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41

Freitag, 6. Oktober 2017, 09:45

Wieviel Meilen seit Ihr vorher alle so gesegelt, bevor Ihr zu Prüfung angetreten seit. Eine ganz ehrliche Antwort wäre wünschenswert.

am Samstag aus HHafen raus, bis Donnerstag kreuz und quer rund Fünen Meilen geknüppelt, am Freitag vormittag 4 Std MoB trainiert, dann BR Prüfung

von 6 Aspiranten nur 2 mit ausreichend Jollen-/Regattaerfahrung

statt Quantität/Meilen sollte Qualität/Manöver bei der Ausbildung im Vordergrund stehen, meine bescheidene Meinung
Gruß aus Mittelfranken
Peter

Danziger

Regattaleitung

Beiträge: 3 755

Schiffsname: ISOBAR

Heimathafen: Flevomarina

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42

Freitag, 6. Oktober 2017, 09:51

Der SKS hat mehrere Funktionen. Und die wichtigste für den Sport ist seine Aufgabe für viele, besonders die Binnenländler ein Einstieg in den Segelsport an der Küste zu sein. Denn viele begeisterte Anfänger machen ihrer Törns über kommerzielle Segelschulen und da endet alles beim SKS. Das ist für Segelanfänger an der Küste sehr viel leichter, die gehen in einen Verein oder sprechen Leute auf dem Steg an. Leute aus dem Binnenland können das so nicht.

Stimme @JürgenG: in allen Belangen zu. Unser Blick ist in den meisten Fällen der eines Insiders, der auf deutlich anderem Niveau auf den Segelsport blickt als der begeisterte Anfänger. Perspektivenwechsel würde helfen, zu verstehen, was eigentlich der typische Segelanfänger braucht.

Dann die Frage nach der Motivation. Einige Segler sind wie ich und segeln einfach gerne um den Kopf frei zu bekommen und dem Körper was gutes zu tun. Deswegen gehören Regatten neben Touren zu meiner Vorstellung von Segeln. Andere gehen Segeln um Land und Leute kennen zu lernen, machen richtige Reisen. Das sind die Seeleute unter den Seglern. Dann die größte Fraktion, die Touristen. Das mache ich auch manchmal. Da geht es um Urlaub an und auf dem Wasser. Viele Hafentage, Sonnen, Baden, Essen und Trinken - alles Dinge, die auch Land basiert gemacht werden. Da ist das Boot eher ein Wassercaravan und Segeln ein extra Genuss. Das ist die größte Zielgruppe des DSVs, der Charterindustrie und Bootseigner. Die stellen auch den größten Teil der SKS Aspiranten da. Die wollen keine Seeleute und Regattacracks werden. Deren Anspruch ist der gleiche, den auch Flachlandtyroler ans Skifahrern haben: verletzungsfrei den Hang runterkommen und Party feiern.

Wenn wir Nachwuchs wollen, müssen wir unseren Blick verschieben und mal das Fahrten- und Regattasegeln beiseite schieben und uns den Ferienseglern und ihren Ansprüchen und Nicht-Ansprüchen widmen. Sie wollen sicher mit dem Boot umgehen können mit einem deutlichen Fokus auf Motor und Hafen und sie wollen nicht Infucker, Dirk, Bodenwrangen oder Glasen wissen müssen. Selbst Backbord ist unnötig für ihre Anforderungen.

Deswegen sollten wir den SKS als Segeleinstiegsschein und Maßnahme zur Wassersportförderung sehen und nicht als Skipperqualifikation. Wer dafür einem Zettel will oder einfach nur die Fortbildung genießen, gehe nach GB oder mache hier SSS oder SHS.

Leute die ein Segelboot nicht führen können, fahren es auch nicht. Segelschein als Schutz vor sich selber ist Unsinn. Andere Länder haben das schon lange kapiert. Da kommen wir auch noch hin, in der Motorbootwelt ist das z. B. die Erhöhung auf 15PS für scheinfreies Fahren. Das nennt man dann Förderung der Eigenverantwortung.

