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Dauphine

Offizier

  • »Dauphine« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 181

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1

Montag, 1. Februar 2016, 22:08

SSS im Selbststudium?

Hallo,
Ich will mir den Sportseeschifferschein (SSS) antun. Habe eine Unterrichtsstunde in einer Segelschule genossen und frage mich danach, ob eine Prüfungsvorbereitung im Selbststudium nicht auch einer Überlegung wert wäre. Hat jemand beim SSS Erfahrungen damit gesammelt? Wenn ja, welche? Ich bin für jeden kompetenten Tipp als Entscheidungshilfe dankbar.
Viele Grüße
Heiko
Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit. :segeln:

2

Montag, 1. Februar 2016, 22:41

Hallo Heiko,

ich hab den SSS wie die meisten Anderen Segler aus meinem Bekanntenkreis auch im Selbststudium gemacht. Meine Erfahrung dabei war, dass es auf jeden Fall möglich ist, aber auf jeden Fall Zeit kostet. Was definitiv hilft ist Erfahrung - möglichst aktive. Also selbst Törns machen, Verantwortung übernehmen, sich um Navigation und das Ankommen am Ziel Gedanken machen und immer wieder das Erlebte selbstkritisch zu reflektieren.

Für die Navigationsprüfung im SSS habe ich nach etwa 5000 Seemeilen, davon auch etliche im Englischen Kanal kaum lernen müssen. Was ich unbedingt empfehle ist aber ein langes Lineal. Wenn man quer über die Karte einen Kurs absetzen soll hilft das ungemein. Ich hatte Glück, dass es mir mit dem großen Navidreieck und dem Portland-Plotter gerade so für 98% der Strecke gereicht hat.

Anders sieht es da mit Seerecht aus. Da kann ich als wertvolle Hilfe nur die erhältlichen Übungsbücher empfehlen - da wird in den Musterantworten auch kenntlich gemacht, welche elementaren Begriffe (etwa "Wegerechtschiff") man unbedingt im Rahmen der Antwort erwähnen sollte. Seerecht ist tatsächlich ein Fach, das man eher juristisch denken muss. Da wird sehr genau und differenziert gefragt und entsprechend treffend sollte man antworten. Ich habe mir nach dem ersten Versuch (ich hatte mich nicht vorbereitet, aber aus Interesse dennoch mitgeschrieben) angewöhnt, immer erst alle Teilfragen zu lesen bevor ich mit dem Antworten begonnen habe.

Seemannschaft: Stabilität, Schwerwetter, Sturmtaktiken ... dazu Erfahrung aus dem Bordalltag - damit kommt man schon ziemlich weit.

Bleibt noch das Wetter. Finde ich sowieso spannend und die Zusammenhänge und Charakteristika des Wetters in unseren Breiten waren auch das Kernthema meiner mündlichen Prüfung (das war auch der erste Versuch und offenbar hatte ich nicht ausreichend intensiv die verschiedenen Windsysteme um das Mittelmeer gelernt). Ich war wirklich begeistert von der Mündlichen - nicht nur, weil ich am Ende bestanden habe, sondern auch, weil sie wirklich praxisnah war und an Hand einer Bodenwetterkarte die Fragen immer tiefgründiger wurden, bis wir am Ende die Karte bis aufs letzte Symbol und Zeichen und darüber hinaus auseinander genommen hatten.

Zusammengefasst: Ein Kurs bringt Dich in wahrscheinlich 1/4 der Zeit genauso zum Schein wie das Selbststudium. Ich fand es schön mich mit all den einzelnen Aspekten jeweils selbst auseinanderzusetzen und mir die Zusammenhänge zu erarbeiten, aber das ist sicher auch eine Typfrage.
Irgendwann demnächst steht auch der SHS auf dem Plan. Da werde ich es wieder genauso machen.

Liebe Grüße
Christian
Über den Wind können wir nicht bestimmen.
Aber wir können die Segel richten.

