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Windstärken

Windstärkentabelle

61

Montag, 28. November 2016, 23:06

Während ich mir das hier durchgelesen habe, kam mir der Gedanke Seekarten und Vorschriften noch nie richtig interpretiert zu haben und das ich jahrelang haufenweise Fehler gemacht habe. Ich habe den Gedanken verworfen.

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62

Montag, 28. November 2016, 23:07



Mal ne andere Situation ...
will VTG durchfahren , aufm AIS alles leer... könnte man nicht die Leitstelle anfunken ob ne Querung mit Kurs xxx ok ist ?
Also natürlich kann man , aber hat das schon einer gemacht ?


Ja, diesen Sommer in der Nordsee 2x , aber VHF-Kontakt mit den dicken Pötten direkt.... so z.B.:

Ich war noch auf dem "Mittelstreifen" und beide waren unsicher, ob ich es vor dem Bug des Dicken (15 kn!) mit ausreichender Sicherheit noch schaffe.
Der "Dicke" hat mich dann direkt angerufen (MMSI u. Name sichtbar via AIS) und hat mich gebeten hinter seinem Heck zu passieren (war mir auch sehr angenehm).
Ich hab dann 90° abgedreht, bin dann längs auf dem Mittelstreifen gefahren bis er vorbei war und dann rüber.
Die Verkehrszentrale (in Sichtweite!) hat nicht gemeckert.

Anmerkung:
Ich verstehe nicht, wie man auf Nord- und Ostsee ohne Funk fährt.......das sind Seegebiete !
Ein Funkgerät hat auch auf dem kleinsten Boot Platz selbst wenn es "nur" eine Handfunke im Jollenkreuzer ist.
VHF-Funk ist m.E. eine unverzichtbare Sicherheitsausrüstung zugunsten des Skippers, seiner Besatzung...........mal abgesehen davon, dass es da viele praktische und positive Aspekte gibt, die man mit Funk regeln kann: VTGs, Brücken, Schleusen, Häfen und Hilfeleistung für Dritte.
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

63

Montag, 28. November 2016, 23:21

Mein Funkgerät ist (fast) immer leise. So leise um noch mitzukriegen wenn jemand absäuft. Ich ertrage das Gefasel nicht mehr. Im Notfall Satellitentelefon, da quatscht dann niemand dazwischen. Im VTG halte ich mich frei, muss nicht angefunkt werden und fahre grundsätzlich so, dass jeder großer Pott versteht das ich ihn gesehen habe und hinter ihm, den Vorschriften entsprechend rübergehe.

Ja, es gibt Ausnahmen - da ist dann selbstverständlich laut.

excos48

Lotse

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64

Montag, 28. November 2016, 23:30

Anmerkung:
Ich verstehe nicht, wie man auf Nord- und Ostsee ohne Funk fährt.......das sind Seegebiete !
Ein Funkgerät hat auch auf dem kleinsten Boot Platz selbst wenn es "nur" eine Handfunke im Jollenkreuzer ist.
VHF-Funk ist m.E. eine unverzichtbare Sicherheitsausrüstung zugunsten des Skippers, seiner Besatzung...........mal abgesehen davon, dass es da viele praktische und positive Aspekte gibt, die man mit Funk regeln kann: VTGs, Brücken, Schleusen, Häfen und Hilfeleistung für Dritte.


Theoretisch kann mann dir da nur recht geben.
Praktisch ist aber ein Funkgeraet in vielen Ecken der Ostsee definitiv verzichtbar (bezogen auf den eigenen Nutzen) und eben auch nicht vorgeschrieben. Wenn im Sommer nur Smalltalk im VHF laeuft "Hinz ruft Kunz, bitte kommen!!" und dann ewiges Blabla auf Ch.16 ... dann mache ich auch schonmal aus bzw leise. GMDSS-Alarme hoert man ja trotzdem :O
Tatsaechlich geben auch immer mehr Bruecken oder Schleusen Kontakt-Telefonnummern an und auch Hafenmeister reagieren hier nur seltenst auf VHF-Anrufe. Aber natuerlich muss der "funklose" Segler auch wissen, wo er sich besser fernzuhalten hat.

Gruss
excos48

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65

Montag, 28. November 2016, 23:32

Naja, wenn du auf der Nordsee von den friesischen Inseln kommend von Süd nach Nord unterwegs bist, dann querst du zwei VTGs unmittelbar hintereinander, die beide so stark frequentiert und breit sind, dass du unter normalen Umständen keine Lücke findest wo du beide "Einbahnstraßen" ohne Probleme queren kannst.

