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spliss

Hafensänger

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41

Freitag, 12. Juli 2019, 00:21

@88markus88: wo und in welcher Länge hast Du die Dyneema-Leine angesteckt?
@Meeresfee: die Decathlon-Weste hab ich auch und trag sie ganz gern, solange Land bequem schwimmend erreichbar ist und schönes Wetter ist. Ist natürlich nix richtiges... und richtig unterwegs = richtige Weste.
spliss
Holt groß das Dicht !
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88markus88

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42

Freitag, 12. Juli 2019, 07:32

@88markus88: wo und in welcher Länge hast Du die Dyneema-Leine angesteckt?
@Meeresfee: die Decathlon-Weste hab ich auch und trag sie ganz gern, solange Land bequem schwimmend erreichbar ist und schönes Wetter ist. Ist natürlich nix richtiges... und richtig unterwegs = richtige Weste.
spliss

Der "Life-Saver"? Habe ich aus ca. 2 Meter 6 mm Dyneema (Liros D-Pro) gemacht, mit angespleissten Schlaufen an den Enden. Eine kleine zur Befestigung an der "Lift" Schlaufe der Rettungsweste, die andere etwas größer zum Einpicken des Bootshakens. Insgesamt ist das Teil etwa 140 cm lang. Das reicht gut zum Fangen, und Festmachen der Rettungstalje bei etwa 1 Meter Freibord. Länger neigt zum unklar werden, und trägt zu sehr auf. Das Dyneema schwimmt übrigens, habe ich getestet.

Die Idee stammt von Duncan Wells, siehe Video

43

Freitag, 12. Juli 2019, 07:36

Ich erinnere mal daran, dass der TE nach praktischen Erfahrungen beim Gebrauch von Rettungsmitteln gefragt hat ... .


Einen echten Seenotfall hatte ich noch nicht, jedoch habe ich vor Jahren einen Praxiskurs bei well Sailing belegt. OIn dem Kurs wurde von brandbekämpfung über Leckabdichtung, hin bis zu MoB Manövern unter Segel und dem Einsatz der Rettungsmitel vieles ausprobiert.

Hängen geblieben ist der praktische Einsatz der Rettungsinsel, insbesondere als Hilfsplattform für die Bergung eines MoB. Entweder kann die Mob in die Insel schwimmen/klettern und von dort weiter in das Boot, oder ein Crewmitglied steigt in die Insel und zieht die MoB rein.

Geübt haben wir die Möglichkeiten mit Unterstützung der DGzRS Heiligenhafen, inklusive abbergen aus der Insel auf das Rettungsboot, schleppen der Insel; aber auch bergen einer 8o kg Puppe, später dann auch freiwillige MoB mit Bergenetz, etc…. Vieles was sich in der Theorie gut anhöört, stößt in der Praxis schnell an seine Grenzen.

Ich habe bei mir an Bord ein Bergesegel, praktisch sehe ich da aber recht frühe Grenzen, da die MoB schon aktiv mithelfen muss.

Ich kann auf jeden fall den Kurs bei Well Sailing empfehlen.




http://www.well-sailing.de/skippertraining01.html


Das ist ein richtig tolles Angebot. Ich habe mal ein Seminar mit Praxisteil mitgemacht, da hat es wenigstens dazu gereicht mal die Weste im Wasser zu erleben und Einsteigen in die Rettungsinsel zu üben. Allein das hat schon einige Perspektiven zurecht gerückt. Ich kann mir nur vorstellen wieviel mehr bei dem von Dir beschriebenen Programm da rüberkommt.
~sx

Tamako

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44

Freitag, 12. Juli 2019, 08:23

…...Bei glatter See im Sonnenschein im Cockpit trage ich keine, besonders nicht bei Hitze. Selbst die Automatikwesten sind mir dann recht unangenehm.…...


Mit der Spinlock Deckvest ist das eigentlich kein Thema mehr, diese Weste hat einen super Tragekomfort und stört so gut wie gar nicht

https://www.awn.de/spinlock-deckvest-5d-pro-sensor.html
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45

Freitag, 12. Juli 2019, 08:31

Mit der Spinlock Deckvest ist das eigentlich kein Thema mehr, diese Weste hat einen super Tragekomfort und stört so gut wie gar nicht

Bestätigung. Bin vor wenigen Wochen auf das Ding umgestiegen. Eine echte Komfortsteigerung im Vergleich zur 8 Jahre alten Secumar. Kein Beeinträchtigungsgefühl mehr für meine etwas angeschlagene Lunge.