Segelausbildung im Berliner Hochschulsport: www.team-seesegeln.de

FireAngel

Proviantmeisterin

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Rufzeichen: ...Schwesteeeer!...oh, Entschuldigung...Frau Dokter!

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3

Montag, 1. Februar 2016, 22:55

Hallo Heiko,

ich habe in Ermangelung eines passenden Kurses hier mitten in der Pampa früh die Idee, das autodidaktisch durchzuziehen. Hab hier vor nicht allzu langer Zeit entsprechende Beiträge zur Mündlichen geschrieben. Solange man eine gewisse Selbstdisziplin und Zeit mitbringt sowie seine eigenen Lerngewohnheiten kennt, ist das kein Problem und durchaus machbar. Für Fragen gibts ja hier das Forum :jump:
Ach ja, ich vergaß, etwas Leidensfähigkeit wäre auch gut - ist halt viel trockene Theorie und manches Mal erlebt man eine Durststrecke.....

Christians Empfehlung mit der Erfahrung kann ich nur unterstreichen!

lg,
Conny
The pessimist complains about the wind,
the optimist expects it to change,
the realist adjust the sails!

4

Montag, 1. Februar 2016, 23:14

Hallo Heiko,

klar geht das, das haben ja auch schon viele so gemacht, so auch ich vor einigen Jahren bei der theoretischen Prüfung. Ich schließe mich Christians Hinweisen vollständig an, wobei der wichtigste Punkt am Ende steht: es ist eine "Typfrage". Wenn du gut autodidaktisch lernen kannst und bereit bist, dir den Stoff systematisch zu erarbeiten, rate ich dir nur zu. Andere Leute lernen besser in einem Kurs, auch gut. Da ich dich nicht kenne, kann ich das bei dir auch nicht einschätzen, da musst du selbst mal in dich gehen. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du es ja mal versuchen. Besorge dir die Standardliteratur (gelbes Buch, kommentierte KVR, Wetterbuch, ...), such dir die vielen Beispielaufgaben aus dem Netz zusammen usw., Hinweise gibt es in vorherigen Trööts hier im Forum schon genug. Und dann schau mal wie weit du kommst. Im schlimmsten Fall versemmelst du die Prüfung, was aber außer ein paar Prüfungsgebühren auch keine weiteren Konsequenzen hätte. Den Kurs kannst du immer noch buchen, wenn du nicht mehr weiter kommst. Der große Vorteil beim Selbststudium ist aber, dass man den Stoff beim eigenständigen Erarbeiten gründlicher und tiefergehender lernt als wenn man ihn vorgekaut kriegt mit dem Risiko, ihn mehr zu rezitieren. Für mich war es anstrengend, hat aber auch viel Spaß gemacht. Also: Nur Mut und viel Erfolg!

Marcel

smurfi

Salzbuckel

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5

Montag, 1. Februar 2016, 23:31

Ich hab damals es sehr genossen, von den Erfahrungen und Fragen der anderen, ebenso recht erfahrenen Kursteilnehmer zu profitieren - sicherlich kann man das auch selbst lernen, Disziplin vorausgesetzt, aber im Team war das für mich sowohl einfacher als auch lehrreicher.

Zudem kommt das auch sehr auf die Segelschule drauf an - ich hatte das Glück, an reine Enthusiasten geraten zu sein, die ebenso aus (sehr reflektierter) Erfahrung berichten konnten,
und die in der Praxis diese Erfahrung auch weitergeben wollten - sehr sehr toll. Für mich war das sicher der beste Weg.
... Das Leben ist zu kurz, um langsam zu segeln ..
(Anm. d. Aut.: ... oder das falsche Boot...)

