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Windstärken

Windstärkentabelle

41

Donnerstag, 10. Oktober 2019, 00:54

Danke Quallenschubser, super spannende Diskussion. Hauptsächlich wg den Schwimmwesten finde ich. Es ist ja anscheinend mit den Schwimmwesten so wie bei einem Hochhaus-Fensterputzer der einen Fallschirm dabei hat. Wozu braucht man eine Schwimmweste wenn man eingepickt ist, dann ist MOB schlicht nicht möglich.

Wie ja viele geschrieben haben ist aktive Selbstrettung "fast" nicht möglich mit 275N um den Hals. Was kann man machen, ausziehen vor der Selbstbergung, Weste unter den Bauch schieben und als "Bodyboard" benutzen um schneller voran zu kommen?

42

Donnerstag, 10. Oktober 2019, 02:19

Was kann man machen, ausziehen vor der Selbstbergung, Weste unter den Bauch schieben und als "Bodyboard" benutzen um schneller voran zu kommen?
??? Nicht so kompliziert denken - einfach etwas Luft aus der Blase lassen, der Nupsi zum Mundaufblasen dient ja auch zum Luftablassen. (Und das macht man bei einer ausgelösten Weste ja beim Wiedereinsatzfähigmachen auch.) Irgendwann ist die 275er auf dem Maß einer aufgeblasenen 150er

Grisu100

Offizier

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43

Donnerstag, 10. Oktober 2019, 02:31

Wenn einer über Bord Fällt dann bleibe ich bei ihm. So wird er schon mal eher gesehen als solo im Wasser. Dann Alarm entweder Funk oder Mobilfunk. Und ein Frachter kann nicht ebend mal den Motor abschalten, wie sollte der denn manövrieren ?

Drum halt ich das MAYDAY und den roten Knopf drücken mit für die wichtigste Maßnahme. Die großen Pötte werden die Geschwindigkeit ggf. auf die Steuerfähigkeit verringern, sich wenn möglich fernhalten usw. Wenn nicht und sie Semmeln den MOB über haben sie IMHO und der Lotse dann ein Problem. Es ist ja nicht so das bei einem solchen Todesfall nicht der Staatsanwalt ermitteln würde und alle Bordaufzeichnungen beschlagnahmt werden. . Und die Aussage wir konnten nicht anders und sind deshalb durch die Notfallstelle durchgesemmelt wird man schon genau prüfen, ggf, mit Gutachter. Das schöne/schlimme ist ja heute das sowohl der Notfruf als auch die Position und Steuerbefehle der Maschine und Ruder aufgezeichnet werden.

Oder hat jemand Belege das in der Vergangeheit dicke Pötte einfach durch eine MOB Position durchgesemmelt sind, oder ist das Hörensagen von Seebären?

44

Donnerstag, 10. Oktober 2019, 03:21

Wie hoch ist die Gefahr, dass der Mann unter eines der Schiffe gezogen wird, das an ihm vorbeifährt (und ihn nicht sieht) und vielleicht sogar in eine der Schrauben?
Nochmal zurück zu der Frage. Ich kann mich nicht daran erinnern, davon gelesen zu haben, dass eine Person von der Schraube eine GROßEN Schiffes getroffen wurde (anders als bei - im Vergleich dazu - kleineren Booten), vermutlich wird sie eher weggeschubst. Dass es bei der Gelegenheit genug andere Möglichkeiten gibt, sein Leben auszuhauchen (Ertrinken (auch durch Verschlucken von Wasser), Herzschlag (auch durch Panik) etc.) macht eine solche Situation allerdings nicht angenehmer.

unregistriert

45

Donnerstag, 10. Oktober 2019, 08:20

Wenn einer über Bord Fällt dann bleibe ich bei ihm. So wird er schon mal eher gesehen als solo im Wasser. Dann Alarm entweder Funk oder Mobilfunk. Und ein Frachter kann nicht ebend mal den Motor abschalten, wie sollte der denn manövrieren ?

Drum halt ich das MAYDAY und den roten Knopf drücken mit für die wichtigste Maßnahme. Die großen Pötte werden die Geschwindigkeit ggf. auf die Steuerfähigkeit verringern, sich wenn möglich fernhalten usw. Wenn nicht und sie Semmeln den MOB über haben sie IMHO und der Lotse dann ein Problem. Es ist ja nicht so das bei einem solchen Todesfall nicht der Staatsanwalt ermitteln würde und alle Bordaufzeichnungen beschlagnahmt werden. . Und die Aussage wir konnten nicht anders und sind deshalb durch die Notfallstelle durchgesemmelt wird man schon genau prüfen, ggf, mit Gutachter. Das schöne/schlimme ist ja heute das sowohl der Notfruf als auch die Position und Steuerbefehle der Maschine und Ruder aufgezeichnet werden.

