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der timo

Smutje

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1

Dienstag, 19. Juni 2012, 12:07

Flaggen der Fischernetze

Hallo liebe Gemeinde!

Ich habe kürzlich meinen ersten Törn als verantwortlicher Skipper hinter mich gebracht.
Dieser führte mich unter anderem vom Bornholm Richtung Swinemünde...

Beim Passieren der Oderbank stießen wir dann auf Spieren mit roten Flaggen, die ja für ausgebrachte Fischernetze stehen.
Ich schlug schnell den Revierführer des NV auf um zu sehen, welche Art von Fischfang hier auf 10 m Wassertiefe betrieben würde.

In dem Revierführer wurden allgemein Pfahlreusen, Schwimmreusen, Aalreusen und Stellnetze beschrieben.
- Pfahlreusen konnte ich aufgrund der fehlenden Pfähle und der Entfernung zum Land ausschließen.
- Die Schwimmreusen sollten durch eine Vielzahl von Schwimmkörpern mit ca. 15-20 cm Durchmesser gekennzeichnet sein. Also auch keine Schwimmreusen.
- Für Aalreusen war das Wasser zu tief.
- Übrig bleiben einzig die Stellnetze. Dazu sagt der Revierführer:
" Stellnetzen muss der Sportschiffer ein ganz besonderes Augenmerk widmen. Die Netze reichen meist bis an die Wasseroberfläche und sind am Anfang und Ende verankert und durch Spieren und Flaggen gekennzeichnet. Der Netzanfang ist dabei zusätzlich durch einen Ball oder Schwimmkörper von ca. 15-20 cm Durchmesser markiert. Diese Kennzeichnung, die den Verlauf des Netzes erkennen lässt, ist eine Minimalanforderung..."

Die dort ausgebrachten Netze hatten allerdings keine Schwimmkörper und es machte auf uns den Eindruck, als sei die Oderbank über die gesamte Breite mit Netzen versehen. Anfang und Ende eines Netzes waren durch zwei übereinander liegenden Flaggen gekennzeichnet. Es waren jedoch weitere Spieren links- als auch rechts der doppelt beflaggten Spiere zu sehen. Also konnte ich mir vom Verlauf des Netzes kein Bild machen.


Für mich als "Neuling" in der Segelwelt war das sehr unübersichtlich und ich wollte nun auf Euer geballtes Wissen zurückgreifen:

1. Stehen unterschiedliche Flaggenfarben an den Spieren für verschiedene Arten von Netzen (wir haben später auch schwarze Flaggen gesehen)?
2. Wie verhaltet Ihr Euch, wenn Fischernetze auf Eurem Kurs auftauchen?

Ich habe gelesen, dass man, wenn man gezwungen ist sie zu überfahren, dies möglichst nahe an den Spieren machen soll. Es hat auch geklappt aber ich habe mich damit nicht wohl gefühlt...

Vielen Dank für Eure Unterstützung!
Timo

horstj

Salzbuckel

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2

Dienstag, 19. Juni 2012, 12:48

Praxis in den Bodden und an der Ostsee ist, das Stellnetze oder Langleinen mit rot beflaggten Stangen an Anfang und Ende gekennzeichnet sind (sieht man ja malerisch auch auf den Kuttern). Doppelte Flaggen stehen (meist) nordwestlich. Dazwischen fährt man nicht durch, auch mit der Jolle nicht; auch wenn man keine Schwimmkörper sieht. Wenn es mehrere oder lange Netze sind wirds manchmal etwas unübersichtlich und man hält Abstand. Ich habe bislang zumindest noch nie erlebt, dass Fischer einen Fahrweg zugestellt hätten. Schwarze Flaggen stecken meist an Reusen. Pfahlreusen sind noch schlechter zu erkennen. Das ist aber fast nur für Jollen interessant, weil Kielboote so dicht unter Land kaum fahren. Meist hängt auch eine Nummer dran, über die ein Fischer zugeordnet werden kann. Wenn man das Netz kaputtfährt kann man so den Schaden melden.