Gruß, Manfred
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46

Freitag, 12. Juli 2019, 08:34

Mit der Spinlock Deckvest ist das eigentlich kein Thema mehr, diese Weste hat einen super Tragekomfort und stört so gut wie gar nicht

Bestätigung. Bin vor wenigen Wochen auf das Ding umgestiegen. Eine echte Komfortsteigerung im Vergleich zur 8 Jahre alten Secumar. Kein Beeinträchtigungsgefühl mehr für meine etwas angeschlagene Lunge.

Gruß, Manfred


Kann ich mich nur anschließen. Habe die jetzt die zweite Saison und möchte Sie nicht mehr missen.
Super Tragekomfort, besonders weil die eben nicht am Hals baumelt
Handbreit
Torsten
__________________________________________________________________________________________
Winston Churchill wurde zu seiner Goldenen Hochzeit gefragt, ob er je an Scheidung gedacht hätte.
Antwort: An Scheidung nicht, aber öfter an Mord !

47

Freitag, 12. Juli 2019, 08:48

Ein anderes Beispiel was mir da noch einfällt wäre der Motorradfahrer, der meint, dass er die schwere Lederkombi bei Temperaturen jenseits der 30° nicht braucht.
Man tauscht das eine Risiko gegen das andere und achtet vielleicht noch etwas mehr. Auf einem glühend heißen Motor zu sitzen, an einer Ampel in der prallen Sonne zu warten, während es im Schatten 35° hat, führt zu einem anderen Risiko, das erheblich greifbarer ist.
Obwohl die passive Sicherheit in Ente und R4 gering war, war das statistische, rechnerische Risiko eines GTI-Fahrers bei einem Unfall verletzt zu werden um ein vielfaches größer. Der vorher genannte Helm ist ein gutes Stichwort. Beim Zweiradfahren, in quasi allen Sportarten außer Tennis und Fußball, sogar beim Segeln hat er Einzug gefunden. Auch im Rallyesport ist er Pflicht. Nur der "normale" PKW-Fahrer fährt noch ohne, obwohl nur ein Helm Kopfverletzungen vermeidet.
Und wie ist es mit unseren Segel-Sicherheitsfreaks? Kein Helmträger darunter? Was für ein bodenloser Leichtsinn!


In der Flaute ohne Schwell kommt das Ding ab. Warum? Weil ich sie dann nicht brauche bzw die Gefahr über Bord zu gehen bei den Konditionen als äußerst gering einschätze.

Der Vorteil einer Weste, dass sie auch wärmt, kann zum Nachteil werden, wenn es schon ohne Weste warm genug ist. Die meisten Foristen segeln doch in der Nordhälfte Deutschlands oder bei unseren netten Nachbarn. Bei wirklich warmem Wetter, wenn der Schweiß von der Stirn die Sonnenmilch in die Augen spült, sich eine Weste umzuhängen? Für mache keine Frage - für andere schon. Eine andere lustige Sache sieht man bei der WSV-Jugend: Im Boot immer mit Weste (Verbandsvorschrift), aber zum Schwimmen danach darf man sie ausziehen.

Trotzdem noch was ernsthaftes: Vor mehreren Jahren bin ich mal außen an den friesischen Inseln entlang, es kam etwas Wind auf, der den Spi zum stehen bringen sollte. Als ich beim Setzen war, hatte ich noch was vergessen, also noch mal schnell ins Cockpit, fix nach vorn und dabei bin ich über eine rumliegende Schot gestolpert. Natürlich darf das nicht sein: unbenutzen Kram rumliegen lassen, den Grundsatz "eine Hand für den Mann" vernachlässigt. Es ist nichts passiert, aber der Autopilot war eingeschaltet und ich war bis auf ein schlafendes Kind im Vorpiek quasi alleine an Bord. Wenn da was schief gegangen wäre, hätte sich der damals Kleine nie wieder von dem Schreck erholt, hätte wahrscheinlich nie wieder ein Boot betreten. Später erfuhr ich mal von einem Fischer, der so seinen Vater verloren hat. Er war kein guter Schwimmer und ein Dachdecker kann auch nicht fliegen. Eine Sicherungsleine hätte ihn und auch mich zumindest in Bootsnähe gehalten - selbst wenn das Anbordkommen dadurch noch nicht gesichert ist. Seitdem alleine nur noch mit Lifebelt. Auf kleinen Booten ab ca. 2 Bft. statt dessen mit Weste. Warum Weste statt Lifebelt? Weil das Boot durchkentern kann und mir nicht abhaut. Warum ab 2 Bft.? Weil vorher quasi nichts passieren kann. Weil ich im Auto auch ohne Helm fahre. Weil ich morgens keinen Epilepsie-Kopfschutz trage, wenn ich mir ein Stockwerk tiefer einen Kaffee aufsetze. Dabei wäre das Risiko über irgend einen Kram auf der Treppe zu stoplern viel größer als bei Windstille derart über die Kante zu gehen, dass mich mit 20 Minuten Schwimmen nicht retten würden.

