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1

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 19:24

Praxisprüfung alle durchgefallen - ok - aber ich hätte da noch Fragen...

bei unsere Praxisprüfung in Izola (DSV) sind am letzten Freitag alles 5 Teilnehmer durchgefallen.
Windstärke 5/6 - darauf waren wir leider nicht gut vorbereitet.
Wir kamen erst spätnachmittags dran, der Wind hatte dann ein wenig gedreht und wir hatten dann keine Windabdeckung von Land mehr,
so wie die Teams die vor uns zur Prüfung aufgerufen wurden. Die Durchfallquote war aber dennoch hoch. Bei dem Team nach uns sind
auch alle durchgefallen.

Beim MOB Manöver hat keiner außer mir die Boje "gerettet".
Mein erster Versuch endete damit, das eine wirklich große Welle die Boje hoch bis zur Höhe der Reiling hob und dann vom Boot weg geschleudert hat.
Mein zweiter Versuch endete damit, das ich um die Boje herrumeierte (wie sich der Prüfer ausgedrückt hat) und keinen Manöverkurs bis zum Schluß gefahren bin.
Na ja - ich will jetzt keine Ausreden suchen oder dem Skipper/Ausbilder etwas anlasten - is wie es is - blicken nach vorn -
im Ernstfall gibts auch keine Ausreden - das nächste mal wird schon klappen und wir werden alle besser sein beim nächsten Mal.

Aber ich hätte da noch ein paar Fragen - nur so aus neugier...
Von einem Prüfer beim Motoryachtverband hatte ich gehört, das man gar nicht zwangsläufig die Boje bekommen muss.
Mein erstes Manöver hätte er wahrscheinlich (meiner Schilderung nach) durchgehen lassen - das zweite wenn das Boot unter 1kn hatte auch.
Dann ist bei uns noch eine Frau wegen einer Patenthalse gleich am Anfang - sie war nur 3Min am Ruder - durchgefallen.
Die Prüfung war für sie sofort nach der Patenthalse zu ende.
Der Prüfer vom Motoryachtverband meinte das dies nicht richtig ist.
Eine Patenthalse in der Prüfung beendet nicht automatisch den Rest der Prüfung - nur das jeweilige Manöver bei dem die Patenthalse passiert
ist dann als nicht bestanden zu werten.

Was meint Ihr dazu?
----------------------------------------------
Gruß Hubertus

Bavaria 56 V

Labsklaus

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Schiffsname: Vela

Bootstyp: Bavaria 40 Vision

Heimathafen: Kiel-Stickenhörn, Nö z.Z. Hasenbühren Bremen

Rufzeichen: DH 3577

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2

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 19:39

Windstärke 5/6 - darauf waren wir leider nicht gut vorbereitet.
Mein erstes Manöver hätte er wahrscheinlich (meiner Schilderung nach) durchgehen lassen - das zweite wenn das Boot unter 1kn hatte auch.
Bei 5/6 Bft und 1kn ist das Boot nicht mehr Manövierfäig es wird (ver) getriben.

Gruß Klaus
Wo der Teufel nicht hin will, schickt er Pfaffen oder die Heilsarmee

Bruk

Maat

Beiträge: 98

Wohnort: Flensburg

Bootstyp: Marieholm 32E

Heimathafen: Augustenborg

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3

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 19:41

bei unsere Praxisprüfung in Izola (DSV) sind am letzten Freitag alles 5 Teilnehmer durchgefallen.
Windstärke 5/6 - darauf waren wir leider nicht gut vorbereitet.
Wir kamen erst spätnachmittags dran, der Wind hatte dann ein wenig gedreht und wir hatten dann keine Windabdeckung von Land mehr,
so wie die Teams die vor uns zur Prüfung aufgerufen wurden. Die Durchfallquote war aber dennoch hoch. Bei dem Team nach uns sind
auch alle durchgefallen.