Habe euch hier mal noch die genaue Beschreibung der Kennzeichungen herausgesucht: http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.jur…d.psml&max=true. Die Praxis ist aber etwas lässiger.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »horstj« (19. Juni 2012, 13:05)


3

Dienstag, 19. Juni 2012, 12:58

Willkommen im Club.
ICh habe mir diesbezüglich das Thema Fischfang, Fangmethoden etc. in Handbuch für Brücke und Kartenhaus durchgelesen weil es mir grad so geht wie dir.
Erschwerend kommt hinzu, dass es scheinbar in süflichen Ländern noch sehr viel chaotischer zugeht.
Eine klare Aussage habe ich nicht gefunden. Einmal davon abgesehen, dass man bei Tag ein fischendes Fahrzeug i.d.R. auch ohne Stundenglas erkennt, findest du dieses in südlichen Gefilden eher seltener.
Liebe Grüße
Stefan

Jeder Hafen ist ein Tor zur Welt. Eine Segelyacht ist der Schlüssel, der uns dieses Tor öffnet.

zick-zack

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piep

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5

Dienstag, 19. Juni 2012, 13:15

danke für die info aus schwerin! leider decken sich die angaben nicht mit meinen erfahrungen. ich habe erst ein einziges mal so etwas wie schwimmer gesehen, das waren alte kunststoffkanister, und davon dann auch nur einen je netz.. auch sind die fähnchen oftmals schwarz und somit erst extrem spät zu erkennen. ich bin schon häufiger durchgefahren - nicht aus ignoranz, sondern weil es anders nicht mehr ging. hängen geblieben ist zum glück bisher nichts.
everybody ist perfekt - not mi!

svensk.tiger

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6

Dienstag, 19. Juni 2012, 13:47

"schwarze Fähnchen": Reuse

"rote Fähnchen": Stellnetz


kuckst Du
Grußß Svenning - när vindarna viskar mitt namn

LilleMin

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7

Dienstag, 19. Juni 2012, 19:06

Da hab ich hier heut tatsächlich was gelernt. Prima.

Wie halten es denn unsere dänischen Freunde mit der Kennzeichnung? Ist das wie bei uns?
Da ich Nachttörns liebe, ist es mir schon öfter passiert, dass da plötzlich eine Fahne in Griffnähe am Schiff vorbei zog.
Bislang ist das zum Glück immer gut gegangen. Hab 135 Tiefgang.

Wer ist denn mit welchem Tiefgang schonmal im Netz hängen geblieben?
Hab bislang noch von keinem solchen Fall gehört.

Gruß
LilleMin

Astro

2. Rätselrentner

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8

Dienstag, 19. Juni 2012, 19:20

Ich habe bereits einige Fischer über die "Ausflaggung" von Stellnetzen gefragt - aber keine eindeutige Antwort gekriegt.
Aber unisono sagen sie, dass die Stellnetze tief genug sind.

Trotzdem umfahre möglichst die Netzgebiete.
Wenn aber die Gebiete zu groß sind, fahre ich mit mulmigem Gefühl in der Mitte zwischen zwei Fahnen durch.

Ich klopf auf Holz :P - bisher is nix passiert.
Ei jo

rollef

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9

Dienstag, 19. Juni 2012, 19:25

Ich fahr immer mittich drüber :D
es grüßt
der rollef


wer später bremst, iss länger schnell

Spi40

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11

Dienstag, 19. Juni 2012, 20:12

Ich hab mal von den Fischern gesagt bekommen, über die roten soll man nicht drüberfahren. (Rot = Gefahr). Man sieht bei diesen auch oft an den Enden der Netze Schwimmkörper (Plastekanister) die dann in die Richtung zeigen in welche die Netze ausgelegt sind. Wenn die "rote Fähnchen-Schlange" zu lang ist, sind meist Durchfahrten gekennzeichnet. Diese erkennt man daran das zwei rote Fähnchen relativ dicht beieinander stehen. Genau dazwischen kann man durchsegeln. Wie gesagt immer auf die Plastekanister achten in welche Richtung diese gehen von der Roten Fahne aus. Ich bin da schon öfter durch und bisher nie der größte Fang des Tages geworden. (Mal davon abgesehen dass ich über die Netze auch drübergleiten könnte, weil der Kiel von vorn bis hinten durchgängig ist, eben Kielschwertkreuzer :P )

Bei den schwarzen Fähnchen sagten die Fischer kann man rüberfahren.

