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Beiträge: 1 516

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21

Dienstag, 14. Mai 2019, 19:44

Ohne Eigenwerbung machen zu wollen, um das Swojen und ggfs. driften über einen Zeitraum verfolgen zu können, gibt es durchaus Möglichkeiten.

Das Bild zeigt ca. 36 Stunden vor Anker.

index.php?page=Attachment&attachmentID=231632
Michael
SY Sioned

22

Dienstag, 14. Mai 2019, 20:16

Schiss vor dem Ankern als solches? Also eine phobia sublatis ancoris. Da kann Dir nur der Psychologe und Hypnose helfen. Wenn Du das überwunden hast und das Metall ins Wasser werfen kannst, dann gibt es hervorragende Bücher, Youtubes, Blogs ..... oder die vielen praxisnahen Erfahrungsberichte hier.


Ankergewicht
Ankertyp zu Grund
Genug Kette (5 X Tiefe mindestens). Nichts ist besser als Kette!
Ruhig überlegen und eine geeignete Bucht / Stelle aussuchen.
Ankerkralle verwenden - Nerven schonen.
Bei der Ankerwache nicht schludern und sich nicht auf Apps verlassen.


Wir haben uns heute Mittag vor Brehat an die Kette gelegt. 11m, 90m Kette, Kaffe und Snacks bei 30 Knoten Wind.


Wenns noch nicht besser ist, nimm ein paar Pro-Anker 50 mg.

dolphin24

Kapitän

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23

Dienstag, 14. Mai 2019, 21:22

So gut gemeint und richtig die Hinweise zur Ankerpeilung auch sind, so schwer ist es, diese letztlich umzusetzen. Häufig fehlt es an geeigneten Peilobjekten an Land. Wenn das Boot schwoit, ist es nach meiner Erfahrung kaum möglich auseinander zu halten, ob das Boot langsam auf Drift geht, sich dreht oder sich durch Spannung und Entspannung der Kette bewegt.

Selbstverständlich kann eine Peilung, so sie denn praktikabel ist, nur ein Anhalt sein und natürlich keine Garantie für einen sicheren Halt. Man bekommt aber beim eigenen Schiff ein Gefühl dafür, ob der Anker optimal eingefahren ist oder nicht.
Auf technische Hilfsmittel wie eine Anker-App würde ich mich niemals auschließlich verlassen. Ich habe schon Nächte im Cockpit liegen verbracht - zwischendurch auch mal kurz eingeschlafen - wo ich das Schwojen anhand des über über mir vorbeiziehenden Sternbilder"überwacht" habe. Solange diese immer wie ein Pendel "hin und her ziehen", kann man davon ausgehen, dass der Anker hält. Wehe aber, wenn das "Pendel nicht mehr zurückschwingt". Ein Anhalt dafür, dass der Anker slippt. Bei stockdunkler Nacht den Anker neu auszubringen ist schwierig. Hier bin ich schon zum Beiliegen wieder raus auf See und habe den Morgen abgewartet.
Eine leichte "Restunsicherheit" bleibt also immer beim Ankern. Und wenn sich die Wetterbedingungen über Nacht ändern, wird man lieber einmal zu viel als zu wenig im Cockpit stehen und nachsehen, ob noch alles in Ordnung ist.
Jo, und nach so einer Nacht bin ich schon mal länger am Ankerplatz gebleiben um auszuschlafen :)

24

Dienstag, 14. Mai 2019, 21:45

Dann noch eine Bericht aus Kroatien, eher im nördlichen Teil. Wir ankern fast nur. In den meisten Buchten vom Grund kein Problem. In Ilovik gibt es z.B. viel Seegras, aber immer ausreichend große Sandflecken. Da muss man den Anker sauber platzieren. Das kann man aber sehr gut sehen. Wenn das Wasser nicht noch extrem kalt ist, kontrollieren wir mit der Taucherbrille immer, ob der Anker sauber eingegraben ist.
Wenn es nicht sehr tief ist, kann man Sand an der Farbe eigentlich immer gut erkennen. Und das ist der beste Ankergrund. Wenn unter dem Sand Fels ist, merkt man das meistens schon beim Ankern, da der Ankern nicht gut hält beim Einfahren. Wir sind bisher noch nie geslippt und hatten schon über 30 kn. Aber bei rauem Wetter gehe ich regelmäßig nachschauen und bei sehr rauem Wetter bleibe ich auch mal ganz oben.

