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Indianer

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101

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 09:24

Also ich kenne keinen von der Ostseeküste der sein Boot an der Nordseeküste liegen hat. Ich kenne aber inzwischen sehr viele die an der Nordseeküste wohnen, ihr Boot liegt jedoch an der Ostseeküste...

Ich auch nicht - daher hatte ich auch extra Nordsee geschrieben. Würde er an der Ostsee wohnen hätte er wohl sein Boot noch.
Für mich sind es an die Ostsee mindestens 8 Stunden Autofahrt, nach Kroatien ist es gleich weit. Ich chartere 1x pro Jahr mit der Familie und 1-2x pro Jahr mit Freunden. Familie will unbedingt Badetemperaturen...also Süden.
Mit meinen Freunden war ich schon oft in Kroatien - die möchten mal was anderes sehen. Wenn ich Ostsee sage - will keiner hin. Wir waren dieses Jahr auf Sardinien. Weitere Destinationsvorschläge sind Mallorca, Griechenland, Italiens Westküste, eventuell Frankreich/Korsika.
Achja Binnenreviere(Oberbayrische Seen) machen wir manchmal übers Wochenende.
Rügen ist schön

Nene

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102

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 09:27

@Paulest

Verständigung:
die deutschen sprechen in meinen Augen sehr schlecht englisch, die Kroaten verstehen aber gut deutsch, das war für mich der Grund zu unentschieden.

Küstenlänge:
Kroatien hat über 6000Km Küstenlänge und die gesamte Ostsee wird vermutlich kaum jemand nutzen.

Winterlager: Freunde/Bekannte hat man auch in Kroatien, Was man nicht hat ist starker Frost und Schnee.
Gruß
Bernhard
----------------
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Paulest

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103

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 09:38

Wir hatten letzten und vorletzten Winter an ein paar Tagen Schnee, der war aber schnell wieder weg. Zumal die Kälte auch dafür sorgt das Du im Boot keine Insekten hast, weil die versterben im Winter...

Indianer

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104

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 09:45

Wie man sicher schon gemerkt hat, gehe ich gerne zum Segeln nach Kroatien. Daher liste ich mal auf - was mich da tatsächlich stört. Vielleicht können das die Ostsee-Segler auch machen. Dann kommt da vielleicht wirklich was raus:

Was mich an Kroatien wirklich stört:
1) ...sind die wenigen richtigen Sandstrände bzw. das man fast immer Badeschuhe benöitgt(Seeigel...spitze Steine). Da hat die Ostsee in meinen Augen ein großen Vorteil.
2) ...der Müll in vielen Buchten.
...Bora, Jugo und Gewitter nehme ich als sportliche Herausforderung...von daher sehe ich beim Wind ein unentschieden. In Kroatien seglerisch schnell als Ziel zu kommen ist oft eine Herausforderung die mir viel Freude macht.
3) ..bei der Anreise die Staus speziell an der Schengengrenze ...aber auch die Staus an den Alpenübergängen. Wir fahren deshalb nie Samstags los.
4) ...und natürlich noch die Kunas ...statt Euro (hätte ich fast vergessen)

Die Sache mit den Moorings stört mich nicht. Ich nehme immer alte Arbeitshandschuhe. Ein Problem mit einer gerissenen Mooring hatte ich noch nicht. Bin auch noch an keiner hängengeblieben.

Gruß
Wolfgang
Rügen ist schön

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Indianer« (14. Oktober 2021, 09:56)


Indianer

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105

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 09:47

Wir hatten letzten und vorletzten Winter an ein paar Tagen Schnee, der war aber schnell wieder weg. Zumal die Kälte auch dafür sorgt das Du im Boot keine Insekten hast, weil die versterben im Winter...

