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Montag, 17. Juli 2017, 13:43

Anfänger: Mein Plan zum eigenen Urlaubs Törn

Liebe Community,

ich möchte mich zunächst vorstellen. Ich bin Promotionsstudent, 26 Jahre alt, und wohne aktuell in NRW (Bonn/Köln). Nach einem spontanen 2-Stunden-Kurz-Segel-Abenteuer vor einigen Wochen bin ich auf den Segel-Geschmack gekommen und würde das Handwerk nun gerne selbst erlernen.
Ich habe im Großen und Ganzen keinerlei Segelerfahrung oder andere Erfahrung mit Booten. Erklärtes Ziel: ich möchte in der Lage sein einen Urlaubstörn ohne Skipper zu machen (gemeinsam mit Freunden/Familie ohne Segelerfahrung; im Idealfall Türkei, Kroatien, Griechenland o.ä.). Nachdem ich mich nun etwas mit der Materie beschäftigt habe, hat sich meine erste Hoffnung auf einen eignen Törn 2018 etwas nach hinten verschoben. Ich habe das Thema wohl etwas unterschätzt :O
Meinem Verständnis nach sollte mein Plan nun ungefähr wie folgt aussehen:

  1. SBF (ca. 500€)
  2. SKS, inkl. Übungstörn (ca. 500€)
  3. Mitsegeln/Hand gegen Koje (ca. 300€-500€ pro Trip)
  4. Skipper Training (ca. 500€)

Die Reihenfolge (vor allem Punkt 3) ist hierbei natürlich nicht in Stein gemeißelt. Mit dem SBS, SKS und einem Skipper Training sollte ich zumindest die formellen Voraussetzungen für einen Charter erfüllen. Ist es grundsätzlich realistisch 2019 bereits einen eigenen Törn zu unternehmen? Meine Frau wird planmäßig auch den SBF und SKS machen, sodass sie zumindest ein grundsätzliches Verständnis vom Segeln hat bevor wir gemeinsam aufbrechen werden. Leider befinden sich weder in unserem Freundes- noch Familienkreis Segler, von deren Erfahrungen ich profitieren könnte.
Da mir niemand von Euch beantworten kann, wann ICH bereit für solch ein Abenteuer bin würde ich mich über Erfahrungsberichte freuen. Bei wie vielen Törns wart ihr dabei, bevor ihr selbst gechartert habt? Wie viel Erfahrung würdet ihr empfehlen? Ist es vielleicht sogar unverantwortlich mit nur wenig Erfahrung einen eigenen Törn zu organisieren oder reichen ein paar Törns als Crew schon aus um bereits selbst ins kalte Wasser zu springen? Ich halte mich selbst für einen schnellen Lerner - ich würde solch ein Abenteuer allerdings niemals antreten, wenn ich mich dabei nicht 100%ig sicher fühle (egal ob keine oder 20 Jahre Erfahrung).
Gibt es Erfahrungen mit guten Schulen/Trainings (gerne NRW und Umgebung, alternativ zumindest Deutschland/Holland). Idealerweise Kompaktkurse.

Viele Grüße
Nurik

PS: Mir ist durchaus bewusst, dass es auf die meisten meiner Fragen keine klare Antwort gibt. Daher freue ich mich auf Meinungen und/oder Erfahrungen

2

Montag, 17. Juli 2017, 14:09

Erstmal kurz zur formalen Sicht. Wenn ich etwas mehr Zeit habe, schreibe ich später gerne noch was zu meiner Segel-Vita.
Mit dem SBS, SKS und einem Skipper Training sollte ich zumindest die formellen Voraussetzungen für einen Charter erfüllen
In der Regel findest Du auf den Charterbooten in den genannten Revieren eine UKW-Funke. D.h. dann brauchst Du für die Formalitäten auch noch ein SRC.