Hans

horstj

Seebär

Beiträge: 1 484

Wohnort: D - Meer - Berge = Münster

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43

Freitag, 6. Oktober 2017, 10:23


Kann man auch nicht. Da fahren auch erfahrene Segler in den Hafen.
Stimmt. Wenn beim ersten Versuch ein Rettungsmittel beim MOB ist, reicht das aus. Bevor man den MOB überfährt, ist es immer besser, mehrmals das Manöver zu fahren.
Der Prüfer vom Motoryachtverband hat völlig recht. Ein sogenannter schwerer Fehler ist erlaubt (oder zwei? :kopfkratz: ).


Das stimmt nicht mit den Durchführungsrichtlinien überein. Und zumindest an die hält sich ja wohl jeder Prüfer, sonst wäre er bald keiner mehr.
Der DSV hat die Prüfungsanforderungen ja hochgesetzt (3 Pflichtmanöver, keine Ausgleichsmöglichkeit beim Nicht-Bestehen von weiteren Aufgaben).
Richtig aber ist, dass der DSV mal ähnlich wie die RYA Mustermanöver beschreiben könnte, dann würden sich die Unterschiede in der Prüfungspraxis wohl schnell angleichen.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/
Saison 2017 beginnt bald: Spinnaker 29m² unbenutzt neu für Condor 55, Varianta K4/65/VA, Neptun 20/22: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…223994-211-9362

JürgenG

Admiral

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44

Freitag, 6. Oktober 2017, 10:24

Wenn wir Nachwuchs wollen, müssen wir unseren Blick verschieben und mal das Fahrten- und Regattasegeln beiseite schieben und uns den Ferienseglern und ihren Ansprüchen und Nicht-Ansprüchen widmen. Sie wollen sicher mit dem Boot umgehen können mit einem deutlichen Fokus auf Motor und Hafen und sie wollen nicht Infucker, Dirk, Bodenwrangen oder Glasen wissen müssen. Selbst Backbord ist unnötig für ihre Anforderungen.

Deswegen sollten wir den SKS als Segeleinstiegsschein und Maßnahme zur Wassersportförderung sehen und nicht als Skipperqualifikation. Wer dafür einem Zettel will oder einfach nur die Fortbildung genießen, gehe nach GB oder mache hier SSS oder SHS.

Leute die ein Segelboot nicht führen können, fahren es auch nicht. Segelschein als Schutz vor sich selber ist Unsinn. Andere Länder haben das schon lange kapiert. Da kommen wir auch noch hin, in der Motorbootwelt ist das z. B. die Erhöhung auf 15PS für scheinfreies Fahren. Das nennt man dann Förderung der Eigenverantwortung.

:gooost:

45

Freitag, 6. Oktober 2017, 10:35

Leute die ein Segelboot nicht führen können, fahren es auch nicht. Segelschein als Schutz vor sich selber ist Unsinn. Andere Länder haben das schon lange kapiert.


Na, hier in Berlin gibt es die zu Hauf...trotz Scheinpflicht fürs Segeln....
Der Weg ist das Ziel.
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Jeder Alkoholismus mit einem ersten Glas.
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Jeden Abend ´nen Bier - Ganze Leben Alkoholiker

Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewußt...

Sehbeer

Leuchtturmwärter

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46

Freitag, 6. Oktober 2017, 10:39

Deswegen sollten wir den SKS als Segeleinstiegsschein und Maßnahme zur Wassersportförderung sehen und nicht als Skipperqualifikation.
Das ist wohl wünschenswert aber es ist leider nicht so. Vor einigen Jahren ist der SKS zur Mindestanforderung an das gewerbliche Skippern (<12sm) geworden und das Gerücht, dass der SKS immer und überall als Zwangsvoraussetzung für das Chartern verlangt würde, hält sich auch hartnäckig (ist natürlich falsch).
Eine Veränderung des SKS zu mehr Segelpraxis und weniger Theorie wäre schön!
liebe Grüße

Mattze :Kaleun_Sleep:

Lerigau

Seebär

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47

Freitag, 6. Oktober 2017, 10:46

Werden Patenthalsen eigentlich bei solchen Ausbildungstouren "geübt"? Denn ich denke, wenn man sowas erstmal erlebt hat, dann kennt man das genau und kann es besser vermeiden.

