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1

Dienstag, 28. Oktober 2014, 00:23

Etwas Führerscheinstatistik

Moinsen,

anlässlich der Hanseboot informiert der DSV seine Vereine über aktuelle Zahlen und Entwicklungen im Führerscheinwesen.
Die Veranstaltung findet traditionell am Montag Nachmittag statt. Ein Garant für hohe Beteiligung also.
Für die wenigen Seelen, die interessiert sind, sich aber ausnahmsweise nicht freimachen konnten, habe ich die wichtigsten Fakten zusammengetragen:

Erteilte Führerscheine 2013 (auf 100 gerundet)

Schein Zahl 5-Jahrestrend

SBF Binnen 27.100 deutlich steigend (allein seit 2012 + ca. 3.000)
SBF See 34.600 leicht steigend
SKS 4.400 leicht fallend
SSS 400 fallend
SHS <100 fallend

Funkzeugnisse

UBI 5.300 steigend
SRC 8.600 nach Peak um 10.000 in 2010 auf jetzigem Niveau knapp stabil
LRC 700 nach Peak 2006/07 um 1.000 auf jetzigem Niveau in etwa stabil

Interessant ein Langzeitvergleich der freiwilligen höherwertigen Scheine:

SKS aktuell um 4.400 Absolventen p. a., zu BR-Schein-Zeiten rund 7-8.000
SHS aktuell knapp 100 Absolventen p. a., DSV C-Schein früher 700-800

Ungebrochen der Zuspruch bei den Einstiegsscheinen; die Anhebung der Führerscheinpflicht auf 15 PS hat den Spobos offensichtlich nicht geschadet.
Allerdings bleibt es immer häufiger beim Pflichtschein Spobo.
SSS und vor allem SHS sind nur für wenige, sehr wenige relevant - viele aus dem kommerziellen oder Tradi-Bereich. Die Zahl der SHS-Absolventen liegt aktuell bei rund 70-80 p. a.
Man kann spekulieren, wie lange der Aufwand für diese par Köpfe noch getrieben wird. Eine Zusammenlegung SSS/SHS liegt eigentlich nahe.

Die Zuwächse im Spobo-Bereich fußen möglicherweise auch auf Trends, die uns gar nicht so sehr in den Kram passen: Die rasch zunehmende Zahl der Jet-Skis etwa, welche jüngst ihren eigenen Dachverband gegründet haben. Es gibt angeblich auch Bestrebungen aus der "Wassersportwirtschaft", die Führerscheingrenze bei der Motorisierung erneut anzuheben.
Die Evaluierung der 15 PS-Regel wird wohl positiv verlaufen. Böse Zungen behaupten allerdings, die allermeisten Vorfälle würden eh nicht der Waschpo gemeldet und daher nicht bekannt.
Zunehmenden Ärger gibt es wohl mit unerfahrenen und undisziplinierten Mobo-/Charter-Mobo und Jetski-Fahrern auf Binnenrevieren. Die Kanuten klagen über steigende Vorfälle z. B. beim gemeinsamen Schleusen mit Motorbooten und bitten ihre Mitglieder, sie zu melden, damit sie aktenkundig werden.

Mit den jüngsten Führerscheinreformen nahm auch die Durchfallerquote zu. Allgemein scheint es bei den Durchfallerquoten ohnehin einen leicht positiven Grundtrend zu geben.

Durchfallerquoten:

SBF Binnen Theorie ca. 5-6 %, Trend in etwa gleichbleibend
Praxis ca. 3 => 5 %, steigend

SBF See Theorie ca. 10 %, vor allem in Navigation, Sprung nach Reform 2012
Praxis ca. 6 %, steigend, Sprung nach Reform 2012

Es gibt wohl hohe Varianzen je nach Ausbildungsstätte. Einige größere Schulen mit niedrigpreisigem Crashkursprogramm und hohem Durchsatz würden die Durchfallerquoten stark nach oben treiben - bei denen wären 15-25 % an der Tagesordnung.

SKS Theorie (Frabo) ca. 5 % Zunahme 2013/14
Theorie (Navi) ca. 15 % konstant
Praxis ca. 8 => 10 % Zunahme 2013/14

SSS Theorie um 30 % teilweise strategisch motiviert, da Teilprüfungen möglich sind und immer häufiger nur 1-2 Fächer je Prüfung bestanden werden sollen
Hohe Varianzen bei Wetter, höchste Durchfallerquoten im Fach Schiffahrtsrecht.
Praxis 15-20 %

SHS Theorie (schriftlich) 20-30 %
mündlich 5-10 %
Bei SHS hohe Varianzen wg. kleiner Fallzahlen.