Ist so ein Dicker erst in Sicht, dann ist er bei 15 - 18 kn auch in wenigen Minuten bei dir.......und du siehst sie aufgereiht wie auf einer Perlenkette.......und selbst die, die du mit bloßem Auge noch nicht siehst haben ein CPA von unter 0,1 nm.
Ohne Absprache geht da nichts.

Das Gleiche gilt für Maasvlakte/Hoek van Holland.....da bist du ohne die Verkehrszentrale fast aufgeschmissen bzw. nimmst sehr hohes Risiko.
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

66

Montag, 28. November 2016, 23:37

Ist klar, ich schrieb ja auch das es Ausnahmen gibt. Wenn es eng wird / ist muss man sich absprechen.

88markus88

Salzbuckel

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67

Dienstag, 29. November 2016, 00:38

... Dient die - so meine aktuelle Theorie - tatsächlich dazu, die großen Pötte vom teilweise etwas flacheren Seegrund in diesem Gebiet fernzuhalten, oder gibt es andere Gründe?


@88markus88:
Ich sehe auch keine anderen Gruende. Ich habe selbst gerade keine Seekarte von dem Gebiet zur Hand, muss also auch nur mit den beiden geposteten Bildern leben... (Daenemark zeigt Navionics Web-app ja immer noch den Stinkefinger :D )
Tatsaechlich ist mir diese grosse Trennzone neu, bin auf der Seite des Grossen Belts schon lange nicht mehr unterwegs gewesen. Aber es scheint auch hier so, dass mit dieser Trennzone dem Navigator bei der Routenplanung eine optische Hilfe gegeben wird, die ihn in das sichere Fahrwasser hineinleitet. Die Wassertiefen innerhalb der Zone variieren sehr stark und koennen, wenn man nicht explizit darauf achtet, fuer zB ein Schiff mit 10m Tiefgang schon extrem grenzwertig werden... v.wg. Bankeffekt zB und der Gefahr aus dem Kurs geworfen zu werden und auf eine flachere Untiefe zu stranden. Also sollen diese Fahrzeuge da auch besser rausgehalten werden.
Dieser Bereich des Belts ist der unfalltraechtigste in allen daenischen Gewaessern, weil auch der Tiefwasserweg rund um Hatter Barn bei ungenuegender Routenplanung (inbesondere Planung der Kurvenfahrt) hoechst anspruchsvoll ist. Es gibt da Statistiken ueber Strandungen von Schiffen, kann man mal nach googeln...

Gruss
excos48


@excos48: und @Sehbeer: - vielen Dank für Erläuterungen. Das hilft mir wieder ein Stückchen, Frachter und ihre Crews zu verstehen!

Andreas29

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68

Dienstag, 29. November 2016, 07:20

Wenn ich mich z.B. beim Kreuzen des Maasgeul vor Rotterdam artig über Funk melde (wie es auch vorgeschrieben ist),

Heißt das ohne Funke darf man da nicht segeln? Kann ja eigentlich nicht sein oder? Fragt ein ahnungsloser Ostseesegler ohne Funke. ?(
Mit besten Grüßen


Hi,

@steggano: Nö, da darfst Du ohne Funke sehr wohl queren. Aber wenn Du Funk hast ist Anmeldung Pflicht, so läuft das.

Kann Martin (Haeven can wait) nur beipflichten was das Thema Funk angeht. Macht vieles einfacher. Habe im Mai bei einer Einfahrt nach Ijmuiden bei etwas mehr Wind mit dem Revierlotsen auch über Funk abgesprochen dass ich auf der Backbordseite (also der falschen Seite) einlaufe und im Vorhafen auf dieser Seite dann die Segel berge (weil´s besser war von der Wellenabdeckung her). Das war kein Problem und er hat dann auch zwei auslaufenden Schiffen entsprechende Anweisungen gegeben. Nur der Segelyacht die nach mir eingefahren kam und das gleiche machte nur ohne sich zunächst über Funk zu melden die wurde nachdem Funkkontakt zustandekam ganz schön angeraunzt.
Ich habe wie andere hier auch die Erfahrung gemacht, dass die Revierzentralen absprachen über Funk, genauso wie einfaches an- und abmelden ganz geixxxl finden. So können die einem Leuchtpunkt einem Namen geben (wenn kein AIS) und wissen auch was man so vorhat. Von den Hilfen bei Schleusen und Brücken mal ganz ab.

