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JürgenG

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21

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 23:01

Hey Leute,

worüber diskutiert Ihr hier eigentlich? Was ist bekannt: 5-6 Bft zur Prüfung, unangenehme Welle. Der Prüfling konstatiert slebst, dass man darauf nicht gut vorbereitet gewesen sei. Wir wissen nicht, um welchen Typ/Größe Schiff es sich gehandelt hat hat. Wir wissen nicht, wie viele Erfahrungen die Prüflinge in der Vorbereitung der Prüfung und unter welchen Bedingungen gesammelt hatten. Wie können wir da über das Augenmaß/die Gerechtigkeit des Prüfers urteilen? Es ist halt so, wie es ist. Niemand von uns war dabei.

Grüße Jürgen

Edit: @MichaelK: Mit dem SBF See kannst Du auch chartern, ohne vorher jemals ein Segelboot betreten zu haben. Immer auf dem Teppich bleiben.

Löhni

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22

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 23:22

Für mich besteht der Unterschied zwischen dem SBF und dem SKS darin , dass ich mit dem SBF die Mindestanforderung
dafür habe was zu dürfen , mit dem SKS bestätige ich , was ich kann .

:gooost:
Der Satz bringt es auf den Punkt.
Mit dem SBF darfst Du beginnen zu lernen, mit dem SKS beweist Du, dass Du es kannst.

Und ganz ehrlich - eine Patenthalse kann lebensgefährlich sein. Sowas darf in einer Prüfung, in der man naturgemäß hoch konzentriert und wenig risikobereit ist, nicht passieren. Schon gar nicht bei 5-6 Bft.

Natürlich ist auch jedem "alten Hasen" hier schon mal eine passiert, aber eher aus Unachtsamkeit oder aufgrund eines suboptimalen Risikomanagements z.B. auf einer Regatta.

Etwas mehr Milde würde ich da bei dem Aufnehmen der Boje bei 5-6 Bft und Welle erwarten. Wenn ich das aber richtig verstanden habe, hätte es dem Prüfer schon ausgereicht, wenn das Schiff beim Erreichen der Boje weniger als 1kn Fahrt hat. Ein punktgenauer Aufschießer war also gar nicht nötig. Das wiederum wäre ja schon recht großzügig. Eine Boje mit Fähnchen lässt sich bei 1kn Fahrt noch bequem aufnehmen, ein bewusstloser Mitsegler (z.B. der, der bei der Patenthalse den Baum an den Kopf bekommen hat) ganz sicher nicht.
Gruß,
Jan

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starkiter

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23

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 23:27

Milde darf aber nicht so weit gehen das Prüflinge bestehen obwohl der Co Skipper bei dem Ausbildungstörn verstirbt weil man ihn nicht an Bord bekommt.

http://www.yacht.de/aktuell/panorama/per…ern/a77345.html


Bedigungen hier 4-5 Bft

24

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 23:37

Interessante Ansichten zum Schein !

Monroviapatent in der Berufsschiffahrt , Yugopatent beim Segeln , warum nicht Geschenk-schein aus Germany ?
Die Zeiten - Made in Germany - sind eh vorbei .
Frage mich nur , warum sich immer noch Segler der YM-Prüfung unterwerfen ?

" In 4 Tagen zum SKS " .... " und für einen kleinen Obolus gibt es den Prüfer und die Prüfungsfragen
ihrer Wahl dazu " .... mit freundl Gruß Segelschule .

Evtl. hat der DSV davon genug .

JürgenG

Admiral

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25

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 23:43

Zitat von »ruben7587«
Für mich besteht der Unterschied zwischen dem SBF und dem SKS darin , dass ich mit dem SBF die Mindestanforderung
dafür habe was zu dürfen , mit dem SKS bestätige ich , was ich kann .

:gooost:
Der Satz bringt es auf den Punkt.
Mit dem SBF darfst Du beginnen zu lernen, mit dem SKS beweist Du, dass Du es kannst.