Gruß
Andreas

EDIT: Ich habe mir große Mühe mit Tabs gegeben aber nach Fertigstellung des Beitrags sind die alle wieder weg und überhaupt ist der Umbruch völlig verändert - tut mir leid, ist jetzt unübersichtlicher. Ich kann es leider nicht ändern :(

2

Dienstag, 28. Oktober 2014, 00:35

Habe ich das richtig verstanden: 34600 SBF Scheine pro Jahr neu erworben?

Warum geht es dann der Bootsbache schlecht?

3

Dienstag, 28. Oktober 2014, 00:45

Ja, hast Du.

Es wachsen mehr raus als neu dazukommen - der Segelsport hatte seine großen Zuwächse in den 70er/80er Jahren.
Die alten Boote sind fast alle noch da.
Viele, sehr viele wollen kein eigenes Boot.
Die meisten Spobos gehen nicht an Segler.
Und etliche der Absolventen üben den "Sport" am Ende nie aus.

Gruß
Andreas

jensstark

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4

Dienstag, 28. Oktober 2014, 03:17

Hallo Andreas,

Spannende Daten, danke sehr!

Ich stelle mir nur vor, was passieren würde, wenn Schulen anfingen, mit ihrer Bestehensquote im Vergleich zum Durchschnitt zu werben.

Ansonsten ist die Saison ja fast zuende, Zeit für eine Scheindiskussion. :D

Frage ist, wieviele SKS erworben werden, weil die Segelschulen die immer noch als Voraussetzung zum Chartern anpreisen.
(Und wieviele in Vereinen erworben werden, wo man die winterliche Leere im Terminkalender mit gemeinschaftlichem Lernen unter Gleichgesinnten ausfüllt - gewissermaßen mit dem SKS als angenehmes Abfallprodukt. Den Aspekt hatte ich noch nicht gesehen. :) )

Gruß,
Jens

Moni

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5

Dienstag, 28. Oktober 2014, 07:00

:danke: Andreas,

das du dir die Arbeit gemacht hast. Ich finde die Zahlen und Fakten sehr interessant und aufschlussreich.

Moni
Suche nicht Probleme, suche Lösungen.

www.moni-jueptner.de / mein Blog / mein Video-Kanal / Facebook / Facebook2

Sehbeer

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6

Dienstag, 28. Oktober 2014, 07:08

:danke: Andreas,

das du dir die Arbeit gemacht hast. Ich finde die Zahlen und Fakten sehr interessant und aufschlussreich.
Ja! Vielen Dank :good2:
liebe Grüße

Mattze :Kaleun_Sleep:

7

Dienstag, 28. Oktober 2014, 07:37

Gut gemacht...tolle Übersicht...der SBF Binnen Anstieg überrachst mich besonders positiv
Das Leben ist zu kurz, um nur Motorboot zu fahren...deswegen segel ich lieber :-)

8

Dienstag, 28. Oktober 2014, 08:02

Wirklich interessant, danke!

Eine Zusammenlegung SSS/SHS liegt eigentlich nahe.

Ist das Deiner Meinung nach tatsächlich ein Thema?
Gruss,
Christof

unregistriert

9

Dienstag, 28. Oktober 2014, 09:05

:danke: Andreas,

das du dir die Arbeit gemacht hast. Ich finde die Zahlen und Fakten sehr interessant und aufschlussreich.



dem schließe ich mich vollumfänglich an!


EDIT

Die Zahl der SBF (Binnen und See) ist mE nicht aussagekräftig für uns (Segler), denn die allermeisten machen den SBF um >15 PS fahren zu dürfen - segeln kommt in deren Welt nur sehr selten vor.
Eher ist die Zahl der SKSler für uns wichtig, denn der SKS ist der erste Schein, bei dem der Wassersportler mit "segeln" (große Ausnahme VEREIN) in Berührung kommt - und idR zum chartern "benötigt" wird.
Und wenn die Zahl der SKSler etwa stabil ist und bleibt dann zeigt dies ein ungebrochenes Interesse an "segeln" als FREIZEIT und URLAUB-Beschäftigung; ich kenne kaum Jemanden der den SKS macht weil er "regatten" will ..

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »waterholic« (28. Oktober 2014, 10:00)


Mac

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10

Dienstag, 28. Oktober 2014, 09:23

Wirklich interessant, danke!