Beim MOB Manöver hat keiner außer mir die Boje "gerettet".
Mein erster Versuch endete damit, das eine wirklich große Welle die Boje hoch bis zur Höhe der Reiling hob und dann vom Boot weg geschleudert hat.
Mein zweiter Versuch endete damit, das ich um die Boje herrumeierte (wie sich der Prüfer ausgedrückt hat) und keinen Manöverkurs bis zum Schluß gefahren bin.
Na ja - ich will jetzt keine Ausreden suchen oder dem Skipper/Ausbilder etwas anlasten - is wie es is - blicken nach vorn -
im Ernstfall gibts auch keine Ausreden - das nächste mal wird schon klappen und wir werden alle besser sein beim nächsten Mal.

Aber ich hätte da noch ein paar Fragen - nur so aus neugier...
Von einem Prüfer beim Motoryachtverband hatte ich gehört, das man gar nicht zwangsläufig die Boje bekommen muss.
Mein erstes Manöver hätte er wahrscheinlich (meiner Schilderung nach) durchgehen lassen - das zweite wenn das Boot unter 1kn hatte auch.
Dann ist bei uns noch eine Frau wegen einer Patenthalse gleich am Anfang - sie war nur 3Min am Ruder - durchgefallen.
Die Prüfung war für sie sofort nach der Patenthalse zu ende.
Der Prüfer vom Motoryachtverband meinte das dies nicht richtig ist.
Eine Patenthalse in der Prüfung beendet nicht automatisch den Rest der Prüfung - nur das jeweilige Manöver bei dem die Patenthalse passiert
ist dann als nicht bestanden zu werten.

Was meint Ihr dazu?


In den 90er Jahren hatte sich bei uns ein Team von 10 Personen versammelt, um die BR-Praxisprüfung durchzuführen. Alle 10 sind mit Recht durchgefallen. Wie es bei Euch war?? Wie Du es schilderst, seid ihr alle noch nicht soweit. Sollen wir vor Schilksee oder Glücksburg den Seegang abstellen, nur damit schlecht trainierte Aspiranten bei Null Wind und See ihre Praxis bestehen?? Leider muss ich aus Erfahrung sagen, dass in den letzten 20 Jahren immer mehr Leute mit mangelnder Erfahrung zur Prüfung antreten und hinterher enttäuscht sind, weil durchgefallen.

Ich vermute, ihr müsst noch deutlich mehr üben, damit sich wenigstens ein klein wenig Routine einstellt. So wie Du es schilderst, wärest Du bei mir auch durchgefallen. Boje über Bord ist das Training für den Ernstfall. Der findet in der Regel nicht auf dem Ententeich statt.

Also, weiter fleißig üben und im nächsten Jahr noch mal zur Prüfung antreten!

Gruß

Klaus

Yachtcoach

St. Lubentius des Forums

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Wohnort: mittendrin

Schiffsname: wechselt und daher auch nicht wie Frauennamen auf den Arm tötowiert

Bootstyp: Ja ...sagt man von mir....

Im Marktplatz: 3

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4

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 20:16

Praxisprüfung alle durchgefallen

Hab da auch was gehört von einer SKS-Prüfung vor Kiel - so etwa um Mitte september rum.
Warte noch auf konkrete Schilderung des Trainees.
Werde berichten bzw. konkretisieren.

:rolleyes:
ja...der redet und schreibt auch ungefragt....wer wissen will was....liest da :


http://www.my-seaside.net/html/kolumne.html . ... -.....QUERULANT= https://blog650.wordpress.com ... - ......HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com ......-........http://www.wassersport-pool.info ..[/align]

5

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 20:22

Welche Bootsklasse (CE) war denn am Start? SKS oder SBF?

