Windstärken läuft das Boot damit auch gut. Aber drunter ist es eher mau.

Welches Segel würdet ihr für nen 5-6 Tonnen Stahlschiff bei 8,5 m Länge empfehlen?

Meine Genua hat 25 qm und ist damit doppelt so groß wie das Groß :D

Ausbaumen könnte ich die. So ab 3 Windstärken läuft das Boot damit auch gut. Aber drunter ist es eher mau.

Was erwartest du bei

Deshalb reden wir ja drüber. Wenn bei 2 Windstärken auch der 44 qm Gennacker nichts bringt, dann kann ich mir das Geld ja auch (irgendwann) sparen.

Sander 850

Kapitän

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44

Samstag, 11. Mai 2019, 11:33

Beim Bergen des Spinnakers hast Du das Fall und zwei Schoten. Da ist nicht viel mit Leinen Tumult. Wenn Du eine zusätzliche Bergeleine im der Mitte des Segels hast sorgst Du lediglich dafür, dass Deine Leinen frei liegen und durch- nicht ausrauschen können. Darüber solltest Du Dir die wenigsten Sorgen machen. Du kannst Dir ja auch einen Tunnel An Deck legen in den Du das Segel hineinziehst. Also einen „passiven“ Bergesack. Das erfordert ein relativ freies Vordeck, ist dann aber sehr komfortabel da der Spinnaker im Tunnel bleiben kann bis zu seinem nächsten Einsatz. Aber als Leichtwindsegel alles viel zu viel Tohuwabohu. Keep it simple! Zig tausende Segler machen das Tag für Tag.


Als Einhand Segler habe ich ja immer eine Hand für mich und eine fürs Boot.

Ein Fall, zwei Schoten und ein Baum - und nur eine Hand frei :rolleyes: Das müsste ich mir wirklich mal anschauen wie das gemacht wird.

Ansonsten sehe ich mein Boot jetzt nicht als Motorsegler. So ab 3 Windstärken läuft es ja recht gut. Schneller als Rumpfgeschwindigkeit geht eh nicht. Und die ist aufgrund der Wasserlinie nicht so hoch.

Aber wenn ich jetzt nen 50 qm Spinnacker hätte und zusammen mit dem Groß auf ca. 62 qm Segelfäche kommen würde dann verspreche ich mir da schon einen Effekt. Wobei es natürlich stimmt, bei ruhigem Wasser den Motor mit geringen Drehzahlen einfach mitlaufen lassen ist auch ne Option. Aber schöner ist es doch wenn an Bord Stille herrscht...

Hatte übrigens bei meiner Überführung durchs Ijseelmeer den direkten Vergleich, nen ungefähr genau so großer Joghurtbecher mit wesentlich neueren Segeln und mehr Segelfäche hat bei 4-5 Windstärken 2-3 Stunden gebraucht um mich zu überholen. Wobei ich einräume, dass er etwas mehr Höhe gemacht hat als ich.

45

Samstag, 11. Mai 2019, 20:44

Autopilot oder das Ruder fixieren. Einholen geht sehr schnell.

Vielleicht ist ja aber auch ein Code 0 die bessere Wahl. Um welche Kurse geht es Dir? Vielleicht steht das schon irgendwo, sorry die Sonne hat mir heute die Platte aufgeheizt.

Sander 850

Kapitän

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46

Sonntag, 12. Mai 2019, 00:15

Die Kurse sind egal. Vorwind ist im Prinzip am unwichtigsten.

Weil für Vorwind könnte ich ne zweite Genua Schmetterling fahren. Die Schien in der Rollreffanlage und das zweite Vorstag nebst Genua sind vorhanden.

Es geht darum bei Leichtwind entspannt vom Fleck zu kommen - wenns nur mit 4 kn sind ist auch egal. Will ja keine Weltreise machen.

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass man hart am Wind bei Leichtwind eh nicht segeln wird. Daher dürfte raumschott und halbwind der interessante Bereich sein.

