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reinglas

Bootsmann

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61

Montag, 7. Oktober 2019, 13:34

Segeltragzahl - Endzeitstimmung Teil II

. . . So aber musste ich erfahren, dass ich mich mittels STZ als Wichtigtuer entlarvt habe (#53),
meine geistige Zurechnungsfähigkeit nachts gegen 2 Uhr vermindert ist (#38, #39)
Im Beitrag #14 wurde ich zum Milchmädchen degradiert. Mir sollte einleuchten, dass die Halbierung der Segelfläche (von 80qm auf 40qm) auch zu einer Halbierung die STZ und der Halbierung der Geschwindigkeit führt. Will kein Milchmädchen sein. Die STZ sinkt in diesem Fall von 5,0 auf 3.51 und nicht auf 2,6) und die Geschwindigkeit vermindert sich (aber bei weitem nicht um die Hälfte).
In einem anderen Beitrag #38 soll ich glauben, daß ein LKW, ein Kleinwagen und ein Moped mit einem Leistungsgwicht von 15 kg/PS eine annähernd gleiche Beschleunigung hat. Welche Beschleunigung? Die auf den ersten 10 m, die auf den ersten 100m oder die Standardangabe von 0 auf 100 km/h ? Nach den ersten 10m hat das Moped gewonnen. Mir wurden Aussagen in den Mund gelegt, die ich auch nicht sinngemäß traf.
Diese Aufzählung könnte ich fortsetzen. Bin aber erschöpft, obwohl es nicht nachts 2 Uhr ist.

Wenn ich Wischiwaschi und Blahblah oben in den Fleischwolf werfe und an der Kurbel drehe, kann vorn nur gequirllter Schiet rauskommen.

Liebe Segler,
Macht doch das Portal nicht zur Polemik-Bühne, verbunden mit einem permanenten Rethorik-Seminar. Wenn das zunimmt, sind die Segler, die etwas zu sagen haben, weg und die immer etwas sagen wollen verbleiben. Dann ist das hier das „reinste Internet“.
Der Beitrag #54 „… Aber was soll ich mit dieser dämlichen STZ anfangen? Wenn 40 Grad Krängung, binde ich ein Reff ein.“ brachte das Thema „STZ“ auf den Punkt. Es hätte auch ein Schlußpunkt sein können.

excos48

Lotse

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62

Montag, 7. Oktober 2019, 15:13

...Es kann doch sein, daß ein Besucher oder ein Mitglied dieses Forums etwas über die Segeltragzahl wissen möchte und findet diese sehr umfangreiche "Wissenssammlung" mit dieser herzerfrischenden Sachlichkeit (59 Beiträge) und muß dann konsterniert feststellen (".... und bin so klug, als wie zuvor"

Dem ursprünglich fragenden Forumsmitglied hat es offensichtlich schon sehr früh gereicht.
Wer hier im Stil eines kleinen Kindes störrischen Erwachsenen weitermacht und nicht verstehen kann, was er nicht verstehen will, dem wird man auch mit weiteren 100 Beiträgen und Erklärungsversuchen nicht helfen können. :rolleyes:

Es gibt tatsächlich Leute, die mit Zahlen ohne Bezugsgrößen oder Einheiten nichts anfangen können. Wer nun einfach hingeht und der Segeltragezahl eine frei erfundene Einheit spendiert, ist der Boss.
Schiffe (also ich meine Schiffe) werden ebenfalls dimensionslos mit der Bruttoraumzahl bemessen. Mit einer gewissen Logik betrachtet wird man erkennen, dass ein eher kleines Fahrzeug auch eine kleinere BRZ hat, als ein signifikant größeres Fahrzeug. Auf dem Papier wird man also den Hafenschlepper vom Containerschiff unterscheiden können, sobald die BRZ angegeben werden.
Ebenso verhält es sich mit der STZ, wenn bei hoher Zahl vermutlich mehr Tuch am Mast hängt, als bei kleiner Zahl.
Nun könnte man ja auch die Windkraft bei 4Bft halbwinds in Relation zur Segelfläche bringen und die "Segel-PS" errechnen, die dann wiederum in ein Leistungs-Gewichtsverhältnis gebracht werden. Vielleicht kommt man dann auch auf Werte, die den verschiedenen Segeltragezahlen vergleichbarer Boote entsprechen ?(