Grüße

Andreas
Jahrzehntelang haben sie die Kriegsgeneration gefragt, wie das alles passieren konnte.
Jetzt glauben sie jeden Mist aus dem Internet, schimpfen auf die Lügenpresse, verachten das Politikerpack, pöbeln gegen Flüchtlinge,
verunglimpfen den Rechtsstaat und wählen eine "Alternative für Deutschland".
So passiert das!

69

Dienstag, 29. November 2016, 07:28

... Dient die - so meine aktuelle Theorie - tatsächlich dazu, die großen Pötte vom teilweise etwas flacheren Seegrund in diesem Gebiet fernzuhalten, oder gibt es andere Gründe?


@88markus88:
Ich sehe auch keine anderen Gruende. Ich habe selbst gerade keine Seekarte von dem Gebiet zur Hand, muss also auch nur mit den beiden geposteten Bildern leben... (Daenemark zeigt Navionics Web-app ja immer noch den Stinkefinger :D )
Tatsaechlich ist mir diese grosse Trennzone neu, bin auf der Seite des Grossen Belts schon lange nicht mehr unterwegs gewesen. Aber es scheint auch hier so, dass mit dieser Trennzone dem Navigator bei der Routenplanung eine optische Hilfe gegeben wird, die ihn in das sichere Fahrwasser hineinleitet. Die Wassertiefen innerhalb der Zone variieren sehr stark und koennen, wenn man nicht explizit darauf achtet, fuer zB ein Schiff mit 10m Tiefgang schon extrem grenzwertig werden... v.wg. Bankeffekt zB und der Gefahr aus dem Kurs geworfen zu werden und auf eine flachere Untiefe zu stranden. Also sollen diese Fahrzeuge da auch besser rausgehalten werden.
Dieser Bereich des Belts ist der unfalltraechtigste in allen daenischen Gewaessern, weil auch der Tiefwasserweg rund um Hatter Barn bei ungenuegender Routenplanung (inbesondere Planung der Kurvenfahrt) hoechst anspruchsvoll ist. Es gibt da Statistiken ueber Strandungen von Schiffen, kann man mal nach googeln...

Gruss
excos48


@excos48: und @Sehbeer: - vielen Dank für Erläuterungen. Das hilft mir wieder ein Stückchen, Frachter und ihre Crews zu verstehen!
Auch von mir vielen Dank.
Trotzdem noch einmal die Frage: ist diese schraffierte Trennzone östlich des VTG Sperrgebiet für Sportboote? ?(
Oder darf ich die Zone queren? Wenn ja, wie darf ich sie queren? ?(
Jan

Danziger

Regattaleitung

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70

Dienstag, 29. November 2016, 07:45

Bzgl. Funk: wichtig für die Sicherheit. Pflicht und immer mit Gmdss. VTGs in NL, D und GB sind rel. dicht befahren, aber bin bislang da immer ohne Absprache prima am Hintern durch, die Kisten sind ja nicht viel breiter als ein paar Segelboote lang sind. Dass man dafür im VTG schon mal den Kurs ändern muss und dann es dann kurzfristig nur noch 75 Grad statt der 90 sind, ist klar, aber genauso klar ist, der große geht nicht vom Gas und will auch nicht den Kurs ändern. Wenn Du ihn anfunkst, was man gerne tun kann, dann gibt das einem die Sicherheit, er weiß ich bin da. Lücke finden und durch muss man aber selber. Habe das schon unzählige Male gemacht und kann Heaven, ohne Funkt geht da nichts, nicht zustimmen (auch wenn ich ihm in ganz vielen zustimme).

Hans

71

Dienstag, 29. November 2016, 08:13

ist diese schraffierte Trennzone östlich des VTG Sperrgebiet für Sportboote?


Es ist keine Trennzone, und man kann als Segler rein.

Gruß Odyssues

Sehbeer

Leuchtturmwärter

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72

Dienstag, 29. November 2016, 08:46

Es ist keine Trennzone, und man kann als Segler rein.
Woraus schließt Du das? In den Seekarten sieht es jedenfalls aus wie eine Trennzone, die nicht nur zwischen den Einbahnweg liegen darf sondern auch am Rand liegen darf.

Außerdem aus http://www.dma.dk/SiteCollectionDocument…otat-cgj-uk.pdf: "... The primary change is that the coastal traffic zone associated with the traffic separation system is cancelled and instead a traffic separation zone is established at the south-eastern side of the system. ..."
Liebe Grüße + Bleibt gesund!