Grüße
Chris

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Moderboot« (12. Juli 2019, 09:01)


48

Freitag, 12. Juli 2019, 11:12

Beim Thema "Rettungsmittel in der Praxis" würde ich mir im Ergebnis eine Beschreibung / Auflistung wünschen, wie Rettung möglichst vermieden und ggf. optimal umgesetzt werden kann.
Da wären dann Erfahrungsberichte aus der Praxis zu einzelnen Maßnahmen / Hilfsmitteln interessant.
Das wäre dann im Ergebnis wie ein Artikel eines Fachmanns in einer Segelzeitschrift, nur mit vielfältigen Erfahrungen von Seglern.
In der Diskussion dazu + Praxisberichte könnten viele weniger erfahrene Leser sicher einiges mitnehmen.

*Träum-Modus aus*

Wer wann beim Fahrradfahren einen Helm trägt oder bei welchen Bedingungen eine Rettungsweste anlegt kann sicher endlos diskutiert werden und führt zu nichts außer zu X Befindlichkeiten.Die Frage von Osttief war: "Gibt es hier im Forum jemanden der aus eigener praktischer Erfahrung berichten kann wie das Zeug in der Praxis zur Rettung nach erfolgtem MOB beigetragen hat? So inklusive wieder an Bord holen? Ich meine damit Unfälle im Seebereich bei schlechtem Wetter."

*Träum-Modus wieder an*

Eine spontane Auflistung ohne Anspruch auf Vollständigkeit konnte vielleicht so aussehen:
1. Nicht über Bord gehen:
  • Rettungsweste mit Lifebelt tragen und an geeigneten Stellen einpicken - welche Weste für welchen Einsatzzweck (150er/275er etc.), gute Modelle?
  • Strecktaue: wie installieren, gute Modelle?
  • Widow maker sichern - Bullenstander
  • ...

2. Maßnahmen bei MOB:
  • Rettungsmanöver (Vorteile, Bedenken...)
  • Rettungsmittel / Hilfsmittel im Manöver (Vorteile, Bedenken...)
  • Sondersituationen: Spi, MOB außenbord z.B. an Strecktau
  • ...

3. MOB wieder an Bord holen:
  • Rettungsmittel - Vor-/Nachteile, Bezug zur Situation (Seegang, Wetter etc.)
  • Medizinisches Verhalten bei unterkühlten Personen
  • ...

Beim Schreiben ist mir natürlich klar geworden, dass das kaum in einem Thread machbar ist uns es zu Einzelthemen Threads gibt. Trotzdem fände ich es interessant, v.a. aus praktischer Sicht.

Marinero

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49

Freitag, 12. Juli 2019, 11:34

*Träum-Modus an*

:rolleyes: scheint zu funktionieren, heute erschienen:


Mensch über Bord: Diese Manöver müssen Sie beherrschen!



Link zum YACHT Artikel



Aber ansonsten, diese Auflistung..... warum sollen wir jetzt wieder zum Xten mal zusammenkramen, was unzählige Leute schon seit Jahrzehnten gemacht haben? Es gibt hunderte von Abhandlungen über Manöver und Bergung. Ich wüsste nicht, dass es was grundlegend neues gibt. Und egal ob Manöver oder Hilfsmittel, es gibt eh wieder Gezanke, weil was A toll findet, findet B doof.
Aber wenn euch langweilig ist, haut rein.

50

Freitag, 12. Juli 2019, 11:48

Hast ja recht, aber interessant sind die praktischen Erfahrungen dazu hier im Forum. Ich habe mich in der Theorie viel damit beschäftigt aber keine praktische Erfahrung. Wenn ich näher dran wäre, hätte ich ggf. schon mal bei Well Sailing mitgemacht.

51

Freitag, 12. Juli 2019, 12:30

Moin,
meine Praxiserfahrung ziehe ich aus diversen Rettungsübungen unseres großen Dienstleisters für die äußere Sicherheit und zum Glück bis jetzt nicht im segelsportlichen Bereich.
Wie schon mehrfach erwähnt und allgemein bekannt sollte man durch aktive und passive Maßnahmen/Organisation alles Mögliche dafür tun dass es nicht zu einem m.o.b. kommt.
Meine Meinung ist wenn es im Nord und Ostsee Bereich bei mittleren Temperaturen zum Mann über Bord kommt und man von einer normal Besetzung von zwei Personen ausgeht, sinkt die Überlebensrate im Moment des über Bord gehens um deutlich unter 50%. Wenn dann Faktoren wie unzureichende Rettungsweste /Kleidung, schlechte Ausbildung persönlich Überforderung oder einfach Pech dazu kommen wird diese Rate schnell Einstellig.

