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Windstärken

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Andreas29

Salzbuckel

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61

Dienstag, 14. Januar 2020, 07:45

Sollte denn auch derjenige sich ein INF3 ausstellen lassen, der einen Umsatzsteuernachweis hat?


Moin,

nun da stellt sich ja zunächst die Frage welcher Art denn dieser Nachweis ist bzw. wie er ausschaut.

Wo ist denn das Problem? Wenn man einen entsprechenden Nachweis hat kann man doch völlig unbeschwert beim Zoll auflaufen und ein solches INF3 ausstellen lassen. Damit ist man dann auf jeden Fall zolltechnisch gesehen auf der sicheren und richtigen Seite, weil in der EU untereinander eben genau dieses Blatt (neben den TL-Dingern) dafür vorgesehen war und ist. Nämlich Dir zu bescheinigen, dass Du die genannte Ware bereits bei Ausreise aus EU dabei hattest und nun nicht neu in die EU bei Einreise einführst.
Genau und streng genommen ist ein INF3 keine Bescheinigung dass die MWSt entrichtet wurde, ja, aber da ja gilt: Alles innerhalb der EU in Privatbesitz gilt als versteuert solange nicht das Gegenteil bewiesen wird und Dir mit dem INF3 bestätigt wird, dass die Ware bei Ausreise aus EU bereits in deinem Besitz war ist damit indirekt auch der Steuerstatus bestätigt.

Ob und wie irgendein Zöllner in welcher Form auch immer vorgelegte Nachweise akzeptiert ist unvorhersehbar. Geregelt innerhalb der EU ist das Dingen mit der Nämlichkeitsbescheinigung.

Grüße

Andreas
Jahrzehntelang haben sie die Kriegsgeneration gefragt, wie das alles passieren konnte.
Jetzt glauben sie jeden Mist aus dem Internet, schimpfen auf die Lügenpresse, verachten das Politikerpack, pöbeln gegen Flüchtlinge,
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So passiert das!

Schebun

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62

Dienstag, 14. Januar 2020, 07:47

Nein, man braucht kein Inf3 oder einen Nämlichkeitsnachweis.

Wenn man einen „Nachweis der Versteuerung“ hat wie auch immer der aussieht und schlüssig einfach belegen kann, dass die letzten Jahre das Schiff in der EU war (Schiffstagebuch, Logbuch) langt das völlig.

Nicht verrückt machen lassen. Ist alles nicht so schlimm wie es aussieht.

Ja, man sollte sich der Thematik bewusst sein, damit man nicht wie vom Blitz getroffen dasteht wenn man doch mal kontrolliert werden sollte, aber es gibt keinen Grund sich verrückt zu machen.

Nicht vergessen, der Zöller tut sich mit dem Kontrollieren auch nicht leicht.

Worum geht es denn? Darum, nachzuweisen, dass das Schiff die letzten bis zu knapp 14 Jahre nicht ausgeführt und wieder eingeführt oder länger als 3 Jahre die EU verlassen hat. Das ist ebenso schwer zu kontrollieren wie nachzuweisen.

Daher: geeignete Unterlagen zu den Schiffspapieren und gut ist. D.h. z.B. der Kaufbeleg oder ein Inf3 oder TL2 oder ne Nömlichkeitsbescheinigung als Start und dann Logbücher der letzten Jahre. Außerdem kann man zuhause bissi Zettelkram aufbewahren wie Liegeplatzrechnungen, Reparaturrechnungen etc. denn, sollte es doch dazu kommen, dass man Einfuhrumsatzsteuer nachentrichten musste kann man immer noch Einspruch einlegen und dann den Nachweis im Einspruchsverfahren erbringen.

Also nochmal: ruhig bleiben und nicht übertreiben. :)
Wenn das Leben eine Reise ist, ist eine Segelyacht mein Ziel.

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63

Dienstag, 14. Januar 2020, 10:58

War gerade auf dem Zoll und habe jetzt auch so ein Formular INF3 abgestempelt bekommen, die Nummer war völlig Stressfrei da ich alle Unterlagen dabei hatte, sprich damit glaubhaft versichern konnte das, das Boot innerhalb der EU liegt.
Das ist auch der entscheidende Punkt, die Frage nach dem wo ist das Boot kam natürlich und die lässt sich eben nur so beantworten.

