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1

Samstag, 23. Februar 2019, 17:12

Mein Weg zum Segeln

Hallo zusammen,

Ich bin hier nun schon recht lange im Forum angemeldet (seit 2012). Seit dem wollte ich auch immer (mehr oder weniger intensiv) Segeln lernen. Ich habe es jedoch immer wieder aufgeschoben (Uni, Kind1, Kind2, Job, usw...). Anfang 2017 habe ich nun endlich losgelegt! Meinen "Werdegang" möchte ich hier kurz beschreiben. Vielleicht ist es für den ein oder anderen ja doch interessant :)


Vorweg noch: Viele Wege führen nach Rom ... Mein Weg war sicher nicht der beste, für mich aber dann doch genau der richtige :P

Der Start: Sportbootführerschein See
Der SBF war meine erste Wahl. Ich habe die Theorie im Selbststudium gelernt (per APP und dem bekannten Buch von Bark). Viel zu sagen gibt es dazu eigentlich nicht ... Lernen und Prüfung sind mir recht leicht gefallen. Einzige "Komplikation" war, dass ich die Theorie beim PA Mannheim, die Praxis beim PA Leipzig gemacht hatte. Aber nach einigen netten Emails und Telefonaten mit den entsprechenden Leuten der Ausschüsse, war das kein Problem. Zur Praxis habe ich mich in Leipzig bei 2 Sportbootschulen gemeldet. Nach 5 Praxisstunden (ich wollte unbedingt die ein oder andere "Extrastunde" nehmen, da ich zuvor nie unter Motor unterwegs war), wurde auch die Praxis erfolgreich bestanden.

Das war Ende 2017... Danach ging es erstmal in die Winterpause. Einige Monate passierte: nichts

Ich überlegte lange, was der nächste beste Schritt sein würde. Erst zur Jolle? Gleich zum Dickschiff? Fragen, die bekannterweise kontrovers diskutiert werden ... Auf die Jolle hatte ich aber keine Lust. Ich wollte Segeln. Mit dem Dickschiff. Ein SKS - Kurs kam aber noch nicht in Frage. Nach längerem Suchen hatte ich einen Anbieter für "Yachtgrundkurse" gefunden. Also einen Anfängerkurs, um als Ahnungsloser die ersten Meilen auf einer Yacht zurückzulegen. Schnell war eine Koje gebucht, die Vorfreude war entsprechend groß!


Mai 2018: Yachtgrundkurs
Im Mai 2018 ging es dann endlich zum ersten mal auf die Ostsee. Unter Segel, auf einer Elan 444! Gestartet wurde in Flensburg, Ziel war die dänische Südsee. 7 Tage und ca. 180 Seemeilen später war es vollbracht: Der erste Törn! Seemannschaft, wenden, halsen, anlegen ... Rückblickend muss ich sagen: Auf diesen ersten Törn hatte ich nun fast 10 Jahre gewartet. Ich werde ihn als einen der besten Urlaube in Erinnerung behalten.

August 2018: Skippertraining für Anfänger
Spontane Dinge sind bekanntlich die besten ... Im August hatte ich ein freies Wochenende vor mir. Die Skippertrainings am Bodensee, von denen ein Mitsegler berichtet hatte, waren nicht vergessen. Es ging also 2 Tage an den Bodensee. Am erste Tag waren wir einige Stunden unter Segel unterwegs, am zweiten Tag waren Hafenmanöver angesagt. Hafenmanöver, Hafenmanöver, Hafenmanöver. Anlegen - Ablagen. Vorwärts, Rückwärts, Seitwärts... Tanken und Grauwassertank auspumpen war ebenso dabei. Unser "Übungsboot" war eine 31er Bavaria.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ashtray« (23. Februar 2019, 18:48)


2

Samstag, 23. Februar 2019, 17:26

Oktober 2018: Meine Frau macht den SBF See
Und ich? Was mache ich? Da gab es noch etwas ... Den Funkschein! Der sollte ohnehin her. Also wieder von neuem ... APP und Buch besorgt und los ging der Multiple-Choice Wahnsinn! Zum Training der Praxis hatte ich mir eine passende Simulationssoftware besorgt. Lange Rede kurzer Sinn ... nach 4 Wochen war ich fit genug und habe die Praxis wie auf die Theorieprüfung direkt bestanden.