Ich habe letzten Sonntag auf der Weser bewusst eine Patenthalse herbei geführt (ist das dann überhaupt noch eine?). OK, es waren nur 2Bft, in der Böe auch mal 3. Ich steuerte durch den Wind und meine Frau war ganz erschrocken, wie der Baum rüberkam (hatte ihn vorher aber relativ dicht geholt). Danach war dann schönes aber konzentriertes Schmetterlingssegeln angesagt :D

VG
Holger
„kommen sie, Rory, das ist keine Raketenwissenschaft! Das ist nur Quantenphysik“ (Dr. Who)

Löhni

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48

Freitag, 6. Oktober 2017, 10:51

Werden Patenthalsen eigentlich bei solchen Ausbildungstouren "geübt"? Denn ich denke, wenn man sowas erstmal erlebt hat, dann kennt man das genau und kann es besser vermeiden.

Ich habe letzten Sonntag auf der Weser bewusst eine Patenthalse herbei geführt (ist das dann überhaupt noch eine?). OK, es waren nur 2Bft, in der Böe auch mal 3. Ich steuerte durch den Wind und meine Frau war ganz erschrocken, wie der Baum rüberkam (hatte ihn vorher aber relativ dicht geholt). Danach war dann schönes aber konzentriertes Schmetterlingssegeln angesagt :D

VG
Holger


Wenn Du es absichtlich machst und sogar den Baum vorher dicht holst, dann ist es keine Patenthalse, sondern eine ohne "Patent". ;)
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

49

Freitag, 6. Oktober 2017, 10:55

Bei 5-6 Bft fährst Du in den Hafen? Mit einer 40 Fuss Yacht? Wie ist dann Dein Wind-Segelfenster? 1-3 Bft? Da kommst Du ja nie aus dem Hafen ausser unter Motor. - Smiley beachten!

Smiley gesehen. ;)
Bei 6 Bft bin ich auch schon gesegelt und es hat Spaß gemacht. Aber es war bei 5 Bft auch schon mal recht nervig im Zadarski Kanal zu segeln. Kommt eben auf mehrere Faktoren an.
Als Charterer muss ich bei 7 Bft. auf jeden Fall schon in einer Marina angelegt haben oder zumindest irgendwo gut geankert oder festgemacht haben.

Aber zum Thema...
Da ich gerade die Prüfung erfolgreich abgelegt habe, weiß ich etwas über die Vorgehensweise bei den Prüfungsfahrten. Unser Prüfer war selber mal Opfer eines schlechtgelaunten Prüfers. Er wollte aber von uns 5 Deliquenten sehen, dass die Kenntnisse da sind, die Seemannschaft passt und keine groben Fehler gemacht werden. Die Perfektion kommt mit den Segel-Jahren. Bei den Windstärken wie vom TO angegeben, muss man auch als Prüfer einsehen, dass die Bedingung zugunsten der Prüflinge gewichtet werden muss. Die Bewertung hat ohnehin einen großen subjektiven Anteil. Eine Patenthalse ist schon ein schwerer Fehler. Aber kein Grund, den Prüfling gleich durchfallen zu lassen. Was auch immer die anderen Prüflinge gemacht haben. 100% Durchfallquote ist unrealistisch und ich unterstelle/schlussfolgere, dass es um die nochmaligen Prüfungsgebühren ging.
Ahoi, Mario Falko.

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Winterfalke« (6. Oktober 2017, 11:07)


holztoeter

Offizier

Beiträge: 234

Schiffsname: withe ghost

Bootstyp: Rommel Sportster

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50

Freitag, 6. Oktober 2017, 10:58

Die ganze Diskussion zeigt mir mal wieder dass der Schein überbewertet ist und die Diskussion darum nervig. Entweder man kann segeln oder eben nicht. Und um es zu können muss man üben üben üben....
Am besten eine fundierte Grundausbildung, am besten im Verein dann klein anfangen und auf Törns mitsegeln. Ich habe "nur" den amtl SBF-See/Binnen aber tausende Meilen und Kilometer hinter mir. Ich kenne soviele SKS und auch einen SSS- Inhaber bei denen ich kaum über den Fluss mitfahren würde. Das ganze ist für mich rein kommerziell und dann wundert es auch nicht das die Ausbildung schnell schnell geschieht und jeder so ein Ding haben sollte.
Es gibt übrigens auch weibl. Prüfer. Ob die nun auch Praxis prüfen weiß ich nicht aber ich sage nur Preisgau-Wichert. Da hatte ich auch mal eine Kollision.
Man kann über alles mit mir reden nur Kritik vertrage ich nicht.

