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1

Dienstag, 14. Mai 2019, 16:11

schiss vorm ankern *rookie-alarm*

hallo zusammenmeine vorgeschichte:
ich habe erst 1000sm achteraus- allesammt in kroatien
bin meistens nur mit meiner frau zu zweit unterwegs
888, ankeralam usw alles am start
ich chartere und wir liegen fast immer in der marina - oder an einer boje

denn

ICH HAB SCHISS VORM ANKERN
wir haben jetzt angefangen unter tags immer wieder mal den anker fallen zu lassen um übung zu bekommen - soweit auch 'ois easy'nur möchte ich unbedingt vermeiden nachts raus zu müssen und mit meiner noch unerfahreneren co-skipperin

bei welle / wind (sonst wuerde der anker verm ja nicht ausbrechen) an deck rum zu hüpfen.


nun zu meiner frage:

ist euch bzw wie oft ist euch der anker schon ausgebrochenobwohl ihr reichlich kette & guten grund hattet?
habt ihr für euch eine bft-grenze bis zu der ihr ankert?__

witzig ist dass wir an unserem letzten törn eine seniorencrew getroffen haben (lauter coole socken)
die fast ausschliesslich ankern weil ihnen die anlegemanöver zu stressig sind :D

so unterschiedlich ticken die leut'danke schon mal

gruessla
RUP

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ruptura« (14. Mai 2019, 16:24)


F28

Salzbuckel

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2

Dienstag, 14. Mai 2019, 16:19

nun zu meiner frage:ist euch bzw wie oft ist euch der anker schon ausgebrochen

wir ankern gerne und regelmäßig.

Unser Anker ist auch noch nie ausgebrochen. Einmal fing er an zu slippen, aber da hatten sich Freunde mit Ihrer Ketsch noch zum Kaffetrinken bei uns längsseits drangehängt, und der Wind frischte auf 20 Knoten und mehr auf. Da fuhren wir dann sehr langsam rückwärts.

Wichtig sind (außer einem guten Anker natürlich):
1. Ketten/Leinenlänge mindestens (!) 5-fache Wassertiefe, im Zweifelsfalle mehr (es laufen immer noch Leute rum, die der Meinung sind, 3-fache Länge würde reichen. Unbedingt ignorieren!)
2. gründliches Einfahren - d.h. nachdem der Anker gegriffen hat, Maschine auf Rückwärts und gerne mal 2.500 Umdrehungen geben. Dann mit der Hand an die Kette fühlen, ob da noch was ruckelt. Wenn nicht, kann man beruhigt die Maschine abstellen und sich den Freuden des (Anker-)lebens hingeben.
Gruß
F28

txg

Salzbuckel

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4

Dienstag, 14. Mai 2019, 16:26

Wir haben viele hundert Nächte vor Anker verbracht und sind genau einmal auf Drift gegangen, und das war selbstverschuldet. Grundlegend gibt es zwei entscheidende Punkte:

1. Vernünftiges Ankergeschirr. Das bedeutet ein moderner Anker der sich auch bei einem Winddreher oder wenn er doch mal slippt wieder eingräbt. Bügel, Rocna und Mantus sind hier die Standardvertreter. CQR und Konsorten sind deutlich schlechter und von solchen Konstruktionen wie dem Danforth will ich garnicht erst anfangen. Außerdem gehört dazu angemessene Kette, wir fahren 10mm auf 11m Boot. Hier dürfte für euch die Grundproblematik liegen, ich gehe mal davon aus dass das übliche Charterboot den üblichen unterdimensionierten Standardanker dabei hat und daran lässt sich ja ohne weiteres auch nicht viel ändern.