Aber - und gerne noch hundertmal - das ganze muss leicht gehen.

Ich habe jetzt gelernt, dass die Ijseellmeerwelle kein Mythos ist. Da geht es 1 m rauf und wieder runder wirklich alle 5-6 Sekunden. Das ist jetzt kein Problem aber eine Hand an der Want oder zum fest halten ist da nicht verkehrt.

Aber 6-7 auf der Nordsee bei ablandigem Wind aus Ost bei dem sich keine große Dünnung aufbauen kann, sind angenehmer als 5 auf dem IM wenn du dich bei Westwind an der Ostseite befindest.

Ich schließe jetzt allein aus meinen Erfahrungen. Wobei ich jetzt ein Leichtwindsegel auch nur bei leichtem Wind einsetzen würde.

Mir fehlt bei jetzt 45 Posts immer noch die generelle Einordung pro und contra Gennacker / Spi.

Wenn der Spie doch alles kann, warum brauche ich einen Genacker und umgekehrt?

Ich hätte jetzt gesagt der Gennacker ist besser weil ich ihn aufrollen kann und weil er im Prinzip universeller ist.

Nen Gennacker wird man vermutlich auch ausgebaumt auf Vorwind /Raumschott fahren können. Und wenn es mehr Wind hat kommt man vermutlich eher ohne Baum aus.

Genau vor dem Wind bin ich eh kein Freunde von. Lieber bissel Raumschot. Mehr Lage verlängert eh die Wasserlinie vom Boot und solange wir da über 10- 15 Grad reden ist noch alles entspannt.

Westman

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47

Sonntag, 12. Mai 2019, 01:19

Hallo, ich möchte da eine Anmerkung machen:


Da die Überschrift " Gedanken zu Leichtwinsegeln" lautet verstehe ich es so, das jeder seine Erfahrungen / Gedanken zu dem Thema einbringt. :phil_04:
Es gibt eben nicht das eine Universalsegel was auch noch super einfach zu bedienen ist und SANDER möchte es einfach haben ohne große Komplikationen beim einholen. :hilfe:

Für mich ist die Sache ähnlich: Meist Einhand mit 22" auf einem Binnensee unterwegs und mehr zu Übungszwecken als um einen festen Punkt am anderen Ufer / fester Kurs zu einem Ziel zu erreichen. ("Welche Kurse fährst du meistens?" stellt sich dabei nicht )
Schnelle Motorbootfahrer und das nahende Ufer begrenzen die Zeit für Manöver. Somit möchte ich Aktionen mit Spinnaker und Baum mit den benötigten Leinen nicht in Erwägung ziehen.
Rollanlage und ein Stehenlassen des eingerollten Segels nach Manövern stelle ich mir vor.
Im Hafen oder bei plötzlichem Wetter an einer Boje liegend alles klar machen und nach Bedarf ausrollen. Oder bei genügend Wind bleibt alles unter Deck. :ueberlegen:
Somit universal, einfach einsetzbar und unkompliziert (wie beim orginalen Themenersteller). ?( Aber welches Segel?


Von Smaugi die Antworten mit dem seinen Bildern in dem anderen Thema sind sehr gewinnbringend. :good2:


Meeresfee

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48

Sonntag, 12. Mai 2019, 09:06

Sander, in der Everyday Praxis erweist sich der Gennacker nicht als das bessere, aber als das einfachere Segel, im Vergleich mit dem Spi. der kann vereinfacht werden, Baum unterm Grossbaum ständig parat, aber durch das Setup zwei Schoten, Toppnant, Niederholer, zwei barber macht er deutlich mehr Leinensalat und deutlich mehr Aufwand, je größer das Boot, je stärker ist das bemerkbar, wenn die Crewgröße nicht mitwächst. Halsen mit dem Teil sind noch mal was Besonderes, was gelernt werden kann, aber auch geübt werden muss. Wenn 50% der Crew, also Frau Sander, dazu null Bock haben, vergiss es.
Der Gennaker kann mit etwas Steuerübung und gefiertem Fall, so 1 m, gut 150 Grad bergab gefahren werden, auch einer von der Stange wie es unser ist, er bietet dem Spi vergleichbare Fläche bei deutlich besserem Handling. Bergeschläuche halt ich bei 850 Boot für Geldverschwendung, das kleine Teil setzt und birgt so jeder Notkonfirmand. Carsten

