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Stör

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21

Dienstag, 13. August 2019, 19:16

Ich hätte also gerne einen AIS-Sender und DSC mit open loop. Gibt´s das?
Ich stehe auch immer wieder vor einer (Kauf-)Entscheidung - bis jetzt aber noch nicht durchringen können. Da auch mal allein unterwegs - das wäre mein Kandidat, der schickt AIS und einen DSC per ClosedLoop (also z.B. eigenes Boot) und wenn keine Funkstelle nach 10min bestätigt erfolgt ein OpenLoop, also "All Ships Call". Gerade das finde ich das Alleinstellungsmerkmal: https://www.easyais.com/easyrescue-pro

Lutz


Das ist ein wirklich nettes System. Nur die 10 min erscheinen mir etwas lang. Kann man diese Funktion ganz abschalten? Als Einhand Segler brauche ich den Closed Loop ja nicht.


Bei einem System schien es möglich, dass manuell durch 5 Sekunden drücken der roten Taste auszulösen. Leider war das so ein wenig verklausuliert dargestellt - und ich finde das Gerät nicht wieder...

22

Mittwoch, 14. August 2019, 07:40

Da auch mal allein unterwegs - das wäre mein Kandidat, der schickt AIS und einen DSC per ClosedLoop (also z.B. eigenes Boot) und wenn keine Funkstelle nach 10min bestätigt erfolgt ein OpenLoop, also "All Ships Call". Gerade das finde ich das Alleinstellungsmerkmal:
Macht smrt 100Vx auch . Allerdings habe ich auf die Schnelle nicht gesehen wie lange es auf ein DSC Acknowledgement wartet bevor Open Loop ausgelöst wird.



Gruß
Andreas

23

Mittwoch, 14. August 2019, 09:00

Mein MOB-System in Form der BlueTooth-Fernbedienung vom Autopiloten ...

Halte ich für das beste hier vorgestellte System.

Für die Nachtwache (alleine) habe ich zusätzlich noch ...

Sicherlich funktionstüchtig, aber ich fürchte, man müsste sich trotzdem auf eine längere Zeit im Wasser einstellen. Antenne rausziehen nicht vergessen (?!) MOB bei Seegang oder Dunkelheit und Seegang ist wie Geocashing - man steht quasi davor und sucht immer noch. Außerdem will man den Kollegen ja nicht übermangeln. Für Fahrten bei Dunkelheit habe ich es mir von anderen abgeschaut, nie aus dem Cockpit zu gehen, ohne ein Crewmitglied geweckt zu haben. Normalerwise sollte man ja mit Einbruch der Dunkelheit die Segelfläche etwas reduziert haben, um wirklich im Cockpit bleiben zu können. Ist man alleine, dann ist man immer noch alleine, wenn man irgendwelche entfernten Küstenstationen alarmiert hat. Die kommen sicherlch, aber selbst wenn man nur 20 oder 40 Meilen draußen ist, brauchen die einen Moment und außerdem kommt noch etwas Vorlaufzeit dazu.

Die genannte See-Angel* aus Österreich macht zwar optisch einen auf Heavy Duty Professional, richtet sich aber ganz offensichtlch an Yachties und nur an diese. Die Problematik ist die gleiche, nämlich der "Notfallsender der alle Boote und Stationen im Nahbereich ... alarmiert" Solange es im Nahbereich welche gibt, ist das herrlich. Da wäre Pfingsten auf dem Bodensee vor Friedrichshafen, auf dem Jisselmeer zwischen Stavoren und Enk., dem Steinhuder Meer oder dem Heeger Meer. Perfekt an solchen Tagen und an solchen Orten. Wenn man etwas weiter draußen ist, vielleicht "nur" zwischen Wattteninseln und VTG, bracht man Sitzfleisch, denn der Nahbereich ist dort ziemlich leergefegt. Zwischen Valencia und den Balearen trösten einen immerhin die "6 Jahre Batterielebensdauer".

Ich will das alles nicht schlechtreden, denn etliche werden sich an den Fall der Crew erinnern, deren Boot im westlichen Mittelmeer wie aus heiterem Himmel sank und die in ihren Westen rund 2 Tage trieben, bevor man sie rausfischte - bei sichtigem Wetetr und ruhiger See allerdings. War irgendwann Mitte 70er und wurde als Aufhänger genommen, um den Nutzen von Rettungswesten herauszustellen. Man sollte trotzdem keinem raten, andere, v.a. mechanische Sicherungsmittel zu vernachlässigen, weil einem mit zwei Antennen an der Weste ja nichts mehr zustoßen kann. Im Gegenteil, ist man als Skipper über die Kante gegangen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein mittelmäßiger Rudergänger einen rasch rauskiegt schon gering genug - selbst wenn der vorher unmittelbar neben einem saß.