2. Vernünftiges Ankermanöver. Ankerplatz suchen, Anker runterlassen, dabei Fahrt rückwärts aufnehmen, ausreichend Kette raus (im Idealfall 5:1, wenn Platz ist tut mehr auch nicht weh). Kette mit flexibler Trosse auf Bugklampe legen um die Ankerwinsch zu entlasten. Rückwärtsgang rein und langsam Rückwärts bis der Anker sich eingegraben hat und die Kette langsam Spannung bekommt. Langsam immer mehr Gas geben, und zwar nicht zu sparsam. Je nach Maschine können das gerne >2500 U/min sein. Dabei behält der Rudergänger den Speed im Auge, der sollte bei etwa <0,3kn liegen, gerade Boote mit Wellenanlage fahren bei diesem Manöver seitwärts statt stehen zu bleiben, wegen dem Radeffekt. Eine zweite Person steht am Bug und hat den Fuß auf dem Trossenvorläufer. Wenn es ruckt hält der Anker nicht. Den Rückwärtsgang so ruhig ein bisschen drin lassen, wir machen das gute 30s.

Und dann ganz wichtig: Wenns nicht hält, Anker hoch und nochmal woanders versuchen. Unser o.g. selbstverschuldeter Drift kam zustande weil wir nach dem dritten Versuch keine Lust mehr hatten und uns mit "wird schon halten" zufriedengegeben haben. Ansonsten haben wir nie Probleme gehabt, und wir haben auch schon mehrstündige Tropenstürme mit Mittelwinden um 40kn und Böen an die 60kn vor Anker verbracht.

edit @F28:

Man könnte meinen wir hätten voneinander abgeschrieben :D

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5

Dienstag, 14. Mai 2019, 16:26

Anker ausgebrochen in 4 Jahren Griechenland und 500+ Ankertagen: 1x weil 180 Grad Winddrehung und starkes auffrischen. Da hat der Ankeralarm geweckt. Und ich bin mir im nachhinein nicht sicher, ob sich der Anker nicht schon wieder eingegraben hatte.

Wenn du halbwegs vernünftigen Grund hast, du den Anker mit langsam steigender Drehzahl (wir gehen immer bis 2000) eingefahren und wenigstens 5 fache Wassertiefe an Kette gesteckt hast, wird dir ein guter Anker nicht ausbrechen wenn er einmal sitzt. Jedenfalls nicht unterhalb von 50kn Wind.

Nun ist das mit dem Ankergeschirr auf Charteryachten freilich immer so eine Sache. Da wird oft gespart. Anker zu klein oder untauglich, zu wenig Kette.
Michael
SY Sioned

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6

Dienstag, 14. Mai 2019, 16:29

ich bin schon 2x aus den gleichen Gründen wie F28 auf Slip gegangen. Ansonsten 1x bei Tidewechsel im Watt. Aber da hat sich der Anker, bevor ich an Deck war, wieder eingegraben. ;) Wenn du das beherzigst, was F28 sagt, wird dir so schnell nichts passieren. Allerdinghs stelle ich mir vor, dass man im MM wegen Wassertiefe ständig Kettenmangel hat :D
Gruß


Volker


cesi666

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7

Dienstag, 14. Mai 2019, 16:33

das letztemal als mein Anker nicht hielt hatten wir 48 kn Wind, war vor 3 Jahren als plötzlich ein Gewittersturm aufzog, normalerweise halten die Teile sofern man Länge der Leine, Grund ,geeigneten Anker usw. beachtet
One World -> One Future

txg

Salzbuckel

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8

Dienstag, 14. Mai 2019, 16:43

Noch ein erwähnenswerter Punkt ist dass das beste Ankergeschirr nichts hilft wenn der Nachbarlieger in einen rein driftet.

Das mag jetzt komisch klingen, aber wir versuchen z.B. nicht mehr in der Nähe von Franzosen auf heruntergekommenen Booten zu ankern. Von denen gibt es im Karibikraum ziemlich viele und die können in den allermeisten Fällen weder ankern noch haben sie akzeptables Ankergeschirr. Ankommen, alten Danforth mit Kettenvorläufer und Leine einfach über Bord geworfen, und ab gehts an Land zum Abendessen. Schon dutzendfach so gesehen.