Kakerlaken oder ähnliches kenne ich von den Kanaren...in Kroatien noch nie gesehen, die Charterboote die ich miete sind immer super sauber(anders in Italien/Sardinien).
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Löhni

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106

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 10:00

Tja, was soll ich groß Vergleichendes schreiben. Bin ja erst ein paar Tage hier in Kroatien ?(
Wasser ist Wasser und Wind ist Wind. Das Wasser ist hier halt wärmer, klarer und salziger. Baden geht besser, aber nicht ohne Abduschen. Segeln tut es sich gleich, denn die Welle ist der der Ostsee sehr ähnlich - das hatte ich anders erwartet. Ich dachte, die wäre schon länger und ruhiger. Wenn sie mal über kommt, nervt sie wegen des Salzgehaltes mehr, hinterlässt überall sofort Salzflecken, die einem alles zerkratzen. Daher sieht man hier sogar viele Segler, die im Hafen ihr Boot mit Trinkwasser abspritzen. An der Ostsee machen das fast nur Motorbootfahrer.

Der Wind ist stark unterschiedlich. Man segelt ja quasi durch die Berge. Ohne das ich da je gesegelt wäre, stelle ich es mir ähnlich einem Binnenrevier wie dem Edersee oder dem Zürichsee vor. Abdeckungen, drehende Winde und kräftige Düsen wechseln sich permanent ab. Gerade noch schöne 17 kn Backstagbriese und plötzlich nur 7kn, so dass man seinen Wind überholt - gefolgt von einer vorlichen 25kn Böe, die einen Teil der Crew in Schrecken versetzt.
Da muss ich sagen, ist die Ostsee angenehmer, weil konstanter. Den verlässlicheren Wetterbericht der Ostsee hatte ich ja oben schon erwähnt. Die Sommermonate, wenn hier in Kroatien die Flaute vorherrscht, gehen eindeutig an die Ostsee, wo es fast immer Segelwind gibt.

Die Landschaft zu vergleichen ist ein bisschen wie das Vergleichen von Äpfeln und Birnen. Als Kind habe ich ein paar Mal mit meinen Eltern Sommerurlaub in den Bergen gemacht bzw. machen müssen, denn eigentlich war ich viel lieber an Meer und Strand. Das hier ist irgendwie beides, aber ohne Strand. Denn wenn man die schneeweißen, feinsandigen Strände der Ostsee gewohnt ist, dann lässt man sich keine Kiesbucht als "Strand" verkaufen. Egal, wie blau und warm das Wasser ist.
Sehr reizvoll sind die vielen Buchten aber definitiv und es gibt davon sehr viel mehr, als bei uns.
Die oftmals sehr kargen Felsen erinnern mich an die schwedischen Schären. Nur ist der Stein hier heller und zerklüfteter.
Da ich hier bisher nur ein paar Ecken gesehen habe, kann ich zur Vielseitgkeit nichts sagen. Meine Tochter sagt immer, dass alle Dänischen Inseln gleich aussehen. Stimmt natürlich nicht, aber ähneln tun sie sich schon. Das gilt für das bisher hier gesehene aber definitiv auch.
Es gibt die Variationen kahler Berg, spärlich bewaldeter Berg, kräftig bewaldeter Berg und abgebrannter Wald auf kahlem Berg.
Die kleinen Städte und Dörfer hier sind meist sehr hübsch. Das gibt es an der Ostsee zwar auch (Beispiel Ærøskøbing), aber mehrheitlich ist die Bebauung, speziell im deutschen Teil der Ostsee den Besuch nicht wert.
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

Löhni

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107

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 10:04

Teil 2 (wegen Längenbeschränkung)