51

Freitag, 6. Oktober 2017, 11:09

Es gibt übrigens auch weibl. Prüfer.

Na wenn das mal nicht in Saudi-Arabien Schule macht. :verstecken:
Ahoi, Mario Falko.

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

52

Freitag, 6. Oktober 2017, 11:10

Werden Patenthalsen eigentlich bei solchen Ausbildungstouren "geübt"? Denn ich denke, wenn man sowas erstmal erlebt hat, dann kennt man das genau und kann es besser vermeiden.

Ich habe letzten Sonntag auf der Weser bewusst eine Patenthalse herbei geführt (ist das dann überhaupt noch eine?). OK, es waren nur 2Bft, in der Böe auch mal 3. Ich steuerte durch den Wind und meine Frau war ganz erschrocken, wie der Baum rüberkam (hatte ihn vorher aber relativ dicht geholt). Danach war dann schönes aber konzentriertes Schmetterlingssegeln angesagt :D

VG
Holger


Wird ein Überschlag in der KFZ Fahrschule geübt? :-) Eine echte Patenthalse bei ordentlich Wind auf vorlichem Kurs. Also ein Schwenk um annähernd 180 Grad hat eine enorme Wucht. Ich durfte es bisher zum Glück nur einmal erleben bei einem SKS Inhaber (kleine Stichelei) der eine Halse nach klarmachen zur Halse ohne weitere Ankündigung und Kommando rund achtern gefahren ist und ich mich dann zwischen Großschot und Süll stark spürbar eingeklemmt hat. Ich war richtig böse und knapp davor ein MOB zu provozieren.

Die Frage, warum gehören Bullenstander und dessen Nutzung nicht in einen SKS Prüfungsablauf geschweige denn, dass Hersteller mal dran denken ein paar zusätzliche Augen aufs Deck zu bauen. Naja, das Leben ist halt kein Ponyhof :-)

53

Freitag, 6. Oktober 2017, 11:25

uhhhh... sorry das ich so ein Staub aufgewirbelt hab...

Um einige Dinge zu Klären die hier gefragt wurden:
Es war eine Bavaria 46 Segelyacht.
Crew sehr unterschiedlich.
Einer hatte schon seit 20 Jahren eigenes Segelboot am Bodensee,
Eine Frau konnte bis zum Tag der Prüfung noch nichtmal eine Winsch richtig belegen
(entweder falsch rum oder nicht über die Rolle beim dichtholen - war echt ne Katastrophe),
Ein weiteres Crewmitglied war Ingenieur und Pilot sehr souverän/geschickt
Ich für meinen Teil war mit über 600sm angereist - war im März dieses Jahres erstes mal auf einem Segelboot,
nach 40Jahren Motorbootpraxis. Meine Seemeilen waren ein Skipperintensivkurs mit nur 2 Mitseglern 14 Tage,
ein Helgolandtörn Segelkurs bei Eichler Hamburg und ein Intensiv-Manövertraining in Hamburg - will damit
sagen, dass ich mir alle Mühe gebe und keineswegs mir diesen SKS Schein ermogeln will.

2. Ich wollte zu keiner Zeit über die Prüfer und Ihr Urteil hier debatieren - Ich schrieb "es is wie es is - schauen wir nach vorn..."
Ich bin froh diese Erfahrung bei dem Wind und Welle gemacht zu haben - ich habe in den 6 Tagen Prüfungstörn wieder viel dazugelernt,
vor allem fand ich das ich jetzt erst etwas Routine entwickle ohne über alles 2x nachdenken zu müssen.
Mein An- und Ablegemanöver bei viel Wind im Hafen hat die Prüfer sehr beeindruckt - bekam großes Lob dafür (na ja nach 40Jahre Motorboot).

Was ich eigentlich wissen wollte in meinem Eröffnungsthread hat sich nach dem lesen der Beiträge realativiert - is nich mehr so wichtig.

