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1

Sonntag, 29. Juni 2014, 19:52

Yachtmaster Offshore in England

Liebe Segler,

da meine Sommerplanung kurzfristig zerbröselt ist, muss ich schnellstens in die Hufe kommen und umplanen. Ich möchte gern einen Yachtmasters Offshore machen. Habt Ihr Tips für gute, erprobte, anspruchsvolle Ausbilder bzw. Schulen?

Am liebsten würde ich irgendwo im Solent segeln gehen, kann aber auch andernors sein, gern zwei Wochen, wobei eine Woche Törn + eine Woche Training auch prima wäre. Ob deutscher Anbieter mit Yacht in England oder englische Schule, ist mir egal, wichtig ist mir, die solide englische Art des Segelns und Navigierens kennen zu lernen.
Hamble und Southern hab' ich mir schon angeschaut, da scheitert's an den verfügbaren Terminen. Habt Ihr noch andere Tips für mich?

Viele Grüße
sturmfest

unregistriert

2

Sonntag, 29. Juni 2014, 20:02

Schau mal hier ob es passt...

3

Sonntag, 29. Juni 2014, 20:03

Wenn es mit den Terminen bei den beiden ersten nicht klappt, dann schau Dir mal BOSS an: http://www.boss-sail.co.uk. Die haben auch einen sehr guten Ruf.
Weiteres auch gerne per PN.
Gruss,
Wolfgang
RYA-Ausbildung in Theorie und Praxis: www.under-sail.eu

4

Sonntag, 29. Juni 2014, 20:12

Noch zwei Anbieter: UKSA in Cowes (richtet sich eher an jüngere Leute) und Girls-for-Sail auch in Cowes (reine Frauentörns, vielleicht ja passend).

Gruss,
Wolfgang
RYA-Ausbildung in Theorie und Praxis: www.under-sail.eu

5

Sonntag, 29. Juni 2014, 20:49

Zellandfan, hast Du da selbst Erfahrungen gemacht?

Wolfgang, bei reinen Frauen-Angeboten bin ich in Deutschland immer etwas vorsichtig gewesen, aber vermutlich ticken die Engländer da etwas anders. ;)

Ich werd' mich jedenfalls Dienstag hinter's Telefon klemmen.

unregistriert

6

Sonntag, 29. Juni 2014, 21:06

Zellandfan, hast Du da selbst Erfahrungen gemacht?

Wolfgang, bei reinen Frauen-Angeboten bin ich in Deutschland immer etwas vorsichtig gewesen, aber vermutlich ticken die Engländer da etwas anders. ;)

Ich werd' mich jedenfalls Dienstag hinter's Telefon klemmen.


Joh, da bin ich Yachtmaster geworden....

Beiträge: 1 412

Wohnort: Berlin, Pregnancy Hill

Schiffsname: Van Anderen

Bootstyp: Charterbüchse

Heimathafen: Keine Ahnung

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7

Montag, 30. Juni 2014, 01:11

So wie 'TacXX' schon gesagt hat, Boss Sailing Schools hat einen guten Ruf.

In Deutschland gibt es nur Bernd Reese mit der Yachtakademie. Nicht ganz billig aber
extrem zu empfehlen.
LG, Christoph

Voyaging under sails is one of the most deeply satisfying experiences in life.

8

Sonntag, 17. August 2014, 10:30

Urlaub beendet - Yachtmaster abgeschlossen

Hallo allerseits,

vielen Dank für Eure Infos und Antworten. Nun will ich doch mal Rückmeldung geben: Nach diversen Telefonaten, Schieberei mit den Terminen und einigem Hin- und Her bin ich letzlich bei BOSS gewesen. Ursprünglich hatte ich eine einwöchige Cruise zu den Kanalinseln (um erstmal englisches Vokabular zu lernen und weil ich die Kanalinseln so mag) und ein fünftägiges Training als Vorbereitung für die Prüfung gebucht. Da die Cruise ausfiel, bin ich dann auf fünf Tage Yachmaster Experience und fünf Tage Yachtmaster Offshore Refresher Course umgeschwenkt.