:D
excos48

63

Montag, 7. Oktober 2019, 16:57

Der Beitrag #54 „… Aber was soll ich mit dieser dämlichen STZ anfangen? Wenn 40 Grad Krängung, binde ich ein Reff ein.“ brachte das Thema „STZ“ auf den Punkt. Es hätte auch ein Schlußpunkt sein können.
Hätte. Ungefähr in der Qualität "wozu brauche ich den Wetterbericht; wenn es zu doll wird, reffe ich oder kehre um".

STZ 5,0 statt - sagen wir - 4,0 sagt Dir als geneigter Interessent mit drei Stellen (inkl. Kommastelle!) ohne viele weitere erklärende Worte, dass

- Boot 5,0 vermutlich sehr früh anspringen und sehr früh sein Geschwindigkeitspotenzial (in Verdrängerfahrt) erreichen/ausreizen kann. Vice versa Boot 4,0. Man kann das nicht in Zahlen ausdrücken (stört Dich das eigentlich? irgendwie komme ich Deinen Gedanken nicht hinterher),
aber bei 3-4 Bft ist Boot 5,0 bereits in Wallung, während Boot 4,0 noch auf 4-5 Bft warten muss, um vergleichbaren Speed zu erreichen.
- Mit Boot 5,0 wird auch Schwachwindsegeln eine Freude sein. Wenn Boot 4,0 bereits motoren muss, segelt Boot 5,0 mit gleichem Speed nebenher.
- Auf Boot 5,0 könnte (muss je nach Gestaltung des Kiels nicht unbedingt) mit ebengleichem Vorspung die Reffgrenze erreicht sein.
- Wenn Boot 4,0 mal so richtig schön aber noch entspannt mit Vollzeug läuft, hat 5,0 längst gerefft und/oder das Vorsegel gewechselt und/oder eine halbe Hundertschaft auf der Kante platziert. Und auf 5,0 wird tendenziell um einiges mehr aktiv mit den Trimmeinrichtugnen gerackert als auf 4,0.

Da mag es Menschen geben, die entspanntes Segeln überaus schätzen, inkl. einer gewissen Reserve, falls das Wetter mal wieder nach oben die Vorhersage missachtet. Und andere lieben es gern lebhaft inkl. dem Traveller zwischen den Zähnen.
Wenn ich sonst nicht viele Details über das Boot weiß, gibt mir die STZ eine vortreffliche Vorabindikation über das, was mich vom Charakter her erwarten könnte.
Und das ohne Kommentare. Nur zwei Stellen plus Kommastelle.
Und jetzt zum praktischen Nutzen: ich fühle mich wohler bei 5,0 als bei 4,0 (ok, es wurden 4,9).
Und weil dem so ist, habe ich nach einem Kahn Ausschau gehalten, der trotz 5,0 (ok, 4,9) keine G1 spazieren fährt, weil ich das dumme Ding sonst ständig tauschen und haufenweise überzähliges Tuch (G2, G3, S-Fock...) mit mir herumfahren müsste, der ein einfaches, aber gut trimmbares und ausreichend sensibles Rigg hat, bei dem eine 105/106er Genua für die 5,0 (ok, 4,9) völlig ausreicht (Konsequenz daraus dann: high aspect Schnitt, sonst ist das kaum zu realisieren) und infolgedessen gut trimmbar und gut reffbar sein muss, denn das wird bereits ab pi mal Auge 15kn am Wind notwendig. STZ 5,0 mit kleinem Groß und großer G1 bekam ein tiefrotes Etikett und flog gleich aus dem Setup. Ebenso "STZ 5,0" mit Mega-Tiefgang >ca. 1,80 Meter, denn mit einer tiiiief unten platzierten Bombe kann man es auch erkaufen, aber das passt leider nicht zu meinem Revier.