9

Dienstag, 14. Mai 2019, 16:48

danke

@alle
vielen dank

das macht mir ein bisschen mut
wie ihr schon schreibt bin ich natuerlich von dem 'charter-material' abhängig
recht unsicher bin ich auch noch wg ankergrund in kroatien denn selbst mit 888 finde ich nicht so recht meinen 'jungfern-grund' ;-)
aber das mit einfahren und der 5(+)fachen kettenlänge glaube ich sitzt
gut war auch der tipp mit den 2500+ rpm einfahren & der mit den franzosen ;-)

bin aber weiterhin für erfahrungsberichte und tipps SEHR dankbar
dankeschoen

F28

Salzbuckel

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10

Dienstag, 14. Mai 2019, 16:57

edit @F28:
Man könnte meinen wir hätten voneinander abgeschrieben :D

stimmt, ich musste auch grinsen.
Aber offenbar gibt es beim Ankern einfach einen bewährten Standard, an dem man sich gut halten kann.
Gruß
F28

dolphin24

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11

Dienstag, 14. Mai 2019, 17:07

Leider haben viele Charteryachten ein unterdimensionieres Grundgeschirr. Hier nach Möglichkeit Nachbesserung fordern, zumindest aber nur bei absehbar ruhigen Wetter ankern.

Das Einfahren des Ankers ist wichtig. Ich peile dabei dabei ein Objekt an Land und achte darauf, dass es während des Einfahren nicht auswandert.

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12

Dienstag, 14. Mai 2019, 17:13

Hallo Ruptura,

meine Frau und ich ankern oft und gerne, das ist Entschleunigung pur. Die Stimmung abends vor Anker ist toll. Was ich auch genieße ist, morgens vor dem ersten Kaffee eine Runde ums Schiff zu schwimmen, wenn alle noch schlafen.

Die Ankerwinsch nur bei laufender Maschine fahren, weil das Teil heftig Ampere zieht.

Wichtig ist, dass Du ordentlich Kette steckst (5:1) und den Anker gut einfährst (Einrucken). Ich schnorchle dann immer die Kette ab und schaue, wie der Anker liegt und ob er sich gut eingegraben hat. Kroatien hat ja zumeist sandige Gründe, ich habe bei Schnorcheln vor Porquerolles in Frankreich aber auch den Anker einer anderen Charteryacht lose auf einer Felsplatte gesehen. Es war zum Glück kein Wind...

Ich würde unbedingt vermeiden, den Anker bei Dunkelheit zu werfen, da Du im Hellen den Grund sehen kannst.

Du solltest darüber hinaus darauf achten, dass der Wind drehen kann und Du auch dann geschützt liegst oder in einem solchen Fall nicht auf den Felsen oder im Nachbarschiff landest. Einen Ankerplatz, wo Welle steht oder man durchgerollt wird, würde ich ohne Not nicht wählen.

Ein geeigneter Anker mit viel Kette, der sich gut eingegraben hat, erzeugt Haltekräfte, die man kaum zu glauben vermag und ist - verglichen mit manchen Bojenfeldern, sicher nicht die schlechtere Alternative.


Nett wäre es auch, wenn Du vermeidest, den Anker in eine Seegraswiese zu werfen, da dies Lebensraum für Fischbrut und Jungfische ist. Wenn der dann bis zum Eingraben eine Schneise da hindurch zieht, dauert das sehr lange, bis die Wiese sich davon erholt.

Ankererlebnisse?
Uns ist im Herbst 1986, da waren wir auf einer Fahrt von Korfu zu den Balearen, mal im Hafen von Ustica, mit Bug zur Mole liegend, der Heck-Anker (Danforth) ausgebrochen. Da lag es daran, dass der Wind von Nord auf Südost drehte und an Heftigkeit zunahm. Es lief dann so rasch so viel Schwell in den nun ungeschützten Hafen, dass der Anker des heftig bockenden Schiffes anfing zu slippen. Das lag zum Teil auch daran, dass der Heckanker keinen langen Kettenvorlauf hatte und beim Stampfen angehebelt wurde. Wir mussten dann in die Nacht hinaus. Ein Buganker mit viel Vorlauf hätte vermutlich gehalten, doch wäre es gefährlich gewesen, weil man ja nicht weiß, wie viel Welle in den Hafen einläuft, wenn die mehr Zeit und Fetch haben.