Ein weiterer sehr auffälliger Unterschied wurde schon weiter oben von jemandem anderen geschrieben. In Kroatien wird mehr gechartert, auf der Ostsee mehr "geeignet". Das spiegelt sich natürlich auch bei den Booten wider. Es gibt hier sehr viel mehr große Schiffe um und über 40 Fuß und viel mehr zusammen gewürfelte große Crews. Die an der Ostsee typischen Familien- und Paar-Crews sind hier fast schon exotische Ausnahmen. Und entsprechend wird hier auch gesegelt. Gestern war ein recht anspruchsvoller Segeltag. Es begann mit Wind um 10-14 kn, im Verlauf dann nur 5-8kn und dann plötzlich aus dem Nichts 24-27kn. Gefühlt motort mindestens ein Drittel der Boote ganz unabhängig vom Wind. Bei Schwachwind und bei gegenan steigt diese Quote auf etwa zwei Drittel. Und bei Knaster (>22kn) segeln nur noch höchstens 10%. Als es gestern innerhalb von Sekunden von 7kn auf 27kn auffrischte, haben wir sofort gerefft und sind relativ bequem weiter gefahren. Viele der anderen sind zunächst mit Vollzeug und schlagenden Segeln weiter gefahren. Als dann Minuten später bei denen die Segel runter gingen, dachten wir, ok, jetzt reffen die auch. Aber von wegen. ALLE, bis auf uns und eine Beneteau haben die Segel ganz runter genommen und sind gegen den Wind und die sich aufbauende See an motort.
Gruß,
Jan

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MichaelK

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108

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 10:32

Dass in Kroatien mehr große Chartercrews unterwegs sind und das Revier von Paaren und Liveaboards eher gemieden wird ist sicher auch der, nennen wir es mal anspruchsvollen, Preisgestaltung dort zu verdanken.
Wenn man 100 Euro Hafengebühren durch 8 teilt ist das natürlich für jeden einzelnen angenehmer als wenn man alles alleine tragen muss.

Indianer

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109

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 10:46

Die Sommermonate, wenn hier in Kroatien die Flaute vorherrscht, gehen eindeutig an die Ostsee, wo es fast immer Segelwind gibt.

Hallo Jan, schön von Dir zu hören.

Der Wind ist auf der Ostsee beständiger - kein Zweifel. Aber das in den Sommermonaten Flaute in Kroatien vorherrscht stimmt nicht. Man hat oft Nordwest(hier Mestral genannt) bei schönem Wetter. Der fängt ab 11:00 an und steigert sich am Nachmittag bis ca. 5 Bft. und schläft dann ein. Der ist eigentlich perfekt zum Segeln. und ja !!! es gibt Flautentage...mehr also an der Ostsee.
Im Sommer sind dann auch die Familiensegler nicht so selten - kommen aber häufig aus Italien rüber und sind sehr laut.....Italiener halt. Für mich nicht unangenehm - eher unterhaltsam.

Und die vielen schlechten Segler, brauchen einen ja nicht zu kratzen. Auch die finde ich unterhaltsam...ich gucke gerne durchs Fernrohr um einfach zu verstehen warum die das machen. Motor an und Segel schlagen lassen. Mir tut es Leid ums Material. Ich weiß nicht warum das viele machen...es machen aber viele so - sehe ich auch jedes Jahr, im Sommer und außerhalb der Saison. Habe ich aber auch vor Sardinien gesehen.
Bei den Charterbooten werden spätestens so nach 7 Jahren die Segel gewechselt.
Gruß
Wolfgang
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110

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 13:41

Wenn ich Ostsee sage - will keiner hin.
Eine erfreuliche Nachricht für die Ostseesegler. :verstecken:
Und die vielen schlechten Segler, brauchen einen ja nicht zu kratzen.
Hmm. War zwar nicht Kroatien, sondern Griechenland vorigen Monat. Aber die "Anlehnungsbedürtigkeit" einiger Ankerer neben uns war schön mal ein Grund sich zu kratzen.
Gruß, Klaus

Indianer

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111

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 16:28

Eine erfreuliche Nachricht für die Ostseesegler.

...na vielleicht finde ich ja doch noch jemand...
Rügen ist schön

Bavaria 56 V

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112

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 20:18

Küstenlänge:
Kroatien hat über 6000Km Küstenlänge und die gesamte Ostsee wird vermutlich kaum jemand nutzen.


Da hast Du aber jeden Kieselstein mit gemessen.

Von Nordkap nach Sizilien sind es 5500 km. Luftlinie

Gruß Klaus
Ab Windstärke zwölf gibt es keinen Atheisten mehr.( Helmut Gollwitzer)

Nene

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113

Freitag, 15. Oktober 2021, 02:18

@Bavaria 56 V
Nicht jeden, aber fast jeden.


