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Bootster

Smutje

  • »Bootster« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 21

Wohnort: Heidelberg

Bootstyp: muß leider immer mieten bzw. chartern

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1

Samstag, 11. Januar 2020, 14:37

Wende 14er Cat

Hallo
Vielleicht die doofe Frage da ich nen 14er Hobie ausprobieren wollte... und mich frage:

Wie macht man eigentlich eine Wende ohne Fock beim cat??

Normalerweise lässt man sich ja mit backstehender Fock rumdrücken, das geht ja nun nicht.
Macht man dann nur Halsen??

2

Samstag, 11. Januar 2020, 14:50

Hatte mal einen 14er,

entweder Wende mit viel Speed oder Halse,
hab meist gehalst.

Aber der 14er ist nicht für Schwergewichte.
Bin beim Einrasten der Ruder mehrmals über das Heck gekentert.

Später dann auf dem 17er hab ich das beibehalten.
Halsen auf nem Cat macht einfach Spaßß
Grußß Svenning

3

Samstag, 11. Januar 2020, 16:18

Du hast ja bei Hobie 14 den Druckpunkt etwas weiter vorne, geht also etwas einfacher.....kannst übrigens auch einen 16 ohne Fock wenden....das Fock back stellen ist zwar die sichere Methode, aber nicht die schnellste.

Im Prinzip musst du das Groß recht dynamisch fahren (also noch feiner als bei der Jolle), den Gewichtstrimm sauber gestalten (vorn, mittig) und als Steuermann sensible sein um nicht den Speed zu killen

Einfach üben
Das Leben ist zu kurz, um nur Motorboot zu fahren...deswegen segel ich lieber :-)

4

Dienstag, 14. Januar 2020, 11:26

Du wirst den Speed killen, wenn es genug Wind und Wellen gibt. Bei soviel Wind ist ein optimaler Mast-Trimm auch maximal nach achtern.

Kurzform meiner Wende*: Normalspeed am Wind, nicht knüppeln und vielleicht auch schon nicht mehr eingehakt. Beim Anluven möglichst eine Welle hochfahren und frühzeitig auf Gewichtstrimm achten. Sobald das Groß keinen richtigen Druck mehr hat, komplett losschmeißen, evtl. extra Lose geben. Sitzen bleiben oder zumindest noch nicht die Seite wechseln. Wenn er rumkommt - gut. Zügig rüber, einhaken und weiter. Bei Wind und Welle (warum sonst fährt man ohne Fock) ist es aber häufiger, dass man schon ein großes Fest feiert, wenn er überhaupt in einen richtigen Aufschießer kommt. Das tut er wie gesagt am besten, wenn er dazu die letzten 3 Meter bergab fährt. Schaffst Du das nicht (jede Welle ist anders), kann es sein, dass Dich der Wind zurück auf Am Wind auf den alten Bug drückt. Es kann auch sein, dass Du in "stall" kommst, eine Art Beidrehen, aus der er sich nicht ohne weiteres selbst befreien wird. Das Boot hängt mit 10, vielleicht 20 Grad am Wind und rührt sich einfach nicht mehr. Es treibt langsam nach achtern und reagiert auf kein Ruder. Man befreit sich daraus, indem man das Groß leicht Back hält. Das bringt nebenbei bemerkt auch beim Fahren mit Fock mehr. Sobald er Fahrt achteraus aufgenommen hat, kannst Du wieder Steuern und ihn rumholen. Das Ruder beim Achterausfahren nicht querschlagen lassen, sondern den Ausleger von Hand führen.

Wir haben alle mal irgendwo zwischen 3 und 6 Kilo gewogen. Selbst bei hierzulande mäßigem Erwachsenengewicht kann der Hobie nicht nur nach achtern kentern, was ja naheliegend ist, sondern trotz Stillstand auch sehr schön nach vorn kentern, nämlich dann wenn Du es übertreibst und die Schwimmer zu hart unterschneiden. Die Dinger bleiben einfach unten und die übernächste Welle macht der Zitterpartie ein Ende. Ein Überreagieren führt aber zur Kenterung nach achtern. Du darfst in so einem Fall die Schwimmer nicht zu energisch rausreißen, weil Du dann zu viel Schwung kriegst. Deswegen in solchen Fällen kein blind durchgeführtes Notfallprogramm, sondern Konzentration. Am besten mit gespreizten Oberschenkeln flach knien.