49

Sonntag, 12. Mai 2019, 09:40

Die Kurse zum Wind sind nicht egal. Oder willst Du mit dem Gennaker gegenan? Am Wind wäre ein Code 0 sicherlich eine gute Sache. Auf Rollanlage einfach zu handhaben. Aber ja, jetzt hab ich es auch gelesen. Ich würde den AP in jedem Fall reparieren (lassen). Code 0 bei ab 50 Grad bei Leichtwind bis 130 Grad bei etwas mehr Wind. Das wäre auch mit Deiner Maßgabe „Vorwind am Unwichtigsten“ in Einklang. Auf Rollanlage brauchst Du nicht mal den AP zum einholen.

Es ist halt nicht so einfach, den Gennaker gibts eben nicht. Wenn Du Dir einmal die Informationen bei den Segelmachern durchliest, allen voran North und Elvström, nicht weil deren Segel die besten sind, sondern sie die Informationen zu den C-Typen gut aufbereitet haben.

Peter-Piranha

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50

Sonntag, 12. Mai 2019, 09:46

Zitat


Der Gennaker kann mit etwas Steuerübung und gefiertem Fall, so 1 m, gut 150 Grad bergab gefahren werden,


Carsten, ist es dabei egal ob Fall oder Tackline gefiert werden?

51

Sonntag, 12. Mai 2019, 10:16

Hallo Sander,

im Grundsatz kommen wir um einen gewichtigen Tatbestand nicht herum: Dein Boot ist einfach zu schwer für das Rigg bzw. für seine Größe und das kann kein Leichtwindsegel substanziell ändern.
Es hat andere Qualitäten, sicherlich kann man sich darauf auch bei viel Wind stets sicher fühlen und wird als Crew möglicherweise weniger beansprucht als auf anderen Booten.

Zu Gennaker/Spi hat Carsten (Meeresfee) kurz und knapp das wichtigste geschrieben. Der Gennaker ist tendenziell einfacher aber nicht universeller, weshalb wir auch zu zweit auf unserem Boot den Spi bevorzugen.
Er kann bei Leichtwind die Genua bereits auf Kursen mit Windeinfall vorlicher als querab (so ab 55°, entspannter ab 60°) ersetzen. Dieser Winkel wird mit zunehmendem Wind immer größer, aber da zieht auch die Genua immer besser. Der Vorteil eines Gennakers ist auf spitzeren Kursen bei Leichtwind bestenfalls graduell (ein Ausschnitt von etwa 10° Windeinfall, bei dem wir im Nachteil sind), aber das interessiert bestenfalls auf Regatten. Interessant wird es auf spitzen Kursen bei Mittelwind aufwärts, denn dabei lässt sich ein Gennaker tendenziell noch relativ entspannt fahren, während man mit dem Spi bereits intensiv arbeiten muss. Aber diese Windverhältnisse interessieren auch nur auf Regatten, denn auf Tour ist das Boot auch ohne die bunten Lappen schnell genug.

Was auf Tour sehr häufig zählt ist dagegen das Vorankommen nach Lee. Der Spi kann Vorwindkurse besser als der Genni, ganz einfach weil dem der Spibaum fehlt, der ihn aus der Bekalmung durch das Großsegel herausholt.