Kroatien hat halt sehr viele Inseln.

Ich glaub das macht einiges von dem Reiz von Kroatien aus.


Städte wie Riga würden mich reizen, aber der Weg dahin ist wenn ich mir Maps anschaue in meinem Augen etwas langweilig.
Bei nem 2 Wochen Urlaub ist man halt auch etwas eingeschränkt was die Reichweite angeht.
Denke das man da von der Ostsee eigentlich nicht viel sieht.
Aber das ist nur mein persönlicher Eindruck als Urlaubsgast an der Ostsee.


Ich will ja nicht immer das gleiche sehen oder den ganzen Tag schräg im Wind hängen.
Für mich ist Segeln, MoBo fahren und die Gegend sehen/entdecken/kennenlernen gleich wichtig.


Wir sind zwar hauptsächlich in HR unterwegs da ja da unser Boot liegt, aber wir wollen ajch anders kennenlernen.
Vor Corona waren wir in Teneriffa unterwegs, für nächstes Jahr ist Südnorwegen geplant.


Ich bin also nicht auf Teufel komm raus ein HR Vernatiker, ich bin halt nur schneller in HR als an der Ost- oder Nordsee.


Wir waren 2x auf Rügen, das Gebiet haben wir erlebt, es war schön, beschissen, neu, anders, reizvoll.
Werde ich gefragt nach Ostsee, sage ich Rügen muß man gesehen haben.
Nach 2x 2 Wochen haben wir es aber gesehen.


HR nach 2x 2 Wochen hat man noch nicht mal annähernd gesehen.


Ich weiß Ostsee ist nicht nur Rügen, da gibt es einiges mehr. Dänische Südsee, in Schweden die Schären, Lettland, Litauen,...


Aber mal Hand aufs Herz, wer hat ein eigenes Boot an der Ostsee liegen, ist noch im Berufsleben und hat wirklich viel davon gesehen?


Gruß
Bernhard
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114

Freitag, 15. Oktober 2021, 02:27

Einen Ostsee Liebhaber wird man nie von Kroatien überzeugen können.
Ein HR Fan wird aber auch immer was finden was gegen die Ostsee spricht.

Ich für mich sag:
ich bin froh beide Reviere kennengelernt zu haben, jeder der dies nicht hat hat was versäumt.
Gruß
Bernhard
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115

Freitag, 15. Oktober 2021, 07:34

....
Wir waren 2x auf Rügen, das Gebiet haben wir erlebt, es war schön, beschissen, neu, anders, reizvoll.
Werde ich gefragt nach Ostsee, sage ich Rügen muß man gesehen haben.
Nach 2x 2 Wochen haben wir es aber gesehen.


HR nach 2x 2 Wochen hat man noch nicht mal annähernd gesehen.


Ich weiß Ostsee ist nicht nur Rügen, da gibt es einiges mehr. Dänische Südsee, in Schweden die Schären, Lettland, Litauen,...


Aber mal Hand aufs Herz, wer hat ein eigenes Boot an der Ostsee liegen, ist noch im Berufsleben und hat wirklich viel davon gesehen?




Hand aufs Herz – ich behaupte mal, meine Frau und ich haben inzwischen ziemlich viel von der Ostsee gesehen, trotz sehr begrenzter Zeit. Wir waren nicht nur in Dänemark und Schweden, sondern in Norwegen, Finnland, Åland, Estland, Lettland, Litauen, Polen... Man muss halt auch mal lange Schläge in Kauf nehmen. Mit einem oder mehreren 30h Nonstopschlägen (die zu zweit für uns immer gut machbar sind) kommt man schon ziemlich weit, das Baltikum, Finnland und große Teile der schwedischen und dänischen Küste sind jedenfalls erreichbar. Die Törnberichte von goeni hier im Forum zeigen, was man alles sehen kann, wenn man bereit ist, etwas Gas zu geben (und ein einigermaßen schnelles Boot hat). Nur der nördliche Teil des Bottnischen Meerbusens ist m.E. jenseits dessen, was man mit einem typischen Sommertörn schaffen kann.
Aber jeder, wie er mag, ich bin manchmal erstaunt, wie wenig manche unserer Stegnachbarn von unseren neun Ostseenachbarländern gesehen haben.

