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unregistriert

1

Freitag, 10. August 2007, 10:44

Liste: Wie man das Segeln erlernen kann.

Da diese Frage hier im Forum wohl am meisten auftaucht, machen wir hier mal ne Tippsammlung zum Thema:

Wie lerne ich Segeln? Welche Scheine brauche ich?

auf.


Ich fang mal an und mache parallel hier einen Thread auf, in dem ihr Eure Tipps schreiben und kommentieren könnt. Ich mache diesen Thread hier zu und trage das ein (wie bei der Wlan Liste)

unregistriert

2

Freitag, 10. August 2007, 10:44

Literatur

Zu aller erst würde ich mir immer dieses Buch hier kaufen, um Grundsätzliches zum Thema Segeln lernen zu erfahren. Sehr verständlich und wirzig geschrieben. Vor allem für Anfänger ein Muss.

unregistriert

3

Samstag, 11. August 2007, 12:09

Scheine und Lizenzen

(Danke an sailorbrand für die tolle Ausführung)

Hier mal eine Zusammenfassung der immer wiederkehrenden Führerscheinfragen bzw. die Antworten dazu.

Erst mal die Abkürzungen:

- SBF= Sportbootführerschein
- BSP= Bodenseeschifferpatent
- SKS= Sportküstenschifferschein
- SSS= Sportseeschifferschein
- SHS= Sporthochseeschifferschein

Es gibt eine Anzahl von Scheinen die man je nach Gewässer haben muss, andere sind freiwillig. So ist bis auf einige Ausnahmen, das Segeln selbst führerscheinfrei (wie Fahradfahren). Die Führerscheinepflicht richtet sich hauptsächlich nach PS des Bootes (also auch Segelboote mit Motor).

Pauschal gilt ab 5 PS (am Propeller) die Pflicht den SBF für das entsprechende Gewässer zu haben. Die Gewässer unterscheiden sich in See (das Meer), Binnen (Flüsse-Kanäle-Seen) und Bodensee (Extrawurst).

Den SBF-Binnen und das BSP kann als Motor und /oder als Segelschein gemacht werden.
Auf Binnenwasserstraßen im Raum Berlin braucht man zum Segeln ab 3 qm einen SBF-Binnen-Segeln. Auf dem Bodensee braucht man ab 12 qm das BSP-A (Segel) und mit Motor das BSP-D.


- Auf Landesgewässern (z. B. Chiemsee) braucht man, was immer das entsprechende Bundesland haben will. Für Bayern gibt es die bayerische Schifffahrtsordnung und die fordern fürs Segeln keinen Schein. Für Motorboote gibt’s da oft noch regionale Vorschriften.


Zum Führen von Booten die mit Funk ausgerüstet sind, benötigt man noch einen Funkschein (extra Thema).

Das sind erst einmal die gesetzlich vorgeschriebenen Scheine. Da der deutsche immer den deutschen Vorschriften unterliegt, gelten auch die Scheine die man im Ausland –auf lau- machen kann nicht! Nicht einmal dort.

Alles Weitere sind freiwillige Scheine. Eigentlich eher nachweise über weiteres gesammeltes Wissen. Die Notwendigkeit bzw. Sinnhaftigkeit dieser Scheine ist auch hier im SF sehr umstritten. Die Meinungen gehen hier von „Geldmacherei“ bis zu „sehr sinnvoll“ weit auseinander. Das soll hier nun auch nicht groß bewertet werden.


Segelscheine

Die schon erwähnten SBF-Binnen Segeln und BSP A sind ausser für die genannten Gegenen um Berlin und der 12m²-Regel für den Bodensee freiwillig.
Dennoch sind sich fast alle Segler darüber einig, dass man das Segeln auf einer Jolle lernen soll. Nur so lernt man die Kräfte von Wind und Boot richtig zu handeln. Wer mit einer Jolle das Segeln erlernt hat, wird nach kurzer Zeit auch mit Yachten zurechtkommen (was das Segeln angeht). Umgekehrt wird das nix.

Diesen Teil werde ich bei Gelegenheit noch ergänzen, da das hier schon sehr ausgiebig diskutiert wurde.....