Sorry, aber leidet Ihr unter einer Störung der Wahrnehmung von Realitäten? Der SBF See ist das einzig notwendige amtliche Dokument in Deutschland. Da mache ich eine Prüfung mit einer 6 m Nussschale mit 20 PS, grinse mir hinterher eins und kaufe dann eine 12 m Motorbratze mit 2x 500 PS und pflüge mit über 30 kn durchs Wasser. Ich kenne genug gute Segler ohne SKS, (habe ihn aber selbst). @Danziger: hat´s gut beschrieben, warum genau die oben zitierte Einstellung viele davon abhält, diesen und andere "freiwillige" Scheine zu machen. Und, ganz nebenbei, es gibt eine ganze Menge nicht besonders gute Segler mit SKS. Also kommt bitte mal vom hohen Ross runter.

Es ist imho eine grundsätzliche Frage, die ein Verband wie der DSV zu klären hat. Soll der Schein an das Segeln heranführen, dann kann man in einer Prüfung auch nur Grundlagen der Schiffsführung erwarten und prüfen. Es spricht vieles dafür, dass der DSV das an sich will, denn sonst wäre ja eine Zulassung zur Prüfung mit nur 300 "Pflichtmeilen" viel zu wenig. Legt man Eure Ansicht zugrunde, müssten das ja mindestens 1.000 oder sogar noch mehr Meilen sein. Dann hat bald überhaupt niemand mehr Lust darauf, die auch aus meiner Sicht sinnvolle Ausbildung und Prüfung zu machen.

Und dann wäre da noch die Sache mit der Patenthalse. Sie ist also bei einem "alten Hasen" oder in einer Regatta entschuldbar, aber natürlich nicht bei Frischlingen und schon gar nicht in einer Prüfung. Zweierlei Maß für den selben Sachverhalt, ohne die genauen Umstände zu kennen. Ganz schön anmaßend findet der auch schon alte Hase mit mehreren Patenthalsen in seiner Vergangenheit.

Grüße Jürgen

dhyanesh

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26

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 23:51

Eine Yacht zu mieten ist einfach. In der Gegend herumzuschippern ist z.B. in Holland überhaupt kein Problem.
Die Holländer fahren gut damit. Wer aber unbedingt sein Können beweisen will und eine Prüfung ablegen will sollte sein Handwerk schon beherrschen. Man braucht den Schein ja nicht zum segeln. Die ohnehin leichte Prüfung noch mehr zu verwâssern macht keinen Sinn.
Mit der leichten Prüfung in der Tasche glauben viele, segeln zu können. Das finde ich gefährlicher als ohne Prüfung aber mit Respekt vir der Sache segeln zu gehen.
Handbreit
Dhyanesh
Das Leben beginnt dort wo die Furcht endet.

Löhni

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27

Freitag, 6. Oktober 2017, 00:39

Sorry, aber leidet Ihr unter einer Störung der Wahrnehmung von Realitäten?

Ich weiß nicht, woraus Du das schließen willst, aber vielleicht verstehen wir uns ja auch nur falsch und sind in Wirklichkeit gar nicht so weit auseinander. ;)
Der SKS befähigt zu nichts, da sind wir uns doch einig. Also braucht ihn auch niemand. Er ist eine "amtliche" Bestätigung, dass man ein Schiff in Küstennähe sicher segeln kann. Was wäre denn diese Bestätigung wert, wenn sie inflationär an jeden Anfänger vergeben wird? Es ist nicht die schlichte Bestätigung für 300 mitgesegelte Meilen. Diese Meilen sind eine Mindestanforderung, unterhalb derer man davon ausgehen muss, dass die notwendige Erfahrung nicht vorhanden ist.
Was umgekehrt aber nicht heißt, dass nach 300 Meilen die Erfahrung automatisch da ist. 300 Meilen bei 3Bft. Halbwind und Sonnenschein reichen sicher nicht.
Die Erfahrung sollte schon auf sämtlichen Wetter- und Windbedingungen von 0-7 bft. und selbstverständlich möglichst vielen Manövern und allen Kursen beruhen.
Schließlich kann jeder Anfänger unerwartet in diese Situation kommen - die Prüfung des TE ist ein gutes Beispiel dafür

Ich kenne genug gute Segler ohne SKS, (habe ihn aber selbst).

