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Windstärken

Windstärkentabelle

RainerF

Kapitän

Beiträge: 573

Wohnort: Hessen

Schiffsname: La Guapa

Bootstyp: Hanse 315

Rufzeichen: DK8597

MMSI: 211695470

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21

Sonntag, 2. August 2020, 11:56

Ich muss das Thema noch einmal ansprechen, wahrscheinlich zum xten Mal.

Wenn ein Sportboot mit einer Länge von weniger als 15m im Schifffahrtregister Hamburg registriert wird, dann gilt nach meinem Kentnisstand Hamburg als Heimathafen. Soweit ok. Jetzt die Frage. Bedeutet dieser durch die Registrierung definierte Heimathafen, dass ich zwingend Hamburg aufs Heck pappen muss? Oder kann ich bei einem Sportboot <15m hinten auch meinen Liegeplatzort draufkleben, egal ob das in Deutschland, Holland, Dänemark oder sonstwo ist. Sprich, gibt es durch die Registrierung für kleine Sportboote irgendwelche rechtlich zwingende Vorgaben?


Ich habe bei meinem Schiffregistergericht wiesbaden als heimarhafen Rüsselsheim eintragen lassen, muss aber diesenauch nun führen.
Sprechebdochmal mit denen.
Unsere schöne: http://la-guapa-sy.de/

schothorner

Offizier

Beiträge: 280

Bootstyp: Bav 37 cr

Heimathafen: NL

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22

Sonntag, 2. August 2020, 12:42

- @S/V Serenity: mit der Eintragung ins Schiffsregister wird ein Rufzeichen direkt erteilt und das ist auch zu verwenden.
Generell, auch für das Flaggenzertifikat, wird das Rufzeichen in dem Land zugeteilt, indem das Schiff registriert ist (Flagge!). Du wirst also mit deiner dänischen MMSI auch kein Flaggenzertifikat erhalten.


Ahh ok... danke! Dann bleibts wohl ein dänisches Boot.... kann ich den Dannebrog wieder auspacken...
Ähm, hast DU denn die Dänische Staatsbürgerschaft? Falls ja, dann kannst du das machen. Falls du (nur) die Deutsche besitzen solltest, muss der Adenauer ans Heck.
Prinzipiell richtig,
aber das Flaggenrechtsgesetz macht direkt am Ende des ersten Satzes ein Schlupfloch für „digital Nomaden“ :D ;) auf, wenn sie in D wirklich keinen Wohnsitz mehr haben

Zitat:
§ 1

(1) Die Bundesflagge haben alle Kauffahrteischiffe und sonstigen zur Seefahrt bestimmten Schiffe (Seeschiffe) zu führen, deren Eigentümer Deutsche sind und ihren Wohnsitz im Geltungsbereich des Grundgesetzes haben.

Beiträge: 861

Wohnort: Odense

Bootstyp: Jeanneau Fantasia 27

Heimathafen: Bogense Marina

Rufzeichen: Serenity

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23

Sonntag, 2. August 2020, 14:51

- @S/V Serenity: mit der Eintragung ins Schiffsregister wird ein Rufzeichen direkt erteilt und das ist auch zu verwenden.
Generell, auch für das Flaggenzertifikat, wird das Rufzeichen in dem Land zugeteilt, indem das Schiff registriert ist (Flagge!). Du wirst also mit deiner dänischen MMSI auch kein Flaggenzertifikat erhalten.


Ahh ok... danke! Dann bleibts wohl ein dänisches Boot.... kann ich den Dannebrog wieder auspacken...
Ähm, hast DU denn die Dänische Staatsbürgerschaft? Falls ja, dann kannst du das machen. Falls du (nur) die Deutsche besitzen solltest, muss der Adenauer ans Heck.
Prinzipiell richtig,
aber das Flaggenrechtsgesetz macht direkt am Ende des ersten Satzes ein Schlupfloch für „digital Nomaden“ :D ;) auf, wenn sie in D wirklich keinen Wohnsitz mehr haben

Zitat:
§ 1

(1) Die Bundesflagge haben alle Kauffahrteischiffe und sonstigen zur Seefahrt bestimmten Schiffe (Seeschiffe) zu führen, deren Eigentümer Deutsche sind und ihren Wohnsitz im Geltungsbereich des Grundgesetzes haben.