Ich denke, die nächsten und ausführlicheren Antworten werden nicht lange auf sich warten lassen. Wenn ich heute Abend Zeit habe, schreibe ich auch gerne noch mehr zu meinen persönlichen Erfahrungen. Bin gespannt, was bis dahin hier passiert ist :D

3

Montag, 17. Juli 2017, 14:30

D.h. dann brauchst Du für die Formalitäten auch noch ein SRC.
Stimmt, das habe ich in meiner Aufstellung doch glatt vergessen - danke :)

4

Montag, 17. Juli 2017, 14:39

Die Reihenfolge (vor allem Punkt 3) ist hierbei natürlich nicht in Stein gemeißelt. Mit dem SBS, SKS und einem Skipper Training sollte ich zumindest die formellen Voraussetzungen für einen Charter erfüllen. Ist es grundsätzlich realistisch 2019 bereits einen eigenen Törn zu unternehmen?

Kommt darauf an. Ich habe es noch nie verstanden, warum man gleich Riesenpötte mit >30 ft haben will, so als Neuling. Die einfachste Art, einen eigenen, selbstbestimmetn Segelurlaub zu machen ist,

1.) Segelkurs / Jollenschein und segeln segeln segeln. Vielleicht in nem Verein, und dort auch Regatten (Vorschotpersonal wird erfahrungsgemäß häufiger gesucht)

2.) Mit nem kleineren Boot Wanderjolle / Kleinkreuzer o.Ä. in übersichtlichen Gewässern erste eigene Urlaube. Berlin-Brandenburger Raum, Müritzgebiet, Achterwasser / Peenestrom, vielleicht Friesland (kenne ich aber nicht).

Formelle Voraussetzungen brauchst Du dann gar nicht. Und wenn Du z.B. mal mit ner Sun2000 oder so bei echten 4 bft über die Müritz gesegelt bist, weißt Du, warum es gut ist, mit kleineren und unkomplizierteren Booten und Revieren zu beginnen.

5

Montag, 17. Juli 2017, 15:08

Ich habe einen ähnlichen Plan wie du. Im Besitz des SBF Binnen und See bin ich bereits.

Dass du mit dem SKS für 500,- € wegkommst, wage ich zu bezweifeln (lasse mich aber gerne eines Besseren belehren). Ich hatte für mich mal kalkuliert, dass ich mit 2x 7 Tage Praxis-Törn (du brauchst einen Nachweis von min. 300sm, welche in einem einwöchigem Segeltörn kaum zu erreichen sind), Lehrmaterial, Prüfungskosten etc. bei ca. 2.000,- € lande.

Anschließend noch Hand gegen Koje und Skippertrainings zu machen, finde ich sehr lobenswert. Klar, man lernt nie aus - jedoch war ich immer davon ausgegangen, dass derjenige, der im Besitz des SKS ist, auch tatsächlich eine Yacht führen kann.

Im Zweifelsfall würde ich Hand gegen Koje vor dem SKS machen, bis du 150sm gesammelt hast und anschließend dann auf einem Praxistörn die weiteren 150sm sammeln und die Prüfung ablegen.

Kokopelli

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6

Montag, 17. Juli 2017, 15:19

Mitsegeln/Hand gegen Koje (ca. 300€-500€ pro Trip)
Davon mehr als einen Törn, gerne auch in verschiedenen Revieren. Dabei findest du selbst die Antwort auf diese Frage:
reichen ein paar Törns als Crew schon aus um bereits selbst ins kalte Wasser zu springen?
Will sagen: es ist natürlich individuell verschieden, wie schnell jemand lernt und Sicherheit in der Schiffsführung gewinnt.

Ich habe, kaum dass ich den BR-Schein (heute SKS) in der Tasche hatte, mich von Freunden, die alle NULL Ahnung vom Segeln hatten, zur Charter überreden lassen. Es war aber nur ein kleines 8 m-Boot in Holland, also gut händelbar. In der Aufregung des ersten Ablegens gleich erstmal auf Schiet gesetzt und danach erst gemerkt, dass im holländischen Delta jeden Tag ein bis zwei Schleusen zu bewältigen sind. :erschrocken: Hatte mir natürlich keiner gesagt. Für mich war dann die beste Lösung erst dann in die Schleuse zu gehen, wenn sie recht voll ist, an anderen Booten längsseits festzumachen und denen die Leinenarbeit zu überlassen. Dies nur zur Anregung, dass man als Newbee sich tunlichst seinen Törn so einrichtet, dass man komplizierte, ungewohnte Manöver (Schleusen wird in keinem Segelkurs gelehrt) aus dem Weg geht. Und ganz sicher ist die Charter eines kleinen Bootes zu Anfang der richtige Weg. Damit kann man auch leichter brenzlige Situationen klären als mit einem 42 ft Bettenbomber.
Meine damalige Woche in Holland ist jedenfalls ohne Bruch abgegangen und mir noch immer in schöner Erinnerung.
Die Menschheit lässt sich in zwei Gruppen einteilen: Segler und vom Leben Benachteiligte.