1990 habe ich zwei Tage lang Dreckwetter mit 8-9Bft. ankernd vor Porto Cervo abgewettert. Was wir als Studenten nicht so hatten, war das Geld für den Hafen. Wir hatten dafür einen Pflugscharanker und etwa das 5-fache der Wassertiefe an Kette gesteckt. Das hielt problemlos, obwohl das Schiff wie wild am Geschirr riss.

In den Kornaten habe ich auch vor 2 Jahren schon mal einen spätabendlichen Gewittersturm (mit Böenwalze und allem Drum und Dran) vor Anker erlebt. Das war eine ähnliche Hausnummer und blies auch noch in Richtung Land. Wir hatten da einen Bruce-Anker, der im Sand super gehalten hatte, obwohl ich in der Situation damals sehr angespannt war und die Maschine im Standby hatte tuckern lassen.

Grundsätzlich habt Ihr ja den richtigen Ansatz gefahren und das Ankern geübt. Nur dadurch entwickelt man ja ein Gefühl dafür und auch die erforderliche Sicherheit.

Ach ja, Ankerwache. Immer schön gucken, ob sich die Position zum Nachbarn ändert. Nachts öfter aufstehen und sich umsehen. Wo ist der Nachbar? Hat der Wind gedreht? Ich würde mich da nicht blind auf irgendwelche elektronischen Alarme verlassen.

Grüße von
Norbert

cesi666

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13

Dienstag, 14. Mai 2019, 17:15

Das Einfahren


Hilft auch gut beim Trockenfallen im Watt, dann allerdings vor und zurück um sich ne Kuhle zu graben ;)


Im Grunde muss man alles selber testen um zu wissen warum und weshalb man was tut, sich bei gutem Wetter oder "sicheren" Bedingungen im rantesten an alles, sinnvolle Tips beachten, wie ich grad sehe war Norbert schneller :D wollte grad schreiben habt euch doch vernünftig rangetastet ;)
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jugocaptan

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14

Dienstag, 14. Mai 2019, 17:24

Zum Einen, lass dich mal von unseren deutschen Freunden bezüglich "mieser Anker bei Charterschiffen" nicht irre machen, die haben mal keine anderen Erfahrungen von der Ostsee, offensichtlich.
Wenn du in Kroatien ankerst, niemals den Anker auf den dunklen Flächen ins Seegras werfen, dort hält er schlechter. (Sollte man aus Umweltgründen sowieso nicht tun aber in den Kroatischen Buchten ist eh alles voll davon) also immer die hellen Flecke = Sandgrund suchen und dort den Anker fallen lassen.

Dass du nicht in offenen Buchten ankern willst, geh ich mal davon aus. Bei Schönwetter gibt es nachmittags bis abends zumeist SW der aber zumeist aufhört und dann ist Ruhe. Morgens leichter Ost bis NO, alles reine See- und Landwinde. Bei Boramöglichkeit wirst du sicherlich wieder eine Marina oder Stadthafen aufsuchen.


Ja, und lass dich nicht von den "Inkassanten" ins Bockshorn jagen, halte dich von Bojenfeldern 150 -200 m fern! (näheres im Netz unter "wosamma")
Herzlichen Gruß - Peter Jc. :jugo:

cesi666

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15

Dienstag, 14. Mai 2019, 17:32

niemals den Anker auf den dunklen Flächen ins Seegras werfen


ist in Spanien auf den Balearen sogar aus gutem Grund verboten
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dolphin24

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16

Dienstag, 14. Mai 2019, 17:36

Zum Einen, lass dich mal von unseren deutschen Freunden bezüglich "mieser Anker bei Charterschiffen" nicht irre machen, die haben mal keine anderen Erfahrungen von der Ostsee, offensichtlich.


