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HeikeS.

Proviantmeisterin

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61

Freitag, 17. September 2021, 13:12

Aufstoppen sicherlich nicht, aber mir ist mal beim durchsegeln der Kappelner Drehbrücke (achterlicher Wind , Pfingstsonnabend, Pulk mit ca 70 Booten Richtung Schleimündung, fast alle segelnd) der Beschlag des Baumniederholers auf nem Folkeboot gebrochen, Grosssegel an den Mast geklappt und quasi Vollbremsung, war schon etwas was in Erinnerung geblieben ist. Aber auch das ging ohne Blessuren ab, war zugegeben etwas hektisch, aber es wollten auch nur 2 oder 3 Boote die schleiaufwärts.
Also wenn Windstärke und Richtung passen segel wir meist durch die Brücke, zumal Lindaunis zur Zeit eh 15 min die Brücke offen hält, da könnte man sogar entspannt durchkreuzen ohne das wer warten muss.

62

Freitag, 17. September 2021, 13:19

Im Übrigen muss man die Frage, wie sinnvoll die Brückenpassage mit Segel ist, mit der Manövrierbarkeit des Bootes unter Motor berücksichtigen. Seitlich angebrachte AB sind nicht besonders gute Manövrierhilfen. Ein Schärenkreuzer mit AB ist unter Motor quasi manövrierbehindert.
Dass @Bengta nicht nach Pkt 1 oder 2 gefragt hat, ist klar, denn er hat gar nicht gefragt. Ich hab lediglich erläutert, warum er Unrecht hat, wenn er meint, mit Maschine könne man immer und schnell aufstoppen.
Im Übrigen fahre ich in den Allermeisten Fällen auch mit Motor durch. Aber wenn es halt passt...
Ich halte mich im Übrigen für keinen sonderlich guten Segler.
Es ist aber vielleicht eine Grundfrage, wie man die Dinge sieht: Wenn jemand elegant unter Segel manövriert, im Hafen, bei Klappbrücken, ob man dann sagen kann: klasse, der hats drauf, oder ob einen sowas vielleicht missgünstig macht, weil man es selbst nicht so kann. Ich möchte niemandem hier das unterstellen, aber könnte es nicht sein, dass in dem einen oder anderen Kommentar sowas durchscheinend?Versammelte Hafenmanöver mit Segel (oder Brückenmanöver...) hab ich eigentlich noch nie gesehen, mit Motor öfter, und auch selbst praktiziert.
Speziell wenn man nen AB ohne Fernschaltung hat, gehen viele Manöver ohne Motor besser, und mitlaufen lassen ist auch schlecht, jedenfalls bei mir auf Stb-Bug.

Meeresfee

Salzbuckel

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63

Freitag, 17. September 2021, 13:25

zu Pusteblume. Das Wort asozial habe ich benutzt, nicht Bengta.
Der Zusammenhang war, dass die Brücken, die mir vor Augen stehen, bei Öffnung viel befahrene Strassen unter brechen und es dort sehr rasch zu Rückstaus kommt von beträchtlichem Umfang. Daher, und auch wegen der Sicherheit, ist für mich die Passage verantwortlich nur unter Motor denkbar, rasch, sicher, so wenig Zeit als nötig brauchend. Es geht mir nicht ums Segeln, sondern um die Sicherheit und Geschwindigkeit der Passage. Wenn ein Segler unter Segel sechseinhalb läuft, dann ist da Wind, dann ist es bei mehreren Booten nicht mehr sicher. Wenn er nur drei läuft und evtl. noch Strom steht, dann ist es quälend langsam und asozial denen im Rückstau gegenüber. Wie man es dreht und wendet, es spricht m.E. alles für das Benutzen des Motors. Wenn ich mich einer Brücke nähere, geh ich in Wind und berge rasch, tüdel notdürftig zusammen und wenn, wie in Guldborg keine Zeit angezeigt wird, funk ich ihn rasch an und frag, wann er mich durch lassen will. Das geschieht dann mit Hebel on the table und dann geht das Segel ggf. nach Brücke rasch wieder hoch.
By the way kann ich gut genug segeln, um ohne Maschine anzulegen, Neid auf andere Könner ist es nicht.