Ich bin vielen Seglern begebnet, die bei Boss vier Wochen am Stück verbringen, eine Woche dies, ein Wochenende das, dann nochmal fünf Tage etwas anderes, und sich dort sehr wohl gefühlt haben. Die Atmosphäre an der Schule war sehr sympatisch, aber ein paar Dinge sollte man wissen:
  • Die Boote sind uralt und zum Leben wirklich ungepflegt (wobei ich glaube, dass die Engländer da auch einfach eine pragmatischere Einstellung haben als die Deutschen, die ständig am polieren sind, aber eine geruchsarme Toilette sollte man sich nicht erst erputzen müssen). Das Rigg und alles, was das eigentliche Segeln betrifft, ist aber gut in Schuss. Vom Seglerischen her kann ich eigentlich nur die defekte Logge (die man ja nunmal zum Navigieren benötigt) bemängeln.
  • Die Schule ist nicht sonderlich groß. Das führt dazu, dass man verschiedene Buchungen zusammen auf ein Boot steckt (und es de facto auch keinen Unterschied zwischen Yachtmasters Experience und Yachtmasters Refresher Course gibt). In meinem Fall wurde Yachtmaster Offshore (ich) mit Yachtmaster Costal (drei andere) zusammen gesteckt. Das ist aus meiner Sicht grundsätzlich kein Problem, führte aber in meinem Fall dazu, dass der Ausbilder immer wieder sagt 'lass mal die anderen machen, Du kannst das doch alles', dabei hätte ich gern das ein oder andere Manöver noch einmal gemacht, um es nicht nur irgendwie hinzubekommen, sondern richtig gut zu machen.
  • Im Vorfeld wurde nach besonderen Ernährungsanforderungen gefragt. Ich kann kein Getreide essen, brauche aber auch keine große Extrawurst; wenn dann ein bischen Gemüse wie Möhren oder Gurken oder so an Bord ist, ernähre ich mich halt mal von Gemüse und Eiern. Obwohl diese Info abgefragt wurde, landete sie nirgends in der Planung. Persönlich vor Ort hiess es dann, man werde es für die zweite Woche berücksichtigen, aber auch das hat nicht geklappt. Da sollte man sich also nicht darauf verlassen, dass die abgefragten Infos auch verwendet werden.Beim nächsten Mal muss ich dann halt 'Selfcatering' einplanen. So hab' ich in den wwei Wochen zwei Kilo abgenommen.
Insgesamt war es OK, aber aufgrund des Ausbilders war ich jetzt nicht so super begeistert. In der ersten Woche waren die beiden anderen Teilnehmer zwar auch für den Yachmaster Offshore angemeldet, aber beide weit hinter den Prüfungsanforderungen, so dass sie einfach die fünffache Trainingeszeit bekamen, und bei dem einen hieß es dann zusätzlich noch 'er hat ja diese Woche schon Prüfung, Ihr habt ja noch eine Woche Zeit'. Und in der zweiten Woche war dann der Mix mit den Yachmasters Coastal, die grundsätzlich besser segen konnten als die Jungs in der ersten Woche, aber auch da hat der Ausbilder nicht ausbalanciert.
Ich hab' das in den 10 Tagen bestimmt fünfmal mit dem Ausbilder angesprochen, mal vorsichtig, mal sehr deutlich. Hat leider nichts genützt. Es war aber auch keiner von den dauerhaft angestellten bei BOSS, sondern jemand, der dort nur ein paar Wochen im Jahr ausbildet.

Der Solent hat sich uns jedenfalls von seiner besten Seite gezeigt, wir hatten tolles Wetter, in der ersten Woche vielleicht ein bischen wenig Wind, sonst super. Ich würde auch immer zwei Wochen Segeln dort empfehlen, damit man sowohl in Nipp- als auch in Spring-Tiden üben kann. Das hat beides seine eigenen Seiten. Und die Sigmas als Schiffe mag ich einfach (in der zweiten Woche waren wir mit einer Sigma 38 unterwegs).

Jetzt warte ich darauf, dass mein Zettelchen mit der Post kommt und fange an, den nächsten Segelurlaub zu planen, damit ich im nächsten Jahr vielleicht nicht so kurzfristig planen muss. ;)

Viele Grüße
Sturmfest

unregistriert

9

Sonntag, 17. August 2014, 10:51

Jetzt warte ich darauf, dass mein Zettelchen mit der Post kommt und fange an, den nächsten Segelurlaub zu planen, damit ich im nächsten Jahr vielleicht nicht so kurzfristig planen muss. ;)


sehr gut!
RESPEKT!


steht bei mir definitiv auf dem Zettel für 2015. (gell @TacXX: ??)


kannst Du / magst Du noch ein wenig aus der Ausbildung (Inhalte, Präzision etc) und der Prüfung ( Yachtmaster im Vergleich zu Coastal ) erzählen ?