Das mußt du mir jetzt mal erklären......Erfahrungen und Ostsee ?(

Im übrigen habe ich über 20 Jahre in Jugoslawien und später Kroatien gechartert und eben geankert und das sind meine Erfahrungen. Mag sein, dass in den letzten 10 Jahren es hier Verbesserungen gegeben hat. Bin nicht mehr so auf dem Laufenden. :)

jugocaptan

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17

Dienstag, 14. Mai 2019, 18:09

Nau eben.

Auf die Ausrüstungsbestimmungen wird in Kroatien (und Charteryachten sind in Kro zu 99 % kroatische Schiffe) sehr genau geachtet.
Herzlichen Gruß - Peter Jc. :jugo:

txg

Salzbuckel

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18

Dienstag, 14. Mai 2019, 18:18



Auf die Ausrüstungsbestimmungen wird in Kroatien (und Charteryachten sind in Kro zu 99 % kroatische Schiffe) sehr genau geachtet.


Und welche sollen das sein? Ich finde auf die schnelle nur dass ein Anker und >30m Ankerkette oder Ankerleine vorhanden sein müssen.
Das sagt genau garnichts. Fakt ist dass 99% aller Serienboote ab Werft mit unterdimensioniertem Ankergeschirr ausgeliefert werden wenn es darum geht auch bei stürmischen Winden sicher vor Anker liegen zu können.

19

Dienstag, 14. Mai 2019, 18:21

Ausrüstungsbestimmungen wird in Kroatien (

Was eine minimale Ausrüstung ist und nicht näher spezifiziert ist, was Anker betrifft ...

Vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung in Kroatien
- Anker mit Ketten oder Trossen (Minimallänge 30 m)
- Mindestens 2 Festmacherleinen (Minimallänge 10 m)
- Paddel oder Riemen (kleine Boote)
- Erste-Hilfe-Ausrüstung
- Lenzeinrichtung (Eimer oder Pumpe)
- 6 rote Handfackeln mit Zündhölzern (wasserdicht verpackt)
- Rückspiegel beim Ziehen von Wasserskifahrern
- Feuerlöscher *
- Rettungsweste für jede Person an Bord

* Die empfohlene Ausrüstung für Handfeuerlöscher an Bord
von Außen- und Innenbordmotoren bis 20 kW = 2 kg
von Außen- und Innenbordmotoren über 20 kW = 6 kg
zusätzlich für Fahrzeuge mit Wohn- und Kocheinrichtungen = 4 kg

20

Dienstag, 14. Mai 2019, 19:04

Wie man richtig ankert, ist ja schon ausführlich beschrieben. Ich kann noch einen beruhigenden Ankerbericht beisteuern.

Im letzten Jahr lagen wir mit einer Charteryacht vor dem Hafen in Puerto Andratx auf Mallorca vor Anker. In der Nacht fegten Ausläufer des Ex-Tropensturms Leslie über die Insel und unser Boot bockte wie ein Bulle beim Rodeo. Der Anker hat gehalten. Ein ordentlich eingefahrener Anker hält also offensichtlich einiges aus.

So gut gemeint und richtig die Hinweise zur Ankerpeilung auch sind, so schwer ist es, diese letztlich umzusetzen. Häufig fehlt es an geeigneten Peilobjekten an Land. Wenn das Boot schwoit, ist es nach meiner Erfahrung kaum möglich auseinander zu halten, ob das Boot langsam auf Drift geht, sich dreht oder sich durch Spannung und Entspannung der Kette bewegt.

Eine leichte "Restunsicherheit" bleibt also immer beim Ankern. Und wenn sich die Wetterbedingungen über Nacht ändern, wird man lieber einmal zu viel als zu wenig im Cockpit stehen und nachsehen, ob noch alles in Ordnung ist.

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