Es hilft nur Training und entschlossenes Handeln.
schnellstmöglichste Alarmierung, schnellstmöglichste Herstellung einer Leinen Verbindung, nach Herstellung Vermeidung von Fahrt durchs Wasser, sofortige Einleitung der Bergung der Person. Gefolgt von medizinischer Betreuung ( wann war euer letzter erste Hilfekurs).

Soweit die Theorie alles in allem oft sehr schlecht darstellbar in einer 2 Mann Crew oft sogar Unmöglich.

Nun zur Praxis die Personen im Wasser darf für jegliche Planung im Vorfeld nicht oder nur minimal für die Unterstützung des Verbindungsaufbau sowie des ab Berges gerechnet werden selbst bei voller körperlicher Kraft ist es kaum möglich aktiv zu agieren: Rettungsweste, leicht bewegte See, eventueller Schock führen zu einer totalen Handlungsunfähigkeit oft kann nich mal eine Leine oder ein Rettungskragen kraftschlüssig befestigt werden, was dann zum erneuten Verlust der Leinen Verbindung führt. Von daher ist der "life saver" ein guter Ansatz.

Das Bergen bei einer zwei Mann Crew ist nach der Leinenverbindung leider ein fast genauso großes Problem, die ganzen Überlegungen mit Taljen, Großfall sind nur beim regelmäßigen üben einiger massen Erfolg versprechend. Und die zeit die ich vor einer lebensgefährliche Unterkühlung habe verlängert sich nicht wenn ich hab auf gewincht an der Bordwand klebe und bei jeder welle neu benetzt werde.

Ein sehr guter Ansatz ist hier in meinen Augen das catch and lift Rettungssystem natürlich muss der Einsatz auch geübt werden aber ich kann mir fast keine Situation vorstellen in der eine 60 bis 70 kg schwere Person einen 90 kg Mann plus 20 kg Wasser und Ausrüstung geborgen bekommt wenn dieser nur eingeschränkt helfen kann. Bei diesem System wenigstens der Krafteinsatz der beteiligten Personen reduziert was Kapazitäten für dringend benötigte mentale Leistung frei werden lässt.

Alles in Allem hoffe ich dass keiner von uns in eine ähnliche Situation kommt aber davon ausgehen kann man nicht.
Gruß und Handbreit Matthias

Marinero

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52

Freitag, 12. Juli 2019, 12:56

Ein sehr guter Ansatz ist hier in meinen Augen das catch and lift Rettungssystem

Halte ich auch für das einzig funktionierende System, wenn die 50 kg Frau den 90 kg Mann an Deck bekommen soll.

Einzige Ausnahme: Man hat ne fette elektrische Winsch für`s Fall.

foxausrhens

Offizier

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53

Freitag, 12. Juli 2019, 14:27

Die 50 kg Frau schaut ob die letzte Rechnung der Lebensversicherung gezahlt wurde und dann geht sie hart an den Wind :D

Nein Spaß bei Seite, ich glaube wenn der MOB nicht mehr in der Lage ist selbst die Leiter zu erklettern ist das alles ein schwieriges Unterfangen, außer das Catch an Lift schein alles mehr als problematisch zu sein, insbesondere bei Seegang und schlechten Bedingungen und knapper Zeit.

Ich glaube meine Frau würde mich auch nicht raus heben können und ich wiege gerade mal 80kg und sie paar an 60kg.
Selbst wenn ich einen 80kg Menschen heraus heben müsste hätte ich erhebliche Probleme wenn der wirklich so verletzt ist das er wie ein nasser Sacke hängt.

54

Freitag, 12. Juli 2019, 14:58

Eine Sicherungsleine hätte ihn und auch mich zumindest in Bootsnähe gehalten - selbst wenn das Anbordkommen dadurch noch nicht gesichert ist.

Ich halte das alleinige Anbordkommen für Otto-normalverbraucher für fast unmöglich. - Der eine oder andere hat sich vielleicht schon einmal bei gutem Wetter an einer Leine hinter dem Boot herschleppen lassen: selbst bei nur 2 kn ist der Druck immens gross, ausserdem bildet sich schnell vor dem Kopf eine Welle auf. Dann folgt noch die Besteigung - der gerade bei modernen Booten- hohen Bordwand - wenn einen da nicht gerade eine gnädige Welle genau richtig anliftet ...

