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Abyss

Lotse

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21

Dienstag, 4. September 2018, 11:33

SBF Binnen und See sind MUSS, wenn man selbst ein Schiff führen möchte

Warum denn?

Mir reicht es, wenn ich es kann. Da brauch ich keine Plastikkarte, auf der steht, dass ich darf (wobei ich ja mit Einschränkungen auch ohne SBF darf).

Ich habe jetzt mein erstes Jahr mit 28 Segeltagen hinter mir und die Notwendigkeit für den SBF Binnen sehe ich nicht. Und den SBF See werde ich auch nur deshalb machen, weil es die Kroaten so wollen.

In meinen Augen sind die SBF Scheine ein absoluter Witz. Viel Theorie, die man nach der Prüfung schnell wieder vergisst. Dafür recht wenig Praxis, die man in unserer Region fast nur bei Leichtwind absolviert. Und bei der Prüfung für jedes Manöver 2 Versuche ...

Wenn ich mir meine Mitschüler anschaue, die jetzt nach etwa 10 bis 12 Segeltagen die Prüfung machen wollen, würde ich behaupten, dass deren Selbstbewusstsein größer ist als ihr Können. Bestehen werden wohl sie trotzdem und sich über ihren Schein freuen. Und ich freue mich, dass ich mich auch bei 4 Bft noch auf's Boot traue.


Ich habe den SBF-See und SRC. Nicht weil ich Scheine mag, sondern weil ich diese Scheine haben muss! Die Versicherung will es, die Italiener, die mich regelmäßig kontrollieren wollen es, und meine Funkanlage
darf ich auch nur mit Schein betreiben.
Ich gehe nach dem Motto, so viel wie gerade nötig...

Erlkönig9-5

Proviantmeister

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22

Dienstag, 4. September 2018, 11:56

Ich gehe nach dem Motto, so viel wie gerade nötig...



Genauso mache ich es auch, d.h. aber auch, dass ich mich immer noch gerne mit Navigationsaufgaben im Winter beschäftige, einfach so zum Spaß. Mir ist aber auch klar, dass es heute viele Apps gibt, die Wetterdaten und Strömungsverhältnisse auf der vorgewählten Route berechnen und einbeziehen.
Ich überlege deshalb manchmal, ob ich doch mehr in elektronische Ausrüstung investieren sollte. Bisher reichten mir meine vorhandenen Hilfsmittel. Doch das ist schon wieder ein anderes Thema.

Eine gute Segelschule/ Verein kann dir schon eine ganze Reihe relevanter Dinge beibringen oder festigen.

Handbreit, Ansgar

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23

Dienstag, 4. September 2018, 12:09

....Eine alte Jolle ohne fachmännische Unterstützung dabei wäre wohl auch nicht besonders geschickt, richtig?


Ich seh das anders. Ich hab mir selbst eine Jolle gebaut und bin einfach losgesegelt. Segeln ist doch pure Physik mit einem bischen Gefühl dazu. Die Grundlagen lernt man schnell und der Rest kommt durch intensive Praxis.
Gruß, Jörg!

  • »ronja-express« ist der Autor dieses Themas

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24

Dienstag, 4. September 2018, 13:39

Na, das ist ja schon recht produktiv hier.
Ich versuche mal, Beiträge zu verbinden und zu moderieren:

Mehrere hier haben sozusagen auf die Lernkurve hingewiesen.
Mal in dem Zusammenhang, dass sie nach den absoluten Basics abbricht,
mal in dem Zusammenhang des sportlichen Segelns, wo die Kurve steiler wird.

Ich habe den Eindruck, dass die Anfänger mit sportlichem Anspruch im allgemeinen die längere und steilere Lernkurve haben,
weil die eben eher ihre Komfortzone verlassen. Und weil sie einfach interessiert und konzentriert sind.
Wer Segeln auch oder besonders als Sport begreift, will in dem Sport eben auch einen gewissen Level ereichen.

Die anderen haben evtl. das erreicht, was sie sich vorgestellt haben.
Was vielleicht nur gemütliches Daddeln von Hafen zu Hafen ist.
Wer keine Sehnsucht nach mehr hat, hört dann vielleicht auf zu lernen.

Vielleicht mag mal jemand etwas dazu schreiben:
Welche Idee oder welche Vorstellungen habt/hattet ihr als ihr mit dem Segeln angefangen habt?