25

Mittwoch, 15. Mai 2019, 07:27

Tach zusammen,
also ich frage mich ernsthaft, wieso immer noch gesagt wird man muss 5fache Wassertiefe stecken?
Bei 12 Meter - 15 Meter Tiefe, die ja nich allzu selten vorkommen, sind das bereits 60 - 80 Meter Kette. Welche Charteryacht hat die an Bord?
Mein Nachbarlieger, jahrelanger Blauwassersegler, sagte mir, 30 Meter Kette plus Wassertiefe ist vollkommen ausreichend. Wenn Platz und Kette vorhanden sind, gerne mehr.
Mit dieser Regel bin ich immer sehr gut geankert und hatte nie Probleme.
Gruß
Carsten

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26

Mittwoch, 15. Mai 2019, 07:52

Die Empfehlung 1:5 bezieht sich auf normale Wassertiefen bis 10m. In tieferem Wasser kann man das etwas reduzieren. Wenn ich vor Poros auf 17 m ankere habe ich meist auch nur 60m draußen. Schon allein weil der Swojkreis sonst zu groß wird.

Man sollte sich aber nichts vormachen. An der Geometrie ändert sich dadurch nichts. Bei zu kurzer Kette ist der Winkel, mit dem der Ankerschaft angehoben wird, wenn die Kette steifkommt, zu groß, egal wie tief der Anker liegt.

Da bei mehr Tiefe eh mehr Kette draußen ist, tritt dieser Effekt durch die größere Dämpfung durch das Kettengewicht halt nur später auf, so dass es bei normalen Bedingungen gut geht. Als normal in dem Zusammenhang würde ich mal max 20-25kn Wind ansehen

Bei Sturm sieht das dann anders aus
Michael
SY Sioned

F28

Salzbuckel

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27

Mittwoch, 15. Mai 2019, 09:18

Da bei mehr Tiefe eh mehr Kette draußen ist, tritt dieser Effekt durch die größere Dämpfung durch das Kettengewicht halt nur später auf, so dass es bei normalen Bedingungen gut geht. Als normal in dem Zusammenhang würde ich mal max 20-25kn Wind ansehen

alles völlig korrekt.

Zum Thema "Dämpfung durch Kettengewicht/Durchhang" aber noch eine Ergänzung: schon beim Einfahren mit ca. 2.000 Umdrehungen kommt unsere 8er-Kette steif. Man sollte sich also nicht einbilden, dass es immer einen Durchhang gibt, der das Einrucken verhindert.
Wichtig ist deshalb, die Kette mit irgendeiner Vorrichtung (Kettenkralle, Teufelshaken oder wie das alles heißt) und einer Festmacher-Leine abzufangen, die möglichst sogar einen Ruckdämpfer besitzt oder zumindest möglichst lang ist (ca. 5 Meter). Diese Leine wird dann auf einer Klampe irgendwo hinten am Schiff belegt und gibt zusätzliche Sicherheit gegen Einrucken.
Gruß
F28

gdb

Proviantmeister

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28

Mittwoch, 15. Mai 2019, 09:35

Meine Erfahrung:

Bei Schönwetter-Ankern (0 Beaufort, Welle < 10cm) braucht man nicht einmal einen Anker. Da reicht die Kette alleine.
Man sieht das morgens schön, wenn die Kette am Boden nett um den Anker "aufgewickelt" ist oder sonst lustige Figuren am Boden bildet. Da ist dann das Boot mehrfach um den Anker geschwoit, hat aber den Anker nie wirklich angehoben.

lg
Gerhard

29

Mittwoch, 15. Mai 2019, 09:45

vielen dank!

ich möchte mich nochmals bei allen bedanken


vorallem für die erfahrungsberichte - das beruhigt mich doch ein wenig ...
die kreuzpeilung + schwojen macht mich immer kirre...

die pro-anker 50mg hab ich mir jetzt auch mal besorgt und werf prophylaktisch morgens, mittags & anbends einemal sehen
vielen dank!

Topspin

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30

Mittwoch, 15. Mai 2019, 09:57

Ist das nicht Ancorozepam 5 mg? Geht aber nicht gut mit Alkohol. Ich bleib daher lieber beim Shiraz (400 ml, langsam oral verabreichen)......

-Richard

P.S.: Und ja, ich wache auch nachts automatisch auf, wenn die Tide kentert oder der Wind dreht. Insbesondere, wenn andere Boote in der Nähe ankern.......
P.P.S.: Ankeralarm auf >doppelte Kettenlänge einstellen sonst piepsts.....
Now.... bring me that horizon! (J.Sparrow)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Topspin« (15. Mai 2019, 10:07)


31

Mittwoch, 15. Mai 2019, 10:28

ohh shiraz, du hast geschmack!

columbus488

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32

Mittwoch, 15. Mai 2019, 10:28

die pro-anker 50mg hab ich mir jetzt auch mal besorgt und werf prophylaktisch morgens, mittags & anbends einemal sehen
vielen dank!