Ich habe auch keinen SKS. Habe vor 15 Jahren den SBF gemacht und dann sofort ein seegehendes Segelschiff gekauft. Jahrelanges "learning by doing", mit Freunden und Vereinskameraden segeln usw. Ich wohne schon immer in Fuß- oder Fahrradweite vom Hafen und bin entsprechend oft auf dem Wasser. Den SKS habe ich nicht gemacht, weil ich nicht einsehe, dafür Geld auszugeben. Wofür??? Statt dessen habe ich den SPOSS gemacht. Die Prüfung ist die gleiche, nur dass sie nichts kostet, weil der Verein sie abnehmen darf.

Und dann wäre da noch die Sache mit der Patenthalse. Sie ist also bei einem "alten Hasen" oder in einer Regatta entschuldbar, aber natürlich nicht bei Frischlingen und schon gar nicht in einer Prüfung.

Nun ja, in einer Prüfung ist man konzentriert und riskiert nichts (warum auch). Ich würde behaupten, dass mir unter exakt diesen Bedingungen keine Patenthalse (mehr) passieren würde. Wenn ich aber BEWUSST das Risiko eingehe, dann treffe ich Maßnahmen und warne auch die Crew vor. Ich bin sicher, dass der Prüfling das weder bewusst eingegangen ist, geschweige denn die Mitsegler gewarnt hat.

Und abgesehen davon - klar darf in einer Prüfung nicht alles durchgehen, was einem "alten Hasen" auch mal passieren kann. Fahr doch mal mit knapp 60 km/h durch die Stadt. Das kostet dich im ungünstigsten Fall 15 Euro. In der Führerscheinprüfung fällst Du damit aber durch.
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

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28

Freitag, 6. Oktober 2017, 06:34

Ich frage mich ja, wie Ihr wieder angelegt habt, so ohne Fender? Die müssten ja alle vertrieben sein, wenn keiner von Euch, egal ob unter Segel oder Motor, die wieder an Bord bekommen habt? ;)

Patenthalse ist halt wie beim Autoführerschein falsch rum in die Einbahnstraße. Da gibt es wohl die Anweisung das Schluss ist. Daran hat sich der Prüfer gehalten.

Wieviel Meilen seit Ihr vorher alle so gesegelt, bevor Ihr zu Prüfung angetreten seit. Eine ganz ehrliche Antwort wäre wünschenswert.

Wer 300 Meilen bei einem Ausbildungtörn segelt, steuert bei 5 Mann selber 60 Meilen.

Ich wiederhole es ja fast immer beim Thema SKS. Ich habe nach der Theorie die 2 Jahre zwischen den Prüfungen voll ausgenutzt, und bin 1800 Meilen selber gesegelt, bevor ich zur Praktischen bin. Die 2 Jahre dazwischen gibt es nicht ohne Grund.
LG und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel!

Maik

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29

Freitag, 6. Oktober 2017, 07:06

von SKS habe ich nichts lesen können. Bevor wir uns weiter einen Kopf über den SKS machen, sollte der TE sich mal äussern, welche es denn war
Gruß

Volker

Blog http://schoner.twoday.net

30

Freitag, 6. Oktober 2017, 07:35

@Volker: Der TE hatte in der Vergangenheit umfänglich zum SKS Fragen gestellt und mitgeteilt, dass er die Praxusorüfung zum SKS im Herbst machen wollte.
Bei den Prüfungsmanlvern, die er fahren musste, kann es nur der SMS sein.

Ich rechne ihm hoch an, dass er hier nicht rumjammern, wirklich prima.
Im Gegensatz zu anderen, die die Anforderungen zu hoch finden. Patenthalse in der Prüfung? Das kann nur "durchgefallen" bedeuten, Ein Prüfer, der so etwas durchgehen lässt, sollte sich besser seiner Briefmarkensammlung widmen.
Mache die Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher.

zoerbnet

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31

Freitag, 6. Oktober 2017, 08:07

Milde darf aber nicht so weit gehen das Prüflinge bestehen obwohl der Co Skipper bei dem Ausbildungstörn verstirbt weil man ihn nicht an Bord bekommt.

http://www.yacht.de/aktuell/panorama/per…ern/a77345.html


Bedigungen hier 4-5 Bft


OT: Davon war ja auch nicht die Rede. Im verlinkten Fall war auch der erfahrene Schiffsführer an Bord, dem es ebenfalls nicht gelang den "Über-Bord-gegangenen" (110 kg) zu bergen.