Und so kann man hübsch im Vorwege die Spreu vom Weizen trennen und kommt schnell auf die zwei, drei, vier Schiffe, die wirklich ins Beuteschema passen.
Anpassungen: Vorsegel aus schwererem Tuch als üblich, denn es steht lange. Reffreihen im Großsegel hochgesetzt, damit zu zweit on tour trotzdem noch ausreichend Entspannung auftritt und wir die HR, die gemächlich neben uns herschiebt, nicht neiden müssen.
Das alles sagte uns die STZ in Verbindung mit den anderen Specs des Bootes.
Besser so?

Ahoi
Andreas

64

Montag, 7. Oktober 2019, 20:51

Boah! Das hast du @Quallenschubser: ein Paradesück für einen verständlichen und anschaulichen Beitrag geliefert.
Und sich dann als Eigner outen, der ein Boot mit einer STZ<5 segelt, Respekt!
Mache die Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher.

JürgenG

Salzbuckel

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65

Montag, 7. Oktober 2019, 20:52

Und täglich grüßt das Murmeltier!

@Quallenschubser: Andreas, schon wieder (mit scheinbar unendlicher Geduld) eine schön praxisnahe Erklärung von Dir. Leider wird sie erneut den Anforderungen nicht genügen, denn sie wurde bereits verfasst und ...

Hier mein Vorschlag zu einer neuen Erklärung für die STZ: (Für den, der hier etwas über die STZ erfahren möchte:
Das Verhältnis ...

... dieser nahezu wissenschaftlichen Beschreibung ist keine praxisorientierte Darstellung gewachsen.

Wenn einer das oder ähnlich geschrieben hätte, dann hätte ich das erfahren, was ich wollte.
- nämlich die Sinnhaftigkeit der STZ. Ich hätte mich beim Schreiber bedankt und Ruhe gegeben.

Ja, so ist es halt, wenn sich das eigene intellektuelle Niveau auf Seiten der Anderen nicht reflektiert. Man findet einfach keine adäquaten Diskussionspartner.

Grüße Jürgen

Bruk

Admiral

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66

Dienstag, 8. Oktober 2019, 00:08

. . . So aber musste ich erfahren, dass ich mich mittels STZ als Wichtigtuer entlarvt habe (#53),
meine geistige Zurechnungsfähigkeit nachts gegen 2 Uhr vermindert ist (#38, #39)
Im Beitrag #14 wurde ich zum Milchmädchen degradiert. Mir sollte einleuchten, dass die Halbierung der Segelfläche (von 80qm auf 40qm) auch zu einer Halbierung die STZ und der Halbierung der Geschwindigkeit führt. Will kein Milchmädchen sein. Die STZ sinkt in diesem Fall von 5,0 auf 3.51 und nicht auf 2,6) und die Geschwindigkeit vermindert sich (aber bei weitem nicht um die Hälfte).
In einem anderen Beitrag #38 soll ich glauben, daß ein LKW, ein Kleinwagen und ein Moped mit einem Leistungsgwicht von 15 kg/PS eine annähernd gleiche Beschleunigung hat. Welche Beschleunigung? Die auf den ersten 10 m, die auf den ersten 100m oder die Standardangabe von 0 auf 100 km/h ? Nach den ersten 10m hat das Moped gewonnen. Mir wurden Aussagen in den Mund gelegt, die ich auch nicht sinngemäß traf.
Diese Aufzählung könnte ich fortsetzen. Bin aber erschöpft, obwohl es nicht nachts 2 Uhr ist.

Wenn ich Wischiwaschi und Blahblah oben in den Fleischwolf werfe und an der Kurbel drehe, kann vorn nur gequirllter Schiet rauskommen.