Mattze :Kaleun_Salivating:
Wasch dir die Hände, als hättest du gerade Chillies geschnitten, und wolltest jetzt masturbieren!

excos48

Lotse

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73

Dienstag, 29. November 2016, 13:16

... Nur der Segelyacht die nach mir eingefahren kam und das gleiche machte nur ohne sich zunächst über Funk zu melden die wurde nachdem Funkkontakt zustandekam ganz schön angeraunzt.
Ich habe wie andere hier auch die Erfahrung gemacht, dass die Revierzentralen absprachen über Funk, genauso wie einfaches an- und abmelden ganz geixxxl finden. So können die einem Leuchtpunkt einem Namen geben (wenn kein AIS) und wissen auch was man so vorhat. ...

Ja, da war der Lotse aber nicht geradlinig. In der Praxis halte ich es fuer legitim, dass eine Anweisung oder Absprache fuer ein unmittelbar dahinter folgendes Sportboot gleichermassen gilt.
Auch darf man in bestimmten Lagen annehmen (das weiss aber nicht jeder Berufsschiffer) dass der Yachtie in den meisten Faellen zum Funken runter gehen muss und dies ist in navigatorisch anspruchsvollen Situationen nicht unbedingt immer moeglich.
Nicht jeder hat Fernbedienteil oder Handfunke an Bord.

ist diese schraffierte Trennzone östlich des VTG Sperrgebiet für Sportboote?

Es ist (k)eine Trennzone, und man kann als Segler rein.

Ich habe das Zitat mal sinngemaess angepasst ;)
Die Nordseesegler werden es auch kennen, dass in den breiten Trennzonen sich gerne Fischer aufhalten und dort ggf sogar ankern.

Gruss
excos48

88markus88

Salzbuckel

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74

Dienstag, 29. November 2016, 18:56

... Nur der Segelyacht die nach mir eingefahren kam und das gleiche machte nur ohne sich zunächst über Funk zu melden die wurde nachdem Funkkontakt zustandekam ganz schön angeraunzt.
Ich habe wie andere hier auch die Erfahrung gemacht, dass die Revierzentralen absprachen über Funk, genauso wie einfaches an- und abmelden ganz geixxxl finden. So können die einem Leuchtpunkt einem Namen geben (wenn kein AIS) und wissen auch was man so vorhat. ...

Ja, da war der Lotse aber nicht geradlinig. In der Praxis halte ich es fuer legitim, dass eine Anweisung oder Absprache fuer ein unmittelbar dahinter folgendes Sportboot gleichermassen gilt.
Auch darf man in bestimmten Lagen annehmen (das weiss aber nicht jeder Berufsschiffer) dass der Yachtie in den meisten Faellen zum Funken runter gehen muss und dies ist in navigatorisch anspruchsvollen Situationen nicht unbedingt immer moeglich.
Nicht jeder hat Fernbedienteil oder Handfunke an Bord.

ist diese schraffierte Trennzone östlich des VTG Sperrgebiet für Sportboote?

Es ist (k)eine Trennzone, und man kann als Segler rein.

Ich habe das Zitat mal sinngemaess angepasst ;)
Die Nordseesegler werden es auch kennen, dass in den breiten Trennzonen sich gerne Fischer aufhalten und dort ggf sogar ankern.
Gruss, excos48

Fischer dürfen das, Segler aber nicht. Regel 10(e):
Ausser beim Queren oder Einlaufen in einen Einbahnweg oder beim Verlassen eines Einbahnweges darf ein Fahrzeug in der Regel nicht in eine Trennzone einlaufen oder eine Trennlinie überfahren,ausgenommen (i) in Notfällen zur Abwendung einer unmittelbaren Gefahr (ii) zum Fischen innerhalb der Trennzone