November 2018: Schwerwettertraining
Unverhofft kommt oft ... Nachdem das Skippertraining am Bodensee schon außerplanmäßig angetreten werden konnte, ergab sich Ende des Jahres noch einmal eine verlockende Gelegenheit: Für Frau und Kids ging es 1 Woche an die Nordsee. Eine freie Woche! Wahnsinn! Da gibt es doch bestimmt noch einen Törn, den ich mitfahren könnte! Und ja, den gab es! Ein Schwerwettertraining auf einer Grand Soleil 46! Für einen Anfänger! Ich war mir zunächst nicht ganz sicher, ob ich mich überhaupt anmelden sollte... Aber ein kurzer Anruf mit dem Anbieter brachte schnell Klarheit: Kein Problem! Also ging es nochmals ab Flensburg in die Dänische Südee. Temperaturen um den Gefrierpunkt, Wind bis Stärke 8. Und (für die Ostsee :D ) recht ordentliche Welle! Es war anstrengend, kalt, aber auch wunderschön und Lehrreich!


Damit standen Ende 2018 schon mehr als 300 Seemeilen in meinem kleinen blauen Buch. :)


Januar bis Februar 2018: SKS Theorie
Der SKS war von Beginn an mein Ziel. Mir ist bewusst, dass er nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Ich wollte ihn dennoch haben. Also ging es erneut los ... Die Theorie habe ich auch hier im Selbststudium gemacht. Das viel mir nicht ganz leicht ... Die Anzahl der Fragen ist hoch und die vorgegebenen Antworten oft ziemlich Verschachtelt geschrieben. Die Navigation viel mir deutlich leichter. Aber das altbewährte Konzept aus APP, Buch und Üben der Navigationsaufgaben hat auch hier zum Ziel geführt: Am 16.02. habe ich beide Theorieteile bestanden :)


Wie geht es weiter? Zunächst gibt es noch einmal einen Urlaubstörn. Und zwar einen, der sich gewaschen hat! Es geht von Faial nach Hamburg (1900 Seemeilen), und zwar im Mai diesen Jahres. Die Vorfreude ist entsprechend groß! Ein passender Praxistörn für den SKS (idealerweise 10 oder 14 Tage mit reichlich Training) ist für Anfang 2019 geplant.

Das war soweit alles ... beste Grüße



Patrik


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ashtray« (23. Februar 2019, 18:49)


3

Samstag, 23. Februar 2019, 17:51

Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreich beschrittenen Weg.
Weiterhin viel Spaß und eine Familie, die ebenso viel Freude am Segelsport hat wünscht
Jan

4

Samstag, 23. Februar 2019, 18:45

Danke Jan!

Meine Frau wird nächstes Jahr auch einen Yachtgrundkurs buchen. Ich möchte noch etwas trainieren, die Kids müssen noch ein wenig älter werden (sind 2 und 4 aktuell). Danach stehen dem ein oder anderen Familientörn auf der Ost & Nordsee hoffentlich nichts mehr im Weg :)

Klaus13

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5

Samstag, 23. Februar 2019, 22:38

Moin Patrick,

wie es bei Dir weitergeht ist einfach. Du hast schon einen echten Hardcoreweg zum Erwerb der Basicscheine gewählt und erfolgreich bestanden. Was Dir noch fehlt, ist Erfahrung und die bekommst Du nur durch segeln. Wie Du das mir Frau und zwei Kindern machen möchtest, ist sicher nicht nur finanziell eine Frage. Aber Du schaffst das schon. Viel Erfolg.

Gruß Klaus
who fails to plan plans to fail

Maris-Blog

6

Sonntag, 24. Februar 2019, 09:52

Danke Klaus!

Die Erfahrung kommt in den nächsten Jahren hoffentlich dazu. Ich bin sehr gespannt, wann ich mich zum ersten Mal trauen werde, selbst ein Boot zu skippern :D


Eventuell wird das so laufen ...


Mein bereits gebuchter langer Törn im Mai -> Horta Hamburg
Ein SKS Törn,10 oder 14 Tage Anfang 2020
Ein Skippertraining Mitte / Ende 2020

Dann vielleicht nochmal ein Skippertraining als Wochenendkurs Anfang 2021... da habe ich schon viel gutes gehört von 45° Nord und anderen...