MichaelK

Seebär

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32

Freitag, 6. Oktober 2017, 08:16



Edit: @MichaelK: Mit dem SBF See kannst Du auch chartern, ohne vorher jemals ein Segelboot betreten zu haben. Immer auf dem Teppich bleiben.
Das macht es aber auch nicht besser.
Michael
SY Sioned

33

Freitag, 6. Oktober 2017, 08:16

Ich möchte nicht falsch verstanden werden . Die Reaktion des TE ist völlig i. O.

Was mich stört ist die Vorgehensweise der Segelschulen . Wenn in Izola nach DSV Vorgaben
geprüft wird , dann sollte auch so ausgebildet werden .
Zu einer guten Ausbildung gehört auch , dass ich einem AZUBI mitteile , dass er noch nicht reif für
die Prüfung ist . Diese blöden Versprechungen der Schulen , alles in 4 Tagen zu erledigen , ist ein Graus .
Im Vorfeld wird nie darüber geredet , dass man mit erheblichen Vorkenntnissen zu so einem Kurs antreten muss .
Eine Woche Urlaub und zurück mit dem SKS .
Wie viel Geld habe ich in den Sand gesetzt , wenn das nicht klappt ?
Ich segel seit meinem sechsten Lebensjahr und habe jahrelang Regatten gesegelt . Den SBF-See habe ich erst beim
Umstieg auf ein Kielboot , 2016 , gemacht . Erste Frage des Segellehrers : " Willste den SKS nicht gleich hinterher machen ? "
Diese Frage stellte er allen , die die Prüfung bestanden haben .... unglaublich .

Der absolute Knaller für mich war jedoch ein SKS Inhaber , der mir nachts vor Sassnitz, bei satten 10 bft erklärte , er habe noch nie nach
Einbruch der Dunkelheit einen Hafen angelaufen , obwohl er seit 30 Jahren !!!! als Skipper im Mittelmeer unterwegs war .
Auslöser war seine Frage , ob die Hafeneinfahrt Sassnitz falsch befeuert sei ? Die vorspringende Mole hatte er nicht auf dem Zettel .
Sekunden später stieg er in meiner Achtung , denn er zog den Bugmann , mit dem er die Fock runter holte und der über Bord gewaschen wurde ,
zurück aufs Boot .

34

Freitag, 6. Oktober 2017, 08:50

Legt man Eure Ansicht zugrunde, müssten das ja mindestens 1.000 oder sogar noch mehr Meilen sein. Dann hat bald überhaupt niemand mehr Lust darauf, die auch aus meiner Sicht sinnvolle Ausbildung und Prüfung zu machen.n

Und dann wäre da noch die Sache mit der Patenthalse. Sie ist also bei einem "alten Hasen" oder in einer Regatta entschuldbar, aber natürlich nicht bei Frischlingen und schon gar nicht in einer Prüfung. Zweierlei Maß für den selben Sachverhalt, ohne die genauen Umstände zu kennen. Ganz schön anmaßend findet der auch schon alte Hase mit mehreren Patenthalsen in seiner Vergangenheit.

Grüße Jürgen


Die Menge an Meilen hat keine Aussagekraft wenn man nicht wirklich dir Rollen als Rudergänger, Navigator oder Skipper ordentlich bedient hat und man jeweils anspruchsvolle Strecken zurücklegen musste.
Eine Patenthalse passiert nicht wenn man im Prüfungsmodus ist, da hat man einfach voll gepennt. Ob man deshalb, wenn man sonst vielleicht eine Top Prüfung hinlegt durchfallen muss? Das war hier aber wohl eh nicht der Fall.