Vorsicht.... da gibt es bestimmt einen Haken bei :O
"Das Meer ist der letzte freie Ort auf der Welt." - Ernest Hemingway

33

Mittwoch, 15. Mai 2019, 11:54

Ich hätte noch einen viel grundsätzlicheren Tipp zum Abgewöhnen der Ankerangst: Einen Törn in Griechenland statt in Kroatien machen. Dort bleibt Dir gar nichts als Ankern. Selbst in den meisten Häfen kommt der Anker zum Einsatz. Ich hatte das erste Mal auch echt Bammel, habe dann aber viel besser als erwartet geschlafen.

34

Donnerstag, 16. Mai 2019, 08:45

Das meiste ist eigentlich schon gesagt. Erfahrung mit Ankern - wir sind seit 10 Jahren in Kroatien unterwegs, anfangs auf Charterbooten und inzwischen auf eigenem Kiel. Wir ankern fast nur, Marinas benötigen wir zum Wassertanken und Müll weg bringen :-). Bojenfelder versuchen wir eher zu vermeiden. Diese vermitteln auch eine trügerische Sicherheit. Wenn ich es mir aussuchen kann, wettere ich ein Gewitter lieber vor eigenem Anker ab, als an einer Boje! Slippenden Anker hatten wir bis jetzt genau einmal - bei einem Badestopp, wo wir auf das Einfahren verzichtet haben - weil wir eh nur kurz schwimmen gehen wollten.

Hinsichtlich Ankergeschirr, gibt es inzwischen auch einige Vercharterer, die auch vernünftiges Ankergeschirr bieten. Danach kann man sich auch vor Charterabschluß erkundigen. Einfach mal Nachfragen - welcher Anker vorhanden ist und wie viel Kette drauf ist. Ich will hier keine Werbung machen, aber es gibt bspw. einen österreichischen Vercharterer, der auf fast allen Yachten mittlerweile einen Bügel- oder Jambo-Anker hat. Wie gesagt - Nachfragen hilft.

Wenn Du dir trotzdem noch Sorgen machst, hilft es am Anfang vielleicht mit Landleine zu ankern. Das gibt zusätzliche Sicherheit - mit der Zeit wird das Ankern immer entspannter.

lg
Gernot

F28

Salzbuckel

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35

Donnerstag, 16. Mai 2019, 08:51

Slippenden Anker hatten wir bis jetzt genau einmal - bei einem Badestopp, wo wir auf das Einfahren verzichtet haben - weil wir eh nur kurz schwimmen gehen wollten.

diese Nummer konnten wir bei einem Nachbarlieger schon mal bewundern.
Dabei ist zu beachten:
a) grade soviel Kette/Leine rausschmeißen, dass die Driftgeschwindigkeit des Bootes ein kleines bisschen geringer als die eigene maximale Schwimm-Geschwindigkeit
b) nach dem Erreichen und Besteigen des Bootes sollten noch soviel Kraftreserven vorhanden sein, dass die elektrische Ankerwinsch betätigt und der Motor gestartet werden kann. Einfach nur im Cockpit zusammenbrechen reicht nicht.
Gruß
F28

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »F28« (16. Mai 2019, 12:21)


dolphin24

Kapitän

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36

Donnerstag, 16. Mai 2019, 09:10

Slippenden Anker hatten wir bis jetzt genau einmal - bei einem Badestopp, wo wir auf das Einfahren verzichtet haben - weil wir eh nur kurz schwimmen gehen wollten.

diese Nummer konnten wir bei einem Nachbarlieger schon mal bewundern.
Dabei ist zu beachten:
a) grade soviel Kette/Leine rausschmeißen, dass die Driftgeschwindigkeit des Bootes ein kleines bisschen geringer als die eigene maximale Schwimm-Geschwindigkeit
b) nach dem Erreichen und Besteigen des Bootes sollten noch soviel Kraftreserven vorhanden sein, dass die elektrische Ankerwinsch betätigt und der Motor gestartet werden kann. Einfach nur im Cockpit zusammennbrechen reicht nicht.
:lautlachen:

Schoner

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37

Donnerstag, 16. Mai 2019, 09:52

aus Sicherheitsgründen bleibt einer beim Schwimmen bei mir immer an Bord. ;)
Gruß



Volker

HP

columbus488

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38

Donnerstag, 16. Mai 2019, 09:53

Slippenden Anker hatten wir bis jetzt genau einmal - bei einem Badestopp, wo wir auf das Einfahren verzichtet haben - weil wir eh nur kurz schwimmen gehen wollten.

diese Nummer konnten wir bei einem Nachbarlieger schon mal bewundern.
Dabei ist zu beachten:
a) grade soviel Kette/Leine rausschmeißen, dass die Driftgeschwindigkeit des Bootes ein kleines bisschen geringer als die eigene maximale Schwimm-Geschwindigkeit
b) nach dem Erreichen und Besteigen des Bootes sollten noch soviel Kraftreserven vorhanden sein, dass die elektrische Ankerwinsch betätigt und der Motor gestartet werden kann. Einfach nur im Cockpit zusammennbrechen reicht nicht.
:lautlachen:

:lachen:

Bügelanker, 8 mtr Kette und 2 x 15 mtr geschlagene Leine hat bisher immer gehalten ( 3,2 to ) , gesteckt ungefähr 3 - 4 fache Wassertiefe.
Selbst bei 4 Bft in Böen 5 und 1,5 mtr Welle, als ich Luvboje zum Drachencup gespielt habe.