Für den Tourer wäre ein Spi also eigentlich das bessere Segel, weil universeller. Seinen Nachteil hat er auf spitzen Kursen, auf denen der Genni einige Grade früher gezogen werden kann. Bei Mittelweind aufwärts negiert dieser Nachteil sich.
Wäre da nicht das Handling und die aufwändigere Ausrüstung mit Spibaum, Spifall, Toppnant und Niederholer für den Spibaum sowie zwei Schoten. Das Handling kann allerdings durchdacht stark vereinfacht werden - nur muss auch das Boot dazu passen. Auch das wurde bereits angedeutet: Ein am Großbaum immer einsatzbereit gehalterter Spibaum, bei dem Toppnant und Niederholer permanent angeschlagen sind, hilft sehr viel. Und: das zweite Crewmitglied sollte wenigsten ein klein wenig mitspielen wollen. Nicht wenige haben geradezu eine Spiphobie. Das ist - gerade auf einem schweren und vermutlich sehr gutmütigem Schiff wie Deinem - vollständig unbegründet, insbesondere wenn der Spi oberhalb von Mittelwind sowieso nicht verwendet wird.
Ist dabei denn gar nichts zu machen?

Übrigens: Leichtwind und Hoch-Am-Wind-Kurse passen eigentlich sehr gut zusammen, denn dabei verstärkt die Fahrtwindkomponente den scheinbaren und somit für den Vortrieb nutzbaren Wind.
Raumschots oder gar vor dem Wind ist es genau anders herum. Hoch-Am-Wind ist der letzte Kurs, den wir bei Schwachwind noch segeln, bevor auch wir zum Motor greifen. Das kann ein sehr großes, ganz spezielles Vergnügen sein: Glattes Wasser, kühl fächelnde Brise im Gesicht (im Hochsommer sehr willkommen), ein dahingleitendes Boot und dabei trotzdem: Stille, kein Motorgenöle.
Wenn Du derartige Segelsituationen ernsthaft vermisst, hilft weniger ein Leichtwindsegel, sondern eher ein Bootswechsel!

Gruß
Andreas

Meeresfee

Salzbuckel

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52

Sonntag, 12. Mai 2019, 12:07

Zitat


Der Gennaker kann mit etwas Steuerübung und gefiertem Fall, so 1 m, gut 150 Grad bergab gefahren werden,


Carsten, ist es dabei egal ob Fall oder Tackline gefiert werden?

Nein. Fall geht besser, damit er oben rumrollt.Schau.
»Meeresfee« hat folgende Datei angehängt:

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53

Sonntag, 12. Mai 2019, 12:26

Moin Sander 850,
die Stellungnahme von Quallenschubser in post 51 kann ich voll unterstreichen, gerade im Zusammenhang mit Deinem recht "gutmütigem" Schiff... "Schmetterling" ist nur etwas für Passatsegler mit gewöhnlich viel Wind bei dann schwereren Genua- Tüchern. Dagegen braucht es bei Schwachwind leichtes Tuch - und auch viel davon - bei raumen Kursen am besten in Form eines Spinnakers...
Handbreit...! F.

54

Sonntag, 12. Mai 2019, 13:13

Ich würde einfach mal folgendes vorschlagen. Raussegeln und zählen wie viele Fahrtencrews auf Ferienfahrt mit ihren Standartbooten mit Spi unterwegs sind und wie viele mit einem asymmetrischen Vorsegel.
Nun kann man sagen das sind alles unwissende, ungeschickte, schlechte Segler, oder haben Spi noch nie probiert, und überhaupt ich finde es ja soooo einfach. Na ja.
Und dann noch, auch wenn man so einen ¼ bis ½ Knoten langsamer ist, für Regattasegler die Katastrophe, deshalb sträuben sie sich so dagegen, man kann einen Genni auch platt vorm Lacken fahren, wenn man einfach das Groß wegnimmt. Und mit Bergesack oder Roller kriegt man ihn dann auch jederzeit wieder runter ohne das er im Wasser landet, auch wenn es aufgebriest hat.
Also easy going und gemütlich, Genny mit Bergesack oder Roller, ambitioniert und schnell, Spi. Eigentlich ganz einfach.
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

Orage

Admiral

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55

Mittwoch, 15. Mai 2019, 21:52

Gennaker A2, 0,75 oz

oder

Genua I, Dacron, 3,0 oz

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Orage« (15. Mai 2019, 22:11)


56

Donnerstag, 16. Mai 2019, 10:29

Raussegeln und zählen ... Nun kann man sagen das sind alles unwissende, ungeschickte, schlechte Segler, oder haben Spi noch nie probiert, und überhaupt ich finde es ja soooo einfach. Na ja.