64

Freitag, 17. September 2021, 13:46

...Wenn drei Boote durch wollen und evt. noch nicht einmal gegenverkehr herrscht ist das ganz etwas anderes. Also am Ende entscheidet jeder selbst in guter Seemannschaft wie er den Schiffsverkehr sicher und flüssig hält. Im engen Pulk kann der Segler 4m hinter mir bei einer plötzlichen Bö eben nicht die Segel wegnehmen oder mangels Raum ausweichen zumal er von dem Segler 4m hinter Ihm ja auch bedrängt wird. Also keine prinzipienreiterei sondern einfach das der Situation angemessene machen..


Genau das schreibe ich ja...
Was die CW angeht, Du könntest Dich ja sachkundig machen. Da segeln H-Jollen, Folkeboote, Schärenkreuzer, Meteryachten...Manche Skipper können segeln, andere weniger. Wie überall. Was die knappen Situationen angeht: Die gab es da deshalb weniger, weil der Abstand etwas größer war. Denn viele, die durch die Kaopelber Brücke motort sind (sind bei weitem nix alle durchgesegelt) haben auch AB's, oder teils auch schwächere Einbaumaschinen. Und mit AB stoppen...geht, dauert aber lange.
Knapper, und etwas unentspannt, empfand ich in diesem Jahr die Passage der Ziegelgrabenbrücke nordwärts (unter Motor), wo alle mit Vollgas durch sind, im run auf die raren LP an der Nordmole. Das war wie bei ner Opti-A-Mdisterschaft am Start.

Bengta

Salzbuckel

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65

Freitag, 17. September 2021, 15:21

Ich lag bei Steckmest aussen also mit dem Heck zum Fahrwasser, und irgendwann habe ich von Malte einmal einen Teakkerzen und Streichholzhalter bekommen mit den Worten das er keinen kennt der so oft ohne Motor unter Segeln in die Box einläuft oder ablegt. Auch meine Ankermanöver in z.B. Hörup habe ich immer unter Segeln gefahren beim Anker fallen genauso wie bei Anker auf. Aber dabei habe ich immer genug Raum und entscheide die zeitlichen Abläufe selbst wann ich ablege usw. ich kann das Fahrwasser beobachten und mein Manöver in Ruhe beginnen wenn der Brückenpulk durch ist dann habe ich locker eine Std ein freies Fahrwasser in dem ich in Ruhe unter Segeln manövrieren kann. Das ist bei Brückendurchfahrten mit 50 Booten in kürzester Zeit eben nicht so.Aber nun fahre ich ja Mobo da gibt es aber auch solche und solche Freizeitkapitäne
Michael :baden:


Geschwindigkeit ist keine Hexerei ! Aber wer hexen kann ist schneller

Für Rechtschreibfehler entschuldige ich mich schon mal vorab und bitte die dadurch entstandene Verwirrung zu verzeihen ;(

Kokopelli

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66

Freitag, 17. September 2021, 16:02

ich meinte die Raumschotsegler ohne mitlaufende Maschine
Ja, da stimme ich dir voll zu.

eine Aufstoppnotwendigkeit während einer Brücken- oder Sperrwerkspassage habe ich noch nie erlebt.
Nie in Kappeln am Wochenende in der Saison gewesen? :)
Gruß, Klaus

67

Freitag, 17. September 2021, 17:01

Wer hat eigentlich geschrieben, daß es sinnig ist, bei zu viel Verkehr durch die Brücke zu segeln? Ansonsten ist, wie beschrieben, aufstoppen mit AB oft auch kaum möglich.

Kokopelli

Kap Hornier

Beiträge: 12 313

Schiffsname: Ich bin Mitsegler

Bootstyp: Keins

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68

Freitag, 17. September 2021, 18:25

Ansonsten ist, wie beschrieben, aufstoppen mit AB oft auch kaum möglich.