:)
----------------------------------------------
Gruß Hubertus

grummel

Leuchtturmwärter

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54

Freitag, 6. Oktober 2017, 11:43

@Hkss: Ich finde Deine Einstellung Klasse. :thumb:
Weiter so :thumb:
von nix Ahnung, aber glücklich.
Mein Marktplatzeintrag

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55

Freitag, 6. Oktober 2017, 11:49

Deswegen sollten wir den SKS als Segeleinstiegsschein und Maßnahme zur Wassersportförderung sehen und nicht als Skipperqualifikation.

die Alternative wäre ein SFB Segel. Der SKS sollte schon als Qualifikationsnachweis (erhalten bleiben) dienen. Im Übrigen (wäre) ist er, ausser der gewerblichen Nutzung, obsolet.
Liebe Grüße, Walter

there is no tool like an old tool.....

kielius

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56

Freitag, 6. Oktober 2017, 11:50

@Hkss: Ich finde Deine Einstellung Klasse. :thumb:
Weiter so :thumb:
Ich auch.
Aus dem Zusammentreffen von Vorbereitung und Gelegenheit entsteht das, was wir Glück nennen.
Anthony Robbins

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Schiffsname: wechselt und daher auch nicht wie Frauennamen auf den Arm tötowiert

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57

Freitag, 6. Oktober 2017, 13:49

Zuerst : Hab noch keine nähere Info über die vermasselte SKS-Prüfung in Kiel.
daher nur mal etwas Grundsätzliches zu Prüfungen :

* Seeprüfung wird z.B. hier im Binnenland auf einem Böötchen im Stausee in der Flussbucht gefahren.
Einziger Unterschied zur Binnenprüfung ist : den nächsten Brückenpfeiler anpeilen und erzählen, was man mit der Peilung macht ;(

* Mit sind aus früheren Jahren SKS-Prüfungen bekannt, da wurden vor Lemmer (Friese Hook) die 300 sm mit dem großen Zimmermannsbleistift zusammengeschrieben.
Es wurden in der SKS-Übungswoche hauptsächlich MoB und Hafenmanöber geübt.
Null-Durchfall-Quote (laut Crash-Kursverticker) aber jedesmal vor Ostern (Vor der Saison - Boote billig - Umsatz gut) min. 2 Boote voll !

* Auf diversen SKS-Prüfungen sind also Seeschein-Inhabende (schön genderkorekt ! :thumb: ) an Bord, die zuvor bei Bekannten mal mitgefahren sind,
wie zuvor gesagt mal auf die Schnelle die Meilen erschrieben haben oder Mitfahrtörns irgendwo absolviert haben.

* abgesehen von den Küstenbewohnern, sind da eben vielfach Segelunerfahrene in der SKS-Prüfung.
Natürlich auch gestandene Segler - teilweise Bootseigner mit Seeschein - aber

* der SKS ist nicht nur ein Segelschein ! Man kann ihn auch nur unter Motor machen !

* bereits beim Seeschein, (wird aber selten so genau gesehen) aber immer öfters beim SKS, wird verlangt
dass im MoB-Manöver das Boot neben dem zu Errettenden stehen soll ! Eine Passage mit 2-3 kn Speed ist nicht akzeptabel !
In der Realität bekommt man sonst die Person auch nicht an Bord.
Daher wird auch Wert auf einen gelungenen Aufschießer bzw. Beiliegen gelegt.

* nichst desto trotz gilt die Patenthalse, genau wie überfahrene MoBs (Maschine an beim MoB) als Durchfall !

* der SKS war und ist nicht umsonst ein freiwilliger Schein mit amtlicher Scheinbarkeit.
Die hier geposteten Wunschvorstellungen vonwegen Seeschein= Beginn und SKSschein = Abschluus des Segeln lernens
entbehren jeglicher Realität im Wassersportbereich. Man sollte bitte nicht nur die bootsgewohnten Küstenbewohner sehen.

* Nicht einmal die 1000 sm für die höheren Scheine sind immer wirklich selbst ersegelt !
Der SKS wird daher - auch hier - viel zu hoch im seglerischen Wert angesetzt !
SSS und SHS wären da die Premium-Nachweise für seglerisches Können, falls man der Scheinhierarchie unterliegen möchte.

* der SKS ist nichts weiter als Nachweis für erlernte Theorie und Teilmahme (vielleicht) an einer praktischen Unterweisung mit
anschließender Kursabschluss-Prüfung.
Lediglich die politische Aufwertung zum gewerblich nutzbaren Lappen hat ihm ein etwas besseres Image gegeben;
und die Prüfungskommissionen endlich einmal veranlasst, da etwas upzudaten.
Was, weil offensichtlich für viele beim SKS die Scheinobergrenze erreicht ist, kein Nachteil sein dürfte.