Beim Badestopp tauche ich meist kurz nach dem Anker, da liegt er bei knapp 3 mtr.
"Das Meer ist der letzte freie Ort auf der Welt." - Ernest Hemingway

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39

Donnerstag, 16. Mai 2019, 12:45

Apropos "Restunsicherheit..." Man kann froh sein, wenn es einem nicht so ergeht wie bei Helgoland der MV Glory Amsterdam am 29.10.2017 (s. gerade veröffentlichten BSU- Bericht, da halfen nicht einmal mehr der Einsatz der eigenen 16T- kW, weil zu schwach). Wichtig ist, Wetterberichte zu hören und die tatsächliche Entwicklung Wetterlage genau zu beobachten, auch z.B. anhand von Stationsmeldungen. Danach sollte man einen entsprechend Wind- und Seegang -geschützten Ankerplatz mit Landabdeckung auswählen - und auf keinen Fall ein Legerwall- Risiko eingehen. Das gilt auch beim Anlaufen eines Hafens. Oft ist man - so merkwürdig es klingt - im freien Seeraum besser aufgehoben....
Handbreit...! F.

Abyss

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40

Donnerstag, 16. Mai 2019, 15:04

hallo zusammenmeine vorgeschichte:
ich habe erst 1000sm achteraus- allesammt in kroatien
bin meistens nur mit meiner frau zu zweit unterwegs
888, ankeralam usw alles am start
ich chartere und wir liegen fast immer in der marina - oder an einer boje

denn

ICH HAB SCHISS VORM ANKERN
wir haben jetzt angefangen unter tags immer wieder mal den anker fallen zu lassen um übung zu bekommen - soweit auch 'ois easy'nur möchte ich unbedingt vermeiden nachts raus zu müssen und mit meiner noch unerfahreneren co-skipperin

bei welle / wind (sonst wuerde der anker verm ja nicht ausbrechen) an deck rum zu hüpfen.


nun zu meiner frage:

ist euch bzw wie oft ist euch der anker schon ausgebrochenobwohl ihr reichlich kette & guten grund hattet?
habt ihr für euch eine bft-grenze bis zu der ihr ankert?__

witzig ist dass wir an unserem letzten törn eine seniorencrew getroffen haben (lauter coole socken)
die fast ausschliesslich ankern weil ihnen die anlegemanöver zu stressig sind :D

so unterschiedlich ticken die leut'danke schon mal

gruessla
RUP


Wir ankern so gut wie auschließlich. Viel Kette, ein gut fassender Anker, und dann den Anker (wenn die Bedingungen, bzw. Wassertemperatur es zulassen)
tauchend checken.
So hält der Anker - egal welcher - in Seegraswiesen recht schlecht. Außerdem ist es eine Schande für die Umwelt, zig Meter der Seegraswiesen beim Versuch den Anker einzugraben, umzupflügen.
Also runter tauchen und per Hand den Anker "eingraben" geht gut und man hat hinterher ein verdammt sicheres Gefühl.
Bei Sandflächen ist so eine Aktion natürlich nicht notwendig :)
Wir haben schon bei 8Bft geankert, auf Capraia...extreme Fallböen. Da kam dann v-förmig ausgebracht noch ein 2. Anker zum Einsatz.
Hat alles gehalten.

Früher hatten wir den Universal-Bügel-Anker von AWN, mit 17Kg Gewicht bei 28 Fuss Bootslänge.
Da wir keine Ankerwinde haben, war das schon sportlich. Der Umstieg auf einen 12Kg Kobra-2 Anker brachte sehr viel.
Hält um Welten besser (Gewicht in der Fluken-Spitze) und 5 Kg weniger zum Aufholen!

Anker-Apps kommen nicht ernsthaft zum Einsatz...nach mehreren Fehlalarmen ist man das leid. (GPS-Ungenauigkeiten +-3-5m stellen den Sinn in Frage)
Braucht es auch nicht. Mit der Schnorchel-Kontroll-Methode bei schwierigen Untergründen ist man auf der sicheren Seite.
Selbst wenn man nicht tief genug tauchen kann, ist der Blick von der Oberfläche aus bereits sehr aufschlussreich.

Viele Grüße,

Marian

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