Eine Zusammenlegung SSS/SHS liegt eigentlich nahe.

Ist das Deiner Meinung nach tatsächlich ein Thema?

Inhaltlich ist das sehr nah beieinander.
Moin aus Köln

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hyflyer

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11

Dienstag, 28. Oktober 2014, 09:40

Habe ich das richtig verstanden: 34600 SBF Scheine pro Jahr neu erworben?

Warum geht es dann der Bootsbache schlecht?


Erst mal :danke: an den Themenstarter

und

Das Geld sitzt nicht mehr so locker, die jüngerer Generation chartert lieber an verschiedenen Stellen und es ist weniger Zeit für Freizeit vorhanden.
Mast und ... Norbert
In der Ruhe liegt die Kraft :calle:

unregistriert

12

Dienstag, 28. Oktober 2014, 09:45

SSS Theorie (...) höchste Durchfallerquoten im Fach Schiffahrtsrecht.



ganz ehrlich? Das wundert mich nicht wirklich.
Auch hier im Forum offenbart sich häufig, wie oft die Regeln wissentlich (und gelegentlich auch unwissentlich) gebrochen werden; meist mit völlig sinnfreien und hanebüchenen "Begründungen" wie "das machen an der Stelle alle so" oder der kosequenten Ingnorierung der konkreten Regel und stattdessen der Anwendung irgendwelcher Generalparagrafen ..
Und wenn man dann liest, dass Jene zusätzlich behaupten, dass sich die theoretische Kenntnis NUR aus der Praxis ergeben kann, dann schreiben solche Kandidaten eben ein "ungenügend" in der Rechtsklausur ...



ABER!!
DAS kann einem SFler nicht passieren, denn wer für den SSS/SHS büffeln will liest und lernt hier

unregistriert

13

Dienstag, 28. Oktober 2014, 09:53

Das Geld sitzt nicht mehr so locker, die jüngerer Generation chartert lieber an verschiedenen Stellen und es ist weniger Zeit für Freizeit vorhanden.



JA!
und das ist auch gut so!

denn seien wir ehrlich:

wer hat schon Lust, ständig am gleichen Ort zu segeln statt sich nach 2/3/4 Stunden Flug ein neues, spannendes, Revier zu ersegeln
wer hat schon Lust, mit jedem Jahr das vergeht ein älteres Modell des Bootes zu besitzen statt von Mal zu Mal sich des neuesten Schiffes zu erfreuen
wer hat schon Lust, ständig rumzuschrauben und rumzubasteln statt bei einer Panne sich ein neues Schiff geben zu lassen
wer hat schon Lust, auf halbwegs vernünftiges Wetter zu warten oder zu verzichten statt den Segelort nach klimatischen Bedingungen auszusuchen
wer hat schon Lust, das vorhandene Kapital in ein Objekt zu versenken was zwei Tage nach dem Kauf praktisch nix mehr wert ist statt eine überschaubare Summe jährlich auszugeben und bei Krise eben nicht


alles sehrsehr gute Gründe FÜR Charter.
Und alles sehrsehr gute Gründe für SpoBo und SKS.

Tom

Kapitän

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Heimathafen: Makkum

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14

Dienstag, 28. Oktober 2014, 09:56

SSS Theorie (...) höchste Durchfallerquoten im Fach Schiffahrtsrecht.



ganz ehrlich? Das wundert mich nicht wirklich.
Auch hier im Forum offenbart sich häufig, wie oft die Regeln wissentlich (und gelegentlich auch unwissentlich) gebrochen werden; meist mit völlig sinnfreien und hanebüchenen "Begründungen" wie "das machen an der Stelle alle so" oder der kosequenten Ingnorierung der konkreten Regel und stattdessen der Anwendung irgendwelcher Generalparagrafen ..
Und wenn man dann liest, dass Jene zusätzlich behaupten, dass sich die theoretische Kenntnis NUR aus der Praxis ergeben kann, dann schreiben solche Kandidaten eben ein "ungenügend" in der Rechtsklausur ...



ABER!!
DAS kann einem SFler nicht passieren, denn wer für den SSS/SHS büffeln will liest und lernt hier

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass in der Seerechtsprüfung SSS und SHS bestimmte Formulierungen erwartet werden, diese aber offiziell nicht kommuniziert werden.