Oder hat jemand Belege das in der Vergangeheit dicke Pötte einfach durch eine MOB Position durchgesemmelt sind, oder ist das Hörensagen von Seebären?
Wo soll der Tanker da ausweichen? Wenn hier bei der Kollision einer über Bord geht, dann, und das ist hier die Frage, schwimmt er vom Tanker weg (was er aufgrund des Sogs wahrscheinlich nicht kann) oder oder oder. Hinten kommt dann irgendwann die riesige Schraube, die einen sicher nicht „wegschubst“.

https://youtu.be/_tUoUxzt9sI

88markus88

Salzbuckel

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46

Donnerstag, 10. Oktober 2019, 16:09

Auf der Elbe nutzt Kanal 16 kaum jemand. Wennschon, dann :
Cuxhaven Elbe Traffic 71
Brunsbüttel Elbe Traffic 68
German Night Traffic 80
... Und so weiter

Kokopelli

Kap Hornier

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47

Donnerstag, 10. Oktober 2019, 18:41

German Night Traffic 80

Ist das der Nachtfunkdienst? scnr. :)

Das N liegt halt auf der Tastatur zu nah am B
Gruß, Klaus

88markus88

Salzbuckel

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48

Donnerstag, 10. Oktober 2019, 18:56

Das N liegt halt auf der Tastatur zu nah am B

Schön wär's - mich plagt die Autokorrektur der Google Bildschirmtastatur beim Tablet.
Komme mit vor wie ein entmündigter Legastheniker :S

49

Donnerstag, 10. Oktober 2019, 19:10

Der Erfinder der Autokorrektur ist ein Armschlauch. :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »artecno« (10. Oktober 2019, 20:15)


88markus88

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50

Donnerstag, 10. Oktober 2019, 19:19

Hinten kommt dann irgendwann die riesige Schraube, die einen sicher nicht „wegschubst“.

https://youtu.be/_tUoUxzt9sI

Ach ja, die "Hanne Knudsen", der Segler-Killer vom Solent :D

Das war ein komplett anderer Fall: Der Typ ist vorschriftswidrig in der verbotenen Zone ("moving exclusion zone" - sowas gibt es im Bereich der Bramble Bank) vor dem Tanker gefahren. Beim Zusammenstoss ist dann noch mindestens ein Segler über Bord gegangen, der glücklicherweise von einem Begleitboot gerettet wurde.

Auf der Elbe kann die Großschiffahrt genausowenig ausweichen, allerdings treibt man sich als Segler sinnvollerweise nicht direkt vor deren Bug in der Fahrwasser herum (sonst gibt es einen Anschiss von der Verkehrszentrale). Wenn dann am Fahrwasserrand jemand über Bord geht, ist das immer noch Mist - aber mit etwas Glück ist der MOB nicht direkt vor dem Bug eines 400 m Containerfrachters.

Ich hätte übrigens noch eine Variante anzubieten: Stellt euch vor, ihr ankert bei 5 kn Strom gegenüber Brunsbüttel, und da geht einer über Bord ... der ist ausser Sicht, bevor auch nur der Anker oben ist :traurig1:

51

Freitag, 11. Oktober 2019, 10:20

Ich habe mir erst kürzlich mal im Hamburger Hafen an den Landungsbrücken die Strömung ansehen dürfen die da herrscht wenn die Flut die Wassermassen elbaufwärts drückt.

Da habe ich nur gedacht : Wenn da einer reinfällt .........

Habe allergrößten Respeckt !
Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.
Alexis Carrel

52

Freitag, 11. Oktober 2019, 11:15

Da habe ich nur gedacht : Wenn da einer reinfällt .........
Ruhe bewahren; am Ende erreicht man ja quer zum Strom schwimmend nach xyz Metern Land. Man darf nur nicht den Fehler machen, an den Ausgangsort zurückschwimmen zu wollen - no way. Im Hafen natürlich das Risiko, überfahren, unter Pontons gedrückt oder irgendwo hingetragen zu werden, wo man nicht aus dem Wasser kommt.
Gemein sind betretbare Strände auf Inselnspitzen wie Hanskalbsand, Lühesand usw. Wer dort 20 Meter vom Ufer schwimmt und von der Insel fortgetragen wird, sieht sich plötzlich inmitten einer Strombreite mit Distanzen von plötzlich einigen hundert Metern zum Ufer und wenn man dort ankommt, mehreren Kilometern vom Ausgangsort entfernt. Hier hat es in der Vergangenheit nicht wenige tödliche Badeunfälle gegeben. Die, die am Strom aufgewachsen sind, können damit umgehen.