Bei richtig kurzer, harter Welle kann es sein, dass Du auf eine Wende verzichten wirst. Wenn es dann schon so aufgebriest hat, dass Du ihn auf Raumschots mit nichts mehr gehalten kriegst, gehst Du mit weit aufgefiertem Segel von Am Wind schnellstmöglich auf Achterlichen, so dass er noch nicht zu viel Dampf draufkriegt. Das muss wirklich beherzt und schnell gehen. Danach kann man halsen. Ein anschließendes Anluven wäre analog dazu.

Das Üben sagt sich so schön. Oft fährt man bei solchem Wetter da, wo es für andere zu flach ist, weil man dann mehr Raum für seine Manöver hat. Selbst ein ungeteilter Hobie-Mast, der rhythmisch in den Grund gerammt wird, nimmt das irgendwann übel. Außerdem ist es bei Bedingungen, die zum Segeln schon äußerst grenzwertig sind, noch grenzwertiger, darauf zu vertrauen, das Boot beim ersten Versuch aufgerichtet zu kriegen und weiterfahren zu können. Kentert man, weil man bei nettem Segelwind einmal kurz gepennt hat, ist das was ganz anderes. Aufrichten,Boot nicht verlieren, besteigen unter wirklich grenzwertigen Bedingungen kostet außer viel Kraft auch Konzentration. Bei einer Starkwindkenterung ist beides aber oft schon bis zur Reserve aufgebraucht.

Chris

* bei einem anderen Boot wäre es noch kürzer gewesen

nixxe

Ich bin 2 Øltanks

Beiträge: 19 567

Wohnort: S-H

Bootstyp: bootlos unglücklich

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5

Dienstag, 14. Januar 2020, 11:36

:D Ich wusste schon, warum ich dann doch lieber Surfbretter genommen habe. Da wird natürlich fast nur gehalst, aber aus dem Gleiten heraus ins neue Gleiten hinein. (Powerhalse hieß das mal.) Macht einfach mehr Laune. Hobie 16 hatte ich mal probiert, nett, aber zuviel Gedöns im Vergleich zum Windsurfer. Und mit dem Hobie bin ich auch eher Halsen gefahren.

6

Dienstag, 14. Januar 2020, 11:39

Liebe Nixxe, es macht doch auch sehr viel Spaß mal ´n Stündchen geradeaus zu fahren ... (?)
Irgendwann ruft halt dann halt die Heimat und man stellt fest, dass man längst ein Problem hat.

nixxe

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7

Dienstag, 14. Januar 2020, 15:33

Ja, da hast du Recht. Ich fahre sogar tagelang geradeaus. Mitm größeren Boot. Jollen auf Regatten auch, ziemlich lange. Alles auf dem Wasser macht Spaß.
Mein eines Kind will sich übrigens einen Hobie zulegen, 16 oder 17. Ich wollte früher auch einen eigenen haben, meine Eltern waren dagegen, dann wurde es ein 470er. Und ein Pirat im Verein. Naja, und mein Leih-Hobie 16 war immer super, hab ihn aber oft umgeschmissen. Ist aber toll zum Beachen und meist schön bunt, die Segel. Und das Trampolin auch bei Flaute ein schöner Platz zum Sonnen. Später fand ich Nacra einfach geiler. Und eben Windsurfen, in der Welle. Und gewendet wurde nach Möglichkeit nie. ;)

Beiträge: 93

Schiffsname: Medusa

Bootstyp: Jeanneau Sunshine 38

Rufzeichen: DA6489

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8

Donnerstag, 16. Januar 2020, 14:21

Hallo
Vielleicht die doofe Frage da ich nen 14er Hobie ausprobieren wollte... und mich frage:

Wie macht man eigentlich eine Wende ohne Fock beim cat??

Normalerweise lässt man sich ja mit backstehender Fock rumdrücken, das geht ja nun nicht.
Macht man dann nur Halsen??
Also. Ich bin absolut unerfahren was Kats dieser Größe angeht. Das vorweg. Aber diesen Sommer war ich in Afrika jeden Tag mit einem Hobie oder einem Nacra auf dem Wasser. Und ohne es (besser) (zu) wissen habe ich das Wenden schnell gegen das Halsen eingetauscht und, für mich, deutlich mehr Spaß gehabt. :-)
Home is where the anchor drops. http://www.sailing-medusa.com

9

Freitag, 17. Januar 2020, 09:31

Da hätten wir uns ja fast getroffen. Ich war letzen Herbst in Europa.

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