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jade

Lotse

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1

Freitag, 10. September 2021, 11:15

Kängurustart Regeln

Moin,

Aus gegebenen Anlass, folgende Frage zum Kängurustart.

Auch in Großenbrode wird bei Mi-Regatten der Kängurustart praktiziert. Das klappt in der Regel auch ganz gut. Teilweise sogar so gut, dass zwei oder auch drei Boote auf dem letzten Schenkel matchracen, mit anschließenden „Fotofinnisch“. Spricht schon für die Ausgewogenheit der YS-Zahlen und der im Vorwege berechneten Zeiten. Leider meist nur 5 bis 10 Boote (kleiner Verein), aber wie wohl überall 3 bis 4 „Heros“ die den Sieg meist unter sich ausmachen. Dafür haben wir eine Regelung getroffen, die Mehrfachsieger mit Abzug eines YS-Punktes bestraft (2 Siege in der Saison) und Looser mit einem YS-Punkt motiviert (zwei mal Letzter/ Saison).

Nun zu meiner Frage: Müssen schnellere Schiffe (also Spätstarter) sich von der Startlinie freihalten, um die Vorstartphase der kleineren Boote nicht zu behindern. Ich bin der Meinung, eindeutig JA. Konnte hier noch keine klare Definition im Netz finden.
Grund: Da ich nun mit der Maxus der Igel im Feld bin, muss ich meist zuerst Starten. Eigentlich eine komfortable Situation. Linie runter tingeln, und zur berechneten Startzeit los. Wenn`s passt (Wetter & Motivation) klappt dann ab und zu auch ein Start-/Zielsieg. Was dann zur besagten „Bestrafung“ führte.
Leider verstärkt sich mein Eindruck, dass ich nicht mehr so entspannt Starten kann, da sich vermehrt die größeren Boote während meiner Startphase auf, oder knapp hinter der Linie tummeln (ein Schelm wer hier böses vermutet). Das führte letzten Mi. dazu, das ich nicht Abfallen konnte, um nicht zu früh über die Linie zu fahren. Ergo musste ich auf die Schnelle nochmal 360° fahren um den Fehlstart zu vermeiden. Das misslang bei 1 bis 2 Bf gründlich, weil zulange gedauert und Folgeboote schon ihr Wegerecht verlangten.

Also Lange Rede, kurzer Sinn: Müssen sich größere/schnellere Boote von der Startlinie freihalten, um den Start kleinerer Boote nicht zu behindern?

Gruß Axel
wenn nicht jetzt ... wann dann?? :segeln:

dingsbums

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2

Freitag, 10. September 2021, 11:26

Das die großen Boote sich von der Startlinie freihalten sollte eigentlich zum normalen Verhalten bei einer Regatta gehören.
Dafür bräuchte man keine Regelung. In Stralsund starten einzelne Gruppen, dort hält man sich auch aus dem Getümmel der anderen Klassen raus. Wenn das nicht hilft in die Segelanweisung schreiben.

Gruß Andreas

3

Freitag, 10. September 2021, 11:31

Nein, aber der Veranstalter könnte in seinen Segelanweisungen bestimmen, dass startende Boote frühestens ## Minuten vor ihrem Start in eine definierte Vorstartzone einfahren.
Du könntest also eine entsprechende Anregung einbringen.

Wenn denn ein Problembewusstsein besteht. Ein Känguruh-Start ist per se ja eigentlich eher entspannt. Und bei einer Feierabendregatta regelt man das meist eher beim Bier...

Gruß
Andreas

jade

Lotse

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4

Freitag, 10. September 2021, 16:47

@dingsbums: So ist auch mein Verständnis. Hatte ich ja auch mit der D34 so gehalten ... als ich der Hase war :D

@Quallenschubser: So regel ich das auch :prost: und werde dem Regattaleiter empfehlen, die Segelanweisung diesbezüglich zu erweitern.


Ich wollte hier eigentlich nur wissen, ob es dazu ein offizielles Regularium gibt, oder jeder Veranstalter hier auf "fair play" hofft/appeliert.

Gruß Axel
wenn nicht jetzt ... wann dann?? :segeln:

5

Freitag, 10. September 2021, 17:08

AFAIK gibt in bei den ISAF-Regeln nur die Regel 23.1, "If reasonably possible, a boat not racing shall not interfere with a boat that is racing." - Racing ist es nach den Definitionen nach dem Vorbereitungssignal, also nach Regel 26 4 Minuten vor dem Start. - Konkret zum Kängurustart habe ich nichts anderes gefunden. (Ich fand die Frage spannend, musste mal selbst nachlesen, habe aber auch mit Kängurustarts bisher nichts zu tun gehabt.)

Und: Nein, so was macht man nicht. Aber geregelt? Nee, auf zentraler Ebene wohl nicht. Von den Revierregatten (Tidenrevier) mit Klassenstarts im 5'-Abstand (aber eben nicht Känguru) meine ich, mich an eine Regelung von 200m Abstand zu erinnern. Das entspricht ungefähr der Entfernung, die man in der Zeit mit der Tide in Richtung Startlinie treibt...