Danziger

Regattaleitung

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Schiffsname: ISOBAR

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6

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 21:12

Mein Mitgefühl. Finde, der SKS ist ein Schein für ein Hobby. Da kann man gerne auch mal ein Auge zudrücken, schließlich sollen die frischen, segelbegeisterten Menschen mitgenommen und nicht abgeschreckt werden. Das findet aber immer wieder statt. Nicht nur durch rigorose Prüfungen, sondern auch durch Segellehrer/Skipper. Das ist auch der Grund, warum sehr viel weniger Frauen und auf der Männerseite Ingenieure, IT-ler, und Handwerker dominieren. Man kann sich gut vorstellen, dass weniger technikaffine, musische Menschen genauso den Wind, das Wasser und den Horizont genießen, aber die bekommen Angst vor Seemannsgeheimsprache und anderen Hürden und lassen’s dann sein. Da ist viel zu tun für die Verbände und Vereine, aber vermeintliche Traditionen und überzogene Vorstellungen bzgl. Sicherheit und Eigenverantwortung verhindern das.

Bezgl. Deiner Prüfung: kenne genug weitgereiste Eigner von größeren Yachten, die auch bei 3bft Schwierigkeiten hätten, die Boje unter Segel gekonnt rauszufischen. Das ist bei 6bft nicht trivial und erfordert einiges an Übung. Außerdem spiegelt es auch nicht die Realität wieder. Denn im Ernstfall sollte man wissen wie man schnell die Segel geborgen bekommt und den Motor anwirft. Einem MOB unter Segel holen nur Regattaseglers rein und das gelingt denen auch nicht immer sofort und dann meistens mit einer schnellen Halse. Das Boje über Bord Manöver ist aber eine schöne Übung, weil man lernt Windrichtungen einzuschätzen.

Patenthalsen muss man können. Man muss lernen wie sie passieren und wie weit man bei weit gefierter Schot gehen kann, bevor das Groß kommt. Sind keine Köpfe im Weg, sind Patenhalsen bei normalem Wind harmlos. Dem Kollegen dann nicht mehr mir fahren lassen ist unfair, er war evtl. aufgeregt und woher weiß man, dass er die Boje nicht gut einfangen kann?

Das beste am SKS ist die Navigstionsaufgabe, dafür lohnt er sich, da hat man wirklich was von. Praktisches Segeln lernt man auch woanders

Hört sich nach ner doofen Prüfung an. Nicht einschüchtern lassen und unbedingt weiter machen und im Kopf behalten, dass die kleine Niederlande deutlich erfolgreicher als wir im Segelsport sind und einfach auf Hobbysegelscheine verzichten.


Hans

Hanser

Salzbuckel

Beiträge: 3 093

Wohnort: am Bodensee

Schiffsname: Jacaranda

Bootstyp: Küstenkreuzer

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7

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 21:15

Ich mag ja weder den verkopften und ineffizienten DSV noch seine Unterorganisationen:

So ein Segelschein ist ein Stück Papier, das dokumentieren kann, dass fachliche Grundlagen gelegt und erste Erfahrungen gesammelt sind. Die über viele Jahre erworbene Segelpraxis hat nichts mit dem blöden Zettel zu tun. Diese kann kein noch so verknöcherter DSV-Prüfer ernsthaft verlangen - es sei denn seine kleinen grauen Zellen sind an einer Hand abzuzählen - dann gehört er jedoch abgeschafft. Aber es es gibt (leider nicht nur im DSV) Leute, die ihr kleines Ego an anderen Leuten etwas aufbauen müssen ...

Bleib locker, einklagen kannst du den Prüfungserfolg sicher nicht, und mach die Prüfung demnächst ein zweites Mal. Bei der Segelschule würde ich aber Druck machen, dass die sich gegen so einen Prüfer einsetzen.