Wer sich aber nicht sicher ist ist gut beraten die Gebiete zu meiden und sicheren Abstand zu halten. Das schadet zumindest keinem ;) Mal davon abgesehen stellen die Fischer ihre Netze gerne an Wasserkanten auf wo es flacher wird.

Meine Erfahrungen beziehen sich auf die Region Boddengewässer Ost.

Gruß
Gruß Torsten

kis
keep it simple

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12

Dienstag, 19. Juni 2012, 20:20

Moin,

die Kennzeichnung von Fischereigeräten unterscheiden sich zwischen Dänemark und Deutschland in einigen Kleinigkeiten.

Deutschland (Schleswig-Holstein):
Alles festgelegt in der KueFO Schleswig-Holstein §20 http://www.schleswig-holstein.de/UmweltL…icationFile.pdf
Ein kleiner Auszug, was uns interessiert:
- rote Flaggen für Netze
- schwarze Flaggen für Reusen und Hakenschnüre
- Doppelflaggen je am Anfang und Ende einer "Schicht"
- wenn Schicht länger als 1200 m, dann mindestens alle 600 m eine Einzelflagge
- bei hochstehenden Netzen (z.B. Heringsnetze, beginnend kurz unter der Wasseroberfläche, müssen die Netze durch Schwimmkörper in ihrem Verlauf erkennbar sein.

Dänemark:
auch hier gibt es eine Verordnung http://www.hobro-baadogfiskerihavn.dk/pd…keredskaber.pdf
- Flaggenfarbe egal, aber nicht weiß. Keine Unterscheidung zwischen Netzen, Reusen und Hakenleine
- Lichtreflektionsband ist vorgeschrieben
- am westlichen Ende der Schicht: zwei Flaggen, zwei Lichtreflektionsbänder
- am östlichen Ende der Schicht: eine Flagge, ein Lichtreflektionsband
- außerhalb 3 Meilen gibt es noch einige Sonderregelungen

Vorsicht in der Flensburger Förde: Dort haben die Fischer zum Teil noch ein bilaterales Abkommen.
Dänische Fischer dürfen auf deutscher Seite ihr Gerät auslgen, deutsche in dänischen Gewässern.

Jörg

unregistriert

13

Dienstag, 19. Juni 2012, 23:09

Die meisten Netze in der Ostsee fangen Schollen oder Butt, die wohnen auf dem Grund, und da sind dann auch die Netze, die sind nichtmal nen Meter hoch, also unterm tiefsten Punkt des Bootes noch nen Meter Platz lassen lt. Lot, und dann sollte das zumindest meistens passen.

Und "Verankertes Netz" bedeutet: unten an den Flaggenbojen sind alte Eisenrohre oder anderer schwerer Schrott angebunden, bei wind oder ein wenig Strom kann man beim Ankern also auch mal Besuch von so einem Netz kriegen.

Reusen kenne ich mit Pfählen ("Pfahl" = Stock oder Stöckchen, nach meinem Augenmaß) in unmittelbarer Ufernähe, oder ein einzelner oder zwei zusammengebundene Plastikkanister an der Wasseroberfläche, die sich nicht bewegen. In der Elbe vorzugsweise durch den Strom auch so untertauchen, dass man sie manchmal erst hört, bevor man sie sieht, wenn sie nach dem "Bong" neben dem Cockpit auftauchen.
In der Ostsee werden die auch tasächlich mit Flagge gekennzeichnet, habe ich gesehen. Aber auch hier sagen die Fischer oft "Die Kosten für die Flaggen stehen in keinem Verhältnis zur Fangerwartung", das scheint aber zumindest in Eckernförde die Fischer eher zu veranlassen einfach nicht mehr mit Reusen zu fischen, statt sie billiger (wie in der Elbe oder um Helgoland) zu kennzeichnen.