Beiträge: 13

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6

Dienstag, 2. Februar 2016, 05:43

Ich habe den SSS auch im Selbststudium gemacht. War kein Problem. Ich denke auch dass es sehr von der Schule abhängt ob es Sinn macht oder nicht. Wenn mir der Lehrer nur den Stoff runterbetet kann ich mir das Geld sparen.

bluelayla

Seebär

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7

Dienstag, 2. Februar 2016, 06:06

Die Theorie kann man definitiv im Selbststudium machen. Auch die Segelschulen gehen davon aus, dass man den Großteil alleine lernt.
Vor der Naviprüfung hatte ich am meisten Respekt, deshalb hatte ich ein "SSS-Navigationswochenende" bei einer Schule gebucht, das ich mir besser gespart hätte. Der Lehrer war völlig überfordert und schlecht vorbereitet, die 2 Tage haben mich mehr geärgert, als dass es mich vorangebracht hätte.
Beim SHS haben wir uns deshalb von Anfang an in einer Lerngruppe (mit SFlern aus dem Forum) zusammengetan, das war am allerbesten. Wenn man sich alle paar Wochen trifft und offene Fragen diskutieren kann, dann macht das Spaß und wird was.

Für die praktische SSS-Prüfung ist dagegen der Weg über eine Schule schon nicht schlecht, zumal man ja ein Schiff benötigt, das die Voraussetzungen erfüllt. Hier würde ich definitiv eine Schule wählen, die regelmäßig SSS-Prüfungen auf eigenen Booten anbietet und nicht nur 2x im Jahr auf irgendeinem Charterschiff (da könnte ich haarsträubende Dinge erzählen). Da bleiben eigentlich nur etwa 3 Anbieter übrig...

columbus488

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8

Dienstag, 2. Februar 2016, 07:20

Wir haben die Vorbereitung zum SSS als Lerngruppe zu viert gemacht, hat viel gebracht...
Ich persönlich fand die Navigationsprüfung gar nicht soooo schwer, war auch beim ersten mal durch, Seerecht habe ich im zweiten Anlauf geschafft... Seemanschaft und Wetter hab ich dann nicht mehr gemacht, Zeitmangel und die Einsicht in die fehlende Notwendigkeit... ;)

Aber wie gesagt. Eine Lerngruppe ist sehr gut für die Vorbereitung....

Wir haben dann alle 4 Prüfungen auf einmal geschrieben, erst mal nur um zu sehen, was und wie das abgeht. Anschließend konnte sich dann jeder auf das konzentrieren, was noch fehlte..
There's a fog along the horizon, A strange glow in the sky, And nobody seems to know where it goes And what does it mean?
Oh, is it a dream?
(Art Garfunkel; Bright Eyes)

bluelayla

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9

Dienstag, 2. Februar 2016, 07:30

Ich persönlich fand die Navigationsprüfung gar nicht soooo schwer, war auch beim ersten mal durch, Seerecht habe ich im zweiten Anlauf geschafft...


Ja, meine SSS-Naviprüfung war auch nicht soo schwer, aber da scheint es auch eine gewisse Streuung an Schwierigkeitsgraden je nach Tagesform der Aufgabensteller zu geben. Es muss aber ja auch noch einen Abstand zum SHS geben, da fand ich Navi jedenfalls schon sehr anspruchsvoll. Bei Seerecht steht und fällt alles mit den KVR, aber das hatten wir ja hier schon an anderer Stelle. Radarplotten ist auch nicht ganz ohne, aber beim SSS geht das noch, weil man da noch keine Ausweichkurse berechnen muss (was ich eigentlich nicht richtig finde, aber das wäre schon das nächste Thema....).

Sehbeer

Leuchtturmwärter

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10

Dienstag, 2. Februar 2016, 08:26

Ich habe mit einem Kurs an einer Segelschule angefangen. Angesichts der abbröckelnden Mitstreiter hatte sich das aber nach der Hälfte erledigt und ich bin ins Selbststudium übergegangen. Wobei der Teil, der noch im Kurs lief, auch nicht so viel anders war als der Teil im Selbststudium. Tun muss man halt abends zu Hause schon mal selber was. Mit Kurs war es halt einfacher meinen Arsch hoch zu kriegen.