Ich habe keine dänische Staatsbürgerschaft. Und das ist auch eigentlich mein Problem. Die dänische "Yachtflag" mit dem YF darf ich eigentlich nur führen wenn ich dän. Staatsbürger bin. Den Dannebrog, die normale dän. Natioalflagge darf nur die kommerzielle Schiffart fliegen bzw. nur wenn man im dän. Schiffahrtsregister geführt ist. Bin ich aber nicht. Müssen und werden auch nur Schiffe über 20m Länge

Ich hab jetzt 3 Jahre lang die YF am heck gefahren, seit letztem Jahr den Adenauer... jetzt bapp ich mir wohl nen gewöhnlichen Dannebrog ans Heck und den Adenauer als "Skipper Identifikationsflagge" an die Backbordsaling?

Wasn komplizierter Mist :-D

Vielleicht doch eine Meldeadresse in Deutschland.... aber eigentlich auch nicht zulässig da es nur eine Scheinanmeldung wäre. Und die Krankenversicherung würde doppelt so teuer werden...
Warum könn mich nicht einfach alle in Ruhe lassen...
/Marco

Blog, Live-Track, Fotos und Bootsinfos: sailing-serenity.eu
"There is no place, I can be, since i've found Serenity"

Kokopelli

Kap Hornier

Beiträge: 11 130

Schiffsname: Ich bin Mitsegler

Bootstyp: Keins

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24

Sonntag, 2. August 2020, 15:22

Es hat sich ja wohl in deinen drei Jahren mit der YF niemand dran gestört, auch nicht deine Liegeplatznachbarn in Bogense, obwohl die sicher wussten, dass kein Däne bist. Erwartest du großen Trouble in fernen Ländern, wenn du jetzt auf große Fahrt gehst? Wenn die Dänen sich nicht dran stören, warum dann andere?
Gruß, Klaus

kutt

Proviantmeister

Beiträge: 318

Schiffsname: Selene

Bootstyp: Dufour 4800

Rufzeichen: DATE

MMSI: 211757050

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25

Sonntag, 2. August 2020, 16:06

Wenn ich nur in der der EU unterwegs wäre, dann hätte ich wahrscheinlich auch nur ein Flaggenzertifikat.

Das Schiff hatte aber schon eine Eintragung im Bundesschifffahrtsregister und einer der Leute in dem Seglerverein, wo ich es gekauft habe war Notar.

Den habe ich mit den Formatitäten des Eignerübergangs beauftragt und dann kam noch mal eine Rechnung von irgend einem Gericht, die den Fall bearbeitet haben. Gekostet hat das Ganze um die 250..300€

Damit musste der Schiffsname an beide Seiten vom Schiff (Achten oder Bug) sowie ans Heck + Heimathafen. Das ist auch der Grund für mein lustiges Rufzeichen: DATE anstatt DJ9473 o.ä. Ich hatte den Fehler gemacht die neue Funke nicht umschreiben zu lassen, sondern einen neuen Antrag bei der Bundesnetzagentur zu machen, bevor der Eignerwechsel im Register durch ist.

Jetzt mag man sich fragen: Was hat denn die Bundesnetzagentur mit dem Schiffsregister zu tun? Ich dachte: Nix, lag aber völlig falsch, als ich einen Brief von der Netzagentur bekam und die meine MMSI + Rufzeichen eingezogen haben. Dafür habe ich nun wieder die alte MMSI + Rufzeichen vom Voreigner.

Also, wichtig: Erst das Zertifikat holen und dann Funke anmelden!