Vor Anker liegend quer zum Strom an den Strand schwimmen? Erstmal checken, ob man in Stromlee überhaupt sinnig an Land kommt (oder, essenzieller: ob da voraussichtlich überhaupt noch Land ist). Dann rüberschwimmen und vor dem Zurückschwimmen an Bord die gleiche Versetzdistanz plus Reserve nach Stromluv abgehen und erst nach dieser Distanz losschwimmen. Wenn sich die Insel/Sandbank als zu klein dafür erweist: ganz dumm gelaufen... Also vor dem An-Land-Schwimmen sicherstellen, dass sich nach beiden Seiten ausreichend Uferfläche erstreckt.
Und, ganz wichtig: Lange Schwimmleine mit Fender oder Boje vom Boot ausbringen, falls man sich etwas verschätzt und nicht direkt dorthin zurückkommt.

Diese Regeln beachtend, etwas Augenmaß entwickelnd und eine gewisse Mindestkondition habend, wird hier im Sommer auch bei 1-2 kn Strom fleißig von Bord aus geschwommen, gebadet oder auch mal an Land oder auf eine Sandbank geschwommen.
Von denen die das machen, kommt normalerweise auch keiner in die Schlagzeilen (toktoktok), sondern eher Zugezogene und Touris, die einen Elbstrand wie den in Scharbeutz benutzen. Und die nicht ausreichend schwimmen können (das wird wieder verstärkt zum Problem).
Die gewisse Mindestkondition ist wichtig, weil man Distanzen bei Strom logischerweise zügig und kontinuierlich schwimmend zurücklegen muss. Unterwegs pausieren müssen kann fatal werden, denn der Strom pausiert nicht mit.

Üblicherweise macht man das auch nicht allein. Geht mal jemand verschütt, sollte eine weitere Person das bemerken und mit dem Boot hinterherfahren können.

Ergänzung: "Ankern vor Brunsbüttel bei 5 kn Strom" - ja in der Legende oder am Bartresen. Erstmal stehen dort überhaupt selten 5kn Strom - idR bei Bedingungen, in denen keiner segelt und schon gar nicht ohne Not ankert -, zudem ankert man ja nicht mitten im Fahrwasser sondern außerhalb davon auf Flachwasser. 1-2 kn Strom und wir sind im Alltagsbereich ;)

Gruß
Andreas

Selliner

Kapitän

Beiträge: 730

Wohnort: Sellin

Schiffsname: "Lotte" und "SKant d'Or"

Bootstyp: Midget 31, SK2

Heimathafen: Seedorf

Rufzeichen: DH6428

MMSI: 211484730

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53

Freitag, 11. Oktober 2019, 11:20

Also ich hatte Mal man über Bord auf nem Frachter. Wir haben unseren Mann wieder bekommen und ihn nicht in den Propeller gezogen. Und das obwohl er beim fallen die Rumpfseite berührt hat. Und Schwimmweste hatte er auch nicht an, im Gegenteil. Gummistiefel und Ölzeug.
Maschine stoppen ging auch nicht so schnell.
Von den Propeller Geräuschen und den Alpträumen danach, ist was anderes.

Wie gesagt wenn die Brückenbesatzung über den Notfall voraus weiß, dann wird alles notwendige unternommen. Fahrt runter, ankern, Ausguck erhöhen (hatte ich schon bei einem Selbstmörder der von ner Brücke gesprungen ist), die Schiffsbesatzung wird eventuell mit in die Rettung einbezogen, Schlepper zum großen um ihm manövrieren zu helfen usw.

54

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 13:24

Beim Anbordhelfen ist eine 275N Weste hinderlich. (....) Wer ein realistisches Risiko sieht, mal im Teich zu landen (Jolle/Jollenkreuzer/Sportboot...) fährt hier nicht allen Ernstes mit einer 275N Weste spazieren.


Ich hab nur die eine, wenn auch nicht für die Elbe gekauft ;) Und immerhin bleibt man damit auf jeden Fall oben, egal wieviel Kleidung man trägt oder welches Wetter auch immer sein mag oder wie bewusstlos man sein mag. In einer "kleineren" Weste kann man auch nicht wirklich schwimmen: Ich hab noch eine Feststoffweste von Secumar fürs Jollensegeln auf der Alster, aber an der stört mich schon der fehlende Schrittgurt -- da hab ich beim Kentertraining auf dem Ratzeburger See gelernt, wie schlecht man selbst darin schwimmen kann. Und ohnmachtssicher ist sowas auch nicht.