116

Freitag, 15. Oktober 2021, 09:28

@Bavaria 56 V
Nicht jeden, aber fast jeden.
Coastline paradox - Wikipedia
Wir waren 2x auf Rügen, das Gebiet haben wir erlebt, es war schön, beschissen, neu, anders, reizvoll.
Werde ich gefragt nach Ostsee, sage ich Rügen muß man gesehen haben.
Nach 2x 2 Wochen haben wir es aber gesehen.
HR nach 2x 2 Wochen hat man noch nicht mal annähernd gesehen.
Da vergleichst du aber eine Region mit einem ganzen Land.

117

Sonntag, 17. Oktober 2021, 11:44

Hallo Jan @Löhni:

Ich hoffe, Ihr hattet noch eine schöne Zeit und eine sichere Rückkehr zur Charterbasis sowie eine problemlose Rückgabe des Bootes. Magst Du uns an Euren letzten Eindrücken von der Adria teilhaben lassen?

Schönen Sonntag noch und

viele Grüße,

Florian
:segeln:

Löhni

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118

Sonntag, 17. Oktober 2021, 13:19

Hallo Jan @Löhni:

Ich hoffe, Ihr hattet noch eine schöne Zeit und eine sichere Rückkehr zur Charterbasis sowie eine problemlose Rückgabe des Bootes. Magst Du uns an Euren letzten Eindrücken von der Adria teilhaben lassen?

Schönen Sonntag noch und

viele Grüße,

Florian


Hallo Florian.
Vielen Dank der Nachfrage. Ja, wir haben das Schiff am Freitagnachmittag sicher zurück nach Split gebracht. Zuvor und danach war es jedoch nochmal etwas "aufregend". Da wir von der Charterbasis schon am Mittwoch per WhatsApp vor der starken bis stürmischen Bora am Donnerstag und Freitag gewarnt wurden, sind wir nach Milna (Brač) geflüchtet, um dort in der Bucht zum einen Schutz zu suchen, und zum anderen nur noch gute 10 Meilen Restweg für Freitag zu haben.
Das war eine sehr gute Wahl, denn tatsächlich war da von der Bora kaum was zu merken, während in Split über 40kn Wind (in Böen sogar über 50kn!) gemessen wurden.
Freitag sollte es sich gegen Mittag für ein paar Stunden etwas beruhigen, so dass wir beschlossen, das kurze Wetterfenster von 12-14 Uhr für die 10 Meilen nach Split zu nutzen.
Unsere Luv-Nachbarn entschieden sich, etwas früher auszulaufen und wurden dabei von einer Bö überrascht. Das führte dazu, dass sie mit ihrem Heck seitlich an uns entlang schrabbten und mit dem seitlich am Heckkorb montierten Außenborder unseren Seezaun erwischen und eine Relingstütze abgerissen haben. Der AB brach dabei ab und ging auf Tiefe.
Die Aufregung war groß, der halbe Hafen kam angelaufen und schaute zu. Telefonnummern und Bootspapiere wurden ausgetauscht, die Carterfirmen informiert. Ein Taucher kam und barg den Motor.
Bis alles geklärt war, war es lange nach 12 Uhr und wir sind schnell los. Der Wind hatte nachgelassen und war so weit östlich gedreht, dass wir Split bequem anliegen konnten. Im 2. Reff und mit Fock ging es flott voran. 2 bis 3 Meilen vor Split sah man dann aber schon am weiß schäumenden Wasser, dass es direkt vor Split wieder kräftig aufgefrischt hatte. Das Bergen der Segel klappte wunderbar in Lee eines Kreuzfahrers, der im Hafen lag. Und da wir in der ganzen Woche immer genug Wind hatten und daher keine 2 Stunden motort sind, sagte unser Vercharterer, dass wir uns das Warten und Tanken an der hoch frequentierten Tankstelle sparen könnten. Die paar Liter würde er per Kanister auffüllen und uns schenken.
Zum Glück! Denn kurz nachdem wir fest waren, frische es wieder auf weit über 30kn auf und führte zum zweiten großen Schrecken des Tages: Der Skipper einer anderen Yacht, der gegenüber von uns fest machen wollte, war mit der Situation offenbar überfordert und ist uns mit Vollgas in den Bug gefahren. Das Schlauchboot des Vercharterers, das begleitend dabei war um den Bug gegen den Wind zu drücken, konnte nichts ausrichten und so hatten wir mit einem faustgroßen Loch im Bug den zweiten Schaden am selben Tag.
Das Auschecken und Zurückzahlen der Kaution klappte trotzdem ohne Probleme. Das klären die Vercharterer unter sich und die Verursacher werden dann von ihrer Agentur zur Kasse gebeten.
Gruß,
Jan