Zu dem Naviteil hier noch eine Anmerkung, die von meinen Vorrednern so noch nicht gefallen ist. In der Vorbereitung und dann natürlich auch in der Prüfung kommt es darauf an, in kurzer Zeit mit guter zeichnerischer Präzision die Aufgaben zugig zu lösen. Langes Überlegen ist nicht drin. Alles muss sitzen und man muss es dann effektiv abarbeiten und dabei nicht an den "Bleistiftstrichen schlampen".

Falls ich irgendwann mal den SHS angehen werden - ich glaube im Moment nicht, dass das mal was wird :gaehn: - werde ich es voraussichtlich im Selbststudium machen.
liebe Grüße

Mattze :Kaleun_Sleep:

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11

Dienstag, 2. Februar 2016, 11:27

Selbststudium klappt durchaus, wenn du der Typ bist, der alleine lernen kann UND der die nötige Selbstmotivation und Disziplin aufbringt.
Die braucht's nämlich, um sich immer wieder selbst in den Hintern zu treten und von der Couch zu holen.

Vielleicht noch ein Tipp zu empfohlener Literatur für das Selbststudium:

das didaktisch unsägliche aber leider einzige Buch zum Thema und somit unumgänglich:
Sportseeschifferschein v. Haeften, Schulz
Übungen und Aufgaben und dazu das
Begleitheft

Das ist aber in keinem Fall ausreichend und erschöpfend. Weiterhin würde ich empfehlen:

Seemannschaft Standardwerk
KVR/SeeSchStrO dabei drauf achten, dass es die aktuelle Fassung ist, sonst was anderes besorgen
Wetter auf See ist in meinen Augen viel anschaulicher und übersichtlicher als Seewetter; Hans-Jörg Nafzger ist Segler und Prüfungsvorstand in HH, Boris Herrmann Hochseesegler. Wenn du "Seewetter" bekommen kannst, besorg es dir; die Prüfungsaufgaben beziehen sich oft auf dieses Buch.
Radar kannst du auch gut zusätzlich mit dem Material von Lutz Böhme abarbeiten

zusätzlich würde ich als Hintergrundliteratur empfehlen:

Schwerwettersegeln
Skippertraining
und eventuell eine englische Ausgabe der KVR, den Rules of the Road zum besseren Verständnis

Die Liste ist sicher nicht vollständig, liefert aber vielleicht ein paar Anhaltspunkte. Wenn du irgendwo her Skripte von Segelschulen bekommen kannst, sind
die natürlich auch eine große Hilfe.

Es macht übrigens durchaus Sinn, den SKS Stoff vorher noch mal durchzugehen und sich ebenso noch mal mit Funk zu beschäftigen.

Wird schon schief gehen! ;)
LG, Christoph

Voyaging under sails is one of the most deeply satisfying experiences in life.

12

Dienstag, 2. Februar 2016, 13:08

Das wurde hier dschon oft diskutiert. Insofern könnte das bisher geschriebene für dich interessant sein.

Da die Forumssuche sowas nicht findet, hab ich hier mal nen modifizierten Google-Link für dich:

https://www.google.de/search?q=SSS+site:…CCeGjyAPEk6XwBw
Gruß
der Michael

:D

Sehbeer

Leuchtturmwärter

Beiträge: 61 417

Wohnort: Emden

Heimathafen: 26723 Emden

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13

Dienstag, 2. Februar 2016, 13:14

Ich möchte zu der guten Bücherliste von Lütt Matten noch dieses Buch ergänzen: Übungsaufgaben: für die schriftliche Prüfung zum Sportsee- und Sporthochseeschifferschein hier sind sehr sehr "prüfungsnahe" Fragestellungen mit Musterantworten veröffentlicht.