SKS Inhaber hab ich ein paar erlebt. Von guten grundsoliden Seglern bis hin zum katastrophalen großmauligen Theoriesegler, der sich plötzlich wundert wenn mal nicht alles glatt geht und es, warum auch immer, mehr als die gewohnte Kroatienflaute Wind gibt.

Warum investiert man die Zeit und das Geld nicht lieber in mehrere echte Skippertrainings, in viel mehr Praxis anstatt in „SKS in 5 Tagen“ Verarsche bei der man seine 210 Meilen gönnerhaft aufgerundet bekommt.

Aber jeder soll erstmal bewerten ob er in der Situation (Mob bei ordentlicher Wind/Welle) vielleicht nicht auch, obwohl seit 20 Jahren an der Pinne klebend, die Möglichkeit bestanden hätte die Prüfung zu versauen!? Wobei ich hier gleich die geprüfte MOB Rettiungsvariante in Frage stelle, was zu einer ganz anderen, 100x geführten Diskussion führt. Mit meiner Frau hab ich vollkommen unkonventionelle aber effektive Mannöver geübt/vereinbart. Damit käme ich allerdings nie durch ne Prüfung.

Solche extremen MOB Situationen kann kein SKS oder sonstiger Schein abdecken. Deshalb sind Scheine eben meist mehr Schein als sein. Die Ausnahmen bestätigen die Regel. Von daher ist die Frage, wie scharf muss die Prüfung wirklich sein wenn ein Schein nicht amtlich ist? In wie weit müssen Wetterkonditionen berücksichtigt werden und evtl. zu einer Reduzierung im Rating führen. Mannnöver müssen auch bei 8 Bft. passen, ein Mob darf da auch mal unkonventionell passieren. Darf auch mal 4 Versuche brauchen wenn die Herangehensweise gut war. Ob man bei 8 Bft. Prüfung macht? Da bleibt jeder gewissenhafte Spaßsegler im Hafen und trinkt nen Grog. Aber der Zeitplan und die Prüfungsgebühren .... Wie hätte es bei 9 Bft. ausgesehen? Wo sind die Grenzen? Prüft man beim Führerschein Aquaplaning bei 180 km/h?

Aber vielleicht ist dem Prüfer auch einfach mal der Kragen geplatzt bei der Unfähigkeit die er schon so viele Jahre erleben musste. 5-6 Bft ist nix besonderes, da macht es eigentlich erst richtig Spaß :-).

Aber die Diskussion ist immer wieder mühsam wenn man nicht dabei war. Das alle durchfallen ist ja durchaus äusserst seltsam. Vielleicht ein Aussetzer im Prüfer? Amok? Periode?

Und aber ist es nicht so, dass die sogenannten „Ausbildungen“ einen eigentlich nur auf den Prüfungsablauf vorbereiten? Das Handwerkszeug bringt man bereits mit? Google Izola SKS ....

35

Freitag, 6. Oktober 2017, 09:03

bei unsere Praxisprüfung in Izola (DSV) sind am letzten Freitag alles 5 Teilnehmer durchgefallen.

Das ist eine Quote, die spricht eher dafür das der Prüfer nicht für die Prüfung geeignet war.

Windstärke 5/6 - darauf waren wir leider nicht gut vorbereitet.

Kann man auch nicht. Da fahren auch erfahrene Segler in den Hafen.

Von einem Prüfer beim Motoryachtverband hatte ich gehört, das man gar nicht zwangsläufig die Boje bekommen muss.

Stimmt. Wenn beim ersten Versuch ein Rettungsmittel beim MOB ist, reicht das aus. Bevor man den MOB überfährt, ist es immer besser, mehrmals das Manöver zu fahren.

Dann ist bei uns noch eine Frau wegen einer Patenthalse gleich am Anfang - sie war nur 3Min am Ruder - durchgefallen.
Die Prüfung war für sie sofort nach der Patenthalse zu ende.
Der Prüfer vom Motoryachtverband meinte das dies nicht richtig ist.
Eine Patenthalse in der Prüfung beendet nicht automatisch den Rest der Prüfung - nur das jeweilige Manöver bei dem die Patenthalse passiert
ist dann als nicht bestanden zu werten.