Schlechte und ungeschickte Segler wurde ungeachtet des etwaigen Wahrheitsgehalts so zwar nicht erwähnt, aber schon, dass sie mehrheitlich unbegründet zaghaft sind und sich von der verbreiteten Spin-Phopie leiten lassen. Es ist nicht die einzige, aber eine sehr deutliche. Wie bei allen Phobien kann man sich desensibilisieren, indem man sich dem aussetzt, was die Aversionen hervorruft. So gesehen, trifft das "unwissend" den Nagel auf den Kopf. Wenn man sich so umsieht, stellt man natürlich fest, dass die meisten Segler durchaus sehr durchschnittlich segeln. Das ist auch rein rechnerisch richtig.
Also stellt man als Einsteier seine Segel zumindest an Himmelfahrt und Pfingsten schon mal nach der Mehrheit. Das habe ich anfangs manchmal gemacht, wenn alle gefahren sind und nur bei mir wollte es irgendwie nicht so. Irgendwann hat mir das aber nicht mehr gereicht. Ich kam ins vierte Schuljahr, wurde selbstbewusster und wollte endlich mehr.

Bei Spi vs. Halbwinder/Blister/Gennaker geht es gar nicht so sehr um Zehntel-Knoten, obwohl 1,5 statt 2 schon in deutlicher Unterschied ist. Der viel größere Unterschied liegt bei sehr wenig Wind in Motoren oder Segeln. Die Gründe dafür wurden schon genannt. Selbst ein miserabel oder gar nicht getrimmter Spi, der aber steht, zieht schon, was ein eingefallener H/B/G logischerweise nicht kann.

VG

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57

Donnerstag, 16. Mai 2019, 12:28

Moin,
ich schlage vor, nicht anfangen zu zählen, was andere machen, sondern bestrebt zu sein, zu entdecken, wie Schwachwindsegeln mit welchen Segeln geht, und ein entsprechendes Gefühl dafür gepaart mit Wissen zu entwickeln, etwa auf einer Jolle. Das hilft auch wirksam, eventuelle Ängste zu überwinden, auch dann, wenn "plötzlich" Wind aufkommt....
Handbreit...! F.

pf

SF-Schiffsbarde

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Heimathafen: Lemmer, de Brekken

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58

Donnerstag, 16. Mai 2019, 13:04

Wenns unbedingt ausprobiert werden soll würde ich es so machen:

Leichtwindsegelgröße für einen Genni anhand der eigenen Bootsmaße und eines der Berechnungmodelle wie im Internet abrufbar berechnen. Grob reicht ja. Dann fragen, ob jemand ein altes Leichtwindsegel für ein paar Tage ausleiht. Das Setup sind bei einem Gennacker ja nur Schot und Halsleine. Beides aus Bestand nehmen oder Restekiste kaufen. dann testen.

Ja, gute Segel verleiht man nicht gerne. Ich habe aber Bekannten am Steg auch schon meinen alten Genni zum Testen an deren etwas kleinerem als meinem Boot geliehen. Und meistens liegt bei irgendjemanden ein altes Segel rum, was lange nicht benutzt wurde und bei dem das Schädigungsrisiko eher gering ist.