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15

Dienstag, 28. Oktober 2014, 10:13

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass in der Seerechtsprüfung SSS und SHS bestimmte Formulierungen erwartet werden, diese aber offiziell nicht kommuniziert werden.

Dabei kann es sich doch aber nur um Formulierungen handeln, die so oder so ähnlich auch in den KVR zu finden sind.
Alles andere macht m.M. nach keinen Sinn.
@Tom:Oder hast du deutlich andere Erfahrungen gemacht? Wenn ja, beschreib die mal bitte. Das würde mich extrem interessieren.
LG, Christoph

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16

Dienstag, 28. Oktober 2014, 10:20

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass in der Seerechtsprüfung SSS und SHS bestimmte Formulierungen erwartet werden, diese aber offiziell nicht kommuniziert werden.

Es wäre die Aufgabe der Ausbilder auf diese Formulierungen einzugehen. Bzw. könnten diverse Formulierungen fallweise auch verbessert werden, wenn mißverständlich. Die Formulierungshürde besteht auch teilw. in Ö und wahrscheinlich überall.

Etwa hatte ich bei meiner Theorieprüfung die Frage:
Was bereiten sie bereits im Hafen vor, wenn draußen 5-6 Bft zu erwarten sind. Eine der möglichen Multiple Choice Antworten war: Ich setze ein Reff.
Dabei war nicht definiert mit welchem Schiff man ausläuft. Bei einer Jolle wird wohl jeder bereits im Hafen ein Reff einbinden, bei einem 45 Füsser mit Rollgroß wird man aber meist erst nach Verlassen des Hafens Segel setzen. Richtig war in dem Fall diese Antwortmöglichkeit anzukreuzen.

freundliche Seglergrüße
Hermann


live the dream between sky and sea

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17

Dienstag, 28. Oktober 2014, 10:24

in der Seerechtsprüfung SSS und SHS bestimmte Formulierungen erwartet werden, diese aber offiziell nicht kommuniziert werden.



Das sehe ich anders - es ist nix "geheimes" an juristischer Genauigkeit und dann folgender sprachlicher Präzision .

solang man glaubt, dass

B hat Vorfahrt weil "Lee vor Luv"

das Gleiche ist wie

die beiden Segelfahrzeuge haben den Wind von der gleichen Seite.
Fahrzeug A ist als luvwärtiges Fahrzeug gem Regel 12 a) ii) ausweichpflichtig; Fahrzeug B ist Kurshalter.

hat beim SSS/SHS (und selbst beim SKS) nix zu suchen!

Tom

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18

Dienstag, 28. Oktober 2014, 11:33

Es wäre die Aufgabe der Ausbilder auf diese Formulierungen einzugehen. Bzw. könnten diverse Formulierungen fallweise auch verbessert werden, wenn mißverständlich. Die Formulierungshürde besteht auch teilw. in Ö und wahrscheinlich überall.

Ganz genau - hat dann beim SHS auch auf Anhieb geklappt :D






Zitat von »Tom«

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass in der Seerechtsprüfung SSS und SHS bestimmte Formulierungen erwartet werden, diese aber offiziell nicht kommuniziert werden.

Dabei kann es sich doch aber nur um Formulierungen handeln, die so oder so ähnlich auch in den KVR zu finden sind.
Alles andere macht m.M. nach keinen Sinn.
@Tom:Oder hast du deutlich andere Erfahrungen gemacht? Wenn ja, beschreib die mal bitte. Das würde mich extrem interessieren.

Das ist ja genau das Problem, es hat mit Sinnhaftigkeit nichts zu tun! Ursache ist wohl, dass die Prüfer vor Ort nicht in die Verlegenheit kommen sollen, mit den Prüflingen rumzudiskutieren (so hatte es mit mal einer der Prüfer unter der Hand erklärt)

Das sehe ich anders - es ist nix "geheimes" an juristischer Genauigkeit und dann folgender sprachlicher Präzision .


Doch, es geht genau um "geheime" Formulierungen, die vom DSV vorgeben werden. Es gab hier im Forum doch schon die ein oder andere Diskussion um teilweise falsche Formulieren, die aber genau so verlangt wurden. Und dein Beispiel ist ein klassisches Beispiel, dass inzwischen jeder kennen sollte, da schon falsche Begriffe verwendet werden.
Von daher ist dein Hinweis auf SKS schon richtig.

Leider sind die Scheine bei mir schon einige Zeit her, so dass mir keine Beispiele mehr einfallen. An der SSS Seerechtsprüfung bin ich aber fast verzweifelt.