Marinero

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7

Montag, 17. Juli 2017, 15:20


1.) Segelkurs / Jollenschein und segeln segeln segeln.
2.) Mit nem kleineren Boot Wanderjolle / Kleinkreuzer o.Ä. in übersichtlichen Gewässern erste eigene Urlaube



Ja, das macht wirklich Sinn. :good2:

Ein bisschen Jolle für's Gefühl bekommen und dann Binnen mit nicht mehr als 25 Fuss/2 Tonnen auf Tour gehen.

1. So ein Dampfer ist handlich und man kann noch mit Händen und Füßen bremsen und schiebt nicht gleich die gesamte Stegbeplankung beiseite, wenn's mal etwas zu forsch war.
2. Muss man sich Binnen weniger um Revier, Wetter, Hafen, Anlegemanöver etc. Gedanken machen und hat den Kopf für die Segelei frei. Beim "Urlaubstörn Türkei, Kroatien, Griechenland" kommt das alles noch zur Bootsbedienung dazu und kann schnell für Überforderung sorgen.



Mit 'ner guten Kautionsversicherung kann man natürlich auch mit dem druckfrischen SBF in der Hand unmittelbar loslegen..... :blind:

GiNsPaCe

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8

Montag, 17. Juli 2017, 15:39

du brauchst einen Nachweis von min. 300sm, welche in einem einwöchigem Segeltörn kaum zu erreichen sind
AHA! :ueberlegen:
Klar, man lernt nie aus - jedoch war ich immer davon ausgegangen, dass derjenige, der im Besitz des SKS ist, auch tatsächlich eine Yacht führen kann.
Gewagte These! Ich würde sagen: Führen DARF! Denn wenn man so Scheine so abspult, dann hat man Praxis & Erfahrung = 0!!!
Dat dauert .... ;)

Olaf_P32

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9

Montag, 17. Juli 2017, 16:17

Anschließend noch Hand gegen Koje und Skippertrainings zu machen, finde ich sehr lobenswert. Klar, man lernt nie aus - jedoch war ich immer davon ausgegangen, dass derjenige, der im Besitz des SKS ist, auch tatsächlich eine Yacht führen kann.
Das mit dem SBF ist genau so wie mit anderen Führerscheinen auch. Du hast die Erlaubnis zu fahren (darum heißt es ja auch Fahrerlaubnis) :)

Die Beherrschung kommt erst nach einigem Üben. Also mach die SBF´s und dann versuch dich an einem kleineren Boot. Die kann man übrigens auch im Urlaub für recht kleines Geld chartern. Und auch ein 15m Schiff macht erst Spass wenn man die Grundkenntnisse wirklich drauf hat.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

10

Montag, 17. Juli 2017, 16:25

Warum so kompliziert und so viele Schritte?

Ich habe (vor vielen Jahren) den A- und BR-Schein gemacht und mit meiner Frau zusammen dann in einem einfachen Revier das erste Segelboot gechartert. Naja, eher ein Böötchen mit seinen 23". Das Revier war damals bei mir Südholland, genauso gut könnte man aber auch das Ijsselmeer, Friesland, Müritz, Bodensee oder andere Binnenreviere nehmen. Mit wenig Erfahrung sollte man auch immer das Wetter im Auge behalten und ggf. auch mal 2 oder 3 Hafentage einlegen. Später haben wir dann noch einmal eine "Riesenyacht" mit 26" gechartert und noch später das erste Boot gekauft (auch 26").

Also ich würde auch heute empfehlen, die notwendigen Scheine zu machen und dann in einem überschaubaren Revier mit einem ebenfalls überschaubaren Boot (ich glaube heute fängt es eher mit 30" an) die ersten Erfahrungen machen. Wichtiger als zusätzliche Scheine oder Trainings halte ich eine gesunde Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten. 6 Bft. bei ablandigem Wind können für geiles Segeln stehen, gegenan z.B. auf der Nordsee aber auch für Schwerstarbeit.