Somit steht meinen Reisen auf der Nordsee nix mehr im Wege. :) :) :) :) :) :)

Vielen Dank an euch alle für die guten Tipps :good2: :good2: :good2: :good2: :good2:

Andreas29

Salzbuckel

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64

Dienstag, 14. Januar 2020, 11:28

Hi,

na denn willkommen im Club der INF3 Besitzer :D

In drei Jahren gehste damit zu deinem Zollamt und holst Dir einfach ein neues weil das "Verfalldatum" drei Jahre beträgt :)

Denn viel Spaß und gutes Wetter bei den Nordseereisen.

Grüße

Andreas
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ArAl

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65

Mittwoch, 15. Januar 2020, 11:15

Im Artikel YACHT 3/2020 Seite 8 steht noch ein weiterer Hinweis zur Seezollgrenze.

Wenn man also von außen in die Zwölf-Seemeilen-Zone, oder von einem anderen Land in ein Land der EU kommt, muss man:
- das Zollzeichen setzen,
- auf der vorgeschriebenen Zollstraße einfahren,
- keine Verbindung mit anderen Schiffen aufnehmen,
- kein Landungsplätze anlaufen
- und sich sofort mit dem Zoll in Verbindung setzen.

Der Artikel nennt Deutschland, der Zoll nennt EU:
https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Zoelle…zwang_node.html

Ich gehe also davon aus, dass wenn ich z.B. von Kroatien nach Griechenland, oder von Polen nach Deutschland fahre, obige Pflichten nicht habe, da ich innerhalb der EU bin.

Der Artikel in der YACHT nennt die "Befreiung eines Wassersportfahrzeugs von der Beförderungspflicht", mit der man von obigen Pflichten befreit ist.

So sieht das Zollzeichen aus:
»ArAl« hat folgende Datei angehängt:
  • Zollzeichen.jpg (3,75 kB - 217 mal heruntergeladen - zuletzt: Heute, 13:29)

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66

Mittwoch, 15. Januar 2020, 18:08

Man muss hier schon die polizei- und zollrechtlichen Bestimmungen unterscheiden.

Wie man auf der Info-Seite der Bundespolizei sieht ist die 12sm Zone Deutschlands auch eine Schengen Außengrenze. Wenn man diese Schengen Außengrenze zwischen zwei Schengen-Staaten übertritt ist kein Ein- und Ausklarieren mehr notwendig: Info-Seite Bundespolizei

Zollrechtlich gibt es beim passieren der Schengen Aussengrenze allerdings den Zollstraßenzwang. Es muss der Zollwimpel geführt werden und als erstes eine Zollstelle angelaufen werden. Man darf zollrechtlich also nicht einfach von z.b. Laboe nach Marstal und zurück fahren sondern müsste auf dem Rückweg erst eine Zollstelle anlaufen. Diese Info hab ich direkt vom Zoll auf der Hanseboot bekommen. Man kann sich von dieser Prozedur aber befreien lassen. Beim Zoll das Formular 0061 herunterladen und zum zuständigen Hauptzollamt schicken. Man bekommt das dann per Post mit ein paar Informationen abgestempelt zurück und es kostet nicht mal Gebühren.

Info vom Zoll hierzu: Zollstraßenzwang

Da mein Hafen Damp ist hab ich das zum Hauptzollamt Kiel geschickt und nach ca. zwei Wochen alles zurück bekommen.
Liebe Grüße
Marcel

Warum gibt es nur zwölf Windstärken ? Als Herr Beaufort bei zwölf angekommen war hat er aufgehört zu zählen und angefangen zu beten...

Hanser

Salzbuckel

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67

Mittwoch, 15. Januar 2020, 18:22

Wenn man ... von einem anderen Land in ein Land der EU kommt
Anderes Land ist zu weit gefasst. @skippyhh hat dazu schon richtig den Begriff Schengen genannt.