Löhni

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19

Dienstag, 28. Oktober 2014, 11:34

Das Geld sitzt nicht mehr so locker, die jüngerer Generation chartert lieber an verschiedenen Stellen und es ist weniger Zeit für Freizeit vorhanden.



JA!
und das ist auch gut so!

denn seien wir ehrlich:

wer hat schon Lust, ständig am gleichen Ort zu segeln statt sich nach 2/3/4 Stunden Flug ein neues, spannendes, Revier zu ersegeln
wer hat schon Lust, mit jedem Jahr das vergeht ein älteres Modell des Bootes zu besitzen statt von Mal zu Mal sich des neuesten Schiffes zu erfreuen
wer hat schon Lust, ständig rumzuschrauben und rumzubasteln statt bei einer Panne sich ein neues Schiff geben zu lassen
wer hat schon Lust, auf halbwegs vernünftiges Wetter zu warten oder zu verzichten statt den Segelort nach klimatischen Bedingungen auszusuchen
wer hat schon Lust, das vorhandene Kapital in ein Objekt zu versenken was zwei Tage nach dem Kauf praktisch nix mehr wert ist statt eine überschaubare Summe jährlich auszugeben und bei Krise eben nicht


Wer hat schon Lust, sich auf eine bis zwei Wochen Segeln im Jahr zu beschränken und jedes Mal alles private Gelump mit zum Boot schleppen zu wollen?
Wer hat schon Lust, für eine Woche Hochsaison-Segeln mehr zu bezahlen, als ein anderer an Fixkosten für ein ganzes Jahr hat?
Wer wäre nicht stolz auf "sein" eigenes Boot, an dem er jeden Winkel kennt und weiß, wie es sich segelt und wie weit er damit gehen kann?
Wer hat schon Lust, sich mit Charterfirmen und Mitcharterern zu streiten und einen halben bis ganzen Urlaubstag mit dem Dokumentieren und Diskutieren von Schäden zu verschwenden?
Wer hat schon Lust, sich Wochen oder Monate vorher festzulegen und dann los zu müssen, egal was kommt?
Wer genießt es nicht, einfach tun und lassen zu können, was man will und spontan zu starten, wenn es einen juckt?


....auch wenn es anscheinend manchem schwer fällt, die Farben zu sehen - die Welt ist nicht nur Schwarz&Weiß
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

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20

Dienstag, 28. Oktober 2014, 11:56

Nur zum Spaß ein paar Antworten:

Wer hat schon Lust, sich auf eine bis zwei Wochen Segeln im Jahr zu beschränken und jedes Mal alles private Gelump mit zum Boot schleppen zu wollen? Was spricht dagegen zB. 6 Wochen im Jahr in verschiedenen Revieren zu chartern? Für mich nichts. :D
Wer hat schon Lust, für eine Woche Hochsaison-Segeln mehr zu bezahlen, als ein anderer an Fixkosten für ein ganzes Jahr hat? Man muß ja nicht zwangsläufig in der Hochsaison chartern und auch nicht einen Katamaran um 12.000 Euro. Anderswo ist es auch in der Nebensaison sommerlich. :sonne:
Wer wäre nicht stolz auf "sein" eigenes Boot, an dem er jeden Winkel kennt und weiß, wie es sich segelt und wie weit er damit gehen kann? Wenn ich mir das Personal leisten könnte, das Schiff immer dort verfügbar zu halten wo ich segeln will wäre das schon was. :calle:
Wer hat schon Lust, sich mit Charterfirmen und Mitcharterern zu streiten und einen halben bis ganzen Urlaubstag mit dem Dokumentieren und Diskutieren von Schäden zu verschwenden? Daß Charterer angeblich mehr Schäden und in Folge dieser mehr Streit haben ist ein interessantes Argument :rolleyes:
Wer hat schon Lust, sich Wochen oder Monate vorher festzulegen und dann los zu müssen, egal was kommt? Ich finde es nicht schlimm mich ein halbes Jahr lang auf die Karibik zu freuen und dann los zu "müssen". :)
Wer genießt es nicht, einfach tun und lassen zu können, was man will und spontan zu starten, wenn es einen juckt? Wenn man mit Freunden zusammen segeln will muß man auch als Eigner die eigene "Spontanität" auf den Terminkalender der Freunde abstimmen. :tauziehen:


Das hat aber alles nix mit dem eigentlichen Thema zu tun. ;)

freundliche Seglergrüße
Hermann


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