Bonusfrage: Wie fest waren diese Vorstellungen?
Ich lese nämlich hier und auch woanders immer mal wieder heraus, dass Leute mit ganz festen Vorstellungen zum Segeln kommen.
Beispiel: Jemand weiss schon, er will unbedingt ein eigenes Boot mit den und den Attributen und damit genau das und das machen.

Ein bisschen schade finde ich, weil man sich so ja auch evtl. von Möglichkeiten ausschliesst.
Ich bin ein großer Freund davon, mal links und rechts des Weges zu schauen.

Hier an der Küste ging das für Jugendliche ja früher ganz anders.
Da gab es Jugendabteilungen mit Kuttern und anderen Booten.
Oder man ist bei alten Eignern mitgefahren, evtl. auch als Regattacrew.
Man hatte also Gelegenheit, viel auszuprobieren und viel kennenzulernen.
Die eigenen Ideen vom Segeln haben sich nach und nach entwickelt, vorher hat man eben gesegelt, was da war... :D

Zum Learning-by-youtubeing: Das ist für mich noch recht neu.
Wir benutzen das bislang für bestimmte Themenbereiche, namentlich Knotenkunde.
Da können sich die Leute den genauen Ablauf zu Hause beliebig oft ansehen.
Kann man damit effektiv auch Kurse zum Wind, Wende und Halse, Bedienung von Schoten und Fallen usw. lernen?

Auf jeden Fall eine interessante Anregung, die ich auch gerne für mich mitnehme.

Hier im Forum ist das Publikum der Segelanfänger definitiv anders als das, was ich in natura erlebe.
Aber das ist ja auch kein Wunder.

Meine Schüler haben sich für einen Kurs entschlossen, weil sie entweder keinen Weg kennen, das auf eigene Faust zu machen.
Oder - und das ist wohl sehr verbreitet - sie haben einfach sehr viel Respekt vor der ganzen Sache und wollen das lieber mit jemandem angehen, der neben ihnen steht.
Und dann sind da natürlich die, die eigentlich nur mal ausprobieren wollen.

Bonusnutzen unserer Kurse: Man lernt Leute im Verein kennen.
Dieses Jahr habe ich tatsächlich auch Anfänger aus dem Kurs direkt auf ein Eignerboot als Crew vermittelt.

Was das Theoriepauken im Winter angeht:
Ich versuche immer zu animieren, dass die Leute sich das ganze Jahr mit Segeln beschäftigen.
Es gibt ja so viele Möglichkeiten, auch eigene Weiterbildung für Navi o.a. macht ja nicht dümmer.

Holger

pks

Lotse

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25

Dienstag, 4. September 2018, 14:43

Was das Theoriepauken im Winter angeht:

den A-Schein hab ich in der Jugendabteilung nach 2! Jahren erworben, Pirat-Korsar- FD, alles binnen, nix Navigation (See)

nach > 20 Jahren Wiedereinstieg mit nem Conger, nach 2 Monaten Tausch gg 25 Ft, Ziel Küstensegeln Ostsee + MM

Da in Italien ein Schein anzuraten ist beim örtlichen Yachtclub im Winter Kurse für SBS Binnen + See + Funkzeugnis belegt, BR wg Navigation angehängt incl. 1 Wo Praxis ab HHafen

bei der IT war ich absoluter Autodidakt, nie Kurse belegt, das Navipauken in der Gruppe war aber sehr entspannt

zum Scheine sammeln: den Knallerkurs an einem Samstag hab ich mir auch noch gegönnt, wie kommt man sonst legal an vernünftige Raketen ?

geschadet hat das nix, Segeln konnte ich schon vorher, in der Praxis ist aber noch ein Unterschied Jolle/Seedampfer, hab Lehrgeld bezahlt
Peter

ruben7587

Salzbuckel

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26

Dienstag, 4. September 2018, 14:53

Ich habe nach sehr langer Zeit der Untätigkeit des Vereins nun die Jugendgruppe neu aktiviert .
In diesem Fahrwasser traten auch Eltern an mich heran , die Segeln lernen wollten .
Das sollte doch in 14 Tagen erledigt sein und dann den Schein her , damit ich allen zeigen kann , dass ich Segeln erlernt habe .