11

Montag, 17. Juli 2017, 16:35

Hi,

Ganz unwichtig ist auch nicht der Wissens- und Fähigkeitsstand der Crew - der laut Deiner Aussage ja eher dürftig ist, was segeln anbelangt. D.h. Du musst da bei quasi allen Manövern für die Crew mitdenken. Daher wäre es sicher sinnvoll, wenn zumindest eine weitere Person Deiner zukünftigen Crew auch schon vor dem ersten eigenen Törn etwas Segel(schiff)erfahrung hätte. Die Revierauswahl und die Saison kann auch eine Rolle spielen, in Griechenland kann es je nach Revier ziemlich windig sein (Meltemi) mit entsprechendem Seegang, zur Zeit ist es dort wegen den Problemen in der Türkei auch recht voll. In Kroatien bläst auch gerne mal die Bora, und im Sommer ist dort auch ziemlich viel Betrieb. Gleiches gilt wohl auch für Länder weiter im Westen. In der Türkei ist es - wen wundert es - derzeit relativ ruhig, d.h. man hat viel Platz für Manöver und fühlt sich nicht gedrängt durch 5 hinter sich wartende Schiffe. Wenn Du Dir dann noch einen grösseren Golf (z.B. Göcek) aussuchst, hast Du eigenlich auch wenig Probleme mit Seegang, da sich der bei meist angenehmer Windstärke kaum aufbauen kann.

Gerne wird hier im Forum immer mal wieder als Grundvoraussetzung "Jollensegeln" angegeben. Das schadet sicher nicht, um das Grundverständnis für das Segeln zu bekommen, hat aber mit dem Führen einer grösseren Yacht nicht so wahnsinnig viel zu tun. Gerade die eher anspruchsvolleren Manöver wie z.B. das rk-Anlegen im Mittelmeer oder Ankern in der Bucht, macht man mit einer Jolle eher selten :D ...

Viele Grüsse,
Manfred

SYLuna

Leichtmatrose

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12

Montag, 17. Juli 2017, 16:41

2.) Mit nem kleineren Boot Wanderjolle / Kleinkreuzer o.Ä. in übersichtlichen Gewässern erste eigene Urlaube. Berlin-Brandenburger Raum, Müritzgebiet, Achterwasser / Peenestrom, vielleicht Friesland (kenne ich aber nicht).


so würde ich es auch machen. Such dir einen schönen Campingplatz oder eine Hütte in Friesland, miete dir eine Jolle (Polyvalk o.ä.) und geh segeln. Ist aus Köln in 3 Stunden zu erreichen. Vom Wetter her bekommst du alles geboten, was es auch auf dem größeren Teich gibt, es ist genug Platz zum Üben, es gibt traumhafte Häfen und Übernachtungsplätze und zusätzlich kannst du Kanalfahren und Schleusen üben, bis der Arzt kommt.
Bin ein paar Jahre dort und auf der Seenplatte Mc-Pomm mit einer Fam unterwegs gewesen und hab alle Fehler ausprobiert, die man so ausprobieren muss. Der Umstieg auf 31 Fuß und größeres Wasser fühlte sich dann irgendwann logisch an.

Viel Freude beim Segeln

Sebastian

(auch aus NRW)

13

Montag, 17. Juli 2017, 16:42

In der Regel findest Du auf den Charterbooten in den genannten Revieren eine UKW-Funke. D.h. dann brauchst Du für die Formalitäten auch noch ein SRC.
Im Mittelmeer nur in Kroatien