Liebe Segler,
Macht doch das Portal nicht zur Polemik-Bühne, verbunden mit einem permanenten Rethorik-Seminar. Wenn das zunimmt, sind die Segler, die etwas zu sagen haben, weg und die immer etwas sagen wollen verbleiben. Dann ist das hier das „reinste Internet“.
Der Beitrag #54 „… Aber was soll ich mit dieser dämlichen STZ anfangen? Wenn 40 Grad Krängung, binde ich ein Reff ein.“ brachte das Thema „STZ“ auf den Punkt. Es hätte auch ein Schlußpunkt sein können.
Moin,reinstes Glas,
Mach es Dir doch nicht so schwer und frage bei der Yachtredaktion,was sie unter Deinem Problem verstehen. Wenn das nicht klappt, vielleicht bei Profis.
Ich jedenfalls empfehle zur Beruhigung einen ordentlichen Pharisäer, mit ordentlich Rumbeilage. Dazu einen schönen Western, wie 2 ritten zu dritt. Komm schon! :kaffee: :kaffee:

reinglas

Bootsmann

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67

Mittwoch, 9. Oktober 2019, 01:42

Segeltragzahl - nicht unendlich

Hallo Andreas,
ich erkenne deine sachliche Bemühung an, mich über die STZ aufzuklären. Schon damit unterscheidest du dich von manch anderem. Aber . . .
Ich zitierte aus einem anderen Beitrag: „Aber was soll ich mit dieser dämlichen STZ anfangen? Wenn 40 Grad Krängung, binde ich ein Reff ein.“ Ich meinte (Zitat): „Dieses Zitat brachte das Thema „STZ“ auf den Punkt. Es hätte auch ein Schlußpunkt sein können.“
Du erwiderst (Zitat): “Hätte. Ungefähr in der Qualität "wozu brauche ich den Wetterbericht; wenn es zu doll wird, reffe ich oder kehre um".
Wenn es hinkende Vergleiche gibt, so ist dein Vergleich bettlägrig. Nicht so schlimm. Ich traf schon Vergleiche, die wurden als Leichen geboren. Fremdwörter und Vergleiche sind eben Glücksache.
Ch.Komlumbus entdeckte Amerika, ohne die STZ seiner Santa Maria zu kennen.
Die STZ der Lastensegler im 19.u. Anfang des 20. Jahrhunderts, die Ziegelsteine aus dem Umland nach Berlin brachten, war nicht bekannt. Ob der Kapitän die STZ seine Schiffes „Pamir “(Viermaster; 1957 gesunken) kannte, weiß ich nicht. In den sehr detailiert angegebenen Daten-Sammlung zur „Pamir“erscheint diese Zahl nicht. (Wikipedia: “Pamir (Schiff)“). Wenn du bei 23°C, Sonne, gleichmäßigem 4‘er Wind so vor dich hin segelst, denkst du an die STZ genauso wenig, wie an deine 43‘er Schuhgröße. Auf Wetteränderung achtest du aber.
Die Angabe der STZ beim Vergleichstest der 45‘er Yachten in der Zeitschrift „Yacht“ macht hingegen Sinn – ja – das sind‘s auch ähnliche Segelboote.

Du erklärst am Beispiel zweier Segelboote mit den STZ‘n 5 und 4 deren unterschiedliche Verhalten bei unterschiedlichen Winden. Noch nie war ich anderer Meinung, seitdem ich mich mit dieser Zahl beschäftige. Es muß jedoch aber eine Bedingung gelten: Beide Segelboote müssen ähnlich (vergleichbar) sein. Was Ähnlichkeit sein kann, versuchte ich im Beitrag #60 vorzuschlagen. „Die STZ dient nur zum Vergleich von Booten/Schiffen, die sich in einer Ähnlichkeitsklassen befinden. Ähnlichkeitsklassen können sein: z.B. Jollen, Kleinkreuzer, Großsegler u.a……“ Keiner ging darauf ein. . .
Was meinst du: Welches Boot springt bei einer 3 oder 4Bft leichter an? Ein 20ft-Kleinkreuzer mit der STZ 4,5 oder eine 35ft-Yacht mit der STZ 5,3? Wer erreicht eher seine Endgeschwindigkeit?
Wie unsinnig die STZ wird, wenn man ihre Anwendung nicht einschränkt, versuchte ich im #16 mit den Segelbooten A, B und C darzustellen.
Diese Segelboote hatten alle drei die STZ 5. Die Gemeinsamkeit bestand darin, daß sie im Wasser schwammen und Segel hatten. Ich meinte damals, daß für diese beiden Gemeinsamkeiten keine STZ notwendig ist. Der Begriff „Segelboot“ sei hierfür völlig ausreichend.
Ich habe die eingeschränkte Sinnhaftigkeit und Wichtigkeit der STZ für mich geklärt, wollte deshalb hier zum Thema nichts mehr schreiben. Mein Verständnis für diese Zahl wird sich sobald nicht ändern, wenn sich nicht dagegensprechende Argumente einstellen…. Es müssen aber Argumente sein.
Mach‘s gut
Reinhard