Die meisten guckten etwas komisch als ich ihnen erklärte , dass wir keine Segelschule sind , sondern ein Segelverein , in dem man
auch das Segeln erlernen könne . Die Zeit der Ausbildung ist dabei relativ . Ich erklärte ihnen , dass ich mich mit 53 Segeljahren
immer noch in der Ausbildung befinden würde und das ich die Ausbildung nie abschließen werde .
Da dämmerte ihnen , was ich meinte .

Einer tat sich besonders hervor . Sein Freund sei Segellehrer mit eigener Segelschule in Berlin . Er sei mehrere Törns mitgesegelt aber
" Segeln " , wie er es verstehen würde , hat er nicht gelernt .
Auf meine Frage , wo wir anfangen sollen , antwortete er : " Auf der Jolle , vorne , am ersten Beschlag " .
Aha , der wollte nicht nur Kreise drehen und Scheine , der wollte Seemannschaft . Das bestätigte er auch auf Rückfrage . In den Lernpausen habe er
immer noch Zeit und Gelegenheit , ein paar Stunden zu segeln und dabei erlerntes umzusetzen .
Gelegenheit ist in diesem Fall ideal , weil wir beide 5 Minuten vom Verein entfernt wohnen und uns schnell verabreden Können .
Kein Zeitdruck , keine hoch gesteckten Ziele , alles langsam an und dafür sehr intensiv .

Viele können damit nicht ümm , weil ihnen pro Jahr nur ein paar Wochen ( oder der Urlaub ) bleiben , in denen was passieren kann / muss .
Deren verbleibende Zeit ist kostbar und da muss alles ganz doll und ganz viel erledigt werden .
Aus Beobachtungen und Gesprächen habe ich erfahren , dass diese Menschen nie zur Ruhe kommen . Die können ihren Segelurlaub kaum genießen ,
weil sie selbst im Urlaub noch stressen und von einem zum anderen Hafen jagen .
Selbst die Kaffeepause an Bord , wenn man einfach mal vor sich hin dümpelt , ist geplant . Da muss es nach 17 Minuten und 12 Sekunden weiter gehen .
Man erkennt diese Segler daran , mit welcher Geschwindigkeit die sich an Bord bewegen . Der alte Zausel lässt sich viel mehr Zeit und genießt sein Tun .
Da muss man auch sofort auf einem 12-Meter Boot Segeln lernen , weil man nicht die Zeit hat , was anderes zu machen , evtl. auf der Jolle zu segeln .
Kann ich verstehen , denn das Feld für ein 12-Meter Boot fällt nicht vom Himmel , das muss verdient werden und dafür braucht man Arbeitszeit .
Für eine fundierte Ausbildung verbleibt dann weniger Zeit , insbesondere auch dann , wenn der Weg zum nächsten Wasser mehrere Stunden beträgt .

Bummibär

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27

Dienstag, 4. September 2018, 14:54

My Way

Moin,

hier mal ein anderer Weg: Den SBF habe ich autodidaktisch erlernt und für den praktischen Teil 2 Stunden ein Motorboot, mit Ausbilder gebucht. Oh - da war schon eine dünne Eisschicht auf dem Kanal.
Das ist ja nun wirklich nur Theorie und segeln kann man danach definitiv nicht!

Im darauf folgendem Sommer habe ich eine Ausbilderin samt Segelboot (eine Bav 32") gebucht und diese Dame hat den Schweiß zum laufen gebracht, Wende, Wende, Halse und wieder von vorn .... Und nach "Feierabend" hat sie mir das Ein mal Eins des segeln beigebracht. Knoten, Wetter, Nautik, KVR ...
In Anschluß zog ich mit ihr auf ihr Ausbildungsschiff mit Namen Mephisto und habe den SKS Meilentörn mit abschließender Prüfung belegt ...
und weil es Spaß mit uns gemacht hat, haben wir gemeinsam die PCO Regatta bestritten ... SKS Theorie und Karte dann wie autodidaktisch.

Achtung und Respekt vor den Elementen ist eine Grundvorraussetzung. Das Meer prüft in jedem Falle nach.

Zu meiner Person. Ich selber bilde auch Leute aus, jedoch für Geräte und Anlagen im Spezialtiefbau und habe gelernt, daß Theorie am besten "hängen" bleibt, wenn diese sofort angewandt werden kann.