Wie gut, dass ich keine weiteren Segelscheine mehr machen will :)
Volker

grummel

Leuchtturmwärter

Beiträge: 80 650

Schiffsname: Estel

Bootstyp: Albin Vega

Heimathafen: Monnickendam

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8

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 21:27

Die Manöver sind bei 5/6 Bft auch nicht mehr so einfach.
Können sollte man sie trotzdem. Zumindest muß sichtbar sein, was man macht.
Ist bei solchen Bedingungen immer schwierig und hängt vom Prüfer ab, was er gelten lässt.
Ich habe ja letzte Woche bei Yachtmaster gemacht. Da hieß es direkt bei der Vorstellung: Patenthalse = Ende der Prüfung.
Schön ist das Ergebnis nicht, aber es ist wie beim Segeln: Das erste was über Bord geht ist der Törnplan.
Beim nächsten Mal klappt es besser.
von nix Ahnung, aber glücklich.
Mein Marktplatzeintrag

9

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 21:28

Die Manöver sind bei 5/6 Bft auch nicht mehr so einfach.


Sorry von jemanden der meint er ist so fit, dass er einen SKS machen kann, denn erwarte ich, dass er ein Schiff bei 5-6 Bft beherrscht!

horstj

Seebär

Beiträge: 1 480

Wohnort: D - Meer - Berge = Münster

Bootstyp: Jeanneau Microsail

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10

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 21:45

Die Durchführungsrichtlinien detaillieren die Prüfungsvorgaben über die Pflichtmanöver und Zusatzaufgaben hinaus nicht. Allerdings können Prüfer immer eine Begründung unabhängig vom Protokoll der Einzelaufgaben festhalten, mit der die Prüfung dann nicht bestanden ist. Meist sprechen sich ja die Prüfer in einer Region ab und haben da so ihre Kreise, damit die Entscheidungen sich etwas angleichen. Die Prüfungsmanöver selbst decken ja nur einen kleinen Teil ab. Über allem steht ja immer der Maßstab, dass das Schiff sicher geführt werden muss.
Mit einer Patenthalse würden meines Erachtens die meisten Prüfer eine Prüfung als nicht bestanden werten, auch bei einem Zusammenstoß, Runterknallen einer Gaffel oder anderem. Ob man bei Nichtbestehen einer Aufgabe noch weiter prüft ist der Situation überlassen. Sinn macht es keinen und der Prüfling wird doch auch nicht mehr wollen.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/
Saison 2017 beginnt bald: Spinnaker 29m² unbenutzt neu für Condor 55, Varianta K4/65/VA, Neptun 20/22: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…223994-211-9362

11

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 21:58

Die Manöver sind bei 5/6 Bft auch nicht mehr so einfach.


Sorry von jemanden der meint er ist so fit, dass er einen SKS machen kann, denn erwarte ich, dass er ein Schiff bei 5-6 Bft beherrscht!



Da steht doch aber nicht SKS! Beim SKS teile ich Deine Meinung, die Boote sind auch größer. Aber wars wirklich SKS?

12

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 22:06

Ich habe ja letzte Woche bei Yachtmaster gemacht. Da hieß es direkt bei der Vorstellung: Patenthalse = Ende der Prüfung.


Nochmals Gratulation, Robert. Hast Du gut gemacht. :-)

Bei der YM Prüfung ist die Patenthalse tatsächlich eins der Dinge, die man sich absolut nicht erlauben darf. Der Hintergrund ist der dass es hier wirklich um sichere Schiffsführung / das sichere Skippern geht. Wer als Skipper eine Patenthalse zulässt, der ist da für die RYA einfach zu gefährlich unterwegs und das Thema Safety hat nun mal bei der RYA Ausbildung einen riesen Stellenwert. Das macht aber m.E. auch durchaus Sinn. Es gibt ja genügend Möglichkeiten, wie man sein Schiff sicher führen und Patenthalsen vermeiden kann. Von einem YM Kandidaten erwarte ich schon ganz klar dass er das vermeidet. Beim SKS ist das aber von der Prüfungsart her und den Teilnehmern eine ganz andere Ausgangslage... kann man sich sicher drüber streiten was man von einem SKS Aspiranten mit wenig Erfahrung da wirklich erwarten kann. Ich nehme zumindest mal an, der DSV hat da klare Vorgaben für seine Prüfer.