Was wäre denn auf der Elbe nach eurer Meinung sinnvoller als meine Automatikweste mit 275N?


Ralf
Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. :pirat:
Antoine de Saint-Exupery

55

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 14:00

Ralf,

ich muss fairerweise eines nachschicken: meine Aussagen zur 275N beruhen im Wesentlichen auf meinen eigenen Tests damit. Ich hatte hierzu vor einigen Jahren Gelegenheit im Trainingszentrum Neustadt mit unterschiedlichen Rettungswestenmodellen im Testbecken mit Wellengang. Entern in Rettungsinseln und an Netzen (Simulation hohe Bordwand eines Schiffes).
Seither sind die 275N-Westen für mich wg. übermäßiger Bewegungseinschränkung durch, jedenfalls auf den hier üblichen Revieren. Mit Kälteschutzanzug oder Offshore Klamottage nach Island würde ich anders nachdenken,.

Tatsächlich gab es im Freundeskreis kürzlich einen echten MüB-Fall mit 275N-Weste und der Proband gab an, beim Anbordklettern über die Badeleiter keine Probs mit dem Ungetüm gehabt zu haben.
Allerdings hatte das Boot einen niedrigen Freibord und weder Seezaun noch Heckkorb, die hinderlich hätten sein können. Man spaziert da recht ungehindert wieder an Bord.
Man könnte fast sagen: güldet nicht.

Du hattest neulich nach einem Jollenkreuzer gefragt. Wenn auch Kentern - und sei es nur theoretisch - in Betracht kommen kann, dann wäre eine Feststoffweste tendenziell vorteilhafter.

Für mich gehe ich nach folgender Regel vor:
Je größer das MüB-Risiko (je sportlicher das Boot) und je größer der Nachteil einer Bewegungseinschränkung wiegt/wiegen würde, desto eher greife ich zur Regatta Feststoff-Schwimmhilfe.
Schon deshalb, damit die Weste ohne Umstände betriebsbereit bleibt, wenn ich nach dem Malheur wieder an Bord bin.
Auf Jollen und Inshore-Regatten: Eher Regattaweste.
Auf Törn: Automatik.
150 (175) vs. 275 N ist Revier- und Glaubensfrage. Vielleicht auch eine der eigenen körperlichen Verfassung.

Wichtiger als 150/275 ist übrigens, dass die Weste für Dich so bequem ist, dass Du sie genau dann auch wirklich trägst, wenn es notwendig ist, also mehr oder weniger fast immer.
Eine im Schapp an Bord verbliebene Weste nützt einem im Kielwasser treibend nichts.

Gruß
Andreas

56

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 14:11

aber an der stört mich schon der fehlende Schrittgurt

Fehlen drückt ja einen Mangel aus. Ich gaube nicht, dass er fehlt, sondern dass man ihn nicht braucht. Wir haben auch sowas. Beim Einhaken und Aushaken (Jollensegeln?!) wäre so ein Gurt im Weg. Schwimmen ist so eine Sache. Es wäre ja denkbar, dass man mal länger schwimmen muss weil irgendas gründlich schiefgegangen ist. Dann kann man mit Weste erheblich kräfteschonender, ausdauernder und letztlich besser schwimmen.
Von was soltle man ohnmächtig werden? Schlechtes Bier? Fischvergiftung? Beschleunigung jenseits von 5G? Sach nicht "vom Baum". Stahlhelmsegeln ist bei den Kleinen wohl nicht nötig.

Chris

57

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 14:12

Wichtiger als 150/275 ist übrigens, dass die Weste für Dich so bequem ist, dass Du sie genau dann auch wirklich trägst, wenn es notwendig ist, also mehr oder weniger fast immer.


Also, saubequem ist sie - ich bin nur erschrocken, als ich sie mal manuell ausgelöst habe und der linke Teil der Weste nicht ausgelöst hat. Erst als ich am Klettverschluss zog (also quasi beim Öffnen selbigen half) ging es dann. Ich werde, wenn ich die Weste überholen lasse, mal fragen, woran das liegen kann. Jetzt habe ich die Spinlock 5D gesehen mit dieser Sprayhood - sowas hat meine Weste nicht, aber auf der Elbe werde ich kaum lange genug im Wasser sein, dass ich sowas brauche.