Und dann ... vielleicht der erste Bareboat Charter :) Mal schauen ...

dolphin24

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7

Sonntag, 24. Februar 2019, 10:10

Ich bin der Meinung, dass du bereits dieses Jahr eigenständig und sicher ein Boot führen wirst
Wenn man bedenkt dass es viele Segler gibt, welche "nur" den SBF-See, mit dem praktischen Teil auf einem Motorboot binnen, erworben haben
und danach ihre Erfahrungen auf der eigenen Yacht nach der Methode "trial and error" gemacht haben, bist du bereits sehr viel weiter.
Der Seetörn Horta- Hamburg ist dann dein Gesellenbrief :)

8

Sonntag, 24. Februar 2019, 10:52

Der Plan ist gut, was davon macht die Co-Skipperin gemeinsam mit Dir bzw. allein?
Für dauerhaften Segelspaß ist der Spaß des Partners der Schlüssel. Wenn der Partner angstfrei und mit Freude segeln will, dann hast auch Du Spaß.
Gerade das Skippertraining bzw. die Hafenmanöver - da ist es supergut, wenn beide Crewmitglieder die Manöver fahren können.
Zugegeben - auch wenn meine Frau mich kaum ans Ruder lässt - die Hafenmanöver muss ich fahren.
Lass es gar nicht erst so weit kommen!
Jan

Tamako

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9

Sonntag, 24. Februar 2019, 10:58

Viel Spaß beim SKS Kurs und dann später als Skipper auf dem eigenen Kiel :)
Mens sana in Campari Soda

10

Sonntag, 24. Februar 2019, 11:00

@dolphin24: Danke! Das liest sich natürlich gut :)

@janni: Die Co-Skipperin hat letztes Jahr fürs erst mal den SBF See gemacht. Eigentlich hatten wir für sie den gleichen Yachtgrundkurs gebucht, den ich 2018 gemacht hatte. Das klappt nun leider dieses Jahr doch noch nicht und wird auf nächstes Jahr verschoben. Gleiches gilt für das Skippertraining am Bodensee (der ist deutlich näher bei uns, als die Küste...). Aktuell hat sie noch den Anspruch, selbst das Ruder in die Hand zu nehmen und ist entsprechend motiviert. :) Wir machen die Kurse aktuell getrennt ... Einer segelt, einer nimmt die Kids. Wir hatten schon überlegt, im Herbst gemeinsam eine Yacht mit Skipper zu chartern, die Idee aber wieder verworfen. Zum einen sind die Kids noch so klein, dass man sich wohl eher um sie kümmern muss, statt ordentlich Segeln zu lernen. Zum anderen ist es meiner Meinung nach gut, wenn meine Frau ihre eigenen Erfahrungen macht. Idealerweise macht sie den Yachtgrundkurs auch in einem anderen Revier, so haben wir unterschiedliche Erfahrungen und ergänzen uns. So zumindest die Theorie.

@Tamako: Besten Denk :|

π-rat

Moses

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11

Mittwoch, 6. März 2019, 19:19

Das klingt nach einem tollen Weg zum selber skippern. Ich glaube, dass du sehr bald ein guter Skipper sein kannst und wirst. Meine Situation ist teilweise ähnlich (2 Kinder, 1 & 5 Jahre). Ich habe binnen angefangen und seit ca. 15 Jahren Erfahrungen mit Kleinkreuzern auf verschiedenen Binnenrevieren und ein bisschen in sehr geschützten Ecken der Ostsee.

Seit letztem Jahr versuche ich nun auch als Mitsegler Erfahrungen auf den ˋdicken Pötten zu sammeln. Mein Plan: Wenn die Kids so groß sind, dass es mit der jetzigen Dehlya 25 keinen Spaß mehr macht, kommt an den heimischen See (Steinhuder Meer) eine nette Jolle und für die Törns mit der Familie wird gechartert. Bis dahin möchte ich dann auch sicher und entspannt Schiffe von >36ft. führen können. Ich denke mal, dass ich dafür noch so gut 5 bis 8 Jahre habe. Bitte s dahin will ich aber auch das Segeln mit dem Trailerboot genießen.