Grüße Andy

P.S. Meine Ausbilderin heißt: MONI :good2:

Sehbeer

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28

Dienstag, 4. September 2018, 15:24

hier mal ein anderer Weg: Den SBF habe ich autodidaktisch erlernt und für den praktischen Teil 2 Stunden ein Motorboot, mit Ausbilder gebucht. Oh - da war schon eine dünne Eisschicht auf dem Kanal.
Das ist ja nun wirklich nur Theorie und segeln kann man danach definitiv nicht! XXX

Im darauf folgendem Sommer habe ich eine Ausbilderin samt Segelboot (eine Bav 32") gebucht und diese Dame hat den Schweiß zum laufen gebracht, Wende, Wende, Halse und wieder von vorn .... Und nach "Feierabend" hat sie mir das Ein mal Eins des segeln beigebracht. Knoten, Wetter, Nautik, KVR ...
An dieser Stelle XXX war das aber nur der SBF-See (oder SBF-Binnen nur Antriebsmaschine)? Also nicht mit Segeln wie z.B. beim SBF-Binnen Seglen+Antriebsmaschine? :fragen:
liebe Grüße

Mattze :Kaleun_Sleep:

Bummibär

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29

Dienstag, 4. September 2018, 15:43

@Sehbeer: xxx = SBF See (Motor) :O

Marinero

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30

Dienstag, 4. September 2018, 16:50

Wenn man das als Kind nicht lernen konnte (....) Wenn man das erst in späteren Jahren lernen möchte, dann geht nichts über mitsegeln

Die Notwendigkeit beim Segeln "klein" anzufangen sehe ich absolut nicht. Klar, wenn Kinder die Chance bekommen so zu starten ist das langfristig ideal. Aber der geneigte erwachsene Interessent wird sich nicht mehr auf einer Jolle über Baggerseen bewegen wollen. Und wo darin der unmittelbare Vorteil liegt, um später eine Yacht zu führen....??

Was man bereits als kleines Kind gelernt hat..... Sprachen, Skifahren, Segeln (heutzutage: PC/Handy :D) .... diesen Vorsprung (Erfahrung, Intuition, usw.) holt kein Erwachsener jemals ein. Ausnahme- oder Naturtalente bestätigen die Regel.
Also ist es müßig, dem 30-jährigen zu erklären, was er verpasst hat und dass er es niemals so können wird wie ein "native".

Hab erst gestern Abend in einer der letzten YACHT Ausgaben gelesen, dass die Anzahl der Rettungseinsätze in 2017 erneut von 75 (?) auf 55 (?) gesunken ist. So wenig Notfälle? Also: Einfach Boot kaufen und losfahren!

Winterfalke

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31

Mittwoch, 5. September 2018, 07:41

Ich gehe nach dem Motto, so viel wie gerade nötig...

Richtig. Ich habe das Kroatische Küstenpatent (Funkzeugnis inkludiert) und den FB2. Mehr habe ich bis jetzt auch noch nicht gebraucht. Als Einzigstes werde ich noch das SRC machen, will das inkludierte wahrscheinlich außerhalb HR und I nicht gelten wird.

Einfach Boot kaufen und losfahren!

Na ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht. :S
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
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Löhni

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32

Mittwoch, 5. September 2018, 08:57

Zitat von »Marinero«
Einfach Boot kaufen und losfahren!

Na ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht.


Wieso nicht?
Habe ich vor vielen Jahren genauso gemacht. SBF-See für die rechtlichen Basics gemacht und gleich danach ein kleines 22 Fuß Dickschiff gekauft.
Und dann: segeln, ausprobieren, lesen, zeigen lassen, rantasten, segeln, segeln, segeln, segeln,...
Und weil mich damals auch das Segelvirus und nicht (nur) das Hafenmanöver-Urlaubs-WohnmobilAufDemWasser-Virus erfasst hat, habe ich ein oder zwei Jahre später zusätzlich eine ältere Jolle für schmales Geld gekauft, auf der ich (natürlich ohne "fachmännische" Unterstützung ;)) aus reinem Spaß gesegelt bin.