Übrigens sollte ich dazusagen: Einer der Gründe, warum ich eine "große" Weste fahre, ist mein Gewicht: Ich wiege knapp 120 Kilo (manchmal auch etwas drüber). Da möchte ich bitte sicher (!) auf den Rücken gedreht werden, wenn ich schon über Bord gehe.


Ralf

Edit: Modorboot hat geantwortet, während ich noch schrieb - daher hier: Ich denke schon, dass man den Schrittgurt braucht. Zumindest ich. Ich habe einen Bauch, was dazu führt, dass die Weste (Secumar Jump, ausprobiert beim Kentertraining) nach oben getrieben wird (wo ich "dünner" werde). Dann drückt die Oberkante der Weste aufs Kinn und ich "hänge" in der Weste. Schwimmen kann man so echt vergessen. Der Schrittgurt würde dazu führen, dass die Weste bleibt, wo sie sein soll. Ohnmacht: Ich weiß nicht, ob man davon ohnmächtig werden kann, aber ich bin mal von einem Segelboot zum Baden in den Bodensee gesprungen und mir ist fast schwarz vor Augen geworden, weil der See so kalt war. Ich trug nicht nur keine Weste (natürlich nicht), sondern war sogar völlig unbekleidet ;) Und ja: Ich habe mal den Baum einer kleinen Jolle an den Kopf bekommen (bin nicht über Bord gegangen) und weiß: Das kann die Wirkung eines Baseballschlägers haben....
Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. :pirat:
Antoine de Saint-Exupery

58

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 16:36

aber an der stört mich schon der fehlende Schrittgurt

Fehlen drückt ja einen Mangel aus. Ich gaube nicht, dass er fehlt, sondern dass man ihn nicht braucht. Wir haben auch sowas. Beim Einhaken und Aushaken (Jollensegeln?!) wäre so ein Gurt im Weg. Schwimmen ist so eine Sache. Es wäre ja denkbar, dass man mal länger schwimmen muss weil irgendas gründlich schiefgegangen ist. Dann kann man mit Weste erheblich kräfteschonender, ausdauernder und letztlich besser schwimmen.
Von was soltle man ohnmächtig werden? Schlechtes Bier? Fischvergiftung? Beschleunigung jenseits von 5G? Sach nicht "vom Baum". Stahlhelmsegeln ist bei den Kleinen wohl nicht nötig.

Chris
Einen Schrittgurt braucht man nicht? Oha! Da du ja unter keinen Umständen bewußtlos wirst, brauchst du auch keine Weste. Wenn du mal Überbord gegangen bist, schwimmst du zum Boot oder zur nächstgelegenen Insel. Ohne Frage, Bewundernswert! Wann hast du die Ocean's Seven erledigt?
Mache die Dinge so einfach wie möglich, aber nicht einfacher.

59

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 16:48

Einen Schrittgurt braucht man nicht? Oha!
Hatten wir schon.
Einige brauchen ihn, andere nicht.
Woran das liegen könnte.... :kopfkratz:


Ich helfe mal.
Statur, vielleicht?
Nehmen wir mal eine Kugel. Da wäre ein Schrittgurt möglicherweise nicht nur vorteilhaft, sondern sogar notwendig?
Kann man dagegen die Weste unter dem Rippenbogen verschliessen und zwar so dass sie nicht über selbigen passt und dabei nicht mal einschnürt...kann der Schrittgurt möglicherweise wech?


Kein Streit!


Ahoi
Andreas

60

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 17:05

Es dreht sich in dem Post um Regatta-Westen, zertifizierte Regatta-Westen so wie sie verkauft werden, frisch aus der Tüte. Bei vier Herstellern jeweils ohne Schrittgurt. Wenn man in einer Regattaweste ohnmächtig werden würde, wäre das schlecht - klar. Wenn man beim Bergandern, auf einer Leiter oder beim Autofahren ohnmächtig wird, ist das allerdings auch sehr, sehr schlecht. Diabetiker sollen bei Unterzuckerung bewusstlos werden können. Das wäre dann sicher anders zu sehen, denn Diabetes ist relatiiv weit verbreitet. Sehr selten, aber viel wahrscheinlicher ist es, dass man mal kentert. Was noch seltener passiert, dass man den Trapezhaken mal zur Unzeit verliert. Danach schwimme ich einfach zum nächsten Boot, das da rumliegt, bisher war das mein eigenes. Regattaweste mit Schrittgurt oder von Insel zu Insel schwimmen ist jedenfalls (kein Streit) ... gleichwertig.

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