Grünling

Admiral

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14

Montag, 17. Juli 2017, 16:48

Okay, ich wollte dir jetzt auch erst empfehlen den Weg über Jolle/Kleinkreuzer zu gehen. Für das Geld von Null bis einschließlich erster Charterurlaub kann man auch von Null über gemietete Jolle bis hin zum eigenen Kleinkreuzer gehen. Und dann besitzt man ein Boot ;)
Hab dann aber nochmal deinen Beitrag gelesen: Du willst mit Freunden und Familie los.
Bei Freunden wäre das noch immer ein Weg. Du musst ja nicht als einziger alles lernen. Mit den Freunden die Interesse haben einen Grundkurs machen und dann paar Wanderjollen in Friesland mieten und los geht's. Einfach, Günstig, geiles erlebnis. Abends auf nem Marrekriteliegeplatz liegen, Grill anwerfen, Erinnerungen sammeln.
Knackpunkt kann ich mir vorstellen ist hier die Familie. ICH würde einen Törn mit Wanderjollen nicht mit meiner Familie machen. Und selbst mit Bea Orca (Meinem Kleinkreuzer/Wohnung) nur paar Stunden, nicht über Nacht. Die Eltern von Erwachsenen leuten tendieren einfach dazu schon ein gewisses Alter zu haben. Und auch wenn es Ausnahmen gibt: Die meisten Leute in einem gewissen Alter haben eben doch ein gewisses Komfortbedürfnis. Da müssen es schon abgetrennte Kojen sein, ein Kühlschrank und ein richtiges Klo, keine Pütz. Und dann ist man eben bei einer gewissen Größe.
Falls Familie hingegen Frau/Freundin und Kinder bedeutet würde ich in dem Alter zu nem Kleinkreuzer raten.

Persönlich würde ich wohl erstmal abklären in welcher Kombi ich am Ende tatsächlich segeln würde. Will die Familie überhaupt segeln gehen? Und was ist mit den Freunden? Und nicht mit einem "Joa... könnte joa mal lustig sein...", abspeisen lassen. Das wird nix. Wenn hingegen echtes Interesse da ist, dann würde ich zumindest einen Teil der Scheine und HgK-Törns gemeinsam machen wollen. Alleine schon damit du nicht am Ende als einziger überhaupt etwas übers Segeln weist.
Und nicht überrascht sein wenn dann aufeinmal das Interesse weg ist. Dann war es nie wirklich da und es ist fraglich ob der Törn zustande gekommen wäre.
Also, tatsächliche perspektivische Kombi abklären. Dann für einen Weg entscheiden - und den dann mit der zukünftigen Crew gemeinsam beschreiten.

15

Montag, 17. Juli 2017, 16:56

Wenn ich an meine allerersten Charter-Törns - unerfahren mit noch unerfahrener Familie - zurückdenke, wird mir im Nachhinein noch Angst und Bange. Wenn was schief ging, wusste ich manchmal lange danach noch nicht warum. Und ich wusste vor allem gar nicht, was ich alles nicht wusste. Den weiblichen 50% meiner Familie habe ich das Segeln damit dauerhaft verleidet.

Bei mir hat der Lern-Turbo angefangen, als mich ein guter Bekannter regelmäßig - auch in anspruchsvollere Reviere - als Co-Skipper mitnahm, und mich vieles alleine machen ließ, immer mit einem prüfenden Auge und einem guten Tipp zur Stelle, aber nur wenn ich wirklich danach fragte. Oder sich eine riskante Situation anbahnte, die ich noch gar nicht als solche erfassen konnte. Das war für mich eine ideale Konstellation wirklich Erfahrung zu sammeln und dazuzulernen, ohne die ganze Verantwortung und eventuellen Stress alleine tragen zu müssen. Kann ich sehr empfehlen!
Gruss,
Christof

sdw

Salzbuckel

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16

Montag, 17. Juli 2017, 17:25

Hallo,
wir hatten hier schon viele Trööts zu dem Thema. Warum das Ganze so kompliziert? Der SBF ist "Pflicht". Allein schon wegen der über 15 PS. Scheine kannst Du ohne Ende haben und die Erfahrung? Die bekommst Du nur vom Segeln. Segle wann immer Du kannst. Nutze jede Gelegenheit. In einem Verein hast Du bestimmt Möglichkeiten öfter mal mit zu segeln und dann natürlich auch sich etwas erklären zulassen.
sdw :Laie_22:




Auf`m Boot :segeln: ist wie zu Hause auf`m Sofa (Entspannung) :segeln:

Hugo

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17

Montag, 17. Juli 2017, 17:38

Yeah, endlich wieder eine Scheindebatte:-)

Wie SDW bereits schrob, aus rechtlichen Gründen den SBF, dann ein paar Segelstunden auf dem heimischen Tümpel und dann los, segeln,. segeln, segeln. Alles 1. eine Frage wie schnell Du lernst und 2. eine Frage, wie handwerklich begabt Du bist. Wie Du selbst schon festgestellt hast ist Segeln eigentlich ein Handwerk und keine Wissenschaft:-)

Für den Anfang vielleicht ein kleines Boot in NL mieten, wenn möglich in der Nebensaison, sprich nicht in den Schulferien NRW, und dort erst binnen, dann auf dem Ijsselmeer ein wenig rumfahren.