Erst Jahre später bin ich an einen Segelverein geraten und inzwischen bereue ich, das nicht früher gemacht zu haben. Denn da trifft man plötzlich einen ganzen Hafen Leute, die genauso (oder zumindest ähnlich) ticken. Man segelt zusammen, lässt sich Tricks und Kniffe zeigen, hilft sich bei der (Winter-)Arbeit und hat (außerhalb dieser eher virtuellen Welt des Forums) jederzeit die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Meine Lernkurve ist seit dem Vereinseintritt zwar sehr viel steiler verlaufen, als zuvor - aber das heißt nicht, dass man das Segeln nicht auch autodidaktisch lernen kann.
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

Winterfalke

Kap Hornier

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33

Mittwoch, 5. September 2018, 09:32

Wieso nicht?
Habe ich vor vielen Jahren genauso gemacht. SBF-See für die rechtlichen Basics gemacht und gleich danach ein kleines 22 Fuß Dickschiff gekauft.
Und dann: segeln, ausprobieren, lesen, zeigen lassen, rantasten, segeln, segeln, segeln, segeln,...

Dann bist Du ja nicht einfach losgesegelt, sondern hattest einen Schein. ;)
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

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34

Mittwoch, 5. September 2018, 09:42

Zitat

Wieso nicht?
Habe ich vor vielen Jahren genauso gemacht. SBF-See für die rechtlichen Basics gemacht und gleich danach ein kleines 22 Fuß Dickschiff gekauft.
Und dann: segeln, ausprobieren, lesen, zeigen lassen, rantasten, segeln, segeln, segeln, segeln,...

Dann bist Du ja nicht einfach losgesegelt, sondern hattest einen Schein. ;)
.... der mit SEGELN aber überhaupt nichts zu tun hat.
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

35

Mittwoch, 5. September 2018, 09:43

Wieso nicht?
Habe ich vor vielen Jahren genauso gemacht. SBF-See für die rechtlichen Basics gemacht und gleich danach ein kleines 22 Fuß Dickschiff gekauft.
Und dann: segeln, ausprobieren, lesen, zeigen lassen, rantasten, segeln, segeln, segeln, segeln,...

Dann bist Du ja nicht einfach losgesegelt, sondern hattest einen Schein. ;)

Ok, ob man sich ein´Buch im Selbstudium reingezogen hat oder gleich den alten SBF gemacht hatte - der Zeitaufwand war da wohl fast identisch...

Sehbeer

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36

Mittwoch, 5. September 2018, 09:58

Hab erst gestern Abend in einer der letzten YACHT Ausgaben gelesen, dass die Anzahl der Rettungseinsätze in 2017 erneut von 75 (?) auf 55 (?) gesunken ist. So wenig Notfälle? Also: Einfach Boot kaufen und losfahren!
Auf! Auf! Lasst uns die Zahlen der Noteinsätze wieder steigern! :D ;) Nein natürlich nicht. :no_1:
Die Frage, die sich mir beim Lesen dieser Zahlen stellt ist, woran es liegt.
Sind einfach nur weniger Menschen/Boote auf dem Wasser?
Sind gleich viele unterwegs aber besser ausgebildet?
Sind die Boote und das Material neuerer und besser?
... ? :verwirrt:
liebe Grüße

Mattze :Kaleun_Sleep:

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Salzbuckel

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37

Mittwoch, 5. September 2018, 10:08

Off-Topc - Eine Begründung wurde gleich mitgeliefert - es waren einfach weniger unterwegs in dem nicht so schönen Sommer 2017. Mal sehen, wie es in dieser Rekordsaison war ...

Hab erst gestern Abend in einer der letzten YACHT Ausgaben gelesen, dass die Anzahl der Rettungseinsätze in 2017 erneut von 75 (?) auf 55 (?) gesunken ist. So wenig Notfälle? Also: Einfach Boot kaufen und losfahren!
Auf! Auf! Lasst uns die Zahlen der Noteinsätze wieder steigern! :D ;) Nein natürlich nicht. :no_1:
Die Frage, die sich mir beim Lesen dieser Zahlen stellt ist, woran es liegt.
Sind einfach nur weniger Menschen/Boote auf dem Wasser?
Sind gleich viele unterwegs aber besser ausgebildet?
Sind die Boote und das Material neuerer und besser?
... ? :verwirrt:

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38

Mittwoch, 5. September 2018, 10:37

Zitat

Zum Learning-by-youtubeing: Das ist für mich noch recht neu.
Wir benutzen das bislang für bestimmte Themenbereiche, namentlich Knotenkunde.
Da können sich die Leute den genauen Ablauf zu Hause beliebig oft ansehen.
Kann man damit effektiv auch Kurse zum Wind, Wende und Halse, Bedienung von Schoten und Fallen usw. lernen?