Es macht übrigens durchaus Sinn, den SKS Stoff vorher noch mal durchzugehen
Den ein oder anderen SSS-Inhalt fand ich im Dreyer: Sportküstenschifferschein & Sportbootführerschein See: Mit amtlichen Fragenkatalogen / Mit SSS Prüfungsstoff ganz nett bzw. überhaupt erst erklärt.


das didaktisch unsägliche aber leider einzige Buch zum Thema und somit unumgänglich:
Sportseeschifferschein v. Haeften, Schulz
und keine Angst, das grüne Buch zu SHS ist da noch schlimmer ;)
liebe Grüße

Mattze :Kaleun_Sleep:

Yachtcoach

St. Lubentius des Forums

Beiträge: 6 440

Wohnort: mittendrin

Schiffsname: wechselt und daher auch nicht wie Frauennamen auf den Arm tötowiert

Bootstyp: Ja ...sagt man von mir....

Im Marktplatz: 3

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14

Mittwoch, 3. Februar 2016, 14:59

meine 5 cent dazu :

* wie Christoph oben schön beschrieben hat, man muss auch lernen können. Das betrifft alls sogenannten Do-it-yourself Scheinaspiranten !
* Nicht jeder ist in der Lage, sich den SS / SHS-Stoff (der ja nun beileibe kein VHS- Weekend-Projekt ist) sinnvoll zu erarbeiten.
* manche lernen aber und auch gerade durch die Fehler, oder das Veirren bzw. Verzetteln in die ungewollte Richtung. Denn das bleibt hängen.
* Man kann bzw. bauch nicht nur mit der gängigen SpoBo-Literatur arbeiten. Es gibt hi und da, auch zum vertiefen, Literatur der Seefahrtshochschulen und anderes.
Habe selbst u.a früher mit den Werken von W.Paul "Auslegungen zur KVR, Seeverkehrsrecht" und anderen gute Erfahrungen gemacht.

* leider gibt es auch sogenannte Crash-Schulen und Schein-Erwerbsvermittler, die machen es ganz clever:
sie nehmen gutes Geld vom Teilnehmer, dann "bildet mal Arbeitsgruppen" , dann legen sie die gängige Schein-Literatur auf den Tisch...
und lassen die Teilnehmer dann doch....... es sich quasi selbst erarbeiten ?

insofern ist das Selbsterarbeiten unter den oben erwähnten Vorraussetzungen machbar und erfolgreich..... wenn man sich wirklich die Zeit nimmt und Energie aufwendet.
Mit einem guten vielleicht auch idealistischen Ausbilder, der eigene Praxiserfahrung hat, dürfte es etwas flotter, einfacher und vielleicht Hintergrundwissen-basierter sein.
Wenn man bedenkt, das ein großer Teil des SHS-stoffes dem der Hochschule ähnelt bzw. gleicht, dann geht man mit dem nötigen Respekt und vor allem der Zeitreserve daran.
Denn die muss man sich schon nehmen. Auch wenns nicht auf den ersten Rutsch alles klappt... dafür gibt es die Möglichkeiten der verschiedenen Fachgebiets-Module.

Es ist eben nix, was man eben am Weekend im VHS-Workshop ersitzt.
Heißt ja nicht umsonst "höhere Weihen" !
Wünsche allen viel Erfolg !

;)

p.s. auch der unlängst hier im KIndle-Trööt erwähnte Müller / Kraus "Handbuch der Schiffsführung" ist da ungemein hilfreich.
Selbst, wenn veraltet. Die grundsätzlichen Dinge verändern sich nur selten oder wenig.
Die einzelnen kapitel z.B. Navigation etc. haben jedoch etwa 30 MB.
Watt solls - ich stell mal ne Volumensliste ein. Da kann ja jeder prüfen, ob das in seinem mailanhang geht. index.php?page=Attachment&attachmentID=196780
Ansonsten PN...

;)
ja...der redet und schreibt auch ungefragt....wer wissen will was....liest da :


http://www.my-seaside.net/html/kolumne.html . ... -.....QUERULANT= https://blog650.wordpress.com ... - ......HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com ......-........http://www.wassersport-pool.info ..[/align]

15

Mittwoch, 3. Februar 2016, 15:43

Hallo,

ich habe eine Segelschule bevorzugt, da die SSS Prüfung sehr theorielastig ist und ich in meiner Segelschule,

außer die die Themen zur Prüfungsvorbereitungen lernen, darüber hinaus viel mitbekommen habe.