14

Dienstag, 19. Juni 2012, 23:30

Ich habe im Peenestrom erlebt, dass die roten Fähnchen bis in das Fahrwasser rein standen. Das ist schon eine Frechheit. Ich hatte mal aus Versehen so eine Leine in die Schraube bekommen. Ziemlicher Mist. Bei aller Sympathie für Fischerromantik, aber das muss nicht sein.
Gruß Meteor
:segeln:

Fotowolf

Proviantmeister

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Bootstyp: Sun Odyssey 32.2

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Rufzeichen: DB 7465

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15

Mittwoch, 20. Juni 2012, 01:04

Ich hab mal von den Fischern gesagt bekommen, über die roten soll man nicht drüberfahren. (Rot = Gefahr). Man sieht bei diesen auch oft an den Enden der Netze Schwimmkörper (Plastekanister) die dann in die Richtung zeigen in welche die Netze ausgelegt sind. Wenn die "rote Fähnchen-Schlange" zu lang ist, sind meist Durchfahrten gekennzeichnet. Diese erkennt man daran das zwei rote Fähnchen relativ dicht beieinander stehen. Genau dazwischen kann man durchsegeln. Wie gesagt immer auf die Plastekanister achten in welche Richtung diese gehen von der Roten Fahne aus.

Genau so ist es. Immer im Tor zwischen zwei eng zusammen stehenden roten Fahnen hindurch. Die Bälle oder Kanister, die die Richtung kennzeichnen sollen, sind oft in der Welle oder bei spiegelndem Wasser schlecht zu sehen. Auf der polnischen Seite des Haffs sind sie auch manchmal nicht dran.

Gruß Wolf
:tauziehen: Urlaub auf dem Segelboot ist die Fortsetzung des Familienlebens unter erschwerten Bedingungen :tauziehen:
Morgenvugel har fisk in munn!!!!!

hanse

Schlei & Ostsee Nap

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16

Mittwoch, 20. Juni 2012, 06:37

Moin,

die Kennzeichnung von Fischereigeräten unterscheiden sich zwischen Dänemark und Deutschland in einigen Kleinigkeiten.

Deutschland (Schleswig-Holstein):
Alles festgelegt in der KueFO Schleswig-Holstein §20 http://www.schleswig-holstein.de/UmweltL…icationFile.pdf
Ein kleiner Auszug, was uns interessiert:
- rote Flaggen für Netze
- schwarze Flaggen für Reusen und Hakenschnüre
- Doppelflaggen je am Anfang und Ende einer "Schicht"
- wenn Schicht länger als 1200 m, dann mindestens alle 600 m eine Einzelflagge
- bei hochstehenden Netzen (z.B. Heringsnetze, beginnend kurz unter der Wasseroberfläche, müssen die Netze durch Schwimmkörper in ihrem Verlauf erkennbar sein.

Dänemark:
auch hier gibt es eine Verordnung http://www.hobro-baadogfiskerihavn.dk/pd…keredskaber.pdf
- Flaggenfarbe egal, aber nicht weiß. Keine Unterscheidung zwischen Netzen, Reusen und Hakenleine
- Lichtreflektionsband ist vorgeschrieben
- am westlichen Ende der Schicht: zwei Flaggen, zwei Lichtreflektionsbänder
- am östlichen Ende der Schicht: eine Flagge, ein Lichtreflektionsband
- außerhalb 3 Meilen gibt es noch einige Sonderregelungen

Vorsicht in der Flensburger Förde: Dort haben die Fischer zum Teil noch ein bilaterales Abkommen.
Dänische Fischer dürfen auf deutscher Seite ihr Gerät auslgen, deutsche in dänischen Gewässern.

Jörg

DANKE!