Der Prüfer vom Motoryachtverband hat völlig recht. Ein sogenannter schwerer Fehler ist erlaubt (oder zwei? :kopfkratz: ).
Ahoi, Mario Falko.

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

36

Freitag, 6. Oktober 2017, 09:07

Milde darf aber nicht so weit gehen das Prüflinge bestehen obwohl der Co Skipper bei dem Ausbildungstörn verstirbt weil man ihn nicht an Bord bekommt.

http://www.yacht.de/aktuell/panorama/per…ern/a77345.html


Bedigungen hier 4-5 Bft


OT: Davon war ja auch nicht die Rede. Im verlinkten Fall war auch der erfahrene Schiffsführer an Bord, dem es ebenfalls nicht gelang den "Über-Bord-gegangenen" (110 kg) zu bergen.


Bei 5-6 Bft fährst Du in den Hafen? Mit einer 40 Fuss Yacht? Wie ist dann Dein Wind-Segelfenster? 1-3 Bft? Da kommst Du ja nie aus dem Hafen ausser unter Motor. :-) - Smiley beachten!

Hanser

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37

Freitag, 6. Oktober 2017, 09:19

Vielleicht ein Aussetzer im Prüfer? Amok? Periode

Ich glaube nicht, dass es bei dem verknöcherten DSV auch Prüferinnen gibt ;(

Der Punkt ist in deinem Post, @Peterchen, deckt sich mich meiner Ansicht: Wenn bei ordentlich Welle das Aufnehmen der Boje schlicht vom Zufall abhängt, ist ein Prüfer, der nach zweimal "fast aufgenommen" den Prüfling (noch dazu ohne weitere Chance) durchfallen läßt, ein Armleuchter. Da stelle ich mir eher den alten, von Ehefrau und beruflichem Mißerfolg gefrusteten Prüfer als eine von Wind und Wetter gestählte Prüferin mit Periode vor - wenn es letztere denn gäbe :D

Sorry für Macho - ich habe nicht angefangen :hopp:
Volker

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38

Freitag, 6. Oktober 2017, 09:20

Sorry, aber mit dem SKS kannst du eine Yacht chartern und skippern und damit die Verantwortung für die Gesundheit und das Leben deiner Crew übernehmen.

Das kannst du auch mit dem SBF, und das garnichts darüber aus, ob du je auf einem Segelboot warst.
Liebe Grüße, Walter

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39

Freitag, 6. Oktober 2017, 09:25

Der absolute Knaller für mich war jedoch ein SKS Inhaber , der mir nachts vor Sassnitz, bei satten 10 bft erklärte , er habe noch nie nach
Einbruch der Dunkelheit einen Hafen angelaufen , obwohl er seit 30 Jahren !!!! als Skipper im Mittelmeer unterwegs war .
Auslöser war seine Frage , ob die Hafeneinfahrt Sassnitz falsch befeuert sei ? Die vorspringende Mole hatte er nicht auf dem Zettel .
Sekunden später stieg er in meiner Achtung , denn er zog den Bugmann , mit dem er die Fock runter holte und der über Bord gewaschen wurde ,
zurück aufs Boot .
Na dann ist der Mensch doch hervorragend ausgebildest. Denn er war 30 Jahre in der Lage ein nächtliches Anlaufen zu vermeiden. Das zeugt doch von guter Planung. Es mag ja gute Gründe geben warum er lieber Nachts im Hafen sein wollte. Ich habe z.B. eine Rot-Grün Schwäche zwar schaffe ich die geforderten Werte in der Anomaloskopuntersuchung, aber warum bewusst herausfordern doch mal was nicht richtig zu erkennen.
Und das er den Mitsegler bei den genannrten Bedingungen gut aus dem Wasser geholt hat zeugt doch von großer Bootsbeherrschung.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

40

Freitag, 6. Oktober 2017, 09:26

@Hanser: Die weiblichen Prüfer gibt es zumindest bei uns und am Bodensee :-) Die kommen allerdings mit ner Haarstütze am Unterkiefer an! ;-)

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