In der Saison bin ich sicher im Schnitt mit dem Boot einmal die Woche raus und wieder rein in die EU - und der Zoll interessiert sich Null dafür.
Bodensee mit dem Schweizer Ufer :D. Dank Schengen (und Sonderregelung) kein Thema.

Volker

Kokopelli

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68

Mittwoch, 15. Januar 2020, 22:22

Man darf zollrechtlich also nicht einfach von z.b. Laboe nach Marstal und zurück fahren sondern müsste auf dem Rückweg erst eine Zollstelle anlaufen.

Und wer macht das? Und wer vom Zoll will das? Sollten doch einfach mal alle Ostseesegler am Sonntag abend nach dem DK-Wochenende am Zollsteg anlegen... schon ist das Thema durch.
Gruß, Klaus

ArAl

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69

Donnerstag, 16. Januar 2020, 00:23

Wenn man ... von einem anderen Land in ein Land der EU kommt
Anderes Land ist zu weit gefasst. @skippyhh hat dazu schon richtig den Begriff Schengen genannt.

Mein Boot liegt in Kroatien, was zur EU, aber nicht zu Schengen gehört.

Wenn ich nun von Süd-Kroatien nach Italien oder nach Griechenland fahre bin ich außerhalb der 12-Seemeilen-Zone jedes EU-Landes und müsste in Italien oder Griechenland das Zollzeichen setzen und zuerst zum Zoll fahren.

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70

Donnerstag, 16. Januar 2020, 00:41

So einen Zollstander habe ich gar nicht :nixweiss2:

ArAl

Admiral

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71

Donnerstag, 16. Januar 2020, 00:55

So einen Zollstander habe ich gar nicht :nixweiss2:

Es ist der Hilfsstander 3 oder auch 3rd Substitute.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Zollstander

Mal sehen, ob ich den in meinem Flaggenalphabet habe, denn "Q" ist wohl nicht erlaubt.

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72

Donnerstag, 16. Januar 2020, 00:57

...und ich bezweifle, dass ein griechischer Beamter irgend etwas damit anzufangen wüsste.

Wenn überhaupt kennt der Q und nicht den 3. Hilfsstander.


Arno, die interessiert in GR nur, dass du die TEPAI zahlst, ein DEKPA kaufst (und das vielleicht bald auch nicht mehr) und ggfs. die Einreisegebühr bezahlst. An irgendwelchen bunten Flaggen ist da kein Mensch interessiert.
Michael
SY Sioned

Andreas29

Salzbuckel

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73

Donnerstag, 16. Januar 2020, 07:04

Hi,

ist wie immer im Leben...bevor ich irgendwohin als Gast komme informiere ich mich über die dortigen Gepflogenheiten. Hier in D wird halt gerne vom Zollbeamten und von der Bundespolizei das ordentliche Einreiseverfahren hervorgehoben, in GR schaut man halt nach TEPAI.

Einfach vorher informieren und fertig.

Das Gehampel und die Betonung auf die Zollanlandeplätze und so machen m.W. auch nur unsere so.

Grüße

Andreas
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Hanser

Salzbuckel

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74

Donnerstag, 16. Januar 2020, 09:52

So schlimm ist das alles nicht. :D

Gelten die Wasserfahrzeuge sowie die mitgeführten Waren jedoch durch
einfaches Überschreiten der Grenze des Zollgebietes der Union als ange-
meldet (Art. 158 Abs. 2 UZK, Art. 140 Abs. 1 Buchst. a) UZK-DA i.V.m.
Art. 141 Abs. 1 Buchst. d) iii) UZK-DA) und stehen keine Verbots- oder
Beschränkungsmaßnahmen entgegen, sind diese von den Verkehrsgeboten
und -beschränkungen des § 2 Abs. 3 ZollVG befreit (§ 4 Abs. 4 ZollV).

Zitat aus der Broschüre vom Zoll.

Hier zum Nachlesen, falls ihr noch Fragen habt:
mb_zollbestimmungen_schiffsfuehrer_wassersport.pdf

Volker

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