An den TE: nehmt es sportlich, verbucht es als Lernstunde und macht das Ganze nochmal. Beim nächsten Mal klappt es dann.

Viele Grüße,
Wolfgang
RYA-Ausbildung in Theorie und Praxis: www.under-sail.eu

JürgenG

Admiral

Beiträge: 916

Wohnort: Kiel

Schiffsname: Skrållan

Bootstyp: Lady Helmsman II

Heimathafen: Kiel

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13

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 22:07

Da steht doch aber nicht SKS! Beim SKS teile ich Deine Meinung, die Boote sind auch größer. Aber wars wirklich SKS?

Patenthalse passiert aber nicht bei einer SBF See-Prüfung, oder?

Grüße Jürgen

14

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 22:10

Aaaah Schuppen von den Augen. Logo. Hier als Binnensegler macht man ja auch nen SBF unter Segel ......

In dem Fall würde ich auch meinen, passt so! SBF unter Segel wird am Bodensee auch bei 90 Blitzen geprüft / gesegelt :-)

15

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 22:10

Sorry von jemanden der meint er ist so fit, dass er einen SKS machen kann, denn erwarte ich, dass er ein Schiff bei 5-6 Bft beherrscht!


Du erwartest das vielleicht, ich denke die Realität sieht da oft anders aus. Ich hatte durchaus schon den einen oder anderen frisch gebackenen SKSler mit, das ist definitiv nicht immer so, dass das Schiff unter solchen Dingen beherrscht wird. Woher soll es denn auch kommen? Das sind oft immer noch Anfänger die vielleicht mal zwei Wochen gesegelt sind und Manöver geübt haben und sich dann mit der Zeit alles weitere erarbeiten müssen.
RYA-Ausbildung in Theorie und Praxis: www.under-sail.eu

16

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 22:19

Du erwartest das vielleicht, ich denke die Realität sieht da oft anders aus. Ich hatte durchaus schon den einen oder anderen frisch gebackenen SKSler mit, das ist definitiv nicht immer so, dass das Schiff unter solchen Dingen beherrscht wird. Woher soll es denn auch kommen? Das sind oft immer noch Anfänger die vielleicht mal zwei Wochen gesegelt sind und Manöver geübt haben und sich dann mit der Zeit alles weitere erarbeiten müssen.


Leider ist das die Realität, aber wenn die Prüfer die Zügel zu stramm ziehen und vernünftig prüfen, sprich die Prüflinge müssen zeigen, dass sie sicher ein Schiff führen können und nicht zeigen dass sie einstudierte Mannöver zeigen können (dressierte Affen), denn suchen sich die Segelschulen (halt andere Gebiete in denen Sie prüfen, das bedeutet aber für die Prüfer sie haben weniger Einnahmen

17

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 22:38

Wir sollten unserem " Jachtkotsch " die Zeit geben sich ungehend zu informieren , was da los war .
Dann sind wir evtl. schlauer , denn bisher haben wir nur eine Seite gehört .

Für mich besteht der Unterschied zwischen dem SBF und dem SKS darin , dass ich mit dem SBF die Mindestanforderung
dafür habe was zu dürfen , mit dem SKS bestätige ich , was ich kann .

In den Anforderungen habe ich nichts gefunden , das die Prüfung auf eine bestimmte Wettersituation abstellt .
Als Prüfling habe ich immer noch die Möglichkeit von der Prüfung zurück zu treten , wenn ich der Meinung bin ,
dass ich nicht in der Lage bin , die Prüfung abzulegen .
Sollte ich zu der Einsicht kommen , dass 5 - 6 bft zu viel für den Inhaber eines SKS sind , dann sollte ich auch darüber nachdenken ,
welche Aussagekraft der SKS über die Fähigkeiten und Kenntnisse des Inhabers hat .