Was bringt das Ganze? Außerhalb der EU fragt dich jeder vom Customs/Immigration nach einem Eignernachweis. Das müsste mit dem Flaggenzertifikat (+Kaufvertag) eigentlich auch gehen. Wie das jetzt im Yachtzubehör läuft weiß ich nicht: Da wird auch sehr oft nach der Registierung gefragt, oder man kann halt nix kaufen. Weiter gehts beim klarieren. Gross tonnage, Net tonnage, Breite, Länge, Tiefe, Eigner. Steht alles im Registerauszug. Mit einem Flaggenzertifikat geht das sicher auch irgendwie, aber mit dem offiziellen Papier + Bundesadler drauf ist es m.E. an vielen Stellen deutlich einfacher (und das Ding sorgt bei vielen Beamten schon für Eindruck)

Wobei: Das Flaggenzertifikat im Gegensatz zum Schiffsregister ist kein Eigentumsnachweis. Also müsste man der CoastGuard dann wohl einen Kaufvertrag (Multilangual) präsentieren...

26

Sonntag, 2. August 2020, 18:31

@kutt: Es gibt doch genau dafür den Internationalen Bootsschein vom DSV mit allen Daten zum Schiff, der taugt überall als Eigentumsnachweis.


Wenn man aber - ohne Pflicht, weil unter 15m - freiwillig sein Schiff ins Seeschiffsregister einträgt, dann muss man sich eben auch an die dann geltenden Regeln halten bzgl. Name beidseitig + Name ans Heck u Heimathafen.
Der Themenstarter hat explizit nach Seeschiffsregister gefragt. Bei einem Eintrag oder Umschreibung wird übrigens auch auf Rechte Dritter (Bank etc.) geprüft, diese Abfrage hat gerade bei grösseren Booten sicher einen Mehrwert.

kutt

Proviantmeister

Beiträge: 318

Schiffsname: Selene

Bootstyp: Dufour 4800

Rufzeichen: DATE

MMSI: 211757050

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27

Sonntag, 2. August 2020, 19:34

Ich finds ehrlich gesagt mit der Kennzeichnung nicht schlimm.

Ich hatte das geschrieben, weil das Flaggenzertifikat erwähnt wurde.
Wobei in dem Thema einiges ganz schön vermischt wird ;), was sich das gegenseitig ausschließt.

Also (vom einfachsten zum offiziellsten):
- gar nix
- Flaggenzertifikat
- Int. Bootsschein
- Bundesschifffahrtsregister

Da zwischen steht aber ein "oder" und man muß sich vorab entscheiden, was man denn will/braucht.

Grisu100

Kapitän

Beiträge: 745

Wohnort: Portsmouth, Virginia

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28

Sonntag, 2. August 2020, 20:51

- gar nix
- Flaggenzertifikat
- Int. Bootsschein
- Bundesschifffahrtsregister

Int Bootsschien vor Flaggenzertifikat.
Der Int.Bootsschein wird von Verbänden ausgestellt, gilt im Ausland nur zwei Jahre, das Flaggenzertifikat vom BSH. Und er Int.Bootschein muss offziell nur von folgenden Ländern anerkannt werden (Unterzeichner der ECE Resulution Nr. 13) Deutschland, Frankreich, Kroatioen ,Litauen, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Servein, Slowakei, Tschechien, Ungarn und UK. Bei allen anderen ist es Good Will.
Meine Reihenfolge zum Offziellen:
Internationaler Bootschein (DSV, ADAC, DMYV)

Ausweis über Kleinfahrzeugkennzeichen (WSV)
Falggenzertifikat (BSH)
Schiffzertifikat (Schiffsregister beim Amtsgericht)
Spätenstens wenn ich die europäischen Gefilde verlasse wäre es bei mir Flaggenzertifikat oder Schiffszertifikat. Die beiden entspprechen auch internationalen Recht.

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