6

Freitag, 10. September 2021, 19:01

Wenn du es ganz genau wissen willst, frag doch mal hier https://www.raceoffice.org/sailorstalk/ das Forum wird zusammen mit Ulli Finckh betrieben, der eigentlich auf alles eine Antwort hat.
Meiner Meinung nach dürfte dich ein Boot welches noch nicht gestartet ist, nicht vom Segeln deiner Bahn abhalten. Nun hat der spätere Starter aber das gleiche Vorbereitungssignal, das macht es etwas uneindeutig. Im Zweifel wär ein freundlicher Hinweis am Bierwagen wohl hoffentlich am erfolgreichsten.

jade

Lotse

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7

Samstag, 11. September 2021, 11:32

Wenn du es ganz genau wissen willst, frag doch mal hier https://www.raceoffice.org/sailorstalk/ das Forum wird zusammen mit Ulli Finckh betrieben, der eigentlich auf alles eine Antwort hat.


Danke für den Hinweis, aber offensichtlich gibt es hier keine "offizielle" Regelng.
Ist ja auch nicht weiter schlimm, wenn man es vorher klärt und die Teilnehmer sich halbwegs daran halten.

PS: Heute Absegeln/Herbstregatta, aber mit "Massenstart" :D

Gruß Axel
wenn nicht jetzt ... wann dann?? :segeln:

8

Dienstag, 14. September 2021, 22:59

Wettfahrtregeln Segeln:
Regeln von Teil 2 (Begegnung zwischen Booten) gelten zwischen Booten, ... die an einer Wettfahrt teilnehmen wollen / teilnehmen / teilgenommen haben.
Bestrafung jedoch nur zwischen teilnehmenden Booten (nach Vorb.signal im Wettfahrtgebiet), außer bei Berührung (R14) oder einer "vernünftigerweise" vermeidbaren Behinderung (Abschnitt D, R23.1).
Ich würde es so verstehen, dass a) beim Känguru Start alle Boote in der selben Wettfahrt sind, und deshalb untereinander ab dem Vorbereitungssignal (nur eins für alle Boote) auch die Wettfahrtregeln gelten: die Boote sind "in einer Wettfahrt befindlich" (Def. in den WR). Für die später startenden Boote gibt es beim Känguru sozusagen eine Verlängerung der Vorbereitungszeit.
Wenn also z.B. jemand spät ins Startgebiet kommt und bei Leichtwind mit seinem 100m² Genni mitten durch die schon gestarteten aber nur treibendne Folkeboote fährt, wäre das m.E. ein unsportliches Verhalten, das bestraft werden müsste. Natürlich auch bei allen klassischen Begegnungs-Verstößen.
Anders verhält es sich, wenn b) z.B. verschiedene Klassen auf einer Bahn starten, mit unterschiedlichen Starts. Diese Boote befinden sich dann nicht in der selben Wettfahrt. Dann gibt es aber zwischen diesen Booten z.B. WR Teil1, R2: Faires Segeln und Abschnitt C 69.1 in den Wettfahrtregeln (Fehlverhalten; kein unsportliches Verhalten).

horstj

Salzbuckel

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9

Mittwoch, 15. September 2021, 00:52

Spannende Frage. Man müsste die Segelanweisung dazu kennen. Denke auch, dass die Hinweise oben passen:
Wenn in der Segelanweisung nichts gesondert festgelegt ist, befinden sich alle Boote in der Wettfahrt oder auf dem Weg dorthin, Teil 2 wird angewendet. Wenn die Segelanweisung gar noch festlegt, dass eine neue Vorbereitungszeit mit jeder Yardstickflagge beginnt, könnten die anderen Boote nichtmal bei Verstößen gegen WR Teil 2 belangt werden. Bliebe nur der Weg über unsportliches Verhalten. Dazu müsste aber bspw. ein anderes Boot gezielt evtl. mehrfach in den Weg fahren, ohne dass man erkennt, dass das für seine eigene Startpositionierung vorteilhaft wäre.
Da bei Kängurustarts teilweise bei kurzen Bahnen im Minutenabstand gestartet wird, ist es aber schwierig, ein Freihalten vorzuschreiben. Das erste Boot hätte ja sonst einen Vorteil durch eine längere Vorbereitungszeit.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

tritonator

Kapitän

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10

Mittwoch, 15. September 2021, 10:36

Jade, das Problem hatte ich auch schon, allerdings bei der jährlichen AWN- Regatta in Berlin. Da tummeln sich dann mind. 70-80 Boote vor der Startlinie
rum! Der Ehrgeiz einiger führt dann dazu, dass in der Vorstartphase kaum Platz für Manöver ist und erste Bootsberührungen für verspannte Gemüter sorgt.
Dem Veranstalter schien das bisher egal. Er steckt meist auch ein recht enges Starttor, so dass ich hier schon zu einem Frühstart gezwungen wurde. Für ein Abfallen, bzw. Kringel
war einfach kein Platz.
Das ist ärgerlich und leider auch nicht beim Bier lösbar. Seitdem kneife ich mir diesen Stress und starte eben woanders.
In Deinem Fall sollte das Problem jedoch einfach zu lösen sein. Setzt Euch zusammen, redet drüber und trinkt ein frisches Bier dabei. ;)

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