Auf jeden Fall ist eine Grundausbildung mit der Jolle sehr zu empfehlen. Da macht es natürlich auch Sinn das erlernte gleich mal kurz in einer Prüfung vorzustellen. Und schon wird der SBF um den Segelteil erweitert. Brauchen tut man das allerdings nur wenn man sich im Binnenbereich gelegentlich mal eine Jolle mieten möchte. Da wird man schon mal danach gefragt.

Allerdings ist die Segel-Grundausbildung Voraussetzung für den SKS




Auch dieser ist freiwillig. Allerdings wird die Auswahl an Charteryachten ohne diesen Schein schon dünn. Die meisten Vercharterer wollen ja irgendwie wissen dass man wenigstens etwas erweiterte Kenntnisse usw. hat. Oft ist das auch Auflage der Versicherungen.

Der SKS ist an sich ein Segelschein. Der SBF-See ist allerdings Voraussetzung hierfür. Den SKS kann man nicht so auf die Schnelle machen. Da muss man nämlich schon die Segel-Basics mitbringen (Jollen Grundkurs oder vergleichbarer Kenntnisstand). Dann muss man den (meist) 2-wöchigen Segeltörn mitmachen um die geforderten 300 sm zu kriegen. Und die Übung um mit ner Yacht die Manöver zu beherrschen.

Ohne Segelgrundkurs allerdings glatt zu vergessen...


Kombinationen


Sofer man SBF –See und Binnen machen möchte kann das in einer Prüfung abgelegt werden. Will man das zeitlich trennen unbedingt den SBF-See zuerst. Sonst muss die Binnen-Praxis und die See-Praxis abgelegt werden. Obwohl die an sich gleich sind. Aber diese werden nur in einer Richtung (See->Binnen) anerkannt.


Im Süden macht eine andere Variante Sinn:
Das Bodenseepatent wird ohne weitere Prüfung in den Binnen-Schein umgeschrieben.
(da das BSP jedoch auch ohne Kurs machbar ist, fehlt einem dann der Überblick über alles)

Die praktische Prüfung SBF-See und Bodensee werden gegenseitig anerkannt . Ist also nur einmal nötig. Die Theorie-See braucht‘s trotzdem.

Also:
Erst mal des SBF-See machen. Dann nur die Bodensee-Theorie.
So hast du auch den Bodensee (Praxis wird ja anerkannt) und kommst auf lau an den Binnen.
Es gibt auch andere Reihenfolgen. Das ist aber (glaubt mir) die beste.

Bietet sich an, da die Bodenseepfüfungskomision 2 X im Jahr nach Stgt. kommt.
Aber nicht vergessen die Binneninhalte (freiwillig) trotzdem zu lernen.




Skippertraining

Das ist mM nach nicht der ideale Begriff. Suggeriert das doch es sei ein Training für (erfahrene) Skipper. Das sollte eher als (mögliche) Fortbildung z.B. für den Sprung von der Jolle zur Yacht sein. Auf so einer Yacht gibt es halt einige Sachen die man erst einmal kennen lernen muss. Bei der Technik über das Klo bis zu den Reff und Ankereinrichtungen muss man das ja mal gezeigt kriegen. Insbesondere wenn man sich gegen den SKS entscheidet ist das eine Alternative um das Yachthandling einmal zu probieren.

Bei der richtigen Crewzusammensetzung sind diese Skippertrainings sicherlich auch für SKS-Inhaber noch sinnvoll. Alle sollten auf dem gleichen Wissensstand sein. Man sollte sich aber frei machen von dem Gedanken alles auf einmal lernen zu können. Ein Skippertraining für "Einsteiger" sollte sich hauptsächlich mit Hafenmanövern beschäftigen. Das sollte der rote Faden sein. Segeltechnik natürlich auch, aber ob das Gross 10cm zu dicht ist oder nicht ist unwichtig. Das kommt später von alleine. Die Umsetzung der "guten Seemannschaft" ist bei einem solchen Training wichtig. Sicherheit an Bord, ein wenig Technikunterweisung, mal die Logge ausbauen um zu sehen wie einfach das ist, Segelmanöver und Hafenmanöver bis zum Abwinken. Seitlich, vorwärts, rückwärts...

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