Toll finde ich, wie du da mit deiner Frau zusammen arbeitest. Meine Frau plant ja seit längerem den Binnenschein (macht bei uns mehr Sinn für den Anfang), braucht aber dafür mal wieder etwas neue Motivation... Ist total verständlich. Bei uns lagen und liegen auch andere Sachen oben auf.

Liebe Grüße
Axel

12

Sonntag, 4. August 2019, 15:44

Hallo zusammen,

mein letzter Beitrag liegt schon eine Weile zurück, also hier mal ein kurzes Update:

Mein großer Törn von Horta nach Hamburg war klasse. Inselhopping auf den Azoren, die große Überfahrt von Ponta Delgada nach England und Ärmelkanal (Dartmouth, Solent, Cowes) , Ostsee ... Ich habe verdammt viel gelernt und ca. 1.700 Meilen geloggt. So hatte ich mir das vorgestellt! Einen 10-Tage SKS-Praxistörn für nächstes Jahr (einen der ersten der Saison) in der dänischen Südsee habe ich auch schon gebucht. :D

Danach muss der große Schritt zum Skippern irgendwie geschafft werden - idealerweise mit einer Woche Chartern (wieder mal dänische Südsee, die Ecke kenne ich inzwischen als Mitsegler recht gut). Wie ich das genau anstellen soll (und mit wem als Crew - Segler habe ich im Freundes & Bekanntenkreis keine), muss ich mir noch genau überlegen...

Meine Frau startet in 2 Wochen auch ihre "Segelkarriere" und ist eine Woche in der dänischen Südsee unterwegs. Ich bin sehr gespannt, was sie berichten wird.

13

Sonntag, 4. August 2019, 17:43

Hallo zusammen,

mein letzter Beitrag liegt schon eine Weile zurück, also hier mal ein kurzes Update:

Mein großer Törn von Horta nach Hamburg war klasse. Inselhopping auf den Azoren, die große Überfahrt von Ponta Delgada nach England und Ärmelkanal (Dartmouth, Solent, Cowes) , Ostsee ... Ich habe verdammt viel gelernt und ca. 1.700 Meilen geloggt. So hatte ich mir das vorgestellt! Einen 10-Tage SKS-Praxistörn für nächstes Jahr (einen der ersten der Saison) in der dänischen Südsee habe ich auch schon gebucht. :D

Danach muss der große Schritt zum Skippern irgendwie geschafft werden - idealerweise mit einer Woche Chartern (wieder mal dänische Südsee, die Ecke kenne ich inzwischen als Mitsegler recht gut). Wie ich das genau anstellen soll (und mit wem als Crew - Segler habe ich im Freundes & Bekanntenkreis keine), muss ich mir noch genau überlegen...

Meine Frau startet in 2 Wochen auch ihre "Segelkarriere" und ist eine Woche in der dänischen Südsee unterwegs. Ich bin sehr gespannt, was sie berichten wird.
Hallo Ashtray,

nachdem ich Deinen Thread zum ersten Boot gelesen habe, erlaube ich mir, auch hier zu antworten. Ich würde sagen, Du bist bereit, mach den SKS und gut ist's. Da wirst Du vermutlich auch nichts Neues lernen, aber damit bekommt man einfacher ein Charterboot. Und dann nix wie los. Kleines Schiff (z.B. 30 Fuß) chartern, was Du mit Deiner Frau handeln kannst und gut ist. Dann spielt Ihr Euch auch gleich als kleine Crew ein und gewöhnt Euch nicht zu sehr an einen Überfluss von Händen für die einzelnen Manöver.
Mit einer guten Kautions- und Skipperhaftpflichtversicherung (ich hatte immer bei Yachtpool ein Rundum-Sorglos-Paket geschnürt) kann doch nix passieren. Auf die eigene Sicherheit achten sollte man sowieso (Rettungsweste, anleinen bei Arbeiten auf dem Deck etc., respektvolles Reffen).
Erst mit dem Selber-Skippern entwickelst Du Dich weiter. Es ist was gänzlich anderes, wenn Dir niemand die Planung abnimmt. Man denkt viel mehr nach, wägt viel mehr ab, ist viel fokussierter und viel erfüllter. Geht zumindest mir so...