horstj

Lotse

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68

Mittwoch, 9. Oktober 2019, 08:17

Moin,

Kleinkreuzer oder Jollen als "Ähnlichkeitsklasse" ist auf jeden Fall eine coole Idee - so unterschiedlich wie die Boote sind, die als solche bezeichnet werden :D .
Völlig unklar ist mir, wie man die STZ als isolierte Kennzahl zur Charakterisierung eines Bootes ansehen kann, wie das hier einige (wenige) andiskutieren. Vielmehr wird die STZ doch immer in Kombination mit einigen anderen Werten verwendet. Das ist wie schon genannt hier https://www.yachtingmonthly.com/yacht-re…tatistics-30154 oder an vielen anderen Stellen erläutert.

Und natürlich muss man entsprechende Boote auch gefahren haben, um solche Kennziffern verstehen zu können. Wer nur 24ft Boote mit einer STZ unter 4,5 fährt hat auch keine Vorstellung davon, wie sich eine Seascape 24 anfühlt. Und wer gerne 505er segelt, weiß, dass im eine Jolle mit einer STZ von 5,1 keinen Spaß machen wird, dazu braucht er dann nicht mal ein Foto einer LIS Jolle zu sehen.

Das gleiche gilt natürlich für andere charakterisierende Eigenschaften von Booten wie Langkiel-Kurzkiel, Segelplan, Trimmeinrichtungen und vieles mehr. Bspw. wenn bei einem Boot Traveller über die gesamte Bootsbreite, Achterstag und trimmbare Unterwanten angekreuzt ist und beim anderen nichts davon.
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reinglas

Bootsmann

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69

Mittwoch, 9. Oktober 2019, 16:42

Segeltragzahl als Vorwand

Excos in #62 meint (Zitat): „Dem ursprünglich fragenden Forumsmitglied hat es offensichtlich schon sehr früh gereicht. Wer hier im Stil eines kleinen Kindes störrischen Erwachsenen weitermacht und nicht verstehen kann, was er nicht verstehen will, dem wird man auch mit weiteren 100 Beiträgen und Erklärungsversuchen nicht helfen können“.

Ich wäre nicht hier im Forum, wenn ich nicht was verstehen will. Meine erste Frage war nach der Sinnhaftigkeit der STZ. Es gab die Zahl und die dazugehörige Formel. Also musste sie auch einen Sinn haben. Die ursprüngliche Frage, welche Besegelung bei der Berechnung zu Grunde gelegt wird, blieb unbeantwortet. Auch ich konnte dazu nicht antworten. Später versuchte ich im #60 eine mögliche Antwort zu geben. Hier dieser Versuch: „Die STZ ist keine Konstante. Da die Verdrängung (unterschiedliche Beladung) und die Beseglung (unterschiedliche Segel) variabel sein können, kann die STZ auch nur eine Variabele sein.“
Die gebetsmühlenhafte Widerholung der Verweise auf Wikipedia und daß doch die STZ eine dimensionslose Kennziffer sei, machte mich nicht einsichtig. Das alles wußte ich bereits vor meiner Frage nach der Sinnhaftigkeit der STZ. Diese fehlende Einsicht (weil Argumente fehlten) nennst du Störrigkeit. Bei Eseln und Kindern wählt man diesen Ausdruck. Bei Männern, wie mir, heißt diese Eigenschaft „Altersstarrsin“. Sie kann tödlich wirken. Ich kenne Beispiele: G.Bruno, J.Kepler. Nur G.Galilei rettete sein Leben durch Widerruf. Er war wohl ein Pragmatiker. Er soll sehr leise geflüstert haben:“Und sie bewegt sich doch.“ Ich stehe hier nur am Schandpfahl. Der Scheiterhaufen droht mir nicht. Ich muss nicht pragmatisch handeln. Ich kann weiter „störrisch“, wie ein Kind bleiben.
Weiterhin meinst du: „Es gibt tatsächlich Leute, die mit Zahlen ohne Bezugsgrößen oder Einheiten nichts anfangen können. Wer nun einfach hingeht und der Segeltragezahl eine frei erfundene Einheit spendiert, ist der Boss.“
Meinen Fragen hierzu:
1. In welcher Stelle meiner Beiträge weise ich nach, daß ich mit Bezugsgrößen und Einheiten nichts anfangen kann?
2. An welcher Stelle habe ich der STZ eine Einheit spendiert?
2. Boss? Weiß nicht – von wem? Bei wem? Keine Ahnung – Schreibe es mir. Entlarve mich.
Ich ahne es. Du meinst, ich möchte hier in dieser virtuellen Welt „Admiral“ werden. Schon in der wirklichen Welt „fehlte“ mir das Karriere- und Sendungsbewußtsein. Hier erst recht. Ich könnte dir aber Sternchen für deine Schultern schicken und mich für deine frühzeitige Beförderung einsetzen. Wenn du mir die drei Fragen nicht beantwortest, stelle ich dir eine vierte Frage:
„Schlägst du deine Frau und deine Kinder immer noch? JA oder NEIN?“ … dann wäre das Niveau ausgeglichen.