Jaja, schon bekannt. Aber wer segelt mit AB, wenn es doch richtige Motoren gibt? :P
Gruß, Klaus

69

Freitag, 17. September 2021, 19:10

Ansonsten ist, wie beschrieben, aufstoppen mit AB oft auch kaum möglich.

Aber wer segelt mit AB,...

Ahem...Ich nutze dazu Segel..
:D

34fuss

Seebär

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70

Freitag, 17. September 2021, 20:21

Ich sag mal so, durch eine Brücke zu segeln ist (oder kann sein) rücksichstlos gegenüber anderen Brückenpassenten. Die Masse fährt unter Motor, dann kommt so ein 'ganz sportlicher' daher und muss segeln, beansprucht Wegerecht für ein Segelfahrzeug, beansprucht wesentlich mehr Platz für sich als bei einer Motorpassage. Unter der Brücke dann unerwartete Windschwächen, Winddrehungen, mit allem was daraus folgt...
So meine Erfahrungen von der Ziegelgrabenbrücke in Stralsund.

71

Freitag, 17. September 2021, 20:42

Es KANN sein, WENN...
Im Fw zu segeln bringt keine besonderen Wegerechte.
Winddreher und Windlöcher kann es immer geben, das ist das Los der Binnensegler, wir können das....

Paulest

Seebär

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72

Freitag, 17. September 2021, 20:42

Das heisst dann also auch das an Engstellen auch nicht gesegelt werden soll? Weil im Endeffekt ist das ja aus dem gleichen Grund Rücksichtslos. Irgendwann sind wir dann dabei das segeln im Fahrwasser Rücksichtslos ist.

73

Freitag, 17. September 2021, 21:07

Irgendwann sind wir dann dabei das segeln im Fahrwasser Rücksichtslos ist.
Segeln ist asozial. Behindert die Lenker von Motorbooten und PKW bei der Erledigung wichtiger Aufgaben und Bedürfnisse oder Segler behindern andere Segler. Täglich spielen sich Dramen vor, hinter und unter Brücken ab, ohne das die Politik eingreift. Ganz schlimm sowas.
Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.

74

Freitag, 17. September 2021, 21:19

Irgendwann sind wir dann dabei das segeln im Fahrwasser Rücksichtslos ist.
Segeln ist asozial. Behindert die Lenker von Motorbooten und PKW bei der Erledigung wichtiger Aufgaben und Bedürfnisse oder Segler behindern andere Segler. Täglich spielen sich Dramen vor, hinter und unter Brücken ab, ohne das die Politik eingreift. Ganz schlimm sowas.
Ich hätte das gern geschrieben, aber eingefallen ist es Dir, @Blaubär... :D

75

Samstag, 18. September 2021, 00:08

ie Masse fährt unter Motor, dann kommt so ein 'ganz sportlicher' daher und muss segeln, beansprucht Wegerecht für ein Segelfahrzeug,

Da lach ich mal ganz laut:
SSO sowieso aber selbst in KVR.würde ich auf Regel 9 plädieren. Zwischen den Brückenpfeilern könnte es sich um enge Gewässer handeln.

Nur weil man Segel oben hat, hat man durchaus oft kein Wegerecht. Und Bürckendurchfahrt ist eben meist keine hohe See. Aber irgendwann kapieren das seglelnde Gesellen auch noch.

jade

Lotse

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76

Samstag, 18. September 2021, 00:29

Wenn ich das hier lese werde ich sauer.
Habe bereits einen Mast verloren..
Die Brücke sollte um 16 Uhr öffnen tat sie aber nicht. Habe versucht die Fock einzuholen.. Die Rollfock klemmte.. Dann fiel die Schot ins Wasser und geriet in die Schraube...Wir waren kurz vor der Brücke und für ein Ankermanöver zu spät. Der Mast schlug gegen die Brücke und brach an der Saling
Ich segle nicht mehr bei Brückenöffnung...Das Segel wird frühzeitig eingerollt und der Motor gestartet.

War eine teure Angelegenheit...


"Wenn ich das hier lese ..." bin ich sprachlos :huh: .. oder doch Satiere ;)
wenn nicht jetzt ... wann dann?? :segeln:

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