mit feuchtem Gruß
Chris


* Composita werden im Englischen, sowohl dem Britischen als auch dem Amerikanischen abhängig von deren Geläufigkeit, unterschiedlich geschrieben und unterscheiden sich wiederum vom französischen und dem deutschen Englisch. Man erkennt die Herkunft jedenfalls auf den ersten Blick. :D

Mussi1975

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24

Mittwoch, 14. August 2019, 09:28

Ich weiß nicht wie Ihr immer darauf kommt, dass man die Weste oder Lifebelt weglassen soll, nur weil man ein weiteres technisches Gerät am Mann (sorry Körper) oder Weste trägt. Das sagt kein Mensch und auch nicht die Hersteller. Das ist doch alles ergänzend. Obwohl es ABS gibt schnallt man sich doch trotzdem weiter an.

Die Wahrscheinlichkeit schnell vom eigenen Schiff und Crew (sofern nicht Einhand unterwegs) wiedergefunden zu werden, ist doch wohl am größten, wenn der MOB zeitnah bekannt wird und man sich erst gar nicht weit vom MOB entfernt. Darum geht es mir bei den TAGS von OLAS.

Meine Westen haben alle Blinklichter und der PLB auch (und die Batterie hält 7 Jahren ;) :) )

Und da du das Gebiet zwischen den Balearen und Valencia ansprichst. Da ist nicht so viel Verkehr wie man meint. Die Wahrscheinlichkeit, dass da ein AIS Signal von einem MOB im Wasser nicht registriert wird, ist relativ groß. Zum Glück ist da das Wasser aber warm, dass man auch über GMDSS noch gute Chancen hat, wenn es denn wirklich mal länger dauern sollte.
LG und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel!

Maik

25

Mittwoch, 14. August 2019, 10:27

Zitat von »svensk.tiger«
Mein MOB-System in Form der BlueTooth-Fernbedienung vom Autopiloten ...

Zitat moderboot: Halte ich für das beste hier vorgestellte System.
Svensk.Tiger hat nicht geschrieben, ob er es jemals getestet hat und unter welchen Bedingungen.
Das Mindeste was man machen kann, eine halbwegs vertreibungssichere (mit Gewicht versehene) Boje auszusetzen, hart Ruder zu legen und abwarten was passiert und dann zu urteilen, welche realen Chancen man im Ernstfall hätte.

Eine Hartruderlage wird sicher verhindern, dass das Boot munter hinter dem Horizont verschwindet - aber es nützt wenig, wenn es in 200, 300 oder 500 Meter Distanz irgendwelche Kreise oder Pirouetten dreht, denn liegenbleiben wird es leider auch nicht - nicht malwenn es in einen aus einem Am-Wind-Kurs heraus durchaus erwartbaren beigedrehten Zustand kommt und darin verbleibt.
Ein geübterSchwimmer kann auf Distanzen um 1,5 kn Speed erreichen.
Ein ölzeugbewehrtes Michelin-Männchen mit aufgeblasenem Treckkerreifen um den Hals im Wasser irgendeinen Bruchteil davon, erst recht bei Seegangsbedingungen.
Und auch das beigedrehte Boot wird er nicht einholen können.

Es kann durchaus sein, dass die Person im Wasser sich an dieser Situation noch redlich abarbeitet, wenn der Heli per PLB alarmiert schon dreimal dagewesen wäre.
So was kann man imho als Verzweiflungsakt vorsehen, weil einem auf einer Atlantiküberquerung sonst vermutich niemand zu Hilfe kommen würde.
Ansonsten argwöhne ich gewisses Enttäuschungspotenzial im Ernstfall.


Gruß
Andreas

Sander 850

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26

Mittwoch, 14. August 2019, 11:16

Wie schon geschrieben - beim MOB sollte das eigene Schiff als Relais verwendet werden. Das erscheint mir am sinnvollsten.

Technisch möglich ist das. Irgendwie doch auch naheliegend.

Ich denke 90 % der eher unerfahrenen Crewmitglieder werden viel zu spät reagieren. Da wird am Ende nur AIS helfen um den Mann über Bord wieder zu finden.

27

Mittwoch, 14. August 2019, 20:26

Ein ölzeugbewehrtes Michelin-Männchen mit aufgeblasenem Treckkerreifen um den Hals im Wasser irgendeinen Bruchteil davon, erst recht bei Seegangsbedingungen.
Wenn das Michelinmännchen nicht in 30 ° C warmes Wasser fällt, sollte es alles tun, aber nicht herumstrampeln. Embryohaltung einnehmen, abwarten und beten.
Mache die Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher.

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