Handbreit
Norbert
"To infinity and beyond" (Buzz Lightyear)

14

Sonntag, 4. August 2019, 20:12

Danach muss der große Schritt zum Skippern irgendwie geschafft werden - idealerweise mit einer Woche Chartern (wieder mal dänische Südsee, die Ecke kenne ich inzwischen als Mitsegler recht gut). Wie ich das genau anstellen soll (und mit wem als Crew - Segler habe ich im Freundes & Bekanntenkreis keine), muss ich mir noch genau überlegen...

Ich glaub mit deiner Ausbilung und Erfahrung kannst du schon in einen dir bekannten Seegebiet skippern. Das ist natürlich auch eine Kopfsache. Es ist halt keiner mehr da den man fragen kann und der Eingreifen kann wenn es mal Schwirigkeiten gibt.Wichtig ist, das du Stör- und Stressfaktoren während deiner ersten Fahrt als Skipper verminderst. Nimm ggf.erstmal nur die Frau mit, wenn sie die Segelausbildung gemacht hat und ggf. erst bei der zweiten Fahr die Kinder, wenn Ihr bereits ein eingespieltes Team seit. Und nein, ich sehe Kinder nicht genrell als Stör- und Stressfaktor auf See, aber als Skipper muss man nun mal eine extra Auge auf die Kleinen haben.
Einen 10-Tage SKS-Praxistörn für nächstes Jahr (einen der ersten der Saison) in der dänischen Südsee habe ich auch schon gebucht.
Pass auf das dies kein verkappter Anfängerkurs ist, der dirkt vom Nicht-Segler zum SKS Prüfling ausbildet. Das ist bei einem 10-Tage Kurs durchaus möglich. Das würdest du dich zum Teil langweilen, weil die Crew erstmal basics lernen muss und dich ggf. ncht weiterbringt. IMHO weist du bei deiner Segel-Vita bereits alles für die praktische SKS Prüfung, du musst eben nur noch das Prüfungs-Boot und Prüfungs-Crew kennen und eineschätzen lernen und die Manöver noch mal Üben, wie sie der SKS Prüfer sehen will.
Ich finde deine Ausbildung klasse. Du hast viel gesehen und sicherlich gelernt, vom Bodensee bis zum Hochseesegeln und IMHO damit ein breites Grundwissen erworben. Ich finde es auch klasse, das du deine Frau von vornherein einbindest und sie auch Scheine macht. Dann in Zukunft viel Spass beim gemeinsamen Erfahrung sammeln beim Segeln.

seelo

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15

Sonntag, 4. August 2019, 21:32

Schön zu lesen wie der Eine oder Andere zu Segeln gekommen ist und es realisiert. Willkommen auch von meiner Seite. Gruß Dirk ;)
Der Tag hat 24 Stunden. Sollte die Zeit mal nicht ausreichen, nehmen wir halt die Nacht hinzu. ;) und wer Schreibfehler findet : darft sie behalten

16

Sonntag, 4. August 2019, 21:44

Hey Norbert, danke für die Charter-Tipps und auch für den Tipp mit der Versicherung. Rundum-Sorglos-Paket klingt gut, das ist nach meinem Geschmack :D

@Grisu100 ich stimme dir zu ... Kids sind (wohl gerade beim ersten Törn) ein zusätzlicher Stressfaktor. Gerade das Thema Sicherheit ist bei den Kleinen sicher nicht zu unterschätzen. Zum 10 Tages Törn: Mir ist klar, dass hier auch der ein oder andere Anfänger auf dem Boot sein kann. Ich habe mich aber bewusst für die 10 (statt z.B. 7) Tage entschieden. Gerade beim Thema Hafenmanöver wünsche ich mir noch mehr Übung und wenn ich dann ein wenig entspannter zur Prüfung gehe, ist das auch nicht weiter schlimm. Eine gewisse Routine hat sich nach meinem längeren Törn inzwischen eingestellt, gerade was die Standardmanöver und -Handgriffe anbelangt. Reffen, Wenden, Halsen, Baum raus, Baum rein... Ein wenig Hafentraining und die ein oder andere Kleinigkeit (Beidrehen, Aufschießer usw.) habe ich ehrlich gesagt noch nicht wirklich oft üben können. Falls es dann doch langweilig wird, kann ich ja auch noch lesen oder kochen :P