10

Sonntag, 17. August 2014, 11:12

Ausbildungsinhalte

Das kann ich gerne machen:

Da die Kurse als 'Refresher' oder Prüfungsvorbereitungskurse aufgesetzt waren, wurde erwartet, dass man grundsätzlich die meisten Dinge konnte. Man sollte seine Theorie gut gelernt haben:
  • Wetter
  • KVR
  • Umgang mit Seekarten
  • Gezeitenrechnung
  • Shiphandling

In dem Kurs wurden dann die spezifischen Dinge geübt:
  • Ankern im Strom und Segel und unter Motor
  • Anlegen an einer Mooring im Strom unter Segel (wichtig!) und unter Motor
  • Blind Navigation (d.h. ohne Sicht von einer Tonne zur nächsten Segeln, indem man sich ovn Tonne zu Tonne hangelt und dabei den dem Steuermann gegebenen Kurs vorher mit Deviation und Gezeitenstrom beschickt hat)
  • Finding unlit Buoys (d.h. mitteln Peilungen, Tiefenlinien, Kreuzpeilungen zu befeuerten Seezeichen eine unbeleuchtete Tonne oder ein Tidal Gate finden)
  • MOBs unter Segel

Um dann ganz konkret auf die Prüfung vorbereitet zu sein,
  • wurden alle relevanten Häfen im Solent, die in einer in zwei Tagen Prüfungszeit erreichbaren Distanz waren, einmal angelaufen und mit den entsprechenden Hinweisen versehen,
  • wurden Hafenmanöver unter Motor geübt, damit man das Schiff für die Prüfung im Griff hatte
  • waren die Tage so strukturiert, dass jeweils eine Pilotage (d.h. von einem Hafen oder Ankerplatz zum nächsten) von einem der Mitsegler als Skipper 'in charge' geführt wurde.
Für die Prüfung musste man dann ein 'Passageplaning' gemacht haben, d.h. man bekam vom Ausbilder eine Passage genannt, die man durchplanen musste, in meinem Fall von St Peters Port nach St. Vaast. Dabei mussten die richtigen Zeiten für Auslaufen und Einlaufen (Tiefenberechnung, Almanachinfos zu Schleusen, etc.), Koppeln mit Tiedenstrom und die Races beachtet werden.

Der RYA hat den 'Syllabus' veröffentlicht, der einen guten Anhalt dafür gibt, welche Kenntnisse erwartet werden. Ich muss allerdings gestehen, dass ich mir das im Vorfeld gar nicht näher angesehen hatte, sondern einfach losgefahren war mit dem Ansinnen, dass ich schon alles relevante wissen werde und jetzt nur noch die praktische Übung im Gezeitensegeln brauchte. Grundsätzlich passte das bei mir auch. (Ich hab' gute 10.000 sm Erfahrung, aber mein SHS ist schon 14 Jahre alt, so dass ich ewig keine Theorie mehr gelernt habe).
Die KVR hab' ich vor Ort mit einem englischen Buch wiederholt (sehr empfehlenswert: The seaman's guide to the rules of the road), um auch das englische Vokabular mitzulernen. Dabei musste ich dann nocheinmal für mich persönlich auseinanderklamüstern, welche der früher gelernten und (gerade in der Elbe) immer angwandten Regeln aus den KVR und welche aus der SeeStSchO stammten, aber das war nicht wild.

11

Sonntag, 17. August 2014, 11:55

Glückwunsch und Willkommen im Club
Gruß Gerhard
Was nicht passt wird passend gemacht :D

12

Sonntag, 17. August 2014, 11:57

Glückwunsch und Danke für den Bericht :-)
Das Leben ist zu kurz, um nur Motorboot zu fahren...deswegen segel ich lieber :-)

13

Sonntag, 17. August 2014, 12:15

... und dann die Prüfung

Bei der Prüfung selbst ist der Ausbilder nicht mehr dabei, aber ich hab'
unserem anschließend noch ein wenig Feedback gegeben, damit er für die
nächsten Ausbildungseinheiten etwas mehr weiss. Ich kopier's einfach
mal unten rein, vielleicht ist das ja auch interessant für den ein oder
anderen wie die Prüfung dann tatsächlich ablief. Das Englisch ist nicht das beste, aber es sollte verständlich sein.

Zitat

I was asked to start and bring us to anchor north of Rhye on the spot that she marked in the chart. Apart from the fact that B. managed to stear in such a strangeway (nearly going in circles) that we got quite a bit off track before I realized (and then I had to bring us back) this worked fine. C. was next to bring us to a mooring in portmouth. We could not sail due to lack of wind.