Natürlich sind hier im Segelforum nur segelkundige Skipper versammelt. :tatsch:
Das sieht aber bei genauerem Hinsehen im vielbefahrenen rRevier auf einigen Booten nicht immer so aus.
Ist eben, wie auf der Strasse. Dicken SUV oder Porsche besitzen - bedeutet nicht unbedingt, dass die am Rad drehen auch fahren können !

Es ist, wie von anderen gepostet :
Ein veritables Skippertraining bzw. reale Segelerfahrung - evtl. auch als Prüfungsvoraussetzung - wäre ratsam. Privat sowieso !

;)
ja...der redet und schreibt auch ungefragt....wer wissen will was....liest da :


http://www.my-seaside.net/html/kolumne.html . ... -.....QUERULANT= https://blog650.wordpress.com ... - ......HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com ......-........http://www.wassersport-pool.info ..[/align]

bobby

Proviantmeister

Beiträge: 411

Wohnort: Kiel

Schiffsname: Skat

Bootstyp: Junker 22

Heimathafen: Stickenhörn

Rufzeichen: DD7903

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58

Freitag, 6. Oktober 2017, 14:52

Mein Mitgefühl. Finde, der SKS ist ein Schein für ein Hobby. Da kann man gerne auch mal ein Auge zudrücken,
Hans


Voller Widerspruch, der SKS ist unter Anderem ein Befähigungsnachweis zum gewerblichen Führen von Booten und kein
Hobbyschein oder "Jodeldiplom".
Wenn ich mich so an Bekannte erinnere, die von ihren Großtaten als Scheininhaber erzählten, wenn ich mir vorstelle
dass ich die als bezahlten Skipper in irgendeiner Form eingestellt hätte ... bei einem Taxifahrer hätte ich der zuständigen
Behörde einen Hinweis gegeben.
A: Nehmen wir die Tonne an steuerbord, oder an backbord?
B: Wenn Du Dich nicht schnell entscheidest, dann nehmen wir sie mittschiffs!

59

Freitag, 6. Oktober 2017, 15:04

und ich wäre vor 2 Wochen voll im Sperrgebiet auf eine Baggerplattform gedonnert hätte ich auf Freund „Alle Scheine“ gehört.

Rudergänger: Kurs?
Navigator: 105 Grad

Rudergänger: Wie lange?
Navigator: Mindestens für 5 SM

Rudegänger: in 1 SM vorraus ist aber ein Hindernis
Navigator: Kann nicht sein, Kurs beibehalten

Rudergänger: in spätestens 5 Minuten rammen wir ein Hindernis
Navigator: Unmöglich, ist Dein Kurs richtig?

Rudergänger (bereits um 20 Grad abfallend): Schaff Deinen verdammten Arsch an Deck und schau Deine Scheißnavigation mal von oben an!

Das war die jugendfreie Version :-)

Ok, mein Ton war vielleicht etwas angefressen.

Klaus13

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MMSI: 211674410

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60

Freitag, 6. Oktober 2017, 15:06


....vor allem fand ich das ich jetzt erst etwas Routine entwickle ohne über alles 2x nachdenken zu müssen....


Moin,

das ist einganz entscheidender Satz. Diese Fähigkeit, reflexartig richtig zu handeln, erlernt man aber nur durch die oben mehrfach erwähnte Übung. Und es gilt, je mehr Wind, je mehr Welle desto schneller muss der Reflex kommen. Und das kann man eben bei Prüflingen kaum voraussetzten, die i.d.R. am Anfang der Segelkarriere stehen. Das hier mehrfach geforderte: "Ein SKS-Inhaber muss man alles schon am Anfang können, weil er schon den SBF hat" möchte ich nicht unterstützen. Viele machen die Scheine in schneller Folge, weil sie im Thema drin sind, sinsd also relativ ungeübt. Man muss am Anfang, also auf seine ersten eigenen Törns, gelegentlich einfach mal Glück haben, damit nichts passiert. Meist klappt das ja auch. Insofern ist eine Prüfung bei dem beschrieben Wetter auch Glückssache und hat ganz offensichtlich nicht funktioniert.

Gruß Klaus
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