Nochmal zum Thema Youtube: Ja, man kann sich damit das nötige theoretische Wissen aneignen. ABER: es ist in den seltensten Fällen strukturiertes lernen. Man schaut sich ein paar Knotenvideos an, dann wie jemand einparkt, dann googelt man "Großsegel setzen", schaut im Forum rum, abonniert dutzende Kanäle, zwischendurch mal ne NDR Nordstory zum träumen.
Das alles hilft um eine grundsätzliche Idee davon zu bekommen wie es ist richtig zu segeln.

Hat mir aber gereicht um ein 27 Fuß Boot zu kaufen ohne vorher auf etwas dieser größe auf dem Wasser gewesen zu sein. Sonst nur Fähre oder Tretboot.

Man muss schon sehr pragmatisch sein um das zu tun aber es reicht aus! Ich kam aus der Box, ich hab Segel gesetzt, mich durch den engen Isefjord navigiert, gekreuzt, Schießgebiete umfahren und bin im neuen Hafen angekommen ohne irgendwas zu zerstören.

Nur meine Rollfock hatte sich mal festgefressen und rollte sich nicht mehr ein bis sie sich schlagartig komplett ausrollte. Nicht genug Spannung auf der Leine, hat sich vertörnt und dann mit zu viel Kraft gewinscht, klack! Danach musste ich noch kurz im Hafen googeln wie ich das Vorsegel überhaupt runter bekomme. Dafür habe ich kein Video gesehen. Und das ist der Knackpunkt. Fehlende Struktur beim autodidaktischen lernen.

Man weiß nicht genau was man noch nicht weiß.
Andererseits kann man so viel lernen dass man weder vom Tanker überrollt wird, auf Grund läuft oder in der Boxengasse amok fährt. Und den Lappen irgendwie in den Wind halten ist jetzt auch kein Hexenwerk. Ob ich 4,5 oder 5,3 Knoten fahrt mache... irrelevant, zumindest jetzt noch.

Gruß
Marco

39

Mittwoch, 5. September 2018, 10:47


Nur meine Rollfock hatte sich mal festgefressen und rollte sich nicht mehr ein bis sie sich schlagartig komplett ausrollte. Nicht genug Spannung auf der Leine, hat sich vertörnt und dann mit zu viel Kraft gewinscht, klack! Danach musste ich noch kurz im Hafen googeln wie ich das Vorsegel überhaupt runter bekomme. Dafür habe ich kein Video gesehen. Und das ist der Knackpunkt. Fehlende Struktur beim autodidaktischen lernen.


Das wird aber auch in den normalen Segelschulen selten gelehrt und gelernt, wenn es nicht gerade durch Zufall gemacht werden muss. (Hier kommt nun wieder das Loblied auf die Ausbildung in Vereinen, am besten mit Vereinsbooten, wenn man es nicht, wie du, autodidaktisch macht (was ich für einen guten Weg halte): Da ist man nämlich in der Regel durch die Arbeitsstunden am Boot auch dazu genötigt, sich mit Instandhaltungsaspekten zu beschäftigen.)

Ob ich 4,5 oder 5,3 Knoten fahrt mache... irrelevant, zumindest jetzt noch.

Der Nachsatz ist schön, weil er das Lernpotenzial zeigt. Am Anfang möchte man von A nach B oder auch nur wieder nach A zurück. Dann kommen neue Anforderungen und Ideen.

40

Mittwoch, 5. September 2018, 13:06

Hadako, ich hoffe, es ist okay wenn ich nicht so speziell auf deine Situation eingehe.
Das hier soll ja mehr ein Themenkonzentrat werden.
Aber als "Beispiel" bist du natürlich willkommen. :D

Holger

Holger, der war wirklich gut. Ne, ist nicht ok. Wie stellst Du dieses Themenkonzentrat genau vor, also dann bitte konkret.

Meine Situation "speziell" ist LEDIGLICH die,dass ich im Südwesten wohne und speziell aus dieser Region gabs in den letzten Monaten ein oaar Anmeldungen hier.

Da bin ich mir sichr, dass Du mit Deinem Einfühlungsvermögen in diesem Trööt willkommen bist, so wie ich als Beispiel.
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie

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