Halte ich auch für das einzig funktionierende System, wenn die 50 kg Frau den 90 kg Mann an Deck bekommen soll.


Genau - und sie müssen das vorher trainiert haben, damit es unter Stress richtig abläuft.

Einige hier im Forum werden sich vielleicht noch an den Fall in der dänischen Ostsee vor rund 15 Jahren erinnern, wo der angelehnte Skipoer über Bord ging, die Frau aber weder ihn an Bord hieven konnte, noch eine Ahnung von der Position hatte, noch das Funkgerät ausreichend bedienen konnte. In ihrer Verzweifelung hat sie ihn dann an der Bordwand irgendwie festgelascht und versucht, auf Land zu stoßen. ... Wie das ausgegangen ist, wenn das Wasser durch den Druck bei Fahrt durchs Wasser permanent durchs Ölzeug strömt, kann sich jeder vorstellen - Tod durch Unterkühlung.

nixxe

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55

Freitag, 12. Juli 2019, 15:05

Warum sollen Frauen immer 50 kg wiegen.
Vuffelig Vov

ugies

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56

Freitag, 12. Juli 2019, 15:10

Warum sollen Frauen immer 50 kg wiegen.

Weil die meisten von ihnen etwas unter zwei Meter groß sind. Und sie fühlen sich einfach besser, wenn sie normalgewichtig sind. Und man fühlt sich einfach besser, wenn man normalgewichtig ist.

Uwe
SF-Stander gibt es so:
PN oder E-Mail an ugies.
Adresse angeben
Stander kommt per Post mit offener Rechnung.
Überweisung und gut ;).

nixxe

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57

Freitag, 12. Juli 2019, 15:34

Ach so. Dann bin ich mal ein lekkerer Haihappen mit 125 kg.
Vuffelig Vov

Marinero

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58

Freitag, 12. Juli 2019, 15:57

Halte ich auch für das einzig funktionierende System, wenn die der 50 kg Frau Mann den die 90 kg Mann Frau an Deck bekommen soll

bitte schön, gendergerecht

:rolleyes:

59

Freitag, 12. Juli 2019, 18:20

Ich bin auch schon mal über Bord gegangen, allerdings ohne Rettungsweste und solo unterwegs. Und extra hier für den Fragesteller : Es war in der dänischen Wieck also Land in Sichtweite.

Das eigentlich Problem war die Wassertemperatur. Ich war zu diesen Zeitpunkt ein sehr guter Schwimmer mit wirklich guter Kondition. Allerdings hilft das wenig wenn einem die Kälte die Koordination und die Körperbeherrschung raubt, wenn man dann nicht mehr in der Laage ist koordiniert zu reagieren.

Ich schreibe dies, weil es auch dann passiert wenn man eine gute R-Weste trägt. Ich war so fertig, dass ich endlich an Land, nicht sprechen konnte weil ich so gezittert habe. Ich habe sowas vorher und dananch Gott sei Dank , nicht wieder erleben müssen.

Daher ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, alles daran zu setzen erst gar nicht über Bord zu gehen.

Und wer mit einem Partner segelt, der sollte das bergen einer Person in geschützter Umgebung mal probieren. Fragt doch mal Eure Damen ob diese Euch aus dem Wasser fischen würden. Nicht umgekehrt sondern Frau soll das tun! Nichts gegen unsere lieben Schätzchen, aber wenn diese nicht aktiv segeln und entsprechende Erfahrungen fehlen ist das ein Punkt der geändert werden sollte. Auch ist es noch was anderes wenn eine MOB-übung angesagt ist , als wenn das Ereignis spontan als Unfall eintritt.

Ich habe an anderer Stelle schon von solchen sich real zugetragenen Geschichten berichtet. Viele sind dann geschockt und wissen nicht was sie tun müssen, besonders wenn sie dann alleine an Bord sind! (so wurde oft berichtet)

Es gibt leider nicht das Patentrezept, aber es ist gut einen solchen Unfall als sehr wahrscheinlich anzunehmen.

Gruß Ronald
Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.
Alexis Carrel

88markus88

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60

Freitag, 12. Juli 2019, 18:58

Halte ich auch für das einzig funktionierende System, wenn die 50 kg Frau den 90 kg Mann an Deck bekommen soll.

Erfahrung aus unserem Sicherheitstraining: Mit der 8fach Rettungstalje würde meine Frau mich aus dem Wasser bekommen. Mit der 36er Fallwinsch und dem Spifall (erstaunlicherweise) nicht. Offenbar sorgen die vielen Umlenkungen des Falls für zuviel Reibung im System.

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