75

Dienstag, 29. November 2016, 19:33

jetzt muß ich hier auch mal antworten:
Funk ist vielleicht nice to have, genau wie Ais. Ich hab in 41 Jahren Segelei noch nie ein Funkgerät besessen und auch nicht vermißt. Brücken öffne sich eigenartigerweise mit der Flagge N im Vortop und in einem Hafen habe ich mich noch nie an- oder abgemeldet.
Ich plane im Rentenalter auch einen Törn über Nordsee/Ärmelkanal, auch dafür werde ich mir keinen Funk zulegen. Wenn es nach manchen Sicherheitsfanatikern hier geht muß man ja vollaufrüsten um überhaupt ablegen zu können (natürlich vorher über Funk abgemeldet..). Und zur Frage des Tröt-Eröffners: ich quere VTG`s soweit machbar rechtwinklig. Wenn der Wind das nicht hergibt, auch andere Winkel. Bis treppenförmig durch. Das sieht dann so aus: so unter 30grd ins VTG rein, kommt ein Dampfer mit dem mitlaufen (in VTG Fahrtrichtung) bis er durch ist, dann wieder alten Kurs bis der nächste kommt, wieder mit dem mitlaufen usw. Nach der Mitte mach ich genau so weiter, wobei ich dann gegen die Richtung des VTG laufe bis der von stb kommende Dampfer durch ist, dann wieder alten Kurs usw. Je nach Wind und Dampfermenge können das schon mal 6-8 "Treppen" werden. Angesprochen worden? Verwarnungen? öä.? noch nie. Meist vor Gedser/Kadettrinne und dem Gebiet um Fino2.
Mag ja in der Nordsee strenger gehandhabt werden. Ach ja, ich fahre einen aktiven Radarreflektor, gesehen werde ich also.
bukh1

Der Beitrag von »Heaven Can Wait« (Dienstag, 29. November 2016, 19:50) wurde vom Autor selbst gelöscht (Dienstag, 29. November 2016, 20:00).

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77

Dienstag, 29. November 2016, 19:57

Genau so und nicht anders!
Die Wikinger sind auch bis nach Amerika ohne Funk, AIS und sogar ohne aktiven Radarreflektor und sogar ohne Kompass, Karten? naja- mehr so ungefähr .
Geht alles, nur eine Frage der persönlichen Philosophie.
Wie viele der gestarteten Wikinger in Amerika angekommen sind und dann wieder zurück nach Skandinavien, um Bericht zu erstatten ist leider nicht überliefert…..die Probleme seinerzeit waren wohl aber nicht der Verkehr mit der Großschifffahrt :-)

In diesem Sinne:
Wenn du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer.
(Antoine de Saint-Exupéry)
................und dann fahr einfach los, dann wird das Meer deine ewige Heimat .
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Heaven Can Wait« (29. November 2016, 20:23)


janm

Proviantmeister

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78

Dienstag, 29. November 2016, 20:23

Funk ist vielleicht nice to have, genau wie Ais. Ich hab in 41 Jahren Segelei noch nie ein Funkgerät besessen und auch nicht vermißt. ...Ich plane im Rentenalter auch einen Törn über Nordsee/Ärmelkanal, auch dafür werde ich mir keinen Funk zulegen.


Wir hatten dieses Jahr auf dem Weg von Wangerooge nach Helgoland Nebel mit einer Sichtweite von max. 20m. Wir haben die Revierfunkzentrale angefunkt, um eine Querung abzusprechen. Daraufhin hat sich auch die Radarüberwachung bei uns gemeldet, wo wir denn seien, damit sie einen Punkt beschriften können. Wir sind bei Tonne xy, gesehen haben sie uns trotzdem nicht, trotz passivem Radarreflektor auf einem 10m - Boot. Wir hatten zum Glück passives AIS an Bord und konnten so allen anderen Schiffen ausweichen. Ich wüßte nicht, wie wir das ohne AIS sicher hätten bewältigen können. Zurück durchs Seegatt ging auch nicht. In solchen Situationen muss man das AIS praktisch permanent überwachen. Das wurde mir klar, als auf kurze Distanz plötzlich ein 30m-Schiff auftauchte, 6 min bis zum Einschlag. Da habe ich schon geflucht, dass ich nicht die 200 Euro extra für ein aktives System angelegt habe. Man benötigt AIS selten, aber wenn man es mal unverhofft braucht, dann ist es wirklich nützlich.

Viele Grüße
Jan

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79

Dienstag, 29. November 2016, 20:31

Ich kann das nur voll bestätigen.
Dieses Jahr einhand von Vlieland nach Thyboron - 36 h.
Morgens pottendichter Nebel. Die neuen Windparks (mit aktiven AIS-Sendern an den Ecken ) da, das Haupt-Fahrwasser mit den dicken Pötten dort und zwischendurch die wilden Katamaran-Zubringer mit 25 kn.
Ohne alle Register ziehen zu können (AIS Transponder, bester passiver Echomax-Radarreflektor, Plotter und eigenes Radar hätte ich mich ziemlich Schxxxx gefühlt - (von gut gefühlt war ich dennoch weit entfernt).
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

80

Dienstag, 29. November 2016, 20:43

Guckst Du eigentlich auch mal raus oder nur auf die ganzen Instrumente und Bildschirme? :runner:

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