Ich habe aus Wiki 3 Sätze herausgeschrieben , die mir u.a. wichtig erscheinen :
- Seit einer Änderung der See-Sportbootverordnung (SeeSpbootV) genügt der SKS auch für die gewerbliche Fahrt auf Sportbooten in Küstengewässern.
- Darüber hinaus werden in einer praktischen Prüfung umfangreichere Kenntnisse der Führung einer seegängigen Yacht geprüft als beim Sportbootführerschein See.
- Außerdem kann der Befähigungsnachweis unter anderem eine Rolle bei einem Seeunfall und der damit verbundenen Untersuchung durch die Bundesstelle für
Seeunfalluntersuchung und einem etwaigen folgenden gerichtlichen Prozess spielen.

Darüber sollte man nachdenken , bevor man die Sache SKS angeht .

Beiträge: 679

Bootstyp: Albin Express

Heimathafen: Kiel

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18

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 22:42

Das Problem mit den Scheinen ist wie beim Abi - alle wollen sowas haben, nicht alle sind geeignet.
Sag ich als jemand, der kein Abi hat... :D

Es gibt eine Inflation bei den Scheinen.
Ich verstehe ja auch, das Leute gerne einen Segelschein haben wollen.
Und dass das ganze Hobby und Liebhaberei ist.

Wer aber z.B. den SKS macht, kann mindestens sicher segeln / steuern und zeigt in der Prüfung,
dass sie / er ein übliches Boot mit einer üblichen Crew führen kann oder nicht.
Seglerische Unsicherheiten bei den Basics haben da eigentlich gar keinen Platz.
Schon gar keine Patenthalse.

Sicher segeln zu können ist da so selbstverständlich wie Lesen und Schreiben.
Denn nur wer sicher segeln kann, hat ja den Kopf frei, um eine Crew anzuleiten.
Sonst ist das wie jemand, der mit Kupplung, Gas und Bremse umgehen kann,
aber die Verkehrsschilder nicht so richtig drauf hat.

Ich beobachte bei unseren Prüfungen im Verein auch ganz häufig, dass es schon am Vokabular fehlt.
Wenn aber jemand schon um Worte ringt wenn es um Auffieren, Dichtholen oder eine Halse geht,
wie soll der denn dann eine Crew in einer einigermaßen angespannten Situation führen?

Schnelle Belohnung, wie es viele Leute gerne hätten, ist immer schwierig beim Segeln.
Eigentlich ist Segelnlernen für Erwachsene eine Marathonveranstaltung, bei der Ausdauer gefragt ist.
Ich sage meinen Leuten schon am Anfang, dass sie für grob 3 Jahre Anfänger sind.
Erst dann sind sie echte Segler. Wenn sie genug Zeit investieren.

Zum konkreten Fall:
Ein Aufschießer an der Boje ist unter den beschriebenen Umständen echt schwierig.
Weil eine einzelne Welle schon ganz viel ausmacht.
Evtl. war der Prüfer zu penibel, evtl. auch nicht. Es gibt ja Spielräume.
Vielleicht hat er auch schon vorher andere Unsicherheiten bemerkt und die Summe war zu viel.

Holger

MichaelK

Admiral

Beiträge: 862

Wohnort: Hamburg

Schiffsname: Sioned

Bootstyp: Amel Maramu 46

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19

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 22:57

Mein Mitgefühl. Finde, der SKS ist ein Schein für ein Hobby. Da kann man gerne auch mal ein Auge zudrücken,
Sorry, aber mit dem SKS kannst du eine Yacht chartern und skippern und damit die Verantwortung für die Gesundheit und das Leben deiner Crew übernehmen.
Da sehe ich absolut keinen Grund, um bei den eh schon sehr laschen Prüfungs Anforderungen der deutschen Scheine auch noch zusätzlich ein Auge zuzudrücken.
Michael
SY Sioned

20

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 23:00

Wie ist das denn in anderen Ländern?
Der Weg ist das Ziel.
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Jeder Alkoholismus mit einem ersten Glas.
Jede Sucht mit einem ersten Mal.

Jeden Abend ´nen Bier - Ganze Leben Alkoholiker

Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewußt...

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