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119

Sonntag, 17. Oktober 2021, 14:11

Ihr hattet also einen Adventure Törn gebucht.
Danke für's Berichten.
Gruß
Bernhard
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Löhni

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120

Sonntag, 17. Oktober 2021, 14:23

Insgesamt hat uns die Woche in Kroatien aber sehr gut gefallen. Obwohl wir wohl etwas Pech mit dem Wetter hatten, konnten wir das Segeln dort sehr genießen. Die malerischen Buchten und die hübschen Städte mit den gemütlichen und leckeren Konobas sind schon ein Vorteil gegenüber der Ostsee.

Da wir aber an der Ostsee leben und nur ein paar hundert Meter vom Boot entfernt wohnen, können wir das Boot hier ganz anders nutzen, als in einem entfernten Revier. Feierabendsegeln, Mittwochsregatten, Wochenendausflüge, oder nur mal mit Freunden an Bord den Sonnenuntergang genießen - das geht halt nur da, wo man auch zu Hause ist. Auch ist es ein unbezahlbar Vorteil, denn Sommerurlaub nicht mit einem quälenden Stau auf der Autobahn oder einer Schlange am Security-Check am Flughafen zu beginnen, sondern mit einem kurzen 5 oder 10 Meilen Schlag noch am Freitagabend.

Ein weiterer großer Pluspunkt der Ostsee: Die Häfen mit Heckpfählen. Da kann man bei jedem Wind ohne große Probleme ab- und anlegen - auch alleine. Wenn das Manöver nicht klappt, geht man erstmal quer vor die Pfähle und sortiert sich neu oder verholt sich mit Leinen. Ich bin diesen Sommer einhand von Kiel nach Kopenhagen (wo dann Frau und Tochter dazu gekommen sind) gesegelt, ohne mir eine einzige Sekunde Gedanken zu machen. Die erste Nacht vor dem Ablegen in Split habe ich mir den Kopf zerbrochen, wie ich da wohl heil raus kommen soll. Zum Glück hat dann alles geklappt, aber der Crash am letzten Tag hat mir gezeigt, dass diese Angst nicht unbegründet war.

Was ich in Kroatien auch etwas unangenehm empfand war die "Sichtbarkeit" (um nicht zu sagen Aufdringlichkeit) der Hafen- bzw. Bojenbetreiber. Kaum fest gemacht (bzw. an der Boje noch vor dem Festmachen) wird man angequatscht, soll irgendwelche Papiere abgeben oder sich um die Uhrzeit des Abendessens Gedanken machen. Hier im Norden ist es guter Brauch, das Anlegen, bzw. das angelegt sein, erstmal in Ruhe und gebührend zu genießen. Der Zahlungsverpflichtung kommt man anschließend selbstständig und unaufgefordert nach. Kontakt zur lokalen Gastronomie wird von Kunden- und nicht von Anbieterseite aufgenommen. Aber das sind nur Kleinigkeiten :)
Gruß,
Jan

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