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70

Mittwoch, 9. Oktober 2019, 17:10

Die ursprüngliche Frage, welche Besegelung bei der Berechnung zu Grunde gelegt wird, blieb unbeantwortet

Nö. :no_1:

Die wurde nur in dem anderen Thema beantwortet:

Welche Segel "am Wind" rechnet man mit ein?

Die Standard Segelfläche. Das kann ne Selbstwendefock, ne 105%, ne 120% sein.

Das, was du bei Kauf serienmäßig als Groß- und Vorsegel von der Werft bekommst.

Das, was der Konstrukteur als Serie 08/15 festgelegt hat.

Keine Sonderausstattung wie Sturmfock, Genua, Code Zero.

horstj

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71

Mittwoch, 9. Oktober 2019, 17:49

Die ursprüngliche Frage, welche Besegelung bei der Berechnung zu Grunde gelegt wird, blieb unbeantwortet

Nö. :no_1:

Die wurde nur in dem anderen Thema beantwortet:

Welche Segel "am Wind" rechnet man mit ein?

Die Standard Segelfläche. Das kann ne Selbstwendefock, ne 105%, ne 120% sein.

Das, was du bei Kauf serienmäßig als Groß- und Vorsegel von der Werft bekommst.

Das, was der Konstrukteur als Serie 08/15 festgelegt hat.

Keine Sonderausstattung wie Sturmfock, Genua, Code Zero.


das ist nur etwas richtig. bei den Seefahrernationen wird weniger spekuliert sondern die berechnete Fläche genommen. Steht aber auch im anderen Thread. :D

ich finde das ist eine Stärke des segeln-forums: hier kümmert man sich um Jeden. Egal was ihn so umtreibt. :ok:
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72

Mittwoch, 9. Oktober 2019, 18:35

"Ein Geisterfahrer? Hunderte!...."

JürgenG

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73

Mittwoch, 9. Oktober 2019, 19:46

Und schon wieder grüßt das Murmeltier!

Die gebetsmühlenhafte Widerholung der Verweise auf Wikipedia und daß doch die STZ eine dimensionslose Kennziffer sei, machte mich nicht einsichtig.

... und führt zum ebenfalls gebetsmühlenartigen Wiederholen des Widerspruchs.

Nur G.Galilei rettete sein Leben durch Widerruf. Er war wohl ein Pragmatiker. Er soll sehr leise geflüstert haben:“Und sie bewegt sich doch.“ Ich stehe hier nur am Schandpfahl. Der Scheiterhaufen droht mir nicht. Ich muss nicht pragmatisch handeln. Ich kann weiter „störrisch“, wie ein Kind bleiben.

Galilei hätte vermutlich die vielen Versuche der Klärung hier verstanden und sich nicht in bloßem Widerspruch geübt.