Dann kannst Du direkt testen, wie schnell Dein Boot bei wenig Wind "bewegt" wird. Aber je nachdem wie man 2 Bft empfindet (wer misst das schon wirklich nach) ist das schon der allerunterste Rand ab dem selbst mein leichtes Boot mit 2,5t bei gut 40 m² sich langsam zu bewegen anfängt... Da wirst Du, wenn Du Strecke machen willst, auf Motor nicht verzichten können. Wir nutzen unser Parasail nur auf dem IM und dann extrem zurückhaltend (obwohl tolles Segel), weil unser Boot konstruktionsbedingt schnell krängt und dann der Freizeitspass für uns schnell aufhört. Aber so bei 2-3 bft ein zwei Stunden über das Ijsselmeer cruisen, bei strahlendem Sonnenschein, alle anderen Boote weit entfernt, Pinnenpilot läuft, Kaffee in der Hand, ist schon ein toller Genuss, unabhängig von der tatsächlichen Geschwindigkeit. Alleine der Blick ins Segel ist toll. Der Blick auf die übrigen Segler, soweit vorhanden, ist toll, weil dort auch viele bunte Tücher jeder Coleur zu sehen sind. Geschwindigkeit ist da nur zweitrangig.
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


www.sy-boundless.net

59

Donnerstag, 16. Mai 2019, 13:45

Meine Güte ist es so schwer zu akzeptieren, dass es Leute gibt die einfach keinen Bock haben auf Gerödel? Oder solche die meist alleine segeln, oder wo Frau und Kinder wirklich nur Passagiere sind und wo man sich keinen vermeidbaren Stress machen will?
Also was soll dieses „wenn man ein bisschen übt“ „Phobien überwinden“ usw.? Wenn man ein „bisschen übt“, wird man auch mit dem BMX-Rad einen Salto in der Halfpipe schaffen, wenn man auch noch etwas sportlich ist, und seine Phobie vor Stürzen überwindet usw. Mag aber nicht jeder.

Und warum ein asymmetrisches Vorsegel bei geringen Windstärken so viel schneller einfallen soll erschließt sich mir nicht. Ich würde vermuten, wenn der Wind etwas spitzer einfällt steht es sogar länger, weil sich leichter eine laminare Strömung einstellt. Und platt vorm Lacken nehme ich halt das Groß runter fertig. Da geht es dann eben um Zentelknoten, aber nicht um Motor oder Segel. Die Frage stellt sich eher beim Spi. Ganzes Gerödel raus oder Motoren? Brrrum…
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

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Bootstyp: Albin Express

Heimathafen: Kiel

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60

Donnerstag, 16. Mai 2019, 13:53

Sander, ich habe mal nachgesehen, was du da fährst.
Bestimmt ein schönes Boot für viele Zwecke, aber eben nicht wirklich leichtgängig.
Deshalb noch einmal die Frage: Wie oft würdest du das Segel benutzen?

Bist du der Typ, der geduldig ist und auch bei 2 Knoten Fahrt noch segelt?
Wenn nicht, wirst du vermutlich viel Geld ausgeben und Zeit aufwänden und am Ende wird vermutlich doch der Motor laufen.
Vielleicht kannst du das ja anhand deiner Logbücher überschlagen.
Sollte das nicht zufrieden machen, hilft wohl nur ein Bootswechsel.

Wenn es doch der Turbo für die Sander werden soll, musst du in jedem Fall eine Schwelle überwinden.
Du musst das Handling eines grossen Segels lernen. Und zwar inklusive dem, was auf dem Vordeck passiert.

Das wird tatsächlich fast immer überschätzt.
Wenn man es gemacht und verstanden hat, fragt man sich, warum da eigentlich so ein Film von gedreht wird.
Probier das auf einem anderen Boot aus, am besten eines, was Regatten segelt.

Ich glaube, das einfachste wäre in diesem Fall tatsächlich ein Gennacker ohne Schlauch.
Den kann man in der Abdeckung vom Gross setzen und bergen.

Die Schoten lässt du immer an Deck ausgelegt.
Vorderes Ende am Bug anbinden, das hintere Ende aufschiessen und hängen lassen.
Dann geht es im Zweifelsfall schnell mit dem Setzen.
Die Hörner vom Genni beschriften und im Sack mit Laschen o.ä. griffbereit sichern.

Holger

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