Next morning (after a theory session with two of us on passage plan, rules of the road and weather) A. was asked to take us off the mooring under sail. He had a small blackout, so that B. was addressed and he explained well his manoever and did it in a sort of ok way. She helped with guidance for the right moments, so that he did not leave the mooring with wind from the wrong direction. He was asked to sail to another mooring. He was struggeling with wind direction and
traffic, so that he sailed around for quite some time, finally managing. But he took the mooring buoy on the wrong tack though she told him several times what tack to take and why.

After lunch A. had his chance to make up for the morning and bring us to a mooring in cowes. On the way he did a MOB, and a bit later I did mine. As wind and waves were quite high, we were well allowed to use the motor for support, but we did not really use it. Wind increased, we went to reef 3 (that was the point at which I would also have changed to a jib aswell). At Cowes there were no free mooring buoys west of the entrance, so she decided to go a bit further to anchor. Wind still increasing and too much sail up (genoa 2), we had to struggle. After some tacks she decided to change course to Southampton only with genoa, and C. suggested staying at Ocean Marina due to our special BOSS-conditions there. It became quite clear, that the main reason for the examiners not to go marinas but to anchoring places and moorings is the financial aspect of having to pay if not staying. M. brought us to Hamble pontoon, B. took over after dinner, we picked up the card for ocean marina, and went there. B. decided not to sail as the wind was pointing against us. She clearly did not like the decision, but he sticked to it.

On the way, he and A. had to find (lit) buoys. B.'s final one was wrong, what A. discovered after some minutes and being confused (and quickly brought to the point). Sunday was used to fill the gaps: a passage with lots of traffic and sailing around buoys for C., some sailing for B., MOB for B. and C..


Overall she covered the Syllabus in the following way:
  • At least one passage for each of us (Crew briefing, clear authority, involving the crew, keeping the overview, handling traffic with wind-directions were important)
  • Passage plan (letting us explain, asking for watch planning, special marks in the chart, sht if suddenly fog happens)
  • Theory with each of us separately (rules of the road, weather chart explanation)
  • For each of us one aspect of the boat (fire fighting, explainIng the enging in detail, seacocks and security about , etc.)
  • During the trip discussions about special aspects, asking each one us in turns (how to get someone on board after MOB, applied rules of the road, special local regulations like precaution zone)
In the end we did not do any blind navigation, finding unlit buoys (though my anchorage worked similar), but i assume that was an exception. I know that she would have liked to have each of us liked to do a mooring buoy under sail, but there was too few time and no ideal weather. She was very careful with checking every aspekt of the syllabus at least with some questions.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sturmfest« (17. August 2014, 12:25) aus folgendem Grund: Formatierung


unregistriert

14

Sonntag, 17. August 2014, 12:25

Meinen Glückwunsch - welcome im Club!!

Bei der Beschreibung der Vorbereitungs-und Prüfungsinhalte hast Du m.E. einen gaaaanz wichtigen Punkt vergessen - das Crew-Handling!

Man wird vornehmlich darauf geprüft, dass man Schiff und Crew führen kann. D.h. u.a. auch, dass man nicht alles selber macht. So habe ich bei meiner YM-Prüfung max. 20% selber am Ruder gestanden, sehr zur Freude des Prüfers...

15

Sonntag, 17. August 2014, 12:35

Auf Crew-Handling, Briefing, Nicht-alles-Selbst-machen etc. wurde in der Prüfung sehr viel Wert gelegt, in der Trainingszeit aber kaum mehr als einmal kurz darüber gesprochen.

Es ist in der Prüfung auch wichtig, dass die Mitsegler, die ja grundsätzlich in etwas das gleiche Wissen haben wie der gerade zu einem Zeitpunkt auf seine Skipper-Fähigkeiten geprüfte Segler, sich lediglich als 'Competent Crew' verhalten, d.h. nur auf Anweisung reagieren. (Es gab' dann in der Prüfung den ein oder anderen versteckten Hinweis untereinander, wenn die Prüferin mal nicht schaute, aber als ein Mitsegler mich mehrfach darauf hinwies, dass ich doch meine Dreifarbenlaterne noch nicht eingeschaltet hätte -die Positionslichter waren aber eingeschaltet, das Schiff hatte einfach beides- fand ich das eher irritierend.)
Während der Trainingswoche war das Segeln leider ein eher gemeinschaftliches. Lediglich die Navigation und die Basisentschiedung 'wir reffen jetzt' oder 'wir bergen jetzt die Segel' kamen vom 'Skipper in Charge', den Rest machte man zusammen. Ich fand das überhaupt nicht zielführend, und da halfen dann die Hinweise zwei Stunden vor der Abreise des Ausbilders, wir müssten uns in der Prüfung aber alle nur wie 'Competent Crew' verhalten, auch nicht mehr sonderlich. Es ging dann in der Prüfung, aber gut war's nicht.

