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Salzbuckel

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81

Mittwoch, 15. März 2017, 10:18

Hatte oben mal einen Link zu einer Karte der Gegend gesendet.
Da ist kein Raum zum "sicher Ankern und abwarten", vor allem, wenn man gar nicht so genau weiß, wo man eigentlich ist.
Klar ist am Rand des Flusses Raum zum Ankern. Ich bin mal nach dem Auslaufen aus der Schlei von pottendichtem Nebel überrascht worden - ohne Radar und andere hilfreiche Elektrohelferlein. Ich hab mich mit dem Echolot in immer flacheres Wasser getastet und bei drei Meter den Haken geschmissen. Da kommt kein Großer mehr hin. Genau das hätte ich auch in der Situation auf dem Humber gemacht, wenn plötzlich das Ipad keine Position mehr anzeigt.


Der Humber hat 6 m Tiedenhub.
Da kann der sichere Ankerplatz ganz schnell trocken fallen.

Ich fahre mehrfach im Jahr nach Hull - und ab / bis Spurn Point bin ich normal immer an Deck, auch wenn sich die Szenerie in den letzten 20 Jahren kaum / nicht geändert hat. Die bei Niedrigwasser frei werdenden Flächen sind imposant - und teilweise sehr steil. Da würde ich ohne sicheres Wissen um den Untergrund nicht trocken fallen wollen.

Wenn ich den Bericht richtig lese, wusste der Bootsführer gar nicht, das die Fähre in der Nähe war. Wäre ihm das bewusst gewesen, hätte er sich vermutlich anders verhalten.

Aber der Vorfall ist ein echtes Lehrbeispiel, wie viele Dinge falsch laufen müssen, damit auch eine Havarie daraus wird. Nur einmal nicht richtig machen reicht in der Regel nicht.

fiete-34

Kapitän

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82

Sonntag, 19. März 2017, 00:18

Moin, wenn ich nicht verzichten will, aber dann wegen Nebel sicherheitshalber im flacheren Wasser ankern muß und das Wasser - bei 6m Tidenhub - möglicherweise abläuft, falle ich halt wenigstens unter vorheriger Echolotkontrolle trocken. Das ist immer noch besser, als von der Berufsschiffahrt im Fahrwasser übergemüllert zu werden...oder war das Echolot auch defekt und kein Tidenkalender an Bord? Trotzdem Handbreit... F.

Kokopelli

Salzbuckel

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83

Sonntag, 19. März 2017, 10:47

Und mit einem flachen Moborumpf trocken zu fallen dürfte auch nicht lebensgefährlich sein. Der Schiffsführer ist wohl einfach kopflos geworden, als er sich in der dicken Suppe ohne Position wieder fand.
Die Menschheit lässt sich in zwei Gruppen einteilen: Segler und vom Leben Benachteiligte.

84

Sonntag, 19. März 2017, 10:57

Hallo. Die alten Mittel der Navigation zuverlässiger als GPS.

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85

Sonntag, 19. März 2017, 13:13

Hallo. Die alten Mittel der Navigation zuverlässiger als GPS.

genau, besonders im Nebel wenn man die Position und Fahrtrichtung nicht weiss und ggf, auch kein Echolot vorhanden ist oder nicht funktioniert. Und selbst wenn, muss man erstmal verschiedene Tiefenlinien finden die zur möglichen Position und dem weiteren Verlauf passen.

Wann das wohl mal aufhört, immer die Papier-Seekarten als das Mittel zu preisen. Im Besonderen, da wohl die Wenigsten die Papierkarten kontinuierlich aktualisieren. Und wenn man das schon machen sollte, könnte man neue Gefahrenstellen auch in den meisten elektronischen Seekarten auch eintragen.
Liebe Grüße, Walter

there is no tool like an old tool.....

86

Sonntag, 19. März 2017, 13:28

Die Fahrtrichtung kann man, hat mir mal ein alter Salzbuckel erzählt, mit einem Magnetkompass ermitteln. Bei dichtem Nebel helfen Kompass und Seekarte auch nicht weiter, wenn man nicht weiß, wo man ist.
Bei dem Nebel hätten die beiden (der Käufer ist Inhaber des RYA Yachtmaster Ocean und der Skipper war Lotse) nicht auslaufen dürfen!

PS: Papierseekarten waren an Bord.
Mache die Dinge so einfach wie möglich, aber nichtig einfacher.

Tamako

Klabauter

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87

Sonntag, 19. März 2017, 14:11

Zitat

D

PS: Papierseekarten waren an Bord.


die kann man zumindest falten und sich als Narrenkappe aufsetzen

kielius

Super Moderator

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88

Sonntag, 19. März 2017, 14:54

Zitat

D

PS: Papierseekarten waren an Bord.


die kann man zumindest falten und sich als Narrenkappe aufsetzen
Sieht bei dem Nebel bloß keiner :huh:

:D
Gesendet von meinem lenovo ThinkPad ohne Tapatalk aber mit händischer Rechtschreibkorrektur.

Aus dem Zusammentreffen von Vorbereitung und Gelegenheit entsteht das, was wir Glück nennen.
Anthony Robbins

89

Montag, 20. März 2017, 10:40

Zitat

D
PS: Papierseekarten waren an Bord.

die kann man zumindest falten und sich als Narrenkappe aufsetzen
Sieht bei dem Nebel bloß keiner :huh:
:D

Man kann sich aus den Seekarten auch eine prima Tröte basteln. So wegen Nebel und so....
Ahoi, Mario Falko.

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

90

Montag, 20. März 2017, 11:08

Man kann sich aus den Seekarten auch eine prima Tröte basteln....
Richtig, aber eine Tröte war an Bord, wurde aber nicht benutzt. Schallsignale geben bei null Sicht ist nur etwas für Anfänger. :huh:
Mache die Dinge so einfach wie möglich, aber nichtig einfacher.

91

Montag, 20. März 2017, 11:10

Man kann sich aus den Seekarten auch eine prima Tröte basteln....
Richtig, aber eine Tröte war an Bord, wurde aber nicht benutzt. Schallsignale geben bei null Sicht ist nur etwas für Anfänger. :huh:

Ich sag nur KVR... :professor:
Ahoi, Mario Falko.

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

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