Leute, merkt ihr nicht, dass ihr hier nur die Bühne zur Selbstdarstellung des unverstandenen Mannes liefert, der mit jedem Post in seiner Position des alleinig Wissenden bestätigt wird. Geht ihm doch nicht auf den Leim!

Grüße Jürgen

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74

Mittwoch, 9. Oktober 2019, 19:48

Hier, wie beim "anderenThema", ging es ähnlich zu. Es wurden u.a. Vermutungen zu Tatsachen deklariert. Die eigentliche Frage wurde nicht geklärt. Ich möchte mit einem Beispiel deutlich machen, was ich meine:
Ein Biker,als Anfänger, kauft sich ein Motorrad (Honda CB500) mit 57 PS (Herstellerangabe). Als Anfänger darf er aber nur Maschinen bis 27 PS fahren. Er läßt diese Maschine in einer Werkstatt drosseln und meldet diese umgerüstet Maschine an. Er fährt mit der Maschine seine "Pflichtzeit" ab und sofort erhöht er die Leistung seines Motorrades auf 48 PS aus steuerlichen Gründen. Er tauscht den Vergaserdüsen-Satz aus und meldet diese technische Veränderung der Zulassungsbehörde und der Versicherung. Gleich danach entfernt er die Drosseln im Ansaugtrakt und hat das Motorrad (Herstellerangabe) mit 57 PS. Diese Veränderung wird aber nicht gemeldet. Auch die nächste Veränderung auf 64 PS wird nicht gemeldet. Nun gibt es hier offensichtlich Forenmitglieder, die mit Bestimmtheit sagen: "Dieser Biker fuhr immer ein Motorrad mit 57 PS." - Werftangabe (Hersteller) !! Mit der selben Logik wird das von der STZ behauptet. Ich erlaube mir da den Einspruch und werde zum Geisterfahrer (#72).

Schon das Reffen eines Segels (Verkleinerung der Segelfläche) verkleinert auch die STZ drs Bootes. Den Ungläubigen empfehle ich das Durchrechnen an Beispielen. Den Praktikern empfehle ich, auf die Veränderung der Segeleigenschaften zu achten. Hier die Wiederholung:
"Die STZ ist keine Konstante. Da die Verdrängung (unterschiedliche Beladung) und die Beseglung (unterschiedliche Segel) variabel sein können, kann die STZ auch nur eine Variabele sein."

JürgenG

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75

Mittwoch, 9. Oktober 2019, 19:55

Leute, merkt ihr nicht, dass ihr hier nur die Bühne zur Selbstdarstellung des unverstandenen Mannes liefert, der mit jedem Post in seiner Position des alleinig Wissenden bestätigt wird. Geht ihm doch nicht auf den Leim!

Quod erat demonstrandum!

Grüße Jürgen

76

Mittwoch, 9. Oktober 2019, 20:04

"Die STZ ist keine Konstante. Da die Verdrängung (unterschiedliche Beladung) und die Beseglung (unterschiedliche Segel) variabel sein können, kann die STZ auch nur eine Variabele sein."
Das hat aber nicht Galileo Galilei gesagt, sondern Archimedes ("Störe meine Segeltragzahl nicht").
Mache die Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher.

Moonday

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77

Mittwoch, 9. Oktober 2019, 21:12

STZ irrational !!!

Das hat aber nicht Galileo Galilei gesagt, sondern Archimedes ("Störe meine Segeltragzahl nicht").

Nee, tatsächlich war Pythagoras schon viel früher auf die Segeltragzahl gekommen. Als Euklid aber später mit seinem 2m² großen Bettlaken übers Mittelmeer gesegelt ist und unterwegs beim Ausrechnen der Segeltragzahl festgestellt hat, dass die Quadratwurzel aus 2 eine irrationale Zahl ist, hat er damit auch bewiesen, dass die Segeltragzahl irrational sein muss! Man nennt das auch Widerspruchsbeweis (Reductio ad absurdum). Hat aber nichts genützt. Die Geschichte wiederholt sich und jetzt sind wir halt wieder an so einem Punkt. Also: Schiffbauer aller Länder ähm… schämt euch – oder so ähnlich ;D
look up at the stars and not down at your feet
Stephen Hawking

horstj

Lotse

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78

Mittwoch, 9. Oktober 2019, 21:13

ich sehe, so langsam kommen wir zum punkt. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt. Wer die Geometrie begreift, vermag in dieser Welt alles zu verstehen. Die Zahl ist das Wesen aller Dinge. Die Frage ist zu gut, um sie mit einer Antwort zu verderben.
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reinglas