@Seelo Danke für die Grüße :)

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17

Montag, 5. August 2019, 10:37

Moin Patrik @ashtray:

Deinen Weg zum Segeln finde ich sehr gut - intensiv und sehr konsequent. Bei mir lief es ein wenig anders ab.
2003 im April den SBF (See und Binnen unter Segel und Motor) in einem 2-wöchigem Urlaub erledigt und im Mai die erste Charter (19ft auf der Müritz). Ab 2004 dann meist 2 mal im Jahr für 2-3 Wochen auf der Ostsee gechartert, um verschiedene Bootstypen kennen zu lernen (Feeling 256 bis Reinke 14m) und dabei langsam die Größe gesteigert (zusätzlich im Winter SRC und Pyro). Auf dem Thuner See (Freundin lebte damals in der Schweiz) im Sommer häufig Yngling und 470er gesegelt, dabei oft im Rahmen eines Trainingswochenendes bei einer Segelschule - ansonsten keine speziellen Trainings, sondern Learning by Doing.
In 2009 kam noch Regattasegeln in verschiedenen Crews hinzu, um mehr über Trimm etc. zu lernen.
Nun seit 4 Jahren selbst Eigner und mit Bedacht ein älteres, segelfertiges Boot mit Bastelpotential gekauft, um die handwerklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erlernen/vertiefen. Da ich oft alleine unterwegs bin (bzw. nur mit meiner Freundin), erschienen mir 28ft als ausreichend.

Ich kann Dir nur raten nicht zu lange damit zu warten, selbst Verantwortung für ein Boot zu übernehmen. Ich glaube viele gute Segler verpassen den Absprung von Kojencharter und Ausbildungstörns hin zur eigenen Charter oder gar dem eigenem Boot. Und irgendwann ist dann der Punkt erreicht, wo man in der eigenen Entwicklung nicht mehr weiterkommt. Natürlich muss man auch nicht "ins kalte Wasser" springen, wie ich es getan habe - dabei kann auch vieles schief gehen. Und wenn ich in meine alten Logbücher schaue, dann hatte ich doch häufig Glück oder die richtigen Helfer waren im richtigen Moment zur Stelle.

LG
Kuddel
Fragt Fritzchen seinen Vater: „Papa,
ist der Stille Ozean den ganzen Tag still?“
:ueberlegen: darauf der Vater: :kopfkratz: „Kannst du mich nichts besseres fragen?“ Sohn: „Ok, woran ist dann das Tote Meer eigentlich gestorben?“ ?(


18

Mittwoch, 7. August 2019, 20:28

Klasse, auch deine Beschreibung zu lesen @Kuddel! Und deinen Rat (den mir ja nun schon einige gegeben haben) nehme ich mir zu Herzen. Ich schaue nun doch, ob ein kleines (>30 Fuß), altes Boot doch schon recht bald gekauft werden könne :)

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19

Mittwoch, 7. August 2019, 20:33

Sag Bescheid, wenn ihr loslegt und wisst wohin die Reise gehen soll - hier im Forum wird Dir immer geholfen ;) Ich schwöre!

LG
Kuddel
Fragt Fritzchen seinen Vater: „Papa,
ist der Stille Ozean den ganzen Tag still?“
:ueberlegen: darauf der Vater: :kopfkratz: „Kannst du mich nichts besseres fragen?“ Sohn: „Ok, woran ist dann das Tote Meer eigentlich gestorben?“ ?(


20

Mittwoch, 7. August 2019, 21:11

Ich habe die letzten Tage sicher 20 Stunden auf boat24.de und co. verbracht (und auf Foren und auf Youtube) ... Ich habe mich (dank vieler netter und guter Kommentare hier: Erstes eigenes Boot ) ausgiebig mit Booten unter 30 Fuß befasst (hatte ich vorher noch nie). Nach den ganzen kleinen Maxis und Rassis und Jeanneaus ist mir heute vor allem eine Aufgefallen: Eine Comar 910. Hier hab ich gleich zwei Angebote entdeckt, die auf den ersten Blick recht gut aussehen, beide liegen sogar schon in der Ostsee. Ich habe Angefragt und bin mal gespannt, ob die noch zu haben sind :D

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