Der SRC- Schein kann tatsächlich auch noch helfen....

MERGER

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18

Montag, 17. Juli 2017, 17:40

Mach dir keinen Kopp. Den Sportbootführerschein als gesetzlich vorgeschriebnes Minimum und ansonsten üben, üben, üben... Erfahrung kommt von fahren!

Ich war gerade 6 Wochen im Ionischen Meer in Griechenland unterwegs, einem Revier mit sehr vielen Charterseglern. Du glaubst gar ncht, was du da alles zu sehen kriegst. Egal wie bescheiden deine Fahrkünste sind, du wirst nicht groß auffallen. Und beim Anlegen strecken sich dir jede Menge hilfreiche Hände entgegen - schon aus Sorge ums eigene Schiff. Also nur Mut!

Martin
Schau mal rein bei merger & friends und SY MERGER. Da findest du Tipps und Tricks rund ums Boot.

Peterchen

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19

Montag, 17. Juli 2017, 18:02

Musst Du bei irgend ner Wette gewinnen? Gehs langsam an oder kauf Dir n Segelboot mit unter 15 PS ohne Funk :-)

Yachtcoach

St. Lubentius des Forums

Beiträge: 5 464

Wohnort: mittendrin

Schiffsname: wechselt und daher auch nicht wie Frauennamen auf den Arm tötowiert

Bootstyp: Ja ...sagt man von mir....

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20

Montag, 17. Juli 2017, 19:06

Zuerst mal ganz grundsätzlich :

* Das Segeln und Handling einer Charteryacht (bei dir wohl so um die 10 mtr +) lernst du in keinem Scheinkurs !

also geh mit Bekannten segeln, fahre als Mitsegler auf Törns mit oder erlerne das Segeln von der Pieke auf z.B.im Verein etc.
Auf jeden Fall geh segeln und fahr mit.

Wenn du dann ein gewisses Verständnis aufbringst für Boote, Wind und Bordgegebenheiten und dir (wenigstens ein bißchen 8o ) Seebeine gewachsen sind,
dann werden erst Scheine interessant und notwendig.
Dies aber auch nur nach Fahrgebiet und angepeiltem Revier.

Ob du zuerst den See- oder den Binnenschein machen möchtest, liegt an deinen Törnplänen.
Im Allgemeinen ist beides gut, da man so auch die Reviere wechseln kann.
Den SKS, der übrigens garnichts über Segelkönnen aussagt, kannst du ja machen, wenn du erweiterte Navigation, Wetterkunde etc... machen möchtest.
Obwohl man, wenn man wirklich selbst im do-it-yourself Verfahren lernen kann (kann nicht jeder !),
heute auch vieles online und mit Literatur sich erarbeiten kann.

Die Praxis - und ich meine jetzt nicht manche 300 zuusammengefakten Seemeilen - erlernt man nur durch Erfahrung.
Nomen est Omen. Daher die Meilen wirklich an Bord aktiv er-fahren.

Was deine Kalkulation anbetrifft, so gibt es unterschiedliche Preismodelle - vom Einzelkurs über Kombikurs,
vom Trainingstörn bis zur Skipperschulung. Da musst du dich schlau machen.

Und das sagt jemand, der normalerweise damit gelegentlich sogar ein kleines bißchen Geld verdient.... :rolleyes:

Da du in meiner Nähe am Rhein wohnst, kannst du mir gerne ne PN mit deiner Telefonnummer mailen.
Wir könnten das dann mal schwerpunktmäßig erörtern :D
nee Kappes...ruf mich an, wenn du Rat brauchst.

;)
ja...der redet und schreibt auch ungefragt....wer wissen will was....liest da :


http://www.my-seaside.net/html/kolumne.html . ... -.....QUERULANT= https://blog650.wordpress.com ... - ......HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com ......-........http://www.wassersport-pool.info ..[/align]

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