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79

Mittwoch, 9. Oktober 2019, 23:25

Segeltragzahl und Sprüche


ich sehe, so langsam kommen wir zum punkt. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt. Wer die Geometrie begreift, vermag in dieser Welt alles zu verstehen. Die Zahl ist das Wesen aller Dinge. Die Frage ist zu gut, um sie mit einer Antwort zu verderben.

6 Sätze. Der erste ist deiner. Der zweite von Aristoteles. Der dritte stammt von Einstein (stark verstümmelt), der vierte von Galilei. Pytagoras liefert den Fünften. Mit dem sechsten Satz rundet Robert Koch zum Schluß alles ab.
Ich las die sechs Sätze und war beeindruckt von den Fünfen. Mein erster Gedanke war: "Mensch Egon - mächtig gewaltig." Ich las sie nochmals laut. Die Luft war erfüllt von Glitter. Als sich das Funkeln gelegt hatte, sah ich nur noch "Wischiwaschi" und musste an den bereits erwähnten Fleischwolf denken. Hast du ein Glück, dass das hier keine Doktorarbeit ist und du nicht Minister bist. Du müsstest deinen Hut nehmen. Solltest du wieder einen Mangel an passenden Sprüchen verspüren, frage mich. Ich besitze eine Sammlung eigener Sprüche. Mit denen kann man auch klopfen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »reinglas« (9. Oktober 2019, 23:43) aus folgendem Grund: Korrektur


80

Donnerstag, 10. Oktober 2019, 00:02

Huch, das ging ja noch richtig weiter hier .

Aber von den verzweifelten Verteidigern der STZ als sinnhafte Kennzahl hat soweit ich es überblicke niemand behauptet, sie sei geeignet, als alleinige Kennzahl hinreichend für eine Gesaktcharakterisierung zu sein. Also besteht auch kein Anlass, mit Äpfel und Birnen-Vergleichen (Jolli vs. 38ft-Racer) gegenanzuargumentieren.

Übrigens, mit "Anspringen" meinte ich nicht: wer reagiert als erstes auf eine Bö, sondern (das erklärt sich auch aus meinem Beispiel): welches Boot eignet sich eher für Schwachwindsegeln?


Illustration:
Flaute: Alle motoren

1-2 kn Wind: Alle motoren

3-4 kn Wind: Fast alle motoren. Mit STZ +/-5 hat man aber gute Chancen, auf Am-Wind-Kursen 3-4 kn Speed rauszuholen.

5-6 kn Wind: Viele motoren. Mit STZ +/-5 hat man aber gute Chancen, auf Am-Wind-Kursen die Motorfahrer zu halten.


7-8 kn Wind: Die meisten segeln. Mit STZ +/-5 ist man auf Am-Wind-Kursen schon recht nahe am max. Speed. Die Tourer hoffen derweil noch auf die 5 vor dem Komma.


(...)


+15 kn Wind: STZ +/-5 hat die Crew auf der Kante, das Achterstag auf Zeng, den Traveller in Lee aus der Hand gefahren und der erste sagt, demnächst könne man vielleicht mal reffen. 4,0 ist endlich in Wallung gekommen, schiebt gemächlich durch die See und im Cockpit fragt man besorgt, ob der Basilikumtopf eigentlich noch auf der Anrichte steht. Einen Traveller gibt es meist gar nicht und er wird auch nicht vermisst.

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Ich spule mal ein paar Seiten zurück und zitiere Reinglass:

Zitat

Ist es nicht viel mehr der mißlungene Versuch eine Eigenschaft des Segelbootes durch eine Zahl auszudrücken ?
Nein, ist es nicht.

Grüße
Andreas

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