Bezüglich des Crew-Handlings war der Prüferin wichtig, dass man am Anfang ein gutes Briefing machte, dass man klare Anweisungen gab, dass man die Crew einband und beschäftigte, z.B. beim Tonnen-suchen, dass man sie informiert hielt, z.B. warum m an die Tonne jetzt suchte, und dass man möglichst wenig selbst machte. Ich hab' in meinem Prüfungsteil nur zum Ablegen und Ankern selbst am Ruder gestanden, und genau so wurde das auch erwartet.

Grundsätzlich sollte man diese Dinge aber verinnerlicht haben, bevor man sich zu einem einöchigen Solent-Training anmeldet. Wenn man sich das innerhalb einer Woche angewöhnen will, dann ist das aus meiner Sicht ein wenig zu spät.

16

Sonntag, 17. August 2014, 12:46

Dazu vielleicht noch ein ganz wichtiger Hinweis: Der Yachtmaster ist nicht wie die Deutschen Scheine einer, für den man spezielle Manöver zeigen muss und Theorie abspulen kann. Es wird viel mehr geprüft, ob man ein Schiff führen kann. Das bedeutet, dass man zum einen das Wissen im Kontext anwenden kann, aber auch, dass man mit der Verantwortung umgehen kann und dass man Führungsfähigkeiten hat. Es muss alles zusammenpassen.

Die beiden ersten Punkte, die die Prüferin im abschließenden Feedback an mich nannte, waren, dass ich das Schiff seglerisch im Griff hätte und dass ich eine gute Führungsautorität hätte. Mit den beiden Punkten hatte sie quasi alles wichtige genannt. Alles andere danach waren dann eher Detaillierungen davon.

Klaus13

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17

Sonntag, 17. August 2014, 12:57

Glückwunsch,

ich finde Du hast das in Deinem letzten Beitrag sehr gut zusammengefasst, was den grundsätzlichen Unterschied zu einer deutschen Prüfung ausmacht. Es geht zuerst um Bootsführung, dann erst um die Details.

Gruß Klaus

unregistriert

18

Sonntag, 17. August 2014, 13:04

Sehr schön auf den Punkt gebracht! Das hatte mir weiter oben gefehlt, deswegen meine Anmerkung dazu ;)

Und Du hast sicher viel mehr gelernt, als bei einer anderen Ausbildung. ;)

19

Sonntag, 17. August 2014, 13:34

Naja, das mit dem 'viel gelernt' wage ich ja zu bezweifeln. Ich fürchte, viel mehr als Mooring-Fangen bei 3kn Gezeitenstrom hab' ich tatsächlich nicht gelernt. Klar, ein paar kleine Dinge, die man immer lernt, wenn man unterwegs ist, aber nichts weltbewegendes.

Das lag aber wohl auch am Ausbilder, der sich wie ja schon geschrieben eher auf die weniger erfahrenen focussiert und trotz expiziter Bitte nicht einmal gewillt war, mir das korrekte Vokabular beizubringen. ('Man versteht doch, was Du meinst') Der hatte am ersten oder zweiten Tag beschlossen, dass ich wohl keine Probleme mit der Prüfung haben werde, und mich damit 'abgehakt'.

Wieder ein bischen was mitgenommen hab' ich dann aus der Prüfung. Die Prüferin war klasse, so jemanden hätte ich gern mal als Ausbilder. Neben dem Abfragen und Beobachten hat sie auch immer mal hier und dort ein paar Dinge erwähnt, oder die Manöver der anderen so kommentiert, dass ich davon einiges abgebracht habe.

20

Montag, 18. August 2014, 11:23

@sturmfest: Danke für Deinen Bericht, und die Erfahrungen zu BOSS. So ganz reibungslos hat das ja leider nicht geklappt, das tut mir schon etwas leid. Wobei ich wie zuvor gesagt BOSS auch nicht selber kenne, bin weder als Schüler noch als Ausbilder für sie unterwegs gewesen. Ich höre nur immer wieder mal dass sie auch eine gute Ausbildung machen. Bei der Vielzahl an Schulen im Solent, ist es nicht immer einfach, einen aktuellen Überblick zu behalten.

Auf alle Fälle ganz herzlichen Glückwunsch zum YM!

@waterholic: wir sehen uns in 2015 ;-)

Gruss,
Wolfgang
RYA-Ausbildung in Theorie und Praxis: www.under-sail.eu

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