Wenn jemand schon ein paar tausend Seemeilen hinter sich hat, geht der das anders an als ich mit SKS Wissen.

LG JÜrgen

88markus88

Salzbuckel

Beiträge: 3 089

Wohnort: Frankfurt

Schiffsname: Aquileia

Bootstyp: Sailart 24

Heimathafen: Edersee

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16

Mittwoch, 3. Februar 2016, 20:13

Die SSS Theorie ist wirklich SEEEHR theoretisch - mit einem Haufen Zeug, auf das du gar nicht kommst, wenn du dir mit gesundem Menschenverstand die Bücher durchliest. Standard-Fragenkataloge gibt es ja leider nicht...

Ich war in einer Schule mit viel Sachverstand das hat mir auch unabhängig von der Prüfung viel gebracht. Sehr geholfen hat auch, dass die Trainer ziemlich genau wußten, was an Fragen kommt uns uns auch darauf gezielt vorbereitet haben. Ein Beispiel: Ich wäre nie im Leben darauf gekommen, dass die sogenannten "Grenzkurse" - also aufs Grad genau, in welchem Kursbereich ein Schiff, dessen Hecklicht / Toplicht / Posi man sieht für irgendetwas relevant sein könnten... und das kam tatsächlich dran.

Meine 5 cents: erkundige dich danach, welche Schule in deiner Gegend gut ist, und investier das Geld. Das kann dir eine Menge Zeit und Frust sparen - wie weiter oben schon stand, eine gewisse Leidensfähigkeit brauchst du für diese Prüfung ohnehin.

P.S.: Ich würde heute den SSS nicht mehr machen - vom Yachtmaster hast du mehr :)

17

Freitag, 5. Februar 2016, 16:18

Ich habe die Sache im Selbststudium - mit Hilfe von Fernkursunterlagen - gemacht. Prüfungen jeweils 2 auf einmal abgelegt, alles auf Anhieb bestanden. Ich würde es wieder so machen. Wenn man sich alleine mal verrennt und wieder rauskommt, dann lernt man mehr als durch Vorbeter. Unter dem Strich hilft sowieso nur üben - üben - üben, damit Routine und Tempo für die Prüfung reichen. Die man ebenfalls alleine bestehen muss. Mir hat es Spass gemacht, und lange Winterabende verkürzt. Letzlich bleibt es eine Typsache.
Gruss,
Christof

18

Freitag, 5. Februar 2016, 16:43

@Chris64: Was schätzt du, wie viel Zeit du da brutto und netto investiert hast, um die SSS-Theorie zu bestehen?

19

Freitag, 5. Februar 2016, 17:45

@Robert_H: Gute Frage, habe das nicht genau aufgeschrieben. Habe jeweils gut 8 Wochen vor den Prüfungen (je 2 Fächer auf einmal) angefangen. An den Wochenenden Samstag und Sonntag jeweils 2-3 Stunden, vielleicht auch mal 4, ansonsten lagen die Theorieunterlagen auf dem WC :rolleyes: . Oder neben dem TV-Sofa. Da kam schon was zusammen, das könnten folglich ca. 25-30 Std. pro Fach gewesen sein. Vielleicht auch 35. Dabei war aber auch so manches links und rechts vom eigentlichen Prüfungsstoff, mir hat es halt Spass gemacht, und gerade Wetter finde ich einfach spannend.
Gruss,
Christof

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Chris64« (5. Februar 2016, 19:08)


20

Freitag, 5. Februar 2016, 17:53

@Chris64: Da hätte ich fast mehr Stunden erwartet. Hast du irgendwelche Vorbildungen oder bist du Lernen sowieso gewöhnt?

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