Ich halte mich entweder den Fähnchen fern - oder rollefe, wenn nicht anders möglich, in der Mitte durch ;)

Spoiler Spoiler

ich war mal hanse

der timo

Smutje

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17

Mittwoch, 20. Juni 2012, 07:41

Jetzt weiß ich erstmal bescheid. ;)
Vielen Dank für Eure Hilfe!
Timo

Moni

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18

Mittwoch, 20. Juni 2012, 18:46

Reuse = stehendes Fanggerät, meist mit Pfählen, seltener mit Ankern fixiert. Also wenn oben ausm Wasser nix raus guckt - eher seltener Reuse, mann muss den Sack ja irgendwie aufspannen können. Im Binnen-und Küstenbereich (Peene, Achterwasser, Bodden, Mecklenburger Seen, etc.) geht oft genug ein Leitnetz vom Ufer oder "berg" weg - zur Reuse hin. Dann sind äußeren Pfähle auch mit Rot oder Grün markiert, je nach Fahrwasserseite. Gerade an der Küste werden Reusen teilweise auch "massiv" aus Flechtwerk gebaut.

Stellnetze gibt es als Oberflächennetze, Grundnetze und als Pelagialnetze - heisst schwebend. Schweben geht auf Heringe, Märänen und andere Schwarmfische. Hier ist oft genug nur der Anfang und das Ende gekennzeichnet. Üblicherweise mit roter Flagge. Die Oberleine (die mit den Schwimmern) kann man mit der Tiefe anpassen. Meist stehen diese Netze auf 6 bis 10 Meter, mit 1 bis 3 Meter Abstand zur Oberfläche. Das hängt etwas mit der Sprungschicht und der Wassertemperatur zusammen. Die Schwärme sind eher im Nähstoff-und Sauerstoffreichen kühleren Wasser zu finden.

Schwarze Flaggen haben wir eher bei Bodennetzen genutzt, oder bei Aalschnüren und Hakenleinen genutzt.

Grundsätzlich macht man keinen Fehler, wenn man einen ordentlichen Bogen um die Fähnchen macht...

Liebe Grüße, Moni
»Moni« hat folgende Dateien angehängt:
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  • ZeiBiFi 4-88-2.jpg (39,51 kB - 26 mal heruntergeladen - zuletzt: 2. September 2020, 15:40)
Suche nicht Probleme, suche Lösungen.

www.moni-jueptner.de / mein Blog / mein Video-Kanal / Facebook / Facebook2

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Moni« (20. Juni 2012, 19:13) aus folgendem Grund: Bilder doppelt


Bernd66

Offizier

Beiträge: 165

Schiffsname: Sägefisch

Bootstyp: FAM

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19

Freitag, 22. Juni 2012, 09:39

Ich bin im Achterwasser mal mit 1,3 Meter Tiefgang in einem Netz hängen geblieben. Es gab nur Doppelfahnen, und die bunt verteilt, so das man keine der anderen zuordnen konnte. Schwimmkörper, die die Richtung angezeigt hätten waren auch nicht vorhanden. Es half dann nur noch das Messer. Tat mir leid für den Fischer, aber er hätte seine Netze auch ein bisschen besser kennzeichnen können. Ein paar Seemeilen weiter hatte ich dann noch ein Stück Netz in der Schraube, entweder hatte es sich am Schwert verfangen und dann gelöst oder es trieb im Wasser. Jedenfalls versuche ich immer, Netze weiträumig zu umfahren. Geht leider nicht immer, da die Netze ebenso weiträumig ausgelegt sind.
Im Peenestrom habe ich dann ordentlich gekennzeichnete Netze gesehen: Doppelfahne, einfache Fahne, Doppelfahne. Ließ sich wunderbar zuordnen.

Bernd

KeHHrwieder

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20

Freitag, 22. Juni 2012, 09:53

... Es gab nur Doppelfahnen, und die bunt verteilt, so das man keine der anderen zuordnen konnte. Schwimmkörper, die die Richtung angezeigt hätten waren auch nicht vorhanden. ... hätte seine Netze auch ein bisschen besser kennzeichnen können.


Das ist fast i.d.R. das Problem: Fahre gerne drumrum, wüsste nur gerne WO drumrum ist ... Haufenweise Einzelfahnen, keine Schwimmkörper, also mit Lage oder ausgekuppelt durch den möglichen Gefahrenbereich durchrutschen.

Gruß
Eckhard

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